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[OT]: Die Teddybär-Generation - die Kinder von heute.

5. September 2016 um 8:38

Ich hab gerade einen Bericht gesehen, über eine neue Unterrichts-Methode in Grundschulen. Hierbei nimmt sich der Klassenlehrer jede Woche eine halbe Stunde Zeit um jedem seiner Schüler Komplimente zu machen und damit in die Woche zu starten. Hierbei geht es nicht um eine Bewertung - sondern ausschließlich um das Honig-ums-Maul-schmieren.

Ein solcher Kompliment-Auszug wäre zum Beispiel:

"Du bist unglaublich witzig und hilfsbereit. Das schätze ich total an dir. Du bist ein toller Schüler, auch wenn deine Noten nicht immer so gut sind - aber du gibst dir viel Mühe und das ist es was zählt. Danke dass du so ein toller Junge bist. Auch wenn du manchmal Lärm machst mögen wir dich genau so wie du bist, denn das zeichnet dich auch irgendwie aus! Ich bin froh dein Lehrer zu sein!"

So etwas - für jeden einzelnen Schüler in der Klasse.
Die Resonanz darauf ist von den meisten Außenstehenden wahnsinnig positiv. Es muss mehr gelobt werden. Lob ist die größte Form von Anerkennung und unsere Kinder brauchen das.


Ehrlich gesagt bin ich aber ganz anderer Meinung. Ich finde es katastrophal. Es ist ja bei Menschen in meinem Alter oftmals schon so, dass sie sich von ihren Chefs erwarten dass jeder Furz honoriert wird. Lob gibt's im Erwachsenenalter nur dann, wenn man auch wirklich etwas leistet. Wenn man Kindern nun lehrt, dass - völlig egal was sie tun, leisten, anstellen - Lob ein alltägliches Geschehen ist, wie wirkt sich das auf deren Zukunft aus??

Auch dass diejenigen, die sich wirklich bemühen genauso viel Lob ernten, wie diejenigen welche sich gar keine Mühe geben? Ist das nicht ein komplett falscher Weg?

Mir scheint es, als würden die Kinder von heute nach und nach zu Kuscheltieren erzogen werden. Mir klingt das jetzt schon nach einer Generation voller psychischer Krankheiten unbegründeten Ursprungs.



Wie steht ihr zu dieser neuen Unterrichtsmethode?

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5. September 2016 um 9:09

Diese....
ganze Kuschelpädagogik schon seit vielen Jahren ist sowieso für die Katz.

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5. September 2016 um 9:15

Bis zu diesem Alter hat Lob auch andere Funktionen
Quängelt ein Kind immer beim Arzt, lobt man es und belohnt es vielleicht auch, wenn es dabei mal brav ist. Ist das Kind immer laut, wenn jemand mit seinem Spielzeug spielt - kann man es loben und belohnen, wenn es sein Spielzeug mal liebevoll teilt.

Im Kleinkindhalter haben Lob und Belohnungen noch den Sinn, die Sozialkompetenz des Kindes zu fördern. Doch mit dem Grundschulalter sind viele Kinder schon in dem Alter, in dem sie ihren ganz persönlichen Charakter entwickeln - und da ist jedes überflüssige Lob (sprich - Lob, welches keinen Ursprung hat) ein Lob zuviel. Wir wurden - auch wenn das jetzt über 20 Jahre her ist - in der Grundschule noch für bessere Noten "bestochen". Die besten Geschichten haben immer Maoam bekommen. Die schnellsten Rechner haben Sticker bekommen. Und wenn man dreimal in Folge einen Stern bekommen hat, dann durfte man einmal die Hausübung schwänzen.

Geschadet hats uns nicht. Wir haben nur schon früh gelernt, dass man für mehr Leistung mehr bekommt, als für Faulheit.

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5. September 2016 um 9:22

Erschreckend sind auch viele Eltern in der heutigen Zeit
Ich war letztens eine Weile nicht hier, weil ich im Urlaub war. Aber was ich da beobachten konnte, hat meinen letzten Funken Gutgläubigkeit in die kommende Generation vernichtet.

Da waren Eltern am Strand, die ihr Kind mit einer Leine an den Strandschirm gehängt haben, damit es nicht weglaufen kann. Währenddessen war der Vater irgendwo im nirgendwo - und die Mutter ist stundenlang in der Sonne gelegen - kein Blick auf das Kind, das zwar ein Tuch im Schatten hatte, aber eigentlich null beachtet wurde.

Kein einziges Kind in den Hotelrestaurants hat mit anderen Kindern gespielt. Stattdessen hatten alle Eltern ein Tablet mit dabei, das sie den Sprösslingen in die Hand gedrückt haben, sobald sie nach Aufmerksamkeit geschrien haben. Mehrere Tische mit Kindern zwischen 2 und 5 Jahren - und auf mehreren Tischen stand ein Tablet in einer Halterung, mit lautstark Kinderfilmen. Hauptsache das Kind ist beschäftigt und man muss selber keinen Finger krumm machen.

Ich konnte wirklich kein einziges Mal Eltern beobachten, die ihrem Kind gesagt haben, dass es still sein soll. Oder die das Kind mal in den Arm genommen haben und eine Runde spazieren gegangen sind. Nur noch Tablets und Smartphones.

Wie sollen diese Kinder jemals Regeln befolgen? Sich an Gesetze halten? Sich anderen gegenüber ordentlich verhalten? Sie benehmen sich daneben und werden mit Technik abgelenkt und belohnt. Erschreckend!

Und nun auch noch so ein Kompliment-Ding an Schulen... furchtbar...

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5. September 2016 um 9:31
In Antwort auf vevlyn

Erschreckend sind auch viele Eltern in der heutigen Zeit
Ich war letztens eine Weile nicht hier, weil ich im Urlaub war. Aber was ich da beobachten konnte, hat meinen letzten Funken Gutgläubigkeit in die kommende Generation vernichtet.

Da waren Eltern am Strand, die ihr Kind mit einer Leine an den Strandschirm gehängt haben, damit es nicht weglaufen kann. Währenddessen war der Vater irgendwo im nirgendwo - und die Mutter ist stundenlang in der Sonne gelegen - kein Blick auf das Kind, das zwar ein Tuch im Schatten hatte, aber eigentlich null beachtet wurde.

Kein einziges Kind in den Hotelrestaurants hat mit anderen Kindern gespielt. Stattdessen hatten alle Eltern ein Tablet mit dabei, das sie den Sprösslingen in die Hand gedrückt haben, sobald sie nach Aufmerksamkeit geschrien haben. Mehrere Tische mit Kindern zwischen 2 und 5 Jahren - und auf mehreren Tischen stand ein Tablet in einer Halterung, mit lautstark Kinderfilmen. Hauptsache das Kind ist beschäftigt und man muss selber keinen Finger krumm machen.

