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OT: HDL GDL

4. Mai 2015 um 13:36 Letzte Antwort: 6. Mai 2015 um 19:52

jetzt mache ich auch mal einen Thread auf, um mal meinen Frust in die Welt hinaus zu brüllen...

Ab morgen 1/2h früher aus dem Haus, um 1/2h später auf Arbeit zu sein - und abends das Ganze Retour. Es sein denn, es klappt ein Anschluss nicht, dann kommt jeweils noch eine Stunde extra dazu. Das ganze in S-Bahnen, die so überfüllt sind, dass bereits an der Start-Haltestelle alle Sitzplätze belegt sind, irgendwann ab der 5. oder 7. Haltestelle gehen dann die Türen nicht mehr zu. Herrlich. Diesmal mit neuem Rekord für die Streikdauer. Ich freu mich schon soooooooooo sehr... Leider habe ich meine Möglichkeiten für Heimarbeit aber mit den letzten 7 Streiks erschöpft, ich kann es mir nicht leisten, so viel von meinem Urlaub schon im Mai zu verbraten und krank schreiben lassen könnte ich mich eigentlich, aber das ist irgendwie... naja, käme ich mir verdammt doof vor.

Weil diese **** **** von der GDL unbedingt der Meinung sind, dass sie alle anderen terrorisieren dürfen, um ihre Ziele durchzusetzen. Ist doch viel besser als einen Schlichter zu akzeptieren. Klar doch. Leider fällt mir nichts ein, wie ich meine Ziele auf deren Rücken austragen könnte... ausser dem guten alten Rohrstock vielleicht.

HDL GDL

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4. Mai 2015 um 13:53

Ja, exakt mein Problem
ich wohne deutlich ausserhalb der Stadt und arbeite aber natürlich in der Stadt. Da fährt kein Bus und keine UBahn hin. Also normaler Weise Bus zum RegionalZug - da fährt aber in der Streikzeit zu "meiner Zeit" gar keiner. Damit bleibt nur die SBahn und dann weiter mit der UBahn bis zur Firma.
Waren beim letzten Streik ca. 2,5h - je Richtung.

Davon, dass ich mit solchen überfüllten Zügen echt ernste Probleme habe, nicht zu reden.

Davon, dass ich jetzt erst mal 3 Projekte auf nächste Woche verschieben musste, weil ich aber auch gar keine Ahnung habe, ob ich es schaffe, an den nächsten Tagen vor 8:30 im Büro zu sein, nicht zu reden.

Beim inzwischen 8. (?) Mal ist von meinem Verständnis und meiner Akzeptanz und Toleranz da echt NICHTS mehr übrig.

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4. Mai 2015 um 14:07

Mit "in mich kehren und zur Ruhe kommen"
schaffe ich es jeden Tag auf Arbeit und so, dass ich normaler Weise, obwohl die Züge auch MAL überfüllt sind, mit so 3-5 Panik-Attacken pro Jahr hinkomme. Aber ob ich es irgendwie schaffe, 2x pro Tag an 4 aufeinanderfolgenden Tagen das irgendwie durchzubringen, weiss ich noch nicht.

Aber das ist noch nicht mal der Punkt, ich bin zwar damit nicht allein, es kippen in den überfüllten Zügen immer wieder Menschen um, aber dennoch bin ich da eine Ausnahme und damit kein Massstab.

Doch dass die jetzt zum 8. Mal das ganze Land lähmen, mit buchstäblich Millionen betroffenen Menschen, die als Pendler nicht zur Arbeit oder wohin auch immer kommen und sich immer noch weigern dürfen, auch nur einen Schlichter zu akzeptieren, das verstehe ich beim besten Willen schon lange nicht mehr.

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4. Mai 2015 um 14:09

Auto
ist leider keine Option, um bei einem Bahnstreik vom westlichen Umland nach München Ost zu kommen
Ich fahre ab morgen mit dem Auto zur SBahn, um wenigstens da Verspätungen kompensieren zu können und dann kann ich nur noch hoffen.

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4. Mai 2015 um 14:26

Wie gesagt...
... ich weiss, dass ich mich krankschreiben lassen könnte - und zwar berechtigt. Ich komme mir dennoch zu doof vor. Notfalls nehme ich Urlaub, mal sehen, wie ich es morgen überstehe.

Aber immer noch: das ist nicht der Punkt. Es geht mir darum, dass diese paar *** das ganze Land terrorisieren dürfen.
Streikrecht sehe ich grundsätzlich ein, auch wenn ich weder in einer Gewerkschaft bin noch je sein werde - soll jeder selbst entscheiden. Streiks als grundsätzliches Mittel zum Arbeitskampf - ok, habe ich kein Problem damit. Das ist natürlich für viele ziemlich ärgerlich (sonst brauch ja auch keiner streiken, wenn es eh egal ist). Aber wenn es solche Ausmasse annimmt und die dürfen die Bahnkunden (privat wie geschäftlich), die schliesslich ihre verdammten Gehälter letztlich zahlen, weiter fein terrorisieren und mit Schwung von der Bahn weg zu Alternativen treiben ... als ob die Bahn noch nicht genug Probleme mit der Konkurrenz z.B. durch die Fernbusse hätte! ... dann ist das vernünftige Ausmass aber schon lange überschritten. Das was man den anderen Leutz, die nun aber auch wirklich nichts für die Ziele der GDL können, zumuten kann, meiner Meinung nach eben auch.

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4. Mai 2015 um 14:52

Tja...
genau. Sie können. Aus irgendwelchen Gründen DÜRFEN sie immer noch einen Schlichter ablehnen - und genau das verstehe ich nicht.

Gibt genug Parteien, auch ohne dass noch eine gegründet wird, könnte da mal jemand einschreiten. Nicht erst wann-auch-immer die das geplante Gesetz zur Tarifeinheit mal auf den Weg bringen (na immerhin hat die GDL überaus effektiv für Akzeptanz zu diesem Gesetz gesorgt) mal auf dem Weg ist.
Wobei ich persönlich es sinnvoller fände, dass das Einschalten eines Schlichters verpflichtend wird, wenn man nach 5 Runden zu keinem Ergebnis kommt. Aber ... ich bin kein Politiker und das hat seinen Grund. Sollen die entscheiden, die dafür zuständig sind. Aber es soll mal wer was TUN, statt die da weiter Monopoly spielen zu lassen.

Ob ich da auch zum Richtigen komme? Keine Ahnung, irgendwer würde mir reichen, aber ZUFÄLLIG sieht man die die letzten Streiks schon gar nicht mehr mit ihren tollen GDL-Fähnchen und hübschen GDL-Westen in der Bahnhofshalle oder vor dem Bahnhof stehen. Woran das wohl liegt? Vielleicht möchten sie ihre viel zitierte "breite Unterstützung und das breite Verständnis in der Bevölkerung" ja gar nicht so unbedingt direkt aus der Nähe erleben?

