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Ob wir noch einen Weg finden? Weiß jemand Rat?

8. Oktober 2016 um 11:39 Letzte Antwort: 8. Oktober 2016 um 11:39

Mein Freund ist 34, ich bin 24. Ich wohne eigentlich in der Stadt, wo ich auch studiere, bis ich im kommenden Frühsommer meinen Mastet in der Tasche habe. Er wohnt "auf dem Land" bzw. 50 Minuten mit dem Zug von meiner Stadt entfernt.

Wir sind nun schon seit letztes Jahr im Jänner zusammen, wobei wenn man es genau nimmt meiner Meinung nach so richtig erst seit September 2015, da das erste halbe Jahr sehr "instabil" war aus verschiedenen Gründen (er hing noch an seiner Ex, ich hab mich sehr schnell auf ihn eingelassen, doch er sich nicht auf mich, er hatte im Sommer was mit einer anderen, hats mir ein paar Monate später gebeichtet (ich hatte es aber die ganze Zeit gewusst - Frau spürt sowas - und ihm verziehen (bitte keine Verurteilungen, das war meine Entscheidung und ich hatte meine Gründe)).

Naja, dieses Jahr wurde eigentlich alles nur besser, wir haben gemeinsam Urlaube gemacht, ich habe seit Dezember seinen zweiten Wohnungsschlüssel und war in meiner Freizeit und wenn ich nicht arbeiten oder auf der Uni war eigentlich die allermeiste Zeit bei ihm draußen. Seine Wohnung ist einfach der Ort, an dem sich bei uns das meiste abspielt, ich habe in einer WG in der Stadt gewohnt und ich kann verstehen, wenn er mit 34 und seit fast 10 Jahren eigene Wohnung keine Lust auf fremde Mitbewohner hat. Also bei ihm war es einfach gemütlicher und es hat mich auch nicht wirklich gestört, wenn ich bei ihm geschlafen habe zur Uni in die Stadt zu pendeln etc. Wenn es mal ungünstig war, rauszufahren oder ich was zu tun hatte bin ich dann halt in Wien bei mir geblieben.

Also es war alles gut bis zu dem Punkt im Sommer, als ich aus meiner Wohnung rausmusste, weil sich meine WG aufgelöst hat. Für mich war immer klar, dass ich in der Stadt bleiben möchte, solange ich noch studiere, zumal ich ab November auch zusätzlich ein Vollzeitpraktikum
in der Tasche hatte und es da für mich einfach keinen Sinn gemacht hätte, zu meinem Freud zu ziehen.
Ich habe immer davon geredet, dass ich mir eine neue WG suche, ohne jemals auf den Gedanken zu kommen, das ganze mal MIT meinem Freund zu bereden und ihn in meine Gedanken einzubinden. Dazu kommt, dass er mich nie tatsächlich gefragt hat, ob ich bei ihm einziehen will, obwohl er genau das eigentlich wollte. Er sagt, dass läge daran, dass ich von Anfang an so geredet habe, als käme das nicht für mich in Frage (und das stimmt auch, ich habe mein Ding gemacht, ohne ihn teilhaben zu lassen, und ich wollte die Frage, ob ich zu ihm ziehe, immer vermeiden, weil ich nicht aus der Stadt weg wollte).
Ich weiß, dass es falsch war, nicht mit meinem Freund zu reden und alles für so selbstverständlich nach mir gehen zu lassen. Er sagt heute auch, dass das eigentliche Problem an der Sache nicht die Wohnsituation an sich ist, sondern die Art und Weise, wie ich damit umgehe.
Ich habe auf eigene Faust beschlossen, dass es selbstverständlich ist, mir eine neue WG in der Stadt zu suchen, habe ihm nicht erzählt, wenn ich mir eine anschauen gegangen bin, etc. Ich weiß, dass ich mich absolut falsch verhalten habe und seit Sommer hatten wir zahlreiche Diskussionen und Streit deswegen.
Er sagt es wäre doch sinnvoll, bei ihm
einzuziehen, da wir beide Geld sparen würden, ich nicht Miete in der Stadt zahlen würde für ein Zimmer, das ich sowieso selten in Anspruch nehme, weil ich meistens bei ihm bin etc.
Ich sage dann immer für mich gehört es zum Studieren dazu, noch in der Stadt zu sein und das ich das so möchte und mir das wichtig ist. Dieses Argument ist natürlich nicht besonders stichhaltig, da ich wie gesagt meistens sowieso bei ihm bin, also kann ich verstehen, wenn das für ihn keinen Sinn macht und er sich verarscht vorkommt. Zumal ich das Praktikum wegen der Uni jetzt auch abgesagt habe, also das Argument mit dem Pendeln bei einer 40 h Woche habe ich auch nicht mehr.
Er sagt ich suche lieber auf Biegen und Brechen ein Mini-Zimmer oder eine Bruchbude in der Stadt, als dass ich zu ihm ziehe und meint, ich finde die Vorstellung mit ihm zu wohnen unfassbar schrecklich. Was nicht wahr ist, ich würde eigentlich gerne mit ihm wohnen und wenn er in der Stadt wäre wären wir diesen Sommer höchstwahrscheinlich zusammengezogen, als meine WG sich aufgelöst hat.
Ich weiß auch nicht... Ich kann es nicht erklären aber ich wär halt noch gerne in der Stadt bis zum nächsten Sommer, auch wenn ich mich frage, obs das noch bringt für die paar Monate. Ich habe das Gefühl, dass dann ein Kapitel für mich abgeschlossen ist mit dem Studium
und dass ich dann bereit bin was Neues zu wagen und sogar für ihn rauszuziehen, weil ich ihn ja liebe. Er ist dort zu Hause, er wird mit 34 nicht mehr in die Stadt ziehen.

