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Nikolausstiefel war leer

7. Dezember 2004 um 14:35

Ich weiß, ihr denkt bestimmt ich übertreibe oder bin erst 4 Jahre alt.
Wie schon in der Überschrift erwähnt, war mein Nikolausstiefel leer. Während ich mir Gedanken gemacht hatte wie ich meinem Schatz zu Nikolaus eine Freude mache. Ich hatte ja schon geahnt, dass er (Typisch Mann) halt nichts für mich hat, war dann aber doch enttäuscht als es soweit war. Er hatte natürlich ein tierisch schlechtes Gewissen und hat mir daraufhin Blumen ins Büro gebracht. Leider gerade die Blumenart, die ich überhaupt nicht mag. Außerdem finde ich, steckt bei ihm kein schöner Gedanke dahinter, sondern nur nach dem Motto "so, jetzt hab ich auch was geschenkt und nun ist alles wieder gut". Ich konnte mich ehrlich auch nicht über die Blumen freuen, was er auch ein bisschen gemerkt hat.
Was sagt ihr?

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7. Dezember 2004 um 14:41

Find
ich schlimm, dass man wegen solcher Kleinigkeiten enttäuscht ist. Wenn ich etwas schenke, dann nicht weil ich ein Geschenk zurück erwarte. Ich würde ja verstehen, wenn er dir zu deinem Geburtstag nichts geschenkt hätte oder zu Weihnachten, eben zu größeren Anlässen. Aber Nikolaus??!! Ich würde das nicht so eng sehen.

lg
duschka

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7. Dezember 2004 um 14:43

...
Kindisch !

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7. Dezember 2004 um 14:44

Solche....
...probleme hätte ich auch gerne einmal!!!!

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7. Dezember 2004 um 14:44

Nimm ihn heute abend in den arm und gut iss

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7. Dezember 2004 um 14:48

Was?
was bitte schön ist am niklaus so wichtig wir sind erwachsen!! muss man den da jetzt auch noch geschenke machen???!!!??? da mach ich nicht mit!
ich schenke lieber mal was zwischen dem jahr durch und dan kommt es von herzen!

sorry dein schatz kennt dich ja wohl genug gut und er wird sich gedacht haben wenn ich ihr nicht mal blumen bring dan ist sie stink sauer.... klar kamen diese blumen nicht von herzen sondern aus schlechtem gewissen... eigentlich sollte dir das zeigen das deinem schatz viel an dir liegt sonnst hätte er das doch bestimmt nicht gemacht!.....

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7. Dezember 2004 um 15:01

Liegt wohl daran...
dass ich so enttäuscht bin, weil ich vor kurzem noch ein romantisches Wochenende für uns gebucht hatte und auch schon nichts zu unserem Jahrestag bekommen habe. Mich ärgert es irgendwie, weil es so einfach ist mir eine Freude zu machen und dann bekomme ich auch noch die Blumen, die ich hasse.

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7. Dezember 2004 um 15:06
In Antwort auf lumusi_12902111

Liegt wohl daran...
dass ich so enttäuscht bin, weil ich vor kurzem noch ein romantisches Wochenende für uns gebucht hatte und auch schon nichts zu unserem Jahrestag bekommen habe. Mich ärgert es irgendwie, weil es so einfach ist mir eine Freude zu machen und dann bekomme ich auch noch die Blumen, die ich hasse.

Ehrlich gesagt
finde ich du übertreibst! jahrestag ist auch nicht so wichtig! Wichtig ist GEBURTSTAG und für einige noch weihnachten. wie verkrampft doch einige frauen auf datums schauen!!! und es ist egal was für blumen es sind hauptsache du hast welche!!!.... bist du sonnst unglücklich in deiner beziehung... das alles kan doch nicht dein ernst sein.

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7. Dezember 2004 um 15:15
In Antwort auf lindaria

Ehrlich gesagt
finde ich du übertreibst! jahrestag ist auch nicht so wichtig! Wichtig ist GEBURTSTAG und für einige noch weihnachten. wie verkrampft doch einige frauen auf datums schauen!!! und es ist egal was für blumen es sind hauptsache du hast welche!!!.... bist du sonnst unglücklich in deiner beziehung... das alles kan doch nicht dein ernst sein.

Doch das ist mein Ernst
Ich gebe mir ständig Mühe mit kleinen Aufmerksamkeiten eben wie z.B. romantisches Wochenende, Jahrestag, Nikolaus...etc und es kommt nicht wirklich was zurück. Da hat er ein schlechtes Gewissen, dann rennt man schnell zum Blumenladen, holt irgendwas, nur damit die Alte die Schnauze hält. Da hätte er es lieber gleich dabei belassen können. Das Ganze hat er doch nur gemacht, damit er sagen kann "ich hab dir ja auch was geschenkt" und nicht weil er mir eine echte Freude machen wollte.
Und so kindisch kann das mit der Nikolaus Schenkerei gar nicht sein, denn dann würde mein ganzes Umfeld, meine ganze Firma kindisch sein. Oder wollt ihr mir erzählen, dass ihr nicht mindestens eine Person kennt, die etwas geschenkt bekommen hat oder geschenkt hat?

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7. Dezember 2004 um 15:18
In Antwort auf lumusi_12902111

Doch das ist mein Ernst
Ich gebe mir ständig Mühe mit kleinen Aufmerksamkeiten eben wie z.B. romantisches Wochenende, Jahrestag, Nikolaus...etc und es kommt nicht wirklich was zurück. Da hat er ein schlechtes Gewissen, dann rennt man schnell zum Blumenladen, holt irgendwas, nur damit die Alte die Schnauze hält. Da hätte er es lieber gleich dabei belassen können. Das Ganze hat er doch nur gemacht, damit er sagen kann "ich hab dir ja auch was geschenkt" und nicht weil er mir eine echte Freude machen wollte.
Und so kindisch kann das mit der Nikolaus Schenkerei gar nicht sein, denn dann würde mein ganzes Umfeld, meine ganze Firma kindisch sein. Oder wollt ihr mir erzählen, dass ihr nicht mindestens eine Person kennt, die etwas geschenkt bekommen hat oder geschenkt hat?

