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Noch immer Jungfrau

13. Juli 2007 um 17:46

Hallo!

Nach langer Überlegung habe ich mich hier jetzt angemeldet. Da ich niemanden habe, mit dem ich darüber sprechen könnte, versuche ich auf diese Weise, an Tipps und Ratschläge zu kommen, denn ich merke, dass es mir immer schwerer fällt, mit den Tatsachen zu leben.
Ich bin jetzt 25 und noch immer Jungfrau wofür ich mich unwahrscheinlich schäme und was ich mich niemals trauen würde, gegenüber einer meiner Freundinnen zuzugeben. Leider hat das viele Gründe. Einer davon ist, dass ich bisher nur ein einziges Mal einen festen Freund hatte und das war mit 18. Den mochte ich im Grunde genommen gar nicht, aber er war der Erste der sich jemals für mich interessiert hatte und ich dachte mir, die Liebe und Zuneigung kommt dann schon irgendwann und irgendwie. Aber dem war nicht so, im Gegenteil. Allein die Vorstellung, ihn zu sehen und küssen zu müssen, fand ich furchtbar. Leider haben sich die Männer, in die ich bis jetzt immer verliebt gewesen bin, nie für mich interessiert und es ist jedes Mal dasselbe passiert: Sie haben meine Gefühle nicht erwidert oder waren schon anderweitig vergeben. Mittlerweile traue ich mich schon fast nicht mehr, Sympathie für einen Mann zuzulassen, aus Angst, wieder zu spüren, dass ich mir keine Hoffnungen machen darf. Vor allem, weil ich zu der festen Überzeugung gelangt bin, dass niemals ein Mann damit umgehen könnte, dass jemand in meinem Alter noch überhaupt keine Erfahrungen hat.
Dazu kommt natürlich auch, dass ich einen absolut unweiblichen Körper habe. Ich war schon immer sehr dünn und sportlich und da ist an mich einfach nie was hin gewachsen, sprich, ich hab eigentlich nichts, wofür sich ein Mann interessieren könnte. In der Schule wurde ich deswegen über Jahre hinweg gehänselt und ich war seit vielen Jahren nicht mehr beim Schwimmen, um mir diese Bemerkungen von anderen zu ersparen.
In letzter Zeit habe ich jetzt festgestellt, dass die Angst, von anderen Menschen ausgelacht oder verspottet zu werden, immer größer wird. Dazu kommen natürlich immer die Fragen von Verwandten und Freunden, warum ich denn keinen Freund hätte, was ich dann immer damit begründe, dass ich überzeugter Single sei was natürlich gar nicht stimmt. Aber die Wahrheit kann ich ihnen ja nicht erzählen, wer würde das verstehen??
Ich bin jetzt schon am überlegen, ob es nicht besser wäre, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, um vielleicht endlich einmal weiter gehen zu können, Neues zu wagen und mit ganz, ganz viel Glück womöglich doch noch einen verständnisvollen Mann zu finden. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, von Person zu Person jemanden von diesen Dingen zu erzählen, weil ich mich viel zu sehr dafür schäme. Normalen Frauen passiert so etwas ja auch nicht. Sie haben ihren ersten Freund, sammeln Erfahrungen und so weiter. Und an mir ging dieser Zug irgendwie einfach vorbei. Wahrscheinlich auch, weil ich einfach zu schüchtern und introvertiert bin.
Könnte denn ein Mann überhaupt damit leben, dass eine Frau mit 25 noch Jungfrau ist?? Und hat irgendjemand Tipps, wie ich diese Angst überwinden kann, dass andere über mich lachen und mich nicht akzeptieren, wie ich bin?? Oder hat hier irgendjemand vielleicht sogar ähnliches erlebt?