Ich konnte wirklich kein einziges Mal Eltern beobachten, die ihrem Kind gesagt haben, dass es still sein soll. Oder die das Kind mal in den Arm genommen haben und eine Runde spazieren gegangen sind. Nur noch Tablets und Smartphones.

Wie sollen diese Kinder jemals Regeln befolgen? Sich an Gesetze halten? Sich anderen gegenüber ordentlich verhalten? Sie benehmen sich daneben und werden mit Technik abgelenkt und belohnt. Erschreckend!

Und nun auch noch so ein Kompliment-Ding an Schulen... furchtbar...

Weißt du....
wann die (wieder) lernen, sich an Regeln zu halten und wenn sie das nicht machen, dafür Konsequenzen spüren?

Später,wenn sie vom Jugendamt in Wohngruppen untergebracht werden, weil die Eltern nicht mehr mit ihnen fertig werden.

Meine Tochter macht momentan in einer solchen Einrichtung im Rahmen ihres Studium ein Praktikum. Jeden Tag kann sie haufenweise erzählen, was bei den Jugendlichen vermurkst wurde und wie die Erzieher und Pädagogen sich bemühen, da wieder ein wenig Respekt und Einsicht rein zu kriegen.

Da müssen 19jährige lernen, dass sie nicht wie irre an der Tür klingeln sollen, wenn sie ein Anliegen haben.
Da lernen 20jährige, dass sie sich im Auto anschnallen müssen und wenn sie das nicht machen, sie aussteigen und laufen "dürfen".

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5. September 2016 um 9:35
In Antwort auf ofi21

Weißt du....
wann die (wieder) lernen, sich an Regeln zu halten und wenn sie das nicht machen, dafür Konsequenzen spüren?

Später,wenn sie vom Jugendamt in Wohngruppen untergebracht werden, weil die Eltern nicht mehr mit ihnen fertig werden.

Meine Tochter macht momentan in einer solchen Einrichtung im Rahmen ihres Studium ein Praktikum. Jeden Tag kann sie haufenweise erzählen, was bei den Jugendlichen vermurkst wurde und wie die Erzieher und Pädagogen sich bemühen, da wieder ein wenig Respekt und Einsicht rein zu kriegen.

Da müssen 19jährige lernen, dass sie nicht wie irre an der Tür klingeln sollen, wenn sie ein Anliegen haben.
Da lernen 20jährige, dass sie sich im Auto anschnallen müssen und wenn sie das nicht machen, sie aussteigen und laufen "dürfen".

Hallo ofi!
Die Mutter einer Freundin von mir arbeitet im städtischen Kindergarten. Auch die hat ständig solche Horrorgeschichten zu berichten.

Letztens zum Beispiel eine Mutter, welche wutentbrannt in den Kindergarten gestürmt ist um sich zu beschweren, weil ihr Kind immer noch nicht die Schuhe binden kann. Ja, ehrlich. Weißt du, als ich klein war haben meine Eltern mit das beigebracht und haben gesagt ich muss das bis zum Kindergarten können, weil die anderen Kinder sonst lachen. Wer in den Kindergarten geht muss sich die Schuhe binden können.

Und heutzutage denken die jungen neuen Eltern wirklich, dass Lehrer und Kindergartentanten für alles zuständig sind.

Auch Dinge wie zB, dass sie den Kindern Brot und Wurst mit einem Messer mitgeben. Die Tante soll das dann aufschneiden und anrichten.

...

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5. September 2016 um 10:19

Ist doch passend zur antiautiritären erziehung
der Eltern von heute

ja nicht schimpfen
bestrafen
oder verbiete

die jungen von heute wird GRANDIOS werden !!!

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5. September 2016 um 11:00

Versteh
ehrlich gesagt nicht, was daran so furchtbar sein soll, wenn auch die Schwächeren mal ein bissl positives Feedback bekommen. Der restliche Schulalltag mit Noten usw. sollte doch reichen, um ihnen weiterhin klar zu machen, wo sie stehen.

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5. September 2016 um 11:10

Oh weia!
jetzt geht wieder das Pädagogen-Bashing los...

Fakt ist, dass jede Jugend in den Augen der älteren Generation verkommen, verdorben und verloren ist. Gerne kann man sich das Jugendzitat von Sokrates ergooglen, der hat schon vor 2500 Jahren festgestellt, dass die heutige Jugend keinen Anstand mehr hat. Das wird in 100 oder 200 Jahren nicht anders sein.

Wer was zum Besseren ändern möchte, soll doch einfach der Jugend ein Vorbild sein - die Jugend wird ihn oder sie mit Begeisterung nachahmen. Allerdings wird jeder, der den Versuch unternimmt ein gutes Vorbild zu sein, feststellen, dass es sehr anstrengend ist. Und Smartfon, Tablets oder Schnuller zum Ruhigstellen der Blagen sind eben einfacher. Deshalb sieht man das Zeugs auch so oft in den Händen unserer Jugend....

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5. September 2016 um 13:23

Versteh ich grad nicht
Du sagst man nennt das bedingungslose Liebe. Tut mir Leid, aber ich finde "bedingungslose Liebe" hat zwischen Lehrer und Schüler absolut nichts zu suchen. Ein Lehrer hat auch nicht ein Kompliment-Kübel zu sein, der dem Kind einbläut dass es perfekt ist wie es ist. Nein - ein Lehrer muss genau das tun wofür er bezahlt wird: Er muss LEHREN.

Und lehren heißt eben auch, für besondere Mühen und guten Einsatz zu loben - und für Faulheit oder Fehlverhalten zu rügen. Es ist für mich völlig unverständlich, dass eine Lehrperson einem Kind Komplimente eintrichtert, die vielleicht gänzlich unangebracht sind.

Es geht hier nicht um die Erziehung zuhause. Es geht hier nicht darum wie Kinder behandelt werden sollen. Es geht hier um die -Schule-.

Und mit Liebe hat es rein gar nix zutun, wenn sich ein Lehrer Montags um 8 Uhr 30 Minuten lang hinsitzt und den Kindern Honig ums Maul schmiert. Das ist eine Farce.

Kinder gehören gelobt wenn sie etwas richtig machen - und Kinder gehören gerügt wenn sie etwas falsch machen. Das ist der Sinn des Lernprozesses. Wie soll man einem Kind Fehlverhalten vor Augen führen, wenn man es genauso lobt wie alle Kinder, welche sich richtig verhalten?

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5. September 2016 um 13:35

Nö...
so verliert echtes Lob seinen Wert.

Da muß/soll sich ein Lehrer Lobeshymnen aus den Finger saugen, wo es in einigen Fällen nix zu loben gibt.
Das ist unecht und heuchlerisch.

