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Nun meine Erfahrungen, die ich in 3 Jahren sammeln durfte...

23. September 2009 um 9:34 Letzte Antwort: 25. September 2009 um 17:53

Ich habe vor 3 Jahren einen Mann kennengelernt, der eine irre lange Ehe auf den Buckel hatte.Er hatte unheimliche Probleme zu betrügen,deshalb lief eine ganze Weile gar nichts, ausser eben diese Tiefe Verbundenheit und Liebe. Irgendwann konnten wir uns gegen unsere Gefühle füreinander nicht mehr wehren. Er sagte immer:er wird das nicht tun (seine Frau verlassen), aus Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusstsein etc. Aber es kristallisierte sich mehr und mehr heraus, dass seine Ehe keine Ehe mehr war, sondern eine Funktionierende Zweckgemeinschaft in der er mehr Abstriche machen musste als sie.
So ergab es sich, dass er sich mehr und mehr mit dem Thema auseinandersetzte und dann endgültig die Trennung aussprach. Nun führen wir eine Beziehung.Das war aber ein langer Weg, der viel Kraft gekostet hat, auf beiden Seiten.

Meine Erfahrung ist die: Ein Mann hat unheimliche Probleme aus diesen Zwängen auszubrechen und wenn er noch so sehr will. Früher habe ich anders gedacht: "Wenn er mich liebt, würde er mich soch nicht so leiden lassen etc..." Er liebt mich, das weiss ich nun...aber auch Männer hören diese Geschichten, von wegen Geliebte betreiben das als Sport, verheiratete Männer aufzureissen und dann abzusäbeln, oder die Ehefrauen werden einen emotional erpressen und und und...

Mich würde mal interessieren...wer von den Geliebten wirklich ein Leben mit diesem Mann teilen will? Und mich würde auch interessieren, wieviele Ehefrauen ihren Mann halten wollen, weil es ihnen um den Menschen geht (und nicht Haus, Hof, Geld, Ansehen oder um nicht allein zu sein) .

Mittlerweile weiss ich,dass Liebe nicht fordert, verlangt...Liebe ist frei und Liebe muss sich entwickeln, da ist es nicht mit 6 Monate Wartezeit getan. Das ist ein gemeinsamer Weg und wenn ihr wirklich in euch hineinhorcht, wisst ihr ob es ein Kampf um des Sieges Willen ist, oder wirklich Liebe.

Wir jedenfalls haben es auf behutsamer Art und Weise geschafft.

Kritisieren möchte ich die Art von Geliebten, die einen Mann dazu bringen alles aufzugeben, um ihn dann im Stich zu lassen, sowas fügt einem einen echten Schaden zu. Und kritisieren möchte ich die Ehefrauen, die mit aller Macht versuchen ihren Ehemann zu halten, obwohl dahinter keine Liebe mehr steckt (emotionaler Erpressung, Drohungen etc.). Wenn er gehen will, dann lasst ihn doch gehen. Was kann euch im schlimmsten Fall passieren? Wenn ihr ihn mit Macht festhaltet, wird keiner von euch glücklich.

Diese Geschichten sind so individuell wie das Leben selbst. Kämpft, wenn ihr liebt, aber tut es nicht mit Druck und unbedacht.Und jetzt bin ich gespannt, wer mich so alles zwerpflücken wird...

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23. September 2009 um 14:17

Ich habe auch 3 jahren gewartet aber für nichts
ja ich war bereit , alles mit diesem mann zu teilen , vieles aufzugeben was aus mich mich macht ,alles zu lernen was aus ihm ihm macht, nur um bei ihm zu bleiben, er gab mich das gefühl drei jahren lang dass auch für ihm so war, aber am schluss hat er sich entschieden bei seine frau zu bleiben , aus welchen gründe auch immer ,hat kontakt zu mir abgebrochen ohne nach hinten zu schauen seit 6 monate, ich persönlich denke dass er seine frau liebt, weil niemand erträgt ein leben mit jemand ohne irgendwas zu empfinden für diese jemand , egal was für verpflichtungen man hat diese mensch gegenüber.

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25. September 2009 um 14:26

.....das macht Mut,
denn mir geht es ähnlich, wir sind 2 1/2 Jahre zusammen und ich weiß, dass er mich wirklich liebt. Und ich fühle, dass wir zusammen kommen, dass wir zusammen gehören. Wir haben uns die ganze Zeit immer vorwärts bewegt, unsere Beziehung hat sich stetig weiterentwickelt. Wäre das nicht so gewesen, wäre ich heute nicht mehr mit ihm zusammen.

Und trotzdem, es sind ständige Hochs und Tiefs, ich denke manchmal, ich schaff das nicht mehr, auch wenn ich ihn so sehr liebe.

