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Null Initiative - ratlos

26. August 2014 um 13:51

Hi alle zusammen,

ich bin wegen meinem Freund derzeitig ratlos und wage mich mal an 'n Hilfeschrei.
Kurz auf dem Punkt gebracht, ist unser größtes Problem, dass er von sich aus nie (wörtlich nie) Nähe oder Sex will.
Wir reden hier nicht vom endlosen kuscheln, sondern er will *gar nichts* tun. Kein Kuss, keine Umarmung, kein Hintern grabschen, kein Hände halten.
So lange ich es mache, scheint er es vermeintlich zu mögen und macht alles mit. Aber er selber kommt nie an.
Ich schäme mich, so klischeehaft zu denken - ABER seit wann muss man denn einen Mann selbst um Sex betteln?
Ich meine, Nähe ist das eine (auch wenn seine Verweigerung bei uns schon lächerliche Züge annimmt). Aber auch Sex technisch kommt er nie an. Er macht nur "mit", wenn ich anfange. Und ich bin schon relativ selbstbewusst, aber ich will nicht immer ankommen und ihn erstmal zum Bett zerren müssen oder seine Hand an meine Hüfte legen müssen, nur weil ich mal Nähe will.
Es ist frustrierend. Ich habe ihn mehrfach darauf angesprochen und von ihm kommt nur, dass er es ja definitiv alles will, aber wenn ich frage warum er denn wirklich nie was tut, kommt nur "weiß ich nicht". Was ist nur mit dem Mann los?
Ich versuche mich zu zwingen, darüber hinweg zu sehen. Davor war ich es allerdings gewohnt, dass der Mann durchaus zumindest sexuell von alleine an kommt. Gegen ein bisschen Ermutigung meinerseits ist klar auch nichts einzuwenden.
Aber wir reden hier teilweise echt vom halben betteln.
Ich gehe hin, küsse ihn, fummel vielleicht etwas und er scheint es "über sich ergehen zu lassen".
Er meint es wohl angeblich nie böse, aber er macht eben nichts. kein zurück fummeln.
Dann muss ich ihn wie einen Idioten an der Hand packen und zum Bett manövrieren. Und da macht er dann einen auf "haha lustig" und legt sich auf den Bauch und tut so, als würde er schlafen. Eh er dann mal eventuell reagiert und sich wenigstens zu mir dreht, damit ich dann "was machen kann". -.-
Für mich ist das einfach nur verletztend, was er auch weiß. Und es kommt immer nur er will sich ändern und er weiß ja auch nicht, was mit ihm ist. Trotzdem tut sich nichts.
Nach eigenen Angaben ist er glücklich und mag unser Sexleben auch.
Aber er will stumpf nicht ankommen.
Ob mangelnde Erfahrung oder kaputtes Muster - meint ihr es lohnt sich Geduld zu haben?
Was mache ich falsch/ kann ich noch tun, um ihn doch mal zu ermutigen, auch von alleine anzukommen?
Ich will mich nicht trennen, weil er ein toller Mann an sich ist. Aber dieses Nähe/Sex Ding kotzt mich echt an.
Es tut umso mehr weh, weil ich ihm anmerke, dass er mir ja wirklich nicht weh tun will.
Aber er tut es mit seiner Passivität.
Rumzicken bringt bei ihm erst Recht nichts, aber manchmal platzt einem eben doch der Kragen - gute Vorsätze/Vernunft hin oder her.
Hatte auch den Eindruck, dass er es am Anfang getan hat. Da musste ich nie um irgendwas bitten. Es war gegenseitig, wie es sein soll.
Und als dann der "Alltag kam", ist er von 180 auf 0 zurück gefahren. Es gab Zeiten, wo ich nicht mal das Zimmer für 'ne Klopause verlassen durfte. x)
Und jetzte...nichts. Er meint dazu nur, "Zufall", "Ist ihm nicht bewusst", "keine Absicht", "er weiß ja auch nicht".
Ich sage gar nicht, dass er der Verwirrte sein muss.
Vielleicht habe ich unbewusst irgendwas getan, was ihn verschreckt hat - keine Ahnung.
Aber er weigert sich, es mir zu sagen.
Angeblich mache ich nichts falsch und er ist glücklich.
Selbst wenn ich mich trennen würde, was ich nicht will,
würde es mich belasten. Ich kann nicht einfach abhaken und würde immer noch nach dem Warum fragen.
Ich habe das Gefühl, ich müsste nur den richtigen Punkt bei ihm treffen und das wäre es dann.
Aber was zum Henker soll das sein? Er streitet auch ab, dass er mauern würde...

