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Offene Beziehung...

13. April 2006 um 22:26

Ich hoffe, dass ihr mir ein wenig Einblick geben könnt...ich habe mit offenen Beziehungen keinerlei Erfahrung. Meine jetzige Beziehung hat sich im Alltag bewährt, und es sind mit Sicherheit starke Gefühle vorhanden. Leider gibt es ein "Problem"...wir zwei sind grundauf verschieden, was sich durch manchmal vorhandenen Unmut äußert. Ich bin Gefühlsmensch und Romantiker, leidenschaftlich und immer in Bewegung. Er ist eine ruhige, stabile Natur...fast kalt in gewisser Form, alles wird geplant und alles ist berechenbar. Als wir deshalb vor der ersten Krise standen, haben wir viele Kompromisse geschlossen um die Beziehung zu erhalten.

Nun mal eine Frage...wieviel Offenheit und Toleranz hält eine Beziehung auf Dauer aus? Ist es nicht vorprogrammiert, das man irgendwann jemand anders trifft? Kann das überhaupt gut gehen? Oder ist es vielleicht doch manchmal der richtige Weg?

Zur näheren Beschreibung, es ist beschlossen, dass jeder Teile außerhalb abdecken darf, die ihm fehlen, solange die Beziehung so bleibt wie sie ist.

Ich wäre sehr dankbar für Antworten. lebt ihr eine offene Beziehung, habt ihr es mal getan, und was kam dabei heraus? Oder könntet ihr euch vórstellen, sowas zu leben? Was wären die Grenzen der Offenheit?

Ich wär euch sehr dankbar, wenn ihr mir Erfahrungen oder einfach nur eure Meinung mitteilen würdet. Ganz lieben Danke schonmal !

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13. April 2006 um 22:39

Danke...
werde mal in eure Einträge schauen

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17. April 2006 um 1:43

Meine Meinung dazu...?
ich verstehe den Sinn einer offenen Beziehung absolut nicht. Beide Partner können sich sexuell mit anderen ausleben?!
Nicht mein Fall. Würde mir ein Mann so etwas in der Richtung vorschlagen, würde ich sofort das Weite suchen!
Wenn beide damit einverstanden sind, ok. Jedem das Seine.
Aber ich verstehe einfach nicht, wozu dann eine Beziehung gut sein soll?
Ist es dann nur der Ruhepol an dem man sich sicher fühlen kann? Da jemanden zuhause zu haben, der auf einen wartet und toleriert das ich/er grad mit wem anders uns im Bett vergnügten??

Das ist dann, meiner Ansicht nach, als ob man sich beim eigentlichen Partner wie bei Mami und Papi zuhause fühlt.... so der warme Ort wo die Liebe herrscht...
Aber Sex holt man sich ja woanders... trotzdem liebt man das heimische, sichere Flair!

Ich würde mir schäbig vorkommen ständig wechselnde Sexualpartner zu haben TROTZ Partnerschaft!
Denn wozu lebe ich mit meinem Partner den ich LIEBE zusammen? Warum lieben wir uns?
Ich will den Sex mit ihm allein genießen, mich sicher und geborgen fühlen. Ich will für ihn seine Einzige sein, genauso wie er für mich der Einzige ist.
Und ich hatte es noch NIE nötig mich anderweitig zu befriedigen und habe auch noch nie Gefühle unterdrückt wegen ihm.
Wenn es so wäre... wäre eine dauerhafte Partnerschaft dann überhaupt möglich?
Warum führt man eine Beziehung wenn man sich sexuell unbefriedigt mit dem eigenen Partner fühlt? Warum führt man eine Beziehung wenn man mehr braucht oder was anderes erwartet???
Dann trennt man sich, wenn das der Fall wäre!
Meiner Ansicht nach.
Ich bin weiß Gott kein untoleranter Mensch.
Ich lebe nach dem Motto:" Leben und leben lassen!"

Wer meint, so etwas zu brauchen. Bitteschön.
Selbst wenn meine beste Freundin so denken würde, würde sie meine beste Freundin bleiben. Denn ich toleriere die Meinung eines Jeden.
Nur ich selbst hätte ein Problem damit und verstehe so eine Einstellung einfach nicht.

Wenn beide damit einverstanden sind, dann ist das kein "hintergehen" mehr... aber es ist für mich persönlich völlig unverständlich weshalb man dann eine Beziehung führt.
Dann kann man doch gleich Single bleiben und rumvö....

Ich könnte mir niemals vorstellen nachhause zu kommen und meinem Freund/Mann von meinen Abenteuern erzählen... wenn ich denn so einen hätte und selbst so ticken würde.
vielleicht bin ich da etwas altmodisch eingestellt.

Ich finde es einfach widersprüchlich.
Liebe und Sex trennen?
Kommt für mich nicht in Frage.
Liebe und Sex gehören für mich zusammen!
Ich könnte niemals glücklich werden damit, mich durch die Weltgeschichte zu poppen... ich würde mir vorkommen wie "abgenutzt & weggeschmissen!"

