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Nur zum Lesen

16. April 2007 um 19:09

noch bin ich nicht bereit fuer Kommentare..

Gute Tag
Ich bin neu hier, 45 Jahre, habe 2 Kinder im Alter von 14 und 11, bin seit 17 Jahren verheiratet, kenne meinen Mann seit 23 Jahren, solange sind wir zusammen.
Am Anfang unserer Beziehung haben wir beide gut verdient danach veraenderte er sich beruflich und wir trafen gemeinsam eine Lebensentscheidung, dass ich vorerst der Kinder wegen ( ich war da gerade schwanger), mit dem Arbeiten aufhoere bis sie Teenager sind. Ich moechte betonen dass dies von mir eine bewusste Entscheidung war.
In den Jahren die folgten zogen wir von Land zu Land, wir sind das was man Expats nennt. Seit 5 Jahren arbeitet er wieder vermehrt in Deutschland, ich selber wohne zur Zeit im Ausland, da wo wir viele Freunde haben. In der Regel sahen wir uns 3 Tage die Woche, eine Eheform die uns auch zusagte, die allerdings beruflich bedingt war.
Seit September bin ich wieder zurueck zur Uni um eine weitere akademische Karriere ins Auge zu fassen.
Er ist ein guter Vater und ein liebevoller Ehemann. Bei kleineren und groesseren Problemen haben wir manchmal ein bisschen gestritten, aber meistens die Probleme in Gespraechen in langen Spaziergaengen geloest. Ich weiss dass er gelegendlich One Night Stands hatte,er wusste dass ich es wusste, er wusste aber auch dass ich koerperliche Treue als nicht das hoechste Gut einer Ehe ansehe.

Wr hatten keinen Streit, planten was wir tun werden wenn die Kinder aus dem Haus sind.
Als er im November anfing vom Porsche zu reden dachte ich schon " Oha, Textbuchfall", zu seinem Geburtstag schenkte ich ihm einen Gutschein fuers Bungeespringen und einen Gutschein fuer 5 Sessions mit einem Life coach und bat ihn fuer sich selber eine Lebensbilanz mit diesem zu erstellen und festzustellen was er erreicht hat und was er weiter mit rueberretten will in die naechsten 10 Jahre.
Der letzte Gutschein wurden nicht eingeloest.
Vor 14 Tagen waren wir aus, ich sagte was, er lachte, ergriff meine Hand und sagte " Wenn du wuesstest wie sehr ich dich manchmal liebe".
Vor 8 Tagen beim Osterspaziergang sagte er mir dass er mich verlassen wird, dass er seit Monaten ne Freundin in Deutschland hat. Er ging nach dem Satz, ohne weitere Erklaerung.Und blieb den Rest der Woche weg. Er telefonierte nicht (ich auch nicht)
Gestern sagte er es den Kindern die absolut am Boden zerstoert sind denn wie jeder konnten sie es nicht fassen . Unsere Freunde sind geschockt, sie schwanken zwischen Enttaeuschung und Fassungslosigkeit.
Ich bekam eine email, 3 Seiten lang, in welchem in kuehlen Worten mir die Schuld gegeben wird da ich ihn nicht mehr als Mann ernst genommen habe, aber er sei bereit nach aussen hin die Schuld auf sich zu nehmen.
Finanzielle Probleme werde ich keine haben, er moechte den Kindern ein guter Vater bleiben und bittet daher nicht gegen ihn zu wettern und auch seine Geliebte nicht zu erwaehnen.

Er hat ne Wohnung angemietet, ein Auto gekauft, verbrachte die letzte Woche mit Wohnungseinrichten, war beim Steuerberater, telefonierte in der Welt herum und sagte es allen und jedem (ausser seiner Mutter) und die emails die ich ihm schicke werden nicht beantwortet solange es nicht organisatorischer Art sind.
Ich habe ihm keine Vorwuerfe gemacht aber im Hinblick auf 23 Jahre eine Erklaerung verlangt.
Er meinte ausser der Mail haette er mir nichts zu sagen.

Das wars. Ich stehe nun hier fassungslos vor dem Truemmerhaufen meiner Familie, hab verstoerte, aggressive Kinder, darf fuer sie nicht zusammenbrechen, muss mir von ihnen so Saetze anhoeren wie " Mama, warst du zum Papa nicht lieb oder warum ist er gegangen" und muss die Verstaendnissvolle spielen, diejenige die ihre seelischen Wunden heilen soll. Ich weiss nicht wo ich die Kraft hernehmen soll.
Danke fuers zuhoeren.

