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Ohnmacht nimmt kein Ende...

24. August 2009 um 21:49

Hallo,

habe einen zentnerschweren Stein in meinem Herzen, der so arg nach unten zieht, wenn ich früh die Augen öffne, bis ich schlafen gehe.

Seit 6 Monaten bin ich in meinen Kollegen verliebt, und er in mich. Wir sind beide verheiratet mit Kind. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang die treibende Kraft war, wollte ihn gerne kennenlernen, als er neu bei uns angefangen hat. Darauf ist er eingegangen. Wir haben uns bei einem Fortbildungslehrgang bei ihm im Hotelzimmer getroffen, es war nur noch peinlich, weil wir uns kaum kannten, nur vom Hören und Mailen eigentlich. Aber trotzdem wurde es ein wunderschöner Abend zusammen. Er sagt, er hat mich "sehr sehr lieb" und in gleichem Atemzug sagt er auch, dass er seine Frau nicht verlässt, weil er seine kleine Tochter nicht alleine lassen will (er wuchs nur mit einem Elternteil auf). Ich will allerdings meinerseits auch meinen Mann nicht verlassen, das hab ich ihm immer gesagt.

Er meldet sich kaum, da er nach eigener Aussage "schreibfaul" ist, aber wenn, dann springt mein Herz auf vor Freude und ich vergesse alle Schwüre, mit ihm abzuschließen. Wir hatten noch keinen Sex, aber so ziemlich alles andere. Er sagt, je weiter er räumlich von mir weg sei, desto mehr schaltet sich sein Hirn ein. Wir sollen vernünftig sein und standhaft. So hat er es genannt. Er möchte gerne, dass wir auf das Anfassen verzichten!!! Affaire ohne Anfassen????? Seiner Aussage nach "tut er damit wenigstens körperlich nichts falsches". Ich kann fast nicht mehr, sitze nur noch da und grüble, was der richtige Weg ist. Ich möchte ihn nicht verlieren, aber ich schaffe den Absprung nicht. Habe tagtäglich im Büro mit ihm zu tun, da ist Abstand nehmen schwer. Dann erwische ich mich, dass ich ihm eine kleine SMS schreibe, einfach nur so. Und anschließend könnte ich mich dafür abschellen, weil er eh nicht antwortet. Am nächsten Tag dann ruft er an und tut so als wäre alles ok...

Die Aussicht auf ein kleines Abenteur reizt mich, das totale Gefühl, die Hingabe, die ich in meiner Ehe vermisse. Ich schaffe es auch, zu warten, wochenlang, wenn nur die Aussicht auf Berührung da ist. Aber jemanden liebhaben ohne Aussicht auf Berührung??? Das kann ich nicht! Aber ich will ihn auch nicht verlieren, weil ich ihn einfach so lieb hab. Was soll ich nur tun? Ich bin voll in der Zwickmühle und komme nicht raus. Eine nicht-enden wollende Spirale von Ohnmacht in mir. Ich weiß nicht, was ich tun soll... Bitte helft mir.
Jade

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25. August 2009 um 17:04

Kenne ich auch
Hey, hab fast genau das gleiche Problem und kann mich seit Wochen nicht zu einer Lösung durchringen. Kenne sie auch nur per Mail und vielen Telefonaten. Sie ist zwar meine Arbeitskollegin, allerdings an einem anderen Standort und seit mehreren Jahren in einer Fernbeziehung. Auf der einen Seite schreibt sie mir (nachdem ich ihr gesagt habe, dass bei mir da mehr ist als nur Freundschaft) wie glücklich sie mit ihm ist und wie viel ihr das alles bedeutet. Auf der anderen Seite kommen dann Ansagen wie: Wenn du mir nicht mehr schreibst und wir nicht mehr telefonieren würden, fehlt was . ein Kontaktabbruch kommt nicht in Frage.
Schreibe ich ihr mal drei Tage nicht, kommt eine Mail von ihr. Wir nutzen beide auch jede Gelegenheit (kleine Nachfragen u.ä.) zu einem Anruf natürlich immer mit dem Anstrich rein geschäftlich ... wobei das "rein Geschäftliche" nach ein paar Minuten geklärt ist, der Anruf aber über eine Stunde dauert.
Wir schleichen also quasi so umeinander rum ich vermisse sie phasenweise ganz extrem, werde nachts wach und kann nicht mehr einschlafen, weil ich so sehr an sie denken muss.
Und bei mir ist es auch so wir hatten noch keinen Sex, aber so ziemlich alles andere das trifft es sehr gut.

