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Nie Besuch, Freunde wohnen weit weg.

16. Juni 2014 um 15:44

Am Wochenende war ich mit meinem Freund weg.
Sind zufällig auf Freunde von ihm gestoßen.
Es war sehr nett. Dann fielen Worte wie: Morgen zusammen Fussball gucken, Mittwoch afterwork, Wochenende grillen.

Mich hat das wieder zutiefst runtergezogen, mir gezeigt wie scheiße einsam mein Leben mit Kind ist.

Wir wohnen seit über vier Jahren ländlicher. Wegziehen steht außer Frage zur Zeit.

In vier Jahren hat sich hier nix ergeben. Keine Kontakte zu Eltern. Ich habe es Millionen mal probiert. Leute eingeladen...

Meine Wohnung ist immer leer. Wir besuchen Vereine, aber auch da ergibt sich nix.

Jedes Wochenende das selbe: Niemand da. Jeder Abend das gleiche: Wir verbringen die Abende alleine, ich lese vor, wir spielen...

Ich habe schon seit langem versucht mich mit dieser Einsamkeit als mein Schiksal abzugeben. Es hinzunehmen. Ich habe Freunde, mit denen ich reden kann, aber die wohnen alle verstreut weit weg.

Es ist alles unlebendig, furchtbar.

Immer diese Serien dazu: Die Leute verabreden sich spontan. Person A ist nicht da, also geht Person zu Person B.

Mir fehlt diese Spontanität, dieses Engere. Es gibt nix was ich nicht versucht hätte. Mich zieht das oft Tage runter. Dieser neue Lebensabschnitt hier ist einfach nur ätzend.

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16. Juni 2014 um 16:19

Hallo!
Es sind Freunde aus der Vergangenheit. Ohne die weiß ich gar nicht was wäre.
Eine zeitlang habe ich versucht sie einfach als unumstößliche Basis zu sehen und mich um den Rest einfach nicht mehr zu scheren.
Trotzdem: Der Kontakt ist selten, wenn auch überaus wichtig für mich.
Zu meinem Freund führe ich eine Wochenendbeziehung. Seine Freunde sieht er IMMER. Am Wochenende ist er dann müde, will gerne Zeit mit mir alleine verbringen. Da kommt dieses Einsamkeitsgefühl dann auch stark hoch. Ich bin Ruhepool für ihn. Zusammenziehen können wir erst in zwei Jahren. Das geht nicht anders.

Auch die sporadischen Treffen mit meinen weit entfernten Freunden nehmen mir das Gefühl nicht. In zehn Jahren ist kein Mensch in meinen Bekannten Freundeskreis dazu gekommen, trotz Vereinen..Optimisums, Mischung aus dem Versuch Verbindlichkeit herzustellen und mal locker zu bleiben.

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16. Juni 2014 um 16:34

Vevlyn
Ist mir jetzt gerade nicht so klar, was das mit meinem Problem zu tun hat, aber wir haben uns im realen Leben kennengelernt.
Zufällig. Wir saßen in einem Cafe nebeneinander. So hat es sich ergeben.
Er kann mein Problem nicht verstehen.
Bei ihm ist immer alles easy diesbezüglich.
Telefonieren wir, ist er immer bei Leuten. Soll er ja. Aber ja: Ich bin auch sehr neidisch. Versuche das alles positiv zu sehen und auch seine Freunde für mich, naja, nicht zu gewinnen, aber eine schöne Zeit mit ihnen zu haben, wenn wir uns sehen, da ich sie mag. Aber wie gesagt, am Wochenende sind wir meist allein. Er ist dann total müde, da er viel arbeitet.

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16. Juni 2014 um 16:41

Mariamandel
Meine Freunde wohnen verstreut. Es gibt also keine Stadt, in der meine vier fünf Freunde wohnen.
Die Eingeladenen? Aus meiner Sicht ist nix komisches vorgefallen.
Hier wohnen wenig Leute. Eine Mutter sagte direkt, sie will das nicht, da schon immer ein Kind zu ihr kommt, die Andere ist null bemüht. Ich muss immer fragen, es kommt nie was zurück. Das war mir dann irgendwann auch zu blöd.

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16. Juni 2014 um 16:57

Hi maskenhaft!
Da hast du vollkommen recht. Ne, ich versuche ganz locker zu bleiben. Das ist so eine Mischung aus locker bleiben, aber auch einfach schon aufgegeben haben.
Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.
Nein, mein Freund ist nicht der Vater.
Ach, mieses Karma. Ist mir auch schon klar wie Jammerlappig das hier klingt, aber es kommt mir wirklich vor wie ein Fluch.
Dieses s... Gefühl begleitet mich übrigens auch schon immer mal ab und wann. Real ist es ja nun mal auch so, dass es keine Leute gibt.

