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Forum / Liebe & Beziehung

Nur Angehörige - aber schwer betroffen

Letzte Nachricht: 8. Februar 2007 um 15:47
S
salma_12367671
05.02.07 um 11:15

Hallo,

ich hab mich hier angemeldet, weil ich mal jemanden zum reden haben möchte. Momentan hab ich das Gefühl, daß egal, wo ich meine Trauer anbringe, diese nicht erwünscht ist.

Ich bin nicht selbst betroffen von der Situation der
Trennung oder Scheidung, habe aber ungewöhnlich schwer damit zu kämpfen, daß momentan in der Familie eine Trennung bevor steht.

Vor einiger Zeit, war dies Thema schonmal in dieser
Ehe aufgetreten und ich war überrascht darauf, wie sehr ich mich doch betroffen gefühlt habe und wie
wenig Distanz ich hatte.

Auch war ich damals für den Mann (der so ein bißchen den Opferpart in der Trennung hat)
als Gesprächspartner da, was ich garnicht seelisch verkraften konnte und ich hatte das Gefühl kaum noch Luft zu kriegen und abschalten konnte ich auch nicht.

Irgendwie haben sich die Beiden damals noch zusammengerauft (auch wegen der Kinder), aber es war wohl nur eine Frage der Zeit.

Jetzt ist es wieder spruchreif. Sie wird bald ausziehen - und da ich damals so heftig reagiert habe, war ich auch der letzte, der darüber informiert wurde. Für die beiden ist nun so ziemlich alles geklärt. Sie hat schon eine neue Wohnung - die sie bald beziehen wird, er hat sich auch anderweitig professionelle Hilfe gesucht und auch wenn es beiden noch sehr schlecht geht - scheinen sie die Trennung einigermaßen hinzubekommen.

Ich hab nun auch eine Weile vermieden mich damit näher auseinander zu setzen und habe, nachdem ich von der Trennung gehört habe - den Kontakt erstmal eingestellt, was mir auch geholfen hat, aber irgendwann muß ich ja mal wieder mit ihnen reden und deshalb hab ich gestern zum telefonhörer gegriffen.

Auch wenn ich wirklich vorhatte mich im Griff zu halten ist mir das wieder gänzlich misslungen. Obwohl er sich relativ stabil anhörte - was mir auch ein wenig geholfen hat, denn wenn es ihm wieder besser geht, wirds mir sicher auch bald wieder besser gehen.

Aber Sie ist momentan so hart. Ich weiß zwar wieso sie so ist - weil sie die Härte wohl braucht, um nicht wieder zusammenzubrechen, aber ich fühl mich so weit von ihr entfernt und bekomme auch Wut auf sie.

Was ich zwar nicht zeige aber auch nicht wegdrücken kann.

Schwer verkraften kann ich auch, daß sie die ganze Liebe und Ehe in frage stellt. Anzweifelt ihn jemals
geliebt zu haben und das ist für mich, das schlimmste, was ich mir überhaupt vorstellen kann.

Im Prinzip sein ganzes Leben lang betrogen worden zu sein.

Auch hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich für Ihn nicht dasein kann - nicht in der Lage bin - ihm eine Hilfe zu sein und ihn eigentlich in der Situation alleine lasse.

Ich habs ihm zwar gestern am Telefon erklärt - was mir auch wichtig war, daß er es weiß, aber besser fühle ich mich dadurch nicht.

Stattdessen will ich heute wieder meinen alltäglichen Dingen und meinem eigenen Leben nachgehen und stelle fest, daß ich wiedermal nicht abschalten kann.

Aber wenn ich den Kontakt jetzt noch länger meide, wird - so denke ich - für mich die Situation nicht besser. Sie - möchte aber - wenn ich so bin, wie ich bin - derzeit überhaupt keinen Kontakt mehr haben, weil sie eben selbst versucht mit der Trennung umzugehen - und ich sie nur immer wieder aufwühle.

Ich weiß nicht, ob das hier jemand nachvollziehen kann.

Ich bin ja NUR eine Angehörige!!

Aber ich fühle mich, als würde es mir passieren.
Und mir kommen immer wieder tränen und ich fühle mich elend.

Irgendwie stimmt doch da was nicht bei mir.
Ich find das nichtmehr normal und weiß auch nicht, was ich im Moment mit mir anfangen soll.

Mehr lesen

S
sassa_12346287
05.02.07 um 11:52

Richtig
irgendwas stimmt mit DIR nicht, wenn du so als Außenstehender leidest. Ich habe meine beste Freundin auch sehr intensiv in ihrer Trennung begleitet und es war manchmal hart, aber so wie du leidest, das ist nicht normal. Ich würde mich an deiner Stelle erstmal distanzieren von ihnen, denn du tust ihnen keinen gefallen. Sie brauchen jetzt stabile Menschen, die Hoffnung und Kraft ausstrahlen. Ich habe mich auch vor ein paar Monaten getrennt. Und das schlimmste waren solche Menschen wie du, die ich noch auffangen mußte, weil sie so traurig über die Trennung waren. Das hat mir meine eh schon wenige Energie damals noch zusätzlich gezogen.

Ich denke, du solltest mal ernsthaft in dich gehen, warum du ihr Problem so zu deinem machst. Kann es sein, dass du vielleicht Angst hast, dass dir das auch passiert. Bist du in einer Beziehung?

Ich hoffe, du kannst mit dieser ehrlichen Antwort leben, aber wie gesagt, ich habe das gerade durch und weiß deshalb, wie sich deine Freunde fühlen.

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S
salma_12367671
05.02.07 um 14:39
In Antwort auf sassa_12346287

Richtig
irgendwas stimmt mit DIR nicht, wenn du so als Außenstehender leidest. Ich habe meine beste Freundin auch sehr intensiv in ihrer Trennung begleitet und es war manchmal hart, aber so wie du leidest, das ist nicht normal. Ich würde mich an deiner Stelle erstmal distanzieren von ihnen, denn du tust ihnen keinen gefallen. Sie brauchen jetzt stabile Menschen, die Hoffnung und Kraft ausstrahlen. Ich habe mich auch vor ein paar Monaten getrennt. Und das schlimmste waren solche Menschen wie du, die ich noch auffangen mußte, weil sie so traurig über die Trennung waren. Das hat mir meine eh schon wenige Energie damals noch zusätzlich gezogen.