Carsharing... ja, macht ja Die Bahn auch Ich habe ein Auto, würde da auch jederzeit jemanden mitnehmen, aber mit dem Auto durch / um und nach München in der Streik-Zeit ist noch irrer.

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4. Mai 2015 um 15:01

Klar ^^
weil irgendwelche Freaks Terror verbreiten, werfe ich eben meine grundsätzlichen Lebensentscheidungen über den Haufen. Prima Plan

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4. Mai 2015 um 15:30

...
also wenn für Dich eine Ausrede ist, dass man kein Carsharing braucht, wenn man ein Auto hat, solltest Du das Wort "Ausrede" vielleicht noch mal googeln. ^^

Genau, das was aktuell zu diesem Thema unternommen wird, ärgert mich. Richtig erkannt. Also äussere ich meine Meinung dazu. Wenn ich jedes Mal eine Revolution starten würde, wenn ich zu etwas eine andere Meinung habe, käme ich sonst zu nix und sinnvoll finde ich das auch nicht. Aber meine Meinung zu äussern finde ich sinnvoll.

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4. Mai 2015 um 20:02

Ich würde gern mal herrn weselsky gegenüberstehen,
dann würden wir beide mal, so ganz unter zwei augen, einen kleinen machtkampf miteinander führen.
ich kann dich gut verstehen, mir bleibt mrgen nur die wahl, zur autobahn zu gehen und zu trampen (wär ja mal eine erfahrung, hab ich seit ca 25 jahren nicht mehr gemacht) oder meiner todesangst ins auge zu blicken.
30 minuten in einem völlig überfüllten bus.

also, ich denk an dich morgen früh. bachblüten-rescue-tropfen für den notfall. mir helfen die (jaja, einbildung ist auch 'ne bildung).

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4. Mai 2015 um 22:45

Ja ja....
sowas nennt man Abstauber.....

Sie leben davon, was die Gewerkschaften errungen haben - wobei Sie nichts dafür taten und anscheinend nie begriffen haben, dass das alles erkämpft wurde.

Aber sei es drum. Die GDL-Mitglieder sind kein Wohlfahrtsverein. Diese haben auch keine Verpflichtungen Ihnen gegenüber. Die nutzen das einzige Mittel, was die haben, ihr Streikrecht.

Wenn Sie keine Streiks bei der Bahn haben wollen, sollten Sie dafür einstehen, dass die Bahn wieder verstaatlicht und die Angestellten verbeamtet werden.

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5. Mai 2015 um 4:52

^^
doch, ich habe mich darüber beschwert, dass das Streikrecht nicht vorsieht, dass es beispielsweise zu einer Schlichtung kommen muss, wenn man sich nach der xten Runde nicht einigen kann. Wie es bei jedem anderen Streit, bei dem sich die Parteien nicht einigen können, auch wäre. - also sehr wohl über die Gesetze.

Die GDL akzeptiert keine Schlichtung, weil sie "grundgesetzlich gesichterte Rechte nicht an einen Schlichter übergeben". Ach echt jetzt? Für "grundgesetzlich gesichterte Rechte" muss man überhaupt nicht streiken, die kann man einklagen. Die könnte auch kein Schlichter in diesem Land so einfach übergehen. Bullsh*t!
Nein, ich beschwere mich nicht über jeden Streik, der mir Umstände macht, aber bei knapp 5% mehr Lohn und 1000 Geld einmalig kann man auch langsam den Hals mal voll kriegen.Genau genommen ist das der einzige Streik, über den ich mich je aufgeregt habe - und auch nur jetzt bei diesem Theater und das hat für mich mit gerechtem Arbeitskampf einfach gar nichts mehr zu tun, das ist purer Terror. "Wir haben die Macht, das Land lahmzulegen, also machen wir's mal".

Zu wenig Lohn für die Arbeit? Nein, da nehme ich kein Streikrecht in Anspruch, ich kläre das mit meinem Chef. Nur wir 2 oder 3, wenn ich den Personalchef mit rein nehme. Ganz ohne Millionen anderer vor meinen Karren zu spannen, ob die jetzt wollen oder nicht.

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5. Mai 2015 um 5:04
In Antwort auf

Ja ja....
sowas nennt man Abstauber.....

Sie leben davon, was die Gewerkschaften errungen haben - wobei Sie nichts dafür taten und anscheinend nie begriffen haben, dass das alles erkämpft wurde.

Aber sei es drum. Die GDL-Mitglieder sind kein Wohlfahrtsverein. Diese haben auch keine Verpflichtungen Ihnen gegenüber. Die nutzen das einzige Mittel, was die haben, ihr Streikrecht.

Wenn Sie keine Streiks bei der Bahn haben wollen, sollten Sie dafür einstehen, dass die Bahn wieder verstaatlicht und die Angestellten verbeamtet werden.

Jaja...
wenn jemand der Meinung ist, dass eine bestimmte Partei an einem bestimmten Punkt einer Tarifrunde schlicht den Bogen überspannt, kann man ja ganz einfach so tun, als würde derjenige Streiks, Tarifrecht, Gewerkschaften usw. generell verteufeln. Sowas nennt man "Westentaschenrethorik".

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5. Mai 2015 um 7:36

Was ich dabei nicht verstehe
Warum reagiert die Bahn nicht mit entsprechenden Gegenmaßnahmen?

SIe könnte zB den Betrieb mal ein Weile ganz dicht machen und aussperren. Ebenso könnten das die nicht mehr belieferten Betriebe tun. Dann käme die GDL ziemlich schnell in echte Schwierigkeiten.

Oder, da der Streik inzwischen seine Verhältnismäßigkeit eingebüßt hat, könnte die Bahn auch anfangen, Streikende zu entlassen.

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5. Mai 2015 um 8:06
In Antwort auf

Was ich dabei nicht verstehe
Warum reagiert die Bahn nicht mit entsprechenden Gegenmaßnahmen?

SIe könnte zB den Betrieb mal ein Weile ganz dicht machen und aussperren. Ebenso könnten das die nicht mehr belieferten Betriebe tun. Dann käme die GDL ziemlich schnell in echte Schwierigkeiten.

Oder, da der Streik inzwischen seine Verhältnismäßigkeit eingebüßt hat, könnte die Bahn auch anfangen, Streikende zu entlassen.

Oder
versuchen, den Streik mit einer einstweiligen Verfügung die Legalität zu nehmen, ja.

