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Nur noch Leere

30. Juli 2004 um 11:53 Letzte Antwort: 20. Januar 2005 um 16:33

Ich weiss nicht, wo ich beginnen soll.
In mir ist nur noch Leere, seitdem es feststeht, daß sich meine Freundin von mir trennen will, sich von mir getrennt hat.
Es war ein schleichender Prozeß, den ich in dieser Konsequenz nicht erahnt hatte.
Sie und ihre Kleine waren alles für mich, all das hier war alles für mich.
Nach all dem, was ich beziehungsmäßig in meinem Leben durchlebt habe, war ich endlich dort angekommen, wo ich immer hin wollte.
Habe mich bedingungslos auf das Leben mit ihr eingelassen, habe alles hinter mir gelassen und fühlte mich glücklich, auch wenn es Probleme gab, wie noch nie in meinem Leben.
Diese Liebe ist immernoch in mir und ich weiß heute noch nicht, ob da jemals wieder irgendetwas heran reicht.
Leider ist es inzwischen eine einseitige Liebe.
Das alles verloren zu haben ist so, als hätte man mir die Beine abgetrennt.
Ich seh die Kleine, sie ist für mich inzwischen wie mein leibliches Kind, und es bringt mich fast um, mich auch von ihr trennen zu müssen.
Sie sagte mir heut, daß sie mich genauso lieb hat, wie Mama.
Sie weiß noch nichts von der Trennung und als sie mir das sagte, hat es mich fast zerrissen.
Ich konnte ein-zwei Tränen nicht verstecken, drückte sie fest an mich und mußte so mit mir kämpfen, um nicht losweinen zu müssen.
Sie sagte mir, daß sie wüßte, daß das Glückstränen wären, denn das hätte sie schon bei Ariel die Meerjungfrau gesehen.
Gott, Kleines, wenn du wüßtest!!!!
Inzwischen hat sich meine Freundin in einen anderen verliebt, ich weiß davon, haben uns auch schon drüber unterhalten.
Sie wollte es erst verheimlichen, um mich nicht noch mehr zu verletzen.
In zwei Monaten soll ich ausziehen, damit wir Abstand gewinnen und sie ihr Leben allein leben kann.
Als wir zusammen kamen, habe ich alles hinter mir gelassen, habe also nichts, was mir gehört, denn hier war alles da und meiner Exfrau und meinem Sohn wollte ich nichts wegnehmen.
Stehe also mit leeren Händen da, habe alles gegeben, alles verloren.
Wir hatten nie Streit, kein böses Wort, kein Betrug, nicht mal im Kopf.
Aber nun ist es so und dagegen bin ich so machtlos, geradezu ohnmächtig.
Möchte hier in der Nähe bleiben, möchte nicht einfach weg und alles nur als eine schöne Erinnerung im Kopf behalten.
Werde mein Leben neu ordnen, aber werde auch, wann immer sie und die Kleine mich brauchen, für sie da sein.
Ich gebe mir selbst die Schuld an dem, was jetzt ist, kenne die Fehler, die dazu geführt haben.
Hätte mir aber auch gewünscht, daß Liebe mehr aushält, daß sie Probleme übersteht, daß man gemeinsam schlechte Zeiten be- und übersteht.
Eine erhoffte Chance, alles wieder auf Null zu setzen, neu anzufangen, bekomme ich nicht, denn dafür wäre ihre Liebe notwendig.
Aber die empfindet sie nicht mehr für mich.
Sie empfindet jetzt Gefühle für jemand anderen und dagegen bin ich machtlos.
Kann sie nicht zwingen, mich zu lieben und in den anderen nicht mehr verliebt zu sein.
Es tut so unbeschreiblich weh, all dies hier verloren zu haben.
In meinem Kopf laufen Filme ab, gemeinsame Situationen, von Beginn an, bis zum jetzigen Tag.
Da ist nichts, was es zu bereuen gibt.
Bin so endlos traurig, daß dies alles nicht mehr möglich sein soll.
Drei Jahre meines Lebens, in denen ich unverfälschtes,pures Glück erleben durfte.
Wenn was falschgelaufen ist, dann tut mir das so unbeschreiblich leid, mir tut es weh, sie und die Kleine verloren zu haben.
Manchmal tut es mir noch mehr um die Kleine leid, darum, daß ich auch sie verloren habe, denn sie kann für all das nichts.

Ich hab dich genauso lieb, wie Mama....
Dieser Satz von ihr bringt mich um.

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30. Juli 2004 um 14:46

Worum geht's?
Wo glaubst du lagen eure Probleme? Es muss doch was vorgefallen sein, Unstimmigkeiten, etc dass sie sich in einen Anderen verlieben konnte.

Du sagst ihr hattet nie Streit. Habt ihr wenigstens diskutiert, habt ihr euch manchmal darüber unterhalten, wie's denn bei euch so läuft?

Mit deinem Text kann ich so nicht viel anfangen!

