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Neue Beziehung trotz extremer Verlustangst?!

24. Februar 2011 um 22:05

Hallo an Alle,

letztes Jahr im August habe ich (bin 27) nach acht Jahren Kampf meine Mutter an den Krebs verloren.
Seitdem lebe ich wie in einer Luftblase. Verdränge alles, was mit dem "Verstehen des Verlustes" zu tun hat und stürze mich in meinen Job und Haus.
Als ich acht war, hat sich mein Vater umgebracht, das nur also kleine Ergänzung in Sachen Vorgeschichte.

Nun lebe ich in meinem Häuschen zusammen mit meiner Schwester und nem halben Zoo, hab nen guten Job und tolle Freunde. Läuft also alles irgendwie weiter.
Ich weiß allerdinga, dass ich irgendwann anfangen muss, zu verstehen, dass meine beste Freundin, meie engste Vertraute, meine Mama niemals wieder kommt.

Das eigentliche "Peoblem": Ich habe einen Mann kennengelernt, den ich sehr mag.
Aber ich kann mich ihm nicht öffnen...habe extreme Angst, verletzt und verlassen zu werden und lasse so lieber niemanden an mich ran (bis auf meine Freunde eben)...
Wir wollen uns ganz in Ruhe kennenlernen, überstürzen nichts und er weiß auch, was "mit mir los ist".

Aber ich habe Angst..und würde manchmal echt lieber "weg laufen", als mit ihm zusammen zu sein.
Diese Verlustangst macht einfach alles kaputt...

Muss ich erst die Trauerarbeit abgeschlossen haben, bevor ich auch nur an eine funktionierende Beziehung denke?!?

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24. Februar 2011 um 22:39

Einen Anfang hast Du doch bereits gemacht!
Liebe "Lady Lara", ich denke, Du hast wenigstens den ersten oder sogar bereits den zweiten Schritt in die richtige Richtung gesetzt:

1.: Du hast ganz alleine erkannt, dass Du Verlustängste hast und bist Dir auch deren Wurzeln bewusst!
2.: Du hast jemand kennen gelernt und Du spürst tatsächlich, dass Du diesen Menschen magst und eigentlich auch gerne eine tiefergehende Beziehung mit ihm eingehen möchtest. Du hast also durchaus einen Zugang bzw. ein Bewusstsein für Deine Gefühle!

Das Leben ist ein ständiger Fluss und Leben & Tod gehören dazu, wie die Luft und das Wasser. Das einzige was im Leben sicher ist, ist, dass jede Sekunde anders ist als die vorhergehende! Und obwohl der Mensch das natürlich weiß, tun wir uns manchmal schwer damit, Veränderungen zu akzeptieren oder gar positiv mit ihnen zu leben.

Der Verlust eines geliebten Menschen ist natürlich ein einschneidendes Erlebnis und vielleicht ist Deine Reaktion auf den Verlust Deiner Mutter tatsächlich dadurch so schwer für Dich, weil Du ja auch Deinen Vater schon sehr früh verloren hast.

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, Deine Ängste bzw. Deine Trauerarbeit mit Unterstützung eines Therapeuten anzugehen? Die "Lösungsfokussierte Kurzzeittherapie" zum Beispiel ist eine ganz tolle und vor allem "positive" Art und Weise, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du den Mut und die Freude am Leben vollkommen zurück gewinnst, und ich bin mir ganz sicher, dass auch Deine Mutter Dir genau dass wünschen würde!

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26. Februar 2011 um 19:08
In Antwort auf ngaire_12351690

Einen Anfang hast Du doch bereits gemacht!
Liebe "Lady Lara", ich denke, Du hast wenigstens den ersten oder sogar bereits den zweiten Schritt in die richtige Richtung gesetzt:

1.: Du hast ganz alleine erkannt, dass Du Verlustängste hast und bist Dir auch deren Wurzeln bewusst!
2.: Du hast jemand kennen gelernt und Du spürst tatsächlich, dass Du diesen Menschen magst und eigentlich auch gerne eine tiefergehende Beziehung mit ihm eingehen möchtest. Du hast also durchaus einen Zugang bzw. ein Bewusstsein für Deine Gefühle!

Das Leben ist ein ständiger Fluss und Leben & Tod gehören dazu, wie die Luft und das Wasser. Das einzige was im Leben sicher ist, ist, dass jede Sekunde anders ist als die vorhergehende! Und obwohl der Mensch das natürlich weiß, tun wir uns manchmal schwer damit, Veränderungen zu akzeptieren oder gar positiv mit ihnen zu leben.

Der Verlust eines geliebten Menschen ist natürlich ein einschneidendes Erlebnis und vielleicht ist Deine Reaktion auf den Verlust Deiner Mutter tatsächlich dadurch so schwer für Dich, weil Du ja auch Deinen Vater schon sehr früh verloren hast.

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, Deine Ängste bzw. Deine Trauerarbeit mit Unterstützung eines Therapeuten anzugehen? Die "Lösungsfokussierte Kurzzeittherapie" zum Beispiel ist eine ganz tolle und vor allem "positive" Art und Weise, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du den Mut und die Freude am Leben vollkommen zurück gewinnst, und ich bin mir ganz sicher, dass auch Deine Mutter Dir genau dass wünschen würde!

Hallo Candy
vielen Dank für deine Antwort. Scheint in diesem Forum ja doch noch Menschen zu geben, die einen zumindest ansatzweise verstehen, obwohl man sich selber für doch relativ kompliziert hält.

Ich habe in der Tat schon länger die Nummer eines guten Psychologen hier liegen, aber noch bin ich nicht bereit, dort hin zu gehen, da ich nicht einmal begonnen habe, den Tod meiner Mama zu verarbeiten.