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20. April 2007 um 7:57

Ich habe jetzt ne Frage..
Ich brauche einen Rat.
Wie ihr euch vorstellen koennt sind die Kinder ( wie ich) wie vom Donnerschlag getroffen. Je nach Alter reagieren sie unterschiedlich, der Grosse ist in der " nichtwahrhabenwollenphase", er will nicht drueber nachdenken und nicht drueberreden da er dann " so eine Leere im Koerper bekommt"( wie er sich ausdrueckt).
Der Kleine ist ganz in ein Schneckenhaus reingerutscht, ich komm fast nicht an ihn ran und wenn er ausbricht richtet sich seine Aggression gegen mich, denn ich bin schuld dass Papa "sich ne andere Frau gesucht hat".
Ihr Vater telefoniert taeglich mit ihnen ( was er nie zuvor getan hat, einmal die Woche war die Norm), hat letztes Wochenende viel mit ihnen unternommen, ist das ganze Wochenende nun hier (wohnt im Hotel) und hat weiter vor soviel wie moeglich fuer sie da zu sein um ihnen zu zeigen dass er sie nach wie vor liebt. Das ist auch richtig so, die beiden werden auch in Zukunft einen Vater brauchen, egal wo oder mit wem er wohnt, es sind Jungs und sie lieben ihn und er liebt sie.
Nur.. im Moment glaube ich dass er uns alle erdrueckt. Waehrend des Tages geht es so einigermassen, nach jedem Anruf abends ist fuer alle Beteiligten die Nacht gelaufen. Ich selber bin seit Dienstag auf diversen Medikamten.
Ganz ehrlich gesagt wuenschte ich mir er wuerde uns Zeit geben den Blitzschlag zu verdauen, er hat ne Familie zerstoert und am selben Tag mit dem Aufbau ner neuen Beziehung zu seinen Kindern begonnen ohne ihnen die Gelegenheit zu geben dies zu verarbeiten. Seine Intention ist klar und ehrenhaft, keine Frage und vielleicht ist es sogar der richtige Weg.
Aber irgendwie hab ich das Gefuehl es kann sich gerade fuer die drei ins negative umkehren, vorgestern wollte der Kleine, der bei seinem Anruf nicht da war, ihn nicht zurueckrufen und ich hatte den Eindruck er war froh dass er nicht da war. Gestern sagte der Grosse seufzend als das Telefon klingelte, "das ist Papa muss ich ran".
Hinzu kommt dass wir drei uns neu umeinander orientieren muessen, auch mal Zeit haben am Wochende am Meer zu dritt spazieren zu gehen und uns nicht nur um ihn zu drehen, sie voller Verlustangst ich voller unterdrueckter Wut.
Wie kann ich ihm diese Problematik klarmachen ohne dass er es als Versuch betrachtet dass ich Fronten aufbaue?
Oder lieg ich falsch und er macht es richtig?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. April 2007 um 9:06
In Antwort auf darcey_12138599