Keine Ahnung, vielleicht versuchen sie das (gerade mit der einstweiligen Verfügung) ja auch.
Aber meiner persönlichen Vermutung nach ist Die Bahn durchaus dankbar, dass die GDL jetzt auch Druck auf die Politik erzeugt, dieses Gesetz zur Tarifeinheit zu forcieren - damit hätte Die Bahn diese Debatte, wer jetzt für wen die Tarifverträge aushandeln darf, gleich ein für alle Mal vom Tisch - DANK der GDL.
Abgesehen davon, dass die GDL sich im Moment auch ganz prima selbst ins Abseits steht, weil selbst deren eigener Dachverband sie inzwischen ja schon öffentlich kritisiert hat und sie trotzdem nicht mal langsam auf den Trichter kommen, dass es jetzt so ganz allmählich mal genug ist.

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5. Mai 2015 um 8:23
In Antwort auf

Jaja...
wenn jemand der Meinung ist, dass eine bestimmte Partei an einem bestimmten Punkt einer Tarifrunde schlicht den Bogen überspannt, kann man ja ganz einfach so tun, als würde derjenige Streiks, Tarifrecht, Gewerkschaften usw. generell verteufeln. Sowas nennt man "Westentaschenrethorik".

Aber sei es drum...
... jeder Angestellte eine Unternehmens hat sehr Verpflichtungen den Kunden dieses Unternehmens gegenüber - nicht zuletzt, weil diese letztlich sein Gehalt zahlen.

Auch sonst im eigenen Interesse der GDL-Mitarbeiter: Die Bahn hat schon eine Weile deutliche Probleme mit der Konkurrenz z.B. durch die Fernbusse, gerade wegen des enormen Preisdruckes. Nun, mit dem nächsten Tarifabschluss wird die Bahn noch mal massiv teuerer und alle, die bisher aus Faulheit, Gewohnheit, Bequemlichkeit, Zweifeln, ... die Fernbusse noch nicht ausprobiert oder als Alternative in Erwägung gezogen haben, werden Dank der GDL gerade mit Anlauf in diese Richtung geschoben. Wäre ich Chef von meinFernbus & Co, ich würde der GDL jeden Tag einen grooooooooooossen Blumenstrauss schicken. Diese Woche GDL-Streik dürften denen mehr bringen, als ein ganzes Jahr teuerer Marketing - Kampagnen.

Nein, die GDL nutzt meiner Meinung nach nicht das einzige Mittel, was sie hat, sondern sie missbraucht das Streikrecht und ihre Macht inzwischen.

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5. Mai 2015 um 8:27


loooooooooooooool

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5. Mai 2015 um 9:21

HDL GDL
HDGL GDL war ein Werbebanner von Sixt beim ersten Bahnstreik auf deren Facebook - Seite im Oktober.

Inzwischen wird Hr. Weselsky zum zweiten Male zum Sixt-Mitarbeiter des Monats gekürt:
https://www.facebook.com/sixt.autovermietung/photos/a.416611184666.188560.74381249 666/10153015405134667/?type=1

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5. Mai 2015 um 11:39

Ist ja nicht so, als würden Gewerkschaftsstrukturen sukzessiv abgeschafft werden..
...und die Vereinheitlichung der kleinen Gewerkschaften dieses Spiel weiter vorantreiben.

Und dann solidarisiert sich die Bevölkerung auch noch mit der Bahn. MITLEID FÜR DIE DEUTSCHE BAHN, GEHTS NOCH???

Dominique hat vollkommen Recht - Die Mittelschicht schafft sich selber ab.

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5. Mai 2015 um 11:53
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Ist ja nicht so, als würden Gewerkschaftsstrukturen sukzessiv abgeschafft werden..
...und die Vereinheitlichung der kleinen Gewerkschaften dieses Spiel weiter vorantreiben.

Und dann solidarisiert sich die Bevölkerung auch noch mit der Bahn. MITLEID FÜR DIE DEUTSCHE BAHN, GEHTS NOCH???

Dominique hat vollkommen Recht - Die Mittelschicht schafft sich selber ab.

Nicht nur die Bevölkerung
auch der Dachverband der GDL äussert inzwischen öffentlich, dass sie bei diesen Kapriolen nicht mehr hinter der GDL stehen. Ob es denen wohl auch um die Abschaffung der Gewerkschaften geht?

Milchmädchenpolemik. Entweder man findet jede einzelne Aktion jeder einzelnen Gewerkschaft grundsätzlich uneingeschränkt toll oder es wird einem gleich unterstellt, dass man das ganze System mit allen Errungenschaften aller Gewerkschaften in Frage stellt. GEHTS NOCH?!?
Echt jetzt, glaubst Du wirklich, dass man nicht zu unterschiedlichen Aktionen unterschiedliche Meinungen haben kann, die einen sinnvoll und angemessen oder auch notwendig finden kann und einige (oder in diesem Falle nur *eine*) eben völlig überzogen? Herzliches Beileid.

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5. Mai 2015 um 12:06

Nun
das es der brutto lohn ist erwähnst du aber nicht,auch nicht bei deinem post von amazon.
Was noch dazu kommt,eine Erhöhung des gehalts gabs bei der Bahn schon seit ein paar Jahren nicht mehr.
Davon ab,geht es in diesem Streik gar nicht mehr um mehr Gehalt,sonder um die einzige macht bei der Bahn als Gewerkschaft und somit reissen die mal eben alle Gewerkschaften mit rein,besonders für den der nicht weiter denkt.
Unter diesen Voraussetzungen finde ich den Streik auch mehr als unangemessen.

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5. Mai 2015 um 12:21

Ja, damit hat der Bahnstreik für mich immerhin etwas gutes
eine wundervolle Bereicherung meiner Werbungs-Sammlung

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5. Mai 2015 um 12:26
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Nicht nur die Bevölkerung
auch der Dachverband der GDL äussert inzwischen öffentlich, dass sie bei diesen Kapriolen nicht mehr hinter der GDL stehen. Ob es denen wohl auch um die Abschaffung der Gewerkschaften geht?

Milchmädchenpolemik. Entweder man findet jede einzelne Aktion jeder einzelnen Gewerkschaft grundsätzlich uneingeschränkt toll oder es wird einem gleich unterstellt, dass man das ganze System mit allen Errungenschaften aller Gewerkschaften in Frage stellt. GEHTS NOCH?!?
Echt jetzt, glaubst Du wirklich, dass man nicht zu unterschiedlichen Aktionen unterschiedliche Meinungen haben kann, die einen sinnvoll und angemessen oder auch notwendig finden kann und einige (oder in diesem Falle nur *eine*) eben völlig überzogen? Herzliches Beileid.