Ich denke, du solltest mal ernsthaft in dich gehen, warum du ihr Problem so zu deinem machst. Kann es sein, dass du vielleicht Angst hast, dass dir das auch passiert. Bist du in einer Beziehung?

Ich hoffe, du kannst mit dieser ehrlichen Antwort leben, aber wie gesagt, ich habe das gerade durch und weiß deshalb, wie sich deine Freunde fühlen.

Bedingt richtig
Na so ein Mist, jetzt hab ich nen riesigen Beitrag geantwortet, und den Titel vergessen und jetzt ist meine Antwort verschwunden (seufz). Also nochmal:

Klar kann ich mit ehrlichen Antworten umgehen, und geb dir auch "bedingt" recht.

Ich suche schon eine Weile nach Antworten, die mir die extreme Reaktion von mir irgendwie erklären könnten.
Auch weiß ich, daß ich so keine Hilfe für sie sein kann. Deshalb melde ich mich ja auch eigentlich nur noch um ihnen ein gefühl zu vermitteln, daß ich mich nicht komplett von ihnen abwende.

Ich kann mir auch vorstellen, daß mein Beitrag vielleicht bei einigen selbstbetroffenen ein wenig Wut
aufkommen läßt, aber ICH bin auch wütend.

Ich kann mir einfach nicht erklären, wie man jemandem
so weh tun kann.

Zu deinen Fragen:
Ja - ich bin in einer Beziehung - verheiratet und glücklich. Eine Trennung ist für uns meilenweit entfernt - also überhaupt kein Thema.

Aber Ja !!! Ich hätte große Angst vor so einer Situation. Und wüßte vermutlich nicht, wie ich
so einen Schmerz ertragen könnte. Ich würde wohl
daran zerbrechen.

Davon abgesehen, ist es aber auch in unserer Familie
das erste Mal, daß wir mit sowas konfrontiert werden.
Er hat jetzt fast 25 Jahre zu unserem Leben gehört.
Ich möchte einfach nicht, daß er jetzt daraus verschwindet. Für mich gehört er einfach dazu.

Und eine Trennung im Bekannten und Freundeskreis hab
ich dagegen auch schonmal mitgemacht, wobei das für mich ein riesiger Unterschied war, und mir nicht so nah ging, wie dieses Mal.

Und jetzt versuchen alle SIE zu verstehen. Ganz ehrlich ?! Ich will sie garnicht verstehen. Selbst wenn ich es vermutlich könnte.

Ich hab einfach nur Angst um IHN. Und wünsche mir nur, daß er es irgendwie schafft, das alles zu ertragen. Und wie sich gewisse dinge. Schlimmste Verzweiflung - Depression - "Lebens-Müdigkeit" anfühlen weiß ich nur zu gut.

Denn ich hatte selber vor ein paar Jahren mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen. Habe aber durch eine
lange Therapie sehr viel für mich erreicht - viel Verändert und fühle mich heute - generell sehr wohl.

Ich kann mir das alles nur irgendwie so erklären, daß es vielleicht doch etwas mit der damals diagnostizierten Borderline-Persönlichkeit (emotional - instabilen-Persönlichkeitsstörung) oder der BSV-Phobie zu tun haben kann (BSV = Blut-Spritzen-Verletzungs-Phobie - wobei Verletzungen auch seelischer Natur gemeint sind). Und ich jetzt durch die akute Situation irgendwas wieder damit konfrontiert bin.

Was mir allerdings nicht verrät, wie ich wieder mehr Distanz und Fassung erlangen kann.

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S
sassa_12346287
05.02.07 um 15:10
In Antwort auf salma_12367671

Bedingt richtig
Na so ein Mist, jetzt hab ich nen riesigen Beitrag geantwortet, und den Titel vergessen und jetzt ist meine Antwort verschwunden (seufz). Also nochmal:

Klar kann ich mit ehrlichen Antworten umgehen, und geb dir auch "bedingt" recht.

Ich suche schon eine Weile nach Antworten, die mir die extreme Reaktion von mir irgendwie erklären könnten.
Auch weiß ich, daß ich so keine Hilfe für sie sein kann. Deshalb melde ich mich ja auch eigentlich nur noch um ihnen ein gefühl zu vermitteln, daß ich mich nicht komplett von ihnen abwende.

Ich kann mir auch vorstellen, daß mein Beitrag vielleicht bei einigen selbstbetroffenen ein wenig Wut
aufkommen läßt, aber ICH bin auch wütend.

Ich kann mir einfach nicht erklären, wie man jemandem
so weh tun kann.

Zu deinen Fragen:
Ja - ich bin in einer Beziehung - verheiratet und glücklich. Eine Trennung ist für uns meilenweit entfernt - also überhaupt kein Thema.

Aber Ja !!! Ich hätte große Angst vor so einer Situation. Und wüßte vermutlich nicht, wie ich
so einen Schmerz ertragen könnte. Ich würde wohl
daran zerbrechen.

Davon abgesehen, ist es aber auch in unserer Familie
das erste Mal, daß wir mit sowas konfrontiert werden.
Er hat jetzt fast 25 Jahre zu unserem Leben gehört.
Ich möchte einfach nicht, daß er jetzt daraus verschwindet. Für mich gehört er einfach dazu.

Und eine Trennung im Bekannten und Freundeskreis hab
ich dagegen auch schonmal mitgemacht, wobei das für mich ein riesiger Unterschied war, und mir nicht so nah ging, wie dieses Mal.

Und jetzt versuchen alle SIE zu verstehen. Ganz ehrlich ?! Ich will sie garnicht verstehen. Selbst wenn ich es vermutlich könnte.

Ich hab einfach nur Angst um IHN. Und wünsche mir nur, daß er es irgendwie schafft, das alles zu ertragen. Und wie sich gewisse dinge. Schlimmste Verzweiflung - Depression - "Lebens-Müdigkeit" anfühlen weiß ich nur zu gut.

Denn ich hatte selber vor ein paar Jahren mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen. Habe aber durch eine
lange Therapie sehr viel für mich erreicht - viel Verändert und fühle mich heute - generell sehr wohl.