Aber
das ist doch nicht zwingend für alle???
ich finde es viel schöner, sich ohne anlass zu zeigen dass man sich liebt, als immer ein festes datum oder ein fest oder was weiß ich auch immer abwarten zu müssen. das artet doch nur in zwang aus "bä, schon wieder was schenken..."
hast Du schon mal mit Deinem freund darüber geredet??? ich find es nämlich schon heftig, was Du über ihn so sagst...
maus

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7. Dezember 2004 um 15:21
In Antwort auf jae_12516112

Aber
das ist doch nicht zwingend für alle???
ich finde es viel schöner, sich ohne anlass zu zeigen dass man sich liebt, als immer ein festes datum oder ein fest oder was weiß ich auch immer abwarten zu müssen. das artet doch nur in zwang aus "bä, schon wieder was schenken..."
hast Du schon mal mit Deinem freund darüber geredet??? ich find es nämlich schon heftig, was Du über ihn so sagst...
maus

Ich habe doch
bereits zu einem "unebstimmten" Datum was geschenkt...? Aber von ihm kommt nichts.
Offensichtlich versteht mich hier keiner, auch nicht meine Enttäuschung.

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7. Dezember 2004 um 15:24

Also ich kann sich verstehen...
Ich rechne mittlerweile zwar nicht mehr mit Geschenken von meinem Liebsten, aber nicht, weil ich mich nicht freuen würde, sondern weil er NIE an siwas denkt.

Sicher ist Nikolaus nicht wirklich ein wichtiger Anlass, aber wem es Freude bereitet, eine Kleinigkeit zu verschenken - warum nicht? Ich habe ihm gestern auch ein kleines Geschenk gemacht (mache ich auch zwischendurch immer mal...) und er hat sich sehr gefreut (und das üblihe schlechte gewissen bekommen...).

Wäre er losgelaufen und hätte er mir krampfhaft auch noch etwas gekauft, dann wäre ich auch sauer gewesen. Auf Geschenke, die "unter Zwang" gekauft werden, kann ich verzichten.

Sicher st es kein Weltuntergangmg, aber trotzdem enttäsuchen, wenn man nie überrascht wird.

LG, Nindscha

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7. Dezember 2004 um 15:30

Ich kann dich auch verstehen...
...obwohl ich dieses problem ganz und garnicht habe. ich habe wohl ein doch seltenes exemplar! ich bekomme geschenke zum jahrestag, geburtstag, ostern, nikolaus, usw und auch zwischen durch. wobei es meist selbstgemacht dinge sind oder dinge bei denen mein schatz weiss, dass ich sie mir schon länger wünsche.

erzwungene geschenke sind blöd. wenn dein freund nicht der typ ist, der zu solchen anlässen geschenke macht, dann kannst du das wohl nicht ändern. hatte so ein exemplar auch fast 10 jahre.

gruß, tigerle

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7. Dezember 2004 um 15:35

Ich muss zugeben...
... ich manipuliere meinen liebsten da ein bisschen
und zwar indem ich mich entsprechend im vorhinein erkundige "ob wir uns was schenken" und dann relativ kurz vorher häufig mit wachsender begeisterung betone wie sehr ich mich schon freue( nicht auf die geschenke versteht sich)

ich kann dich verstehen- als ich zum geburtstag keine blumen bekomme habe war ich auch enttäuscht ich hab ihm das gesagt und er gibt sich jetzt wirklich mühe.
ich finde es sollte in einer beziehung selbstverständlich sein, dass man versucht dem partner entgegen zu kommen. und wenn man eben so'ne kindische tussie daheim hat die zumindest zu feiertagen nicht auf geschenke verzichten kann( ICH! ) dann kann man doch versuchen sich 'n bisschen mühe zu geben?

allerding muss ich noch was zu den anderen überraschungen sagen- ich finde es schön wenn du das für ihn tust, aber du solltest im gegenzug nicht erwarten das er dir auch was schenkt. und irgendwie ist das doch auch ne traurige motivation!?

by the way- ich möchte noch bemerken, dass jeder nikolaus eine andere bedeutung beimisst. nur weil einige von euch es unbedeutend finden, trifft das nicht auf alle zu( ich habe vergessen meinen eltern einen schönen nikolaustag zu wünschen- das geschenk hatte ich schon geschickt, sie wohnen sehr weit weg- da sind sie jetzt auch direkt beleidigt )


sparkling

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7. Dezember 2004 um 15:35
In Antwort auf lumusi_12902111

Ich habe doch
bereits zu einem "unebstimmten" Datum was geschenkt...? Aber von ihm kommt nichts.
Offensichtlich versteht mich hier keiner, auch nicht meine Enttäuschung.

Klar
kann ich verstehen dass Du enttäuscht bist, aber liebe wird doch nicht über geschenke definiert! liebe bedeutet doch was ganz anderes! oder hat sich die definition dafür geändert und ich lebe in der falschen zeit??
also mir wäre das unangenehm, wenn ich mal ehrlich bin, wenn mich mein freund in geschenke eindecken würde zu jedem kleinsten anlass... ab und an ist das ja ok und man fühlt sich geschmeichelt, aber dauerhaft??? also ich weiß nicht.
wenn Dir die geschenke so wichtig sind, dann sag das Deinem freund doch einfach. vielleicht ist ihm das ja einfach nicht so bewusst.
maus

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7. Dezember 2004 um 15:43
In Antwort auf lumusi_12902111

Doch das ist mein Ernst
Ich gebe mir ständig Mühe mit kleinen Aufmerksamkeiten eben wie z.B. romantisches Wochenende, Jahrestag, Nikolaus...etc und es kommt nicht wirklich was zurück. Da hat er ein schlechtes Gewissen, dann rennt man schnell zum Blumenladen, holt irgendwas, nur damit die Alte die Schnauze hält. Da hätte er es lieber gleich dabei belassen können. Das Ganze hat er doch nur gemacht, damit er sagen kann "ich hab dir ja auch was geschenkt" und nicht weil er mir eine echte Freude machen wollte.
Und so kindisch kann das mit der Nikolaus Schenkerei gar nicht sein, denn dann würde mein ganzes Umfeld, meine ganze Firma kindisch sein. Oder wollt ihr mir erzählen, dass ihr nicht mindestens eine Person kennt, die etwas geschenkt bekommen hat oder geschenkt hat?