Naja, zur Zeit findet man absolut keine Wohnung hier, und bei meiner Überganslösung bei Familie musste ich jetzt auch raus, und er hat mich aufgenommen (peinliche Lage für mich aber wo soll ich sonst hin) und in dieser Woche seither haben wir nicht mehr über das Thema gestritten und es war alles ganz schön.
Bis gestern abend, als ich nicht wusste, wie ich das Thema nun erneut unausweichlich anschneiden sollte und er mir aus der Nase ziehen musste, dass ich mir heute eine Wohnung anschauen gehe.
Dann hatten wir gleich wiedet Streit, er hat mich gefragt, warum ich es ihm nicht gleich gesagt habe, warum
ich schon wieder nicht mit ihm rede, dass ich mich entscheiden und mir bewusst werden soll, ob ich wirklich mit ihm sein will oder ob ich lieber mein eigenes Ding mache, dass es ihm mittlerweile egal ist wo ich wohne und meine Entschuldigungen langsam nur wie eine Farce klingen, dass ich sowieso nur möglichst schnell wieder von da weg will (was so nicht stimmt, aber natürlich wollte ich nicht meine Wohnungssuche auf Eis legen so nach dem Motto "Ah, jetzt ist es eh so wie es am bequemsten ist und in 2 Monaten ist es halt einfach so gekommen, dass ich bei meinem Freund eingezogen bin").

Ich weiß, dass er eigentlich Recht hat und ich hasse es, dass er mir das gestern so aus der Nase ziehen musste. Wieso habe ich es nicht gleich gesagt? Ich habe ihm in all dem Diskussionen immer gesagt, ich verstehe ihn und dass ich ihn teilhaben lassen will.
Ich fand es so schön, die Woche nicht zu streiten und natürlich weiß ich rational, dass ich deswegen solche Sachen nicht verschweigen oder in verfallen kann, dass es das nicht besser macht, und ich hätte es ihm auch noch erzählt, aber ich hatte Angst das Thema wieder aufzugreifen, keine Ahnung und jetzt habe ich es nur noch schlimmer gemacht und langsam habe ich das Gefühl es geht nicht mehr schlimmer.

Ich muss dazu auch sagen, ich weiß generell nicht so recht, was ich nach meinem Studium machen soll, was ich will, bin entwurzelt, meine Mutter ist ins Ausland gezogen... Alles auf einmal, ich bin in einem richtigen Loch drin.

Wir haben vor ein paar Wochen mal gesagt, dass wie gestärkt aus dem ganzen hervorgehen werden, aber mittlerweile weiß ich nicht mehr, ob das überhaupt noch geht.
Ich habe das Gefühl es wird nur schlimmer, alles was ich mache ist falsch, es wird nicht besser werden wenn ich jetzt eine Wohnung finde, nicht nach dem ganzen Theater.
Hat irgendjemand vielleicht Rat für mich? Was soll ich tun?
Kann ich noch was retten? Ich weiß echt nicht weiter.

