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Nichts macht mir freude

7. März 2009 um 12:27

hallo ihr lieben

ich weiss, das ist jetzt ein wenig off-topic, abr ich hoffe dennoch dass vielleicht manche hier auch mal so ne phase hatten bzw mir was dazu sagen können..

und zwar hab ich den eindruck dass mir nix spass macht, obwohl alles in meinem leben eigentlich gut läuft. ich studiere genau das was ich mir seit meiner kindheit gewünscht habe und auch genau da wo ich wollte, obwohl ich mich nicht grossartig anstrenge läuft das studium auch wirklich gut, meine familie daheim ist intakt, habe freunde und anschluss gefunden hier, unternehmen immer wieder was zusammen, neben der uni mache ich auch ein paar eigentlich interessante/erfüllende dinge... habe zwar seit langem keine beziehung mehr gehabt, aber ich date und mir gefällt der adrenalinschub dabei, und vielleicht auch das "drama" wenn es dann doch nicht klappt..

aber obwohl eigentlich alles gut läuft fühl ich mich so leer und unausgefüllt.. mir fehlt der sinn, wozu tue ich das alles? irgendwie ist mir alles auch so ziemlich egal, ich habe keine leidenschaft, kein feuer für das was ich tue. aber es gibt auch nichts anderes was mich wirklich begeistern würde.. ich hab manchmal gar keine lust aus dem bett zu kommen und verplemper den ganzen tag zu hause, lerne nicht sondern surfe im internet, höre musik, bin einfach faul.. aber auch das langweilt mich. ich komme nicht in die gänge.. vielleicht ist das einzige worauf ich mich freue, wenn wir einmal in der woche mit meinen freundinnen tanzen gehen.. oder wenn ich mal in die stadt gehe und mir was neues leiste.. wie oberflächlich, nicht wahr? das kann doch nicht alles sein im leben oder?

diese stadt hier fühlt sich so klein und tot an. meine freunde sind auch immer beschäftigt (mit lernen) oder wir unternehmen zwar was aber ich finde es nicht wirklich spannend.. ach mensch, was ist nur los.. irgendwie geht mir alles zu langsam und alles ist zu eintönig.. und ich sehe auch nicht die möglichkeit dass sich das irgendwie ändert..

was mich auch immer wieder beschäftigt, bin ich selbst, manchmal bin ich so unselbstbewusst und finde mich einfach nur total uninteressant und charakterlich nicht besonders tugendhaft.. bin so viel mit mir selbst alleine und dann denkt man irgendwie zu viel nach..

vielleicht ist das problem einfach dass sich einfach in der grossen weiten welt keiner wirklich mehr für einen interessiert, ob man gute noten bringt oder nicht, ob man sich engagiert oder nicht, wer wird einem anerkennung dafür schenken, wer einen beneiden.. wozu es dann ansteben.. meine freunde sind auch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, haben nie zeit bzw nur zu dingen die wir schon tausend mal getan haben, sie wollen nie was verrücktes tun, sich mal einfach der freude an einer sache hingeben, sind zu verkopft und vernünftig, und die gespräche die wir führen sind so oberflächlich, wirklich tiefere gefühle geben wir nie voreinander preis.. trotzdem muss ich sagen dass sie wirklich lieb sind und ich mich nicht beklagen sollte..

ach, was kann ich nur tun.. habt ihr ne idee? hätte gern nen verbündeten in meiner verrücktheit, einen seelenverwandten oder mindestens das gefühl dass es sich lohnt das zu tun was ich tue..

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7. März 2009 um 12:36

Huhuu
ich hatte keine lust den ganzen text zu lesen sorry , aber ein paar sätze haben mir gereicht!!! süsse geh zum arzt, du könntest depressionen haben! manche leute können sich aus diesem kreislauf selbst rausholen, andere wieder nicht, ich weiss nicht wie labil du bist, aber du sollest mit jemanden darüber sprechen.... "gesunde" menschen werden dich nicht verstehen, daher erstmal zu hausarzt, was der rät. hätte ich mich in meiner depression nur an mein umkreis gewandt, würde ich heute noch hier sitzen und mir die schuld geben, aber für sowas kann niemand was...

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7. März 2009 um 12:47

ICh denke nicht
dass das gleich Depressionen sind, aber gut, mit einem Arzt reden schadet nichts.