LG

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30. Juli 2004 um 15:04

Traurig....
ist Deine Geschichte. Ich kann mir vorstellen, daß jetzt alles keinen Sinn mehr hat. Leider gibt es sollche Tiefen im Leben. Es gibt gar nichts was einen trösten kann. Aber Du mußt da durch, laß Dich nicht unterkriegen. Vielleicht ist nach einem gewissen Abstand eine Freundschaft möglich, so das Beide nicht ganz aus Deinem Leben verschwinden. Einen ganz lieben und mitfühlenden Gruß.

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30. Juli 2004 um 16:08
In Antwort auf ilma_12696358

Worum geht's?
Wo glaubst du lagen eure Probleme? Es muss doch was vorgefallen sein, Unstimmigkeiten, etc dass sie sich in einen Anderen verlieben konnte.

Du sagst ihr hattet nie Streit. Habt ihr wenigstens diskutiert, habt ihr euch manchmal darüber unterhalten, wie's denn bei euch so läuft?

Mit deinem Text kann ich so nicht viel anfangen!

LG

Es gab Zeiten,
da lief es geschäftlich bei mir nicht so gut, es kam Unzufriedenheit auf, man konnte nicht all das machen, was man wollte.
Sie sagte mir jetzt auch, daß sie es auch nicht so gewöhnt war, daß der Partner irgendwie immer präsent ist.
Irgendwie war ich geschäftlich auch in ein Tal gefallen und hatte Mühe, da wieder raus zu kommen.
Den Anfang hatte ich vor fünf Wochen wieder gepackt und erste Erfolge zeichneten sich ab, ich war zuversichtlich, daß wir mit mehr finanziellen Möglichkeiten auch wieder mehr Spaß haben könnten.
Leider war es wohl schon zu spät, sie hatte sich inzwischen gefühlsmäßig von mir verabschiedet.
Dass es schon Probleme gab, habe ich gespürt, allerdings machte ich es hauptsächlich an der finanziellen Lage fest, denn ich selbst spürte keinerlei Unzufriedenheit ihr gegenüber.
Ich liebe/liebte sie mit jeder Faser meines Körpers und wollte alles wieder dahin bringen, wo wir einmal waren.
Dass sie sich jetzt in einen anderen verliebt hat, liegt eben daran, daß sie für mich nicht mehr DIE Liebe empfand und somit auch emotional nicht mehr gebunden war.
Das Gespräch wegen der Trennung fand vor gerademal 3 Wochen statt und inzwischen ist es für mich unbegreiflich, wie sich das zwischen uns geändert habe.
Ich kann weder ihr, noch dem anderen böse sein....sowas passiert eben.
Sie sieht mich jetzt als Freund.
Für mich ist sie noch immer DIE Frau, der Mensch...ja, einfach genau das, was ich immer wollte.
Als wir uns kennenlernten, kannte ich anfangs nur ein Bild von ihr.
Da fand sie nicht mein Interesse, weil sie so brav war.
Tja, nun dann gabs irgendwann die Realität und ich war benebelt, gefangen, fasziniert, begeistert von ihr.
Sowas war mir zuvor noch nie über den Weg gelaufen und nun war sie da und auch sie liebte mich und wollte mich auch ganz ganz schnell bei sich haben.
Wir führten ein dreiviertel Jahr lang eine Fern-Wochenend-Beziehung über 500km weit voneinander entfernt.
Als ich dann hier bei ihr war, wir zusammenzogen, war es für mich wie ein Traum.
Wie gesagt, sie ist immernoch mein Traum.
Dennoch ist es derzeit für mich unerträglich, sie neben, oder bei mir zu wissen und sie nicht mehr so berühren zu können, zu dürfen, wie ich es die ganze Zeit konnte.
Diese Frau hat mich, ganz ehrlich, so fasziniert, dass ich kaum von ihr ablassen konnte.
Diese Art, das habe ich bei noch keiner Frau zuvor, und ich hatte wirklich genug davon, erlebt.
Wie ein Magnet, ich war vollkommen machtlos, ihr und ihrem Wesen zu widerstehen.
Das ist immernoch so und das treibt mich an den Rand des Wahsinns.
Ich muß hier raus, egal, wie sehr ich sie und die Kleine vermissen werde, aber ich kann nicht hier bleiben, weil es unerträglich ist, ihr nah zu sein und doch ihr fern bleiben zu müssen.

Diskussionen, besser gesagt, Gespräche gab es natürlich.
Aber keine in der Art von Böswilligkeiten, oder gegenseitigen verbalen Verletzungen, wie sich manch andere Paare zufügen.
Nein, in dieser Art gab es gar nichts.
Einfach nur Gespräche, wenn es unterschiedliche Ansichten gab.
Niemand war da nachtragend, oder so.
Es war einfach nur hammergeil.

Kannst du jetzt mehr mit dem Text anfangen?

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30. Juli 2004 um 16:32
In Antwort auf flann_11948449

Traurig....
ist Deine Geschichte. Ich kann mir vorstellen, daß jetzt alles keinen Sinn mehr hat. Leider gibt es sollche Tiefen im Leben. Es gibt gar nichts was einen trösten kann. Aber Du mußt da durch, laß Dich nicht unterkriegen. Vielleicht ist nach einem gewissen Abstand eine Freundschaft möglich, so das Beide nicht ganz aus Deinem Leben verschwinden. Einen ganz lieben und mitfühlenden Gruß.