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17. Juni 2014 um 9:41

Danke
nochmal für die Anregungen, Gedanken.

Ich muss eben lernen, dass diese Gefühle immer mal wieder auftauchen.
Es ist ja nicht nur diese Umgebung.
Mich begleitet das eigentlich schon immer.

Diese Anmerkung dass ich mich selber zum Außenseiter mache. Ja, das stimmt wohl. Ich muss daran arbeiten. Ich bleibe nun einfach positiv. Wir sind nun auch in einem neuen Turnverein und dort führe ich nun endlich mal positive Gespräche.

Kommen diese Gefühle wieder auf, werde ich wohl laufen gehen. Ich glaube, dass diese Gefühle immer in Verbindung mit einer schlechten Phase, vielleicht auch hormonell, depressiv, auftreten.

Bei Anderen sind dann andere Begleitgedanken vorhanden, bei mir ist es dieses Einsamkeitsgefühl. Habe gestern ein wenig darüber gelesen und bin etwas schlauer.

Man, diese Gefühle sind einfach nur hinderlich. Einfach ätzend. Nehmen mir die Energie den Alltag weiterlaufen zu lassen. Ich bin eigentlich kerngesund und dann das. Wie eine gewaltige Welle, die sich erhebt und alles einfach nur schwarz-weiß erscheinen lässt. Ich weiß auch, dass mir die feste Einplanung von Sport in meinem Alltag helfen würde. Mensch, ich muss das einfach durchziehen.

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17. Juni 2014 um 11:10

Hallo Liliane
mir ging es mal ähnlich. Ich war für 2 Jahre in eine andere Stadt gezogen. Hab Familie und Freunde zurück gelassen. ganz allein in dieser fremden Stadt. Ich habe zwar relativ schnell Leute kennen gelernt, mit denen ich mal die ein oder andere Sache unternommen habe. Aber Freunde wurden es nicht. Lockere Bekanntschaften. Ich habe mich damals, trotz der Leute um mich herum sehr einsam gefühlt. Meine alten Freunde sehr vermisst. Ich bekam in den 2 Jahren zwar auch mal Besuch von meinen Freundinnen. Aber die Städte lagen sehr weit auseinander, jeder war in seinen Job, sein Leben eingebunden. Daher waren es auch keine regelmäßigen Besuche. Und es ist nicht dasselbe, wie wenn man in der gleichen Stadt wohnt und sich immer sehen kann, wenn man gerade Zeit hat.
Ich glaube es ist sehr schwer wirklich gute Freunde zu finden, mit denen es auch passt. Ich habe mich oft mit den Bekannten von mir gelangweilt. Sie waren nicht wirklich auf einer Wellenlänge mit mir. Ich bin dann nach knapp zwei Jahren wieder zurück gezogen weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Nun geht es mir wieder richtig gut.
Auch wenn es bei dir noch ein wenig anders aussieht, wenn du dich dort nicht wohl fühlst, dann solltest du dort auch nicht bleiben. Was hindert dich daran in eine größere Stadt zu ziehen? Näher zu deinen Freundinnen? Du siehst deinen Freund jetzt ja auch nur am Wochenende. Das würde dann ja keinen großen Unterschied machen, ob du weiter weg wohnst. Ist zwar nervig mit dem Pendeln aber eine Zeitlang bekommt man das sicher hin. Hauptsache, dir geht es wieder besser.
Du sagtest aber auch, das würde sich schon so durch dein ganzes Leben ziehen. Was glaubst du woran liegt das?

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17. Juni 2014 um 11:16

Asophiemn
wenn ich das richtig verstanden habe, lebt sie dort schon seit 4 Jahren. Wenn sie in der ganzen Zeit niemand kennen gelernt hat, mit dem sie sich versteht, kann ich verstehen, dass sie das frustriert.
Sie schreibt ja auch, dass sie sich in Vereinen angemeldet hat und andere Mütter zu sich eingeladen hat.
Das hat ja anscheinend nicht genützt. Für mich klingt das so, als sei sie da wegen dem Freund hingezogen. Und wenn sie sich dort nicht wohl fühlt, sollte sie etwas ändern. Im Notfall einen Ortswechsel.

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