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Nur alleine fühle ich mich wirklich wohl

12. September 2016 um 13:53

Ich weiss eigentlich gar nicht wie ich anfangen soll
Ich bin ein sehr dynamischer, kreativer und unruhiger Mensch. Ständig habe das Gefühl, der Tag ist zu kurz für mich und gleichzeitig kann ich im Umgang mit anderen Menschen sehr introvertiert sein. Veranstaltungen und grössere Zusammenkünfte sind mir oft zu laut, zu oberflächlich und meist zuwider. Ich fühle mich überflüssig und deplatziert und möchte auf keinen Fall in den Mittelpunkt geraten. Gespräche in kleinen Gruppen sind hingegen o.k. für mich.
Ich liebe das Alleinsein, freue mich sogar darauf und kann dann Tage lang kreativ tätig sein ohne dass ich eine Menschenseele sehen oder sprechen muss.
Mein Problem ist, dass ich mich in grösseren Gruppen oft überfordert fühle, da ich kein Theater spielen kann. Ich fühle mich nur alleine wirklich geborgen und würde in öffentlichen Situationen mit vielen Menschen gerne davonlaufen. Ganz besonders ausgeprägt ist das Bedürfnis, wenn ich mich so völlig deplatziert fühle, was eigentlich schnell geht, wenn man sich eher im Hintergrund aufhält.
Ich träume seit meiner Kindheit immer wieder diesen Traum, da sind fremde oder vertraute Menschen, die mich betrügen oder belügen und ich versuche davon zu laufen, eine Treppe hoch in ein kleines Zimmer oder in ein kleines Haus, nur dort bin ich sicher.

Ich setzte mich sehr viel mit mir auseinander, keine meine Stärken und Schwächen, aber hier komme ich einfach nicht weiter. Einerseits sage ich mir, ist doch nicht schlimm, du kannst Veranstaltungen aus dem Weg gehen und bist glücklich und zufrieden bis an dein Lebensende. Aber andererseits lebe ich in einer Beziehung, schon sehr lange und mein Partner möchte mich verstehen. Berufliche Reisen und Events gehören zu seinem Job und er wünscht sich, dass ich ab und an teilnehme, er sagt, er hat mich gerne dabei. Vor jedem Termin für solch eine Reise flippe ich regelrecht aus, bekomme Depressionen, falle in ein tiefes Loch und versuche ihm immer wieder klar zu machen, dass ist nichts für mich. Ich komme mir aber dann so megamässig unfair vor, denn er ist ein sehr lieber Mensch, liebt mich über alles, lässt mir meine Freiheiten und unterstützt mich wo er kann. Also fahre ich (wenn auch nur sehr selten) mit, aber jedes Mal kommt dann die Retourkutsche, entweder geht es mir vorher richtig schlecht oder während des Events streiten wir uns mega.
Mein Verhalten und meine Zurückgezogenheit tun ihm weh (verständlicherweise), aber leider kann ich von mir behaupten, nur alleine fühle ich mich wirklich geborgen und sicher. Ich muss mir sogar eingestehen, dass selbst er mir diese Geborgenheit und Sicherheit nicht geben kann oder ich lasse sie nicht zu keine Ahnung. Ich kann oftmals sehr introvertiert und kalt wirken, weil ich in meiner eigenen Welt lebe und frage mich dann ob ich überhaupt beziehungstauglich bin.
Ich bin im Moment wieder einmal in einer Phase, wo ich sehr gerne ausziehen und in eine eigene kleine Wohnung ziehen würde aber diese Phasen machen meinen Partner völlig fertig, er kann es nicht verstehen. Ich will das auch alles nicht, aber ich habe immer das Streben nach völligem Alleinsein. Das ganze ist wie ein Drahtseilakt, ich schwanke zwischen meinen Wünschen, die an manchen Tagen stärker sind als alle Gefühle zu meinem Partner. Und andererseits fühle ich mich so schlecht, dass ich so bin wie ich bin.
Kennt jemand von euch das Gefühl?