*Absolut hilflos, obwohl doch mit wachsender Erfahrung mal die Weisheit kommen sollte*
Bitte dringend um Rat oder einen Link für ein gutes Männer-Übersetzung-Lexikon.

Lg Katja

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26. August 2014 um 14:38

Ehrlich?
Ich nehme dich jetzt mal beim Wort, ohne Hintergedanken zu interpretieren. :P
Sind Männer echt so simpel? Er kommt seit Monaten nicht an und es soll so ein einfacher Grund wie Stress sein?
Wenn es denn aber Stress ist, wieso macht er bei allem mit - was ich anfange?

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26. August 2014 um 23:34

Würde...
... an Deiner Stelle mal versuchen, mich an den Zeitpunkt zurückzuerinnern, an dem er aufgehört hat, aktiv auf Dich zuzugehen. Oder anders: Was war anders am Anfang? Wie sind die Umstände jetzt? Hast Du irgendwann mal eine doofe Bemerkung fallen gelassen o.ä.? Versehentlich was gesagt, das ihn unter Druck gesetzt hat? Angst vor zu hohen Erwartungen, die er nicht (mehr) erfüllen kann?

Ansonsten würde ich ihn an Deiner Stelle mal fragen, wie die Umstände sein müssten, damit er von sich aus auf Dich zukommen kann. Was müsste anders sein als jetzt? Was würde ihn "ermutigen"? Welche Stimmung, welche Umstände?

Damit Du eine Antwort bekommst und nicht nur ja oder nein zu hören bekommst: Stell Fragen, zu denen er Dir eine Info geben muss

Noch ein Hinweis: Stell es Dir auch mal umgekehrt vor - Du hättest Schwierigkeiten, auf Deinen Partner zuzugehen. Wie würdest Du behandelt werden wollen? Was würde es Dir erschweren, auf ihn zuzugehen, was würde es erleichtern? Und dann versuche, genauso zu handeln.

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27. August 2014 um 14:27

.
An sich sind hier viele liebe und gute Tipps bei.
Ich muss dazu sagen, dass ich meinen Thread nicht noch länger "strecken" wollte.
Hier also nur für ehrlich interessierte noch ein Nachsatz:

Die Gründe sind eventuell psychologischer Natur, schon vor seiner ersten Beziehung kaputte Vergangenheit mit Mutter und bla (möchte hier nicht näher auf Details eingehen) und seine erste und einzige Freundin vor mir, hat ihn immer nur abgewiesen wenn er ankam, hatten beide ein eher fragwürdiges Sexleben und sie war auch noch suizid gefährdet und hat sich ständig geritzt.
Also da sind schon genug Gründe, die ein fragwürdiges Verhalten seinerseits erklären würden.
Ich finde am plausibelsten bisher, dass es vielleicht an der frischen Verliebtheit am Anfang lag, dass er da mal aus seinem Muster ausgebrochen ist.
Als es dann zur Gewohnheit war, ist er ganz schnell wieder zurück gefallen in sein Verhalten.
Muss dazu erwähnen, dass er auch schon bei seiner vorigen Freundin, eher nicht so angekommen ist.
Da hat er es mir aber immer begründet mit, sie würde ihm nicht geben was er braucht und hat ihn immer abgewiesen und darum ist er irgendwann gar nicht mehr angekommen.
Jetzt tut er bei mir dasselbe, obwohl er bei mir nach eigenen Angaben völlig glücklich ist sexuell und auch emotional.

Ich möchte geduldig sein und ihn gerne "retten" (?), aber ich bin überfordert und weiß nicht wie und ich bin auch nur ein Mensch und komme an meine Grenzen,
wenn ich ihm immer nur hinterher rennen muss.

