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Ohne es zu wollen "bewusst" verletzend - was tun?

6. Juni 2016 um 14:00

Hallo liebe Leute,

ich habe mich hier angemeldet, weil mir etwas auf dem Herzen brennt.

Ich habe den liebsten Mann der Welt - wirklich. Er ist aufmerksam, liebevoll, rücksichtsvoll... mein Traummann eben.
Es gibt nur diese einzelnen Momente (und bevor wir uns falsch verstehen, die sind in unseren 3 Jahren bisher so selten aufgetreten, dass ich sie an einer Hand abzählen kann) in denen ihm etwas nicht passt oder wir streiten und er wird "bewusst" verletzend und sagt Dinge, die er so nicht mal meint und sich noch während er das sagt darüber ärgert, aber dann ist es schon raus und ich bin verletzt.

Zu ihm: Er hat ADHS und authistische Züge (bitte keine Grundsatzdiskussion, ob es das eurer Meinung nach gibt - denn darum geht es nicht) und ist nicht unbedingt ein "leichter" Charakter, aber eben ich liebe ihn und er ist mein Traummann.

Er geht auch ab nächstem Monat in Verhaltenstherapie, aber das ist hauptsächlich aus anderen Gründen (er hat es manchmal schwer mit Kommunikation - nicht alles kommt immer wie es gemeint war bei ihm an und er fragt auch nicht immer nach bevor er etwas macht, sondern prescht etwas vor), will das aber auch ansprechen, weil es für ihn gar nicht geht und er sowas nicht machen möchte, es ist so ein "Impulskontrolle"-Ding, denke ich.

Aber um es ein letztes Mal einfach nochmal deutlich zu sagen: Das ist bisher sehr, sehr, sehr selten vorgekommen, trotzdem schämt er sich einfach sehr für diese Momente und mich verletzt es natürlich auch trotzdem sehr, wenn er sowas sagt (er wurde aber noch nie beleidigend!)

Habt ihr vielleicht Tipps wie er etwas dagegen tun kann? Was er tun kann, wenn er so einen Impuls hat?

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6. Juni 2016 um 14:28

"Habt ihr vielleicht Tipps wie er etwas dagegen tun kann? Was er tun kann, wenn er so einen Impuls h
Das wird er in der Therapie lernen - genau deswegen ist die Entscheidung für die Therapie schon genau der richtige Weg. Dein Mann übernimmt die Verantwortung für sein Verhalten und sucht sich Unterstützung, daran etwas zu ändern.

Wir alle müssen im Laufe unseres Lebens lernen, Impulse und heftige Emotionen nicht eins zu eins in Handlungen zu "übersetzen", sondern den Verstand dazwischen zu schalten und zu überlegen, welches Verhalten jetzt angemessen ist. Möglicherweise ist es so, dass dein Mann an bestimmten Stellen deswegen die Pferde durchgehen, weil ihn irgendetwas triggert und er augenblicklich in unkontrollierte Verhaltensweisen abdriftet. Das zu durchbrechen und zu verändern ist Aufgabe in der Therapie. Er wird lernen, wie er zwischen "Emotion - Losbollern" einen Moment zu diesen Emotionen in Distanz gehen kann, um dann kontrolliert damit umzugehen.

Von daher: alles ist ja schon ganz gut eingestielt. Das Einzige, was du machen kannst, ist, ihm in solchen Situationen ehrlich Rückmeldung zu geben, darüber, wie es bei dir ankommt. Mir fällt auf, wie oft du ihn in deinem Posting "in Schutz nimmst", es ist aber in Ordnung, dass du dich vor dem Kopf gestoßen fühlst, wenn er losballert. Das kannst du ihm auch sagen, das geht ja auch ohne gegenseitige Verletzungen.

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6. Juni 2016 um 14:45
In Antwort auf vogalonga14

"Habt ihr vielleicht Tipps wie er etwas dagegen tun kann? Was er tun kann, wenn er so einen Impuls h
Das wird er in der Therapie lernen - genau deswegen ist die Entscheidung für die Therapie schon genau der richtige Weg. Dein Mann übernimmt die Verantwortung für sein Verhalten und sucht sich Unterstützung, daran etwas zu ändern.

