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OT: Das Problem mit den Titeln..

2. März 2011 um 11:02

Hallo zusammen,
hab ein kleines OT, aber mir brennts grad unter den Fingernägeln..

Sagt mal, habt ihr auch schon mal beobachtet, dass so einige Leute Probleme mit Menschen haben, die einen Titel tragen? Was steckt dahinter?

Ich selbst bin in meiner Abteilung die Einzige mit abgeschlossenem Studium und auch, wenn nach außen die Meinung vertreten wird, dass so ein Studienabschluß eine tolle Sache ist, hab ich manchmal das Gefühl, das wird einem nicht zu 100% gegönnt. Das führt jetzt hier zu keinem unguten Klima (im Gegenteil, das Team hier ist wirklich top!), aber ich versteh einfach nicht, wo für die Leute das Problem liegt.. was steckt da dahinter?

Dass es auch Leute gibt, die auf "die Studierten" von Grund auf nix halten ("die haben ja keine Ahnugn von der Praxis", "die müssen auf der Uni ja eh nix tun außer Party machen") ist mir natürlich auch bekannt.. aber um diese Leute gehts mir gar nicht.. eher darum, dass einem der Titel oft aus ganz anderen Gründen irgendwie nicht gegönnt wird, auch, wenn man sich jetzt nicht anders verhält als vorher.

Was meint ihr dazu?

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2. März 2011 um 11:07

Aufwertung
des eigenen Egos durch Abwertung der Leistungen Anderer.
Mindestens genauso schlimm sind aber auch die, die meinen sich aufgrund eines Studiums ständig über Andere stellen zu müssen.
Egal wie herum, wer wirklich mit sich selbst und seinen Leistungen zufrieden ist, hat sowas nicht nötig.

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2. März 2011 um 12:19


Ist dieses Kommentar an mich gerichtet?

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2. März 2011 um 12:19

Österreich

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2. März 2011 um 12:20
In Antwort auf kalila_12558214

Aufwertung
des eigenen Egos durch Abwertung der Leistungen Anderer.
Mindestens genauso schlimm sind aber auch die, die meinen sich aufgrund eines Studiums ständig über Andere stellen zu müssen.
Egal wie herum, wer wirklich mit sich selbst und seinen Leistungen zufrieden ist, hat sowas nicht nötig.

Dein letzter Satz..
.. trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf. Und das gilt nicht nur für dieses Thema.

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2. März 2011 um 12:29

Respekt einfordern wg eines titels?
meine ansicht dazu ist : respekt erarbeitet jemand sich durch seine persönlichkeit, durch sein auftreten.
wenn jemand sich wie ein idiot benimmt nutzt ihm der dr.-titel auch nichts.
wenn er/sie aber durch das auftreten natürliche kompetenz ausstrahlt ist es shit-egal ob es da einen dr. oder dipl. oder was auch immer gibt.

wenn du deinen job gerne machst und es im team super klappt das ist doch alles paletti

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2. März 2011 um 14:27

Die Antwort auf Deine Frage ist simpel: NEID.
Menschen beneiden die anderen, die was geschafft haben, und verlieren sich in Ausreden wie "keine Ahnung von Praxis", "gesponsort von xy" usw. Anstatt bei sich selbst Ursachen zu suchen, übertragen sie ihre Wut auf andere. Also nichts neues.
Wegen Mercedes - das ist momentan echt nicht das beste Auto in Deutschland und es gibt viiiiiiiiiiiel bessere. Ich selber bin einen Mercedes gefahren und kenne den Unterschied zwischen ihn und anderen Marken: wie Erde (M) und Himmel (andere). Abgesehen davon, dass tatsächlich irgendwelhe Türken ihn fahren.

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2. März 2011 um 15:27

Titel
sind total praktisch für Leute, die sich keine Namen merken können, so wie es mir z.B. häufig geht.

