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Normale Reaktion der Trennungsbewältigung

1. Mai 2016 um 12:56

Hallo,

ich habe mich heute extra angemeldet, weil mich momentan eine Frage umtreibt, die mich betrifft und die ich unheimlich rational sehe, aber von Freundinnen gehört habe, dies wäre keine normale Reaktion.

Ich habe mich im Januar von meinem Mann nach 7 jähriger Beziehung und Achtung, 7 monatiger Ehe getrennt.

In die Beziehung bin ich damals so reingeschlittert, sie war nichts berauschendes und weder von mir noch von ihm aus die große Liebe. Wir sind erst nach 5 Jahren zusammen gezogen und dieses unverbindliche, ohne allzugroße Verantwortung für sein Leben, das war noch ok. Kurz nach dem zusammen ziehen merkte ich, dass sein Alkoholkonsum eine kritische Menge erreicht hat, Hilfe geholt, dachte die Botschaft wäre angekommen. Dann wurde ich gefragt, und habe ja zum Antrag gesagt. In der Rückschau betrachtet, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, es muss noch mehr im Leben geben. Kurz nach der Hochzeit hat er sich nicht mehr zusammen gerissen, jetzt hatte er mich ja und ich musste plötzlich sein Leben komplett managen und seinen Suff bezahlen. Irgendwann war es so schlimm, dass ich die Notbremse zog und mich trennte. Zwei Wochen lang war ich etwas traurig über die verlorene Lebenszeit. Dann ging ich zum Sport, zum Friseur und das übliche. Da mein Mann durch seine Alkoholproblematik nicht mehr in der Lage war mit mir zu schlafen, hat sich bei mir natürlich einiges aufgestaut. Also treffe ich mich seit zwei Wochen mit Männern. Und schwupps, habe ich heißen, harten Sex mit Typen. Ich will nicht kuscheln, ich will nicht die Freundin spielen, ich will nur Sex.
Nun zu meiner Frage, ist es wirklich so unnormal, dass man sich nach einer langjährigen Beziehung das holt, was einem fehlte? Liegt das an meiner mir unterstellten Bindungspobie, weshalb ich mir überhaupt einen mir unterlegenen Mann suchte, damit ich mich nicht öffen muss? Und weshalb wird es als schlimm angesehen, dass ich jetzt wieder mein Leben genieße?

Ich bekomme zur Zeit die unterschiedlichsten Antworten und ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich falsch bin, weil es mir gut geht oder ob die anderen doch noch einem tradierten Wertesystem huldigen.

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1. Mai 2016 um 13:02

Lass dir nicht
von Leuten rein reden, die höchstwahrscheinlich wenn sie so reden einfach etwas neidisch sind. Es ist deine Sache, was du machst! Du bist Single und niemandem Rechenschaft schuldig. Wenn du momentan mit verschiedenen Männern ins Bett springen willst, dann ist das eben so. Ist auch nach einer Beziehung in meinen Augen kein vollkommen ungewöhnliches Muster. So lange es dir damit gut geht: Mach es! Es werden auch wieder andere Zeiten kommen, wo du dich nach mehr als nur Sex sehnst. Aber es gibt viele Leute, die gerne den Moralapostel spielen. Ich finde: Man muss nicht jedem Menschen alles was man macht auf die Nase binden, wenn diese meinen, einem vorschreiben zu müssen, was richtig und was falsch ist.

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1. Mai 2016 um 13:17

Danke für die Antwort!
Danke! ich werde von verschiedenen Seiten nämlich wahnsinnig gemacht, über das was ich tun soll und was nicht. Und irgendwann zweifelt man an sich selbst, ob man nicht selbst Schuld ist. Aber mir tun diese Kerle, die wirklich der Kategorie Aufreißer/böser Junge angehören, momentan genauso gut wie, ja der Sport. Und mir geht es etwas auf die Nerven, wenn die Psychologin einer Freundin, die mich überhaupt nicht kennt, hier ein schlechtes Muster erkennt.

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1. Mai 2016 um 13:31

Depression?
Postbeziehungstrauma, ja das kommt hin. Ich finde es gerade so schön einfach nur mein Leben leben zu müssen und nicht nur das Leben eines anderen. Und austoben, sicherlich, die Kerle wollen mit mir schlafen. Und nicht nur eine Ernäherin, Haushälterin, Psychologin, rechtliche Betreuerin, und Sucht Unterstützerin. Das tut mir gut. Aber Depressiv? Ich habe momentan eher das Gefühl, dass ich aus dem Kokon der Unzufriedenheit geschlüpft bin und kann mich wieder an kleinen Dingen erfreuen.

