Forum / Liebe & Beziehung

Neue Beziehung - Sex schwierig

19. Oktober 2020 um 9:55 Letzte Antwort: 28. Dezember 2020 um 7:54

Hallo zusammen,

wie fange ich an!? Ich möcht dem Thema selbst nicht mehr Bedeutung geben, als notwendig - aber ein paar Tipps können vielleicht nicht schaden... ) Vielleicht zur Einordnung noch vorab: wir sind beide keine Teenager mehr: er ist 33, ich 34. Für mich selbst ist es die vierte Beziehung, bei ihm weiß ich es nicht genau - nur dass er fünf Jahre Single war.

Ich habe Mitte August übers Online-Dating einen Mann kennengelernt, den ich seit Anfang September immer wieder getroffen und mich Anfang Oktober auch doll verliebt habe - ihm geht es genauso, so dass wir seit ca. 2 Wochen ein Paar sind... er hat das Thema Beziehung irgendwann angesprochen. Soweit bin ich sehr glücklich und das ist wohl das wichtigste...!

Was mich dennoch etwas beschäftigt, ist das Thema körperliche Nähe bzw. Sex. Gerade damit das Thema sich nicht irgendwann zu sehr "aufbauscht", muss ich gerade einmal darüber sprechen... Wir fühlen uns körperlich sehr stark zueinander hingezogen. Ich genieße es unglaublich, wenn wir Arm in Arm liegen, ewig küssen, zärtlich streicheln... ich kenne es auch vorherigen Beziehungen eigentlich auch so, dass man dann auch bald miteinander schläft. Unseren ersten Kuss gab es beim fünften Treffen - da hat er irgendwann seinen Mut zusammen genommen, was ich total toll von ihm fand. Ab dem siebten Date dann auch (von ihm aus) Streicheln unterm T-Shirt, wo ich schon das Gefühl hatte, er möchte mehr (ich hatte aber meine Tage, was ich ihm auch kurz sagte, damit er sich nicht grundlos zurückgewiesen fühlt). Wenige Tage später war ich dann wieder bei ihm und ich habs kaum ausgehalten: es lag so viel Kribbeln und Anziehung, Vertrauen und Geborgenheit in der Luft, dass wir dann irgendwann rüber ins Schlafzimmer sind. Was ich wirklich mega toll an ihm finde: er ist unglaublich einfühlsam, zärtlich, kuschelt viel und gern. Er sprang dann irgendwann auf und hat die Kondome gesucht, vor sich hingeflucht, weil er sie nicht gefunden hat. Ich bin einfach ganz entspannt geblieben. Ich habe dann aber irgendwann gemerkt, dass sein bestes Stück nicht so richtig steif wurde... habe mir erst nicht viel dabei gedacht, außer "vielleicht gerade zuuuu aufgeregt". Ich habe ihn dann oral verwöhnt - und kaum hatte ich ihn berührt, ist er schon gekommen. Da war ich echt baff. Aber alles nicht schlimm - ich fand es sogar irgendwie süß. Er sagte daraufhin, dass ihm das mega leid tut, was ich direkt abgewiesen habe, dass es gar nicht schlimm ist und alles wirklich in Ordnung, ich es sehr genieße gerade und mich wohl fühle. Er meinte, sein letzter Sex wäre schon länger her, Anfang des Jahres außerhalb einer Beziehung.

Zwei Tage später lagen wir dann wieder im Bett, ich habe mich sehr zurückgehalten - also es ging von ihm aus, dass wir irgendwann nackt da lagen... wollte ihm nicht das Gefühl geben, dass er "jetzt" muss, die Erwartungshaltung und den Druck rausnehmen... jedoch war es hier wieder so, dass er nicht steif wurde... nur ganz leicht, wenn ich ihn mit der Hand verwöhnt habe... er ist trotzdem sehr auf mich eingegangen, was ich süß fand. Ich fand es schon schade, weil ich so mega erregt und heiß auf ihn war, dass ich ihm SO SO gern ganz nah gekommen wäre. Sich dann richtig zu spüren ist ja nochmal intimer. 

