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OT: Baustelle unter dem Fenster

17. Juni 2014 um 14:30

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, dass das hier nicht das richtige Forum für mein Problem ist, aber eben das, wo die meisten User sind und ich brauche einfach dringend einen Rat.

Wie schon in der Überschrift genannt, habe ich eine Baustelle direkt unter meinem Fensterbrett. Die flexen und hebeln da die Hauswand weg, reißen den Boden auf und stehen halbnackt davor rum.
Von Bagger bis Bohrmaschine über Presslufthammer ist alles dabei. Also eine ENORME Lärmbelastung. Vom Dreck ganz zu schweigen.
Das geht bereits seid 1 1/2 Wochen so!
Wohlgemerkt hat man uns das nicht vorangekündigt und wir werden nun jeden Morgen um 06:30 Uhr aus den Betten gerissen und dann geht es bis 18 Uhr munter weiter. Ich kann kein Fenster öffnen, da es dann noch lauter ist und der Staub reinkommt, zudem reißen die Bauarbeiter dann nur dumme Sprüche. (ich habe nur ein Fenster. Wohne in einer 1-Zimmerwohnung.)
Da ich momentan für mein Studium zig Hausarbeiten schreiben muss und meine Bachelor-Thesis schreiben muss, sollte ich eigentlich gut daheim arbeiten müssen. Das ist aber so nicht nötig. Da ich nun auch noch in der Nachtschicht einen Nebenjob habe und immer erst spät daheim bin, ist mein Tagesablauf durch diese Bauarbeiten massivst gestört. (1.kann seid 1 1/2 Wochen nicht eine Nacht länger als 2 Stunden schlafen, sehr laut, kann nicht kochen, da ich mein einziges Fenster stundenlang nicht öffnen kann, Scheibe und alles andere komplett verschmutzt, halbnackte, gaffende Menschen die vor meinem Fenster rumlaufen und ständig spaßeshalber anklopfen)
Dazu kommt, dass ich einen kleinen Hamster habe, der mittlerweile komplett desorientiert in seinem Käfig gegen die Scheibe rennt und aggressiv wird, weil sein Schlafrythmus gestört wird. (Bei ersteren Nachfragen versicherte man mir, dass das alles maximalst 1 Woche dauern würde)
Heute habe ich erneut nachgefragt und mir wurde gesagt, dass der ganze Spaß noch MINDESTENS 4 Wochen dauern würde.
Meine Reaktion darauf war, dass ich meinen Hamster jetzt bei einer Freundin unterbringe und ein Schreiben auf Mietkürzung für den Zeitraum aufgesetzt habe, da meine Wohnung wirklich unbewohnbar ist. Es ist total laut. Ich habe schon durchgehend Migräne und werde für die kommenden Wochen auch ausziehen. Viele meiner Nachbarn haben eine fristlose Kündigung etc pp erwirk, ich weiß aber nicht, ob ich das möchte.
Generell gibt es hier mit der Verwaltung massivste Probleme und nun haben mich meine Nachbarn gefragt, ob ich mich einer Sammelklage anschließen möchte. (ua weil diese Bauarbeiten mindestens 3 Monate im vorraus angekündigt gemusst hätten, wir aber bis heute (außer auf persönliche Nachfrage) keine Info dazu bekommen haben)
Aber weder ich noch meine Eltern haben eine Rechtsschutzversicherung. Meine Frage wäre also, ob ich mich dennoch dieser Klage anschließe kann oder ob das für mich gravierende Kosten,ein ewiges Verfahren oder Nachteile (abgesehen von ggf. Kündigung) haben könnte.
Würdet ihr sowas tun? Ich hab davon leider nicht soviel Ahnung bräuchte aber dringend Denkanstöße..

Lieben Gruß,

SeptemberMädchen

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17. Juni 2014 um 15:26

Hallo pacjam,
danke für deine Antwort, auch wenn sie mir leider nicht weiterhilft.

Natürlich gehe ich in die Bib oder an meinen Praktikumsplatz, um dort zu schreiben und zu lernen. Aber wenn ich von der Arbeit heimkomme und dann 3 oder 4 Stunden später dieser Lärm losgeht hat man auf Dauer doch auch keine Lust, jeden morgen um 7 an der Bib zu stehen. Vorallem da man sich aus Schlafmangel kaum konzentrieren kann. Ich habe die letzte Woche immer gut 8-9 Stunden in der Bib verbracht. Aber auch ich möchte einfach mal einen entspannten morgen in meiner Wohnung haben.

Septembermaedchen,

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17. Juni 2014 um 16:53

Vielen Dank für eure Antworten,
@ Pacjam

Bist Du denn so auf das Geld angewiesen, dass Du auch in der aktuellen Prüfungszeit arbeiten musst?