Ich kann mir das alles nur irgendwie so erklären, daß es vielleicht doch etwas mit der damals diagnostizierten Borderline-Persönlichkeit (emotional - instabilen-Persönlichkeitsstörung) oder der BSV-Phobie zu tun haben kann (BSV = Blut-Spritzen-Verletzungs-Phobie - wobei Verletzungen auch seelischer Natur gemeint sind). Und ich jetzt durch die akute Situation irgendwas wieder damit konfrontiert bin.

Was mir allerdings nicht verrät, wie ich wieder mehr Distanz und Fassung erlangen kann.

Ich möchte mir nicht
anmaßen einzuschätzen, wo dein tieferes Problem wirklich liegt, dazu bin ich psychologisch nicht tief genug und kenne viel zu wenig Fakten.

Was ich aber sehe, dass du scheinbar ein großes Problem mit Trennung und Veränderung hast. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich das auch verstehen, gerade wenn es die erste Trennung in der Familie ist. Ob du/ihr ihn verlierst, hängt doch ganz von eurem Verhalten als Familie ab. Ich räume meinem Ex da totale Freiheiten ein. Er besucht meine Eltern, ist bei Familienfesten dabei usw. Und auch der gemeinsame Freundeskreis reagiert jetzt entspannt. Wichtig ist, dass man sich nicht hinstellt und einem die Schuld in die Schuhe schiebt und polarisierst (was du aber gerade machst). An einer Trennung sind immer beide Schuld. Akzeptiere ihre Entscheidung, denn es ist ihre Entscheidung und nicht DEINE.

Wahrscheinlich muß sich jetzt erstmal der erste Schock über die Trennung legen und dann müßt ihr einen Weg finden, der für alle Beteiligten den Umgang miteinander gut regelt.

Trennung/Veränderung muß nicht immer schlecht sein. Ganz im Gegenteil. Wo was endet, entsteht immer neues.

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S
salma_12367671
05.02.07 um 15:37
In Antwort auf sassa_12346287

Ich möchte mir nicht
anmaßen einzuschätzen, wo dein tieferes Problem wirklich liegt, dazu bin ich psychologisch nicht tief genug und kenne viel zu wenig Fakten.

Was ich aber sehe, dass du scheinbar ein großes Problem mit Trennung und Veränderung hast. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich das auch verstehen, gerade wenn es die erste Trennung in der Familie ist. Ob du/ihr ihn verlierst, hängt doch ganz von eurem Verhalten als Familie ab. Ich räume meinem Ex da totale Freiheiten ein. Er besucht meine Eltern, ist bei Familienfesten dabei usw. Und auch der gemeinsame Freundeskreis reagiert jetzt entspannt. Wichtig ist, dass man sich nicht hinstellt und einem die Schuld in die Schuhe schiebt und polarisierst (was du aber gerade machst). An einer Trennung sind immer beide Schuld. Akzeptiere ihre Entscheidung, denn es ist ihre Entscheidung und nicht DEINE.

Wahrscheinlich muß sich jetzt erstmal der erste Schock über die Trennung legen und dann müßt ihr einen Weg finden, der für alle Beteiligten den Umgang miteinander gut regelt.

Trennung/Veränderung muß nicht immer schlecht sein. Ganz im Gegenteil. Wo was endet, entsteht immer neues.

Schuldfrage
Ich versuche möglichst nicht - Schuld zu verteilen.
Trotzdem bin ich natürlich irgendwie ungewollt parteiisch, was ich sie aber möglichst nicht spüren lassen möchte.

Auch von meiner Wut weiß sie nichts. Okay - ich hab nur einmal gesagt, und zwar war das im Gespräch, wie
es die Kinder aufgenommen haben, daß ich, wenn sie meine Mutter wäre, sie dafür hassen würde. Das war schon hart, (zugegeben) aber so ist sie doch mir gegenüber auch
momentan. Nur HART.

So einen Satz wie: Ich weiß, daß du damit ein Problem
hast, aber damit mußt du selber klar kommen, hat sie mir ja auch schon entgegen geschmettert. Versteh mich nicht falsch. Sicher ist das richtig, aber das muß man einem nicht so vor den Latz knallen.

Was den Familienzusammenhalt angeht, hab ich ihn auf jeden Fall gesagt, daß ich mir das wünsche, daß es so bleibt. Das war mir auch wichtig, aber was nützt die
Absicht, wenn ich sie nicht mehr sehen kann.

Ich dachte eigentlich die letzten Wochen, ich käme damit zurecht. Daß es nicht so war, hab ich ja erst wieder im Kontakt mit beiden festgestellt.

Ich weiß auch, daß ich mich jetzt irgendwie wieder einkriegen werde - solange ich sie jetzt wieder ne Weile nicht sehe und spreche, aber so krieg ich das doch nie geregelt, wenn ich es einfach wieder nur in eine Schublade (ver-)stecke, bis zur nächsten Konfrontation.

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S
salma_12367671
05.02.07 um 16:20

Du
hast mit ihr heute keinen Kontakt mehr???
Ist das durch die Trennung gekommen?

Ja genau - sie sind für mich auch schon ein Leben lang zusammen. Und es spielt auch ein anderer Mann von ihrer Seite eine Rolle, auch wenn sie sagt, damit hätte die Trennung nichts zu tun.

Ich kann mir auch garnicht vorstellen, wie das alles
irgendwann mal funktionieren soll. Ich möchte jedenfalls "den Neuen" nicht kennenlernen. Da besteht meinerseits überhaupt kein Interesse.

Und meine (ebenfalls = ) Tante - wird sich vermutlich von mir auch distanzieren.

Ich finds alles so schade. Wir sind noch sehr konservativ in unserer Familie. Da trennt man sich nicht und die Familie ist vor allen anderen Dingen immer das wichtigste - auch wenn wir unserer Probleme
haben/hatten.

Und wenn so sätze fallen wie: Es sind immer zwei daran schuld (ich sagte ja, ich steh nicht so auf die Schuldfrage), finde ich, macht derjenige es sich dadurch ziemlich einfach. Ich weiß, daß er alles getan hätte um die Ehe zu retten. Er war auch bereit für eine Beziehungstherapie und er hat sich schon vor Jahren ziemlich verändert "für die Beziehung und für sie".

Und ihr letzter Seitensprung ist auch noch nicht allzulange her - und er hat es irgendwie geschafft,
ihr zu verzeihen.

Vielleicht war er einfach nur zu nett. Vielleicht war das sein fehler.