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5. September 2016 um 13:41
In Antwort auf ofi21

Nö...
so verliert echtes Lob seinen Wert.

Da muß/soll sich ein Lehrer Lobeshymnen aus den Finger saugen, wo es in einigen Fällen nix zu loben gibt.
Das ist unecht und heuchlerisch.

Das setzte voraus,
Dass nicht jeder Mensch besondere und tolle Eigenschaften hätte ...

Warum sollte man diese nicht auch mal deutlich machen... warum sollte nur rechnen und schreiben von Wert sein? Ich finde es klasse, wenn auch Sozialkompetenz zB gelobt bzw anerkannt wird.

Was ist falsch daran, anderen zu zeigen, wo deren Stärken sind? Eben jene, die auf keinem Zeugnis Erwähnung finden...

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5. September 2016 um 13:44
In Antwort auf schmotterling

Das setzte voraus,
Dass nicht jeder Mensch besondere und tolle Eigenschaften hätte ...

Warum sollte man diese nicht auch mal deutlich machen... warum sollte nur rechnen und schreiben von Wert sein? Ich finde es klasse, wenn auch Sozialkompetenz zB gelobt bzw anerkannt wird.

Was ist falsch daran, anderen zu zeigen, wo deren Stärken sind? Eben jene, die auf keinem Zeugnis Erwähnung finden...

Ich sag ja nicht....
das nicht gelobt werden sollte. Natürlich soll gelobt werden aber da, wo auch Lob angebracht ist, ein echtes Lob.

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5. September 2016 um 13:45
In Antwort auf ofi21

Nö...
so verliert echtes Lob seinen Wert.

Da muß/soll sich ein Lehrer Lobeshymnen aus den Finger saugen, wo es in einigen Fällen nix zu loben gibt.
Das ist unecht und heuchlerisch.

Es ist auch völlig unangebracht
Diese Kinder sind zwischen 5 und 10 Jahre alt im Schnitt.
Das ist ein Alter, an dem man Kindern Grenzen setzen muss, weil sie das für ihr restliches Leben beeinflusst.

Wenn das Kind nicht nach links und rechts schaut bevor es die Straße überquert, dann hat man es zurückzuziehen und es zu rügen. Wer weiß ob es beim zweiten Mal noch gut geht. Kinder müssen lernen und gehorchen.

Und so ist es auch in der Klasse. Wenn ein Schulkind das andere bespuckt, hat es gefälligst Anschiss zu kassieren. Ja Schutzbedürftig und Kind - aber auch einem Kind muss man zu verstehen geben was in Ordnung ist und was nicht.

So leid es mir tut, aber ich kenne keine Schulklasse - und ich kannte auch noch nie eine Schulklasse - wo alle Schüler superbrav waren. Es gibt immer die braveren und die weniger braven Kinder. Sie gleich zu behandeln und sie gleichermaßen zu loben finde ich schrecklich.

Vergesst nicht - der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Auch Kinder. Wenn die nun in der Grundschule fast bis zur Pubertät so geprägt werden, dass sie bei jeglichem Verhalten Montag morgen wieder "ganz tolle Kinder sind" weil der Lehrer sagt - dann fragt euch mal, wie es ihnen in der Hauptschule oder im Gymnasium ergeht. Wo sie den Lehrern plötzlich nicht mehr auf den Kopf scheißen können. Oder wo auch mal ein Kind zuschlägt, wenn es ihm zu viel ist.

--

Und was ist Lob dann noch wert?
Wenn man jeden Montag eine Portion Lob bekommt - wie soll man sich dann noch auf ein ernst gemeintes Lob freuen? Und wenn die Eltern zuhause in der Erziehung mal strenger sind, weil sie es sein müssen? Dann wollen die Kinder am Ende noch lieber zum Lehrer, weil der immer ein Komplimente-Roboter ist, der sie immer lieb hat.

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5. September 2016 um 13:59

Ein Lob....
sollte dann gemacht werden, wenn es akut einen Grund zu loben gibt und nicht auf Kommando, weil gerade "Lobstunde" ist.
Als Beispiel kurz nach der "Lobstunde" kriegt der Schüler einen Anschiss, weil er z.B.seine Füllerpatrone mal eben auf dem Heft seines Nachbarn ausdrückt. Findet er dann total witzig und der Lehrer hat ja in der "Lobstunde" gesagt, er sei eine Bereicherung für die Klasse, weil er immer so witzig sei.

Plötzlich ist aber das, was er so witzig findet, gar nicht mehr witzig.

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5. September 2016 um 14:01

Ich finde das ist eine völlig falsche Haltung.
Ich weiß nicht was sich manche Menschen denken. Mir klingt das, als würden manche meinen, diese Kinder bekämen niiiieee Lob und es wäre zwingend notwendig ihnen Montags um 8 Uhr Lobgesänge zukommen zu lassen.

Das ist aber totaler Mist.
Für jede Zeichnung gibt's Stempel, Smileys und nette Sätzchen. Die werden auch aufgehängt und den Eltern präsentiert. Für besondere Leistungen gibt's Sticker und auch mal Süßigkeiten. Für "Fleißübung" gibt's meistens auch etwas besonderes. Und selbst wenn zwei Kinder streiten, gibt's Lob, wenn sie sich wieder die Hand geben und sich vertragen.


Aber wozu soll man Kindern ohne Grund Lob zukommen lassen? In so regelmäßigen Abständen? Das hat nichts mit Selbstvertrauen auftanken zutun. Das sind Kinder zwischen 5 und 10 - Selbstvertrauen bekommen wir erst viel später, in der Pubertät zu spüren. Als Kind ist man einfach Kind. Jede Ausrede ist da eine zuviel.

Und Kinder müssen in diesem Alter lernen, dass Lob etwas wunderbares ist, wenn man etwas gut gemacht hat.

Ihr sagt, dass Kinder die Lob bekommen besser lernen? Was ist mit den Eltern? Wäre es nicht wichtig, dass die Eltern die Kinder -ehrlich- loben, wenn sie zB die Hausübung gut machen?


Nein - stattdessen sitzt echt bei einigen ein Floh im Ohr und die denken, ein Lehrer solle in wöchentlichen Abständen grundlos Lob auskotzen.

--

Es tut mir echt Leid - aber mir stellts die Nackenhaare auf, wenn ich sehe, dass einige Menschen die Wichtigkeit von Werten nicht verstanden haben. Kinder -so- aufzuziehen zerstört die Fähigkeit, diese Werte zu verspüren und zu entwickeln!

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5. September 2016 um 14:25

Das war nicht meine Behauptung
sondern ein Zitat - denn diese Behauptung kam vorhin von einer Befürworterin dieser Praxis.