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1. Mai 2016 um 13:36
In Antwort auf bassem_12307149

Danke für die Antwort!
Danke! ich werde von verschiedenen Seiten nämlich wahnsinnig gemacht, über das was ich tun soll und was nicht. Und irgendwann zweifelt man an sich selbst, ob man nicht selbst Schuld ist. Aber mir tun diese Kerle, die wirklich der Kategorie Aufreißer/böser Junge angehören, momentan genauso gut wie, ja der Sport. Und mir geht es etwas auf die Nerven, wenn die Psychologin einer Freundin, die mich überhaupt nicht kennt, hier ein schlechtes Muster erkennt.

Ich verstehe nicht,
warum es Leute gibt, die das Bedürfnis haben, sich überall einmischen zu müssen. Wenn man sieht, dass es jemandem nicht gut geht: Ja, dann sollte man den Mund aufmachen, aber wenn der andere zufrieden ist: Warum kann man das nicht einfach akzeptieren, selbst wenn es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht....

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1. Mai 2016 um 13:43
In Antwort auf coquette164

Ich verstehe nicht,
warum es Leute gibt, die das Bedürfnis haben, sich überall einmischen zu müssen. Wenn man sieht, dass es jemandem nicht gut geht: Ja, dann sollte man den Mund aufmachen, aber wenn der andere zufrieden ist: Warum kann man das nicht einfach akzeptieren, selbst wenn es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht....

Ich verstehe es auch nicht
Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich gefälligst so wie früher zu trauern habe. Aber ich bin einfach nur glücklich, dass ich da raus bin. Und ich empfinde es als unfair und zum Teil als neidisch, wenn mir diese Freuden, und Sex macht nunmal Spaß, vermiest werden.
Ich war vor der Beziehung zu meinem Mann kein Kind von Traurigkeit, war ihm aber immer treu. Ich erzählte mittlerweile kaum noch jmd etwas, weil von einigen Damen stichelnde Kommentare kommen. Weil sie zum Teil selber extrem unglücklich in deren Beziehung sind und andere, weil sie immer Probleme mit Ihrer Sexualität hatten. Aber muss man es mir missgönnen?

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1. Mai 2016 um 13:47

Ich verstehe
ein normaler Prozess. Hah! gut ich bin jetzt langsam schon etwas beruhigter!

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1. Mai 2016 um 13:55
In Antwort auf bassem_12307149

Ich verstehe es auch nicht
Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich gefälligst so wie früher zu trauern habe. Aber ich bin einfach nur glücklich, dass ich da raus bin. Und ich empfinde es als unfair und zum Teil als neidisch, wenn mir diese Freuden, und Sex macht nunmal Spaß, vermiest werden.
Ich war vor der Beziehung zu meinem Mann kein Kind von Traurigkeit, war ihm aber immer treu. Ich erzählte mittlerweile kaum noch jmd etwas, weil von einigen Damen stichelnde Kommentare kommen. Weil sie zum Teil selber extrem unglücklich in deren Beziehung sind und andere, weil sie immer Probleme mit Ihrer Sexualität hatten. Aber muss man es mir missgönnen?

Wer selbst
unzufrieden ist, kann anderen nicht genau das gönnen, was ihm selbst fehlt/ bzw. ihn unzufrieden macht.
Wenn man unglücklich in seiner Beziehung ist, ist es schöner, wenn man sieht, dass man damit nicht allein ist.
Das Wissen, dass andere fröhlich im Bett herum toben ist unerträglich, wenn man selbst seit Monaten keinen Sex mehr hatte.

Neid anderer Leute kann sehr anstrengend sein, zumal es ihr eigenes Problem ist, wenn sie unzufrieden sind. Niemand hindert sie daran, etwas dagegen zu unternehmen.

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1. Mai 2016 um 14:02
In Antwort auf coquette164

Wer selbst
unzufrieden ist, kann anderen nicht genau das gönnen, was ihm selbst fehlt/ bzw. ihn unzufrieden macht.
Wenn man unglücklich in seiner Beziehung ist, ist es schöner, wenn man sieht, dass man damit nicht allein ist.
Das Wissen, dass andere fröhlich im Bett herum toben ist unerträglich, wenn man selbst seit Monaten keinen Sex mehr hatte.

Neid anderer Leute kann sehr anstrengend sein, zumal es ihr eigenes Problem ist, wenn sie unzufrieden sind. Niemand hindert sie daran, etwas dagegen zu unternehmen.

Mir geht es jetzt schon besser
mein Verhalten ist normal und ok, und ich habe neben dem rechtlichen und emotionalen Aspekt der Trennung noch mit Neid zu kämpfen. Aber mir geht es jetzt wirklich besser.