Jedenfalls wird sie von der Familie aufgefangen.
Er dagegen steht ziemlich alleine.

Ich bin nur froh, daß die Kinder sich für Ihn entschieden haben. Ich hoffe, daß ihm das genügend
halt geben wird, weiter zu machen.

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S
sassa_12346287
05.02.07 um 16:29
In Antwort auf salma_12367671

Schuldfrage
Ich versuche möglichst nicht - Schuld zu verteilen.
Trotzdem bin ich natürlich irgendwie ungewollt parteiisch, was ich sie aber möglichst nicht spüren lassen möchte.

Auch von meiner Wut weiß sie nichts. Okay - ich hab nur einmal gesagt, und zwar war das im Gespräch, wie
es die Kinder aufgenommen haben, daß ich, wenn sie meine Mutter wäre, sie dafür hassen würde. Das war schon hart, (zugegeben) aber so ist sie doch mir gegenüber auch
momentan. Nur HART.

So einen Satz wie: Ich weiß, daß du damit ein Problem
hast, aber damit mußt du selber klar kommen, hat sie mir ja auch schon entgegen geschmettert. Versteh mich nicht falsch. Sicher ist das richtig, aber das muß man einem nicht so vor den Latz knallen.

Was den Familienzusammenhalt angeht, hab ich ihn auf jeden Fall gesagt, daß ich mir das wünsche, daß es so bleibt. Das war mir auch wichtig, aber was nützt die
Absicht, wenn ich sie nicht mehr sehen kann.

Ich dachte eigentlich die letzten Wochen, ich käme damit zurecht. Daß es nicht so war, hab ich ja erst wieder im Kontakt mit beiden festgestellt.

Ich weiß auch, daß ich mich jetzt irgendwie wieder einkriegen werde - solange ich sie jetzt wieder ne Weile nicht sehe und spreche, aber so krieg ich das doch nie geregelt, wenn ich es einfach wieder nur in eine Schublade (ver-)stecke, bis zur nächsten Konfrontation.

Hart ?
sorry, aber der Spruch (das ihre Kinder sie später dafür hassen werden) war eine absolute Ohrfeige für sie und eine Frechheit deinerseits. Ich wundere mich kein Stück, dass sie dicht macht (hart ist) und keine Lust und Kraft hat sich sowas weiter anzuhören. Wenn sie eine verantwortungsvolle Mutter ist, hat sie tausendmal schlaflos im Bett gelegen und sich ganz genau überlegt, was sie den Kindern antut und abgewogen. Aber ob sie das ist, weiß ich ja nicht, das weißt nur du. Und außerdem wird sie auch merken, dass du ihr die Schuld gibst, auch wenn du dich bemühst, es nicht zu zeigen. Ich mutmaße jetzt mal, dass sie deine Schwester ist. Richtig? Ich war in der Zeit der Trennung eh schon so fertig, wenn mir mein Bruder dann sowas noch angeboten hätte, hätte mich das total geschmerzt. Du mußt als Familie zu ihr halten und sie nicht noch fertig machen. Komm mal ein bißchen von deinem eigenen Schmerz runter. Keiner sagt, dass es für dich nicht auch sehr schmerzlich ist, aber ich denke mal, ihr geht es tausendmal beschissener als dir. Auch wenn sie euch das nicht zeigen will und hart ist.

Du solltest einfach ein bißchen Zeit ins Land gehen lassen bis zum nächsten Kontakt. Laß das alles erstmal ein bißchen sacken bei dir und ihr, vielleicht reagiert du dann nicht mehr so emotional und sie auch nicht. Ich hatte auch schwere Auseinandersetzungen mit meinem Vater wegen der Trennung. Und hätte er so weiter gemacht, hätte er mich verloren. Du mußt ein Weg finden ihre Entscheidung zu akzeptieren. Es ist IHR Leben und sie ist eine erwachsene Frau.

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L
lina_12166924
05.02.07 um 17:05
In Antwort auf salma_12367671

Du
hast mit ihr heute keinen Kontakt mehr???
Ist das durch die Trennung gekommen?

Ja genau - sie sind für mich auch schon ein Leben lang zusammen. Und es spielt auch ein anderer Mann von ihrer Seite eine Rolle, auch wenn sie sagt, damit hätte die Trennung nichts zu tun.

Ich kann mir auch garnicht vorstellen, wie das alles
irgendwann mal funktionieren soll. Ich möchte jedenfalls "den Neuen" nicht kennenlernen. Da besteht meinerseits überhaupt kein Interesse.

Und meine (ebenfalls = ) Tante - wird sich vermutlich von mir auch distanzieren.

Ich finds alles so schade. Wir sind noch sehr konservativ in unserer Familie. Da trennt man sich nicht und die Familie ist vor allen anderen Dingen immer das wichtigste - auch wenn wir unserer Probleme
haben/hatten.

Und wenn so sätze fallen wie: Es sind immer zwei daran schuld (ich sagte ja, ich steh nicht so auf die Schuldfrage), finde ich, macht derjenige es sich dadurch ziemlich einfach. Ich weiß, daß er alles getan hätte um die Ehe zu retten. Er war auch bereit für eine Beziehungstherapie und er hat sich schon vor Jahren ziemlich verändert "für die Beziehung und für sie".

Und ihr letzter Seitensprung ist auch noch nicht allzulange her - und er hat es irgendwie geschafft,
ihr zu verzeihen.

Vielleicht war er einfach nur zu nett. Vielleicht war das sein fehler.

Jedenfalls wird sie von der Familie aufgefangen.
Er dagegen steht ziemlich alleine.

Ich bin nur froh, daß die Kinder sich für Ihn entschieden haben. Ich hoffe, daß ihm das genügend
halt geben wird, weiter zu machen.

Ist DIR vielleicht schon mal
in den Sinn gekommen, daß DICH eine Trennung/Scheidung von zwei Menschen, die nicht mehr miteinander klar kommen, überhaupt nichts angeht???

Du solltest Dich daraus halten und es unbedingt vermeiden, die Schuld irgend jemandem zuzuschieben!

Es ist nicht Deine Beziehung und auch nicht Deine Trennung. Und auch wenn DU andere Werte in Deinem Leben hast, muss das nicht für alle gelten!