Ich hab deinen Beitrag gerade nur überflogen, weil ich diesen Kinderstudien sehr kritisch gegenüberstehe - Tatsache ist nun mal, dass die Begründung der Befürwortung dieser Lernmethode irgendwie ständig vergisst, dass Kinderhirne völlig anders funktionieren als die Gehirne von Erwachsenen. Das ist auch der Grund, warum das Erziehen eines Kindes spielerisch ablaufen muss.


Du sagst, das Kind soll lernen weil es Wissen erlangen will - nicht um jemandem zu gefallen.

Bravo. Für eine Erwachsene klingt das absolut einleuchtend.
Setzen wir das mal in einen anderen Lebensbereich:

Ein Kind soll sein Zimmer aufräumen, damit Ordnung herrscht und es mehr Platz für sich hat - nicht weil Mama dafür versprochen hat dass es dafür Schokolade gibt.

---

Verstehst du auf was ich hinaus will?
Ein Kind versteht das noch nicht. Deshalb muss man Kindern erst einmal beibringen, dass sie etwas tun müssen um etwas zu bekommen. Dass man nicht einfach alles geschenkt bekommt, sondern dass das Leben ein geben und nehmen ist.

---

Insofern: Auch der Punkt, dass Kinder nicht lernen sollen um anderen zu gefallen - sondern weil sie Wissen erlangen wollen - ist gänzlich uninteressant. Kinder denken so nicht. Und es ist auch völlig in Ordnung dass sie nicht so denken.


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5. September 2016 um 14:46

Eben!
und deswegen führen sich die meisten auch auf wie wenn sie was besseres wären...

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5. September 2016 um 15:33

Hallo!
Ich sträube mich nicht gegen Lob und Bestätigung - ganz im Gegenteil, ich finde sogar dass Lob und Bestätigung viel öfter entgegengebracht werden sollte. Alle Menschen die ich in meinem Leben ausgebildet hab, haben auch Lob und Bestätigung von mir erfahren - sowohl für große, als auch für kleine Errungenschaften.

Ich sträube mich aber strikt gegen Wattehandschuhe bei der Erziehung von Kindern - eben weil ich eine Vielzahl von mittlerweile pubertierenden Kindern kenne, welche auch im Erwachsenenleben wirklich "arme Schweine" sein werden, weil sie keinerlei wichtige Werte vermittelt bekommen haben.
--

Du sprichst mitunter "Burnout" an.
Hast du dich mit diesem Thema schon mal eingehend befasst? Ich bin Angehörige einer Burnoutpatientin (60) und eines Burnoutpatienten (28). Die ältere Patientin, war lange Zeit im Gastgewerbe angestellt und musste bis zu 130h pro Woche arbeiten um ihrer Familie gerecht zu werden. Schlussendlich war sie nicht einmal mehr fähig morgens aufzustehen. Das ist das Burnout, das heutzutage kaum noch jemand hat, eben weil die Gesellschaft diesen Arbeitsdruck "von früher" gar nicht mehr gewohnt ist.

Gespräche mit unzähligen Psychiatern folgten. Wie kann es passieren, dass ein 28jähriger junger mitten im Leben stehender Mann, der weder eine Ausbildung abgeschlossen hat, noch jemals mehr als 40h pro Woche gearbeitet hat ein "Burnout"-Patient wird?

Und nun kommen wir zu den Wattehandschuhen:

Burnout, ist mittlerweile nicht zwangsläufig jemand der ausgebrannt ist, weil er Workaholic war oder der Leistungsdruck zu groß war. Burnout, betrifft besonders bei den jungen Menschen großteils Menschen, welche mit jeder kleinsten Kleinigkeit maßlos überfordert sind. Sie sind unterbelastet. Sie sind völlig unausgelastet und sehnen sich nach mehr Bedeutung, im selben Zug schaffen sie es aber nicht die Kraft aufzuwenden um selbstständig etwas zu erreichen. Das kommt daher, dass sie in ihrem ganzen Leben immer alles zugeworfen bekommen haben und ihnen stets gesagt wurde, dass sie super sind, so wie sie sind. Während sie von Burnout klagen (immerhin geben sie permanent vor viel zu tun, weil sie nach außen hin keine Null sein wollen - und genau dieses Schauspiel bereitet auch eine Menge an inneren Stress, weshalb sie sich tatsächlich ausgelastet fühlen ohne etwas zu leisten) - ist es eigentlich ein Bore-Out. Sitzen diese Menschen erst einmal in diesem Salat, hätten sie zwar die Möglichkeit etwas daran zu ändern - im selben Zug denken sie sich aber, dass sie sowohl fürs nichts-tun gleich viel bekommen, als würden sie sich um zusätzliche Arbeit bemühen. Ein Teufelskreis. Und wie bereits oben angesprochen:

Wenn ein Mensch nicht lernt, dass er für Mühe belohnt wird - dann wird er sich keine Mühe geben. Wenn also auch Kinder gleichermaßen gelobt werden, wenn sie sich Mühe geben - oder keine Mühe geben - dann werden sich zweitere auch künftig nicht mehr Mühe geben als sonst.

Im Grunde genommen können diese Leute ebensowenig mit Stress umgehen, wie Burnoutkranke. Deshalb waren diese Krankheitsbilder lange Zeit auch unter dem selben Namen vorhanden.


Es soll nicht missverstanden werden.
Kinder gehören nicht bestraft, wenn sie schwächer sind als andere Kinder. Sie gehören gefördert. Aber gelobt gehören sie nur dann, wenn sie sich verbessern - oder sich zumindest Mühe geben. Alles andere ist ein totaler Schuss in den Ofen.

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5. September 2016 um 16:02

Bei meinen Monstern
Machen Sie in der Schule ähnliches ... nicht einmal die Woche, aber monatlich müssen sie einem Klassenkameraden, der ihnen zugelegt wird, etwas nennen, was sie an ihm mögen...

Was sich erstmal albern anhören mag und kleinen Kindern gut von der Hand geht, wird ab einsetzen der Pubertät immer schwieriger und bisweilen eine richtige Herausforderung, wenn einem das Klassen@rschloch zugelost wurde und man über seinen Schatten namens 'alles was er sagt, tut und ist ist generell Mist' springen muß... Relexion, die einigen im Erwachsenenalter noch gut zu Gesicht stehen würde...

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5. September 2016 um 16:05
In Antwort auf schmotterling

Bei meinen Monstern
Machen Sie in der Schule ähnliches ... nicht einmal die Woche, aber monatlich müssen sie einem Klassenkameraden, der ihnen zugelegt wird, etwas nennen, was sie an ihm mögen...