Gestern Abend war er noch bei einem Kumpel und sie hatten einige Bier auf. Wir haben dann noch zusammen ein wenig Wein getrunken und ich dachte noch, dass er dann jetzt vielleicht entspannnter ist... wieder wurde der Sex von ihm angestoßen, worauf ich natürlich sehr gern eingegangen bin.I ch glaube oder hoffe schon, dass er spürt, wie heiß ich ihn finde... aber wieder kein richtiger Ständer... er hat dann versucht mit mit der Hand zu verwöhnen... aber halt nicht sooo wie ich es brauche - was ja zu Beginn normal ist... jede Frau ist anders und man muss sich ja erstmal kennenlernen. Ich finde es immer etwas heikel, einem Mann dann direkt zu zeigen, was man mag oder "braucht" - gerade ihm wollte ich jetzt auch nicht das Gefühl geben, dass er etwas falsch macht. Ich habe dann doch seine Hand genommen - jedoch hat er nur kurz so weitergemacht und ist dann wieder in sein vorheriges "tun" zurückgefallen... aber darum gehts mir eigentlich nicht. Zwischendurch hatte er immer wieder einen "leicht steifen" Penis, was aber für Geschlechtsverkehr niemals gereicht hätte... habe ihn dann wieder oral verwöhnt und er kam quasi SOFORT. Er hat sich entschudligt, wo ich direkt sagte, dass es völlig in Ordnung ist und er sich auf keinen Fall entschuldigen muss.


Ich würde mich selbst als sehr empathisch und verständnisvoll beschreiben und hoffe sehr, dass er nicht zu sehr gespürt hat, dass ich doch - ja was eigentlich? Enttäuscht klingt so gemein, aber vielleicht doch etwas traurig war. Ich hatte das so noch nie. Er sagt mir bestimmt 10x, wenn wir uns körperlich näher kommen, wie schön er mich findet. Das glaube ich ihm auch... trotzdem hinterlässt es ein ganz komisches Gefühl... zum einen würde ich einfach so so gern richtig mit ihm schlafen und zum anderen hab ich eben doch das Gefühl, dass ich etwas falsch mache. Ohne dass ich es will, habe ich gestern auch im Laufe der Zärtlichkeiten die Lust verloren... ich hoffe, das bleibt nicht so. Die Anziehung ist tatsächlich runtergegangen, obwohl ich das gar nicht wollte. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll... er hat mich ständig gefragt, ob ich mich wohlfühle - das hab ich!! Und er meinte von sich aus, er würde sich auch so wohlfühlen... 

Ich weiß, ich sollte ihm einfach Zeit geben, das was wir haben oder gerade möglich ist, genießen und mir keine Gedanken machen. Ich fühle mich nur etwas überfordert oder ratlos... ich streichle ihn ja schon viel, küsse ihn überall, sage ihm, wie toll er ist, haben uns gegenseitig massiert... irgendwie wird mein Kribbeln im Bauch immer weniger, auch wenn das Blödsinn ist. Ich habe auch schon überlegt, ob er vielleicht noch nie Sex hatte, er es aber nicht sagen mag - aber dafür ist er dann doch zu einfühlsam bei mir... ich habe das Gefühl, es wird wahrscheinlich mit jedem mal sich ausziehen, kuscheln, küssen und streicheln - aber eben nicht mehr, immer komischer... und genau DAVOR habe ich Angst. Was kann ich denn noch tun? Ich verstehe das einfach nicht. Es macht mich traurig... und vom Kopf her finde ich das auch blöd, aber ich kann es nicht ändern: ich verliere auch immer mehr die Lust ihm näher zu kommen.

Im Internet ließt man immer wieder mal, dass es vor allem Männern so geht, die sehr verliebt sind... aber beim dritten mal immer noch? Ich kann nur weiter liebevoll und verständnisvoll sein, ihm zeigen, wie stark meine Gefühle und auch Anziehung ist - aber was noch?

Liebe Grüße

 

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19. Oktober 2020 um 10:08

...was ich noch zu gestern Abend ergänzen möchte: 

ich habe vor allem deshalb angefangen, ihn oral zu verwöhnen, weil sein Penis nicht steif wurde... ich dachte mir: ich mache das kurz, bis er etwas mehr erregt ist und "steht" und dann setze ich mich einfach auf ihn - den Moment habe ich scheinbar verpasst... aber er kam wirklich SO schnell, kaum dass ich ihn berührt hatte und er anfing zu stehen - viel früher wäre Geschlechtsverkehr gar nicht möglich gewesen...