Ich bin zum Teil stark launisch/unentschlossen/depressiv, sodass ich eigentlich wohl nichtmal an eine Beziehung denken sollte. Andererseits weiß besagter Mann all das und möchte mich trotzdem weiter kennenlernen.

Mein Hauptproblem ist meine riesen Angst, verlassen zu werden. Ich denke, wenn ich in meiner jetzigen Lage noch von jemandem verletzt würde, den ich wirklich gern hab und dem ich mich geöffnet habe (schwer genug), dann ist es soweit, dass ich gar nicht mehr kann.

Und möchte ich das Risiko eingehen?!

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27. Februar 2011 um 21:31

Najaa
Er würde es sogar mit mir zusammen angehen, bzw mich dabei begleiten, und ihm ist durchaus klar, dass ich alles andere als einfach bin/sein kann/sein werde.

Ich habe heute nochmal mit ihm gesprochen und wir wollen uns definitiv weiter kennenlernen, ganz in Ruhe und ohne Erwartungen....treffen uns Mittwoch und am Wochenende bin ich bei ihm. Denke also, dass spätestens Sonntag klar ist, ob ich so irre bin, es zu versuchen, oder nicht

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27. Februar 2011 um 22:02
In Antwort auf braith_12317572

Hallo Candy
vielen Dank für deine Antwort. Scheint in diesem Forum ja doch noch Menschen zu geben, die einen zumindest ansatzweise verstehen, obwohl man sich selber für doch relativ kompliziert hält.

Ich habe in der Tat schon länger die Nummer eines guten Psychologen hier liegen, aber noch bin ich nicht bereit, dort hin zu gehen, da ich nicht einmal begonnen habe, den Tod meiner Mama zu verarbeiten.

Ich bin zum Teil stark launisch/unentschlossen/depressiv, sodass ich eigentlich wohl nichtmal an eine Beziehung denken sollte. Andererseits weiß besagter Mann all das und möchte mich trotzdem weiter kennenlernen.

Mein Hauptproblem ist meine riesen Angst, verlassen zu werden. Ich denke, wenn ich in meiner jetzigen Lage noch von jemandem verletzt würde, den ich wirklich gern hab und dem ich mich geöffnet habe (schwer genug), dann ist es soweit, dass ich gar nicht mehr kann.

Und möchte ich das Risiko eingehen?!

Hallo Liebes.
Das mit deiner Mutter tut mir schrecklich Leid.
Aber du kannst nicht dein Leben lang aus Angst ( Die ich absolut verstehe) auf Liebe verzichten.
Liebe ist ein großartiges Geschenk, das dir weiter hilft, und dich auch sehr glücklich machen kann.


Gegen deine Stimmungsschwankungen kann dir ein Psychologe wirklich sehr gut helfen.
Eventuell bekommst du auch Antidepressiva ( die auch Wunder bewirken können )

Gib der Angst, nicht die Chance dein Leben zu bestimmen.
Jeder Mensch hat irgendwo Verlustsängste, jedoch ist die Liebe das wert.

Hör auf dein Herz und schaue ob du überhaupt bereit bist, Gefühle zuzulassen.

Deiner Mutter würde es nicht gut gehen, wenn du jetzt komplett einsam bist, was die Liebe angeblangt.

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27. Februar 2011 um 22:23
In Antwort auf annika864

Hallo Liebes.
Das mit deiner Mutter tut mir schrecklich Leid.
Aber du kannst nicht dein Leben lang aus Angst ( Die ich absolut verstehe) auf Liebe verzichten.
Liebe ist ein großartiges Geschenk, das dir weiter hilft, und dich auch sehr glücklich machen kann.


Gegen deine Stimmungsschwankungen kann dir ein Psychologe wirklich sehr gut helfen.
Eventuell bekommst du auch Antidepressiva ( die auch Wunder bewirken können )

Gib der Angst, nicht die Chance dein Leben zu bestimmen.
Jeder Mensch hat irgendwo Verlustsängste, jedoch ist die Liebe das wert.

Hör auf dein Herz und schaue ob du überhaupt bereit bist, Gefühle zuzulassen.

Deiner Mutter würde es nicht gut gehen, wenn du jetzt komplett einsam bist, was die Liebe angeblangt.

Hallo Annika
Erstmal danke für deine liebe Antwort

Ich bin halt manchmal zu sehr Kopfmensch und momentan psychisch sehr labil. Jeder unvorbelastete Mensch wär jetzt wahrscheinlich totaaal euphorisch und super drauf..

Ich hingegen analysiere jede noch so kleine sms und alles was er sagt & macht (meine armen Freundinnen sind wahrscheinlich schon total genervt), immer auf der Hut.
Bisher hat sich jedoch keine meiner "kopfkinoproduzierten" Befürchtungen bewahrheitet...

Er meint es erst, das hat er mit heut auch nochmal am Telefon gesagt. Nur kann er mir (logisch, ich ihm ja auch nicht) keine Garantie geben, dass es nicht vielleicht doch nicht passen könnte. Aber er möchte weiter Zeit mit mir verbringen und mich wirklich kennenlernen...

Kenne das halt auch einfach so nicht. Habe eine lange Beziehung hinter mit, danach eine 7 monatige. Beide Male ging es zu Beginn sehr schnell: Treffen-> Zusammen kommen-> Sex-> Kennenlernen.
Bei "ihm" isses jetzt echt ganz anders...

Hach, ich bin echt total verwirrt,,,

Und nu muss ich auch noch bis Mittwoch warten, bis ich ihn wieder sehe...

Werde übrigens Morgen tatsächlich mal die Nummer nutzen, die hier schon so lange rumfliegt...mal sehen, ob ich einen Termin bekomme.

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