Gretchen

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13. Juli 2007 um 18:23

Es ist einfach..
die Angst, die dich weder nach vorne noch nach hinten lässt. Es gibt sehr schüchterne Menschen, die sich einfach selbst blockieren. Für dich ist es ein Problem, was warscheinlich nicht jeder verstehen kann, weil es zu einfach ist, zu sagen, mensch geh doch in die welt hinaus und lern leute kennen. Desto älter man wird, desto mehr wächst die angst in einem. Aber so schlimm, wie du dich fühlst ist es nicht. Wenn ein mensch dich liebt, wieso sollte er ein problem haben, das du noch jungfrau bist, und wenn er es nicht versteht, dann kann es auch nicht der richtige sein. Du hast angst, das ist menschlich, aber nichts kommt von alleine, solange du dir nicht selber einen ruck gibst, es ist schwer, schwerer als wir es wissen könnten, aber wenn du etwas an deinem leben ändern willst, dann hast auch nur du die macht dazu es umzusetzen. Sei stark, nicht für andere, sondern für dich. Es ist auch schwer, das heutzutage menschen immer nur lachen oder den kopf schütteln können, sobald jemand anders ist, aber leider scheint das der lauf der welt zu sein. Schade das du nicht jemanden hast, mit dem du reden kannst. Das tut mir leid für dich, aber andererseits kannst du auch nicht wissen, ob jemand dich versteht oder versucht dir zu helfen, wenn du dich nicht öffnest. Klar wirst du vielleicht auch auf ablehnung stossen, aber gerade solche dinge, stärken uns doch, man lernt damit umzugehen, stärker zu sein, indem man einfach denkt: wenn der mich auslacht, kann der mir den buckel runterrutschen. Ich glaube du brauchst an erster stelle, jemanden zum reden. Schäm dich für gar nichts. Geh einen schritt nach vorne, egal wie klein er sein mag. Ich wünsche dir alles alles liebe!

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13. Juli 2007 um 20:57

Tja...
anscheinend bist du mein weibliches Äquivalent.
Wenn ich eine Lösung gefunden habe sag ich es dir...

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13. Juli 2007 um 22:02

Männer finden das toll,
wenn Sie eine Frau entjungfern können. Und Sie dann auch noch die Frau ist, die sie lieben.....

Ich wäre es manchmal auch noch gerne.....hat irgendwie etwas-

aber ich glaube du hast ein psychisches Problem.....

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14. Juli 2007 um 0:11

Kopf hoch


Hallo Gretchen,

also zunächst einmal möchte ich sagen, dass gerade ich, als junge bzw werdene Frau, die von Einflüssen umgeben ist, die eine Entjungferung mit 12 Jahren nicht schlimm, eine mit 25 allerdings seltsam finden, klasse finde von Frauen zu hören, die sich nicht einfach irgendeinem Kerl hingegeben haben, wegen des gesellschaftlichen Drucks anstatt aus Liebe oder eigenen, persönlichen Wunsch heraus.

Wie hier bereits erwähnt worden ist, solltest du auch meiner Meinung nach nicht auf die Prahlerei anderer Leute hören, wer nötig hat sich mit seinem Sexleben vor anderen zu beweisen, hat wahrscheinlich gerade dort Probleme..

Allerdings liest man stark aus deinem Artikel heraus, dass du damit ein großes Problem hast, und die Argumente, die ich gerade nannte, machen das wahrscheinlich auch nicht gut.
Das Problem liegt wahrscheinlich nicht in der Jungfräulichkeit selbst, ich denke du hast ein Problem mit dir, die Art und Weise, wie du deinen Körper beschreibst, klingt als würdest du ihn mehr bemängeln, als es in einer "gesunden" Form der Fall wäre, und in deinem Text ist, was natürlich nachvollziehbar ist, sehr viel Scharm zu erkennen, und Angst.. irgendwie scheint da die Angst vor den Menschen zu sein, die das mitbekommen könnten, die vor denen du dich rechtfertigen musst, und die vor Männern selbst, bei denen ja das von dir eigentlich genannte Problem liegt..
Ich finde ganz und gar nicht schlimm, wenn man sich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt aufspart, allerdings scheint das bei dir ja unfreiwillig zu sein und dahinter scheinen ja tiefere Probleme mit dem Umgang zu Männern und mit dir selbst zu stecken.
Fass das bitte nicht falsch auf, aber du solltest dir einen Weg überlegen, wie du an diesem Problem arbeiten kannst, wohlmöglich mit Hilfe. Du kannst dich ja eventuell doch jemanden anvertrauen, falls dir das doch zu viel Überwindung kosten sollte, überlege dir doch wirklich psychologische Hilfe zu holen, das aber nur, weil du ziemlich unglücklich mit der Sache zu sein scheinst...
Und du kannst dir wahrscheinlich mit Sicherheit selbst sagen, dass das Problem nicht aufgehoben sein wird, in dem du dich morgen abend in einem Chat anmeldest und auf gut Glück einen Mann kennen lernst.. von daher probiere mit dem eigentlichen Problem, dem Verhältnis zu dir selbst, erstmal ins Reine zu kommen!