Weißt du
ich sitze hier in der Wohnung, unserem kleinen Nest, das wir grad erst fertig haben, das wir, wenn auch mit finanzieller Hilfe ihrer Oma, uns so richtig nach unseren Vorstellungen zurecht gemacht haben.
Neue Küche(Fliesenspiegel meine Kreation, noch nirgends anderswo so gesehen), neue Fußböden, neue Decken, neue Tapeten.
Unser Nest.
Nun ist es nicht mehr mein Nest, denn ich muß mir ein anderes suchen.
Freundschaft ist garantiert möglich und von beiden gewünscht.
Ihre Eltern, ihre Oma, das ist alles zu meiner Familie geworden.
Oma weiß noch nichts davon, wir wissen nicht, wie sie darauf reagieren wird.
Meine Mutter weiß auch noch nichts davon, sie ist gesundheitlich angeschlagen und ich weiß nicht, wie ich ihr das beibringen soll.
Ich habe solche Angst, daß sie das nicht verkraftet.
Meine Freundin war die erste Frau in meinem Leben, an der meine Mutter nichts auszusetzen hatte.
Bei jeder anderen sind ihr die Macken sofort unangenehm aufgefallen, zu Recht, wie ich sagen muß.
Und nun hat man so einen Diamanten gefunden und er gleitet einem durch die Finger.
Ich werde mir das den Rest meines Lebens nicht verzeihen, egal was noch kommen mag.
Irgendwas wird sicher kommen, aber ich glaube nicht daran, dass so etwas ein zweites Mal möglich ist.
Habe auch, ehrlich gesagt, irgendwo das Vertrauen in irgendeine zukünftige Beziehung verloren, mag mich gedanklich noch gar nicht mit solch einem Gedanken befassen, habe Angst, dass sich jede Frau mit ihr vergleichen lassen muß.
Das finde ich unfähr von mir, aber ich habe echt die Befürchtung, dass es so kommen wird.

Die Zeit wird zeigen, was auf mich wartet.
Ich hoffe nur, ich kann irgendwann loslassen.

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31. Juli 2004 um 11:22
In Antwort auf teodor_12561149

Es gab Zeiten,
da lief es geschäftlich bei mir nicht so gut, es kam Unzufriedenheit auf, man konnte nicht all das machen, was man wollte.
Sie sagte mir jetzt auch, daß sie es auch nicht so gewöhnt war, daß der Partner irgendwie immer präsent ist.
Irgendwie war ich geschäftlich auch in ein Tal gefallen und hatte Mühe, da wieder raus zu kommen.
Den Anfang hatte ich vor fünf Wochen wieder gepackt und erste Erfolge zeichneten sich ab, ich war zuversichtlich, daß wir mit mehr finanziellen Möglichkeiten auch wieder mehr Spaß haben könnten.
Leider war es wohl schon zu spät, sie hatte sich inzwischen gefühlsmäßig von mir verabschiedet.
Dass es schon Probleme gab, habe ich gespürt, allerdings machte ich es hauptsächlich an der finanziellen Lage fest, denn ich selbst spürte keinerlei Unzufriedenheit ihr gegenüber.
Ich liebe/liebte sie mit jeder Faser meines Körpers und wollte alles wieder dahin bringen, wo wir einmal waren.
Dass sie sich jetzt in einen anderen verliebt hat, liegt eben daran, daß sie für mich nicht mehr DIE Liebe empfand und somit auch emotional nicht mehr gebunden war.
Das Gespräch wegen der Trennung fand vor gerademal 3 Wochen statt und inzwischen ist es für mich unbegreiflich, wie sich das zwischen uns geändert habe.
Ich kann weder ihr, noch dem anderen böse sein....sowas passiert eben.
Sie sieht mich jetzt als Freund.
Für mich ist sie noch immer DIE Frau, der Mensch...ja, einfach genau das, was ich immer wollte.
Als wir uns kennenlernten, kannte ich anfangs nur ein Bild von ihr.
Da fand sie nicht mein Interesse, weil sie so brav war.
Tja, nun dann gabs irgendwann die Realität und ich war benebelt, gefangen, fasziniert, begeistert von ihr.
Sowas war mir zuvor noch nie über den Weg gelaufen und nun war sie da und auch sie liebte mich und wollte mich auch ganz ganz schnell bei sich haben.
Wir führten ein dreiviertel Jahr lang eine Fern-Wochenend-Beziehung über 500km weit voneinander entfernt.
Als ich dann hier bei ihr war, wir zusammenzogen, war es für mich wie ein Traum.
Wie gesagt, sie ist immernoch mein Traum.
Dennoch ist es derzeit für mich unerträglich, sie neben, oder bei mir zu wissen und sie nicht mehr so berühren zu können, zu dürfen, wie ich es die ganze Zeit konnte.
Diese Frau hat mich, ganz ehrlich, so fasziniert, dass ich kaum von ihr ablassen konnte.
Diese Art, das habe ich bei noch keiner Frau zuvor, und ich hatte wirklich genug davon, erlebt.
Wie ein Magnet, ich war vollkommen machtlos, ihr und ihrem Wesen zu widerstehen.
Das ist immernoch so und das treibt mich an den Rand des Wahsinns.
Ich muß hier raus, egal, wie sehr ich sie und die Kleine vermissen werde, aber ich kann nicht hier bleiben, weil es unerträglich ist, ihr nah zu sein und doch ihr fern bleiben zu müssen.

