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Nicht mehr können dürfen

9. Februar 2017 um 16:20

Ich bin anfang zwanzig für ein Praktikum von Süddeutschland nach Noreuropa und bin statt ein paar monaten erst ein Jahr geblieben, dann 4... bis heute.
An meiner Arbeitsstelle hab ich einen Mann kennengelernt bei dem ich mir damals dachte "ich helfe dem kurz dann gehe ich" ... und bin geblieben. Meine Mutter hatte mich gewarnt nicht den Samariter zu spielen, aber mit 20 weiss man ja alles.

Kulturelle Unterschiede wurden zur Bereicherung, verschiedene Temperamente zum Ying & Yang & das lange alleine sitzen und warten wurden zur kreativen Beschäftigung genutzt.
Und die Eltern, die sich gerade scheiden lassen kaum dass ich im Ausland bin, die würden das eh nicht verstehen.

Und ausserdem liebte er mich denn er sagte er ja "Wenn du dich auch nur 40% zuhause so engagieren würdest wie im Job, dann wär alles besser" - Ich verstand Beziehung. Er meinte Haushalt. Dies wurde mir 10 Jahre später bestätigt.

Ich hätte gerne Hilfe gehabt um zu gehen aber über sowas spricht man ja nicht, mal ne Tasche hier abgelegt, mal da. Immer in der Hoffnung es bald zu schaffen mich zu trauen. Die grösste Angst war damals wirklich so irre zu sein wie er behauptet, ich wollt's ihm zeigen. Zeigen dass ICH völlig normal bin, nur halt selbständig erzogen und ein Denker. Und auch meinem Vater zeigen dass ich eben doch mal nen Mann abbekomme.

Irgendwann wurde ich schwanger, die Welt brach zusammen, wollte abtreiben, wollte abhauen, alles war zu spät. Hatte Angst er würde das Kind aus mir rausprügeln wenn ich ginge. Ich bin geblieben, leise und still. Denn wenn ich schon schwanger bin durch meine eigene Dummheit dann hab ich auch nicht das recht das zu beenden. Bekam ein zweites, fügte mich. Ab und zu kocht es auf, nicht physisch, aber psychisch.

Unnütz, Unvollkommen, Unzuverlässig, Frigide, Traumwandler und Soziopath. Meine Bücher, meine Filme, meine Gedanken, alles Unfug. Gedanken und Wünsche die seinen entsprechen sind selbstverständlich willkommen. Man passt sich an. Wird klein und wunschlos. Emotionale Achterbahnen lassen mich aufleben, Hoffnungschimmer werden geschürt und dann erstickt. Wenn ich nicht grad am Aufpassen bin dan sammle ich mich ein. Lächelnd. Weil Beschwerden könnten ihn ja aufregen. Das wollen wir ja nicht.

Ich habe vor mir das Bild einer Kerze, sie flackert zwar aber kann den Kindern noch Licht und Wärme spenden. Hier bleiben will ich nicht, aber gehen kann ich nicht.

Ich liebe meine Jungs, mein Leben für Ihres von ganzem Herzen. Danke dass Du (hinter deinem Bildschirm) mir bis zum Schluss zugehört hast.

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9. Februar 2017 um 16:57

in Gedanken sind wir bei dir...

​Lykke til!

Ich finde auch, dass die Welt schlecht ist.

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10. Februar 2017 um 9:29

Hallo purplemoonlight. Schade das meine Zeilen als Anfrage oä eingestuft wurden.

Ich "möchte" nichts. Seis, wie andere das korrekt aufgefasst haben, einfach signalisieren dass auch andre nicht "allein" sind und sich nicht auch noch um die stigmatisierung ihrer Situation kümmern müssen.

Shine on, be bright!

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10. Februar 2017 um 9:35

Danke ladike.

Ein Aufraffen in dem Sinne scheint mir aktuell nicht realisierbar, denn da wir nicht verheiratet sind wäre eine Sorgerechtsregelung etwas kompliziert wenn sie nur auf uns beruhen würde. Ich kann den Kids den Vater nicht nehmen und möchte sie auch nicht missen. Unsre Probleme sind nicht Ihre und es ist nicht an den Kindern für eine Regelung dieser Situation geradestehen zu müssen.
 