Was sich erstmal albern anhören mag und kleinen Kindern gut von der Hand geht, wird ab einsetzen der Pubertät immer schwieriger und bisweilen eine richtige Herausforderung, wenn einem das Klassen@rschloch zugelost wurde und man über seinen Schatten namens 'alles was er sagt, tut und ist ist generell Mist' springen muß... Relexion, die einigen im Erwachsenenalter noch gut zu Gesicht stehen würde...

Boah...
Nicht zugelegt, sondern zugelost...

REFLEXION usw...



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5. September 2016 um 16:55

Ich glaube
viele von euch wissen einfach nicht, dass es leider sehr viele Kinder gibt, die NIE gelobt werden. Denen nie in die Augen geschaut wird, die nie angelächelt werden,die nie wirklich wahrgenommen werden und denen nie das Gefühl vermittelt wird, dass man sie als wertvoll betrachtet.

Es geht nicht darum, die Kinder für jeden Scheiß zu loben. Es geht darum, schlechtes Verhalten zu reduzieren -ganz aufzuheben.

Viele Kinder hören immer nur wie schlecht sie SIND.
Nicht nur, dass sie sich schlecht verhalten, Erwachsene forulieren ihre Kritik so oft allumfassend "du bist"..

wenn ein Kind immer nur hört wie kacke es ist, dann benimmt es sich auch kacke. Wie sollte es sich auch anderes verhalten? Es IST doch kacke!

Sich einem Kind zu widmen, es wahrzunehmen, wertzuschätzen.. das ist unsere Aufgabe als Erwachsene, die eigene Kinder haben oder mit ihnen umgehen

ich bin mir sicher, dass sich "goldene Briefe" sehr viel positiver auswirken würden, als "Blaue."
Jeder Schüler kann irgendwas wirklich gut, hat nette Seiten, hat interessante Seiten. Um die zu Stärken müssen sie erstmal wahrgenommen und angesprochen werden.

was diese Zwangs-lobludelei zwischen Mitschülern angeht.. mir tun die grauen Mäuschen und Außenseiter richtig leid.. die werden sich teilweise richtig bloßgestellt fühlen..

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5. September 2016 um 18:16

Geteilter Meinung
Es gibt sicher Kinder, für die sowas wirklich gut wäre,
aber genauso sicher nicht für alle.

Das ist wieder einmal die große Geichmacherei,
was für ein Kind gut ist, muss auch für alle anderen gut sein.

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5. September 2016 um 19:33

Ohje...
Du klingst ziemlich frustriert, wenn ich das mal so sagen darf. Als Lehrerin kann ich dazu folgendes sagen:
Unser Schulsystem ist insofern ziemlich schlecht für die Psyche, dass es extrem Leistungsorientiert ist. Kinder werden für ihre Leistungen gelobt, niemals aber für ihren Charakter und ihre Persönlichkeit. Kindern (und generell Menschen) wird viel zu selten gesagt, dass sie auch als Mensch etwas wert sind und es wert sind, dass man sie gern hat und das sie geliebt werden. Das führt zu typischen Konkurrenz und Leistungsverhalten und -Denken. Also: "Ich bin nur etwas wert, wenn ich etwas leiste". Und das führt zu Burnout etc., weil Menschen sich keine Auszeiten mehr nehmen, weil sie ja dann in dieser Zeit nichts Wert sind und nichts taugen. Es ist also tatsächlich das Gegenteil von dem, was du hier postulierst, der Fall: Unser System wie es jetzt ist, führt zu psychischen Krankheiten. Nur lassen sich viel zu viele nicht therapieren, weil sie Angst haben, dass sie nichts mehr wert sind, wenn sie mal nicht mehr funktionieren.

Kinder, die eben andere Talente haben als still zu sitzen und zuzuhören und sich brav anzupassen, haben sowieso verloren, die bekommen nämlich nach deiner Vorstellung idealerweise gar kein Lob. Du vergisst dabei aber, dass Anpassung an unser gängiges Schulsystem nicht das einzige ist, das ein Kind toll und gut macht.

Ich finde es etwas heftig, dass du hier eine "Meinung" vom Stapel lässt, die komplett frei von jeglicher fachlicher Auseinandersetzung ist. Es ist längst nachgewiesen, dass Kinder, die so erzogen werden, wie es im Video gezeigt wird (und zwar von Eltern und anderem Erziehungspersonal, wie eben beispielsweise LehrerInnen) viel resilienter sind als Kinder, die sich jedes Lob und jede Anerkennung hart erarbeiten müssen.
Das ist nämlich der nächste Punkt, den du falsch verstanden hast. Es wird hier nicht "gelobt" (also nicht fleißige Arbeit belohnt), sondern es wird Anerkennung und Respekt für den Menschen gezeigt. Lob und Anerkennung ist nicht das gleiche.
Ich finde, du solltest dich besser informieren bevor du solche Entwicklungen (die dringend und endlich notwendig sind und von Menschen wie dir aufgehalten werden) als katastrophal bezeichnest.

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5. September 2016 um 19:38
In Antwort auf ofi21

Ein Lob....
sollte dann gemacht werden, wenn es akut einen Grund zu loben gibt und nicht auf Kommando, weil gerade "Lobstunde" ist.
Als Beispiel kurz nach der "Lobstunde" kriegt der Schüler einen Anschiss, weil er z.B.seine Füllerpatrone mal eben auf dem Heft seines Nachbarn ausdrückt. Findet er dann total witzig und der Lehrer hat ja in der "Lobstunde" gesagt, er sei eine Bereicherung für die Klasse, weil er immer so witzig sei.

Plötzlich ist aber das, was er so witzig findet, gar nicht mehr witzig.

... du glaubst aber auch...
...dass alle Pädagogen total doof sind, oder?!
So wie du das da beschreibst würde es in so einer Klasse niemals ablaufen.

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6. September 2016 um 10:32

Bei so einer
Weichspüler-Pädagogik bekomme ich das kalte grauen!
Loben schön und gut und auch wichtig, aber nur wenn es angebracht ist!
Wozu ein Kind dafür loben, dass es Unruhe in die Klasse bringt?! Was sagt man ihm damit? Es ist klasse, dass du dich nicht an die Regel hältst?! Völlig daneben!
So braucht man sich auch nicht wundern, dass die Lehrer in der Klasse irgendwann keine Autorität mehr besitzen.
Man,man,man...Verrückte Welt

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6. September 2016 um 13:03
In Antwort auf sphinxkitten1

Bei so einer
Weichspüler-Pädagogik bekomme ich das kalte grauen!
Loben schön und gut und auch wichtig, aber nur wenn es angebracht ist!
Wozu ein Kind dafür loben, dass es Unruhe in die Klasse bringt?! Was sagt man ihm damit? Es ist klasse, dass du dich nicht an die Regel hältst?! Völlig daneben!
So braucht man sich auch nicht wundern, dass die Lehrer in der Klasse irgendwann keine Autorität mehr besitzen.
Man,man,man...Verrückte Welt

Wenn man sich mit einem Lob...
auch derart hirnfrei anstellte, machte es wirklich keinen Sinn... ich hoffe doch sehr, dass nicht derartige Leuchten die Kinder unterrichten...

