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OT Anzeige wegen Unterhalt?

3. Mai 2011 um 17:16

Kennt sich damit jemand aus?

Meine Tochter ist jetzt 12 und mein Ex hat noch nie wirklich Unterhalt gezahlt (Wir sind seit 10,5 Jahren getrennt). Ich habe einen vollstreckbaren Titel und das Jugendamt pfändet hin und wieder sein Gehalt für mich. Bis er wieder den Job wechselt und wir ihn erneut suchen müssen. Was so ca. alle 3 Monate der Fall ist. Die Mühlen des Gesetzes sind halt nicht die schnellsten - er allerdings ist dafür umso schneller.

Ich habe auch enormen Stress deswegen. Er sagt natürlich nicht bescheid, wenn er wieder mal nicht zahlen kann/will und so sitze ich jeden Monat vorm Kontoauszug und bete, daß das Geld da ist, weil mein Gehalt ohne den Unterhalt nicht für zwei Leute ausreicht. Das ist dann immer eine kleine Überraschung. Sobald er nicht zahlt, darf ich also wieder zum Amt, alle Unterlagen besorgen und einreichen und meist, wenn dann alles fertig ist und ich wochenlang finanziell auf den Zahnfleisch gekrochen bin, kommt wieder was für ein paar Wochen und ich muss alles rückgängig machen.

Das Spielchen läuft nun schon über 10 Jahre so.

Jetzt ist meine Sachbearbeiterin vom Jugendamt ebenfalls schon völlig genervt davon und hat mir nahegelegt ihn anzuzeigen.

Nur was passiert dann? Dann hagelt es eine Anzeige nach der Nächsten, er landet vor Gericht und kriegt womöglich irgendeine Strafe. Das ich deswegen meinen Unterhalt regelmäßig kriege bezweifel ich mal ganz stark.

Aber dieses Katz und Maus-Spiel kann ja auch nicht ewig so weitergehen.

Was würdet ihr machen?

Reden hilft übrigens nicht. Ich hab vor 6 Jahren das letzte mal gesprochen und versucht in Ruhe mit ihm darüber zu reden. Da sagte er, er meldet sich bei mir und das ist natürlich nie passiert. Auf der nächsten Party auf der wir uns trafen, ist er mir dann aus dem Weg gegangen und war nach 15 Minuten wieder verschwunden. Das ist jetzt auch schon wieder 3 Jahre her. Den Kontakt zu unseren gemeinsamen Bekannten hat er abgebrochen. Ich treffe ihn also auch nicht mehr. Auf die Briefe vom Jugendamt reagiert er im Normalfall einfach nicht. Also wieder suchen und pfänden. Es nervt.



.




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3. Mai 2011 um 17:40

Und erfahrungsgemäß
hilft dann, wenn er noch nicht vorbestraft ist, die Angst vor dem "Strafgericht".
Jetzt hast du doch schon so viel Stress wegen dieser Sache, da kommt es darauf auch nicht mehr an. Verpass ihm den Schrecken.

@ sprinter: ich denke die Vorsätzlichkeit könnte schon durch die ständigen Arbeitgeberwechsel und damit verbundenen Wohnortwechsel, die er beim Jugendamt nicht, wie gefordert, angibt, bwiesen sein. Ich bin aber kein Anwalt, just my 2 cents.

Im Übrigen verstehe ich die Vorgehensweise des Jugendamtes aber auch nicht. Ich habe eine Bekannte, bei der lief es jahrelang genauso. Irgendwann hat ihr das Jugendamt aber dauerhaft einen sogenannten Unterhaltsvorschuss gezahlt und sich das Geld beim Vater geholt. Auch die Rückstände, soweit er über pfändbares Einkommen verfügte.

Das Jugendamt kann i. Ü. auch selber klagen.

Viel Glück und gute Nerven!

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3. Mai 2011 um 17:52

Hm,
ich würde ihn auch anzeigen.
der braucht einen schuss vor den bug.
und solltest du selbst gegen ihn klagen müssen kannst du ja prozesskostenhilfe beantragen.
aber wenn du doch schon einen vollstreckbaren titel hast sollte es doch leichter sein.
beten finde ich ja an sich nicht falsch .
nur in diesem fall reicht es wohl nicht. tret ihm ganz feste wohin. hast meinen segen.
lg

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3. Mai 2011 um 17:57

Stimmt
aber die 72 monate wurden bei meiner bekannten dann stets verlängert um weitere 72. das die tochter schon 12 ist, habe ich überlesen, mein fehler.
klagen würde ich aber trotzdem. strafprozess zahlt der staat. der braucht einfach mal eine anspreache von einer respektperson, auf die er hoffentlich in form des/der richters/richterin trifft.

hier gibts leider keinen smily für einen a...tritt

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3. Mai 2011 um 18:16

Der richter hat geurteilt
dass er nicht zahlen muss? wie jetzt, das habe ich doch wohl falsch verstanden, oder?