- ja, bin ich, denn Miete und Lebenskosten müssen ja leider auch in so einer Zeit bezahlt werden. Hab bei meinem Chef angefragt und ihm die derzeitige Situation erklärt und gefragt, ob ich vielleicht die Tagschicht für die nächsten Wochen übernehmen könnte (eine Kollegin, die das Gespräch mitbekommen hatte, wäre auch bereit mit mir zu tauschen), doch unser Chef willigt dem leider nicht ein. Er meint, als Nachtschicht eingestellt müsse ich auch als diese arbeiten. Er meint es sicher nicht böse.


@ coleen41

- leider besteht die Möglichkeit zurück zu meinen Eltern zu gehen, nicht. Erstens wohnen sie über 500 km von mir entfernt und ich möchte gerne in Uninähe sein, zur Recherche meiner Arbeiten und auch um meinen Bachelorarbeitsplatz bei Bedarf und Fragen aufzusuchen (meine Eltern wohnen in keiner Unistadt daher wäre ich da nur auf das Internet angewiesen, was ich nicht will) und zweitens haben wir leider kein besonders gutes Verhältnis.

"In der Regel werden grössere Umbaumassnahmen von der Hausverwaltung bekannt gegeben. ?!?
Möglich..da hing irgendwo ein Aushang..die meisten achten halt nicht drauf...??"

Diese Umbaumaßnahmen wurden nicht bekanntgegeben. Das hat uns der Hausmeister und der Verwalter dieser Wohnanlage (ist ein Studentenwohnheim) auch vor uns gesagt. Man hat es "schlichtweg vergessen, kann ja mal passieren, kleine Dame!"
Wir haben hier ca 900 Wohnungen. Und heute morgen standen alle Schlange vor deren Büro. Genervt (was man ja auch irgendwie verstehen kann) hat er dann einen Zettel an seine Türe gehängt, dass in den nächsten Wochen aufgrund von Bauarbeiten mit Verschmutzung und Lärm zu rechnen ist.

Ruhezeiten nehmen die hier nicht wahr. Einen Schichtwechsel. Und wenn sie dann doch mal 5 Minuten Pause machen stellen sie sich vor mein Fenster, rauchen, trinken ein Bier und gröhlen in meine Richtung ich solle mich doch mal "nackisch machen" damit sie was zu sehen haben. Habe das nun mit einer Freundin auch als Tonaufnahme protokolliert, da ich es als sehr unpassend empfinde und als Belästigung auffasse.


"überleg Dir ne Alternativlösung...wie erwähnt..oder zieh um.
Sobald als irgend möglich"

- ich ziehe jetzt erstmal zu meinem Freund, für die nächsten 4 Wochen. Er wohnt zwar auch 260 km entfernt, hat aber wenigstens eine Uni in der Nähe und dementsprechend Recherchemöglichkeiten. In meiner Wohnung kann ich ja nicht bleiben. Durch den Staub hab ich wieder vermehrte Probleme mit meinem Asthma und der Krach ist wirklich abnormal. Ich hab einen Bruder, der auch auf dem Bau arbeitet, und selbst der sagt dass das nicht normal ist.
Ist ja leider nicht so, dass sie dann ab 18 Uhr hier gehen. Ab 18 Uhr machen die keinen Baustelllenkrach sondern legen sich auf die Wiese vor unseren Fenstern und trinken, rauchen, gröhlen etc herum. Also auch keine Ruhe, geschweige denn Privatsphäre. Beschwerden diesbezüglich oder aber auch die nette Bitte doch zu gehen, haben weder bei der Verwaltung noch bei den Bauarbeitern Früchte getragen. "Gewöhn dich dran und setz dich lieber zu uns Süße". Ich finde das eine Unverschämtheit.

Das mit der Klage überlege ich mir noch. Bin da so unsicher. Tendiere eher zu einem nein. Ziehe aber die fristlose Kündigung in betracht.

Auch dir lieben Dank für deine Antwort.

@ Supersonic111

- Danke für den Text vom Ordnungsamt, hatte auch schon überlegt dort anzurufen.
Das, was mir so aufstößt ist ja gerade die verhinderbare Lärmbelästigung und, dass man uns nicht informiert hat, damit wir dementsprechende Schritte wie eben zB zu Freunden ziehen etc pp. einleiten konnten. Natürlich stört mich der Baulärm, aber wenn ich mich hätte darauf einstellen können, hätte ich mir zB Urlaub genommen und wäre solange zu einer Freundin gegangen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Dienstag.

Lieben Gruß,

SeptemberMaedchen.