Was du nicht begriffen hast..
wenn man schenkt dan aus freude und ohne verlangen etwas zurück zu bekommen!!! dein problem mit deinem freund schätze ich, liegt ganz wo anderst! ...

warum sagst du ihm dan nicht einfach ganz lieb, schatz ich hätte es gerne wenn wir uns zu jedem anlass was schenken... dan erfährst du auch seine meinung dazu!!
anstatt einfach die beleidigte zu spielen

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7. Dezember 2004 um 16:41

Ich habe mal...
...von einer Freundin eine Karte bekommen mit folgender Aufschrift:

Männer und Frauen passen nicht zusammen, außer in der Mitte.

Und irgendwie ist da was Wahres dran...

Und ich seh das jetzt Positiv: Wenn man nur alle Jubeljahre einmal überrascht wird, dann freut man sich umso mehr.

Liebe Grüße,
Nindscha

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7. Dezember 2004 um 18:52

Nimm es nicht so ernst!
Hi,

ich glaube Männer sind einfach so. Entweder Frau prügelt es ihm rein dass was kommen muss, oder es kommt halt nichts.

Mach dir keine Gedanken, er hatte so ein schlechtes Gewissen dass er dir Blumen geschickt hat. Auch wenn er die falschen ausgesucht hat ist nicht schlimm.

Ich an deiner Stelle würde drüber lachen! Ist doch süss dass er dir Blumen schickt.. weil er es vermasselt hat.

Gruß

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7. Dezember 2004 um 21:56
In Antwort auf gena_12107388

Find
ich schlimm, dass man wegen solcher Kleinigkeiten enttäuscht ist. Wenn ich etwas schenke, dann nicht weil ich ein Geschenk zurück erwarte. Ich würde ja verstehen, wenn er dir zu deinem Geburtstag nichts geschenkt hätte oder zu Weihnachten, eben zu größeren Anlässen. Aber Nikolaus??!! Ich würde das nicht so eng sehen.

lg
duschka

Männer!
Ich glaube hier verstehen die wenigsten worum es geht. Nämlich mit Sicherheit nicht darum, Geschenke zu bekommen.
Mir ging es nämlich genauso. Ich habe Schokolade und einen Weihnachtsstern für meinen Freund besorgt und es ihm sogar am Sonntag abend gegeben, weil wir uns morgens nicht mehr gesehen haben. Da meinte er noch, ist doch erst morgen.
Als ich dann am Montag abend bei ihm war, dachte ich, ich krieg vielleicht auch ein Blümchen (nicht um des Geschenkes willen, sondern, um zu sehen, dass er den Tag über auch mal an mich gedacht hat. Hätte von mir aus auch ein Papierzettel mit Ich hab Dich lieb sein können).
Aber nix. Kein Blümchen, kein gar nix...
Tja...

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7. Dezember 2004 um 21:59

@ Temptress
...besser hätte ich es nicht ausdrücken können...Kompliment!

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7. Dezember 2004 um 23:10

Kein Problem
wir futtern das ganze jahr über soviel Schoki und finden es beide blöd uns vom kalender vorschreiben zu lassen , wann wir uns überraschen sollen. Wo noch kinder im Haus waren ..wurde der Tag selbstverständlich zelebriert... genau wie Ostern und Weihnachten. Bedeuten tun uns diese verordneten Geschenketage nichts und endlich haben wir die Freiheit uns dieses nicht antun zu müssen. Die Überraschung ist auch größer, wenn irgendwann zwischendurch was geschenkt wird oder in Taschen versteckt usw. Das einzige worauf wir wert legen ist unser Geburtstag. Wenn er vergesen wird ... was auch schon vorkam ..... dann ist die Hölle los

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8. Dezember 2004 um 9:34

"verordnete geschenktage"
ich muss erhrlich sagen, mich überrascht diese, offensichtlich weit verbreitet, negative meinung und gleichgültigkeit gegenüber gedenktagen.

nach meinem verständniss bieten diese tage die möglichkeit sich BEWUSST gedanken über die liebsten zu machen, und etwas auszusuchen das sie erfreut.
natürlich KANN man sich immer was schkenken, und klar KANN man sachen, von denen man weiss jemand wünscht es sich, jederzeit kaufen, aber darum geht es nicht!

sondern darum, das man zum geburtstag die freude ausdrückt das der jenige zu uns gekommen ist, das man aus weihnachten ein fest der familie macht, das man zu nikolaus schokolade verschenkt um zu "belohnen" das die anderen "brav" waren in erinnerung an unschuldige kindergartenzeiten, das man sich zum jahrestag/ hochzeitstag bei dem anderen für die gemeinsame zeit bedankt und ihm zeigt wie sehr man liebt....

möglicherweise könnte man auch all das jederzeit machen- aber ehrlich gesagt: ich bin nicht jeden tag BEWUSST dankbar.


sparkling

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8. Dezember 2004 um 9:37

"fehlgesteuerte" glücksfälle
*lol*.....der war gut!

ich sage immer zu meinem schatz, dass er eh irgendwie zu 80% eine frau ist!

gruß, tigerle

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8. Dezember 2004 um 10:03

Wenn ich ganz ehrlich bin, ...
dann gehen mir die vielen besonderen Datümer auf den Senkel.

Wenn ich wollte, könnte ich auch noch an Ostern, Muttertag, Vatertag, Namenstag, Kennenlerntag, Hochzeitstag, Valentinstag und Nikolaus denken (hab jetzt wahrscheinlich noch welche vergessen), aber ich mach mir nur zu zwei Terminen im Jahr Gedanken und das sind Geburtstag und Weihnachten. Es gibt für mich persönlich eben nur 2 wichtige Tage im Leben der Menschen, die mir nahe stehen und nicht 10 oder noch mehr. Aber Frau, die mit mir zusammen ist, weiß das auch, da ich das kommuniziere, eben weil ich solche 'schlechtes-Gewissen-nachträglich-Blumen' nicht mag.

Ansonsten schenk ich viel lieber was zwischendurch, weil ich Überraschungen viel besser finde als diese geplanten Aktionen.