Alles Gute

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15. Juli 2007 um 7:30
In Antwort auf cobiheyne

Kopf hoch


Hallo Gretchen,

also zunächst einmal möchte ich sagen, dass gerade ich, als junge bzw werdene Frau, die von Einflüssen umgeben ist, die eine Entjungferung mit 12 Jahren nicht schlimm, eine mit 25 allerdings seltsam finden, klasse finde von Frauen zu hören, die sich nicht einfach irgendeinem Kerl hingegeben haben, wegen des gesellschaftlichen Drucks anstatt aus Liebe oder eigenen, persönlichen Wunsch heraus.

Wie hier bereits erwähnt worden ist, solltest du auch meiner Meinung nach nicht auf die Prahlerei anderer Leute hören, wer nötig hat sich mit seinem Sexleben vor anderen zu beweisen, hat wahrscheinlich gerade dort Probleme..

Allerdings liest man stark aus deinem Artikel heraus, dass du damit ein großes Problem hast, und die Argumente, die ich gerade nannte, machen das wahrscheinlich auch nicht gut.
Das Problem liegt wahrscheinlich nicht in der Jungfräulichkeit selbst, ich denke du hast ein Problem mit dir, die Art und Weise, wie du deinen Körper beschreibst, klingt als würdest du ihn mehr bemängeln, als es in einer "gesunden" Form der Fall wäre, und in deinem Text ist, was natürlich nachvollziehbar ist, sehr viel Scharm zu erkennen, und Angst.. irgendwie scheint da die Angst vor den Menschen zu sein, die das mitbekommen könnten, die vor denen du dich rechtfertigen musst, und die vor Männern selbst, bei denen ja das von dir eigentlich genannte Problem liegt..
Ich finde ganz und gar nicht schlimm, wenn man sich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt aufspart, allerdings scheint das bei dir ja unfreiwillig zu sein und dahinter scheinen ja tiefere Probleme mit dem Umgang zu Männern und mit dir selbst zu stecken.
Fass das bitte nicht falsch auf, aber du solltest dir einen Weg überlegen, wie du an diesem Problem arbeiten kannst, wohlmöglich mit Hilfe. Du kannst dich ja eventuell doch jemanden anvertrauen, falls dir das doch zu viel Überwindung kosten sollte, überlege dir doch wirklich psychologische Hilfe zu holen, das aber nur, weil du ziemlich unglücklich mit der Sache zu sein scheinst...
Und du kannst dir wahrscheinlich mit Sicherheit selbst sagen, dass das Problem nicht aufgehoben sein wird, in dem du dich morgen abend in einem Chat anmeldest und auf gut Glück einen Mann kennen lernst.. von daher probiere mit dem eigentlichen Problem, dem Verhältnis zu dir selbst, erstmal ins Reine zu kommen!

Alles Gute

Erst mal "Danke"...
...für die Antworten!