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1. Mai 2016 um 14:02

*
"Und weshalb wird es als schlimm angesehen, dass ich jetzt wieder mein Leben genieße?"

"geniesse???"

schön - du hast deine fassade nach der trennung wieder aufgerichtet und erlebt sex nach deiner fasson. "genuss" kann ich persönlich keinen darin erkennen, in dem, was du beschreibst. so wie sich deine gesamte beziehungs, ehe- und bewältigungsgeschichte anhört.

dein text liest sich als hätte ihn ein roboter geschrieben: rein kopfgesteuert und gefühlskalt.

"weshalb ich mir überhaupt einen mir unterlegenen Mann suchte, damit ich mich nicht öffen muss?"

das scheint mir der knackpunkt zu sein - dein herz hat sich wohl nie geöffnet.
völlig wurscht, ob du dir jetzt nimmst wonach dir ist. hat nichts mit aktuellen oder überholten "wertesystemen" zu tun. allerdings auch beiweitem nicht mit genussfähigkeit.

was ist also dein problem? was kümmert es dich, was dein umfed zu deinem momentanen lebensmodus sagt? sorgst du dich, dass deine fassade nicht mehr ankommt? sorgst du dich um deinen ruf? vergiss es und kümmere dich darum, dein herz wieder zu finden.

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1. Mai 2016 um 14:34
In Antwort auf bassem_12307149

Mir geht es jetzt schon besser
mein Verhalten ist normal und ok, und ich habe neben dem rechtlichen und emotionalen Aspekt der Trennung noch mit Neid zu kämpfen. Aber mir geht es jetzt wirklich besser.


So soll es sein!

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1. Mai 2016 um 14:42
In Antwort auf xicasss12

*
"Und weshalb wird es als schlimm angesehen, dass ich jetzt wieder mein Leben genieße?"

"geniesse???"

schön - du hast deine fassade nach der trennung wieder aufgerichtet und erlebt sex nach deiner fasson. "genuss" kann ich persönlich keinen darin erkennen, in dem, was du beschreibst. so wie sich deine gesamte beziehungs, ehe- und bewältigungsgeschichte anhört.

dein text liest sich als hätte ihn ein roboter geschrieben: rein kopfgesteuert und gefühlskalt.

"weshalb ich mir überhaupt einen mir unterlegenen Mann suchte, damit ich mich nicht öffen muss?"

das scheint mir der knackpunkt zu sein - dein herz hat sich wohl nie geöffnet.
völlig wurscht, ob du dir jetzt nimmst wonach dir ist. hat nichts mit aktuellen oder überholten "wertesystemen" zu tun. allerdings auch beiweitem nicht mit genussfähigkeit.

was ist also dein problem? was kümmert es dich, was dein umfed zu deinem momentanen lebensmodus sagt? sorgst du dich, dass deine fassade nicht mehr ankommt? sorgst du dich um deinen ruf? vergiss es und kümmere dich darum, dein herz wieder zu finden.

Mein Ruf
Ist nicht das Problem. Ich habe darauf geachtet, dass ich mir die Kerle woanders suche. Aber ja, es ist kalt geschrieben. Ich mag meinen Mann schon, aber ich habe ihn nie wirklich geliebt. Ich war aber für ihn da. Ich bin wirklich sehr rational veranlagt. Aber mein Herz finden? Ich weiß nicht, ich habe treue Freunde, und da bin ich aber gleichwertig und habe wiederum kein Problem mit Emotionen

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1. Mai 2016 um 14:45

Heiraten
War wirklich ein Fehler. Ich hatte die ganze zeit das Gefühl meine Beerdigung zu planen und nicht die Hochzeit

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1. Mai 2016 um 14:49
In Antwort auf bassem_12307149

Mein Ruf
Ist nicht das Problem. Ich habe darauf geachtet, dass ich mir die Kerle woanders suche. Aber ja, es ist kalt geschrieben. Ich mag meinen Mann schon, aber ich habe ihn nie wirklich geliebt. Ich war aber für ihn da. Ich bin wirklich sehr rational veranlagt. Aber mein Herz finden? Ich weiß nicht, ich habe treue Freunde, und da bin ich aber gleichwertig und habe wiederum kein Problem mit Emotionen

Egal
was du machst und wie du deine vergangehneit bewältigst, irgendwann solltest du dich öffenen / können.
man kann sein ganzes leben maskenhaft verbringen, aber irgendwann sollten wir zulassen, dass etwas, jemand, unser herz berührt.
das haben weder dein mann noch deine aktuellen bad-boys geschafft. insofern wäre es dir zu wünschen, dass du es dir ermöglichst, dieses gefühl zu erfahren.
zum rest? kümmere dich nicht daum, was die anderen von deinen taten halten.

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