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Nicht-Beziehungen

9. März 2008 um 17:13 Letzte Antwort: 9. März 2008 um 20:48

Hallo allerseits,

ich lebe seit 20 Jahren in Deutschland und bin nun 44 Jahre alt, nicht verheiratete Frau ohne Kinder.

Mein Chef ist 45 Jahre alt, hat 3 Kinder aber lebt nicht bei seiner Familie. Seine Frau hätte ihn für selbstverständlich gehalten.

Ich versuche seitn 20 Jahren die Deutschen zu verstehen und bin bereit mich auch anzupassen. Nun die Frage:

Er macht mir seit Juli letzten Jahres Angebot, mit ihm eine "Keine-Beziehung" "für eine Weile" zu haben, da "wir leben im moment und nur ein mal". Diese Motto habe ich oft in der Studienzeit von Deutschen Studenten gehört. Weil "es kommt anders".

Soll ich und wie kann ich diese Einstellungen bei mir verinnerlichen? Ich weiss, dass ich jede Krise überstehen kann. Aber die theoretische bzw. idealistische Basis für diese Freizügigkeit geht mir immer wieder verloren.

Ich habe nach sieben Monaten mit ihm etwas angefange. Nun habe ich den inneren Kontakt zu der theoreitsche Basis meiner Freizügigkeit verloren.

Er leidet unter meiner Distanz. Ich denke viel nach.
Bitte um Hilfe.

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9. März 2008 um 17:22

Genau
wenn die anderen recht haben und das für einen und für die Gesellschaft gut ist, wieso kann ich das nicht lange im Kopf behalten und wie alle anderen eine Affäre haben?

Bzw. sind das immer gestörte und Verlierer, die Affäre haben? oder auch vernünftige, normale bzw. Superintellektuelle? Wenn ja, bitte mich daran erinnern, so wie die anderen zu werden.

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9. März 2008 um 17:25

Alles ist neu
Die Affäre ist jung. von 7Feb bis 22 Feb. Dann Unterbrechung meinerseits bis heute. Den versuch hat er schon im letzten Juli gestartet. immer gleiche Begründung, es ist was schönes, sonst nähme man sich was weg.

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9. März 2008 um 17:32

Noch was
Meine Kollegin schläfft gelegentlich mit einem verheirateten Mann. Sie ist bestimmt nciht die einzige. Wieso gehöre ich noch den alten Zeiten und sehe sowas schlecht, wenn das ganz und gäbe ist? Müssen Singlefrauen im Beruf Rücksicht auf Hausfrauen nehmen? Oder ist das sogar eher eine sexuelle Entlastung für die? Denn Männer verlassen Heim nicht so schnell.

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9. März 2008 um 17:48

Danke
ich schätze deine Antwort sehr. gleich werde ich noch mal lesen. Addieren will ich, dass ich will den Zeitgeist bzw. Codex der Gesellschaft kennenlernen. Z.B. Jungfräulichkeit ist in Europa nicht mehr wichtig. Also warum sollte eine junge Emigrantin sich soviel Mühe geben?

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9. März 2008 um 17:54

I've got it
ok, wenn der wahre Grund meine Eitelkeit ist, die etwas gegen "Keine-Beziehung" hat, dann ist das so oder so nicht gut für mich. Egal, was alle andere tun. Das ist richtig bis zum Geht-Nicht-Mehr. Danke Dir.

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9. März 2008 um 19:23

Versuche idealistisch zusammenzufassen
> Für die Gesellschaft ist es gut, wenn die meisten "Gesellschafter"

1. in der (post-)modernen Zeit legen wir das Gewicht immer mehr auf den Respekt vor Individualität.
2. In einer Partnerschaft kriegt die Frau überdruss und verschwindet. In der anderen der Mann.
3. Neuoriertierung ist akzeptiert. Selbst die Kinder sind heuzutage grosszügier als früher.
4. Alles wird probiert. Freundschaft. Partnerschaft. Affäre. Und keiner meint es böse.
5. Am Ende sind alle trotzdem pflichtbewusst und die Gesellschaft kommt voran.
6. eine/r, der kein Bedarf an Sex ohne Seelennähe hat, muss sich nicht auf Affären einlassen. Das tut eine/r, der sonst mit Geborgenheit gut dosiert ist und Sex braucht.
7. Die paar Amokläufer, die es nicht vertragen, verlassen, betrogen oder ersetzt werden, sind Minderheit. Die Mehrheit kommt mit der neuen Gerechtigkeit zu recht.

Nun muss ich das unterschreiben und an der Wand stellen, um nicht wieder vergessen. In zwei Woche.

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9. März 2008 um 20:38

Kehrwende der idealistischen Basis
1. Die Urinstinkten der Menschen haben sich nicht geändert.
2. Daher will jede/r verstanden und für seiner selbst geliebt werden.
3. Affären sind eine Histerie, die über uns läuft, die wir aber nicht brauchen.
4. Wenn jemand schon am eigenen Leib erfahren hat, dass er Monate lang ohne Sex leben kann und eher auf Seelennähe steht, soll er die Hände davon lassen.
5. Den Männern sollte man nicht einfach gemacht werden, dass sie glauben, sie hätten keine Seele, nur eine Penis.
6. Klar werde ich weinen, wenn ich zu einer Affäre genötigt werde, mein Gehirn Hoffnungen produziert und er mich mit einer andren ersetzt.
7. Überleben tut man alles. Aber muss man auch freiwillig in Dreck schwimmen?

Unterschrift -> eingerahmt -> an der Wand

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9. März 2008 um 20:48

Carpe diem
seit zehn Jahren lese ich immer wieder in Liebesforen. Auch in einem amerikanischen. Leute wie ich mit "was soll ich nun tun?" gibt es oft. Wie kommt es, dass öfter Männer sagen, "tue es". Frauen weniger.
a. Wollen sie den Weg für sich bereit machen?
b. Das ist der Schlüssel zu ihrer gesellschaftlichen Macht?
c. Sie sind halt so. Aber was für die gut ist, ist nicht unbedingt gut uns?

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