Es ist natürlich nicht nur so, dass ich mich einfach schäme, in meinem Alter noch keine Erfahrungen gemacht zu haben, sondern auch merke, dass ich sofort unsicher werde, wenn mir irgendjemand zu nahe kommt. Immer kommen dann sofort die Fragen hoch: Mache ich was falsch? Was erwartet der andere von mir? Was ist richtig, was nicht? Und gerade auch deswegen ziehe ich mich immer mehr zurück, obwohl ich das eigentlich ja gar nicht will! Aber die Unsicherheit siegt meistens über meinen Mut...
Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich meinen Körper einfach so wenig, bzw. gar nicht akzeptieren kann. Seit zehn Jahren war ich nicht mehr beim Schwimmen, weil ich mich einfach nicht traue und Angst vor den Bemerkungen anderer Leute habe. Denn ich bin wirklich sehr schlank und habe keine Brüste, was während meiner Schulzeit dazu führte, dass ich mir das fast täglich von irgendwelchen Klassenkameraden vorhalten lassen musste...und wegen meiner Schüchternheit habe ich es auch nicht gewagt, mich dagegen zu wehren. Das sitzt noch ganz tief, das spüre ich selbst und es ist inzwischen einfach so, dass ich merke, wie sehr mich die Erinnerungen an diese Erfahrungen immer wieder "hinunter" ziehen und verunsichern. Aber ich weiß auch nicht, wie ich sie zurück lassen kann und ohne sie weiterleben! Oft denke ich auch: Hätten die mich damals, in der Schule, nicht ständig gehänselt und so verunsichert, wäre alles anders gekommen...was vielleicht totaler Quatsch ist.
Wahrscheinlich kann das jemand, der diese Angst nicht kennt, gar nicht nachvollziehen, wie das ist, wenn sie einen plötzlich überfällt. Mir ist auch schon auf offener Straße passiert, dass jemand an mir vorbei ging und sagte: "Ist die hässlich!", worauf hin die ganzen Freundinnen in schallendes Gelächter ausbrachen - mitten in der Fußgängerzone. Selbst einfach nur durch die Stadt zu gehen, ohne mich vor solchen Erlebnissen zu fürchten, kostet mich inzwischen Überwindung.

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15. Juli 2007 um 7:50

Für Außenstehende völlig unproblematisch
Ich kann grundsätzlich verstehen, Angst davor zu haben ausgelacht zu werden. Und Kinder haben die Neigung so etwas zu tun. Es ist wohl so als psyholsoziales Instrument in den Kindern angelegt, eine einheitliche Sozialisierung zu erreichen. Bei Erwachsenen läßt die Neigung andere auszulachen aber normalerweise ziemlich nach - falls sie ihre kindliche Phase überwunden haben.

Aber nun zu meiner Einstellung:
Ich finde überhaupt nichts daran problematisch, wenn man irgendwelche Erfahrungen noch nicht gemacht hat. Wenn Du noch keinen Sex hattest, nun gut, dann fängst Du eben später an. Ich finde nicht, dass das an ein festes Alter gebunden ist. Sex ist nichts, was man wie Turnen im Hochleistungssport früh anfangen muß, um es zu lernen Also ich hätte kein Problem damit, einer Frau zu begegnen, die noch keinen Sex hatte.
Und ich finde einen schlanken, sportlichen Körper genausowenig unattraktiv, wie viele andere Männer das auch nicht so empfinden. Die Breite der Geschmäcker reicht von Rubens-Frauen bis hin zu Superschlanken.
Das mal zur möglichen Mann-Wahrnehmung.

Ansonsten kann es Dir generell sicher helfen, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, um Unterstützung bei der Überwindung Deiner Selbstzweifel zu haben - eben nicht weil Du nicht normal wärst, sondern um Deine Angst zu überwinden, so gesehen zu werden.

jaja

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15. Juli 2007 um 7:54
In Antwort auf gretchen210

Erst mal "Danke"...
...für die Antworten!