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6. September 2016 um 13:11

Auf der einen Seite ist es gut, wenn man Leistungen und Eigenschaften von Kindern anerkennt und es ihnen auch sagt.

Aber man sollte sie nicht anlügen. Und man sollte sich selbst nichts vormachen: Kinder merken so etwas.

Zumal viele Menschen - gerade auch Kinder - gar nicht so eine wie von der TE geschilderte Anbiederung mögen.... mir sind solche ausdauernden "Lobpreisungen" unangenehm - selbst, wenn sie zutreffen.

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6. September 2016 um 13:12

Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter.
So,so, da haben wieder mal einige Neunmalkluge den Stein der Weisen entdeckt ?

Ich bin ja prinzipiell dafür alles mal zu versuchen.

Das wahre Leben holt dann im Falle das Scheiterns solche Kinder als Erwachsene schneller auf den Boden der Tatsachen als ihnen lieb ist.

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6. September 2016 um 13:14

Das erinnert mich an ein Video
Was ich vor ner Weile gesehen habe. Das Verhalten von Erwachsenen hat enorme Auswirkungen.
Gezeigt wurde ein Schultag von Grundschülern... in der ersten Hälfte demonstrierten die Lehrer ein ziemliches Desinteresse an den Schülern. Nach Unterrichtsschluss wurde sich lieber mit dem Handy beschäftigt statt auf die Verabschiedung des Schülers einzugehen, vom Schüler wurde sich prompt mitten in der Unterhaltung abgewendet, als ein weiterer Erwachsener dazu kam, nirgends ein lächeln, ein fröhliches Hallo oder sonst was....
Die Schüler waren enttäuscht und deprimiert.
Auf der anderen Seite dann das komplette Gegenteil. Schon beim betreten der Schule wurden die Schüler mit einem Lächeln und einrm Guten morgen begrüßt, auch mal mit einem Kopfstreicheln. Die Lehrer haben zugehört, sich mit den Kids gefreut und gelächelt.
So auch die Schüler, die so einfach Spaß hatten. Sie wurden nicht ignoriert, sondern wahrgenommen.

Ein kleines Lächeln kann schon so viel Bewegen. Eine solche Formulierung wie oben fände ich sehr gekünstelt und übertrieben, aber ein bisschen mehr Anerkennung würde absolut nicht schaden. Das sollte aber nicht zu einem festgelegten Zeitpunkt stattfinden, sondern individuell.
Viele Kinder bekommen schon zu Hause kaum Anerkennung oder Lob, warum dann nicht wenigstens in der Schule?
Das heißt dann aber nicht, dass die Kinder für jeden scheiß Anerkennung bekommen, sondern bei Fehlverhalten trotzdem ermahnt und ggf "bestraft" werden.

Kinder schauen sich so viel bei den Erwachsenen ab. Wen wundert es, wenn jemand, der in der Kindheit immer nur ignoriert wurde, als Erwachsener selbst der totale ignorant wird?

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6. September 2016 um 13:23
In Antwort auf 1xxmomoxx1

Das erinnert mich an ein Video
Was ich vor ner Weile gesehen habe. Das Verhalten von Erwachsenen hat enorme Auswirkungen.
Gezeigt wurde ein Schultag von Grundschülern... in der ersten Hälfte demonstrierten die Lehrer ein ziemliches Desinteresse an den Schülern. Nach Unterrichtsschluss wurde sich lieber mit dem Handy beschäftigt statt auf die Verabschiedung des Schülers einzugehen, vom Schüler wurde sich prompt mitten in der Unterhaltung abgewendet, als ein weiterer Erwachsener dazu kam, nirgends ein lächeln, ein fröhliches Hallo oder sonst was....
Die Schüler waren enttäuscht und deprimiert.
Auf der anderen Seite dann das komplette Gegenteil. Schon beim betreten der Schule wurden die Schüler mit einem Lächeln und einrm Guten morgen begrüßt, auch mal mit einem Kopfstreicheln. Die Lehrer haben zugehört, sich mit den Kids gefreut und gelächelt.
So auch die Schüler, die so einfach Spaß hatten. Sie wurden nicht ignoriert, sondern wahrgenommen.

Ein kleines Lächeln kann schon so viel Bewegen. Eine solche Formulierung wie oben fände ich sehr gekünstelt und übertrieben, aber ein bisschen mehr Anerkennung würde absolut nicht schaden. Das sollte aber nicht zu einem festgelegten Zeitpunkt stattfinden, sondern individuell.
Viele Kinder bekommen schon zu Hause kaum Anerkennung oder Lob, warum dann nicht wenigstens in der Schule?
Das heißt dann aber nicht, dass die Kinder für jeden scheiß Anerkennung bekommen, sondern bei Fehlverhalten trotzdem ermahnt und ggf "bestraft" werden.

Kinder schauen sich so viel bei den Erwachsenen ab. Wen wundert es, wenn jemand, der in der Kindheit immer nur ignoriert wurde, als Erwachsener selbst der totale ignorant wird?

Na und
was nützt dir das dann als Erwachsener, wenn du als Kind aufwächst wie ein Kalb auf einer Blumenwiese und als Erwachsener dann in das Haifischbecken geworfen wirst ?

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6. September 2016 um 13:46

Man muss nur positiv genug denken
"Wir schaffen das"

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6. September 2016 um 13:55
In Antwort auf yachtmaster2

Na und
was nützt dir das dann als Erwachsener, wenn du als Kind aufwächst wie ein Kalb auf einer Blumenwiese und als Erwachsener dann in das Haifischbecken geworfen wirst ?


Wegen etwas mehr Anerkennung wächst man auf wie ein Kalb auf der Blumenwiese? Ja ne ist klar.
Aber hier sieht man mal wieder, es gibt für viele gibt es einfach nur schwarz oder weiß. Wirklich traurig

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6. September 2016 um 14:00
In Antwort auf 1xxmomoxx1


Wegen etwas mehr Anerkennung wächst man auf wie ein Kalb auf der Blumenwiese? Ja ne ist klar.
Aber hier sieht man mal wieder, es gibt für viele gibt es einfach nur schwarz oder weiß. Wirklich traurig

Dann heul doch

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6. September 2016 um 14:12

Also diese Logik erschliesst sich mir jetzt irgendwie nicht.