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19. Oktober 2020 um 10:31

Er scheint psychisch sehr unter Druck zu stehen, da sich über mehrere Male nichts tut.
Es ist ja eine Sache, wenn er sehr schnell käme, aber es gäbe doch die Möglichkeit des zweiten Anlaufs. Altersmäßig sollte das doch möglich sein. Er wirkt auch irgendwie passiv, denn er könnte ja auch oral aktiv werden.
Ich kann es schon verstehen, dass es bei Dir die Geduld strapaziert und das Begehren nachläßt.
Aber eine echte Lösung fällt mir nicht ein: Übst Du Dich in Geduld, wird das mit dem schwindenden Begehren nicht besser, er merkt es ggf. und es ändert sich nichts, wenn Du ihn deutlicher ansprichst und er ggf. mal Richtung Urologe schauen sollte ist die Chance, dass es in stresst nicht klein. Die härteste Lösung wäre Trennung wegen Inkompatibilität.
Wenn es wirklich nur fünf Jahre waren (und nicht so wie Du vermutest schon immer) ganz schön eingerostet

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19. Oktober 2020 um 10:48

Hallo Sophos,

vielen Dank für deine Rückmeldung!

Als passiv empfinde ich ihn eigentlich nicht - er hat mich zwischendurch auch immer wieder mal oral verwöhnt - aber eben nur kurz, macht aber nichts. Unsicherheit uns sich einspielen müssen ist ja normal, man kennt den anderen und seine Vorlieben halt einfach noch nicht so gut. Genau das ist ja auch spannend herauszufinden. 

Mein letzter Freund hat mich betrogen - ich fand es bei tatsächlich schon fast sympathisch, dass er scheinbar nicht jede Frau "mitnimmt, die bei drei nicht auf den Bäumen" ist. Grundsätzlich finde ich auch nicht, dass er sich "doof anstellt"... es fehlt halt einfach nur ein Ständer - um es auf den Punkt zu bringen. Ich weiß nicht, ob ihm da auch was fehlt, ob ihn das auch bedrückt... nach unserem zweiten Versuch habe ich danach beim kuscheln mal vorsichtig gefragt "kann es sein, dass du dir ein paar zu viele Gedanken machst" - ganz vorsichtig... richtig drüber reden wollte ich auch nicht, weil es dann vielleicht noch viel verkrampfter würde. Er meinte nur (und wurde dabei etwas albern): nö warum? und fing an mich kitzeln zu wollen. 

Inkompatibel macht in mir das Gefühl etwas falsch zu machen. Ich kann es nicht beschreiben, ich fühle mich irgendwie verantwortlich dafür, dass er "nicht kann". Ich weiß es aber gerade auch nicht besser und hatte das wie gesagt auch noch nie vorher bei einem Mann. 

Was mich gestern tatsächlich etwas verärger hat - ich aber nicht gezeigt habe: er meinte ein paar mal, ich solle mich entspannen - wo ich nur dachte: ICH bin entspannt!! Ich denke es kam deshalb: ich spanne meinen Körper sehr stark an, wenn ich merke, dass ich sehr erregt bin, ich komme dann schneller - und das war gestern, als ich in seinem Arm lag und er mich gestreichelt hat, halt auch der Fall... aber nur da und auch das erste mal - ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ich ansonsten unentspannt wirken könnte, denn das bin ich nicht. Gestern verging mir halt nur leider irgendwie die Lust irgendwann...


Ich weiß gerade auch nicht - einfach nicht mehr drüber nachdenken

LG

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19. Oktober 2020 um 11:44
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Hallo Sophos,

vielen Dank für deine Rückmeldung!

Als passiv empfinde ich ihn eigentlich nicht - er hat mich zwischendurch auch immer wieder mal oral verwöhnt - aber eben nur kurz, macht aber nichts. Unsicherheit uns sich einspielen müssen ist ja normal, man kennt den anderen und seine Vorlieben halt einfach noch nicht so gut. Genau das ist ja auch spannend herauszufinden. 

Mein letzter Freund hat mich betrogen - ich fand es bei tatsächlich schon fast sympathisch, dass er scheinbar nicht jede Frau "mitnimmt, die bei drei nicht auf den Bäumen" ist. Grundsätzlich finde ich auch nicht, dass er sich "doof anstellt"... es fehlt halt einfach nur ein Ständer - um es auf den Punkt zu bringen. Ich weiß nicht, ob ihm da auch was fehlt, ob ihn das auch bedrückt... nach unserem zweiten Versuch habe ich danach beim kuscheln mal vorsichtig gefragt "kann es sein, dass du dir ein paar zu viele Gedanken machst" - ganz vorsichtig... richtig drüber reden wollte ich auch nicht, weil es dann vielleicht noch viel verkrampfter würde. Er meinte nur (und wurde dabei etwas albern): nö warum? und fing an mich kitzeln zu wollen. 