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13. September 2016 um 8:39

Moin moin
Die Beschreibung deiner Person passt auch 100% zu mir
Ich würde da auch nicht mit verdrängten Emotionen argumentieren. Manche Menschen sind halt so und das ist auch in Ordnung.

Ich selber bin nun 30 und verheiratet. Mein Mann und ich haben mittlerweile einen guten Modus gefunden, wie wir miteinander leben. Er ist gerne mit anderen Menschen zusammen, ich hingegen... nun einmal im Monat mit einer größeren Gruppe (10 Leute) gemütlich im Hinterhof grillen ist für mich mehr als genug
Ich habe ihm erklärt, dass jede menschliche Gesellschaft an meinen Batterien zehrt und dass ich diese nur Aufladen kann, wenn ich alleine bin (und ich glaube erst das Bild mit diesen "Batterien" hat er wirklich verstanden). Er hat nun akzeptiert, dass ich nur ab und an mitkomme. Meist auch nur dann, wenn wir nur ganz bestimmte Freunde treffen. Natürlich würde er sich freuen, wenn ich öfter mitkomme aber er kann auch damit leben, dass ich es nicht will. Grade großen Events gehe ich aus dem Weg und umgebe mich viel lieber mit den altbekannten Gesichtern.

Manchmal sitze ich einfach bloß da und denke nach. Er dachte dann immer ich mache mir Sorgen oder so und will dann unbedingt wissen, was los sei. Erst habe ich immer genervt gesagt "Nichts", doch mittlerweile fasse ich in solchen Momenten meine Gedanken immer mit einem Satz zusammen - und damit weiß er nun, dass es manchmal echt belangloser Kram sein kann, der mir grade durch den Kopf geht - und das es manchmal echt komisches Zeug ist - er ist dann immer ein wenig irritiert und fragt sich, wie ich bitte auf so einen Mist kommen kann XD

Wenn mir nach kompletten allein sein ist, dann kann ich ihm das auch sagen. Ich mag dann nicht einmal reden. Er weiß, dass ich das nicht böse sein und nimmt es nicht persönlich. Wenn diese Phasen dann vorbei sind komme ich auch gleich zu ihm und dann machen wir etwas zusammen.

Einmal im Jahr besuchen wir seine Familie, wo wir dann mehrere Tage so gut wie jede Stunde mit Menschen zusammen sind. Erst habe ich mich verpflichtet gefühlt auch immer dabei zu sein aber das hat mir nicht gut getan (Migräne). Beim letzten Besuch habe ich mir dann ordentlich Bücher mitgenommen und mich immer wieder zurück gezogen, wenn ich das gebraucht habe. Er hat dann alleine etwas mit seiner Familie unternommen. War für alle in Ordnung.

Zum Thema Geborgenheit: Ich fühle mich in der Gegenwart meines Mannes sehr wohl. Was vermutlich daher kommt, dass er mich so akzeptiert, wie ich nun einmal bin. Und weil er bewiesen hat, dass ich ihm vertrauen kann.
Aber Geborgen und Sicher? Hm... keine Ahnung. Er ist mir wichtig und ein Teil meines Lebens. Es gibt niemanden, der mir wichtiger ist. Niemanden, den ich mehr liebe. Ein Leben ohne ihn kann ich mir nicht vorstellen. Versteht man das unter Geborgen und Sicher? Keine Ahnung, interessiert mich aber auch nicht. Ich bin glücklich mir ihm und unserem Leben.
Du bist nicht Beziehungsuntauglich - du passt nur nicht mit jedem zusammen. Nicht jeder Mensch versteht deine introvertierte Art und auch so muss man es den meisten erst mit kleinen Schritten verständlich machen. Das kann manchmal sehr frustrierend sein - auch mein Mann hat zum Teil sehr lange gebraucht und es gab viele Diskussionen und manchmal auch Tränen der Frustration.