Es ist natürlich nicht nur so, dass ich mich einfach schäme, in meinem Alter noch keine Erfahrungen gemacht zu haben, sondern auch merke, dass ich sofort unsicher werde, wenn mir irgendjemand zu nahe kommt. Immer kommen dann sofort die Fragen hoch: Mache ich was falsch? Was erwartet der andere von mir? Was ist richtig, was nicht? Und gerade auch deswegen ziehe ich mich immer mehr zurück, obwohl ich das eigentlich ja gar nicht will! Aber die Unsicherheit siegt meistens über meinen Mut...
Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich meinen Körper einfach so wenig, bzw. gar nicht akzeptieren kann. Seit zehn Jahren war ich nicht mehr beim Schwimmen, weil ich mich einfach nicht traue und Angst vor den Bemerkungen anderer Leute habe. Denn ich bin wirklich sehr schlank und habe keine Brüste, was während meiner Schulzeit dazu führte, dass ich mir das fast täglich von irgendwelchen Klassenkameraden vorhalten lassen musste...und wegen meiner Schüchternheit habe ich es auch nicht gewagt, mich dagegen zu wehren. Das sitzt noch ganz tief, das spüre ich selbst und es ist inzwischen einfach so, dass ich merke, wie sehr mich die Erinnerungen an diese Erfahrungen immer wieder "hinunter" ziehen und verunsichern. Aber ich weiß auch nicht, wie ich sie zurück lassen kann und ohne sie weiterleben! Oft denke ich auch: Hätten die mich damals, in der Schule, nicht ständig gehänselt und so verunsichert, wäre alles anders gekommen...was vielleicht totaler Quatsch ist.
Wahrscheinlich kann das jemand, der diese Angst nicht kennt, gar nicht nachvollziehen, wie das ist, wenn sie einen plötzlich überfällt. Mir ist auch schon auf offener Straße passiert, dass jemand an mir vorbei ging und sagte: "Ist die hässlich!", worauf hin die ganzen Freundinnen in schallendes Gelächter ausbrachen - mitten in der Fußgängerzone. Selbst einfach nur durch die Stadt zu gehen, ohne mich vor solchen Erlebnissen zu fürchten, kostet mich inzwischen Überwindung.

Wunden aus der Kindheit
Wunden aus der Kindheit sitzen oft tief. Aber man kann lernen sie heilen zu lassen. Geh mal ruhig zu einem Therapeuten. Ein gutes Verfahren für Dich wäre sicher die Arbeit mit dem inneren Kind. Also wäre ein Therapeut, der "tiefenpsychologisch" arbeitet für Dich geeignet. Ob eher Mann oder Frau ... vielleicht wäre Frau für DIch der leichtere Einstieg, am Ende Mann vielleich effizienter ... also vielleicht nach einiger Zeit wechseln ...

jaja

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15. Juli 2007 um 9:58

...
Hi,

ich find es gut das du dich mal traust hier rein zu schreiben, denn das ist schon mal ein Schritt!
Wo ich deinen Beitrag gelesen habe, sind Erinnerungen an mich rauf gekommen. Ich bin auch ziemlich schlank (geerbt) und kann da machen was ich will, ich nehm nicht zu. Auch mit den Männern war es bei mir das gleiche. Ich war in Männer verliebt denen ich nur als gute Freundin aufgefallen bin, aber sonst nicht interessant war. Ich hab mich auch wie mein Selbstwertgefühl angezogen. Ich hatte weite Klamotten an, farblos und auch unvorteilhaft.
Naja, wenn mal wer in mich verliebt war, dann bin ich so erschrocken das ich mich total zurück gezogen habe, weil ich mir nicht vorstellen konnte das er es ernst meint.
Die Angst mich wieder zu verlieben ist noch da, aber sonst hab ich einfach irgendwann angefangen meinen Kleidungsstil zu ändern und habe herausgefunden das die Gedanken gaaaaannnnnnzzzzzz viel ausmachen. Ich hab mal was probiert: Ich hab mich hergerichtet und bin raus gegangen, mit dem Gedanken das ich gut aussehe (hab mir den Gedanken verboten dran zu denken das ich es nicht so empfinde) und, echt erstaunlich, die Männer haben reagiert! Sie haben mir nachgeschaut und ich habs in vollen Zügen genossen. Das hab ich dann immer und immer wieder getan, um mich dran zu gewöhnen. Inzwischen ist es fast normal geworden und mein Selbstwertgefühl ist auch gewachsen!! Sicher, es gibt Tage da verschwindet es wieder, aber ich weiß wie ich es wieder raus hol!
In dieser Zeit hat sich eine Affaire ergeben und das tut mir auch sehr gut! Er mag meinen Körper! Da musste ich mich auch erstmal dran gewöhnen, aber es ist so! Inzwischen hab ich auch mehr Männer kennengelernt die schlanke Frauen mögen!
Dass sind alles kleine Schritte und die brauchen Zeit! Aber mir haben sie einiges gebracht! Ich bin nicht "geheilt" von meinem fast nicht vorhandenen Selbstwertgefühl, aber ich kämpfe dafür!
Als ich in einer Disco oder so war, kam ein junger Mann zu mir und hat mich angebaggert und der sah echt nicht schlecht aus! Weißt du was ich gemacht hab? Ich hab ihn stehen lassen, so erschrocken und überrascht war ich! *fg* Also, das muss man auch langsam lernen, aber das geht! Es gibt genug Männer an denen man das üben kann!
Ich rate dir, probier es einfach mal! Zieh was an, was betont (vielleicht hast ja einen knackigen Hintern), mit fröhlichen Farben und schmink dich! Geh vielleicht auch zu einer Kosmetikerin und frag was zu deinem Typ paßt (sehr interessant!). Dann geh raus und denk dir: "Ich seh gut aus, ich bin sexy...!" Wenn du das denkst, dann fängst du mehr von innen an zu strahlen... Probier es dann öfter! Ich bin sicher das es was bringt! Bleib bei kleinen Schritten, sonst wird es zuviel...
Hoffe das es dir was bringt!!