Wenn ich für meine Frau an Nikolaus kein Schokoladengeschenk habe, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass ich sie nicht mehr mag oder dass sie micht nicht interessiert. Es heißt lediglich, dass dieser Tag in meiner Prioritätenliste dort steht, wo nix zu verschenken ist. Punkt.

Wenn es beiden ein Bedürfnis ist, zu diesen Terminen zu schenken wie es bei Tigerles der Fall zu sein scheint, dann funktioniert es. Wenn nur einer das Bedürfnis hat und dafür erwartet, dass der andere deshalb genauso empfinden muss, geht es schief!

Sprich mit Deinem Freund offen darüber und vielleicht kannst Du Dich dann aus dem Käfig Deiner Erwartungen befreien.

LG

Larsen

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8. Dezember 2004 um 11:38

Wo keine Probleme sind
müssen wohl erst welche geschaffen werden...

Mein Freund hat vorletztes WE traurig erwähnt, dass bei ihm die Weihnachtsvorfreude vor lauter Stress ausbleibt... er blickte währenddessen zu den beschmückten und beleuchteten Fenster der Nachbarn...

Ich bin 2 Tage später in den Wald, habe Zweige und Moos gesammelt, habe ne Schieferplatte aus unserer Schiefergrube mitgenommen... das Ganze dann zusätzlich mit goldangemalten Walnussschalen und selbstgetrockneten Orangenscheiben beschmückt ... eine günstige Lichterkette ergattert und habe ihn zum Nicklaus damit überrascht...

Keineswegs habe ich eine Gegenleistung erwartet... Ich habe es getan, um ihm eine Freude zu machen... und es ist mir gelungen...

Warum erwartest du, dass er ausgerechnet an diesem Tage ebenfalls eine Gegenleistung erbringt? Macht es dir keine Freude, ihn einfach mit etwas kleinem zu Beschenken, ohne gleich etwas als Gegenleistung zu erwarten?

Ich denke, es liegt daran, dass es bei uns in der Family nicht so gehandhabt wurde, dass wir zu Niklaus beschenkt werden... aus dem Grunde erwarte ich nix vom Freund...
Vlt bist du in der Kindheit immer beschenkt worden.. somit ist deine Erwartungshaltung eine andere... auch wenn es so ist... solltest du dich nun nicht daran festbeißen, dass du nix von deinem Freund bekommen hast ...

Sprech vlt einfach an, dass du traurig darüber bist... frag ihn doch einfach, wie er zum Nickolaus steht... vlt hat er einfach eine ganz andere Ansicht als du ... und akzeptiere sie... ihn dazu zu bewegen, dich zu beschenken wäre auch nicht Sinn der Sache, denn letztlich sollte es doch von Herzen kommen und nichtw eil es a) auf dem Kalender steht und b) umd die Freundin (oder den Freund) zufrieden zu stellen

grüßchen
turnedup

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8. Dezember 2004 um 11:48
In Antwort auf lumusi_12902111

Doch das ist mein Ernst
Ich gebe mir ständig Mühe mit kleinen Aufmerksamkeiten eben wie z.B. romantisches Wochenende, Jahrestag, Nikolaus...etc und es kommt nicht wirklich was zurück. Da hat er ein schlechtes Gewissen, dann rennt man schnell zum Blumenladen, holt irgendwas, nur damit die Alte die Schnauze hält. Da hätte er es lieber gleich dabei belassen können. Das Ganze hat er doch nur gemacht, damit er sagen kann "ich hab dir ja auch was geschenkt" und nicht weil er mir eine echte Freude machen wollte.
Und so kindisch kann das mit der Nikolaus Schenkerei gar nicht sein, denn dann würde mein ganzes Umfeld, meine ganze Firma kindisch sein. Oder wollt ihr mir erzählen, dass ihr nicht mindestens eine Person kennt, die etwas geschenkt bekommen hat oder geschenkt hat?

@Clairmonique

Sicherlich enttäuschend, wenn du dir so häufig etwas einfallen lässt und keine Resonanz vorhanden ist... zumindest keine positive Resonanz! Kann ich gut nachvollziehen!

Da nützt nur, dass du die Konsequenzen ziehst und ganz klar deine Grenzen absteckst!
Schenke weder zum Jahrestag etwas noch zu anderen Anlässen (Geburtstag evtl ausgenommen).
Erwarte nicht gleich eine Reaktion, vlt merkt er es ja erstmal gar nicht... aber wenn du dich auf Dauer zurückschraubst, wird er es früher oder später schon merken...
Ob er dann etwas ändert und sich auch mal Mühe macht, etwas zu organisieren oder schenken, steht in den Sternen... vlt spricht er dich irgendwann drauf an ... und ihr könnt darüber reden...

grüßchen
turnedup

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8. Dezember 2004 um 16:23

Kenn ich, trotzdem...
Hi, kann mir deinen Blick in den Stiefel vorstellen. Habe ich auch öfters erlebt.
Ich bekomme auch nach 12 Jahren Ehe kein Osterei oder Nikolaus. Aber: Dafür habe ich keinen Meckerpott, weil das Essen zu spät fertig ist.Er kocht manchmal selber. Es gab auch keinen Ärger, als ich das Auto demoliert habe. Und ich darf öfters mit meinen Freundinnen über ein mehr oder weniger langes Wochenende verreisen. Er versorgt dann die Kinder, nimmt sich Urlaub dafür. DAS ist mir dann doch wichtiger als ein Nikolausstiefel...
Vielleicht zeigt auch dein Schatz dir seine Liebe auf eine andere Art? Es wäre dir zu wünschen. Falls Nicht: Äussere deine Wünsche. Wenn keiner weiß, was du dir wünscht, kann dir auch keiner deine Wünsche erfüllen.
LG,
die Wuschelige.

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8. Dezember 2004 um 16:29

Du übertreibst
das ist wirlich wahr, wenn Du keine Probleme hast,Du machst sie Dir. Meine Güte, bist Du ein kleinkind,das auf jeden Feiertag geschenke erwartet? Hallo!!!! Und das mit den Blumen war auch nicht gerade fair von Dir. Seid lieb zueinander, wenn das Deine Sorgen sind,geht es Dir doch gut.