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6. September 2016 um 14:13
In Antwort auf yachtmaster2

Dann heul doch

Warum sollte ich?
Dass andere nicht in der Lage sind, auch nur ein kleines bisschen über den Tellerrand zu schauen, ist ja nicht mein Problem

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6. September 2016 um 14:16
In Antwort auf 1xxmomoxx1


Wegen etwas mehr Anerkennung wächst man auf wie ein Kalb auf der Blumenwiese? Ja ne ist klar.
Aber hier sieht man mal wieder, es gibt für viele gibt es einfach nur schwarz oder weiß. Wirklich traurig

Ich finde es auch erschreckend...
Es sind Kinder, die erst zu starken Persönlichkeiten heranwachsen müssen... die Selbstvertrauen aufbauen und Mut fassen müssen, auf sich selbst zu hören...

Man kann sie natürlich auch täglich schlagen, um sie frühzeitig an die Härte des Lebens zu gewöhnen...

Kinder, die nicht zu Persönlichkeiten erzogen werden, laufen schnell Gefahr zu strunzdummen Mitläufern zu werden... Instrumentalisiert von dummen und unreflektierten Menschen, die ihnen aber ein Fünkchen Anerkennung entgegenbringen, wonach sie hungern...



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6. September 2016 um 14:28
In Antwort auf schmotterling

Ich finde es auch erschreckend...
Es sind Kinder, die erst zu starken Persönlichkeiten heranwachsen müssen... die Selbstvertrauen aufbauen und Mut fassen müssen, auf sich selbst zu hören...

Man kann sie natürlich auch täglich schlagen, um sie frühzeitig an die Härte des Lebens zu gewöhnen...

Kinder, die nicht zu Persönlichkeiten erzogen werden, laufen schnell Gefahr zu strunzdummen Mitläufern zu werden... Instrumentalisiert von dummen und unreflektierten Menschen, die ihnen aber ein Fünkchen Anerkennung entgegenbringen, wonach sie hungern...



Dann sag ich dir mal ein Beispiel
Ein Bekannter von mir - Lehrer - hat von seinem fünfjährigen Sohn immer die Hucke vollgeschlagen bekommen, wenn er mal wieder seinen Willen durchsetzen wollte und der hat sich das stillschweigend gefallen lassen, ohne dass das für das Kind irgendwelche Konsequenzen hatte. Komisch, dass das Kind von sich gewalttätig geworden ist, ohne selbst jemals Gewalt erfahren zu haben. Findest du nicht ?

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6. September 2016 um 14:43
In Antwort auf yachtmaster2

Dann sag ich dir mal ein Beispiel
Ein Bekannter von mir - Lehrer - hat von seinem fünfjährigen Sohn immer die Hucke vollgeschlagen bekommen, wenn er mal wieder seinen Willen durchsetzen wollte und der hat sich das stillschweigend gefallen lassen, ohne dass das für das Kind irgendwelche Konsequenzen hatte. Komisch, dass das Kind von sich gewalttätig geworden ist, ohne selbst jemals Gewalt erfahren zu haben. Findest du nicht ?

Das, was Du beschreibst.
Ist aber etwas ganz anderes... ich bin auch kein Freund von antiautoritärer Erziehung und 'laufen lassen'... hier um geht es aber beim Loben doch gar nicht... wenn ich jemanden seine guten Seiten zeige, heißt es doch noch lange nicht, dass ich jegliches Verhalten gut heiße...

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder Kritik sogar viel bereitwillig er aufnehmen, wenn man sie ebenso großzügig lobt wie tadelt...

Wie soll sich jemand einordnen, wenn er nicht sowohl um seine Stärken als auch um seine Schwächen weiß...

Das, was Du beschreibst, sind ignorante und bequem e Eltern... die Bequemlichkeit, sich mit seinem Kind auseinsnderzusetzen, kann sich sowohl in Ignoranz wie auch in Gewalt gegenüber dem Kind zeigen... beides weist dem Kind aber nicht die Grenzen auf...

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6. September 2016 um 14:52
In Antwort auf yachtmaster2

Dann sag ich dir mal ein Beispiel
Ein Bekannter von mir - Lehrer - hat von seinem fünfjährigen Sohn immer die Hucke vollgeschlagen bekommen, wenn er mal wieder seinen Willen durchsetzen wollte und der hat sich das stillschweigend gefallen lassen, ohne dass das für das Kind irgendwelche Konsequenzen hatte. Komisch, dass das Kind von sich gewalttätig geworden ist, ohne selbst jemals Gewalt erfahren zu haben. Findest du nicht ?

Jein
jedes Kind kommt in die Phase, wo es anfängt zu hauen, beißen und/oder kratzen. Meist ist der Auslöser z.B. Angst oder Frust. Ein völlig normaler Entwicklungsschritt, aber hier ist es an den Eltern, dieses Verhalten zu unterbinden und ggf. alternativen zu zeigen und mit dem Kind reden.
Bei manchen Kindern ist es ausgeprägter, als bei anderen und wenn man es verpasst, auf dieses Verhalten zu reagieren, dann braucht man sich auch nicht über die Schläge eines 5-jährigen wundern.

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6. September 2016 um 14:57
In Antwort auf schmotterling

Das, was Du beschreibst.
Ist aber etwas ganz anderes... ich bin auch kein Freund von antiautoritärer Erziehung und 'laufen lassen'... hier um geht es aber beim Loben doch gar nicht... wenn ich jemanden seine guten Seiten zeige, heißt es doch noch lange nicht, dass ich jegliches Verhalten gut heiße...

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder Kritik sogar viel bereitwillig er aufnehmen, wenn man sie ebenso großzügig lobt wie tadelt...

Wie soll sich jemand einordnen, wenn er nicht sowohl um seine Stärken als auch um seine Schwächen weiß...

Das, was Du beschreibst, sind ignorante und bequem e Eltern... die Bequemlichkeit, sich mit seinem Kind auseinsnderzusetzen, kann sich sowohl in Ignoranz wie auch in Gewalt gegenüber dem Kind zeigen... beides weist dem Kind aber nicht die Grenzen auf...

Dieses Verhalten
hat aber auch nichts mit Antiautoritärer Erziehung zu tun, sondern, wie du selbst schreibst, mit bequemlichkeit

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6. September 2016 um 15:05
In Antwort auf 1xxmomoxx1

Dieses Verhalten
hat aber auch nichts mit Antiautoritärer Erziehung zu tun, sondern, wie du selbst schreibst, mit bequemlichkeit

Antiautoritärer Erziehung
ist für mich immer Bequemlichkeit... dem Wohl des Kindes dient sie auf jeden Fall nicht...

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6. September 2016 um 15:23

Ich finde sie nicht schlecht, aber...
Grüß dich!
Zunächst möchte ich mich bedanken. Diese Unterrichtsmethode ist mir unbekannt.