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10. Februar 2017 um 9:37

Purple, ich verstehe das Ganze auch nicht.

LG.,

lib

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10. Februar 2017 um 9:41

Ich danke dir für deine freundlichen Worte.

Sorge dich nicht, meiner Mutter bereite ich keinen Herzschmerz Ich seh das als meine eigne Sache an. Wie aus den anderen Antworten hervorgeht ist es schwer die eigenen Gedanken in Worte zu fassen ohne den Eindruck eines immensen Dramas bei anderen hervorzurufen.

Reden tut gut, man liest sich selbst und findet Worte für Situationen die man so nicht erfassen konnte. Anonym im Netz ist mir lieber denn so kann jeder selbst entscheiden inwiefern er es versteht oder eben nicht und man spart sich die wissenden Blicke im Alltag.

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10. Februar 2017 um 9:56
In Antwort auf lightinblack

Purple, ich verstehe das Ganze auch nicht.

LG.,

lib

Definiere Diskussionsforum. Doch kaum ein virtueller Scheiterhaufen wo je nach Bearf entweder der eine angeprangert wird oder der andere?

Keiner meiner Sätze stellt eine Frage dar da Antworten mehr eine Spekulation wären. Ganz entsprechend der Aussage "den Weg des anderen in seinen Schuhen gehen". 

Soll ich deswegen still sein weil meine Formulierung nicht den üblichen Standarts entsprechen? Nein. Alles beginnt mit einem Schritt nach vorne, dies hier ist mein erster und ich wäre euch beiden dankbar wenn ihr mir nicht auf die Füsse steht nur weil ich nen andres Tempo drauf hab.

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10. Februar 2017 um 10:15
In Antwort auf lolocooo

Danke ladike.

Ein Aufraffen in dem Sinne scheint mir aktuell nicht realisierbar, denn da wir nicht verheiratet sind wäre eine Sorgerechtsregelung etwas kompliziert wenn sie nur auf uns beruhen würde. Ich kann den Kids den Vater nicht nehmen und möchte sie auch nicht missen. Unsre Probleme sind nicht Ihre und es ist nicht an den Kindern für eine Regelung dieser Situation geradestehen zu müssen.
 

Deine Aufopferung für deine Kinder in allen Ehren, aber vergiss dich selbst dabei nicht! Eine derartige Situation als Muse für schöne Worte die man zu Papier bzw. auf den Bildschirm zaubert zu sehen wird dich über kurz oder lang auch nicht davon abhalten, irgendwann komplett zu verzweifeln! Wenn ich mich nicht täusche, dann handelt es sich hierbei um deine erste richtige ernsthafte Beziehung, die von Anfang an nicht unbedingt mit Schmetterlingen im Bauch oder einem starken "das ist der Mann für den Rest meines Lebens - Gefühlen" geprägt war! Du schreibst ja selbst, dass du da mehr oder weniger hineingeschlittert bist und es immer schwieriger für dich wurde da rauszukommen. Wie lange willst du das noch mitmachen? Bis die Kinder alt genug sind, um auf eigenen Beinen zu stehen und kein "glückliches Familienleben" mehr benötigen??? Ist es dir das wert? Willst du nur den Samariter spielen für andere Leute und dein eigenes Glück und deine Wünsche hinten anstellen, bis irgendwann niemand mehr deine Hilfe u. Unterstützung benötigt und du dich endlich frei fühlst? Du hast ja erwähnt, dass du mit deinem Post keine Hilfe oder Ratschläge suchst, sondern willst ja einfach nur mal kurz deine Geschichte mit anderen Menschen teilen. Ich will dir jetzt auch zu nichts raten, aber dir einfach mal mit auf den Weg geben, dass es bestimmt ehrenhaft ist, für andere da zu sein und ohne Gegenleistung zu helfen, man sich jedoch selbst dabei nicht aufgeben soll! In erster Linie muss man auf sich selbst schauen und dafür Sorge tragen, dass man glücklich ist! Das Leben ist viel zu kurz, um so früh schon alles aufzugeben und sein Schicksal der Umwelt in die Hände zu legen! In diesem Sinne alles Gute und gib dich selbst nicht auf. So wie du schreibst, scheinst du ein sehr gefühlvoller und bedachter Mensch zu sein, also bin ich mir sicher, dass du deinen Weg schon machen wirst. 