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15. Juli 2007 um 20:44
In Antwort auf gretchen210

Erst mal "Danke"...
...für die Antworten!

Es ist natürlich nicht nur so, dass ich mich einfach schäme, in meinem Alter noch keine Erfahrungen gemacht zu haben, sondern auch merke, dass ich sofort unsicher werde, wenn mir irgendjemand zu nahe kommt. Immer kommen dann sofort die Fragen hoch: Mache ich was falsch? Was erwartet der andere von mir? Was ist richtig, was nicht? Und gerade auch deswegen ziehe ich mich immer mehr zurück, obwohl ich das eigentlich ja gar nicht will! Aber die Unsicherheit siegt meistens über meinen Mut...
Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich meinen Körper einfach so wenig, bzw. gar nicht akzeptieren kann. Seit zehn Jahren war ich nicht mehr beim Schwimmen, weil ich mich einfach nicht traue und Angst vor den Bemerkungen anderer Leute habe. Denn ich bin wirklich sehr schlank und habe keine Brüste, was während meiner Schulzeit dazu führte, dass ich mir das fast täglich von irgendwelchen Klassenkameraden vorhalten lassen musste...und wegen meiner Schüchternheit habe ich es auch nicht gewagt, mich dagegen zu wehren. Das sitzt noch ganz tief, das spüre ich selbst und es ist inzwischen einfach so, dass ich merke, wie sehr mich die Erinnerungen an diese Erfahrungen immer wieder "hinunter" ziehen und verunsichern. Aber ich weiß auch nicht, wie ich sie zurück lassen kann und ohne sie weiterleben! Oft denke ich auch: Hätten die mich damals, in der Schule, nicht ständig gehänselt und so verunsichert, wäre alles anders gekommen...was vielleicht totaler Quatsch ist.
Wahrscheinlich kann das jemand, der diese Angst nicht kennt, gar nicht nachvollziehen, wie das ist, wenn sie einen plötzlich überfällt. Mir ist auch schon auf offener Straße passiert, dass jemand an mir vorbei ging und sagte: "Ist die hässlich!", worauf hin die ganzen Freundinnen in schallendes Gelächter ausbrachen - mitten in der Fußgängerzone. Selbst einfach nur durch die Stadt zu gehen, ohne mich vor solchen Erlebnissen zu fürchten, kostet mich inzwischen Überwindung.