Da sagst du dann einfach Herr Inschinör, Herr Doktor, oder am besten gleich Herr Gouverneur", wobei du die Titel wie folgt zuordnen solltest:

Bauarbeiter - Ing.
Mann mit sauberem Hemd - Dr.
Mann mit weißem Hemd und Kravatte - Gouverneur

Bei den Frauen ist es etwas einfacher, die werden immer noch mit "gnädige Frau" angesprochen, bzw. Frau Dr., wenn man weiß, dass der Mann Arzt ist.

Ich rolle heute noch die Augen, wenn ich dran denke, wie oft ich mir in Wien die Anrede "gnädiger Herr" anhören durfte. Gründe dafür gibt es keine, Gründe dagegen auch nicht.

Manche Titelträger sind einfach Profilneurotiker und manche Nichttitelträger sind Duckmäuser. Ich persönlich mag die moderne (deutsche) Variante: einfach den Namen sagen. Ohne von und zu und ohne akademische Grade, die ohnehin immer verwirrender werden. Höflicher ist es, den Namen so zu sagen, wie er im Pass steht. Aber alles andere ist affig, wenn man von öffentlichen Amtsträgern (Richter, Minister, Bundeskanzler) vielleicht absieht.

Freundliche Grüße,
Christoph

PS: die spinnen, die Römer, äh Österreicher

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2. März 2011 um 15:47
In Antwort auf py158

Titel
sind total praktisch für Leute, die sich keine Namen merken können, so wie es mir z.B. häufig geht.

Da sagst du dann einfach Herr Inschinör, Herr Doktor, oder am besten gleich Herr Gouverneur", wobei du die Titel wie folgt zuordnen solltest:

Bauarbeiter - Ing.
Mann mit sauberem Hemd - Dr.
Mann mit weißem Hemd und Kravatte - Gouverneur

Bei den Frauen ist es etwas einfacher, die werden immer noch mit "gnädige Frau" angesprochen, bzw. Frau Dr., wenn man weiß, dass der Mann Arzt ist.

Ich rolle heute noch die Augen, wenn ich dran denke, wie oft ich mir in Wien die Anrede "gnädiger Herr" anhören durfte. Gründe dafür gibt es keine, Gründe dagegen auch nicht.

Manche Titelträger sind einfach Profilneurotiker und manche Nichttitelträger sind Duckmäuser. Ich persönlich mag die moderne (deutsche) Variante: einfach den Namen sagen. Ohne von und zu und ohne akademische Grade, die ohnehin immer verwirrender werden. Höflicher ist es, den Namen so zu sagen, wie er im Pass steht. Aber alles andere ist affig, wenn man von öffentlichen Amtsträgern (Richter, Minister, Bundeskanzler) vielleicht absieht.

Freundliche Grüße,
Christoph

PS: die spinnen, die Römer, äh Österreicher


Hi Christoph,
seh das im Grunde sehr ähnlich wie du.. in Österreich hat der Titel halt schon auch noch eine ziemliche Bedeutung, keine Ahnung, wie das in anderen Ländern so ist. Mir fällt das ganz stark bei den Ärzten auf.. jahrelang haben mich meine "Stammärzte" mit dem Vornamen angesprochen (nach jahrelangen Besuchen hat sich das irgendwann so ergeben) und nach dem Studienabschluß plötzlich stand auf meiner E-Card (und somit auch im System) mein Titel.. und siehe da, auf einmal war ich nur noch die Fr. Magistra und werde wieder mit Sie angesprochen.. das ist doch wirklich affig oder?

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3. März 2011 um 0:14
In Antwort auf margot_12511122


Hi Christoph,
seh das im Grunde sehr ähnlich wie du.. in Österreich hat der Titel halt schon auch noch eine ziemliche Bedeutung, keine Ahnung, wie das in anderen Ländern so ist. Mir fällt das ganz stark bei den Ärzten auf.. jahrelang haben mich meine "Stammärzte" mit dem Vornamen angesprochen (nach jahrelangen Besuchen hat sich das irgendwann so ergeben) und nach dem Studienabschluß plötzlich stand auf meiner E-Card (und somit auch im System) mein Titel.. und siehe da, auf einmal war ich nur noch die Fr. Magistra und werde wieder mit Sie angesprochen.. das ist doch wirklich affig oder?