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10. Februar 2017 um 10:46
In Antwort auf demoncleaner

Deine Aufopferung für deine Kinder in allen Ehren, aber vergiss dich selbst dabei nicht! Eine derartige Situation als Muse für schöne Worte die man zu Papier bzw. auf den Bildschirm zaubert zu sehen wird dich über kurz oder lang auch nicht davon abhalten, irgendwann komplett zu verzweifeln! Wenn ich mich nicht täusche, dann handelt es sich hierbei um deine erste richtige ernsthafte Beziehung, die von Anfang an nicht unbedingt mit Schmetterlingen im Bauch oder einem starken "das ist der Mann für den Rest meines Lebens - Gefühlen" geprägt war! Du schreibst ja selbst, dass du da mehr oder weniger hineingeschlittert bist und es immer schwieriger für dich wurde da rauszukommen. Wie lange willst du das noch mitmachen? Bis die Kinder alt genug sind, um auf eigenen Beinen zu stehen und kein "glückliches Familienleben" mehr benötigen??? Ist es dir das wert? Willst du nur den Samariter spielen für andere Leute und dein eigenes Glück und deine Wünsche hinten anstellen, bis irgendwann niemand mehr deine Hilfe u. Unterstützung benötigt und du dich endlich frei fühlst? Du hast ja erwähnt, dass du mit deinem Post keine Hilfe oder Ratschläge suchst, sondern willst ja einfach nur mal kurz deine Geschichte mit anderen Menschen teilen. Ich will dir jetzt auch zu nichts raten, aber dir einfach mal mit auf den Weg geben, dass es bestimmt ehrenhaft ist, für andere da zu sein und ohne Gegenleistung zu helfen, man sich jedoch selbst dabei nicht aufgeben soll! In erster Linie muss man auf sich selbst schauen und dafür Sorge tragen, dass man glücklich ist! Das Leben ist viel zu kurz, um so früh schon alles aufzugeben und sein Schicksal der Umwelt in die Hände zu legen! In diesem Sinne alles Gute und gib dich selbst nicht auf. So wie du schreibst, scheinst du ein sehr gefühlvoller und bedachter Mensch zu sein, also bin ich mir sicher, dass du deinen Weg schon machen wirst. 

Genau auf den Punkt und an der Wurzel erfasst demoncleaner. Besonders was den Anfang betrifft.

Wollen sollen müssen können... ja, was mir Kraft gibt ist effektif der klassische 10 Jahres Plan. Dann zieh ich in nen WW im Ried und gründe eine Biberfarm  

Bisher hatte ich nicht den Eindruck mich willentlich zum Wohl der anderen zu opfern, ich mach einfach was getan werden muss aber Tatsache ist das "Ich" als eigenständige Persönlichkeit da grad nicht so im Vordergrund stehe.

Man kann es Sturköpfigkeit nennen, aber der Wille es doch noch zu packen und sich Respekt zu verschaffen hält an.

The woman I am (vs) supposed to be.

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10. Februar 2017 um 10:47

Hallo. Kennst du sie?

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10. Februar 2017 um 11:57
In Antwort auf lolocooo

Genau auf den Punkt und an der Wurzel erfasst demoncleaner. Besonders was den Anfang betrifft.

Wollen sollen müssen können... ja, was mir Kraft gibt ist effektif der klassische 10 Jahres Plan. Dann zieh ich in nen WW im Ried und gründe eine Biberfarm  

Bisher hatte ich nicht den Eindruck mich willentlich zum Wohl der anderen zu opfern, ich mach einfach was getan werden muss aber Tatsache ist das "Ich" als eigenständige Persönlichkeit da grad nicht so im Vordergrund stehe.

Man kann es Sturköpfigkeit nennen, aber der Wille es doch noch zu packen und sich Respekt zu verschaffen hält an.