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8. Dezember 2004 um 16:47

Einspruch Euer Ehren ...
Ich setz mich nicht und 6 ist auch nicht gerechtfertigt!

Ich mag diese verordneten Termine nicht, weil da etwas von mir erwartet wird, egal, ob ich Lust dazu habe oder nicht. Das ist eine ganz persönliche Eigenart von mir. Man/frau drängt mich nicht!
An Weihnachten und Geburtstag seh ich das ein und dann ist mir auch wichtig, Rauchzeichen zu geben, dass der andere mir sehr wichtig ist.

Ansonsten mag ich viel mehr die Überraschung.

Kleines Beispiel: Ich bin Frühaufsteher und mach daher in der Regel das Frühstück. Ich geh also einkaufen, während sie noch schläft und bring dann ab und an Kleinigkeiten mit, wenn mir was Nettes ins Blickfeld gerät. Das kann jetzt um die Zeit auch durchaus der kleine von Dir zitierte Schokikerl sein. Den stell ich dann drapiert mit ein paar Zeilen auf den Frühstückstisch und hab einen Heidenspaß, wenn sie etwas entdeckt, womit sie nicht gerechnet hat.

Ich weiß, dass solche kleinen Zeichen der Wertschätzung, diese kleinen 'ich denk an Dich' gerne gesehen werden, aber ich geb sie lieber, wenn mir danach ist und nicht, wenn der Kalender mir sagt 'Es ist mal wieder was fällig'. Es ist ok, wenn Frau sich eher an den Kalender hält, aber ich fühl mich dadurch nicht verpflichtet, es gleich zu tun und cih würde vermutlich allergisch reagieren, wenn mir jemand begegnete mit 'Hier ist Dein Nikolaus! Wo ist mein Nikolas?'

Und dreh es doch mal anders herum. Wenn Frau eine Kleinigkeit von mir vorfindet, kann sie sich ja sicher sein, dass es mir ein Bedürfnis war und dass ich nicht nur den allgemeinen Gepflogenheiten eines Termins gefolgt bin - ungefähr so wie die Blumen, die die Sekretärin besorgt, weil im Terminkalender ihres Chefs steht, dass er Hochzeitstag hat und abends etwas für die Gattin braucht.

So, Frau Tress, geh mal davon aus, dass nicht alle Männer durch entsprechende Gen-Verteilung von Geburt an schofelig sind.

LG

Larsen

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9. Dezember 2004 um 10:56

Dann müssen wir das vielleicht ...
mal aufdröseln, liebe Fee.

" ... geht m i r ein wenig auf den senkel, dass du immer nur von d i r, d e i n e n prioritäten und d e i n e n bedürfnissen....."

Ich denke, damit beginnt es, nämlich sich seiner Bedürfnisse und Prioritäten bewußt zu werden.
Nächster Schritt ist dann in einer Partnerschaft, die Vorlieben und Abneigungen des Partners (auch im Detail) herauszufinden und dann Wege zu suchen, mit denen beide gut leben können.

Und mein Ansatz ist eben, den anderen nicht mit Erwartungen zu überziehen, die er gefälligst zu erfüllen hat, weil ich sonst sauer, traurig, enttäuscht oder sonst was bin.
Der andere äußert, was er mag oder nicht mag und ich hab dann nach meinem Naturell die Möglichkeit darauf zu reagieren. Bedingt natürlich ein gewisses Maß an Sensibilität, aber das sollte in unserem Alter ja durchus schon mal vorhanden sein

Bestes aktuelles Beispiel: Sie wünscht sich, dass ich mit in die Sauna gehe und ich würde mich freuen, wenn sie mich auf die Tribüne des Borussen-Parks begleitet.
Sie kann mit Fußball überhaupt nichts anfangen und hat sogar schon mal VIP-Karten für ein Derby von einem Lieferanten ausgeschlagen und wollte dafür lieber ein Musical-Ticket und ich mag Hitze nicht und empfinde es in einer Sauna wie in einer heißen Zwangsjacke, wo ich nur noch schlecht Luft bekomme.
Wir haben drüber gesprochen, wie schön die gemeinsame Sauna für sie wäre und wie schön das gemeinsame Fußballspiel für mich wäre, aber festgestellt, dass die jeweilige Abneigung zu groß ist.
Wenn wir jetzt den Kompromiss schlössen, dass der andere mitkommt, säße ich im Stadion in dem Bewußtsein, dass sie froh ist, wenn sie da wieder raus kann und sie säße in der Sauna mit dem gleichen Gefühl. Wir sind uns einig, dass da keiner was von hätte und so geht sie mit ihrer Sauna-Clique schwitzen und ich fahr mit ein paar Jungens Fußball gucken. Abends treffen wir uns dann gut gelaunt wieder.

Auf der anderen Seite gibt es dann auch eine ganze Reihe gemeinsamer Interessen, wo sich diese Frage überhaupt nicht stellt, weil es uns beide interessiert.

Ich möchte, dass meine Partnerin Dinge aus sich heraus tut. Sie weiß dann zwar, dass ich das mag, aber sie tut es nicht aus purem Pflichtgefühl oder weil sie sich gedrängt fühlt und dann entstehen auch nicht solche Situationen wie von der Schreiberin dieses Threads geschildert, nämlich dass jemand nach dem Motto handelt 'Ich mach das, damit ich meine Ruhe hab' und dazu noch mit den falschen Blumen, was dann zu zusätzlicher Verstimmung führt. Vielleicht hat ja auch ein wenig das Unterbewußtsein den jungen Mann dazu geführt, die falschen Blumen mitzubringen, damit er zukünftig Ruhe davor hat.

" .... "Sprich mit Deinem Freund offen darüber und vielleicht kannst Du Dich dann aus dem Käfig Deiner Erwartungen befreien!"

heißt: verzichte d u auf deine bedürfnisse, finde sie albern, empfinde sie als "käfig" - und ermögliche i h m damit die freiheit, ausschließlich nach seinen eigenen prioritäten zu leben. korrekt? ...."