Wenn ich so jemanden wie Dich in meinem Freundeskreis hätte bzw. Familie, dann würde ich mich auch distanzieren und ich würde mir jegliche Einmischung von Dritten Personen in der Trennungsphase verbitten!

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linh_12126067
05.02.07 um 17:58
In Antwort auf lina_12166924

Ist DIR vielleicht schon mal
in den Sinn gekommen, daß DICH eine Trennung/Scheidung von zwei Menschen, die nicht mehr miteinander klar kommen, überhaupt nichts angeht???

Du solltest Dich daraus halten und es unbedingt vermeiden, die Schuld irgend jemandem zuzuschieben!

Es ist nicht Deine Beziehung und auch nicht Deine Trennung. Und auch wenn DU andere Werte in Deinem Leben hast, muss das nicht für alle gelten!

Wenn ich so jemanden wie Dich in meinem Freundeskreis hätte bzw. Familie, dann würde ich mich auch distanzieren und ich würde mir jegliche Einmischung von Dritten Personen in der Trennungsphase verbitten!

Gebe meiner Vorrednerin vollkommen Recht
Auch mir kam beim Lesen deines Problems sofort der Gedanke, was dich das überhaupt angeht! Kümmer dich um deinen Mann und deine Kinder, um deine Eltern, wenn sie alt sind und dich brauchen. Aber das Liebesleben eines anderen Menschen hat dich gefälligst überhaupt nicht zu interessieren - falls du nicht ausdrücklich um Rat gebeten wirst. Immerhin hast du doch auch die Möglichkeit, mit dem Mann, der dir ja so sehr ans Herz gewachsen ist, weiterhin Kontakt zu halten. Lad ihn doch zu einem konservativen Kaffeekränzchen ein oder bügle seine Hemden - dir wird sicherlich etwas einfallen, um ihm zu zeigen, wie sehr du ihn magst. Wenn eine andere Frau einen interessanteren oder in welcher Hinsicht auch immer besseren Mann kennenlernt und ihr Leben mit diesem neu gestalten will, ist das allein ihre Sache. Sie ist niemandem Rechenschaft schuldig. Vielleicht hat sie ja jahrelang unter euren konservativen Familienstrukturen gelitten und nun endlich den Mut gefunden, auszubrechen?

Hier schreibt dir eine, die auch jederzeit ihren Mann gegen einen Besseren austauschen würde. Das ist mein gutes Recht und niemand hat mir da hereinzureden. Die betroffene Frau selbst weiß am besten, wann es Zeit ist, ihr Leben zu ändern.

Ich weiß, das sind nun harte Worte - aber irgendwie konnte ich nicht anders.

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S
salma_12367671
05.02.07 um 18:09
In Antwort auf lina_12166924

Ist DIR vielleicht schon mal
in den Sinn gekommen, daß DICH eine Trennung/Scheidung von zwei Menschen, die nicht mehr miteinander klar kommen, überhaupt nichts angeht???

Du solltest Dich daraus halten und es unbedingt vermeiden, die Schuld irgend jemandem zuzuschieben!

Es ist nicht Deine Beziehung und auch nicht Deine Trennung. Und auch wenn DU andere Werte in Deinem Leben hast, muss das nicht für alle gelten!

Wenn ich so jemanden wie Dich in meinem Freundeskreis hätte bzw. Familie, dann würde ich mich auch distanzieren und ich würde mir jegliche Einmischung von Dritten Personen in der Trennungsphase verbitten!

Aber hallo
@sommertraum

les mal richtig, was ich geschrieben habe.
Ich hab nicht gesagt, daß ihre Kinder sie später
dafür hassen würden, sondern daß ich es in der Situation, täte.

Und die Oeige von meiner seite kam nach der Ihren.
Im Übrigen hab ich mich an dem Tag sehr zurückgenommen.
Und hauptsächlich nur zugehört und es war mir auch
möglich ihr meinen emotionalen Ausbrecher, den ich nach dem Gespräch hatte, zu ersparen.

Ich habs also mehr oder wenig hingenommen und ihr versucht noch ein gutes Gefühl zu geben, daß sie das
Gespräch mit mir "was für sie auch schwierig war" erfolgreich hinter sich gebracht hat. Und daß ich sie
immer noch lieb habe.


@maja
Hab ich gesagt, daß ich mich einmische??
Oder, daß ich finde, daß es mich was angeht?

Aber ist schon klar, daß ich hier so reaktionen ernte.
Und "sojemanden wie mich" find ich auch schon ziemlich
abwertend betitelt - aber bitteschön.

Ich glaub, ich verwahr mir mein Hilfegesuch für ein
anderes Forum. Hier bei lauter Direktbetroffenen bin
ich wohl am falschen Platz.

Und bevor ich hier zum Feindobjekt agiere,
schenk ich mir lieber die weitere Diskussion.

Ich hab kein Problem damit, mich damit auseinanderzusetzen, was "Mein Problem" bei der Sache ist.

Aber du bist ja in deinem Kommentar damit beschäftigt -das dir überhaupt nicht vertraute Paar in meiner Geschichte zu schützen.

Deswegen nochmal Klartext: Sei unbesorgt - bis auf meine "leider" derzeit unkontrollierten gefühlsausbrüche von Trauer - versuche ich schon so gut wie möglich den beiden alles weitere zu ersparen und halte mich auf Distanz. .

Oder was glaubst du, warum ich mich an mir wildfremde Menschen in einem Forum wende???

Gewünscht hätte ich mir hier nur vielleicht für mich hilfe oder
was weiß ich - erfahrungsaustausch, mit Leuten, die das ebenfalls kennen, aber
momentan fühle ich mich dafür hier auf verlorenem Posten.



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S
salma_12367671
06.02.07 um 7:06
In Antwort auf linh_12126067

Gebe meiner Vorrednerin vollkommen Recht
Auch mir kam beim Lesen deines Problems sofort der Gedanke, was dich das überhaupt angeht! Kümmer dich um deinen Mann und deine Kinder, um deine Eltern, wenn sie alt sind und dich brauchen. Aber das Liebesleben eines anderen Menschen hat dich gefälligst überhaupt nicht zu interessieren - falls du nicht ausdrücklich um Rat gebeten wirst. Immerhin hast du doch auch die Möglichkeit, mit dem Mann, der dir ja so sehr ans Herz gewachsen ist, weiterhin Kontakt zu halten. Lad ihn doch zu einem konservativen Kaffeekränzchen ein oder bügle seine Hemden - dir wird sicherlich etwas einfallen, um ihm zu zeigen, wie sehr du ihn magst. Wenn eine andere Frau einen interessanteren oder in welcher Hinsicht auch immer besseren Mann kennenlernt und ihr Leben mit diesem neu gestalten will, ist das allein ihre Sache. Sie ist niemandem Rechenschaft schuldig. Vielleicht hat sie ja jahrelang unter euren konservativen Familienstrukturen gelitten und nun endlich den Mut gefunden, auszubrechen?