Ich habe sehr oft (!) schon gefragt, auf alle möglichen Arten. Offene Fragen gestellt, ihm entweder oder Optionen präsentiert....usw....
Ich gehe auf ihn zu, analysiere für ihn, versuche es ihm so leicht wie möglich zu machen.
Aber er sagt zu allen "Theorien" nein und zu allen Fragen, "weiß ich nicht".
Es gibt kein nachbohren bei ihm, weil er ein Mensch ist der sich nur sehr sehr schwer provozieren lässt.
Mann kann ihm nicht so leicht zusetzen, um Antworten zu erzwingen und eigentlich möchte ich ihn nicht über psychologische Spielchen nötigen.
Wenn er sich dazu bereit fühlt, müsste er doch irgendwann auch mal von sich aus auf mich zu kommen oder nicht?
Das verrückte ist, so lange ich darüber hinweg sehe, dass Nähe und Sex nur von mir gestartet werden, bin ich völlig glücklich mit ihm.
Auf einer Skala 1-10 wie bescheuert bin ich?
Es gibt keine logische Erklärung. Aber so lange es nicht um Nähe egal welcher Art geht, können wir gut miteinander.
Und beim reden kommt er allgemein durchaus mal auf mich zu und der Alltag an sich oder das zusammen leben - passt einfach alles.
Deswegen will ich ihn auch nicht aufgeben.
Aber trotzdem belastet mich seine Näheverweigerung.
Ihm fehlt vermeintlich nichts und jedes "Bohr"-Gespräch, warum er mir dann nicht mal entgegen kommen kann, endet im "weiß ich nicht".
Klar weiß ich, dass es gelogen ist. Aber ich kann ihn anscheinend nicht zum ausspucken zwingen oder ich gehe es zumindest falsch an - keine Ahnung.
Ich glaube auch, dass er selbst an seine Worte glaubt.
Er lügt nicht absichtlich und er will mir auch nicht weh tun. Aber er bleibt stur dabei, dass er keine Antwort findet, mir darum keine geben kann und trotzdem obwohl er es will, auch nicht von sich aus ankommen kann.
Er will es sehr, aber tut es aus Gründen, die ihm nicht bewusst sind, einfach nicht.
Und einen Therapeuten will er so gar nicht in Betracht ziehen.... Ich will ihn zu sowas auch nicht zwingen, aber weiß langsam auch nicht mehr, wie ich ihm "helfen" soll...

Meinte selbst mal, was er über so einen Typen sagen würde, wenn es nicht er war.
Und da kamen ähnliche Antworten wie von euch... "Er betrügt dich, Potenzprobleme, Idiot, will dich einfach nicht,usw."
Und auf mein ansprechen, ob es denn nicht auch bei ihm eins davon ist - hat er rigeros verneint.

Verzweifelte Grüße
Katja

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27. August 2014 um 15:19

Ob nun krank oder nicht,
wie soll ich beurteilen können, ob man die Beziehung retten kann oder nicht, wenn ich nicht nach dem Warum frage?
Es ist für ihn kein Freibrief fürs Mist bauen, aber um auf ihn eingehen zu können oder abzuwägen, ob ich bereit bin soviel zu investieren, muss ich doch zunächst die Gründe hinter seinem Verhalten kennen.
Mir kam es logisch vor, aber ich erwarte nicht dass es für andere genauso funktioniert oder auch nur nachvollziehbar ist.
Wenn ich ihn mal zitieren darf, "Ich habe nie behauptet normal zu sein".
Trotzdem würde ich gerne weiter kommen / bin offen für andere Rangehensweisen, die mehr Früchte tragen als meine.

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28. August 2014 um 0:39
In Antwort auf hamlet_12236297

.
An sich sind hier viele liebe und gute Tipps bei.
Ich muss dazu sagen, dass ich meinen Thread nicht noch länger "strecken" wollte.
Hier also nur für ehrlich interessierte noch ein Nachsatz:

Die Gründe sind eventuell psychologischer Natur, schon vor seiner ersten Beziehung kaputte Vergangenheit mit Mutter und bla (möchte hier nicht näher auf Details eingehen) und seine erste und einzige Freundin vor mir, hat ihn immer nur abgewiesen wenn er ankam, hatten beide ein eher fragwürdiges Sexleben und sie war auch noch suizid gefährdet und hat sich ständig geritzt.
Also da sind schon genug Gründe, die ein fragwürdiges Verhalten seinerseits erklären würden.
Ich finde am plausibelsten bisher, dass es vielleicht an der frischen Verliebtheit am Anfang lag, dass er da mal aus seinem Muster ausgebrochen ist.
Als es dann zur Gewohnheit war, ist er ganz schnell wieder zurück gefallen in sein Verhalten.
Muss dazu erwähnen, dass er auch schon bei seiner vorigen Freundin, eher nicht so angekommen ist.
Da hat er es mir aber immer begründet mit, sie würde ihm nicht geben was er braucht und hat ihn immer abgewiesen und darum ist er irgendwann gar nicht mehr angekommen.
Jetzt tut er bei mir dasselbe, obwohl er bei mir nach eigenen Angaben völlig glücklich ist sexuell und auch emotional.