Zur eigenen Wohnung - ich denke für Menschen wie uns ist es wichtig sich eigene Räume in der gemeinsamen Wohnung zu schaffen und diese zu erhalten. Mir reicht es im Moment aus meinen eigenen Schreibtisch zu haben. Mein Mann weiß aber auch, dass ich davon träume später mein eigenes Arbeitszimmer zu haben. Und nein - eine Ecke im Schlafzimmer reicht nicht aus. Ich will ein eigenes Zimmer, in dem ich auch die Tür zumachen kann.

Mein Rat an dich: Schau was du für dich brauchst um glücklich zu sein. Und dann ziehe diese Sachen durch und bestehe auch darauf. Natürlich ist es auch in Ordnung Kompromisse einzugehen. Ich selbst würde noch weniger Menschen treffen wollen - aber um meinem Mann glücklich zu machen haben ich mir einige seiner Freunde rausgepickt, die ich mag (ruhige Menschen, mit denen man gut schnacken kann) und da gehe ich dann immer mit. Dort bleiben wir dann meist wenige Stunden und dann ist das Thema abgehakt.
Oder vielleicht findet ihr Unternehmungen, die euch beiden Spaß machen. Mein Mann und ich machen viel zu zweit oder auch mal mit zwei anderen Personen zusammen.

Und mache dir keine Vorwürfe, dass du dich unfair verhältst oder dergleichen. Du bist wie du bist und wer das nicht akzeptiert hat halt Pech gehabt. Du musst dich nicht für andere verbiegen. Sei selbstbewusst und bastel dir dein Leben so hin, dass du dich darin wohl fühlst

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13. September 2016 um 12:58
In Antwort auf amaraluni

Moin moin
Die Beschreibung deiner Person passt auch 100% zu mir
Ich würde da auch nicht mit verdrängten Emotionen argumentieren. Manche Menschen sind halt so und das ist auch in Ordnung.

Ich selber bin nun 30 und verheiratet. Mein Mann und ich haben mittlerweile einen guten Modus gefunden, wie wir miteinander leben. Er ist gerne mit anderen Menschen zusammen, ich hingegen... nun einmal im Monat mit einer größeren Gruppe (10 Leute) gemütlich im Hinterhof grillen ist für mich mehr als genug
Ich habe ihm erklärt, dass jede menschliche Gesellschaft an meinen Batterien zehrt und dass ich diese nur Aufladen kann, wenn ich alleine bin (und ich glaube erst das Bild mit diesen "Batterien" hat er wirklich verstanden). Er hat nun akzeptiert, dass ich nur ab und an mitkomme. Meist auch nur dann, wenn wir nur ganz bestimmte Freunde treffen. Natürlich würde er sich freuen, wenn ich öfter mitkomme aber er kann auch damit leben, dass ich es nicht will. Grade großen Events gehe ich aus dem Weg und umgebe mich viel lieber mit den altbekannten Gesichtern.

Manchmal sitze ich einfach bloß da und denke nach. Er dachte dann immer ich mache mir Sorgen oder so und will dann unbedingt wissen, was los sei. Erst habe ich immer genervt gesagt "Nichts", doch mittlerweile fasse ich in solchen Momenten meine Gedanken immer mit einem Satz zusammen - und damit weiß er nun, dass es manchmal echt belangloser Kram sein kann, der mir grade durch den Kopf geht - und das es manchmal echt komisches Zeug ist - er ist dann immer ein wenig irritiert und fragt sich, wie ich bitte auf so einen Mist kommen kann XD

Wenn mir nach kompletten allein sein ist, dann kann ich ihm das auch sagen. Ich mag dann nicht einmal reden. Er weiß, dass ich das nicht böse sein und nimmt es nicht persönlich. Wenn diese Phasen dann vorbei sind komme ich auch gleich zu ihm und dann machen wir etwas zusammen.