Hier schreibt dir eine, die auch jederzeit ihren Mann gegen einen Besseren austauschen würde. Das ist mein gutes Recht und niemand hat mir da hereinzureden. Die betroffene Frau selbst weiß am besten, wann es Zeit ist, ihr Leben zu ändern.

Ich weiß, das sind nun harte Worte - aber irgendwie konnte ich nicht anders.

Sorry
aber - geht es darum in meinem Hilfeersuchen?
Ich kann nur annehmen, die antworten kommen aus
eurem persönlichen Kontest und Hintergrund, denn
ich empfinde sie am Thema vorbei.

Außer Sommertraum und Illja, hab ich nicht das gefühl,
daß ihr verstanden habt, worum es mir geht.

Was mich das angeht? Wir sind eine Familie.
Normalerweise ist man da für den anderen da.
So war es jedenfalls bei uns immer und das ging
auch über die Tochter - Kind Beziehung hinaus.
Mir ist das zur Zeit überhaupt nicht möglich.
Und wenn hier noch mal das Wort "einmischen" fällt, dreh ich wirklich am Rad. Wenn überhaupt ging es mir
darum, wie ich es wieder schaffe einen anständigen
Kontakt zu den beiden aufzubauen und vielleicht auch
wieder Stütze sein kann - wie es mir bei anderen Problemen bisher immer möglich war.

Ich hab mich evtl. damals bei der ersten Kriese
eingemischt - das ist wohl wahr - aber auch weil meine Tante recht labil wirkte und ich das gefühl hatte,
sie macht da nur eine schwere Phase durch und war
sich ihrer Sache nicht sicher.

Diesesmal ist das anders. Es ist alles soweit geklärt
zwischen beiden und ich akzeptiere das auch so. Sie ist
sich ihrer Sache wirklich sicher. Also ist hier überhaupt nicht von einreden oder einmischen die Rede.

Wenn ich hier im Forum die Mögichkeit hätte, würde ich das nochmal dick und fett unterstreichen oder hervorheben, weil ich nicht lust habe, daß jetzt bei
jeder weiteren Antwort zu wiederholen.

Und ich hab mir auch nochmal meinen ersten Beitrag
durchgelesen um auszuschließen, daß ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt habe, aber ich habe dabei nichts gefunden, daß ich
tatsächlich danach gefragt habe oder daß eine Einmischung meinerseits irgendwo erwähnt wurde.

Jedenfalls nochmal danke für die Antworten, auch
wenn einige leider nichts zur Sache tun und irgendwie aus einem Mißverständnis resultieren.

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S
sassa_12346287
06.02.07 um 9:56
In Antwort auf salma_12367671

Sorry
aber - geht es darum in meinem Hilfeersuchen?
Ich kann nur annehmen, die antworten kommen aus
eurem persönlichen Kontest und Hintergrund, denn
ich empfinde sie am Thema vorbei.

Außer Sommertraum und Illja, hab ich nicht das gefühl,
daß ihr verstanden habt, worum es mir geht.

Was mich das angeht? Wir sind eine Familie.
Normalerweise ist man da für den anderen da.
So war es jedenfalls bei uns immer und das ging
auch über die Tochter - Kind Beziehung hinaus.
Mir ist das zur Zeit überhaupt nicht möglich.
Und wenn hier noch mal das Wort "einmischen" fällt, dreh ich wirklich am Rad. Wenn überhaupt ging es mir
darum, wie ich es wieder schaffe einen anständigen
Kontakt zu den beiden aufzubauen und vielleicht auch
wieder Stütze sein kann - wie es mir bei anderen Problemen bisher immer möglich war.

Ich hab mich evtl. damals bei der ersten Kriese
eingemischt - das ist wohl wahr - aber auch weil meine Tante recht labil wirkte und ich das gefühl hatte,
sie macht da nur eine schwere Phase durch und war
sich ihrer Sache nicht sicher.

Diesesmal ist das anders. Es ist alles soweit geklärt
zwischen beiden und ich akzeptiere das auch so. Sie ist
sich ihrer Sache wirklich sicher. Also ist hier überhaupt nicht von einreden oder einmischen die Rede.

Wenn ich hier im Forum die Mögichkeit hätte, würde ich das nochmal dick und fett unterstreichen oder hervorheben, weil ich nicht lust habe, daß jetzt bei
jeder weiteren Antwort zu wiederholen.

Und ich hab mir auch nochmal meinen ersten Beitrag
durchgelesen um auszuschließen, daß ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt habe, aber ich habe dabei nichts gefunden, daß ich
tatsächlich danach gefragt habe oder daß eine Einmischung meinerseits irgendwo erwähnt wurde.

Jedenfalls nochmal danke für die Antworten, auch
wenn einige leider nichts zur Sache tun und irgendwie aus einem Mißverständnis resultieren.

Ich finde es gut,
dass du jetzt nicht beleidigt bist, sondern nochmal schreibst, denn schau mal, keiner wollte dich angreifen. Jeder hat seine Erfahrungen und hat dir Ratschläge aus seiner Sichtweise gegeben. Und das um deine Sichtweise auf dein Problem zu erweitern und dir damit zu helfen. Ich habe hier auch schon erlebt, dass persönlicher Frust und Wut aneinander ausgelassen wird, aber das war in dem Fall nicht so.

Auch wenn du es für dich nicht so erkennst, aber du stehst den familären Veränderungen nicht gerade tolerant gegenüber. Du bemühst dich zwar, aber so hundertprozentig gelingt dir das noch nicht. Zum Beispiel, wenn du schreibst, du willst ihren Neuen gar nicht kennenlernen. Du urteilst einen Menschen ab, den du nicht kennst. Und schreibst, gut dass sich die Kinder für ihn entschieden haben. Auch da urteilst du. Aber da ist in meinen Augen dein Ansatz, erst wenn du nicht mehr urteilst, sonder die neue Situation annimmst, wirst du keine Angst mehr davor haben und mit allen Beteiligten einen weiterhin guten Umgang finden.