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8. Oktober 2016 um 11:39

Mein Freund ist 34, ich bin 24. Ich wohne eigentlich in der Stadt, wo ich auch studiere, bis ich im kommenden Frühsommer meinen Mastet in der Tasche habe. Er wohnt "auf dem Land" bzw. 50 Minuten mit dem Zug von meiner Stadt entfernt.

Wir sind nun schon seit letztes Jahr im Jänner zusammen, wobei wenn man es genau nimmt meiner Meinung nach so richtig erst seit September 2015, da das erste halbe Jahr sehr "instabil" war aus verschiedenen Gründen (er hing noch an seiner Ex, ich hab mich sehr schnell auf ihn eingelassen, doch er sich nicht auf mich, er hatte im Sommer was mit einer anderen, hats mir ein paar Monate später gebeichtet (ich hatte es aber die ganze Zeit gewusst - Frau spürt sowas - und ihm verziehen (bitte keine Verurteilungen, das war meine Entscheidung und ich hatte meine Gründe)).

Naja, dieses Jahr wurde eigentlich alles nur besser, wir haben gemeinsam Urlaube gemacht, ich habe seit Dezember seinen zweiten Wohnungsschlüssel und war in meiner Freizeit und wenn ich nicht arbeiten oder auf der Uni war eigentlich die allermeiste Zeit bei ihm draußen. Seine Wohnung ist einfach der Ort, an dem sich bei uns das meiste abspielt, ich habe in einer WG in der Stadt gewohnt und ich kann verstehen, wenn er mit 34 und seit fast 10 Jahren eigene Wohnung keine Lust auf fremde Mitbewohner hat. Also bei ihm war es einfach gemütlicher und es hat mich auch nicht wirklich gestört, wenn ich bei ihm geschlafen habe zur Uni in die Stadt zu pendeln etc. Wenn es mal ungünstig war, rauszufahren oder ich was zu tun hatte bin ich dann halt in Wien bei mir geblieben.

Also es war alles gut bis zu dem Punkt im Sommer, als ich aus meiner Wohnung rausmusste, weil sich meine WG aufgelöst hat. Für mich war immer klar, dass ich in der Stadt bleiben möchte, solange ich noch studiere, zumal ich ab November auch zusätzlich ein Vollzeitpraktikum
in der Tasche hatte und es da für mich einfach keinen Sinn gemacht hätte, zu meinem Freud zu ziehen.
Ich habe immer davon geredet, dass ich mir eine neue WG suche, ohne jemals auf den Gedanken zu kommen, das ganze mal MIT meinem Freund zu bereden und ihn in meine Gedanken einzubinden. Dazu kommt, dass er mich nie tatsächlich gefragt hat, ob ich bei ihm einziehen will, obwohl er genau das eigentlich wollte. Er sagt, dass läge daran, dass ich von Anfang an so geredet habe, als käme das nicht für mich in Frage (und das stimmt auch, ich habe mein Ding gemacht, ohne ihn teilhaben zu lassen, und ich wollte die Frage, ob ich zu ihm ziehe, immer vermeiden, weil ich nicht aus der Stadt weg wollte).
Ich weiß, dass es falsch war, nicht mit meinem Freund zu reden und alles für so selbstverständlich nach mir gehen zu lassen. Er sagt heute auch, dass das eigentliche Problem an der Sache nicht die Wohnsituation an sich ist, sondern die Art und Weise, wie ich damit umgehe.
Ich habe auf eigene Faust beschlossen, dass es selbstverständlich ist, mir eine neue WG in der Stadt zu suchen, habe ihm nicht erzählt, wenn ich mir eine anschauen gegangen bin, etc. Ich weiß, dass ich mich absolut falsch verhalten habe und seit Sommer hatten wir zahlreiche Diskussionen und Streit deswegen.
Er sagt es wäre doch sinnvoll, bei ihm
einzuziehen, da wir beide Geld sparen würden, ich nicht Miete in der Stadt zahlen würde für ein Zimmer, das ich sowieso selten in Anspruch nehme, weil ich meistens bei ihm bin etc.
Ich sage dann immer für mich gehört es zum Studieren dazu, noch in der Stadt zu sein und das ich das so möchte und mir das wichtig ist. Dieses Argument ist natürlich nicht besonders stichhaltig, da ich wie gesagt meistens sowieso bei ihm bin, also kann ich verstehen, wenn das für ihn keinen Sinn macht und er sich verarscht vorkommt. Zumal ich das Praktikum wegen der Uni jetzt auch abgesagt habe, also das Argument mit dem Pendeln bei einer 40 h Woche habe ich auch nicht mehr.
Er sagt ich suche lieber auf Biegen und Brechen ein Mini-Zimmer oder eine Bruchbude in der Stadt, als dass ich zu ihm ziehe und meint, ich finde die Vorstellung mit ihm zu wohnen unfassbar schrecklich. Was nicht wahr ist, ich würde eigentlich gerne mit ihm wohnen und wenn er in der Stadt wäre wären wir diesen Sommer höchstwahrscheinlich zusammengezogen, als meine WG sich aufgelöst hat.
Ich weiß auch nicht... Ich kann es nicht erklären aber ich wär halt noch gerne in der Stadt bis zum nächsten Sommer, auch wenn ich mich frage, obs das noch bringt für die paar Monate. Ich habe das Gefühl, dass dann ein Kapitel für mich abgeschlossen ist mit dem Studium
und dass ich dann bereit bin was Neues zu wagen und sogar für ihn rauszuziehen, weil ich ihn ja liebe. Er ist dort zu Hause, er wird mit 34 nicht mehr in die Stadt ziehen.