Inkompatibel macht in mir das Gefühl etwas falsch zu machen. Ich kann es nicht beschreiben, ich fühle mich irgendwie verantwortlich dafür, dass er "nicht kann". Ich weiß es aber gerade auch nicht besser und hatte das wie gesagt auch noch nie vorher bei einem Mann. 

Was mich gestern tatsächlich etwas verärger hat - ich aber nicht gezeigt habe: er meinte ein paar mal, ich solle mich entspannen - wo ich nur dachte: ICH bin entspannt!! Ich denke es kam deshalb: ich spanne meinen Körper sehr stark an, wenn ich merke, dass ich sehr erregt bin, ich komme dann schneller - und das war gestern, als ich in seinem Arm lag und er mich gestreichelt hat, halt auch der Fall... aber nur da und auch das erste mal - ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ich ansonsten unentspannt wirken könnte, denn das bin ich nicht. Gestern verging mir halt nur leider irgendwie die Lust irgendwann...


Ich weiß gerade auch nicht - einfach nicht mehr drüber nachdenken

LG

Hi.. 
Vielleicht nimmt er Tabletten die das auslösen.
Als ich meinen jetzigen Partner kennengelernt habe.. Hatten wir das selbe Problem.
Er hat dann mit sei EM Arzt gesprochen.. Und die schmerztabletten die er für sein Knie genommen hat.. Hatten das als Nebenwirkung.
Ihm wurden andere Tabletten verschrieben.. Und dann hats funktioniert. 

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19. Oktober 2020 um 11:50

...meines Wissens nach nimmt er keine Tabletten...

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19. Oktober 2020 um 13:54

Ich kann Dir nur eines ans Herz legen: Fühle Dich bitte nicht verantwortlich dafür, dass er Festigkeitsprobleme hat. Ich glaube, Du musst das ganz offen ansprechen. Du bist sehr einfühlsam, Du wirst die richtigen Worte finden und ihm dabei vermitteln, wie wichtig er Dir ist. Aber Sexualität ist eben auch wichtig und ich finde es ganz normal, dem anderen zu sagen oder zu zeigen, was einem gefällt und was nicht, was einen beschäftigt und was man sich wünscht. 

Seine vielen Worte (wie fühlst Du Dich, ich fühle mich großartig, sei entspannt, ich bin entspannt, ich habe kein Problem, Du bist so toll usw.) lenken davon ab, dass er in irgendeiner Weise kein unbeschwertes Verhältnis zur Sexualität hat. Vermutlich wird es ihm schwer fallen, darüber zu sprechen, aber wenn Du ihm wichtig bist, wird er keine andere Wahl haben. Dass Deine Lust dadurch Dämpfer erhält, ist vollkommen verständlich.

Gegen mangelnde Standfestigkeit kann man im übrigen etwas tun und damit meine ich nicht nur Medikamente. Auch gegen vorzeitigen Samenerguss kann man sich wappnen. Einfach mal googeln.

Alles Gute!

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19. Oktober 2020 um 14:28
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Hallo zusammen,

wie fange ich an!? Ich möcht dem Thema selbst nicht mehr Bedeutung geben, als notwendig - aber ein paar Tipps können vielleicht nicht schaden... ) Vielleicht zur Einordnung noch vorab: wir sind beide keine Teenager mehr: er ist 33, ich 34. Für mich selbst ist es die vierte Beziehung, bei ihm weiß ich es nicht genau - nur dass er fünf Jahre Single war.

Ich habe Mitte August übers Online-Dating einen Mann kennengelernt, den ich seit Anfang September immer wieder getroffen und mich Anfang Oktober auch doll verliebt habe - ihm geht es genauso, so dass wir seit ca. 2 Wochen ein Paar sind... er hat das Thema Beziehung irgendwann angesprochen. Soweit bin ich sehr glücklich und das ist wohl das wichtigste...!