Aber ich weiß, dass fast jeder Mensch irgendwann in jungen Jahren eine solche Phase hat, in der er sich Gedanken um den Sinn des Lebens macht. Alles wird angezweifeklt und man weiß ja ohnehin, dass man eines Tages nicht mehr da sein wird, warum also die ganze Mühe?

Gerade, weil das Leben schön ist!

Es sit sicher nicht immer leicht und es gibt imemr Phasen, wo man Kumemr hat und am verzweifeln ist.

Aber es gibt doch so viele schöne Momente im Leben. Und du hast dein ganzes noch vor dir, also wartet noch so viel auf dich.

Die schweren Dinge im Leben entwickeln einen doch weiter.

Ich denke, du hast dich selbst gerade ein bisschen verloren, das heißt aber nicht, dass du dich und deine Mitte nicht wiederfindest. Vermutlich nicht sofort, aber mit der Zeit, immer mehr ein Stückchen.

Wenn dich das, was du momentan tust, langweilt und dich nicht ausfüllt, dann such dir ein neues Hobby. Vielleicht brauchst du einfach eine Veränderung.

Aber rede dir nicht ein, dass das Leben keinen Sinn macht, denn dann entgehen dir ganz viele wertvolle und wunderschöne Momente.

Und es ist gar nicht oberflächlich, sich auf den Einkaufsbummel zu freuen und über neue Dinge. Gerade die kleinen Sachen sind es, die das Leben ausmachen. und manchmal kommt auch was ganz großes

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7. März 2009 um 13:03

Ein sehr interessanter Beitrag...
Hallo Schnittchen!
Ich habe schon des öfteren philosophiert, ob es nicht der Fluch unserer Generation ist, nicht mehr zufrieden sein zu können.
Wir haben mehr als jede Generation vor uns, scheinen aber der Zufriedenheit oft ferner als unsere Eltern und Großeltern.
Vor allem haben wir wohl mehr Auswahl: welche Schule besuchen wir, welche Ausbildung / Studium machen wir, was arbeiten wir, wo & wie leben wir, welches TV Programm sehen wir, wo fahren wir mit unserem Auto hin, was kaufe ich mir als nächstes...für so ziemlich alles im Leben haben wir tausend Möglichkeiten - kein Wunder, dass man da mal die Orientierung verliert...
Das schließt selbst den Partner ein. Bin ich mit einem nicht zufrieden, dann kann ich ihn in die Wüste schicken, weil es tausend Andere gibt, da muss ja auch noch was besseres dabei sein...
Habe vorhin im Radio gehört, dass eine Studie erschienen ist, die feststellt, dass die Hälfte der jungen Menschen (bis 29) lieber auf ihren Partner als auf das Internet oder gar das Handy verzichten würde. Wahrscheinlich ist die Frage nicht so gestellt gewesen, dass man lebenslang auf den Partner hätte verzichten müssen, aber zumindest eben den, den man gerade hat. Der Partner ist also leicht austauschbar und wenn man ihn verliert, dann sucht man sich halt einen neuen - schlimmer, wenn mein Internetanschluss weg wäre!!!
Mal unter uns: sollte das nicht nachdenklich machen? Zumindest bei mir ist das der Fall, aber ich bin ja auch schon alt.
Und so scheinen wir im Leben rumzueiern, uns ständig zu verändern, aber dabei nie zufriedener zu werden. Vielleicht haben wir das verlernt oder erliegen einfach nur immer wieder der Versuchung von etwas Neuem, das einen besseren Kick verspricht...?

Ach ich weiß auch nicht...sind nur so Gedanken. Aber jedenfalls habe ich den Eindruck, dass mancher von uns einfach den klaren Blick verliert und mal wieder runterkommen müsste. Ich bin eigentlich kein Freak, aber die besten Tage sind eigentlich die, an denen Fernsehen, Internet und Handy gar nicht stattfinden. In meinem Fall: am WE morgens um 7 los, ab auf den Berg, am späten Nachmittag wieder daheim, duschen, Essen & Trinken auf dem Balkon, Abendsonne...alles kann so einfach sein. Daher kommt jetzt mein Versuch auf den "Spruch des Tages": Scheiß auf den ganzen Scheiß!

Muss gerade an die Toten Hosen denken "Warum werde ich nicht satt?" (oder so ähnlich) oder auch an Wir sind Helden "Guten Tag, ich will mein leben zurück!"
Was denkt ihr? Tim

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