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3. Mai 2011 um 18:16

Ja genau so kenne ich das auch
und allein fürs in die zange nehmen, würde ich der TE raten zu klagen.

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3. Mai 2011 um 18:27

Ich fasse es nicht
bitte sag mir wenigstens, dass es ein richter war, keine richterin....
da kann man an diesem rechtstaat schon verzweifeln, oder?

mann, mann, mann, so was hab ich ja noch nicht gehört.

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3. Mai 2011 um 18:35

Wenn
du einen Titel hast,dann kannst du immer wieder pfänden so lange bis der angestaute Betrag bezahlt ist,danach normale Unterhaltszahlung.
Geh zum Anwalt die klagt es ein für dich,wieder und wieder und wenn er nicht bezahlt weiß sie/er auch die nächsten Schritte,obwohl die ergeben sich dann von alleine.
Wird nur blöd,wenn er nicht zahlen kann,dann muss er aber auch nachweisen das er alles versucht das Geld aufzutreiben.
Er muss sogar einen 400
Job annehmen um den Unterhalt für deine Tocher zu gewährleisten,da kannst du sogar drauf pochen das er das macht.
Lg

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3. Mai 2011 um 20:53

Danke erstmal für eure Beiträge
Ich habe den Unterhaltsvorschuss (72 Monate) bereits voll ausgeschöpft, da mein Ex noch nie Unterhalt gezahlt hat. Den habe ich schon bekommen als wir noch zusammen waren, da er da einige Monate arbeitslos war. Und seit wir getrennt sind (anfang 2001), stellt er sich halt quer.

Er hat mir damals, als ich genug von seiner Verantwortungslosigkeit hatte, gesagt "Wenn ich dich nicht haben kann, will ich das Kind auch nicht. Und Geld kriegst du freiwillig sowieso nicht von mir - ich finanziere euer Vergnügen nicht". Das hat er auch so in die Tat umgesetzt und zieht das bis heute durch.

Am mangelnden Geld liegt es bei ihm inzwischen jedenfalls nicht mehr. Er verdient recht gut. Selbst meine Sachbearbeiterin war ziemlich überrascht, daß er so viel verdient, da die meisten Väter problemlos zahlen wenn ihnen so viel zur Verfügung steht.

2 Motorräder, 1 Auto und 2 Wochen Urlaub im Sommer kann er sich jedenfalls leisten. Da wird er nicht am Hungertuch nagen. Ich könnte das jedenfalls nicht. Na gut - ich hab ja auch ein Kind..... *ironiemodusoff*

Ich habe bereits vor ein paar Jahren beim Jugendamt eine Beistandschaft unterschrieben und somit kümmern die sich um Pfändung und den rechtlichen Kram, damit ich nicht auch noch einen Anwalt bezahlen muss.

@reka: Wieso wurde dein Ex denn von der Unterhaltspflicht befreit? Hat der Privatinsolvenz angemeldet oder warum muss er nicht zahlen?

Ein Urteil ist übrigens auch ein Titel. Die Rückzahlung, die mein Ex zu leisten hat, gilt ab dem Tag, an dem mein Titel rechtskräftig war. Alles was davor war, muss er auch nicht an mich zurückzahlen. Ich habe allerdings eine ganz tolle Sachbearbeiterin, die mich rechtzeitig darüber informiert hat, daß ich den Titel am Besten direkt im Anschluss an das Ende des UVG beantrage. Insofern hab ich vielleicht max. 2-3 Monate verloren. Gut - sind auch knapp 1000 Euro die ich ihm dadurch "geschenkt" habe, aber darüber denk ich lieber gar nicht nach.

Ich ruf morgen mal meine Sachbearbeiterin an und mach einen Termin. Vielleicht bringt es ja tatsächlich was, wenn wir das Ganze mal zur Anzeige bringen.

Mich ärgerts einfach, daß ich mich nach 10 Jahren immer noch mit ihm rumquälen muss, obwohl ich mit ihm gar nichts zu tun habe. Seine Tochter hat er eh nie besucht und wenn ich genug Geld hätte, würde ich auch drauf pfeifen und mir den Stress ersparen. Hab ich aber leider nicht.