So wie Du mir deinen Mann schilderst, so ist meiner auch. ein bodenständiger Kerl, der gerne Familie hat und sich in der Rolle des "Familienoberhauptes" auch wohl fühlt. Und er schafft es trotz all seinen Gefühlen noch nicht, reinen Tisch zu machen. Das verstehe ich teilweise, teilweise auch nicht!

Fühle mich so hilflos!

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25. September 2009 um 14:58

Dick unterstreichen
"Das ist ein gemeinsamer Weg und wenn ihr wirklich in euch hineinhorcht, wisst ihr ob es ein Kampf um des Sieges Willen ist, oder wirklich Liebe."

Genau darum geht es, Ehrlichkeit zu sich selbst. Was will ich eigentlich und vorallem "WARUM will ich das?
Ich habe das alles aus der anderen Perspektive erlebt. Obwohl ich meinen Mann noch liebte, bat ich ihn, zu IHR zu gehen, was soll ich mit einem Partner, der sich nach einer anderen sehnt?
Von ihr erhielt ich verletzende Mails mit Detailschilderungen, ich antwortete ihr, dass er, wenn er sie liebt, auch mit ihr leben soll.
Anschließend versuchte ich, mit meinem Schmerz klarzukommen.
Als ich von der Affäre wusste, hatte sie plötzlich für meinen Mann jede Bedeutung verloren. Ich sah aus sicherer Distanz zu, wie er um mich kämpfte, härter mit sich selbst umging als ich. Er übernahm die Verantwortung für die Affäre, erklärte mir , was in ihm vorgegangen war, wie beschissen er sich fühlt, weil er so leichtfertig die Frau, die er liebt, belogen und betrogen hat........
Ich hatte erst nach 7 Monaten die Kraft, uns eine zweite Chance zu geben. Erst nach zwei Jahren konnte ich wieder vertrauen und einen kleinen Schuss (Forumanhänger) spüre ich heute noch. Aber die Antwort auf die Frage, warum will ich ihm verzeihen, musste lauten: Weil wir beide Fehler gemacht haben, er bitter bereut UND ich ihn liebe, obwohl etwas Lack ab ist.
Die ehrlichsten Antworten findet man in sich, aber der Weg dorthin, tut so weh.

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25. September 2009 um 17:53

Wünsche mir auch ein Happy-End
seit fast 2 Jahren lieben wir uns. Er hat Frau und Kinder. Seine Kinder liebt er über alles, will seine Familie aber trotzdem verlassen und mit mir alt werden. Seit einigen Wochen führt er intensive Gespräche mit seiner Frau. Sagt ihr, dass er sie nicht mehr liebt, sie verlassen will... Aber sie kämpft natürlich weiter, setzt ihn mit Kindesentzug unter Druck.
Folge dessen distanziert sich von mir. Hat kaum Kraft für Gespräche. Findet aber keinen Ausweg, er ist so hilflos.
Mich verletzt das natürlich sehr, kann ihn aber auch verstehen. Ich habe vor 6 Mon. meinen Mann verlassen. Das ist nicht leicht, selbst ohne Kinder.

Die letzten Tage haben wir viel geredet. Auf der einen Seite tue ich ihm gut und geb ihm Kraft, es tut ihm aber auch weh, mich leiden zu sehen, auf der anderen Seite möchte er mir nie vorwerfen, nur wegen mir seine Kinder verlassen zu haben. Er möchte die Trennung ohne mich schaffen.
Nur hänge ich jetzt total in der Luft. Habe Angst, er findet doch wieder zu seiner Frau. Wenn es so wäre, war unsere Liebe allerdings auch nicht stark genug - was ich nicht glaube.

Ich habe ihn jetzt verlassen, nicht weil ich ihn nicht mehr will, sondern gerade weil ich ihn so sehr liebe. Habe das Gefühl, ich bin eher eine Last für ihn. Er braucht den Abstand, den klaren Kopf. Den bekommt er nur, wenn ich mich distanziere. Es kann ja keiner sagen, wie lang es dauert. Wochen, Monate? Und ich brauch auch wieder einen klaren Kopf. Blöd ist nur, wir sehen uns jeden Tag in der Firma

Mich würde interessieren, wie sich ein Mann von diesen Ängsten befreien kann. Wie kann man sie ermutigen oder unterstützen, diesen Schritt zu gehen?

Ist mein Rückzug richtig? Entweder ist es der Anfang vom Ende, oder der Anfang einer gemeinsamen, wunderbaren Zeit.

Majamarie, ich freue mich für dich und für alle Anderen die diesem Leidensweg entkommen sind.

LG Powerlady

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