The woman I am (vs) supposed to be.

the people we are (vs) we wanted to be

würd's vlt. auch ganz gut treffen Aber liest sich gut deine Antwort! Bestätigt meine Annahme, dass du kein Mensch bist, der sich leicht unterkriegen lässt. Und verschaff dir Respekt ja! Lächle nicht immer wenn dich was stört, sondern hau auch mal auf den Tisch, tu deine Meinung kund wenn dir danach ist, auch wenn sie nicht erwünscht ist und hör nicht auf damit du selbst zu sein bzw. hör auf dein wahres selbst und deine Ansichten zu verstecken!

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10. Februar 2017 um 12:21

Ich hab was für dich, gugg ma da:

"Der Community-Bereich von gofeminin.de bietet allen registrierten Nutzern eine Plattform, um mit anderen Nutzern zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen, Antworten auf Fragen zu finden, Erlebnisse zu erzählen oder neue Leute kennenzulernen."
 

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10. Februar 2017 um 12:23

aka: Mein Problem entspricht nicht Deinen Lösungen.

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10. Februar 2017 um 16:37
In Antwort auf lolocooo

Ich bin anfang zwanzig für ein Praktikum von Süddeutschland nach Noreuropa und bin statt ein paar monaten erst ein Jahr geblieben, dann 4... bis heute.
An meiner Arbeitsstelle hab ich einen Mann kennengelernt bei dem ich mir damals dachte "ich helfe dem kurz dann gehe ich" ... und bin geblieben. Meine Mutter hatte mich gewarnt nicht den Samariter zu spielen, aber mit 20 weiss man ja alles.

Kulturelle Unterschiede wurden zur Bereicherung, verschiedene Temperamente zum Ying & Yang & das lange alleine sitzen und warten wurden zur kreativen Beschäftigung genutzt.
Und die Eltern, die sich gerade scheiden lassen kaum dass ich im Ausland bin, die würden das eh nicht verstehen.

Und ausserdem liebte er mich denn er sagte er ja "Wenn du dich auch nur 40% zuhause so engagieren würdest wie im Job, dann wär alles besser" - Ich verstand Beziehung. Er meinte Haushalt. Dies wurde mir 10 Jahre später bestätigt.

Ich hätte gerne Hilfe gehabt um zu gehen aber über sowas spricht man ja nicht, mal ne Tasche hier abgelegt, mal da. Immer in der Hoffnung es bald zu schaffen mich zu trauen. Die grösste Angst war damals wirklich so irre zu sein wie er behauptet, ich wollt's ihm zeigen. Zeigen dass ICH völlig normal bin, nur halt selbständig erzogen und ein Denker. Und auch meinem Vater zeigen dass ich eben doch mal nen Mann abbekomme.

Irgendwann wurde ich schwanger, die Welt brach zusammen, wollte abtreiben, wollte abhauen, alles war zu spät. Hatte Angst er würde das Kind aus mir rausprügeln wenn ich ginge. Ich bin geblieben, leise und still. Denn wenn ich schon schwanger bin durch meine eigene Dummheit dann hab ich auch nicht das recht das zu beenden. Bekam ein zweites, fügte mich. Ab und zu kocht es auf, nicht physisch, aber psychisch. 

Unnütz, Unvollkommen, Unzuverlässig, Frigide, Traumwandler und Soziopath. Meine Bücher, meine Filme, meine Gedanken, alles Unfug. Gedanken und Wünsche die seinen entsprechen sind selbstverständlich willkommen. Man passt sich an. Wird klein und wunschlos. Emotionale Achterbahnen lassen mich aufleben, Hoffnungschimmer werden geschürt und dann erstickt. Wenn ich nicht grad am Aufpassen bin dan sammle ich mich ein. Lächelnd. Weil Beschwerden könnten ihn ja aufregen. Das wollen wir ja nicht.

Ich habe vor mir das Bild einer Kerze, sie flackert zwar aber kann den Kindern noch Licht und Wärme spenden. Hier bleiben will ich nicht, aber gehen kann ich nicht.

Ich liebe meine Jungs, mein Leben für Ihres von ganzem Herzen. Danke dass Du (hinter deinem Bildschirm) mir bis zum Schluss zugehört hast.