Diskussionen, besser gesagt, Gespräche gab es natürlich.
Aber keine in der Art von Böswilligkeiten, oder gegenseitigen verbalen Verletzungen, wie sich manch andere Paare zufügen.
Nein, in dieser Art gab es gar nichts.
Einfach nur Gespräche, wenn es unterschiedliche Ansichten gab.
Niemand war da nachtragend, oder so.
Es war einfach nur hammergeil.

Kannst du jetzt mehr mit dem Text anfangen?

Habt ihr...
euch wirklich ausgesprochen??? oft gehts das erst nach einem bestimmten abstand. es tut sehr weh, ja ich weiß das...man ist gelähmt, unfähig, irgendetwas zu tun...wie seid ihr verblieben? du schreibst ihr bleibt freunde-aber seht ihr euch regelmäßig oder ruft ihr euch an? wie hat sie FREUNDE definiert? das würde mich interessieren. vielleicht magst du antworten. viel kraft und licht schick ich dir!!!

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31. Juli 2004 um 22:50

Tja,
Tja, das kommt mir wieder sehr bekannt vor, für den Mann ist augenscheinlich alles in Ordnung, er führt das Scheitern der Beziehung auf finanzielle Probleme zurück. Bei meinem Mann war es seine Krankheit (meint er). Dass es schon vor der Krankheit erhebliche Probleme gab, will er nicht wahr haben. Deshalb bitte ich zu bedenken, ob es wirklich nur die Finanzen waren. Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. Du hast die wahren Probleme nicht erkannt oder
2. es liegt wirklich an den Finanzen, dann muss ich dir leider sagen, auch wenn es nicht das ist, war du hören möchtest: lass sie ziehen. Wenn man jemanden wirklich liebt, spielt Geld keine Rolle. Das ist wie bei meinem Mann, nicht die Krankheit ist das Problem, sondern uns oder mir ist die Liebe abhanden gekommen; in eine intakte Beziehung bricht niemand ein.
Ich kann verstehen, dass du wegen der Kleinen leidest, aber da ihr ja nicht einmal richtig Streit hattet, sonder euch nach wie vor versteht, dürfte es doch kein Problem sein, den Kontakt, vor allem auch im Interesse des Kindes, aufrecht zu erhalten.
ich wünsche dir viel Kraft und Einsicht, vielleicht findest du ja heraus, woran es wirklich gelegen hat.
Sunny

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3. August 2004 um 10:17
In Antwort auf carmo_11904222

Tja,
Tja, das kommt mir wieder sehr bekannt vor, für den Mann ist augenscheinlich alles in Ordnung, er führt das Scheitern der Beziehung auf finanzielle Probleme zurück. Bei meinem Mann war es seine Krankheit (meint er). Dass es schon vor der Krankheit erhebliche Probleme gab, will er nicht wahr haben. Deshalb bitte ich zu bedenken, ob es wirklich nur die Finanzen waren. Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. Du hast die wahren Probleme nicht erkannt oder
2. es liegt wirklich an den Finanzen, dann muss ich dir leider sagen, auch wenn es nicht das ist, war du hören möchtest: lass sie ziehen. Wenn man jemanden wirklich liebt, spielt Geld keine Rolle. Das ist wie bei meinem Mann, nicht die Krankheit ist das Problem, sondern uns oder mir ist die Liebe abhanden gekommen; in eine intakte Beziehung bricht niemand ein.
Ich kann verstehen, dass du wegen der Kleinen leidest, aber da ihr ja nicht einmal richtig Streit hattet, sonder euch nach wie vor versteht, dürfte es doch kein Problem sein, den Kontakt, vor allem auch im Interesse des Kindes, aufrecht zu erhalten.
ich wünsche dir viel Kraft und Einsicht, vielleicht findest du ja heraus, woran es wirklich gelegen hat.
Sunny