Was mich dennoch etwas beschäftigt, ist das Thema körperliche Nähe bzw. Sex. Gerade damit das Thema sich nicht irgendwann zu sehr "aufbauscht", muss ich gerade einmal darüber sprechen... Wir fühlen uns körperlich sehr stark zueinander hingezogen. Ich genieße es unglaublich, wenn wir Arm in Arm liegen, ewig küssen, zärtlich streicheln... ich kenne es auch vorherigen Beziehungen eigentlich auch so, dass man dann auch bald miteinander schläft. Unseren ersten Kuss gab es beim fünften Treffen - da hat er irgendwann seinen Mut zusammen genommen, was ich total toll von ihm fand. Ab dem siebten Date dann auch (von ihm aus) Streicheln unterm T-Shirt, wo ich schon das Gefühl hatte, er möchte mehr (ich hatte aber meine Tage, was ich ihm auch kurz sagte, damit er sich nicht grundlos zurückgewiesen fühlt). Wenige Tage später war ich dann wieder bei ihm und ich habs kaum ausgehalten: es lag so viel Kribbeln und Anziehung, Vertrauen und Geborgenheit in der Luft, dass wir dann irgendwann rüber ins Schlafzimmer sind. Was ich wirklich mega toll an ihm finde: er ist unglaublich einfühlsam, zärtlich, kuschelt viel und gern. Er sprang dann irgendwann auf und hat die Kondome gesucht, vor sich hingeflucht, weil er sie nicht gefunden hat. Ich bin einfach ganz entspannt geblieben. Ich habe dann aber irgendwann gemerkt, dass sein bestes Stück nicht so richtig steif wurde... habe mir erst nicht viel dabei gedacht, außer "vielleicht gerade zuuuu aufgeregt". Ich habe ihn dann oral verwöhnt - und kaum hatte ich ihn berührt, ist er schon gekommen. Da war ich echt baff. Aber alles nicht schlimm - ich fand es sogar irgendwie süß. Er sagte daraufhin, dass ihm das mega leid tut, was ich direkt abgewiesen habe, dass es gar nicht schlimm ist und alles wirklich in Ordnung, ich es sehr genieße gerade und mich wohl fühle. Er meinte, sein letzter Sex wäre schon länger her, Anfang des Jahres außerhalb einer Beziehung.

Zwei Tage später lagen wir dann wieder im Bett, ich habe mich sehr zurückgehalten - also es ging von ihm aus, dass wir irgendwann nackt da lagen... wollte ihm nicht das Gefühl geben, dass er "jetzt" muss, die Erwartungshaltung und den Druck rausnehmen... jedoch war es hier wieder so, dass er nicht steif wurde... nur ganz leicht, wenn ich ihn mit der Hand verwöhnt habe... er ist trotzdem sehr auf mich eingegangen, was ich süß fand. Ich fand es schon schade, weil ich so mega erregt und heiß auf ihn war, dass ich ihm SO SO gern ganz nah gekommen wäre. Sich dann richtig zu spüren ist ja nochmal intimer. 

Gestern Abend war er noch bei einem Kumpel und sie hatten einige Bier auf. Wir haben dann noch zusammen ein wenig Wein getrunken und ich dachte noch, dass er dann jetzt vielleicht entspannnter ist... wieder wurde der Sex von ihm angestoßen, worauf ich natürlich sehr gern eingegangen bin.I ch glaube oder hoffe schon, dass er spürt, wie heiß ich ihn finde... aber wieder kein richtiger Ständer... er hat dann versucht mit mit der Hand zu verwöhnen... aber halt nicht sooo wie ich es brauche - was ja zu Beginn normal ist... jede Frau ist anders und man muss sich ja erstmal kennenlernen. Ich finde es immer etwas heikel, einem Mann dann direkt zu zeigen, was man mag oder "braucht" - gerade ihm wollte ich jetzt auch nicht das Gefühl geben, dass er etwas falsch macht. Ich habe dann doch seine Hand genommen - jedoch hat er nur kurz so weitergemacht und ist dann wieder in sein vorheriges "tun" zurückgefallen... aber darum gehts mir eigentlich nicht. Zwischendurch hatte er immer wieder einen "leicht steifen" Penis, was aber für Geschlechtsverkehr niemals gereicht hätte... habe ihn dann wieder oral verwöhnt und er kam quasi SOFORT. Er hat sich entschudligt, wo ich direkt sagte, dass es völlig in Ordnung ist und er sich auf keinen Fall entschuldigen muss.