Ich habe jetzt ne Frage..
Ich brauche einen Rat.
Wie ihr euch vorstellen koennt sind die Kinder ( wie ich) wie vom Donnerschlag getroffen. Je nach Alter reagieren sie unterschiedlich, der Grosse ist in der " nichtwahrhabenwollenphase", er will nicht drueber nachdenken und nicht drueberreden da er dann " so eine Leere im Koerper bekommt"( wie er sich ausdrueckt).
Der Kleine ist ganz in ein Schneckenhaus reingerutscht, ich komm fast nicht an ihn ran und wenn er ausbricht richtet sich seine Aggression gegen mich, denn ich bin schuld dass Papa "sich ne andere Frau gesucht hat".
Ihr Vater telefoniert taeglich mit ihnen ( was er nie zuvor getan hat, einmal die Woche war die Norm), hat letztes Wochenende viel mit ihnen unternommen, ist das ganze Wochenende nun hier (wohnt im Hotel) und hat weiter vor soviel wie moeglich fuer sie da zu sein um ihnen zu zeigen dass er sie nach wie vor liebt. Das ist auch richtig so, die beiden werden auch in Zukunft einen Vater brauchen, egal wo oder mit wem er wohnt, es sind Jungs und sie lieben ihn und er liebt sie.
Nur.. im Moment glaube ich dass er uns alle erdrueckt. Waehrend des Tages geht es so einigermassen, nach jedem Anruf abends ist fuer alle Beteiligten die Nacht gelaufen. Ich selber bin seit Dienstag auf diversen Medikamten.
Ganz ehrlich gesagt wuenschte ich mir er wuerde uns Zeit geben den Blitzschlag zu verdauen, er hat ne Familie zerstoert und am selben Tag mit dem Aufbau ner neuen Beziehung zu seinen Kindern begonnen ohne ihnen die Gelegenheit zu geben dies zu verarbeiten. Seine Intention ist klar und ehrenhaft, keine Frage und vielleicht ist es sogar der richtige Weg.
Aber irgendwie hab ich das Gefuehl es kann sich gerade fuer die drei ins negative umkehren, vorgestern wollte der Kleine, der bei seinem Anruf nicht da war, ihn nicht zurueckrufen und ich hatte den Eindruck er war froh dass er nicht da war. Gestern sagte der Grosse seufzend als das Telefon klingelte, "das ist Papa muss ich ran".
Hinzu kommt dass wir drei uns neu umeinander orientieren muessen, auch mal Zeit haben am Wochende am Meer zu dritt spazieren zu gehen und uns nicht nur um ihn zu drehen, sie voller Verlustangst ich voller unterdrueckter Wut.
Wie kann ich ihm diese Problematik klarmachen ohne dass er es als Versuch betrachtet dass ich Fronten aufbaue?
Oder lieg ich falsch und er macht es richtig?

Mir gehts ähnlich
hallo warsdas,
bitte schau mal in deinen briefkasten...
lg
gutro

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20. April 2007 um 9:10
In Antwort auf darcey_12138599

Ich habe jetzt ne Frage..
Ich brauche einen Rat.
Wie ihr euch vorstellen koennt sind die Kinder ( wie ich) wie vom Donnerschlag getroffen. Je nach Alter reagieren sie unterschiedlich, der Grosse ist in der " nichtwahrhabenwollenphase", er will nicht drueber nachdenken und nicht drueberreden da er dann " so eine Leere im Koerper bekommt"( wie er sich ausdrueckt).
Der Kleine ist ganz in ein Schneckenhaus reingerutscht, ich komm fast nicht an ihn ran und wenn er ausbricht richtet sich seine Aggression gegen mich, denn ich bin schuld dass Papa "sich ne andere Frau gesucht hat".
Ihr Vater telefoniert taeglich mit ihnen ( was er nie zuvor getan hat, einmal die Woche war die Norm), hat letztes Wochenende viel mit ihnen unternommen, ist das ganze Wochenende nun hier (wohnt im Hotel) und hat weiter vor soviel wie moeglich fuer sie da zu sein um ihnen zu zeigen dass er sie nach wie vor liebt. Das ist auch richtig so, die beiden werden auch in Zukunft einen Vater brauchen, egal wo oder mit wem er wohnt, es sind Jungs und sie lieben ihn und er liebt sie.
Nur.. im Moment glaube ich dass er uns alle erdrueckt. Waehrend des Tages geht es so einigermassen, nach jedem Anruf abends ist fuer alle Beteiligten die Nacht gelaufen. Ich selber bin seit Dienstag auf diversen Medikamten.
Ganz ehrlich gesagt wuenschte ich mir er wuerde uns Zeit geben den Blitzschlag zu verdauen, er hat ne Familie zerstoert und am selben Tag mit dem Aufbau ner neuen Beziehung zu seinen Kindern begonnen ohne ihnen die Gelegenheit zu geben dies zu verarbeiten. Seine Intention ist klar und ehrenhaft, keine Frage und vielleicht ist es sogar der richtige Weg.
Aber irgendwie hab ich das Gefuehl es kann sich gerade fuer die drei ins negative umkehren, vorgestern wollte der Kleine, der bei seinem Anruf nicht da war, ihn nicht zurueckrufen und ich hatte den Eindruck er war froh dass er nicht da war. Gestern sagte der Grosse seufzend als das Telefon klingelte, "das ist Papa muss ich ran".
Hinzu kommt dass wir drei uns neu umeinander orientieren muessen, auch mal Zeit haben am Wochende am Meer zu dritt spazieren zu gehen und uns nicht nur um ihn zu drehen, sie voller Verlustangst ich voller unterdrueckter Wut.
Wie kann ich ihm diese Problematik klarmachen ohne dass er es als Versuch betrachtet dass ich Fronten aufbaue?
Oder lieg ich falsch und er macht es richtig?