Ich persönlich könnte so etwas nicht tolerieren.
Wenn mein Partner so etwas bräuchte, sollte er solo bleiben.
Dann kann er sich austoben, sich an allen Ecken vergnügen gehen.
Aber wenn ich eine Beziehung habe und meinen Partner liebe, dann liebe ich auch den Sex mit ihm!
Natürlich nicht alles!
Man kann ja Kompromisse eingehen....
Du magst das, ich steh auf das...
Mal geht es nach ihm, mal nach mir, mal mögen beide was gemeinsam.... Man kann auch nach Jahren noch viel Fantasie einbringen, es immer wieder spannend gestalten...
Es gibt auch Dinge die einem der Partner nicht geben kann. Klar.
Aber ich steh auf keine verrückten Dinge, die er mir nicht geben könnte...
Es gibt auch Dinge auf die ich verzichten konnte aus Liebe zu ihm. Und es hat mich nicht zerstört

Sex ist nicht alles für mich.
Für mich zählt mehr, das er für mich da ist wenn ich ihn brauche, eine Umarmung, eine liebevolle Massage, Verständnis, Zusammenhalt ... so etwas zählt für mich viel mehr...
Ein gutaussehender Mann aus der Disco reizt mich in keinster Weise so, das ich mit ihm ins Bett steigen würde und meinen Mann damit verletzen würde. Niemals.

Ich kann damit leben das er gut aussieht und mich evtl. anziehend findet. Super... "danke fürs Kompliment aber ich bin schon vergeben"
Das hörte bisher jeder von mir!
Ich scheiß auf sein Aussehen, auf seine Art... sie imponiert mir vielleicht, sein Aussehen zieht evtl. an... aber ich weiß wo ich hingehöre und das bedeutet mir 1000 Mal mehr.
Eine Bestätigung die gut tut habe ich bekommen. Aber mehr als paar Worte gibts dann einfach nicht ...


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17. April 2006 um 8:47

Hmmmm,
ich bin von offenen Beziehungen nicht begeistert. Für mich hat das so den Beigeschmack von "festhalten und weitersuchen". Ich habe aber auch keine Erfahrung, was diese Beziehungsform anbelangt.

Wie du schon geschrieben hast, kann ich mir auch vorstellen, dass man dann irgendwann jemanden trifft, der vielleicht mehr auf der gleichen Wellenlänge ist. Grade wenn eure Lebenshaltung so verschieden ist.

Eine ehemalige Freundin versuchte mit ihrem langjährigen Partner eine offene Beziehung, nachdem es nicht mehr so zwischen den beiden lief. Irgendwie hat das bei den Beiden nicht geklappt. Einer von Beiden fühlte sich immer vernachlässigt. Ist auch irgendwie logisch, wenn der Partner grad an jemand Anderem iteressiert ist, ist er halt nicht so offen für seinen Partner/Partnerin. (läuft ja nicht klinisch steril ab, sondern eben auch mit Gefühlen, dann wird die Dritte Person öfter anrufen, Zeit mit seiner "Affäre" verbringen wollen...) Ich glaube, dass man Gefahr läuft den Partner zu verletzen. Und wenn man sich liebt, will man das doch am wenigsten.

Ich denke, dass eine offene Beziehung nur dann funktionieren kann, wenn beide Partner genau auf der gleichen Wellenlänge sind, sich blind verstehen und vertrauen. Aber wenn man solch eine tolle Beziehung führt, braucht man dann noch was "Offenes"?

Das hier sind - wie gesagt - NUR MEINE GEDANKEN zum Thema "Offene Beziehung". Bin selbst neugierig auf Beiträge von Menschen, die solch eine Beziehung leben.

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17. April 2006 um 13:27

Aufteilen in partikel und teilchen
wenn mir dies und das nicht gefällt, dann hole ich es mir eben woanders? "teile außerhalb abdecken darf, die ihm fehlen....." das ist keine liebe, dies ist ein kuhhandel! sorry, aber wer in einer vermeintlichen liebe (?) fremdgehen mit nem freifickschein der sog."offenen beziehung" abdecken muss, der ist nicht wirklich an dem "wir" interessiert und kastriert die liebe. in einer zweierbeziehung haben keine dritten platz, wenn es wirklich liebe ist. von den eigenen kindern und enkeln und schwiegervolk natürlich abgesehen eine offene beziehung will sich im leben nur die rosinen aus dem kuchen herauspicken und die negative seite des partner nicht (wahr)haben. eine liebe setzt sich mit allem auseinander, auch mit charaktereigenschaften des partners, die uns vielleicht fremd anmuten, die aber doch zu unserem partner dazu gehören. schließlich haben wir uns unsere liebsten ja ausgesucht; offene beziehungen sind eher trauriges flickwerk aus vergangenen 68er-zeiten, rebellion gegen das spießertum. mit wahrer liebe aber hat dies aber nicht viel zu tun.

mitch, bekennender spießer

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