Hier spalten sich meine Meinungen, denn einerseits tun Komplimente der Seele gut und motivieren sehr.
Andererseits verstehe ich aber auch deine Worte und du liegst, meiner Meinung nach, vollkommen recht.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich das auf Dauer wirklich durchsetzen wird, da ich, wenn ich Lehrerin wäre, bestimmt nicht jede Woche Lust hätte, mir für zwanzig oder mehr Schüler Komplimente auszudenken.

Natürlich macht man Anderen damit eine Freude, aber wenn man sich das zum Teil des Lehrplanes macht, verlieren Komplimente doch ihre Bedeutung?
Diese Unterrichtsmethode finde ich also schwachsinnig.

LG

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6. September 2016 um 15:24

Unter der Käseglocke
mag das durchaus funktionieren... in der 'normalen Gesellschaft' Ecken diese Kinder ständig an... finde ich nicht erstrebenswert...

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6. September 2016 um 15:26

Tja ganz ehrlich
lieber wärs mir schon, als wenn er die Schaufel übergebraten bekommen würde.

Da es nun mal eine Tatsache ist, dass die Welt ein Haifischbecken ist und nicht alle so rücksichtsvoll sind, sollte man lieber auf der Seite stehen, die nicht die Prügel einsteckt.

Steht dir aber frei deine Kids so zu erziehen, dass sie auch noch die andere Wange hinhalten.

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6. September 2016 um 15:28
In Antwort auf 1xxmomoxx1

Jein
jedes Kind kommt in die Phase, wo es anfängt zu hauen, beißen und/oder kratzen. Meist ist der Auslöser z.B. Angst oder Frust. Ein völlig normaler Entwicklungsschritt, aber hier ist es an den Eltern, dieses Verhalten zu unterbinden und ggf. alternativen zu zeigen und mit dem Kind reden.
Bei manchen Kindern ist es ausgeprägter, als bei anderen und wenn man es verpasst, auf dieses Verhalten zu reagieren, dann braucht man sich auch nicht über die Schläge eines 5-jährigen wundern.

Ach ja ?
Sonst heisst es ja immer aus dieser Ecke, dass Kinder von Haus aus gewaltlos wären und nur durch Gewalt die sie selber erfahren auch Gewalt weitergeben.

Was nun ?

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6. September 2016 um 15:41

Ich meinte auch im Kindesalter...
Im Waldorfkiga und der Waldorfschule mag das funktionieren... in normalen Regelschule und KiGas aber nicht, da dort Regeln eingehalten werden müssen und diese auch durchgesetzt werden...

Ebenso wenn das Kind bei anderen spielen geht oder sich sonst wo in der Gesellschaft bewegt...

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6. September 2016 um 16:48

Als kinderlose(r)
Hat man zwar auch so seine theoretischen Vorstellungen der Kindererziehung, aber hat man dann mal ein Kind, ist von seinen vorherigen Vorstellungen vieles vergessen.
Wie viele paare kommen an: "mein kind wird niiiiiiieeee in unserem Schlafzimmer schlafen. Gleich von Anfang an kommt es ins eigene Bett im eigenen Zimmer" - und dann?! Schläft das Kind in den meisten Fällen entweder im Beistellbett neben mama oder es wird sogar Familienbett praktiziert

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6. September 2016 um 16:50

Zum "Habt ihr selber Kinder"-Diskussionsverlauf
Auch Elternteil zu sein, kann in dieser Debatte gerade kontraproduktiv sein. Eltern, die ihre Kinder in ihrer Erziehung ohnehin verhätscheln, werden das nämlich auch von den Lehrern verlangen.

Umgekehrt - wenn jemand Elternteil ist, welches sein Kind streng erzieht, wird er absolut dagegen sein. Wenn ein Elternteil ein Kind nur dann lobt, wenn das Lob gerechtfertigt ist, dann würde das grundlose Loben des Lehrers eher einen Keil in die Erziehung treiben. Das Kind wird nämlich nicht verstehen, warum der Lehrer selbst bei Fehlverhalten Honig austeilt - während die Eltern nur loben, wenn etwas zu loben da ist. Im Endeffekt ist dann der Lehrer der "nette" und die Eltern die "bösen". Obwohl sie nichts falsch gemacht haben.

---


Meine Angestellten sind zwischen 15 und 50 Jahre alt.

Würde ich dem Lehrling nun gleich viel bezahlen, wie dem Mitarbeiter der seit 20 Jahren hier ist und jeden Monat Überstunden in seine Projekte investiert - dann würde

a) Der Lehrling niemals auf die Idee kommen irgendwann Leistung zu bringen
b) Der Mitarbeiter auf kurz oder lang immer wieder früher nachhause gehen. Wozu arbeiten, wenn er gleich entlohnt wird wie jemand, der noch null Leistung bringt und viel weniger arbeitet?

---

Dieses Verhalten ist menschlich. Kinder reagieren genau gleich. Wenn alle Kinder einer Klasse genau gleich gelobt werden, obwohl sowohl "faule" als auch "fleißige" Kinder darunter sind, dann wird es im Grunde genommen alle negativ beeinflussen.


Grundschule:
Auf einem Zettel stehen 10 Worte.
Für jedes richtig geschriebene Wort, gibt es ein Bonbon.
Die Kinder werden die Worte einprägen um möglichst viele Bonbons zu bekommen.

Würde man jedem Kind ein Bonbon geben, egal wie viele Worte sie richtig haben, würden die fleißigen vermutlich "stänkern" - und die faulen keinen Anreiz am lernen sehen.

---


Es ist zu 100% bewiesen, dass eine Belohnung sowohl in materieller - als auch in verbaler Form - die selbe Wirkung erzielt, wenn es darum geht, jemanden zu loben.



Deshalb finde ich das 30-Minuten-Lob-für-die-Allgemeinheit-ohne-Grund unklug.


Sowohl Kinder als auch Erwachsene müssen gelobt werden. Aber ein Lob braucht einen Sinn.

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6. September 2016 um 17:03

...?
Wie kommst du denn jetzt auf Resilienz?

Da muss man glatt fragen, ob man überhaupt weiß was ein "Lob" ist.

Kinder gut zu behandeln und nette Worte zu ihnen zu sagen ist wichtig. Loben soll aber einen Sinn haben - sonst ist es unangebracht.

Manchmal frag ich mich ob manche nicht wissen, was eine Schule ist. Eine Schule ist keine Psychotherapie inklusive Selbstbewusstseinsaufbausemina r. Eine Schule ist eine Lehranstalt. Sie soll lehren und Wissen vermitteln. Natürlich soll sie auch bei Missständen eingreifen und pädagogisch wertvoll sein - aber sie ist nicht dafür da, Kinder in ihrem Ursprung zu erziehen.

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Frühere Diskussionen
Möchte eine Beziehung , irgendwie aber doch nicht
Von: clefab1
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10. September 2016 um 21:10
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