Ich würde mich selbst als sehr empathisch und verständnisvoll beschreiben und hoffe sehr, dass er nicht zu sehr gespürt hat, dass ich doch - ja was eigentlich? Enttäuscht klingt so gemein, aber vielleicht doch etwas traurig war. Ich hatte das so noch nie. Er sagt mir bestimmt 10x, wenn wir uns körperlich näher kommen, wie schön er mich findet. Das glaube ich ihm auch... trotzdem hinterlässt es ein ganz komisches Gefühl... zum einen würde ich einfach so so gern richtig mit ihm schlafen und zum anderen hab ich eben doch das Gefühl, dass ich etwas falsch mache. Ohne dass ich es will, habe ich gestern auch im Laufe der Zärtlichkeiten die Lust verloren... ich hoffe, das bleibt nicht so. Die Anziehung ist tatsächlich runtergegangen, obwohl ich das gar nicht wollte. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll... er hat mich ständig gefragt, ob ich mich wohlfühle - das hab ich!! Und er meinte von sich aus, er würde sich auch so wohlfühlen... 

Ich weiß, ich sollte ihm einfach Zeit geben, das was wir haben oder gerade möglich ist, genießen und mir keine Gedanken machen. Ich fühle mich nur etwas überfordert oder ratlos... ich streichle ihn ja schon viel, küsse ihn überall, sage ihm, wie toll er ist, haben uns gegenseitig massiert... irgendwie wird mein Kribbeln im Bauch immer weniger, auch wenn das Blödsinn ist. Ich habe auch schon überlegt, ob er vielleicht noch nie Sex hatte, er es aber nicht sagen mag - aber dafür ist er dann doch zu einfühlsam bei mir... ich habe das Gefühl, es wird wahrscheinlich mit jedem mal sich ausziehen, kuscheln, küssen und streicheln - aber eben nicht mehr, immer komischer... und genau DAVOR habe ich Angst. Was kann ich denn noch tun? Ich verstehe das einfach nicht. Es macht mich traurig... und vom Kopf her finde ich das auch blöd, aber ich kann es nicht ändern: ich verliere auch immer mehr die Lust ihm näher zu kommen.

Im Internet ließt man immer wieder mal, dass es vor allem Männern so geht, die sehr verliebt sind... aber beim dritten mal immer noch? Ich kann nur weiter liebevoll und verständnisvoll sein, ihm zeigen, wie stark meine Gefühle und auch Anziehung ist - aber was noch?

Liebe Grüße

 

Hallo Sommersonne,

ich denke du kannst hier gar nichts weiter machen. Du übst keinen Druck aus, bist empathisch und auch sexy.

Im Endeffekt ist es sein Penis der Teil seines Körpers ist. Wenn da irgendwas nicht richtig funktioniert,  muss er sich darum kümmern und dir gegenüber kommunizieren.

Wenn du nicht richtig feucht werdek würdest (trotz Erregung), musst du dann ja auch selbst zum Arzt, dir Cremes kaufen, etc.

Ich denke, ein Mann weiß über seine Genitalien bestens Bescheid. Sicherlich hat er das Problem schonmal gehabt oder weiß zumindest woran es liegt. Eigentlich ist er am Zug, dich darüber aufzuklären. Ganz ehrlich, beim nächsten mal würde ich ihn darauf ansprechen.

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19. Oktober 2020 um 14:32

Entweder, es ist reine Kopfsache bei ihm und er kann sich einfach noch nicht fallenlassen. Männer sind ja auch keine Maschinen und haben ihre Unsicherheiten.

Oder aber er hat erektile Dysfunktion. Das wird dann schwierig, weil das dann dauerhaft so bleiben wird. Hängt halt davon ab, warum er die hat, das kann krankheitsbedingt sein oder durch Medikamente ausgelöst werden, die er nimmt. Müsste er dann abklären lassen und schauen, was er dagegen tun kann.

Viel tun kannst du ohnehin nicht. Du kannst es ansprechen oder einmal ein paar Monate abwarten, ob es sich bessert und wenn nicht, es dann ansprechen. 

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19. Oktober 2020 um 14:36
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Hallo Sophos,

vielen Dank für deine Rückmeldung!

Als passiv empfinde ich ihn eigentlich nicht - er hat mich zwischendurch auch immer wieder mal oral verwöhnt - aber eben nur kurz, macht aber nichts. Unsicherheit uns sich einspielen müssen ist ja normal, man kennt den anderen und seine Vorlieben halt einfach noch nicht so gut. Genau das ist ja auch spannend herauszufinden. 