 

"Zeigen dass ICH völlig normal bin, nur halt selbständig erzogen und ein Denker. Und auch meinem Vater zeigen dass ich eben doch mal nen Mann abbekomme"

Du wast mit 20 zu jung, um derartige Entscheidungen wie das Auswandern zu treffen...ein befristeter Aufenthalt wäre fürs Erste vernünftiger...vllt wolltest du fliehen, fliehen vor der Scheidung deiner Eltern und hast dich in die "nächstbesten" Arme eines anderen begeben? 

Eine gravierende Rolle scheint dein Vater, als erster Mann in deinem Leben gespielt zu haben und so steckst du fest in deiner Rolle als "unvollkommene, unnützige..." Frau, ganz getreu dem Bild, das dein Vater dir eingeprägt hat...Nein, du bist nicht selbständig und nicht losgelöst - du bist noch das kleine Mädchen und spielst weiter mit in der dir "auferlegten" Rolle deiner Erziehung... 

Wenn du nicht eines Tages DEIN Leben lebst, so lebst, wie du es dir wünschst, wirst du diese "Stigmatisierung" von Generation zu Generation weitergeben. Traurig. 

Kinder brauchen nicht nur Wärme und Liebe, um einmal zu gefestigten glücklichen Menschen werden zu können, sie brauchen genauso viel auch an Frohmut/Optimismus und Zuversicht von ihren Eltern . ..Kannst du ihnen das Alles geben ? 

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10. Februar 2017 um 16:58
In Antwort auf lolocooo

Ich bin anfang zwanzig für ein Praktikum von Süddeutschland nach Noreuropa und bin statt ein paar monaten erst ein Jahr geblieben, dann 4... bis heute.
An meiner Arbeitsstelle hab ich einen Mann kennengelernt bei dem ich mir damals dachte "ich helfe dem kurz dann gehe ich" ... und bin geblieben. Meine Mutter hatte mich gewarnt nicht den Samariter zu spielen, aber mit 20 weiss man ja alles.

Kulturelle Unterschiede wurden zur Bereicherung, verschiedene Temperamente zum Ying & Yang & das lange alleine sitzen und warten wurden zur kreativen Beschäftigung genutzt.
Und die Eltern, die sich gerade scheiden lassen kaum dass ich im Ausland bin, die würden das eh nicht verstehen.

Und ausserdem liebte er mich denn er sagte er ja "Wenn du dich auch nur 40% zuhause so engagieren würdest wie im Job, dann wär alles besser" - Ich verstand Beziehung. Er meinte Haushalt. Dies wurde mir 10 Jahre später bestätigt.

Ich hätte gerne Hilfe gehabt um zu gehen aber über sowas spricht man ja nicht, mal ne Tasche hier abgelegt, mal da. Immer in der Hoffnung es bald zu schaffen mich zu trauen. Die grösste Angst war damals wirklich so irre zu sein wie er behauptet, ich wollt's ihm zeigen. Zeigen dass ICH völlig normal bin, nur halt selbständig erzogen und ein Denker. Und auch meinem Vater zeigen dass ich eben doch mal nen Mann abbekomme.

Irgendwann wurde ich schwanger, die Welt brach zusammen, wollte abtreiben, wollte abhauen, alles war zu spät. Hatte Angst er würde das Kind aus mir rausprügeln wenn ich ginge. Ich bin geblieben, leise und still. Denn wenn ich schon schwanger bin durch meine eigene Dummheit dann hab ich auch nicht das recht das zu beenden. Bekam ein zweites, fügte mich. Ab und zu kocht es auf, nicht physisch, aber psychisch. 

Unnütz, Unvollkommen, Unzuverlässig, Frigide, Traumwandler und Soziopath. Meine Bücher, meine Filme, meine Gedanken, alles Unfug. Gedanken und Wünsche die seinen entsprechen sind selbstverständlich willkommen. Man passt sich an. Wird klein und wunschlos. Emotionale Achterbahnen lassen mich aufleben, Hoffnungschimmer werden geschürt und dann erstickt. Wenn ich nicht grad am Aufpassen bin dan sammle ich mich ein. Lächelnd. Weil Beschwerden könnten ihn ja aufregen. Das wollen wir ja nicht.