So wie du es oben beschrieben hast..
--> "Weil diese **** **** von der GDL"
--> "terrorisieren"
--> "ausser dem guten alten Rohrstock vielleicht"

Willst Du mir jetzt erzählen, dass das eine besonders präzise Systemanalyse war, der man entnehmen kann, dass Du eigentlich PRO GEWERKSCHAFT bist?

Und nochmal: Die Vereinheitlichung der Gewerkschaften ist kein Bahn-gemachtes Problem, dahinter steht ein Gesetzesvorhaben der Bundesregierung, diese Regelung flächendeckend und für ALLE großen Konzerne einzuführen.

Wenn du Dich also gegen die GDL positionierst, positionierst Du Dich genau auf die Seiter derer, die versuchen, Dir, Mir und allen anderen Deutschen ein weiteres Stück Sozialstaatlichkeit nehmen, damit eine Handvoll Aktionäre in den Aufsichtsräten solcher Unternehmen weiter auf Kurs bleibt.

Ich glaube, du hast auch die Problematik nicht richtig umrissen - Weiter unten schreibst Du, dass du es nicht verstehen kannst, dass man keinen Schlichter einsetzt.
Was soll ein Schlichter denn machen? Es ist eine Ja-oder-Nein-Entscheidung bzgl. der Zusammenlegung von Gewerkschaften. Darum geht es im Kern.
5% mehr Lohn und 1000 (einmalig) - "Klingt doch gut in der Öffentlichkeit, sollen sich die von der GDL doch nicht so anstellen"
Genau das ist der Eindruck, der in der Öffentlichkeit entstehen soll und der Wasser auf den Mühlen der DB ist. Aber - wie bereits erwähnt - darum geht es nicht. Die Gretchenfrage hier lässt sich nicht mit einem Schlichter klären.
Ein Schlichter kann lediglich noch mehr Ersatzangebote für die GDL finden - und je toller die klingen, umso mehr schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung.
Und auch davon profitiert letztenendes wieder die Bahn.

Das ist übrigens kein persönlicher Angriff, finde Dich sonst wirklich nett hier im Forum. Aber Politik ist halt Politik..

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5. Mai 2015 um 12:45

[...]
Ach komm, das ist jetzt doch sehr weit hergeholt.

a) Wo blockieren sich verschiedene Gewerkschaften denn in der Realität? Und was soll das Gerede vom "Krieg der Splittergewerkschaften"? Das Gesetzesvorhaben zur Vereinheitlichung nimmt der kleineren Gewerkschaft die Existenzgrundlage - Die wehrt sich dagegen. Mehr ist das nicht.
Zudem unterstellt dein Begriff der Zersplitterung ja bereits, dass es eigentlich ein "Großes Ganzes" geben sollte - was halt mal einfach nicht der Fall ist. Jeder Mensch hat per Grundgesetz (?) das Recht, frei zu wählen, welcher Gewerkschaft er angehören möchte und jede verfügbare Gewerkschaft ist gleich, u.a. besitzt sie ein Streikrecht. Wenn diese Gewerkschaft in Zukunft ihr Streikrecht verliert, nimmt man den Menschen das Recht auf freie Gewerkschaftswahl - weil die Gleichheit unter den Gewerkschaften dann nicht mehr existiert.
Die von Bahn, BILD, etc. kritisierte Diversität in den Gewerkschaften ist also de facto ein Mechanismus, die Bevölkerung vor Industriewillkür und Tarif-Gleichmacherei zu schützen.
--> Was ist also das Problem dieser Regelung?

b) Die viel zu hohen Ticketpreise bei einem privatisierten, börsennotierten Unternehmen ausschließlich auf Streiks der Mitarbeiter runterzubrechen halte ich für gewagt.

und v.a.

c) Die Mittelschicht IST diese "Splittergruppen-Gewerkschafts-Idioten", wie Du sie nennst. Wir lassen uns die Butter vom Brot nehmen und klatschen währenddessen noch kräftig Beifall.



Viele Grüße!
(..und cool, dass es endlich mal wieder um Politik geht. Endlich mal wieder was los hier. )

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5. Mai 2015 um 12:48
In Antwort auf

[...]
Ach komm, das ist jetzt doch sehr weit hergeholt.

a) Wo blockieren sich verschiedene Gewerkschaften denn in der Realität? Und was soll das Gerede vom "Krieg der Splittergewerkschaften"? Das Gesetzesvorhaben zur Vereinheitlichung nimmt der kleineren Gewerkschaft die Existenzgrundlage - Die wehrt sich dagegen. Mehr ist das nicht.
Zudem unterstellt dein Begriff der Zersplitterung ja bereits, dass es eigentlich ein "Großes Ganzes" geben sollte - was halt mal einfach nicht der Fall ist. Jeder Mensch hat per Grundgesetz (?) das Recht, frei zu wählen, welcher Gewerkschaft er angehören möchte und jede verfügbare Gewerkschaft ist gleich, u.a. besitzt sie ein Streikrecht. Wenn diese Gewerkschaft in Zukunft ihr Streikrecht verliert, nimmt man den Menschen das Recht auf freie Gewerkschaftswahl - weil die Gleichheit unter den Gewerkschaften dann nicht mehr existiert.
Die von Bahn, BILD, etc. kritisierte Diversität in den Gewerkschaften ist also de facto ein Mechanismus, die Bevölkerung vor Industriewillkür und Tarif-Gleichmacherei zu schützen.
--> Was ist also das Problem dieser Regelung?

b) Die viel zu hohen Ticketpreise bei einem privatisierten, börsennotierten Unternehmen ausschließlich auf Streiks der Mitarbeiter runterzubrechen halte ich für gewagt.

und v.a.

c) Die Mittelschicht IST diese "Splittergruppen-Gewerkschafts-Idioten", wie Du sie nennst. Wir lassen uns die Butter vom Brot nehmen und klatschen währenddessen noch kräftig Beifall.



Viele Grüße!
(..und cool, dass es endlich mal wieder um Politik geht. Endlich mal wieder was los hier. )

Ad b)
Gerade gelesen, dass du die Löhne meinst, nicht die Ausfallkosten bei Streiks!

Dazu kann ich faktisch nicht wirklich was sagen, muss ich erst mal recherchieren. Wäre mir aber neu, dass die Löhne bei der Bahn so gut wären..

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5. Mai 2015 um 12:50
In Antwort auf

So wie du es oben beschrieben hast..
--> "Weil diese **** **** von der GDL"
--> "terrorisieren"
--> "ausser dem guten alten Rohrstock vielleicht"

Willst Du mir jetzt erzählen, dass das eine besonders präzise Systemanalyse war, der man entnehmen kann, dass Du eigentlich PRO GEWERKSCHAFT bist?