Naja, zur Zeit findet man absolut keine Wohnung hier, und bei meiner Überganslösung bei Familie musste ich jetzt auch raus, und er hat mich aufgenommen (peinliche Lage für mich aber wo soll ich sonst hin) und in dieser Woche seither haben wir nicht mehr über das Thema gestritten und es war alles ganz schön.
Bis gestern abend, als ich nicht wusste, wie ich das Thema nun erneut unausweichlich anschneiden sollte und er mir aus der Nase ziehen musste, dass ich mir heute eine Wohnung anschauen gehe.
Dann hatten wir gleich wiedet Streit, er hat mich gefragt, warum ich es ihm nicht gleich gesagt habe, warum
ich schon wieder nicht mit ihm rede, dass ich mich entscheiden und mir bewusst werden soll, ob ich wirklich mit ihm sein will oder ob ich lieber mein eigenes Ding mache, dass es ihm mittlerweile egal ist wo ich wohne und meine Entschuldigungen langsam nur wie eine Farce klingen, dass ich sowieso nur möglichst schnell wieder von da weg will (was so nicht stimmt, aber natürlich wollte ich nicht meine Wohnungssuche auf Eis legen so nach dem Motto "Ah, jetzt ist es eh so wie es am bequemsten ist und in 2 Monaten ist es halt einfach so gekommen, dass ich bei meinem Freund eingezogen bin").

Ich weiß, dass er eigentlich Recht hat und ich hasse es, dass er mir das gestern so aus der Nase ziehen musste. Wieso habe ich es nicht gleich gesagt? Ich habe ihm in all dem Diskussionen immer gesagt, ich verstehe ihn und dass ich ihn teilhaben lassen will.
Ich fand es so schön, die Woche nicht zu streiten und natürlich weiß ich rational, dass ich deswegen solche Sachen nicht verschweigen oder in verfallen kann, dass es das nicht besser macht, und ich hätte es ihm auch noch erzählt, aber ich hatte Angst das Thema wieder aufzugreifen, keine Ahnung und jetzt habe ich es nur noch schlimmer gemacht und langsam habe ich das Gefühl es geht nicht mehr schlimmer.

Ich muss dazu auch sagen, ich weiß generell nicht so recht, was ich nach meinem Studium machen soll, was ich will, bin entwurzelt, meine Mutter ist ins Ausland gezogen... Alles auf einmal, ich bin in einem richtigen Loch drin.

Wir haben vor ein paar Wochen mal gesagt, dass wie gestärkt aus dem ganzen hervorgehen werden, aber mittlerweile weiß ich nicht mehr, ob das überhaupt noch geht.
Ich habe das Gefühl es wird nur schlimmer, alles was ich mache ist falsch, es wird nicht besser werden wenn ich jetzt eine Wohnung finde, nicht nach dem ganzen Theater.
Hat irgendjemand vielleicht Rat für mich? Was soll ich tun?
Kann ich noch was retten? Ich weiß echt nicht weiter.

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