Sie meint,
daß wir vielleicht auch zuviel aufeinander gehangen haben, also zuviel Zeit zusammen verbracht haben.
Mag sein, wobei ich das persönlich nicht als unangenehm empfunden haben, denn wir haben ja auch mit der Kleinen die verschiedensten Dinge gemacht.
Die Probleme fingen aber wirklich zum Zeitpunkt der finanziellen Probleme an.
Diese Probleme bereinige ich grad.
Und die Sache mit dem zuviel zusammen machen, das sehe ich inzwischen auch so, wobei ich aber sagen muß, dass das für mich keine Angelegenheit ist, die man nicht ändern könnte.
Das sind Sachen, wo man einfach mehr Dinge für sich selbst machen kann, sich gegenseitig mehr Freiraum einräumt.
Also nichts, was unumstößlich ist.
Klar, man muß es auch wollen, beide müssen es wollen, müssen sich die Chance geben.
Nun ist es aber so, dass sie da offensichtlich kein Zurück will, weil sie jetzt offiziell mit dem anderen zusammen ist. Es wird kein Geheimnis mehr daraus gemacht, sie wollte ihn, hat ihn natürlich auch bekommen und das, was wir hier hatten, weggeworfen.
Die Zeit wird zeigen, ob es die richtige Entscheidung ihrerseits war.
Kann da sowieso nichts beeinflussen.
Sie muß ihre Erfahrungen sammeln und im Ernstfall auch auf die Nase fallen.
Ich suche mir eine eigene Wohnung, die Kleine findet das blöd, sie hat mich lieb, genauso lieb wie ihre Mama, sagte sie mir die Tage.
Die Kleine wird damit klarkommen.
Sie sagte, ich soll mir hier ganz in der Nähe eine Wohnung nehmen, damit sie zu mir laufen kann.
Das tut schon ganz schön weh, wenn man sowas von der Kleinen hört, wenn man sie eigentlich gar nicht verlassen möchte, sondern dazu gezwungen wird.
Abstand täte mir und meiner Ex sicher gut, allerdings hatte ich bei Abstand eher an Abstand gedacht, der uns die Möglichkeit gibt, wieder zueinander zu finden.
So hatte ich es anfangs auch bei ihr empfunden, bis sich herausstellte, dass sie schon auf einen anderen scharf war und ich jetzt wohl eher hier raus soll, damit Platz für den anderen ist, zumindest Platz für Besuche, wann immer sie sich treffen wollen.
Einziehen soll er hier erstmal auf keinen Fall, so sagte sie jedenfalls.
Aber wenn ich sehe, wie sehr sie in drei Wochen alles beschleunigt hat, dann hege ich einige Zweifel daran, auch wenn es sicher nicht gleich so sein wird, dass er 1-2 Monate nach meinem Auszug hier einzieht.
Aber irgendwann wird sie die Nähe vermissen und ob er immer sofort parat steht, wenn sie ihn bei sich haben will, wer weiß.
Möglich, dass ich das jetzt sehr einseitig betrachte, aber ich bin der Meinung, sie hat es sich jetzt einfach ZU einfach gemacht.
Sie ist verliebt und so wurde der Rest an Gefühlen für mich einfach beiseite gelegt, abgetötet.
Nun fährt sie eine harte Linie, die nicht viel zuläßt. Nur keinen Schritt entgegen kommen, alles schön auf Distanz halten.
Schade eigentlich, denn ich glaube schon, dass wir auch anders, auch entspannter miteinander umgehen könnten.
Wirklich schade darum, schade zu sehen, wie so etwas schönes, was wir hatten, einfach platt gemacht wird.

Stiller

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4. August 2004 um 14:14

Es gibt Momente,
da kann ich mich mit Arbeit ablenken.
Aber es gibt eben auch die anderen Momente der Einsamkeit, in denen unsere gemeinsame Zeit vor meinen Augen vorüberzieht.
Wie alles kam, wie sich mich in ihren Bann zog, obwohl ich es anfangs gar nicht so wollte, mich nicht gut genug für sie fand.
Dann diese Situationen wie jetzt grad.
Sitze hier, studiere Wohnungsanzeigen, schaue mir Möbelprospekte an und warte nur sehnsüchtigst darauf, jemand möchte mich aus diesem unerträglichen Traum heraus reißen, mir sagen, daß das alles nicht wahr ist.
Ich verliere sie, verliere die Kleine und kann nur hilflos zusehen, obwohl ich alles, aber auch alles, dafür tun würde, daß wir eine gemeinsame Zukunft haben können.
Es will nicht in meinen Kopf.
Ich denke an Familien, in denen die schlimmsten Sachen vorgefallen sind, denke an Betrug, an Mißachtung, Schläge....und die, aus welchem Grund auch immer, schmeißen es nicht einfach weg.
Ich habe nichts dergleichen getan, kann verstehen, daß sie einige Fehler(Macken) von mir aufgeregt haben.
Diese Macken sind aber von jetzt auf Nachher abstellbar, weil ich jetzt verstanden habe, was sie eigentlich meint.
Aber außerdem habe ich echt nichts getan, daß es unmöglich machen sollte, wieder aufeinander zu zugehen.
Es will einfach nicht in meinen Kopf, daß das jetzt das Ergebnis sein soll.
Es ist aus meiner Sicht nichts, was das jetzt rechtfertigen würde, dieses endgültige rechtfertigen würde.
Und das macht mich sooooo fertig!!!

stiller

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20. Januar 2005 um 10:59

Wollte mich mal wieder melden
Nachdem ich letztes Jahr hier mein Leid geklagt habe, möchte ich nun auch mal den jetzigen Stand der Dinge zum Besten geben.