Nein, liebe Fee, die Schlußfolgerung ist nicht richtig. Sich aus dem Käfig seiner Erwartungen befreien, heißt für mich, sich klar zu machen, dass ich keinen Anspruch darauf habe, dass der andere so reagiert wie ich das gerne hätte. Es ist für mich schön, wenn er so reagiert, aber ich sollte es auch akzeptieren, wenn er nicht so reagiert. Was passiert denn, wenn ich rauslasse, dass ich es aber erwarte? Es gibt eine Reaktion, die auf Druck basiert. Und wem ist damit gedient? Dem einen, der erwartet, dient es vielleicht, wenn er nicht mitbekommt, was in dem anderen abgeht. Aber in dem anderen ist dieses kleine Detail gespeichert. Ich denke, dass sich ein Gefühl von Unwohlsein entwickelt, wenn man Dinge unter Druck tut. Und wenn das Methode hat, sammeln sich diese Details und kommen irgendwann an die Oberfläche, wo man es in der Regel überhaupt nicht gebrauchen kann.

Ich habe damit also nicht gemeint, dass jemand seine Bedürfnisse als albern empfinden oder auf sie verzichten soll, sondern nur, das er nicht davon ausgehen soll, dass der andere derjenige sein muss, der sie befriedigt. Wenn etwas passiert, dann sollten es beide aus freiem Antrieb tun, wobei es keine Rolle spielt, ob jemand etwas tut, weil er es selbst mag oder weil er sich gut dabei fühlt, dem anderen eine Freude zu machen.

Nach meiner Überzeugung würde ich Dinge lieber lassen bevor ich in Kauf nehme, dass sich einer von beiden dabei unwohl fühlt.

Und wenn meine Bedürfnisse dann zu stark auf der Strecke bleiben, obwohl ich sie kommuniziert hab und mein Partner sie kennt, dann sollte ich mir Gedanken machen, ob die Beziehung für mich richtig ist. Aber den anderen zu triezen, sich so zu verhalten wie ich das gerne hätte, geht immer schief - früher oder später.

Ich glaube, es ist wirklich wichtig, den anderen so anzunehmen, wie er ist, auch wenn mir Teile davon nicht gefallen. Ich kann diese mir mißliebigen Dinge ansprechen und hoffen, dass der andere sie vielleicht aus eigener Erkenntnis ändert, aber das ist es dann auch.

Und zum Abschluß noch eine Frage: Freust Du Dich wirklich über einen kleinen Schokikerl, den Du nur bekommen hast, weil Dein Mann sonst befürchtet hätte, ein langes Gesicht von Dir zu sehen? (ist jetzt eine rein fiktive Frage und hat keinen wirklichen Bezug zu Deinem Mann)

LG

Larsen

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9. Dezember 2004 um 11:02
In Antwort auf helmut_12550923

Dann müssen wir das vielleicht ...
mal aufdröseln, liebe Fee.

" ... geht m i r ein wenig auf den senkel, dass du immer nur von d i r, d e i n e n prioritäten und d e i n e n bedürfnissen....."

Ich denke, damit beginnt es, nämlich sich seiner Bedürfnisse und Prioritäten bewußt zu werden.
Nächster Schritt ist dann in einer Partnerschaft, die Vorlieben und Abneigungen des Partners (auch im Detail) herauszufinden und dann Wege zu suchen, mit denen beide gut leben können.

Und mein Ansatz ist eben, den anderen nicht mit Erwartungen zu überziehen, die er gefälligst zu erfüllen hat, weil ich sonst sauer, traurig, enttäuscht oder sonst was bin.
Der andere äußert, was er mag oder nicht mag und ich hab dann nach meinem Naturell die Möglichkeit darauf zu reagieren. Bedingt natürlich ein gewisses Maß an Sensibilität, aber das sollte in unserem Alter ja durchus schon mal vorhanden sein

Bestes aktuelles Beispiel: Sie wünscht sich, dass ich mit in die Sauna gehe und ich würde mich freuen, wenn sie mich auf die Tribüne des Borussen-Parks begleitet.
Sie kann mit Fußball überhaupt nichts anfangen und hat sogar schon mal VIP-Karten für ein Derby von einem Lieferanten ausgeschlagen und wollte dafür lieber ein Musical-Ticket und ich mag Hitze nicht und empfinde es in einer Sauna wie in einer heißen Zwangsjacke, wo ich nur noch schlecht Luft bekomme.
Wir haben drüber gesprochen, wie schön die gemeinsame Sauna für sie wäre und wie schön das gemeinsame Fußballspiel für mich wäre, aber festgestellt, dass die jeweilige Abneigung zu groß ist.
Wenn wir jetzt den Kompromiss schlössen, dass der andere mitkommt, säße ich im Stadion in dem Bewußtsein, dass sie froh ist, wenn sie da wieder raus kann und sie säße in der Sauna mit dem gleichen Gefühl. Wir sind uns einig, dass da keiner was von hätte und so geht sie mit ihrer Sauna-Clique schwitzen und ich fahr mit ein paar Jungens Fußball gucken. Abends treffen wir uns dann gut gelaunt wieder.

Auf der anderen Seite gibt es dann auch eine ganze Reihe gemeinsamer Interessen, wo sich diese Frage überhaupt nicht stellt, weil es uns beide interessiert.

Ich möchte, dass meine Partnerin Dinge aus sich heraus tut. Sie weiß dann zwar, dass ich das mag, aber sie tut es nicht aus purem Pflichtgefühl oder weil sie sich gedrängt fühlt und dann entstehen auch nicht solche Situationen wie von der Schreiberin dieses Threads geschildert, nämlich dass jemand nach dem Motto handelt 'Ich mach das, damit ich meine Ruhe hab' und dazu noch mit den falschen Blumen, was dann zu zusätzlicher Verstimmung führt. Vielleicht hat ja auch ein wenig das Unterbewußtsein den jungen Mann dazu geführt, die falschen Blumen mitzubringen, damit er zukünftig Ruhe davor hat.

" .... "Sprich mit Deinem Freund offen darüber und vielleicht kannst Du Dich dann aus dem Käfig Deiner Erwartungen befreien!"

heißt: verzichte d u auf deine bedürfnisse, finde sie albern, empfinde sie als "käfig" - und ermögliche i h m damit die freiheit, ausschließlich nach seinen eigenen prioritäten zu leben. korrekt? ...."