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18. Juni 2014 um 6:55


ich kann zwar verstehen,dass baustellen nerven,aber meckern wenn es irgendwo scheiße aussieht,tun wir auch...kann man in der heutigen zeit sich mit nix mehr arrangieren? nee...es wird geklagt ,gemeckert und rumgepampt,nur weil man mal in seinem alltag gestört wird...sorry...das musste mal raus
es gibt lösungen...ohrenpröppel,ohrens chutz...bibliotheken,wo man hinkann...sich IN die Uni setzen...
und ne portion humor wäre auch nich schlecht...mein güte...es ist ne ABSEHBARE geschichte...gleich so'ne welle schlagen find ich für meine begriffe tooooo much...

sky

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18. Juni 2014 um 21:04
In Antwort auf skyeye70


ich kann zwar verstehen,dass baustellen nerven,aber meckern wenn es irgendwo scheiße aussieht,tun wir auch...kann man in der heutigen zeit sich mit nix mehr arrangieren? nee...es wird geklagt ,gemeckert und rumgepampt,nur weil man mal in seinem alltag gestört wird...sorry...das musste mal raus
es gibt lösungen...ohrenpröppel,ohrens chutz...bibliotheken,wo man hinkann...sich IN die Uni setzen...
und ne portion humor wäre auch nich schlecht...mein güte...es ist ne ABSEHBARE geschichte...gleich so'ne welle schlagen find ich für meine begriffe tooooo much...

sky

Guten Abend und danke für deine Antwort.
Ja, der Baustellenlärm ist wirklich schlimm, aber ich stimme dir voll und ganz zu. Man kann sich damit arrangieren. Was uns so stört ist, dass es uns nicht angekündigt wurde und das die Bauarbeiter so dreist sind. Das keine Mittagspause gemacht wird und diese uns mit dummen Sprüchen belästigen. Und 10-12 Stunden am Tag in der Bib oder in der Stadt zu sein ist über Wochen hinweg auch anstrengend.
Desweiteren läuft mit der Verwaltung dort sehr viel falsch. (über dauerhafter Falschabbuchung der Miete über unbefugtes Betreten der Wohnung zu Vorführzwecken ist sehr viel dabei.) Das mit den unangekündigten Bauarbeiten und den resprektlosen Bauarbeitern (nach bitte mit denen zu sprechen wurden wir nur tadelnd angestarrt) ist nur die Spitze des Eisberges.
Ich bin normalerweise kein Mensch, der schnell nörgelt meckert oder sich mit sowas nicht arrangieren kann.
Nur durch die Begleitumstände ist es eben unasushaltbar. Die Lautstärke und die Staubbelastung (ich bin Astmathikerin) machen für mich die Wohnung unbewohnbar. Jetzt haben sie da noch irgendwas an der Hauswand so beschädigt, dass nun ein Aushang in unserem Flur hängt, wo uns empfohlen wird, die Wohnungen vorrübergehend zu räumen.

Wenn es eine normale Baustelle wäre, müssten wir auch nicht diese Welle schlagen.

Ich wünsche dir noch einen schönen Mittwochabend,

SeptemberMädchen.

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18. Juni 2014 um 21:05

Er ist aber definitiv mein Baby.
Naja, irgendwie zumindest ein felliger kleiner Ersatz.

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18. Juni 2014 um 21:08

Der Hammer fällt ja um ca 18:00 Uhr immer.
Nur bleiben die danach noch zum quatschen in unserem Vorgarten, den wir mit bezahlen zu unserer Benutzung, und rauchen da.

Liebe Grüße,

SeptemberMaedchen.

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18. Juni 2014 um 21:14

Hallo mathilda789,
dass mit der Mietminderung habe ich mir auch schon überlegt und habe am Freitag mal mit einem Prof aus meiner Uni (der Mietrecht im Jurastudium unterrichtet) einen Termin um das durchzuquatschen und zu sehen, was genau ich da machen kann.

Danke auch für deine Antwort und noch eine schönen Abend.

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18. Juni 2014 um 21:18

Vielen Dank für den Tipp.
Das werde ich Freitag mal machen.
Hoffentlich können ich und meine Nachbarn da irgendetwas erreichen.

Schönen Abend auch dir noch.

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25. Juni 2014 um 13:40

Hallöchen,
danke für eure ganzen Antworten, leider habe ich momentan keine Zeit alle einzeln zu beantworten.
Ich bin aber nun ausgezogen und vorerst in eine andere Wohnung der selben Verwaltung gezogen. Aber ich gehe hier, ebenso wie viele Nachbarn, komplett weg.
Die Bauarbeiten wurden gestoppt, da Ordnungs-/Bauamt das so beschlossen haben!

Danke, dass ich mich mit meinem Problem an euch wenden konnte.

Liebe Grüße,

Septembermaedchen.

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25. Juni 2014 um 14:20

,
weil die da irgendwas in der Hauswand beschädigt haben, sodass wir die Wohnungen räumen mussten.
Ich und eine Nachbarin haben einen Hörsturz, deswegen wurde es auch unteranderem gestoppt. Den Umzug in ein neues stud. Wohnheim muss auf jedenfall die derzeitige Verwaltung zahlen. Das mit dem Schmerzensgeld überlegen wir uns noch. Und die halbnackten Bauarbeiter waren nicht sexy... Mindestens 30 Jahre älter und sehr.. asozial.

Liebe Grüße,

Septembermaedchen

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