Kurzum, wir sind seit September wieder ein Paar.
Wie kam das?
Sagen wir mal so, ich habe mich damals weiterhin die ganze Zeit um sie bemüht, habe sie aber ihr Ding machen lassen.
War für sie und die Kleine da, wenn sie mich brauchten, haben auch zusammen Dinge miteinander unternommen.
Die Geschichte mit dem anderen habe ich vor den Baum laufen sehen, spätestens, nachdem sie das erste und gleichzeitig letzte Mal bei ihm geschlafen hatte. Ich sah es ihr am nächsten Tag schon an, dass da etwas nicht passt.
Als er sich dann am folgenden Tag bei ihr meldete und mit ihr und der Kleinen was unternehmen wollte und sie eine Ausrede erfand, um nicht mit ihm etwas unternehmen zu müssen, hatte ich irgendwo letzte Gewissheit.
Ihr Wunschdenken, dass sie eine Beziehung führen könnte, wo man sich nur gelegentlich trifft, war für mich von Anfang an nur ein Wunschdenken, denn welcher Mensch, der sich in einen anderen verliebt, kann immer gegen seinen eigenen Wunsch ankämpfen, den anderen so oft wie möglich zu sehen.
Und genau so kam es auch. Er wollte mehr von ihr und ihr wurde das zuviel.
In Gesprächen mit ihr, gestand sie mir das auch ein, auch wenn das mit mir ja noch gar nichts zu tun hatte.
Zwischen uns lief es dann, wenn auch ohne Anspruchsdenken, immer besser.
Sie befand sich in einer Zwickmühle und ich spürte, dass sie die Geschichte mit dem anderen beenden wollte.
Ihr Urlaub mit der Kleinen stand in ein-zwei Tagen an und er wollte, dass sie vor dem Urlaub nochmal bei ihm schlafen sollte, sie hätte auch die Kleine mitbringen können.
Nun war der Zeitpunkt gekommen, an dem sie reinen Tisch machen mußte, oder sollte.
So habe ich es ihr jedenfalls nahe gelegt.
Ich spürte, wußte, dass sie die Sache beenden wollte und sagte ihr, dass ich es ihm gegenüber fair finden würde, wenn sie ihn nicht noch zwei Wochen auf sie warten lassen würde, um ihm dann nach dem Urlaub zu sagen, dass sie da wohl doch mehr drin gesehen hat, als wirklich vorhanden war.
Naja, am Ende habe ich ihm für sie eine mail geschrieben, die zwar schon ein Schlußstrich war, den er aber offensichtlich nicht so richtig verstanden hatte.
Er war zwar geschockt, aber vertröstete sich selbst auf die Zeit nach den zwei Wochen Urlaub.
Er merkte wohl auch, dass er etwas zu forsch vorgegangen war, alles etwas zu schnell ging.

Ich habe sie dann am nächsten Morgen mit der Kleinen zum Flughafen gebracht.
Ihm hatte sie gesagt, dass sie kein Handy mit nimmt, weil die Gebühren im Ausland so teuer sind und sie nicht laufend sms schicken will.
Zwei Tage vor dem Urlaub haben wir miteinander geschlafen, worauf ich mir aber dennoch nichts eingebildet habe, denn ich wollte, dass sie für sich selbst entdeckt, was sie will, wen sie will.
Während sie im Urlaub war, habe ich sämtliche Türen der Wohnung restauriert und den Flur neu tapeziert.
Sollte eine Überraschung für sie sein.
War es dann auch
Schon während des Urlaubes spürte sie, dass sie mich vermißt.
Wir telefonierten fast täglich.
Am zweiten Tag bereits sagte mir die Kleine am Telefon, ich solle mich doch schnell in den Flieger setzen und nachkommen.
Ging natürlich nicht, aber es machte mich schon sehr glücklich, das zu hören und zu spüren.
Es wurden Wünsche geäußert, was ich denn kochen sollte, wenn sie wieder nachhaus kommen
Ich verstand den Urlaub auch eher so, dass sie wirklich erstmal weg muß, um feststellen zu können, dass ich ihr vielleicht doch fehle.

So war es dann ja auch.

Als ich sie am Flughafen wieder abholen wollte, hatte ich vorher noch eine Besprechung, und der Flieger kam auch noch früher an, als geplant.
Ich habe die beiden dann nur schnell im Halteverbotsbereich eingeladen, Koffer rein geschmissen und ab zu ihren Eltern.
Keine Zeit, keine Möglichkeit für eine Umarmung, ein Küsschen zur Begrüßung.
Erst, als wir von ihren Eltern wieder weg und in unserer Wohnung waren, wo ihr natürlich die Neuerungen sofort auffielen, hatten wir die Gelegenheit, uns richtig zu begrüßen.
Es war ein gigantisches Gefühl, als wir beide uns aneinander preßten und uns festhielten.
Keine wilde Knutscherei, einfach nur einander ganz festhalten.
Tja, da war bei mir die Angst verflogen, wie es denn sein würde, wenn wir uns wiedersehen.
Bis dahin hatte ich ja immernoch Angst, dass sie sich, obwohl sie mich vermißt hat, gegen mich entscheidet.