Affig finde ich
insbesondere das österreichische Gendering. Mir würde nie einfallen "Magistra" zu sagen, auch wenn es grammatikalisch noch so korrekt sein mag. Frau+Titel, also

Frau Ingenieur
Frau Magister
Frau Doktor
Frau Professor
Frau Bundeskanzler

aber Frau Vorsitzende

Warum? Keine Ahnung!

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3. März 2011 um 3:45

Ich würde auch nicht
auf die Idee kommen jemanden mit Frau magistra anzusprechen.

Das ist in Deutschland auch unüblich. Anders sieht es mit Berufsbezeichnungen aus, wie Herr Rechtsanwalt oder anderen.

Wobei ich die Berufsbezeichnungen nur benutze wenn mir der Name entfällt, das ist aber sicher üblich genauso wie auch das Herr Kollege gerne genutzt wird, bei solchen Namensausfällen.

Darüber hinaus spreche ich aus Höflichkeit die Menschen mit Dr. oder Prof. Titel immer mit diesem an, aber auch nur weil es die Etikette so vorschreibt.
Also Herr Dr. YX könnten sie mal.

Sollte der Herr DR. vom selben Fach sein und ich auch einen Dr. Titel tragen dann kann man den Titel weglassen.

Dies gilt aber nicht wenn der Herr einen Fachfremden Dr. Titel trägt

Jaja kompliziert

Wenn Leute Probleme damit haben wenn andere was erreicht haben, dann ist das ihr Problem und mache ich sicher nicht zu meinem
Ich denke auch das Neid und Minderwertigkeitsgefühle bei solchen Aktionen im Vordergrund stehen.

Vielleicht hat man erreicht was sie sich nie zugetraut hätten und nun bekommst Du den Neid ab
So erkläre ich mir das ganz schlicht!

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3. März 2011 um 15:03

Solche und Solche


Es gibt immer Menschen, die über "die Studierten" herziehen, weil diese sich ja angeblich für etwas Besseres halten. Obwohl sie ja in ihrem Leben "nie was geschafft hann" und "bis Mitte 30 em Staat uff da Tasch geleeh han, wo ich schon mit 15 angefang hann zu schaffe" (Zitat eines Familienmitglieds) Meiner Meinung nach Neid. Entweder, weil man selbst seine Chance verpasst hat oder einfach nicht zu den Glücklichen gehört, die die Möglichkeit und/oder das Können für ein Studium hatten.
Genauso gibt es jede Menge Menschen, die in ihrem Bekanntenkreis Leute mit Titeln "sammeln", um sich damit zu schmücken.


Aber ich glaube den Meisten ist es einfach schnurzpiepegal. Und den Titelträgern meist ebenso. Es stellt sich ja kaum jemand mit "Meine Name ist Prof. Dr. Dr...." vor. Da wird nicht viel Wert drauf gelegt, dass man damit angesprochen wird. Ebenso spreche ich auch niemandem mit Frau Dr. an. Das hat dann nichts mit Missgunst oder ähnlichem zu tun.

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3. März 2011 um 16:01

Warum?
Hab ich doch schon geschrieben - keine Ahnung! Klingt in meinen Ohren einfach besser, aber vielleicht täusche ich mich auch. Ich sprech nicht so oft mit der Bundeskanzlerin, deshalb stehe ich relativ selten vor diesem Problem.