Und nochmal: Die Vereinheitlichung der Gewerkschaften ist kein Bahn-gemachtes Problem, dahinter steht ein Gesetzesvorhaben der Bundesregierung, diese Regelung flächendeckend und für ALLE großen Konzerne einzuführen.

Wenn du Dich also gegen die GDL positionierst, positionierst Du Dich genau auf die Seiter derer, die versuchen, Dir, Mir und allen anderen Deutschen ein weiteres Stück Sozialstaatlichkeit nehmen, damit eine Handvoll Aktionäre in den Aufsichtsräten solcher Unternehmen weiter auf Kurs bleibt.

Ich glaube, du hast auch die Problematik nicht richtig umrissen - Weiter unten schreibst Du, dass du es nicht verstehen kannst, dass man keinen Schlichter einsetzt.
Was soll ein Schlichter denn machen? Es ist eine Ja-oder-Nein-Entscheidung bzgl. der Zusammenlegung von Gewerkschaften. Darum geht es im Kern.
5% mehr Lohn und 1000 (einmalig) - "Klingt doch gut in der Öffentlichkeit, sollen sich die von der GDL doch nicht so anstellen"
Genau das ist der Eindruck, der in der Öffentlichkeit entstehen soll und der Wasser auf den Mühlen der DB ist. Aber - wie bereits erwähnt - darum geht es nicht. Die Gretchenfrage hier lässt sich nicht mit einem Schlichter klären.
Ein Schlichter kann lediglich noch mehr Ersatzangebote für die GDL finden - und je toller die klingen, umso mehr schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung.
Und auch davon profitiert letztenendes wieder die Bahn.

Das ist übrigens kein persönlicher Angriff, finde Dich sonst wirklich nett hier im Forum. Aber Politik ist halt Politik..

Wenn Du vielleicht noch den Rest von meinen Beiträgen...
... in diesem Thread gelesen hättest...

Habe ich diverse Male geschrieben. Auch begründet, warum ich das einfach nur noch Terror finde und einfach nur noch restlos angep*** bin. Aber ja, ich gestehe öffentlich und freiwillig: als ich den Startbeitrag geschrieben habe, war ich einfach nur stocksauer und restlos angep*** - und das bin ich immer noch, nachdem ich heute die erste von 8 Horror-Fahrten schon mal überstanden habe.

Nein, bei dem Thema bin ich nicht mehr "nett". Gar nicht mehr. Irgendwann ist auch mal Schluss mit Waldorfschule.

Ein Schlichter ist per se dazu verpflichtet in einem Streit, wo sich zwei Parteien nicht einigen können, ein Urteil zu fällen. Und ein Schlichter ist dazu verpflichtet, dabei eine neutrale Haltung einzunehmen und nicht einseitig zu entscheiden. Ja natürlich wird das ein Kompromiss, wtf denn sonst?!?
Was der Schlichter machen soll? URTEILEN und das Theater beenden!
Ich sehe gerade, da rufen inzwischen viele nach einer Zwangsschlichtung: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gdl-streik-143.html

Ich weiss schon, worum es "im Kern" geht. Habe ich hier auch schon einiges dazu geschrieben. Ich habe auch genug betriebswirtschaftlichen Sachverstand um darauf zu kommen, dass es hirnrissiger Schwachsinn ist, Dienstpläne nach Gewerkschaftszugehörigkeit festlegen zu müssen und irgendwelchen Schw*nzvergleich - Streiks zwischen GDL und EVG auch noch ausbaden zu müssen. Wenn sich GDL und EVG unbedingt streiten wollen, wer wann für wen verhandelt, dann sollen sie das doch bitte nicht auf meine Kosten tun sondern untereinander. Nase an Nase, von mir aus kriegt auch noch jeder eine Zaunslatte in die Hand, wenn es wie erwachsene Menschen nicht zu machen ist. Ach ja: und sie sollten es bald tun, denn Dank des Drucks, den die GDL da aufbaut, wird eher früher als später sonst die Politik entscheiden, denn jetzt ist ja - Dank GDL - so gut wie sicher, dass das Gesetz zur Tarifeinheit kommt. Na das haben sie doch super gemacht!

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5. Mai 2015 um 12:54
In Antwort auf

So wie du es oben beschrieben hast..
--> "Weil diese **** **** von der GDL"
--> "terrorisieren"
--> "ausser dem guten alten Rohrstock vielleicht"

Willst Du mir jetzt erzählen, dass das eine besonders präzise Systemanalyse war, der man entnehmen kann, dass Du eigentlich PRO GEWERKSCHAFT bist?

Und nochmal: Die Vereinheitlichung der Gewerkschaften ist kein Bahn-gemachtes Problem, dahinter steht ein Gesetzesvorhaben der Bundesregierung, diese Regelung flächendeckend und für ALLE großen Konzerne einzuführen.

Wenn du Dich also gegen die GDL positionierst, positionierst Du Dich genau auf die Seiter derer, die versuchen, Dir, Mir und allen anderen Deutschen ein weiteres Stück Sozialstaatlichkeit nehmen, damit eine Handvoll Aktionäre in den Aufsichtsräten solcher Unternehmen weiter auf Kurs bleibt.

Ich glaube, du hast auch die Problematik nicht richtig umrissen - Weiter unten schreibst Du, dass du es nicht verstehen kannst, dass man keinen Schlichter einsetzt.
Was soll ein Schlichter denn machen? Es ist eine Ja-oder-Nein-Entscheidung bzgl. der Zusammenlegung von Gewerkschaften. Darum geht es im Kern.
5% mehr Lohn und 1000 (einmalig) - "Klingt doch gut in der Öffentlichkeit, sollen sich die von der GDL doch nicht so anstellen"
Genau das ist der Eindruck, der in der Öffentlichkeit entstehen soll und der Wasser auf den Mühlen der DB ist. Aber - wie bereits erwähnt - darum geht es nicht. Die Gretchenfrage hier lässt sich nicht mit einem Schlichter klären.
Ein Schlichter kann lediglich noch mehr Ersatzangebote für die GDL finden - und je toller die klingen, umso mehr schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung.
Und auch davon profitiert letztenendes wieder die Bahn.

Das ist übrigens kein persönlicher Angriff, finde Dich sonst wirklich nett hier im Forum. Aber Politik ist halt Politik..

"Wenn du Dich also gegen die GDL positionierst...
... positionierst Du Dich genau auf die Seiter derer, die versuchen, Dir, Mir und allen anderen Deutschen ein weiteres Stück Sozialstaatlichkeit nehmen, damit eine Handvoll Aktionäre in den Aufsichtsräten solcher Unternehmen weiter auf Kurs bleibt."