Vielleicht ist das Problem auch, dass es dir einfach an Erfahrungswerten fehlt, die gerade eine Rolle spielen, wie Fremdgehen, Partnerwechsel trotz Kinder usw. Wenn sie deine Tante ist (so habe ich das jetzt verstanden) wirst du ja sicherlich auch um einiges jünger sein.

lg

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S
salma_12367671
06.02.07 um 10:37
In Antwort auf sassa_12346287

Ich finde es gut,
dass du jetzt nicht beleidigt bist, sondern nochmal schreibst, denn schau mal, keiner wollte dich angreifen. Jeder hat seine Erfahrungen und hat dir Ratschläge aus seiner Sichtweise gegeben. Und das um deine Sichtweise auf dein Problem zu erweitern und dir damit zu helfen. Ich habe hier auch schon erlebt, dass persönlicher Frust und Wut aneinander ausgelassen wird, aber das war in dem Fall nicht so.

Auch wenn du es für dich nicht so erkennst, aber du stehst den familären Veränderungen nicht gerade tolerant gegenüber. Du bemühst dich zwar, aber so hundertprozentig gelingt dir das noch nicht. Zum Beispiel, wenn du schreibst, du willst ihren Neuen gar nicht kennenlernen. Du urteilst einen Menschen ab, den du nicht kennst. Und schreibst, gut dass sich die Kinder für ihn entschieden haben. Auch da urteilst du. Aber da ist in meinen Augen dein Ansatz, erst wenn du nicht mehr urteilst, sonder die neue Situation annimmst, wirst du keine Angst mehr davor haben und mit allen Beteiligten einen weiterhin guten Umgang finden.

Vielleicht ist das Problem auch, dass es dir einfach an Erfahrungswerten fehlt, die gerade eine Rolle spielen, wie Fremdgehen, Partnerwechsel trotz Kinder usw. Wenn sie deine Tante ist (so habe ich das jetzt verstanden) wirst du ja sicherlich auch um einiges jünger sein.

lg

Allzuviel
altersunterschied liegt zwischen uns nicht.
Deshalb sind wir auch eher wie Schwestern aufgewachsen
(auch im selben Haushalt).

Und natürlich hab ich meine Erfahrungen mit Fremdgehen
auch schon gemacht. Und es hat mir ziemlich weh getan
und ich hab lange gebraucht das zu verarbeiten - allerdings mit dem Unterschied, daß es da nicht wirklich
um echte Gefühle ging - sondern nur um eine eine schnelle Nummer. Und das erste Mal war es damals auch nicht, sondern war mir mit einem anderen Partner auch schonmal passiert.

Der Grund, warum ich es gut finde, daß die Kinder bei ihm bleiben ist, weil er sonst keine Stütze hat und es ihm helfen kann zu erkenne, daß es weitergeht und nicht in dem schwarzen Loch zu versinken. Er wird sich um sie kümmern müssen - was ihn evtl. ablenken wird und ihn dazu zwingen wird, sich jeden Tag wieder neu aufzurappeln. Seine Familie ist ihm nicht so eng verbunden - da besteht kaum noch kontakt und auch so hat er leider nicht den Freundeskreis, der ihn auffangen kann.

Sie dagegen hat einen sehr großen bekanntenkreis - der auch die notwendige Distanz hat um sie zu unterstüzen.
Im Gegensatz zu mir

Was den neuen Partner angeht, wünsch ich mir einfach die Zeit, die ich brauche um mich damit auseinanderzusetzen - und ich denke, daß ich das auch erst wieder kann, wenn er sich dem Kontakt stellen kann.

Ich denke da eben an so Gelegenheiten wie gemeinsame Familienfeste - wo ich Ihn eben weiterhin zu einladen möchte - und wenn möglich, darauf verzichten möchte, den Neuen dabei zu haben, solange beide schwer in einem Raum miteinander auskommen können.

Vielleicht wird das ja irgendwann mal gehen, wenn sie es schaffen sich sauber zu trennen - aber das wird sicher ne Ewigkeit brauchen.

Ich hätte es eben leichter gefunden, wenn sie sich getrennt hätten, ohne daß ein anderer eine Rolle dabei spielt.

Und was ihn angeht - wünsch ich mir nur so schnell wie möglich, daß er jemanden neuen kennenlernt, der ihn wirklich liebt.

Denn er fühlt sich um ein ganzes Leben betrogen, weil sie sagt, daß sie eigentlich niemals echte Gefühle für ihn hatte. Und das ist für mich der größte Alptraum daran. Daß Gefühle vergehen können - damit kann man wohl leben - aber sich damit auseinanderzusetzen, daß man all die Jahre vergeudet hat mit dem falschen Partner und auch noch Kinder in die Welt gesetzt hat, ist für Ihn (und auch für mich, wenn ich darüber nachdenke) der Oberhammer.

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S
sassa_12346287
06.02.07 um 21:53
In Antwort auf salma_12367671

Allzuviel
altersunterschied liegt zwischen uns nicht.
Deshalb sind wir auch eher wie Schwestern aufgewachsen
(auch im selben Haushalt).

Und natürlich hab ich meine Erfahrungen mit Fremdgehen
auch schon gemacht. Und es hat mir ziemlich weh getan
und ich hab lange gebraucht das zu verarbeiten - allerdings mit dem Unterschied, daß es da nicht wirklich
um echte Gefühle ging - sondern nur um eine eine schnelle Nummer. Und das erste Mal war es damals auch nicht, sondern war mir mit einem anderen Partner auch schonmal passiert.

Der Grund, warum ich es gut finde, daß die Kinder bei ihm bleiben ist, weil er sonst keine Stütze hat und es ihm helfen kann zu erkenne, daß es weitergeht und nicht in dem schwarzen Loch zu versinken. Er wird sich um sie kümmern müssen - was ihn evtl. ablenken wird und ihn dazu zwingen wird, sich jeden Tag wieder neu aufzurappeln. Seine Familie ist ihm nicht so eng verbunden - da besteht kaum noch kontakt und auch so hat er leider nicht den Freundeskreis, der ihn auffangen kann.