Als wir uns später unterhielten, stellte sich heraus, dass sie nicht gedacht hätte, dass sie, und auch die Kleine, mich derart vermissen würden und dass dies ihr die Augen geöffnet hätte, was sie hatte und was sie will.
Habe ihr dann auch erzählt, wie ich die Sache mit dem anderen gesehen habe und dass ich ihr genau den Tag nennen könne, an dem es mit dem anderen abwärts ging.
Sie wollte mir ja nie sagen, ob sie mit dem anderen geschlafen hatte, aber dann sagte sie es mir doch.
Als sie mit ihm schlief, spürte sie rein gar nichts, sprich, sie hatte kein Kribbeln im Bauch, keine Schmetterlinge.
Mag jetzt hart gegenüber dem anderen klingen, aber sie dachte dabei nur:"hoffentlich ist er bald fertig".
Sie hatte sich danach auch mit Freundinnen darüber unterhalten und die sagten ihr dann, dass das dann wohl keinen Sinn hätte.
Wie es eben oft im Leben ist.
Man weiß irgendwo schon, wenn etwas nicht geht und bekommt dann diese Gewissheit.
Bei mir hatte sie dieses Kribbeln, sie spürte es auch, als wir zwei Tage vor dem Urlaub miteinander schliefen.
Das gab ihr schon vor dem Urlaub die letzte Gewissheit, dass der andere nicht der Richtige sein kann.
Inzwischen hat sie auch schon oft gesagt, dass sie damals S H I T gebaut hat.

Heute ist das kein Thema mehr bei uns, es gibt auch keine Vorhaltungen meinerseits, weil sie einmal mit einem anderen Sex hatte.
Das ist für mich Geschichte und mir war damals schon bewußt, dass DAS vielleicht erst passieren muß, um wieder zu erkennen, was man aneinander hat.

Bei uns beiden läuft es seitdem wieder richtig gut, ich möchte sogar sagen, besser als zuvor, weil man sich dessen einfach bewußter ist, was man aneinander hat.
Jeder bemüht sich mehr und es ist einfach nur unbeschreiblich schön.

So, das wollte ich euch nur mal berichten.

Gruß
Stiller

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20. Januar 2005 um 16:33
In Antwort auf teodor_12561149

Wollte mich mal wieder melden
Nachdem ich letztes Jahr hier mein Leid geklagt habe, möchte ich nun auch mal den jetzigen Stand der Dinge zum Besten geben.

Kurzum, wir sind seit September wieder ein Paar.
Wie kam das?
Sagen wir mal so, ich habe mich damals weiterhin die ganze Zeit um sie bemüht, habe sie aber ihr Ding machen lassen.
War für sie und die Kleine da, wenn sie mich brauchten, haben auch zusammen Dinge miteinander unternommen.
Die Geschichte mit dem anderen habe ich vor den Baum laufen sehen, spätestens, nachdem sie das erste und gleichzeitig letzte Mal bei ihm geschlafen hatte. Ich sah es ihr am nächsten Tag schon an, dass da etwas nicht passt.
Als er sich dann am folgenden Tag bei ihr meldete und mit ihr und der Kleinen was unternehmen wollte und sie eine Ausrede erfand, um nicht mit ihm etwas unternehmen zu müssen, hatte ich irgendwo letzte Gewissheit.
Ihr Wunschdenken, dass sie eine Beziehung führen könnte, wo man sich nur gelegentlich trifft, war für mich von Anfang an nur ein Wunschdenken, denn welcher Mensch, der sich in einen anderen verliebt, kann immer gegen seinen eigenen Wunsch ankämpfen, den anderen so oft wie möglich zu sehen.
Und genau so kam es auch. Er wollte mehr von ihr und ihr wurde das zuviel.
In Gesprächen mit ihr, gestand sie mir das auch ein, auch wenn das mit mir ja noch gar nichts zu tun hatte.
Zwischen uns lief es dann, wenn auch ohne Anspruchsdenken, immer besser.
Sie befand sich in einer Zwickmühle und ich spürte, dass sie die Geschichte mit dem anderen beenden wollte.
Ihr Urlaub mit der Kleinen stand in ein-zwei Tagen an und er wollte, dass sie vor dem Urlaub nochmal bei ihm schlafen sollte, sie hätte auch die Kleine mitbringen können.
Nun war der Zeitpunkt gekommen, an dem sie reinen Tisch machen mußte, oder sollte.
So habe ich es ihr jedenfalls nahe gelegt.
Ich spürte, wußte, dass sie die Sache beenden wollte und sagte ihr, dass ich es ihm gegenüber fair finden würde, wenn sie ihn nicht noch zwei Wochen auf sie warten lassen würde, um ihm dann nach dem Urlaub zu sagen, dass sie da wohl doch mehr drin gesehen hat, als wirklich vorhanden war.
Naja, am Ende habe ich ihm für sie eine mail geschrieben, die zwar schon ein Schlußstrich war, den er aber offensichtlich nicht so richtig verstanden hatte.
Er war zwar geschockt, aber vertröstete sich selbst auf die Zeit nach den zwei Wochen Urlaub.
Er merkte wohl auch, dass er etwas zu forsch vorgegangen war, alles etwas zu schnell ging.