Ach echt jetzt? Nun, ich schlage vor, Du erklärst das mal dem DGB...
"Auch beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) stößt der Streik auf Kritik. "Die GDL verfolgt rücksichtslos ihre eigenen Ziele für ihre kleine Klientel", sagte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, der "Neuen Presse". Die GDL gehe nicht verantwortlich mit dem Arbeitskampfinstrument um." (auch von der unten gelinkten Seite bei tagesschau.de).

Also der DBG "positioniert sich genau auf die Seiter derer, die versuchen, Dir, Mir und allen anderen Deutschen ein weiteres Stück Sozialstaatlichkeit nehmen, damit eine Handvoll Aktionäre in den Aufsichtsräten solcher Unternehmen weiter auf Kurs bleibt." Sicher doch. ^^

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5. Mai 2015 um 13:12
In Antwort auf

[...]
Ach komm, das ist jetzt doch sehr weit hergeholt.

a) Wo blockieren sich verschiedene Gewerkschaften denn in der Realität? Und was soll das Gerede vom "Krieg der Splittergewerkschaften"? Das Gesetzesvorhaben zur Vereinheitlichung nimmt der kleineren Gewerkschaft die Existenzgrundlage - Die wehrt sich dagegen. Mehr ist das nicht.
Zudem unterstellt dein Begriff der Zersplitterung ja bereits, dass es eigentlich ein "Großes Ganzes" geben sollte - was halt mal einfach nicht der Fall ist. Jeder Mensch hat per Grundgesetz (?) das Recht, frei zu wählen, welcher Gewerkschaft er angehören möchte und jede verfügbare Gewerkschaft ist gleich, u.a. besitzt sie ein Streikrecht. Wenn diese Gewerkschaft in Zukunft ihr Streikrecht verliert, nimmt man den Menschen das Recht auf freie Gewerkschaftswahl - weil die Gleichheit unter den Gewerkschaften dann nicht mehr existiert.
Die von Bahn, BILD, etc. kritisierte Diversität in den Gewerkschaften ist also de facto ein Mechanismus, die Bevölkerung vor Industriewillkür und Tarif-Gleichmacherei zu schützen.
--> Was ist also das Problem dieser Regelung?

b) Die viel zu hohen Ticketpreise bei einem privatisierten, börsennotierten Unternehmen ausschließlich auf Streiks der Mitarbeiter runterzubrechen halte ich für gewagt.

und v.a.

c) Die Mittelschicht IST diese "Splittergruppen-Gewerkschafts-Idioten", wie Du sie nennst. Wir lassen uns die Butter vom Brot nehmen und klatschen währenddessen noch kräftig Beifall.



Viele Grüße!
(..und cool, dass es endlich mal wieder um Politik geht. Endlich mal wieder was los hier. )

Das Gesetzesvorhaben zur Vereinheitlichung ...
... hat die GDL gerade mit Unmengen Argumenten und einen grossen frischen und bedeutenden Beispiel, was ohne dieses Gesetz passiert und schönem Druck & Rückhalt in der Bevölkerung versorgt, die es noch vor ein paar Wochen nicht hatte. Das hat ja prima geklappt

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5. Mai 2015 um 13:23
In Antwort auf

Wenn Du vielleicht noch den Rest von meinen Beiträgen...
... in diesem Thread gelesen hättest...

Habe ich diverse Male geschrieben. Auch begründet, warum ich das einfach nur noch Terror finde und einfach nur noch restlos angep*** bin. Aber ja, ich gestehe öffentlich und freiwillig: als ich den Startbeitrag geschrieben habe, war ich einfach nur stocksauer und restlos angep*** - und das bin ich immer noch, nachdem ich heute die erste von 8 Horror-Fahrten schon mal überstanden habe.

Nein, bei dem Thema bin ich nicht mehr "nett". Gar nicht mehr. Irgendwann ist auch mal Schluss mit Waldorfschule.

Ein Schlichter ist per se dazu verpflichtet in einem Streit, wo sich zwei Parteien nicht einigen können, ein Urteil zu fällen. Und ein Schlichter ist dazu verpflichtet, dabei eine neutrale Haltung einzunehmen und nicht einseitig zu entscheiden. Ja natürlich wird das ein Kompromiss, wtf denn sonst?!?
Was der Schlichter machen soll? URTEILEN und das Theater beenden!
Ich sehe gerade, da rufen inzwischen viele nach einer Zwangsschlichtung: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gdl-streik-143.html

Ich weiss schon, worum es "im Kern" geht. Habe ich hier auch schon einiges dazu geschrieben. Ich habe auch genug betriebswirtschaftlichen Sachverstand um darauf zu kommen, dass es hirnrissiger Schwachsinn ist, Dienstpläne nach Gewerkschaftszugehörigkeit festlegen zu müssen und irgendwelchen Schw*nzvergleich - Streiks zwischen GDL und EVG auch noch ausbaden zu müssen. Wenn sich GDL und EVG unbedingt streiten wollen, wer wann für wen verhandelt, dann sollen sie das doch bitte nicht auf meine Kosten tun sondern untereinander. Nase an Nase, von mir aus kriegt auch noch jeder eine Zaunslatte in die Hand, wenn es wie erwachsene Menschen nicht zu machen ist. Ach ja: und sie sollten es bald tun, denn Dank des Drucks, den die GDL da aufbaut, wird eher früher als später sonst die Politik entscheiden, denn jetzt ist ja - Dank GDL - so gut wie sicher, dass das Gesetz zur Tarifeinheit kommt. Na das haben sie doch super gemacht!

...
a) Ich verstehe ja, dass du deswegen sauer bist. Das ist in meinen Augen - gesamtgesellschaftlich gesehen - lediglich das kleinere Übel. Bin selbst auch auf den Zug angewiesen und ärgere mich wahnsinnig, wenn ich ab der Grenze nicht mehr weiter komme, weil alles streikt.. Aber so ist es halt, es heißt nicht ohne Grund "ArbeitsKAMPF".

Es kam nur so 'rüber, als wärst du auf "DIE Gewerkschaften" sauer und das ist so ein Polit-Trend im Moment, den ich nicht so recht teilen kann.

b) Es gibt keinen Kompromiss, das habe ich ja bereits versucht zu erklären. Es geht eben nur "Hop" oder "Top" - und "Hop" plus irgendwelche Lohnvergünstigungen und Urlaubsansprüche bringt einem halt nichts, wenn man auf "Top" angewiesen ist.

c) Naja, da ist die GDL aber nicht dran schuld. Das Gewerkschaftsgesetz ist nunmal so formuliert, dass nicht der Mehrheits-, sondern der individuelle Wille der arbeitenden Menschen berücksichtigt wird.
Wenn die GDL also ihre zugebilligten Rechte einfordert, kann man sie nicht dafür verantwortlich machen, dass diese Rechte abgeschafft werden sollen - Es sind eben Rechte, keine freiwilligen Angebote und da müssen sich eben auch XXL-Konzerne dran halten (deren Personal ja sowieso schon eine einzigartige Karriere-Symbiose zwischen Politik und Privatwirtschaft geschaffen hat..)