Sendepause erbitten ..
Ich habe mich gerade selbst mit dem Thema einer möglichen Trennung (Kinder noch unter 7) auseinandersetzen müssen, allerdings hatte mein Mann in den letzten Jahren seine Kinder deutlich spüren lassen, besonders den kleinen (ungewollten), der eigentlich so an ihm hängt. Mein Mann hat sich zwar (hoffentlich) für die Familie entschieden, aber ich will dir trotzdem meine Gedanken schreiben.

Erstens denke ich, du brauchst viel Kraft, um sie an die Kinder weitergeben zu können, und ich weiß, wie schwer das ist, wenn man sich völlig fertig fühlt.
Schau, dass du war für dich tust: Sport, Sauna, Massagen, Partnerberatung(kann man auch allein hin). In der Sauna hatte ich den besseren Schlaf als zu Hause!!!

Zweitens bitte deinen Mann um Verständnis, dass er sich vorerst nicht so oft meldet. Sage ihm, dass es bei den Kindern die Gefühle so durcheinanderwirbelt, dass ihr nicht zur Ruhe kommt (dich eingeschlossen). Sag ihm aber, wie du es du es ihm hoch anrechnest, dass er den Kindern ein guter Vater bleiben möchtest.

Wie man seinem Kindern klarmacht, dass man nicht schuld ist, weiß ich auch nicht. ABER DU BIST ES DEFINITIV NICHT. Er hätte es dir nachdrücklich sagen können, wenn er unzufrieden war mit der Beziehung, aber DU kannst nicht Gedanken lesen und ich vermute, es ist nur eine Rechtfertigung von IHM VOR SICH SELBST. Er muss sich stärken, dass er die Trennung auch durchhält und das geht so einfach besser.
Mein MAnn hat mir auch Dinge vorgehalten, über die ich mich im Nachhinein fast kaputtlachen könnte. Es waren Nichtigkeiten im Vergleich zu seinem Fremdgehen. (Der Tisch war abends manchmal nicht mehr gedeckt - klar, wenn er 21 Uhr heimkommet und wir 18:00 gegessen haben).

Vielleihct schaust du dich mal in einer Bibliothek nach Büchern um zum Thema Trennung und Kinder...

Viele Grüße
flysohigh

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20. April 2007 um 9:48
In Antwort auf gyvzv_11970300

Mir gehts ähnlich
hallo warsdas,
bitte schau mal in deinen briefkasten...
lg
gutro

Zu viel- gibt es das?
Ich danke euch. Klar werde ich es ihm sagen muessen.. aber ist es richtig?
Wenn ich hier die Leidensgenossen lese denen es das Herz zerreisst weil er oder sie sich auch von den Kindern abwenden komme ich mir bloed vor mich darueber zu beklagen dass er sich zu viel um sie kuemmert..
Und machen wir uns nichts vor. In gewisser Weise brauch auch ich jetzt mal Abstand und wenn man es genau nimmt entziehe ich ihm deswegen den Kontakt voruebergehend mit seinen Kindern. Weil jeder Anruf mich an seine gewesene Anwesendheit erinnert. Weil jeder Anruf mich daran erinnert dass ich in seinem Leben nicht mehr da bin.
Ich weiss doch auch nicht ob die Kinder bei jedem Anruf spueren wie schlecht es mir danach geht und sie daher um meinetwillen mit ihm vorerst den Kontakt nicht so schaetzen.
Hinzukommt dass mein Vater vor 3 Wochen eine schwere Operation hatte bei dem ihm zweimal das Herz aussetze, es geht ihm aber nun besser. Fuer meine Eltern spiele ich vorerst noch heile Welt bis sie erst einmal mit einem Stressfaktor fertig geworden sind und stark genug sind noch nen Schlag zu ertragen.
Ach, ist das alles Mist..

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