Ich möchte geduldig sein und ihn gerne "retten" (?), aber ich bin überfordert und weiß nicht wie und ich bin auch nur ein Mensch und komme an meine Grenzen,
wenn ich ihm immer nur hinterher rennen muss.

Ich habe sehr oft (!) schon gefragt, auf alle möglichen Arten. Offene Fragen gestellt, ihm entweder oder Optionen präsentiert....usw....
Ich gehe auf ihn zu, analysiere für ihn, versuche es ihm so leicht wie möglich zu machen.
Aber er sagt zu allen "Theorien" nein und zu allen Fragen, "weiß ich nicht".
Es gibt kein nachbohren bei ihm, weil er ein Mensch ist der sich nur sehr sehr schwer provozieren lässt.
Mann kann ihm nicht so leicht zusetzen, um Antworten zu erzwingen und eigentlich möchte ich ihn nicht über psychologische Spielchen nötigen.
Wenn er sich dazu bereit fühlt, müsste er doch irgendwann auch mal von sich aus auf mich zu kommen oder nicht?
Das verrückte ist, so lange ich darüber hinweg sehe, dass Nähe und Sex nur von mir gestartet werden, bin ich völlig glücklich mit ihm.
Auf einer Skala 1-10 wie bescheuert bin ich?
Es gibt keine logische Erklärung. Aber so lange es nicht um Nähe egal welcher Art geht, können wir gut miteinander.
Und beim reden kommt er allgemein durchaus mal auf mich zu und der Alltag an sich oder das zusammen leben - passt einfach alles.
Deswegen will ich ihn auch nicht aufgeben.
Aber trotzdem belastet mich seine Näheverweigerung.
Ihm fehlt vermeintlich nichts und jedes "Bohr"-Gespräch, warum er mir dann nicht mal entgegen kommen kann, endet im "weiß ich nicht".
Klar weiß ich, dass es gelogen ist. Aber ich kann ihn anscheinend nicht zum ausspucken zwingen oder ich gehe es zumindest falsch an - keine Ahnung.
Ich glaube auch, dass er selbst an seine Worte glaubt.
Er lügt nicht absichtlich und er will mir auch nicht weh tun. Aber er bleibt stur dabei, dass er keine Antwort findet, mir darum keine geben kann und trotzdem obwohl er es will, auch nicht von sich aus ankommen kann.
Er will es sehr, aber tut es aus Gründen, die ihm nicht bewusst sind, einfach nicht.
Und einen Therapeuten will er so gar nicht in Betracht ziehen.... Ich will ihn zu sowas auch nicht zwingen, aber weiß langsam auch nicht mehr, wie ich ihm "helfen" soll...

Meinte selbst mal, was er über so einen Typen sagen würde, wenn es nicht er war.
Und da kamen ähnliche Antworten wie von euch... "Er betrügt dich, Potenzprobleme, Idiot, will dich einfach nicht,usw."
Und auf mein ansprechen, ob es denn nicht auch bei ihm eins davon ist - hat er rigeros verneint.

Verzweifelte Grüße
Katja

Hast Du...
... schon mal in Erwägung gezogen, dass Dein Freund vielleicht einfach asexuell sein könnte? Auch hier gibt es unterschiedliche "Spielarten". Es gibt die, die vollkommen auf Sex und Nähe und Kuscheln verzichten können und dem aus dem Weg gehen, und auch diejenigen, die ihrem Partner zuliebe "mitmachen". Falls Dir dieser Gedanke noch nicht gekommen ist, einfach mal ein bisschen googeln und schauen, ob da was dran sein könnte. Wäre zumindest eine mögliche Erklärung für das ausgeprägt passive Verhalten Deines Freundes.

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