Zugegebenermaßen sehe ich das Ganze etwas idealisiert a la WORKING CLASS HERO - da habt ihr beide (@pac und Du) schon Recht.
Auch auf Seiten der Gewerkschaften wird es Machtkämpfe und persönliche Querelen geben - will ich nicht ausschließen und schon gar nicht verteidigen!

Aber unter'm Strich erscheint mir ein temporäres Ärgernis (Streik) weniger schlimm als eine strukturelle Änderung meiner Rechte als Arbeitnehmer.


VIele Grüße!

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5. Mai 2015 um 13:31
In Antwort auf

"Wenn du Dich also gegen die GDL positionierst...
... positionierst Du Dich genau auf die Seiter derer, die versuchen, Dir, Mir und allen anderen Deutschen ein weiteres Stück Sozialstaatlichkeit nehmen, damit eine Handvoll Aktionäre in den Aufsichtsräten solcher Unternehmen weiter auf Kurs bleibt."

Ach echt jetzt? Nun, ich schlage vor, Du erklärst das mal dem DGB...
"Auch beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) stößt der Streik auf Kritik. "Die GDL verfolgt rücksichtslos ihre eigenen Ziele für ihre kleine Klientel", sagte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, der "Neuen Presse". Die GDL gehe nicht verantwortlich mit dem Arbeitskampfinstrument um." (auch von der unten gelinkten Seite bei tagesschau.de).

Also der DBG "positioniert sich genau auf die Seiter derer, die versuchen, Dir, Mir und allen anderen Deutschen ein weiteres Stück Sozialstaatlichkeit nehmen, damit eine Handvoll Aktionäre in den Aufsichtsräten solcher Unternehmen weiter auf Kurs bleibt." Sicher doch. ^^

Und welche Relevanz hat eine Änderung der bestehenden Gesetze für den DGB?
..der die Dachorganisation der GRÖSSTEN Gewerkschaften in Deutschland ist, die wiederum von genau diesem Gesetzesvorhaben profitieren würden?

Richtig: Keine!

Insofern verstehe ich deinen Sarkasmus nicht.

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5. Mai 2015 um 13:56

...
Genauso ist es!
Und was ist eine Gewerkschaft ohne Streikrecht? Ein Kegelverein, mehr nicht..

"What's this about a new way?"

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5. Mai 2015 um 14:06
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...
a) Ich verstehe ja, dass du deswegen sauer bist. Das ist in meinen Augen - gesamtgesellschaftlich gesehen - lediglich das kleinere Übel. Bin selbst auch auf den Zug angewiesen und ärgere mich wahnsinnig, wenn ich ab der Grenze nicht mehr weiter komme, weil alles streikt.. Aber so ist es halt, es heißt nicht ohne Grund "ArbeitsKAMPF".

Es kam nur so 'rüber, als wärst du auf "DIE Gewerkschaften" sauer und das ist so ein Polit-Trend im Moment, den ich nicht so recht teilen kann.

b) Es gibt keinen Kompromiss, das habe ich ja bereits versucht zu erklären. Es geht eben nur "Hop" oder "Top" - und "Hop" plus irgendwelche Lohnvergünstigungen und Urlaubsansprüche bringt einem halt nichts, wenn man auf "Top" angewiesen ist.

c) Naja, da ist die GDL aber nicht dran schuld. Das Gewerkschaftsgesetz ist nunmal so formuliert, dass nicht der Mehrheits-, sondern der individuelle Wille der arbeitenden Menschen berücksichtigt wird.
Wenn die GDL also ihre zugebilligten Rechte einfordert, kann man sie nicht dafür verantwortlich machen, dass diese Rechte abgeschafft werden sollen - Es sind eben Rechte, keine freiwilligen Angebote und da müssen sich eben auch XXL-Konzerne dran halten (deren Personal ja sowieso schon eine einzigartige Karriere-Symbiose zwischen Politik und Privatwirtschaft geschaffen hat..)

Zugegebenermaßen sehe ich das Ganze etwas idealisiert a la WORKING CLASS HERO - da habt ihr beide (@pac und Du) schon Recht.
Auch auf Seiten der Gewerkschaften wird es Machtkämpfe und persönliche Querelen geben - will ich nicht ausschließen und schon gar nicht verteidigen!

Aber unter'm Strich erscheint mir ein temporäres Ärgernis (Streik) weniger schlimm als eine strukturelle Änderung meiner Rechte als Arbeitnehmer.


VIele Grüße!

^^
a) nein, ich versuche mich präzise auszudrücken. Wenn ich "die Gewerkschaften" meine, dann sage ich "die Gewerkschaften" und nicht "die GDL"

b) Tja, wenn es zwischen zwei streitenden Parteien keine Einigung gibt und geben kann, dann muss ein Dritter entscheiden, auch bei ja / nein Fragen.
Wenn das "Top", wie die GDL so gern betont, ihr gutes gesetzliches Recht ist, oder wie Du es formulierst: "ein Recht und kein freiwilliges Angebot" kann sich darüber ein Schlichter in diesem Staat auch nicht hinwegsetzen. Es sei denn, die GDL wartet so lange, bis die Politik entschieden hat und es nicht mehr ihr Recht ist, natürlich.

c) Demokratie ist per Definition die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit. Willkommen in unserer Gesellschaftsordnung.
Ist mir auch egal, wer dran schuld ist und wer nicht, Streitigkeiten so exzessiv auf dem Rücken anderer auszutragen wird von irgendwelchem "aber der war's, nicht ich" auch nicht angemessener.

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5. Mai 2015 um 14:34
In Antwort auf

^^
a) nein, ich versuche mich präzise auszudrücken. Wenn ich "die Gewerkschaften" meine, dann sage ich "die Gewerkschaften" und nicht "die GDL"

b) Tja, wenn es zwischen zwei streitenden Parteien keine Einigung gibt und geben kann, dann muss ein Dritter entscheiden, auch bei ja / nein Fragen.
Wenn das "Top", wie die GDL so gern betont, ihr gutes gesetzliches Recht ist, oder wie Du es formulierst: "ein Recht und kein freiwilliges Angebot" kann sich darüber ein Schlichter in diesem Staat auch nicht hinwegsetzen. Es sei denn, die GDL wartet so lange, bis die Politik entschieden hat und es nicht mehr ihr Recht ist, natürlich.

c) Demokratie ist per Definition die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit. Willkommen in unserer Gesellschaftsordnung.
Ist mir auch egal, wer dran schuld ist und wer nicht, Streitigkeiten so exzessiv auf dem Rücken anderer auszutragen wird von irgendwelchem "aber der war's, nicht ich" auch nicht angemessener.