Mein letzter Freund hat mich betrogen - ich fand es bei tatsächlich schon fast sympathisch, dass er scheinbar nicht jede Frau "mitnimmt, die bei drei nicht auf den Bäumen" ist. Grundsätzlich finde ich auch nicht, dass er sich "doof anstellt"... es fehlt halt einfach nur ein Ständer - um es auf den Punkt zu bringen. Ich weiß nicht, ob ihm da auch was fehlt, ob ihn das auch bedrückt... nach unserem zweiten Versuch habe ich danach beim kuscheln mal vorsichtig gefragt "kann es sein, dass du dir ein paar zu viele Gedanken machst" - ganz vorsichtig... richtig drüber reden wollte ich auch nicht, weil es dann vielleicht noch viel verkrampfter würde. Er meinte nur (und wurde dabei etwas albern): nö warum? und fing an mich kitzeln zu wollen. 

Inkompatibel macht in mir das Gefühl etwas falsch zu machen. Ich kann es nicht beschreiben, ich fühle mich irgendwie verantwortlich dafür, dass er "nicht kann". Ich weiß es aber gerade auch nicht besser und hatte das wie gesagt auch noch nie vorher bei einem Mann. 

Was mich gestern tatsächlich etwas verärger hat - ich aber nicht gezeigt habe: er meinte ein paar mal, ich solle mich entspannen - wo ich nur dachte: ICH bin entspannt!! Ich denke es kam deshalb: ich spanne meinen Körper sehr stark an, wenn ich merke, dass ich sehr erregt bin, ich komme dann schneller - und das war gestern, als ich in seinem Arm lag und er mich gestreichelt hat, halt auch der Fall... aber nur da und auch das erste mal - ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ich ansonsten unentspannt wirken könnte, denn das bin ich nicht. Gestern verging mir halt nur leider irgendwie die Lust irgendwann...


Ich weiß gerade auch nicht - einfach nicht mehr drüber nachdenken

LG

Das ist irgendwie typisch für die Kommunikation zwischen Mann und Frau. Er hat wahrscheinlich gar nicht verstanden, dass du mit deiner Ansage, ob er sich vielleicht zu viele Gedanken macht, seinen Penis meinst. Drum hat er dir auch ganz direkt mit nein geantwortet. 

Da musst du schon deutlicher werden, wenn du eine vernünftige Antwort bekommen möchtest. Mit Andeutungen kommst du da nicht weiter. 

Es kann natürlich sein, dass ihm alles Mögliche im Kopf herumgeht, ihm das aber gar nicht bewusst ist. 

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19. Oktober 2020 um 23:14

Hallo Sommersonne. Ich kann mich da auch nur an die Meinung von beretta anschließen. Versuche mit ihm offen zu sprechen, dass da was nicht stimmt und ihn dazu zu bewegen, den Weg zum Urologen zu gehen. Ja, ich weiß, ist schwer, oft unmöglich, aber wenn er in diesen jungen Jahren nicht steif wird, dann ist das - denke ich - entweder ein Problem, welches ein Arzt vielleicht mit entsprechenden Medikamenten behandeln kann. Ich glaube, dass auch er weiß, dass es nicht normal ist, wenn er in seinem Alter keinen Steifen kriegt. Vielleicht hilft ein bei passender Gelegenheit offenes Gespräch. Ich wünsche es dir..ich wünsche es euch, dass es gut wird. LG und alles Gute.
Sanne

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20. Oktober 2020 um 0:29

Hallo Sommersonnenschein,

beim Durchlesen ist mir aufgefallen, daß du einen schweren Sprachfehler hast!

Was immer passiert, du sagst: ach, das ist okay so! Ach, das macht doch nichts! Ja, das verstehe ich, usw., fehlt nur noch: ach, das kann jedem mal passieren!

Ich an seiner Stelle würde mir denken, daß du es auch so meinst. Ich hab schon wieder keine Erektion, aber das ist okay so! Sie versucht, mich oral zu versteifen und ich spritze ihr einfach so in den Mund, aber das macht ja nichts! 

Du hast sicher verstanden, worauf ich hinauswill. Ja, es kann verletzen, jemandem die Wahrheit unverblümt zu sagen, aber wenn eh alles pipifein ist, ist das besser? Nein, rede Klartext. Sag ihm vorher, was du genau willst, mit Mund und Zunge zum Orgasmus geleckt werden, vaginal oder anal penetriert werden, etcetera. Dir fällt sicher das eine andere dazu ein. 😄

Und sag dann nicht, es sei okay so, sondern sag ihm, daß es ärgerlich ist, wenn er so schnell abspritzt. Denke nicht zuviel darüber nach, ob es ihn verletzt. Wichtiger ist es, ihm klar zu machen, daß es so NICHT okay ist! Ob es dann doch irgendwelche Tabletten sind oder die fehlende Reizwäsche, ist sekundär. Ihr werdet es herausfinden.
Ich würde am ehesten darauf tippen, daß er masturbophil ist, also vom Vögeln nichts hält und nur Spaß am Masturbieren/masturbiertwerden hat. Nur so ein Gedanke.