Ja du spricht mir irgendwie aus der Seele...
Wenn auf der Strasse eine kleine Gruppe Leute stehen und aus irgendeinem Grund lachen dann kann man sich nicht gegen das Gefühl wehren, dass sie über einen selbst lachen...
Ich glaube dagegen helfen nur Freunde,die einem in seinem Selbstbewusstsein bestärken, am besten ohne etwas von der eigentlichen Situation zu wissen denn das ist einem ja auch peinlich!

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16. Juli 2007 um 3:59
In Antwort auf mairmn_12855735

Es ist einfach..
die Angst, die dich weder nach vorne noch nach hinten lässt. Es gibt sehr schüchterne Menschen, die sich einfach selbst blockieren. Für dich ist es ein Problem, was warscheinlich nicht jeder verstehen kann, weil es zu einfach ist, zu sagen, mensch geh doch in die welt hinaus und lern leute kennen. Desto älter man wird, desto mehr wächst die angst in einem. Aber so schlimm, wie du dich fühlst ist es nicht. Wenn ein mensch dich liebt, wieso sollte er ein problem haben, das du noch jungfrau bist, und wenn er es nicht versteht, dann kann es auch nicht der richtige sein. Du hast angst, das ist menschlich, aber nichts kommt von alleine, solange du dir nicht selber einen ruck gibst, es ist schwer, schwerer als wir es wissen könnten, aber wenn du etwas an deinem leben ändern willst, dann hast auch nur du die macht dazu es umzusetzen. Sei stark, nicht für andere, sondern für dich. Es ist auch schwer, das heutzutage menschen immer nur lachen oder den kopf schütteln können, sobald jemand anders ist, aber leider scheint das der lauf der welt zu sein. Schade das du nicht jemanden hast, mit dem du reden kannst. Das tut mir leid für dich, aber andererseits kannst du auch nicht wissen, ob jemand dich versteht oder versucht dir zu helfen, wenn du dich nicht öffnest. Klar wirst du vielleicht auch auf ablehnung stossen, aber gerade solche dinge, stärken uns doch, man lernt damit umzugehen, stärker zu sein, indem man einfach denkt: wenn der mich auslacht, kann der mir den buckel runterrutschen. Ich glaube du brauchst an erster stelle, jemanden zum reden. Schäm dich für gar nichts. Geh einen schritt nach vorne, egal wie klein er sein mag. Ich wünsche dir alles alles liebe!

Schau in den Spiegel!!!
Und akzeptiere dich selbst, kleines Gretchen!!!!
Wo ich noch in Deutschland wohnte war ich eine kleine, graue Maus mit geringem Selbstwertgefühl die überhaupt keine männlichen Bekannten hatte und kaum auf Parties war. Die man immer gehänselt hat und die sich nie gewehrt hat.
All das hat nur dazu genützt mich krank zu machen und ich fast an Anorexie und Suizidversuchen draufgegangen bin.Auf Fotos sah ich immer so unsicher und hässlich aus!
Später bin ich aus Deutschland weg, man kann sagen ich bin geflüchtet, nicht die beste Lösung, aber mir hat sie damals mein Leben zurückgegeben. Ich will jetzt nicht sagen, dass du wegziehen sollst, aber durch den Umzug habe ich einen Neuanfang gestartet. Lateinamerikanische Männer und eine ganz andere Umgangsform unter den Menschen haben mir sicherlich auch geholfen mein Selbstvertrauen zu stärken.Von Anfang an kamen die Jungs (Deutsche, Schweizer, Spanier die hier wohnten) auf mich zu und ich wusste erst gar nicht, was ich sagen sollte, hatte beim Hallo einen Klos im Hals.
Ich bin dieselbe Person, ich habe mich äusserlich nicht viel verändert, aber ich bin ein viel offener Mensch geworden, mit einem Selbstwertgefühl welches ums Hunderfachene gestiegen ist und genau das strahlt man aus. Ich war letztes Jahr in Deutschland zu Besuch. 4 Jahre nach meinem Verschwinden, bin ich durch die Straßen gewitschaftet, wie ich es bei mir hier zu Hause mache, wo mich plötzlich Gott und die Welt kennt und liebt, weil ich mich verändert habe und meine Einstellung zu mir selbst.Mein Spitzname lautet hier La Loca- die Verrückte, da ich die gute Laune und mein Leben voll und ganz auslebe!
In Berlin hat mir komischerweise plötzlich jeder Mann nachgeschaut und mich angesprochen.
Aber ich schwöre dir, ich habe mich nicht verändert, äusserlich nicht, aber du strahlst immer deinen derzetigen Gefühlsstand nach außen aus.
Also, vertraue dir, du bist eine Frau, dir kann keiner was anhaben, Kopf hoch, Brust raus, Schultern hinter, nette Sachen, ein Lächeln und dann geh los, öffne dich der Welt!!!! Du kannst das, jede Frau kann das, das steckt in unserer Natur!!!!!