Einmal im Jahr besuchen wir seine Familie, wo wir dann mehrere Tage so gut wie jede Stunde mit Menschen zusammen sind. Erst habe ich mich verpflichtet gefühlt auch immer dabei zu sein aber das hat mir nicht gut getan (Migräne). Beim letzten Besuch habe ich mir dann ordentlich Bücher mitgenommen und mich immer wieder zurück gezogen, wenn ich das gebraucht habe. Er hat dann alleine etwas mit seiner Familie unternommen. War für alle in Ordnung.

Zum Thema Geborgenheit: Ich fühle mich in der Gegenwart meines Mannes sehr wohl. Was vermutlich daher kommt, dass er mich so akzeptiert, wie ich nun einmal bin. Und weil er bewiesen hat, dass ich ihm vertrauen kann.
Aber Geborgen und Sicher? Hm... keine Ahnung. Er ist mir wichtig und ein Teil meines Lebens. Es gibt niemanden, der mir wichtiger ist. Niemanden, den ich mehr liebe. Ein Leben ohne ihn kann ich mir nicht vorstellen. Versteht man das unter Geborgen und Sicher? Keine Ahnung, interessiert mich aber auch nicht. Ich bin glücklich mir ihm und unserem Leben.
Du bist nicht Beziehungsuntauglich - du passt nur nicht mit jedem zusammen. Nicht jeder Mensch versteht deine introvertierte Art und auch so muss man es den meisten erst mit kleinen Schritten verständlich machen. Das kann manchmal sehr frustrierend sein - auch mein Mann hat zum Teil sehr lange gebraucht und es gab viele Diskussionen und manchmal auch Tränen der Frustration.

Zur eigenen Wohnung - ich denke für Menschen wie uns ist es wichtig sich eigene Räume in der gemeinsamen Wohnung zu schaffen und diese zu erhalten. Mir reicht es im Moment aus meinen eigenen Schreibtisch zu haben. Mein Mann weiß aber auch, dass ich davon träume später mein eigenes Arbeitszimmer zu haben. Und nein - eine Ecke im Schlafzimmer reicht nicht aus. Ich will ein eigenes Zimmer, in dem ich auch die Tür zumachen kann.

Mein Rat an dich: Schau was du für dich brauchst um glücklich zu sein. Und dann ziehe diese Sachen durch und bestehe auch darauf. Natürlich ist es auch in Ordnung Kompromisse einzugehen. Ich selbst würde noch weniger Menschen treffen wollen - aber um meinem Mann glücklich zu machen haben ich mir einige seiner Freunde rausgepickt, die ich mag (ruhige Menschen, mit denen man gut schnacken kann) und da gehe ich dann immer mit. Dort bleiben wir dann meist wenige Stunden und dann ist das Thema abgehakt.
Oder vielleicht findet ihr Unternehmungen, die euch beiden Spaß machen. Mein Mann und ich machen viel zu zweit oder auch mal mit zwei anderen Personen zusammen.

Und mache dir keine Vorwürfe, dass du dich unfair verhältst oder dergleichen. Du bist wie du bist und wer das nicht akzeptiert hat halt Pech gehabt. Du musst dich nicht für andere verbiegen. Sei selbstbewusst und bastel dir dein Leben so hin, dass du dich darin wohl fühlst

Danke für deine Antwort
Erst einmal ganz lieben Dank für die ausführliche Antwort und Deine Art, wie Du mit dem Thema umgehst. Ich kann sehr viel für mich davon umsetzen. Es ist wahrscheinlich wirklich wichtig meinem Partner zu vermitteln, dass das Alleinsein meine Batterien wieder auffüllt, ein sehr gutes Beispiel. Ich habe das grosse Glück mehrere Rückzugsorte zu haben in unserem Haus, ich muss mich wahrscheinlich nur noch von dem schlechten Gewissen befreien, wenn ich meinen Partner in diesen Momenten nicht teilhaben möchte. Ich glaube es geht für mich wirklich darum meine Art und Weise zu akzeptieren und mich nicht immer schlecht zu fühlen. Dein letzter Satz macht mit sehr viel Mut: Sei selbstbewusst und bastel dir dein Leben so hin, dass du dich darin wohl fühlst ---- ganz tolle Worte, die mich sehr beschäftigen. Ganz vielen lieben Dank für Deine Worte.