Suum cuique
zu a) und b) wurde alles gesagt, zu c) kann ich nur den Kopf schütteln, sry. Es geht doch in diesem Gesetz GENAU DARUM, die RECHTE DES EINZELNEN vor dem MEHRHEITSWILLEN zu schützen. Demokratie =/= Rechtspositivismus & Individualität vor der Mehrheit ist ein demokratisch zugesichertes Grundrecht des Einzelnen.

Glaube, da werden wir uns nicht einig.
Lass dir von dem Streik zumindest nicht den Nachmittag vermiesen, da hat niemand was davon




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5. Mai 2015 um 14:38

Jo, weiter mit den Kitas...
Die Verkehrsbetriebe streiken üblicher Weise auch immer so ca. 1 Monat nach der Bahn.
Folge: höhere Kosten für den täglichen Arbeitsweg und die Kinderbetreuung = weniger Geld in der Tasche für die anderen Arbeitnehmer. Folge: Die fordern auch mehr Lohn, Dienstleistungen und Produkte werden teurer. Folge: die, die in Kitas und bei Der Bahn arbeiten, brauchen mehr Geld. Folge: ...
Ach ja: und Zeitarbeit und Auslagerung ins Ausland gewinnt mit jeder neuen Runde im Karussell an Attraktivität für Unternehmen.
Prima Konzept.

Ja, Gewerkschaften und Streikrecht sind sinnvoll. Aber wie immer auf dieser Welt nur dann, wenn man bei der ganzen Nummer nie vergisst, auch mal nach rechts und links zu schauen.

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5. Mai 2015 um 14:47
In Antwort auf

Suum cuique
zu a) und b) wurde alles gesagt, zu c) kann ich nur den Kopf schütteln, sry. Es geht doch in diesem Gesetz GENAU DARUM, die RECHTE DES EINZELNEN vor dem MEHRHEITSWILLEN zu schützen. Demokratie =/= Rechtspositivismus & Individualität vor der Mehrheit ist ein demokratisch zugesichertes Grundrecht des Einzelnen.

Glaube, da werden wir uns nicht einig.
Lass dir von dem Streik zumindest nicht den Nachmittag vermiesen, da hat niemand was davon




Lass Dir nicht den Nachmittag vermiesen...
... dass ich nicht kichere. Ich habe reine und massive Panik vor dem Heimweg. Und vor dem Weg morgen auf Arbeit. Und vor dem dann wieder nach Hause. Und... das ist nun einmal mehr als ich ausblenden kann. Sehr viel mehr.

Ach so und davon, dass ich dann erst gegen 19 Uhr wieder zu Hause bin (ich meine, ich bin ja auch erst um 5:20 los...) und zwar heulend und zitternd und völlig fertig und dann heute und morgen und übermorgen quasi null Freizeit habe, um mich zu regenerieren, lasse ich mich auch nicht stören, ich kann mich ja im Job erholen, dafür geht man schliesslich arbeiten, das juckt mich gar nicht. Ist auch nicht weiter wichtig, wenn man einen Job hat, in dem ein Zahlendreher oder Tippfehler 4-5stelligen Schaden verursacht.

Alles easy, da darf man sich nicht so anstellen und sich doch von solchem Kleinkram nicht den Tag vermiesen lassen. Is recht ^^

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5. Mai 2015 um 19:09
In Antwort auf

Lass Dir nicht den Nachmittag vermiesen...
... dass ich nicht kichere. Ich habe reine und massive Panik vor dem Heimweg. Und vor dem Weg morgen auf Arbeit. Und vor dem dann wieder nach Hause. Und... das ist nun einmal mehr als ich ausblenden kann. Sehr viel mehr.

Ach so und davon, dass ich dann erst gegen 19 Uhr wieder zu Hause bin (ich meine, ich bin ja auch erst um 5:20 los...) und zwar heulend und zitternd und völlig fertig und dann heute und morgen und übermorgen quasi null Freizeit habe, um mich zu regenerieren, lasse ich mich auch nicht stören, ich kann mich ja im Job erholen, dafür geht man schliesslich arbeiten, das juckt mich gar nicht. Ist auch nicht weiter wichtig, wenn man einen Job hat, in dem ein Zahlendreher oder Tippfehler 4-5stelligen Schaden verursacht.

Alles easy, da darf man sich nicht so anstellen und sich doch von solchem Kleinkram nicht den Tag vermiesen lassen. Is recht ^^

Lol
//Der letzte Absatz war lediglich als nette Verabschiedung gedacht. o.Ô

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5. Mai 2015 um 20:07
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Lol
//Der letzte Absatz war lediglich als nette Verabschiedung gedacht. o.Ô

Ja
und es war tatsächlich einfach nur ein Tritt in den Magen für jemandem, dem dieser Streik mehr als nur bissl Unanehmlichkeiten verursacht. Aber das hast Du nicht verstanden, was? Hast auch nicht darüber nachgedacht. Auch jetzt nicht. Ist ja für die gute Sache, nech?

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5. Mai 2015 um 21:37

Aha
Argumentation für Neueinsteiger?
Ich weiss selbst, dass Zug fast nie preiswerter als Auto ist. Dass man bei den Kosten einer Autofahrt längst nicht nur mit den Spritkosten rechnen muss, übrigens auch. ^^

Und das ändert jetzt was daran, dass Die Bahn die höheren Kosten (für Löhne und Streiks natürlich) auf die Fahrpreise umlegen wird und was daran, dass meine Monatskarte für Bahn und MVV teurer werden wird und ich dann entweder auch nach mehr Geld schreie oder eben selbst weniger in der Tasche habe?
Was daran, dass die Kosten für die Kitas auch irgendwer bezahlen muss und das vermutlich nicht die katholische Kirche sein wird, sondern die, die Steuern zahlen und ich dann entweder auch nach mehr Geld schreie oder eben selbst weniger in der Tasche habe?

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6. Mai 2015 um 19:52

^^
es geht bei diesem Bahnstreik nicht um Geld. Nur um Macht und dicke Eier.

Wenn die GDL gern welche auf meine Kosten hätte, muss ich das auch dann nicht toll finden, wenn ich ihnen (und allen anderen) einen Job, von dem sie leben können - und das sollte bei 3.5 ja wohl drin sein ^^ - von Herzen gönne.
Aber ich sehe es nicht als meine Pflicht an, hier irgendwelchen *** die Eier aufzupusten und das auch noch toll zu finden und gern dafür zu leiden - und am besten noch meinen Job dafür zu riskieren. Aber mal so gar nicht.

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