Forum / Liebe & Beziehung

Örtliche Inflexibilität der Männer

7. November um 20:23 Letzte Antwort: 8. November um 8:13

Hallo ihr lieben,

Nun muss ich doch ein Thema loswerden.
Vor etwa einem halben Jahr hat mich mein nun Ex-Freund nach 2 Jahren Beziehung verlassen, weil ich meinen Traumjob 300 km weiter angenommen habe und er nicht aus seiner Heimat wegwollte. Leider war seine Heimat für mich aber gar keine Option, weil sie mir erstens überhaupt nicht gefallen hat und zweitens wäre es jobtechnisch nicht so einfach geworden bzw. hatte damals nicht geklappt. Seine Entscheidung, die Beziehung so direkt nach meinem Wegzug zu beenden, konnte ich damals schon kaum verstehen, da ich eine Beziehung aufgrund so einer noch verhältnismäßig geringen Distanz nicht direkt in die Tonne geworfen hätte, aber so war es dann nun mal..
Mittlerweile habe ich einige neue Männer kennengelernt, die alle auf den ersten Blick ganz nett sind, aber dann ebenfalls mit der Argumentation daher kommen, dass die Frau doch zu ihnen ziehen soll und nicht umgekehrt. Auch in meinem Bekanntenkreis kenne ich so viele Frauen, die ihren Männern hinterhergezogen sind, aber umgekehrt gehen die Beziehungen in die Brüche. Meiner Meinung nach ist das doch irgendwie unfair. Eine Frau kann nicht ihren Weg gehen, ihre Karriere machen, ohne dass der Mann sie dann fallen lässt. Mir ist bewusst, dass nicht alle so sind, aber leider kommen bei mir immer nur solche zum Vorschein..

Über eure Meinungen zum Thema würde ich mich echt freuen.

 

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7. November um 20:37

...das dreh ich mal etwas um..ich geh mal davon aus,dass es nicht allzuviele Frauen gibt,die immer "gleich" zu einem Partner ziehen wollen..müssen.

Viele Frauen haben auch einen super guten,auch hochdotierten Job,dann zu einer neuen Liebe ziehen,nach 2,3Jahren ist alles vorbei,und wieder neu anfangen?
Wohnungstechnisch..emotional..

Ich denke,es gibt höhere oder andere Ziele im Leben. 


Ja,ich teile Deine Erfahrungen.
Männer wollen halt oft eine anschmiegsame Frau,nicht eine,die 2000Euro mehr verdient,weit erfolgreicher ist und unabhängig.Das macht vielen Angst..

Wenn keine Kompromisse drin sind,ist es schade.
Habe einen Kumpel,der seine angeblich grosse Liebe deswegen verloren hat,weil er dort leben will,wo er jetzt noch wohnt und sie ist wieder zurück in die Stadt gezogen.(Es war nicht der alleinige Trennungsgrund..)

Manchmal passt es halt nicht.Wozu hättest Du Dich verbiegen sollen,dort zu leben,wo es Dir überhaupt nicht gefällt.
Er hat Schluss gemacht,weil er keine Fernbeziehung wollte?
Nicht ganz unproblematischn so schon.. auf 300km..

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7. November um 22:46

Wenn einer von beiden Karriere, Job, Freundeskreis und Wurzeln für den anderen augibt, geht es sehr selten gut aus. Das Bauchgrimmen wird spätestens dann fürchterlich,  wenn man sich denkt, was, dafür (DAFÜR? ) habe ich alles aufgegeben?!

Für eine gute Beziehung ist es wichtig, zusammen zu ziehen, denn Alltag miteinander zu teilen. Dort, wo der Funke zu schwach ist, um das Feuer zu entfachen, setzt sich der (faule, bequeme ) Gedanke durch: ich bin da, wo ich bin, und wenn du magst, dann komm zu mir. . . .

Ich würde in den meisten solchen Fällen annehmen, daß Bequemlichkeit vor Feuer geht - und das würde mich sehr abschrecken. Das ist fast wie: Liebling, willst du neben mir auf der Couch Schlagershow nach Schlagershow im Fernsehen gucken,  bis wir alt und fett sind?

Wenn aber das Feuer in einem brennt, überwindet man Berge, Ozeane und Jobs, um mit der/dem Liebsten zusammen zu kommen!

Liebe Grüße,

Pi

 

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8. November um 1:07

Nun, du wirfst den männern -insbesondere deinem ex- vor, dass er nicht zu dir ziehen will, aber du willst ja auch nicht zu ihm/ ihnen ziehen. Das ist kein Problem der geschlechter. Du bist genauso unflexibel. Ist ja auch dein gutes Recht. Aber das Recht haben andere genauso. 

 

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8. November um 8:13

Puh, ich denke das kann man  nicht verallgemeinern. 
Irgendeiner muss entweder nachgeben und das sollte derjenige dann aber auch gern tun. Oder sich eben trennen, dies hat dein Ex getan. Denn Fernbeziehung kam für ihn nicht in Frage.
Es war ja alles gut für ihn, bis du einen 300km entfernten Job angenommen hast (was dein gutes Recht ist!).
Vielleicht war es auch eine Trotzreaktion seinerseits, weil er das alles so nicht wollte.............oder dir nicht gönnte (?).

In diesem Fall sei bald wieder froh, dass du ihn los bist. Natürlich tut die Trennung weh aber du hast 300km weit weg die besten Voraussetzungen dich abzulenken, neu anzufangen, neue Erinnerungen zu schaffen ohne ihn.

Mein Mann ist, auch wenn die Entfernungen ein Witz sind, in meine Nähe gezogen. Mein Elternhaus und seins sind nämlich nur 19 km auseinander. 
Dennoch wohnte ich mal 2 Jahre bei ihm mit im Elternhaus, dann 4 Jahre mit ihm 10km jeweils von unseren Elternhäusern entfernt, dann 2 Jahre mit ihm in seinem Dorf aber eigene Wohnung, dann zog ich alleine in mein Dorf (eigene Wohnung, 3 km von meinem Elternhaus), weil ich ihn nie zu sehen bekam. Er half jede freie Minute bei seinen Brüdern auf dem Hof. Wir wohnten ja genau zwischen den beiden Höfen des einen Bruders.
Dann zogen wir wieder zusammen in eine weitere Wohnung in meinem Dorf (6km von meinem und 13 von seinem Elternhaus weg), bis wir unser Haus ein Dorf weiter und 3 km von unserer letzten Mietwohnung entfernt fanden, kauften es und leben da seit 12 Jahren. Zu meinem Elternhaus sind es jetzt ~6 km, zu seinem 14.

Arbeit? Ich musste 16 Jahre 30km einfache Tour fahren, er stets ~5-6km.
Nach der Elternzeit (haben 3 Kinder) wechselte ich und habe nur noch 11 km und er 10 km, da er vor 2 Jahren auch seinen Arbeitgeber wechselte.

Ich wäre nie mehr in sein Dorf gezogen, hatte es probiert. Mit den ~ 400 Dorfbewohnern kam ich bestens aus aber was nützte mir das, wenn ich ihn nie zu Gesicht bekam?!!!

Wäre er nicht mitgezogen, hätte ich mich getrennt.
 

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