Nein, liebe Fee, die Schlußfolgerung ist nicht richtig. Sich aus dem Käfig seiner Erwartungen befreien, heißt für mich, sich klar zu machen, dass ich keinen Anspruch darauf habe, dass der andere so reagiert wie ich das gerne hätte. Es ist für mich schön, wenn er so reagiert, aber ich sollte es auch akzeptieren, wenn er nicht so reagiert. Was passiert denn, wenn ich rauslasse, dass ich es aber erwarte? Es gibt eine Reaktion, die auf Druck basiert. Und wem ist damit gedient? Dem einen, der erwartet, dient es vielleicht, wenn er nicht mitbekommt, was in dem anderen abgeht. Aber in dem anderen ist dieses kleine Detail gespeichert. Ich denke, dass sich ein Gefühl von Unwohlsein entwickelt, wenn man Dinge unter Druck tut. Und wenn das Methode hat, sammeln sich diese Details und kommen irgendwann an die Oberfläche, wo man es in der Regel überhaupt nicht gebrauchen kann.

Ich habe damit also nicht gemeint, dass jemand seine Bedürfnisse als albern empfinden oder auf sie verzichten soll, sondern nur, das er nicht davon ausgehen soll, dass der andere derjenige sein muss, der sie befriedigt. Wenn etwas passiert, dann sollten es beide aus freiem Antrieb tun, wobei es keine Rolle spielt, ob jemand etwas tut, weil er es selbst mag oder weil er sich gut dabei fühlt, dem anderen eine Freude zu machen.

Nach meiner Überzeugung würde ich Dinge lieber lassen bevor ich in Kauf nehme, dass sich einer von beiden dabei unwohl fühlt.

Und wenn meine Bedürfnisse dann zu stark auf der Strecke bleiben, obwohl ich sie kommuniziert hab und mein Partner sie kennt, dann sollte ich mir Gedanken machen, ob die Beziehung für mich richtig ist. Aber den anderen zu triezen, sich so zu verhalten wie ich das gerne hätte, geht immer schief - früher oder später.

Ich glaube, es ist wirklich wichtig, den anderen so anzunehmen, wie er ist, auch wenn mir Teile davon nicht gefallen. Ich kann diese mir mißliebigen Dinge ansprechen und hoffen, dass der andere sie vielleicht aus eigener Erkenntnis ändert, aber das ist es dann auch.

Und zum Abschluß noch eine Frage: Freust Du Dich wirklich über einen kleinen Schokikerl, den Du nur bekommen hast, weil Dein Mann sonst befürchtet hätte, ein langes Gesicht von Dir zu sehen? (ist jetzt eine rein fiktive Frage und hat keinen wirklichen Bezug zu Deinem Mann)

LG

Larsen

Wow!!
besser könnt ich das auch nicht formulieren. ich stimme larsen in seiner meinung absolut zu. und das nicht erst seit diesem posting...
und es sei an dieser stelle noch gesagt, dass ich kein mann sein muss, um so zu denken
maus
(die froh ist ein mädl zu sein)

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9. Dezember 2004 um 12:52
In Antwort auf helmut_12550923

Dann müssen wir das vielleicht ...
mal aufdröseln, liebe Fee.

" ... geht m i r ein wenig auf den senkel, dass du immer nur von d i r, d e i n e n prioritäten und d e i n e n bedürfnissen....."

Ich denke, damit beginnt es, nämlich sich seiner Bedürfnisse und Prioritäten bewußt zu werden.
Nächster Schritt ist dann in einer Partnerschaft, die Vorlieben und Abneigungen des Partners (auch im Detail) herauszufinden und dann Wege zu suchen, mit denen beide gut leben können.

Und mein Ansatz ist eben, den anderen nicht mit Erwartungen zu überziehen, die er gefälligst zu erfüllen hat, weil ich sonst sauer, traurig, enttäuscht oder sonst was bin.
Der andere äußert, was er mag oder nicht mag und ich hab dann nach meinem Naturell die Möglichkeit darauf zu reagieren. Bedingt natürlich ein gewisses Maß an Sensibilität, aber das sollte in unserem Alter ja durchus schon mal vorhanden sein

Bestes aktuelles Beispiel: Sie wünscht sich, dass ich mit in die Sauna gehe und ich würde mich freuen, wenn sie mich auf die Tribüne des Borussen-Parks begleitet.
Sie kann mit Fußball überhaupt nichts anfangen und hat sogar schon mal VIP-Karten für ein Derby von einem Lieferanten ausgeschlagen und wollte dafür lieber ein Musical-Ticket und ich mag Hitze nicht und empfinde es in einer Sauna wie in einer heißen Zwangsjacke, wo ich nur noch schlecht Luft bekomme.
Wir haben drüber gesprochen, wie schön die gemeinsame Sauna für sie wäre und wie schön das gemeinsame Fußballspiel für mich wäre, aber festgestellt, dass die jeweilige Abneigung zu groß ist.
Wenn wir jetzt den Kompromiss schlössen, dass der andere mitkommt, säße ich im Stadion in dem Bewußtsein, dass sie froh ist, wenn sie da wieder raus kann und sie säße in der Sauna mit dem gleichen Gefühl. Wir sind uns einig, dass da keiner was von hätte und so geht sie mit ihrer Sauna-Clique schwitzen und ich fahr mit ein paar Jungens Fußball gucken. Abends treffen wir uns dann gut gelaunt wieder.

Auf der anderen Seite gibt es dann auch eine ganze Reihe gemeinsamer Interessen, wo sich diese Frage überhaupt nicht stellt, weil es uns beide interessiert.

Ich möchte, dass meine Partnerin Dinge aus sich heraus tut. Sie weiß dann zwar, dass ich das mag, aber sie tut es nicht aus purem Pflichtgefühl oder weil sie sich gedrängt fühlt und dann entstehen auch nicht solche Situationen wie von der Schreiberin dieses Threads geschildert, nämlich dass jemand nach dem Motto handelt 'Ich mach das, damit ich meine Ruhe hab' und dazu noch mit den falschen Blumen, was dann zu zusätzlicher Verstimmung führt. Vielleicht hat ja auch ein wenig das Unterbewußtsein den jungen Mann dazu geführt, die falschen Blumen mitzubringen, damit er zukünftig Ruhe davor hat.