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13. September 2016 um 13:00

Vielen Dank
Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich glaube es geht darum meinem Partner einen Herzenswunsch zu erfüllen, denn er tut auch alles für mich. Ich muss einfach nur noch einen Weg finden, wie ich anders damit umgehen kann.

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13. September 2016 um 13:08

Vielen Dank
Vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin ganz ehrlich zu mir und bin trotzdem immer noch super gerne alleine. Wenn ich ein Wochenende vor mir habe, wo ich alleine sein kann, freue ich mich die ganze Woche darauf. Ich bin happy, wenn ich keine Termine habe und ganz für mich sein kann. Das alles ist mir sehr bewusst, ich habe sehr viel an meiner Vergangenheit gearbeitet (Psychosynthese) und kenne meine Probleme. Aber manche Themen sitzen halt einfach sehr fest und tief, dies braucht Zeit. Ich glaube die ganzen Antworten haben mir gezeigt, es ist o.k. wenn ich alleine glücklich bin, verbiegen lass ich mich nicht, aber ich kann versuchen einen neuen Umgang mit problematischen Situationen zu finden. Danke für Deine Unterstützung.

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13. September 2016 um 13:15

Vielen Dank
Wenn ich mit meinem Partner zusammen bin fühle ich mich gut, wir verbringen recht viel Zeit miteinander, können über alles reden und er nimmt mich so wie ich bin. Klar manchmal wünscht er sich, dass ich weniger alleine sein will und ihn an meinen Gedankengängen teilhaben lasse, dass sind die Momente wo ich das Gefühl habe, ich verhalte mich falsch. Einfach nur blöd von mir, all die tollen Antworten haben mir gezeigt, ich muss mir treu bleiben ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

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15. September 2016 um 2:07

Liebe evolet!
Ich kann ebenfalls keine Menschen um mich haben. Ich bin absoluter Einzelgänger und beziehungsunfähig. Niemals könnte ich einem Team arbeiten. Als ich meine Wohnung einrichtete, machte ich erst mal, mit einer Zimmermannsaxt, die Haustürglocke unschädlich. Ich brachte vor jedem Fenster schwarze Vorhänge an, um in Ruhe arbeiten zu können. Ich trennte mich von all meinen Freunden, weil sie meiner Arbeit im Weg standen. Ich habe ein Handy, aber die Nummer kennen nur mein Bruder und meine Schwägerin. Tagsüber schlafe ich, weil ich keine Lust habe, aufzustehen. Wenn ich Termine wahrnehmen muss, versuche ich immer, diese auf den Spätnachmittag zu verlegen. Sind die Leute nicht damit einverstanden, sage ich alles ab. Ich höre mir Vorschläge an, aber ich lasse mir keine Befehle erteilen. Ferner leide ich an einem ausgeprägten Helfersyndrom. Wenn jemand Hilfe braucht, bin ich da, egal, was die Uhr anzeigt. Tue etwas Gutes und das Gute wird zu Dir kommen. Das ist meine Lebenseinstellung. Noch Fragen?


Liebe Grüße,

lib

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15. September 2016 um 8:50

Hallo!
Ich bin genau wie du!