Ich habe sie dann am nächsten Morgen mit der Kleinen zum Flughafen gebracht.
Ihm hatte sie gesagt, dass sie kein Handy mit nimmt, weil die Gebühren im Ausland so teuer sind und sie nicht laufend sms schicken will.
Zwei Tage vor dem Urlaub haben wir miteinander geschlafen, worauf ich mir aber dennoch nichts eingebildet habe, denn ich wollte, dass sie für sich selbst entdeckt, was sie will, wen sie will.
Während sie im Urlaub war, habe ich sämtliche Türen der Wohnung restauriert und den Flur neu tapeziert.
Sollte eine Überraschung für sie sein.
War es dann auch
Schon während des Urlaubes spürte sie, dass sie mich vermißt.
Wir telefonierten fast täglich.
Am zweiten Tag bereits sagte mir die Kleine am Telefon, ich solle mich doch schnell in den Flieger setzen und nachkommen.
Ging natürlich nicht, aber es machte mich schon sehr glücklich, das zu hören und zu spüren.
Es wurden Wünsche geäußert, was ich denn kochen sollte, wenn sie wieder nachhaus kommen
Ich verstand den Urlaub auch eher so, dass sie wirklich erstmal weg muß, um feststellen zu können, dass ich ihr vielleicht doch fehle.

So war es dann ja auch.

Als ich sie am Flughafen wieder abholen wollte, hatte ich vorher noch eine Besprechung, und der Flieger kam auch noch früher an, als geplant.
Ich habe die beiden dann nur schnell im Halteverbotsbereich eingeladen, Koffer rein geschmissen und ab zu ihren Eltern.
Keine Zeit, keine Möglichkeit für eine Umarmung, ein Küsschen zur Begrüßung.
Erst, als wir von ihren Eltern wieder weg und in unserer Wohnung waren, wo ihr natürlich die Neuerungen sofort auffielen, hatten wir die Gelegenheit, uns richtig zu begrüßen.
Es war ein gigantisches Gefühl, als wir beide uns aneinander preßten und uns festhielten.
Keine wilde Knutscherei, einfach nur einander ganz festhalten.
Tja, da war bei mir die Angst verflogen, wie es denn sein würde, wenn wir uns wiedersehen.
Bis dahin hatte ich ja immernoch Angst, dass sie sich, obwohl sie mich vermißt hat, gegen mich entscheidet.

Als wir uns später unterhielten, stellte sich heraus, dass sie nicht gedacht hätte, dass sie, und auch die Kleine, mich derart vermissen würden und dass dies ihr die Augen geöffnet hätte, was sie hatte und was sie will.
Habe ihr dann auch erzählt, wie ich die Sache mit dem anderen gesehen habe und dass ich ihr genau den Tag nennen könne, an dem es mit dem anderen abwärts ging.
Sie wollte mir ja nie sagen, ob sie mit dem anderen geschlafen hatte, aber dann sagte sie es mir doch.
Als sie mit ihm schlief, spürte sie rein gar nichts, sprich, sie hatte kein Kribbeln im Bauch, keine Schmetterlinge.
Mag jetzt hart gegenüber dem anderen klingen, aber sie dachte dabei nur:"hoffentlich ist er bald fertig".
Sie hatte sich danach auch mit Freundinnen darüber unterhalten und die sagten ihr dann, dass das dann wohl keinen Sinn hätte.
Wie es eben oft im Leben ist.
Man weiß irgendwo schon, wenn etwas nicht geht und bekommt dann diese Gewissheit.
Bei mir hatte sie dieses Kribbeln, sie spürte es auch, als wir zwei Tage vor dem Urlaub miteinander schliefen.
Das gab ihr schon vor dem Urlaub die letzte Gewissheit, dass der andere nicht der Richtige sein kann.
Inzwischen hat sie auch schon oft gesagt, dass sie damals S H I T gebaut hat.

Heute ist das kein Thema mehr bei uns, es gibt auch keine Vorhaltungen meinerseits, weil sie einmal mit einem anderen Sex hatte.
Das ist für mich Geschichte und mir war damals schon bewußt, dass DAS vielleicht erst passieren muß, um wieder zu erkennen, was man aneinander hat.

Bei uns beiden läuft es seitdem wieder richtig gut, ich möchte sogar sagen, besser als zuvor, weil man sich dessen einfach bewußter ist, was man aneinander hat.
Jeder bemüht sich mehr und es ist einfach nur unbeschreiblich schön.

So, das wollte ich euch nur mal berichten.

Gruß
Stiller

Hi Stiller!
Freut mich sehr für dich. Das ist wie ein "Happy End" bei einem Liebesfilm.

Du kannst wirklich sehr gut deine Gedanken und Gefühle in Worte fassen. Muss ich dir ein Kompliment geben.

Als ich das alles gelesen habe, hab ich so mitgefiebert.

Ich hoff es klappt weiterhin gut mit euch drei. Du musst sie wirklich lieben. Aber das Problem oft auch in anderen Beziehungen, auch in meinen bis jetzt, ist, dass der Partner wenig Freiraum lässt. Man darf nicht dem Anderen die Luft zum Atmen nehmen. Ich weis ja nicht, ob du das gemacht hast, aber das ist super wichtig in einer Beziehung, auch wenn man den Anderen noch so liebt.

Schönen Gruß, incik (w)

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