Ich habe vor mir das Bild einer Kerze, sie flackert zwar aber kann den Kindern noch Licht und Wärme spenden. Hier bleiben will ich nicht, aber gehen kann ich nicht.

Ich liebe meine Jungs, mein Leben für Ihres von ganzem Herzen. Danke dass Du (hinter deinem Bildschirm) mir bis zum Schluss zugehört hast.

 

So weiter zu leben wie du es jetzt tust, ist das Schlimmste was du deinen Kindern antuen kannst. 
Du lebst Ihnen vor: Bleibe in einer Situation, in der du sturzunglücklich bist. 
Du bist ihr Vorbild und sie werden dich dafür mal verachten. 
Du nimmst doch den Kindern nicht den Vater weg, wenn du dich trennst. Wer hat dir denn so n Müll eingeredet? 
Auch wenn ihr nicht verheiratet seid: Es gibt Gesetze. Deine Kinder werden den Vater regelmäßig sehen. 
Ich möchte dich ganz dringend bitten dich an ein Frauenhaus zu wenden und mit deinen Kindern abzuhauen. Du leidest unter einem extrem geringem Selbstwertgefühl und musst da weg! 
Es gibt kaum was Schlimmeres als sich dauerhaft psychisch von jemandem so klein machen zu lassen. Dein Thread ist ein Hilferuf. Hier meldet sich die Seite in dir die leben möchte, sich entwickeln möchte, glücklich und gleichberechtigt leben will. 

Meine Mutter hat auch an der Seite eines solchen Menschen gelebt und ich verachte sie zwar nicht dafür, musste aber über zwanzig Jahre lang lernen, dass ich nicht in schwierigen, zerstörenden Situationen verharren muss. Ich hab immer überall verharrt, weil sie es mir ja so vorgelebt hatte. Ich hatte keine Wertschätzung mir selber gegenüber. Willst du das für deine Kinder? 

 

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8. April 2017 um 12:31

Ich war unfähig hier auf's Forum zu kommen, allein der Tatsache wegen dass "darüber reden bedeutet es als zu lösend geltendes Problem" anzuerkennen... Und lösen kann ich's ja nicht. Also, wegbuddeln, nicht dran denken, weiterrudern.

Ja, sitzen, warten, hoffen. Suchen was ihm den gefallen könnte damit man sich selber vormachen kann man wäre als Paar doch ganz ok. Sachen machen zu denen man sich einreden sie würden einem gefallen sofern es ihn nicht nervt, ihn nicht gegen sich/mich aufbringt oder (Gott sei Dank) er immerhin nicht ne riesen Fresse zieht für die man sich dann gleich schuldig fühlt.

Sich ein und vergraben, sich vergessen und anpassen. Lieber ihm recht machen bevor's schlimmer kommt.

Schlechtmachen, ha, bei wem denn? Ich hab ausser auf Arbeit keine Kontakte mehr und hab mich damit abgefunden. Nicht dass ich niemand mag oder Eremit werde, nein, draussen bin ich supernormal. So normal dass er dann auch sagt "ich weiss ganz genau du benimmst dich ganz anders wenn du alleine bist" ... da sucht man versteckte Kamera's, sichert Handy extra ab damit bloss nix falsch verstanden werden kann im Falle dass... und kriegt eiskalte schauer wenn Sohnemann vom rücksitz fragt "Stimmt es dass es Geräte gibt mit denen man im Auto alle Gespräche abhören kann...?"

Klingt es schlimmer als es wirklich ist? Ist es schlimmer als ich denke? Ich weiss es nicht mehr. "Wir sind doch ein gutes Paar, andere schlagen ihre Frauen".

Ja, so gesehen. Ist es echt nicht schlimm dass ich flach atme, aufspringe wie ein Hase beim klingeln, Panik vom Telefon habe und erst nachfrage was richtiger für mich sein könnte.

Ich hab jetzt einen Hund, einen grossen. Der braucht bewegung und ich bin raus.... Allein mit meinem wahren ich zumindest 3h am Tag. Ein anfang

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