" .... "Sprich mit Deinem Freund offen darüber und vielleicht kannst Du Dich dann aus dem Käfig Deiner Erwartungen befreien!"

heißt: verzichte d u auf deine bedürfnisse, finde sie albern, empfinde sie als "käfig" - und ermögliche i h m damit die freiheit, ausschließlich nach seinen eigenen prioritäten zu leben. korrekt? ...."

Nein, liebe Fee, die Schlußfolgerung ist nicht richtig. Sich aus dem Käfig seiner Erwartungen befreien, heißt für mich, sich klar zu machen, dass ich keinen Anspruch darauf habe, dass der andere so reagiert wie ich das gerne hätte. Es ist für mich schön, wenn er so reagiert, aber ich sollte es auch akzeptieren, wenn er nicht so reagiert. Was passiert denn, wenn ich rauslasse, dass ich es aber erwarte? Es gibt eine Reaktion, die auf Druck basiert. Und wem ist damit gedient? Dem einen, der erwartet, dient es vielleicht, wenn er nicht mitbekommt, was in dem anderen abgeht. Aber in dem anderen ist dieses kleine Detail gespeichert. Ich denke, dass sich ein Gefühl von Unwohlsein entwickelt, wenn man Dinge unter Druck tut. Und wenn das Methode hat, sammeln sich diese Details und kommen irgendwann an die Oberfläche, wo man es in der Regel überhaupt nicht gebrauchen kann.

Ich habe damit also nicht gemeint, dass jemand seine Bedürfnisse als albern empfinden oder auf sie verzichten soll, sondern nur, das er nicht davon ausgehen soll, dass der andere derjenige sein muss, der sie befriedigt. Wenn etwas passiert, dann sollten es beide aus freiem Antrieb tun, wobei es keine Rolle spielt, ob jemand etwas tut, weil er es selbst mag oder weil er sich gut dabei fühlt, dem anderen eine Freude zu machen.

Nach meiner Überzeugung würde ich Dinge lieber lassen bevor ich in Kauf nehme, dass sich einer von beiden dabei unwohl fühlt.

Und wenn meine Bedürfnisse dann zu stark auf der Strecke bleiben, obwohl ich sie kommuniziert hab und mein Partner sie kennt, dann sollte ich mir Gedanken machen, ob die Beziehung für mich richtig ist. Aber den anderen zu triezen, sich so zu verhalten wie ich das gerne hätte, geht immer schief - früher oder später.

Ich glaube, es ist wirklich wichtig, den anderen so anzunehmen, wie er ist, auch wenn mir Teile davon nicht gefallen. Ich kann diese mir mißliebigen Dinge ansprechen und hoffen, dass der andere sie vielleicht aus eigener Erkenntnis ändert, aber das ist es dann auch.

Und zum Abschluß noch eine Frage: Freust Du Dich wirklich über einen kleinen Schokikerl, den Du nur bekommen hast, weil Dein Mann sonst befürchtet hätte, ein langes Gesicht von Dir zu sehen? (ist jetzt eine rein fiktive Frage und hat keinen wirklichen Bezug zu Deinem Mann)

LG

Larsen

Das find ich jetzt dann aber doch 'n winzig bisschen übertreiben
obwohl ich dir grundsätzlich zustimme.
ABER wenn mein partner sich etwas wünscht, das nicht gerade meinen grundbedürfniss entspricht, aber mir auch nicht "schadet" dann kann ich ihm das doch erfüllen?!!

abgesehen davon bin ich der meinung das viele menschen egoismus und festgefahrenheit mit "ich bin mir meiner bedürfnisse und prioritäten bewusst" tarnen.
denn wir und die beziehungen wollen sich entwicklen, und da ist es gut sich auch auf dinge EINZULASSEN die ich von mir aus nicht tun würde.


sparkling

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9. Dezember 2004 um 13:56
In Antwort auf janene_12645599

Das find ich jetzt dann aber doch 'n winzig bisschen übertreiben
obwohl ich dir grundsätzlich zustimme.
ABER wenn mein partner sich etwas wünscht, das nicht gerade meinen grundbedürfniss entspricht, aber mir auch nicht "schadet" dann kann ich ihm das doch erfüllen?!!

abgesehen davon bin ich der meinung das viele menschen egoismus und festgefahrenheit mit "ich bin mir meiner bedürfnisse und prioritäten bewusst" tarnen.
denn wir und die beziehungen wollen sich entwicklen, und da ist es gut sich auch auf dinge EINZULASSEN die ich von mir aus nicht tun würde.


sparkling

Wenn sich ...
das in meinem post wie schwarz und weiß liest, ist da was falsch rübergekommen.

Ich finde es unsinnig, Dinge zu tun, die mir widerstreben, die in mir ein ungutes Gefühl erzeugen, nur um des lieben Friedens willen.

Wenn etwas zwar nicht 'meinem Grundbedürfnis entspricht', ich aber auch nicht das große Störgefühl hab, hab ich ja an vielen Stellen gar kein Problem, meiner Partnerin Wünsche zu erfüllen und ich tu das dann, weil ICH das möchte. Auch davon lebt eine Beziehung und vielleicht lerne ich auch dadurch, etwa zu mögen. Umgekehrt wünsche ich es mir doch genau so.

Ich persönlich mag nur diese Inflation von Schenktagen nicht, d.h. dort hab ich dieses Störgefühl und deshalb würde es schief gehen, wenn man mich "nötigt". Und so wie ich es umgekehrt respektiere, wenn sie etwas nicht mag, so wünsche ich mir hier eben, dass sie mich nimmt wie ich bin.

LG

Larsen

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9. Dezember 2004 um 14:16

Habt ihr probleme!!!
ich finde das total übertrieben, wer wegen so einer kleinigkeit schon trübsal bläst muss ja ansonnsten eine super problemlose beziehung führen!!! wenn solche keinigkeiten schon zu ärger führen möchte ich nicht der typ in deiner nähe sein!

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