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(! Off Topic !) Borderline Syndrom - Erfahrungsaustausch

27. Februar 2018 um 14:58

                                                            !!OFF TOPIC !!

Bitte nur weiterlesen wenn es jemanden interessiert, und er wirklich an diesem Thema interessiert ist. Mir is BEWUSST das es nicht hierhin gehört, jedoch erhoffe ich mir in einen etwas beliebtern Forum mehr Rückmeldung. Bitte antwortet auch nicht "das gehört hier nicht hin", das ist mir bewusst, ich benötige nur wirklich Hilfe bzw. Erfahrungsberichte, da ich mein Leben wieder in den Griff bekommen möchte. 





Hallo Leute,

vor 2 Wochen wurde bei mir Borderline diagnostiziert. Ich fühle mich so schlapp, zu nichts fähig in meinen Leben.

Egal ob Beruf, Liebe oder meine Persönlichkeit. Ich bin unfassbar impulsiv geworden.
Mich bringen manchmal die einfachsten Fragen zB. Wie geht es dir? auf die Palme. Weil ich mir in dem Moment denke "sieht man mir das nicht an". Nach diesem Ausbruch denke ich mir was los ist, denn ich weiß es das man das natürlich nicht aus meinen Gedanken heraus lesen kann. Anscheinend ein typisches Syndrom der Krankheit, das ich nur leider nicht wirklich regeln kann. 

Kann meine Gefühle nicht strukturieren und ordnen. Manchmal sind die Gefühlschwankungen so schlimm das ich mir im Nachhinein denke was los mit mir ist, ich bin doch so gar nicht. Wiederrum ein anscheinend typisches Syndrom, das ich nicht koordinieren kann. 

Ich habe so starke Verlustängste gewonnen. Mittlerweile geht das so weit das ich es nicht ertrage wenn zB. in meinem Büro meine Kollegen für 10 min weg sind. Ich halte es nicht aus wenn mein Kater nicht ins Haus kommt, da ich das Gefühl habe wenn ich nicht aufpasse wird er überfahren. Ich hasse es wenn mein Vater spät von der Arbeit kommt, einfach weil ich den Gedanken habe das er irgendwo mit überschlagenen Auto im Graben liegt. Ich bleibe öfters an einer Straßenkreuzung 5 min stehe und sehe gefühlt 100 mal nach links und recht um mich zu vergewissern das auch wirklich kein Auto in der Nähe ist. Das mitfahren mit dem Auto wird auch immer mehr unerträglich. Das ich selbst mit dem Auto fahre geht gar nicht mehr, die Angst ist zu groß jemanden anderen oder mir zu schaden. Ich hab so Angst was mein Leben betrifft.

Ich krieg trotz Behmühungen nichts auf die Reihe zumindest fühlt es sich so an. Kaum erleide ich nur den kleinsten Rückschlag habe ich den Drang dazu mich selbst zu verletzen (und bitte verurteilt mich nicht, das ist in den vergangenen Monaten mehrmals passiert - es fällt so ein Druck von mir wenn man spürt das man noch da ist und noch im Leben steht) 

Ich hab nun eine Therapie angefangen die mir hoffentlich helfen wird, da mein Lebenswille derzeit sehr schwach ist. 

Ich habe so Angst jemanden zu vertrauen. Ich bin in einem guten Elterhaus aufgewachsen, liebevoll und mir wurde alles in meinem Leben ermöglicht. Ich habe trotz guter Beziehung zu meinen Eltern so Angst davor ihnen zu erzählen was wirklich in mir vor geht.

 Mein Freund liebt mich so sehr, und ich ihn auch. Aber auch hier habe ich riesen Schwierigkeiten mich anzuvertrauen. 

Ich leide unter finazielle Schwierigkeiten, bei denen ich gerade dabei bin diese zu begleichen. Es strapaziert jedoch so unglaublich an meine Nerven. Es handelt sich hierbei um ca. 350 Euro. Ich verdiene mein Geld indem ich eine Lehre mache. 

Neben der Selbstverstümmelung habe ich im Laufe der Zeit einen Zwang entwickelt.Bei Stress neige ich dazu mir meine Fingernägel und vorallem auch die Nagelhaut abzubeißen das es am nächsten Tag so weh tut das ich nicht mal mehr meinen Hosenknopf zumachen kann, da der Finger zu taub ist. Das nächste Problem ist auch das ich meine Haare gelegentlich ausreiße. Das ist soweit gegangen das es anfangs nur zuhause in meinen Zimmer war, ich aber mittlweile den seelischen Stress nicht aushalte und auch mal aufs Klo gehe wenn ich arbeite.

Ich bin übrigends 19 Jahre alt, gehe arbeiten (mir gefällt meine Firma sehr) und habe eine tolle Familie und einen tollen Freund. 

Tut mir leid für den langen Text, und danke an jeden der sich das alles durchliest. 

Würde mich über jeden Erfahrungsaustausch freuen - Betroffene sowie Menschen die es bei Bekannten, Freunden, Familie miterlebten. 

Liebe Grüße,
Lea

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27. Februar 2018 um 15:15

Hey,

derzeit keine. 
Meine Psychaterin meinte wir probieren vorerst ohne, sondern setzten eine Therapie an. Diese nennt sich WingWave. 
Muss sagen das dies auch sehr in meinem Interesse ist, da ich generll weniger von chemischen Medikamenten halte. 

Hoffe das die Therapie ausreicht, ohne Meds zu nehmen.

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27. Februar 2018 um 16:15

Hmmm also deinem Rat, mehrere Thrapeuten zu kontaktieren stimme ich grundsätzlich schon zu aaaaaber wenn die TE in D lebt, sehe ich schon das Poblem, das man auch nur einen einzigen kontaktieren kann geschweige denn mehrere.

Die meisten Therapeuten, die wirklich gut sind, haben Wartelisten meist von mehr als einem Jahr.

Zum anderen würde ich der TE, wenn sie momentan so stark unter ihren Symthomen leidet, zur Krisenintervention eine Klinik aufzusuchen.
Gerade dann, wenn man zum ersten Mal mit einer medikamentösen Behandlung anfängt.

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