Ich hoffe, ich darf mein kleines Leben nunmehr fortführen

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3. März 2011 um 16:37

Wenn ich da mal einwenden darf...
ein akademischer titel ist ein titel, ein "adelstitel"ist nur bestandteil des namens. und das seit 1918. zumindest in deutschland.
das heisst also nicht baron walter schmidt sonder walter baron schmid. es ist also keineswegs unhöflich, den träger eines solchen namens nicht mit herrn baron anzusprechen.

es aber sehr wohl unhöflich, den träger eines akademischen tiels ohne diesen anzusprechen, es sei denn, er verwehrt sich dagegen. und auch dann sagt man nicht: herr dr. schmidt, sonder nur dr. schmidt, oder herr doktor (wenneinem der name entfallen ist)

eine andere sache sind titel aus adelshäusern, die noch existieren (british empire z.b.) oder titel von gewählten machtinhabern., wie papst, minister, präsident u.ä.

aus beruflichen gründen musste ich da mal einen kleinen kurs machen, damit ich the royal highnesses auch richtig anspreche.

Dr. Merkel habe ich übrigens mal mit "Frau Bundeskanzlerin" angesprochen. Sie wollte lieber mit Dr. Merkel angesprochen werden...

just my 2(00) cents

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3. März 2011 um 18:23


.. seh ich von vorne bis hinten ganz genauso.

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3. März 2011 um 20:01

Kommt darauf an
in welchem Umfeld man arbeitet - bei uns ist ein abgeschlossenes Studium Voraussetzung, von daher kann einem da keiner was neiden.
Ein bißchen kenn ich das, was du da ansprichst, dass man den leuten von vorneherein suspekt ist, weil man gebildeter ist als sie, im ausland studiert hat, sich auf einem internationalen parkett bewegen kann etc. pp.
umgekehrt kenn ich aber auch die "falsche" erfurcht vor titeln -also, auf meiner Bank-Card steht z. B. dipl.-ing. drauf, obwohl ich mein dipl für was anderes erworben hab - da stehen die jungs immer stramm und sagen: boah, ne frau, die auch noch dipl-ing ist und wir arbeiten hier bloß an der tanke ...
ist schon witzig...

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3. März 2011 um 20:06

Hi Doriane1609
da sprichst du die Kehrseite der Medaille an - dass in D jeder seinen Titel vor sich hertragen muss. In den angelsächsischen Ländern ist das nur im Hochschulbereich üblich und niemand würde auf die Idee kommen, sich seinen Dr.-Titel auf Visitenkarten zu drucken oder gar das Klingelschild damit zu zieren.

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3. März 2011 um 22:13

Summa cum laude promoviert
ist heutzutage ja auch nicht mehr das, was es mal war, nöööch? Und wenn eine Sammlung von Zeitungsausschnitten so benotet wird, kann ich auch verstehen, warum.

Man sollte seinen Doktor halt nicht an erstbester, sondern lieber an erster und bester Adresse kaufen (wenn man schon kaufen will, mein ich).

Freundliche Grüße,
der Einkaufsberater

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7. März 2011 um 20:25

...
Nö, im med. Bereich reden sich eigentlich überall Kollegen untereinander mit Vornamen an (ausgenommen Chefarzt und Ärzte ü50)
Und nö, es gibt auch med. Doktoranden, die Jahre brauchen um ihre Diss fertig zu kriegen, weil ihre Themen genauso umfangreich und anspruchsvoll, wie die der Biologen, Chemiker usw

Armselige Menschen gibt es überall:
- Leute, die auf die Anrede MIT Titel bestehen, um sich höherwertig zu fühlen
- Doktorväter und -mütter, die ihren Doktoranden den Weg zum Titel so schwer wie irgendmöglich zu machen, um was auch immer zu kompensieren
- Leute, die andere nur aufgrund deren Titel runtermachen, um sich ihnen gegenüber nicht minderwertig zu fühlen
- Sachbearbeiter im Einwohnermeldeamt und Standesbeamte, die einem partout ausreden wollen, den Dr. in Heiratsurkunde und neuen Perso eintragen zu lassen

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