Jetzt konnte ich dir nun so gar nicht weiterhelfen, aber vielleicht tröstet es dich zu wissen, dass du mit so einer Situation nicht alleine dastehst

Liebe Grüße für dich
ffwler

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3. September 2009 um 15:45
In Antwort auf ffwler

Kenne ich auch
Hey, hab fast genau das gleiche Problem und kann mich seit Wochen nicht zu einer Lösung durchringen. Kenne sie auch nur per Mail und vielen Telefonaten. Sie ist zwar meine Arbeitskollegin, allerdings an einem anderen Standort und seit mehreren Jahren in einer Fernbeziehung. Auf der einen Seite schreibt sie mir (nachdem ich ihr gesagt habe, dass bei mir da mehr ist als nur Freundschaft) wie glücklich sie mit ihm ist und wie viel ihr das alles bedeutet. Auf der anderen Seite kommen dann Ansagen wie: Wenn du mir nicht mehr schreibst und wir nicht mehr telefonieren würden, fehlt was . ein Kontaktabbruch kommt nicht in Frage.
Schreibe ich ihr mal drei Tage nicht, kommt eine Mail von ihr. Wir nutzen beide auch jede Gelegenheit (kleine Nachfragen u.ä.) zu einem Anruf natürlich immer mit dem Anstrich rein geschäftlich ... wobei das "rein Geschäftliche" nach ein paar Minuten geklärt ist, der Anruf aber über eine Stunde dauert.
Wir schleichen also quasi so umeinander rum ich vermisse sie phasenweise ganz extrem, werde nachts wach und kann nicht mehr einschlafen, weil ich so sehr an sie denken muss.
Und bei mir ist es auch so wir hatten noch keinen Sex, aber so ziemlich alles andere das trifft es sehr gut.

Jetzt konnte ich dir nun so gar nicht weiterhelfen, aber vielleicht tröstet es dich zu wissen, dass du mit so einer Situation nicht alleine dastehst

Liebe Grüße für dich
ffwler

Ehrlich?
Hallo,
vielen lieben Dank für deine Nachricht. Das hört sich bei dir ja genauso an wie es bei mir ist. Auch das mit den Anrufen. Das Geschäftliche ist ruckzuck geklärt, und das Telefonat selbst dauert ewig. Umeinander herumschleichen trifft den Nagel auch auf den Kopf! Man kann nicht voneinander lassen. Das geht mir auch noch so. Wir haben zwar geredet und es offiziell "beendet". Aber, tja, was soll ich sagen, das hat genau 3 Tage gedauert. Und jetzt sind wir an einem Punkt, wo das Telefonieren immer mehr wird, ich kanns nicht verstehen. Hab echt versucht, Abstand zu halten, aber es wird immer mehr. Zwar keine Gefühlsdusseleien, aber so das ganze außenrum. Einladungen zum Kaffeetrinken und so. Genau das hatte ihn doch eingeengt, der Druck, dass wir uns treffen müssen, dass ich das sozusagen von ihm erwarte. Jetzt erwarte ich nichts, und er will es auf einmal selbst. Ich blick es nicht mehr. Hab ihm in dem Gespräch, in dem alles aus mir herausgesprudelt ist, alles gesagt, was ich empfinde: dass ich auch wichtig ist, dass ich immer auf andere achte, darauf Rücksicht nehme, was andere glücklich macht, und dass eben keiner auf mich Rücksicht nimmt, mich keiner glücklich machen will als Tagesziel. Ich war sehr stolz auf mich nach diesem Gespräch. Hatte alle Fäden in der Hand. Und doch.... Rückfall.. aber nur gefühlsmäßig.. na ja "nur" ist gut... Falls er mich nur am Arm zufällig berühren sollte, dann ist das alles wieder da, was ich so tief in meinem Herzen versteckt hab. O manno.
Du hast mir sehr weitergeholfen, denn das Gefühl, mit dieser Situation nicht der Einzige zu sein, tröstet mich ein wenig. Ich hoffe, dass bei dir irgendwas passiert, was dich weiterbringt, ohne dass es dich zu sehr betrübt.
Liebe Grüße für dich
Jadi

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