Habe dann aber ein Kind bekommen und musste mich ändern.
Dann kam auch noch n Mann dazu. Ich bin oft total überfordert und verbringe jede freie Minute, wie es irgendwie geht alleine.
Der Lebensgefährte kommt mir da sehr recht, da ich dann die beiden wegschicken kann und ich allein sein kann. Ich lasse sie immer den Männerkram machen.
Bei mir kommt noch hinzu, dass ich es noch schlimmer finde mit einem Mann alleine zu sein, also zu zweit. Das ist Horror streckenweise und so verlasse ich oft die Szenerie und fahre übers Wochenende weg. Wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich als Einsiedler im Wald leben. Ich bin zu oft enttäuscht worden und traue keinem Menschen, Ich kann den Schmerz über verlorene Freundschaften, Beziehungen nicht verwinden. Mit meinem Lebensgefährten bin ich nur zusammen, weil meine Abwehrmechanismen nicht stark genug waren und mein Kind sich schon zu sehr an ihn gewöhnt hat. Innerlich bleibe ich auf Distanz. Ich werde nie einem Mann vertrauen können. Alle Männer gehen fremd!

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15. September 2016 um 9:14

+1
geht mir genauso.
Grundsätzlich. Nun bin ich zwar so gar nicht introvertiert aber ich finde es einfach verdammt anstrengend (auch in kleineren Gruppen) - und das führt auch zu entsprechenden Streßreaktionen.

Nun will mein Mann natürlich auch mit mir mal wegfahren - also teilen wir das auf. Wir haben regelmäßig Zeiten, wo jeder auch mal allein ist (also wirklich allein, nicht allein als Familie), was ich als Ausgleich auch dringend brauche und Zeit für die Familie.
Wir machen teils zusammen, teils getrennt Urlaub.

Und ja, wenn die Zeit des gemeinsamen Urlaubs näher rückt und die "Vorfreude" zuschlägt, ticke ich auch total rum. Selbst wenn ich jedes verfügbare Quäntchen Selbstkontrolle in die Waagschale werfe, bin ich wohl in den Tagen unmittelbar davor ziemlich unausstehlich. - weil ich innerlich emotional total Amok laufe. Ich geh dann meist allen anderen einfach nur aus dem Weg und ziehe mich zurück.
Mein Mann kennt mich jetzt fast 20 Jahre, der weiß, dass es so ist und nimmt das nicht persönlich (und nimmt es auch nicht persönlich, dass ich lieber allein zu Hause bleibe) - und damit passt das auch.

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15. September 2016 um 13:58

Angst
Danke für Deine Zeilen.
Ich fühle mich überfordert mit der Vorstellung in der Öffentlichkeit zu stehen, im Kreise von Menschen die mir fremd sind. Ich glaube ich habe Angst nicht dazu zu gehören und eine Fremde zu sein. Ich habe weder Angst vor Flugzeug/Bahn/Bus/Auto, noch streite ich mich viel mit meinem Partner, im Urlaub verstehen wir uns immer sehr gut. Wir haben eine absolut harmonische und ausgewogene Beziehung. Heimatverbunden .... keine Ahnung, wir sind immer viel umgezogen wegen seines Jobs, also Heimat ist sowieso da wo meine Familie ist, ich würde eher sagen "Zuhauseverbunden". Mir kommen einfach solch öffentliche Auftritte immer mega gross und furchteinflössend vor, manche Menschen, die ich nur von Erzählungen kenne habe ich mir viel beeindruckender vorgestellt. Danach muss ich aber oftmals feststellen, es sind oft ganz nette Menschen so wie du und ich, und überhaupt nicht furchteinflössend, sondern ganz normal. Trotzdem bekomme ich vor jedem neuen Event diese blöde Angst und fühle mich gestresst und überfordert, obwohl mein gesunder Menschenverstand mir etwas ganz anderes sagt. Ich habe es noch nicht geschafft meine Gefühle einzuordnen noch die Ursache in einer alten Erfahrung zu finden.
Ich werde wohl weiter damit beschäftigt sein. Ich finde es aber toll wie viele liebe Menschen Anteil nehmen und alleine durch Ihre Frage eine Menge Fragen bei mir auslösen. Ganz vielen lieben Dank. Es hat mich schon enorm beruhigt, dass es wohl auch anderen Menschen so geht.

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