Sie dagegen hat einen sehr großen bekanntenkreis - der auch die notwendige Distanz hat um sie zu unterstüzen.
Im Gegensatz zu mir

Was den neuen Partner angeht, wünsch ich mir einfach die Zeit, die ich brauche um mich damit auseinanderzusetzen - und ich denke, daß ich das auch erst wieder kann, wenn er sich dem Kontakt stellen kann.

Ich denke da eben an so Gelegenheiten wie gemeinsame Familienfeste - wo ich Ihn eben weiterhin zu einladen möchte - und wenn möglich, darauf verzichten möchte, den Neuen dabei zu haben, solange beide schwer in einem Raum miteinander auskommen können.

Vielleicht wird das ja irgendwann mal gehen, wenn sie es schaffen sich sauber zu trennen - aber das wird sicher ne Ewigkeit brauchen.

Ich hätte es eben leichter gefunden, wenn sie sich getrennt hätten, ohne daß ein anderer eine Rolle dabei spielt.

Und was ihn angeht - wünsch ich mir nur so schnell wie möglich, daß er jemanden neuen kennenlernt, der ihn wirklich liebt.

Denn er fühlt sich um ein ganzes Leben betrogen, weil sie sagt, daß sie eigentlich niemals echte Gefühle für ihn hatte. Und das ist für mich der größte Alptraum daran. Daß Gefühle vergehen können - damit kann man wohl leben - aber sich damit auseinanderzusetzen, daß man all die Jahre vergeudet hat mit dem falschen Partner und auch noch Kinder in die Welt gesetzt hat, ist für Ihn (und auch für mich, wenn ich darüber nachdenke) der Oberhammer.

Das man durch gravierende Veränderungen
in seiner nächsten Umgebung auch grundlegend aufrüddelt wird zum Nachdenken und das auch mit traurig macht, habe ich schon oft erlebt. Das ist normal. Wichtig ist wirklich, dass man erkennt, wo ist die Grenze zwischem eigenem Leid und Leid des Anderen. Deine Tante hat eine Entscheidung getroffen, das fiel ihr sicher auch nicht leicht, aber nimm sie so hin. Du tust weder dir noch ihr einen Gefallen, wenn du versuchst oder glaubst du könntest das verändern. Und versuche mal dein konservatives Weltbild zu lockern, wenn du damit glücklich bist nicht für dich, aber zumindest für andere, die einen anderen Weg wählen als du. Das muß kein falsche Weg sein. Aber vielleicht ist auch genau das dein Problem, dass du das langsam erkennst und es dich total aus der Bahn wirft.

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S
salma_12367671
08.02.07 um 15:06
In Antwort auf sassa_12346287

Das man durch gravierende Veränderungen
in seiner nächsten Umgebung auch grundlegend aufrüddelt wird zum Nachdenken und das auch mit traurig macht, habe ich schon oft erlebt. Das ist normal. Wichtig ist wirklich, dass man erkennt, wo ist die Grenze zwischem eigenem Leid und Leid des Anderen. Deine Tante hat eine Entscheidung getroffen, das fiel ihr sicher auch nicht leicht, aber nimm sie so hin. Du tust weder dir noch ihr einen Gefallen, wenn du versuchst oder glaubst du könntest das verändern. Und versuche mal dein konservatives Weltbild zu lockern, wenn du damit glücklich bist nicht für dich, aber zumindest für andere, die einen anderen Weg wählen als du. Das muß kein falsche Weg sein. Aber vielleicht ist auch genau das dein Problem, dass du das langsam erkennst und es dich total aus der Bahn wirft.

Naja,
den letzten Satz von dir kann ich nicht bejahen,
aber ich glaube, bei mir gehts gedanklich schon
wieder aufwärts.

Mit meiner Tante hab ich angefangen nur noch
SMS kontakt zu halten, weils eben etwas emotionsloser
ist (solange wie nötig) und bei ihm weiß ich zwar
noch nicht, wie ich es angehen werde, aber vielleicht
fällt mir auch dazu ja auch nochwas ein.

Die Sache ist jetzt die Tage auch eskaliert zwischen
beiden und sie hat ihre Sachen die Tage gepackt.

Und ich hab seit dem auch wieder mehr Kontakt zu meiner
Mutter, die irgendwie ähnliche Probleme mit der Situation hat und wir können zumindest darüber reden.
Ohne, daß wir beide gleich gefühlsmäßig überfordert sind.

Jedenfalls nochmals danke für eure Ratschläge. Speziell dir Sommertraum.

Wird schon irgendwie weitergehen und durch den SMS Kontakt hoffe ich, daß sie sich nicht komplett von
mir entfernt und verlassen fühlt.

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J
jost_11973557
08.02.07 um 15:47

Hi
Wenn ich dein Text lese, ist mein erster Gedanke "ist die sein geliebte, das sie sich si aufregt"
In einer deiner Texte schreibst du das du verheiratet bist. Okay, meine Frage ist damit beantwortet.
Ich jetzt, würde mich an deiner Stelle auch aufregen, weil ich ein Scheidungskind bin, und mit 10 Jahren zu meiner Familie gezogen bin. Allerdings fehlt mir das Familienleben. Mein Vater hat meine Mutter betrogen und war auch noch kein Familienmensch. Das wäre mein Grund zur Aufregung. aber warum du dich so sehr aufregst, verstehe ich auch nicht. Vielleicht hast du diesen Mann ein Stück von deinem Herz geschenkt. Du hast ihm ein Ohr gegeben und findest was sie tut, ungerecht. Du fühlst sein Leiden: Wenn es so ist, das hast du ein warmes Herz. Allerdings fände ich es besser, wenn Paare sich trennen, wenn sie nicht glücklich miteinander sind, damit sie das Glück finden. Ein Leben lang unglücklich zu leben, tötet die Seele. Ich als Scheidungskind habe krankhaft angst, das mir das auch passiert was meiner Mutter passiert ist, aber trotzdem würde ich nach Glück streben und mich trennen, wenn es der falsche Mann ist. Im laufe der Jahre ändert sich auch einwenig der Charakter eines Menschen. Dann passiert halt sowas. Und damit muss man leben. Mach dir lieber um deine Beziehung Gedanken, statt der anderen. Denn das ist falsch!
LG Cecillia

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