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3. Mai 2011 um 22:05

Super solche "Väter" nicht war?
Meine Tochter hat ihren Vater seit unserer Trennung genau 3 mal gesehen. Da war sie 1 1/2. Auf regelmäßige Wochenenden oder andere Termin hat er sich da schon nicht festlegen lassen (er sei nicht mein Babysitter). Aber ich dachte damals es wäre wichtig für meine Tochter und hab ihm sein "komm ich heute nicht - komm ich morgen" durchgehen lassen. Beim letzten Treffen hab ich ihm noch Babysachen für eine Freundin mitgegeben, weil ich die nicht mehr brauchte. Danach hat er sich ganz normal mit "ich meld mich dann die Tage" verabschiedet und dann wars vorbei mit dem Kontakt. Bis heute. Ich hab noch ein paar mal angerufen, aber da wurde ich auch nur vertröstet. Womöglich hat er tatsächlich gedacht ich suche eine Babysitter. Irgendwie trau ich es ihm auch nicht zu, weiter zu denken.

Möglich, daß er die 3 male nur vorbeikam, weil er dachte da geht noch was und als er merkte, daß wirklich schluss ist war sein Kind natürlich auch kein toller Grund mehr vorbeikommen zu können.

Aber ich hatte so die Nase davon voll, nicht nur mit der kompletten Betreuung unserer Tochter allein dazustehen, sondern ihn auch noch bemuttern zu müssen, daß es da kein zurück mehr gab.

Beispiel?: Ich kam aus dem Krankenhaus. Meine Tochter war 4 Tage alt. Besucht hat er uns 2 mal kurz, weil er Krankenhäuser nicht mag. Klar - jeder andere Mensch steht total auf Krankenhäuser - deswegen gehen so viele hin. Als ich nach Hause kam, war nicht aufgeräumt, der Kühlschrank war leer (wie gesagt - er war zu diesem Zeitpunkt arbeitslos) und 2 Wochen nach meiner Entbindung ist er mit einem Kumpel übers Wochenende weggefahren, weil das ja alles sooo stressig war und er nachts ja kein Auge zukriegt. Der arme. Rate wer am Tag der Entlassung losgefahren ist um einzukaufen. Ich weiß noch wie ich auf dem Einkaufswagen gehangen habe, weil ich kaum laufen konnte. Er hat derweil zuhause auf sein Futter gewartet. Endlich ist Mami wieder da.

Genau ab diesem Zeitpunkt wusste ich schon, daß das nichts mehr wird. Aber wie viele andere Mütter auch, habe ich es halt noch eine Weile versucht. Er hat mich ab der Geburt übrigens auch noch "Mutti" genannt. Das sagt dann ja schon alles.

Das zog sich so durch die komplette Beziehung. Als ich rund um die Uhr für ihn da war, war er ein völlig anderer Mensch. Aber als die Verantwortung kam, verzog er sich.

Und diese Verantwortungslosigkeit spiegelt sich nicht nur im menschlichen, sondern eben halt auch im finanziellen wieder.

Es macht mich manchmal einfach wütend wenn mein Freund ständig was dazuschiesst, weil ich meiner Tochter etwas kaufen möchte und es nicht kann, während ihr Erzeuger sich ein tolles Leben macht und nicht im Traum daran denkt sich an irgendwas zu beteiligen.

Ich hab ihn damals mal gefragt ob er nicht wenigstens die Hälfte zum Sportverein dazugeben möchte. Einfach, damit er auch mal was für sie tut (6 Euro im Monat - wären für ihn also 3 Euro pro Monat gewesen). Selbst das hat er nicht hinbekommen.





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3. Mai 2011 um 22:34

Naja
er hat aber halt auch noch eine Tochter und auch er schwimmt nicht im Geld.

Wir knapsen ständig um unsere Mädels glücklich machen zu können und mein Ex kauft Motorräder am laufenden Meter.

Mir gehts nicht darum, daß mein Freund was dazugibt - mir gehts darum, daß ein anderer ständig den Job meines Ex übernehmen muss, damit es SEINER Tochter gut geht.

Man(n) kann sich doch nicht darauf verlassen, daß die Olle schon irgendwann einen anderen kennenlernt, der dann seine Zahlungen übernimmt.

Eigentlich schade, daß man niemanden verklagen kann, weil er sich wie ein @rs**** benimmt. Da würde ich jeden Rechtsstreit sofort gewinnen.

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