Wir alle müssen im Laufe unseres Lebens lernen, Impulse und heftige Emotionen nicht eins zu eins in Handlungen zu "übersetzen", sondern den Verstand dazwischen zu schalten und zu überlegen, welches Verhalten jetzt angemessen ist. Möglicherweise ist es so, dass dein Mann an bestimmten Stellen deswegen die Pferde durchgehen, weil ihn irgendetwas triggert und er augenblicklich in unkontrollierte Verhaltensweisen abdriftet. Das zu durchbrechen und zu verändern ist Aufgabe in der Therapie. Er wird lernen, wie er zwischen "Emotion - Losbollern" einen Moment zu diesen Emotionen in Distanz gehen kann, um dann kontrolliert damit umzugehen.

Von daher: alles ist ja schon ganz gut eingestielt. Das Einzige, was du machen kannst, ist, ihm in solchen Situationen ehrlich Rückmeldung zu geben, darüber, wie es bei dir ankommt. Mir fällt auf, wie oft du ihn in deinem Posting "in Schutz nimmst", es ist aber in Ordnung, dass du dich vor dem Kopf gestoßen fühlst, wenn er losballert. Das kannst du ihm auch sagen, das geht ja auch ohne gegenseitige Verletzungen.

Danke für die Antwort
Ja, ich nehme ihn in gewisser Weise in Schutz, aber mehr weil es mir wichtig ist herauszuheben, dass es sich hier um Einzelfälle handelt und ich nicht möchte, dass eine Diskussion um die Qualität meiner Ehe o.ä. losgestoßen wird, denn die ist spitze und manchmal, wenn man nicht so viele Infos hat, überstürzt man einfach, das wollte ich vermeiden.

In den Situationen bekommt er aber auch genau dieses Feedback, dass ich zutiefst verletzt bin und so etwas nicht möchte.

Ich vergesse so etwas auch recht schnell, weil es so selten vorkommt. Es ist halt nur vor ein paar Tagen wieder vorgekommen und deswegen hole ich mir etwas Rat... Im Moment ist er aber auch noch recht frisch auf Entzug (seit 2 Wochen keine einzige Zigarette mehr ) das spielte da sicher etwas mit rein...

Dann behalten wir also den aktuellen Kurs bei Dankeschön

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6. Juni 2016 um 14:52

Dake für die Antwort
Es ist schon etwas anders, klar, es kam meistens im Streit vor und ab da haben wir dann immer die Notbremse gezogen, bzw ich habe mich zurückgezogen und wir haben danach erneut über das Thema gesprochen.

Aber die Situation neulich war tatsächlich, dass er etwas gesagt und ich nachgedacht habe wegen der Antwort (er hat vorgeschlagen, dass ich die Küche machen kann und ich wollte nicht und das gut verpacken) meinte er, dass ich so einen "psychotischen" Blick drauf habe
Und ich bin was psychische Dinge angeht recht empfindlich, da ich aktuell am "auftauchen" bin aus einer depressiven Episode. Mag für andere jetzt nicht so schlimm sein, aber ich finde es geht gar nicht jemand anderem psychische "Diagnosen" zu stellen, wenn einem etwas nicht passt.
Es war eigentlich eine total ruhige Situation, keine Ahnung wo das herkam (Entzug? Er raucht seit 2 Wochen nicht mehr) und er auch nicht, er meinte später, er hatte nur so einen negativen "Impuls" bei meinem Blick

Also keine Ahnung wie ich sowas vermeiden soll, ich hoffe einfach auf die Therapie und wollte hier aber zuvor schon mal um Rat fragen, ob es gewisse Tipps gibt bei sowas für ihn...

Auf jeden Fall Danke

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6. Juni 2016 um 15:46

Ich habe mich
wohl missverständlich dabei ausgedrückt: Er wusste vorher, dass das ein sehr wunder Punkt ist, da er das bereits einmal gesagt hatte (damals im Streit) und ich da schon sagte wie sehr mich das verletzt.

Und wie gesagt ich komme gerade aus dieser Depression heraus, also ich bin ebenfalls in Therapie und arbeite an mir und grundsätzlich ist er der erste, der dabei ist mein Selbstbewusstsein aufzubauen, bzw ihm verdanke ich in dem Feld sehr viel.

Das ist so schwer zu erklären, aber zuviel mag ich auch nicht schreiben, ich habe irgendwie immer Angst "erkannt" zu werden und es sind ja schon private Themen....

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