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22. Juli 2007 um 0:37

...
DUDEN: HYPERBEL.

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22. Juli 2007 um 0:41

Jungfrau.... na und??
also ich bin selber auch noch jungfrau....
na und??
ist doch nichts dabei??
jeder hat doch das recht das mit seinem körper zu machen was er will oder halt nicht zu machen....
du wirst deine erfahrungen noch sammeln und wenn ein mann probleme damit hat das du noch jungfrau bist dann ist er eh nicht der richtige für dich ....

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22. Juli 2007 um 4:21

Ich war auch noch bis vor kurzem Jungfrau

und mit 18 hab ich mich da schon wie ein Alien gefühlt. Also kann ich gut nachvollziehen wie peinlich es für einen selbst ist, denn man bekommt das Gefühl "nicht gut genug" und "ungewollt" zu sein.

Dann ist es also passiert. Ich mochte den Kerl. Ich war aber betrunken. Geliebt (und lieb ihn immer noch) hab ich einen anderen. Es war nicht schlecht und wenn ich ihm nichts über mein Jungfrau-sein erzählt hätte, hätte er auch nichts davon gemrkt. Ich wollte nicht mit ihm zusammen sein. Seine verliebtheit ging schnell vorrüber. Kurz danach stürzte ich mich wieder in eine sexuelle Sache. Doch auch diesmal erfüllte ich die Wünsche nicht. Ich glaub er wollte nicht Sex, er wollte geliebt werden. Liebe konnte ich ihm nicht geben. Aber das hatte ich ihm bvon vornerein gesagt. Gestört hatte es ihn scheinbar nicht. Erst danach. Er fand mich kalt.

Ob ich es bereue? Ich fühle mich nicht mehr wie ungewollte Ware. Dafür aber wie gebrauchte Ware. Ich hatte kein gutes Selbstwertgefühl. Doch meine Achtung vor mir selbst ist noch mehr gesunken. Ich wertschätze mich nicht mehr.

Das mit dem verliebt-sein: Die Männer, die ich liebte, liebten mich auch nie. Obwohl ich glaube doch. Aber ich habe sie fortgedrängt. Meine Gefühle verschwiegen (man fühlt sich ja nicht gut genug dafür geliebt zu werden). Deswegen hab ich jeden verloren. Bislang waren es 3. Auch das ist mein Problem: Ich verliebe mich so gut wie gar nicht und meine Liebe hält jahrelang. Ich glaube nur an eine ewige liebe. Deswegen hält mich die Treue. Denn mit dem Herzen bin ich vergeben.Und andere Männer interessieren mich nicht.

Ich denke aus meiner Sache wirst du herraushören, dass es KEINE Schande ist Jungfrau zu sein. Glaub mir wenn es ohne Liebe geschieht ist es nichts wert. Genau das wirst du danach empfinden: nichts. Und deine Achtung vor dir selbst sinkt noch mehr ab. Also warte lieber auf den richtigen Menschen.

Lg Áine

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22. Juli 2007 um 13:34

Hallo Gretchen!
Ich bin 29 und ebenfalls Jungfrau UND: ich bin da total stolz drauf Ich habe absolut kein Bedürfnis nach Sex und mir braucht auch kein Kerl zu nahe kommen. Meine Freundinnen und Familie verstehen das überhaupt nicht, aber das ist mir egal, denn es ist schließlich mein Leben

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