Vom Sprachfehler abgesehen scheinst du eine patente, lustvolle Frau zu sein, daher

bleib so lieb und sexy wie du bist,

Pi







 

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20. Oktober 2020 um 13:42
In Antwort auf

Hallo Sommersonnenschein,

beim Durchlesen ist mir aufgefallen, daß du einen schweren Sprachfehler hast!

Was immer passiert, du sagst: ach, das ist okay so! Ach, das macht doch nichts! Ja, das verstehe ich, usw., fehlt nur noch: ach, das kann jedem mal passieren!

Ich an seiner Stelle würde mir denken, daß du es auch so meinst. Ich hab schon wieder keine Erektion, aber das ist okay so! Sie versucht, mich oral zu versteifen und ich spritze ihr einfach so in den Mund, aber das macht ja nichts! 

Du hast sicher verstanden, worauf ich hinauswill. Ja, es kann verletzen, jemandem die Wahrheit unverblümt zu sagen, aber wenn eh alles pipifein ist, ist das besser? Nein, rede Klartext. Sag ihm vorher, was du genau willst, mit Mund und Zunge zum Orgasmus geleckt werden, vaginal oder anal penetriert werden, etcetera. Dir fällt sicher das eine andere dazu ein. 😄

Und sag dann nicht, es sei okay so, sondern sag ihm, daß es ärgerlich ist, wenn er so schnell abspritzt. Denke nicht zuviel darüber nach, ob es ihn verletzt. Wichtiger ist es, ihm klar zu machen, daß es so NICHT okay ist! Ob es dann doch irgendwelche Tabletten sind oder die fehlende Reizwäsche, ist sekundär. Ihr werdet es herausfinden.
Ich würde am ehesten darauf tippen, daß er masturbophil ist, also vom Vögeln nichts hält und nur Spaß am Masturbieren/masturbiertwerden hat. Nur so ein Gedanke.

Vom Sprachfehler abgesehen scheinst du eine patente, lustvolle Frau zu sein, daher

bleib so lieb und sexy wie du bist,

Pi







 

Hallo zusammen

...und vielen lieben Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen und Meinungen.

Ich habe mir jetzt gerade noch einmal alle Beiträge durchgelesen und stelle fest, wie ich teilweise schon selbst dachte, dass es jeweils Vor- und Nachteile für unterschiedliche "Wege" meinerseits gibt.

Zusammenfassend würde ich es wie folgt für mich mitnehmen:

- Wichtig allgemein ist einfach weiter noch tieferes Vertrauen zu schaffen, was sich zum einen direkt auf unser Sexleben auswirken könnte, als auch indirekt auf den Mut, über das Thema zu sprechen

- Von meiner Seite aus erst einmal ein wenig zurücknehmen (ich weiß, es gab/gibt auch andere Meinungen): das heißt kuscheln, Zärtlichkeiten an anderen Körperregionen als seinem Penis direkt

- Ansprechen: spricht für mich einiges dafür aber auch dagegen, da ich ihn als jemanden einschätze, dem das schwer fällt und er sich vielleicht dann eher zurückzieht - ABER ich würde es ansprechen, wenn wir noch einmal ganz konkret in die Situation kommen, dass er von sich aus weiter geht, ich aber merke, dass er wieder keine richtige Errektion bekommt: vielleicht fragen, was ihn eigentlich so richtig heiß macht... was er sich von mir wünscht? Ich finde das SEHR schwer - wie spreche ich ihn an? Gehts dir gut, fühlst du dich wohl, hast du gerade auch so große Lust wie ich... so ganz spüre ich das noch nicht (und seinen Penis in die Hand nehmen)? Ich bin schon empathisch, denke ich - finde DAS dann aber doch nicht sooo leicht.

- Bevor das Thema Arzt aufkäme, müssten wir auf jeden Fall schonmal irgendwie darüber gesprochen haben und wäre eher eine spätere Option...

Zu der Frage wegen einer Morgenlatte: wir haben schon vier mal beieinander übernachtet - allerdings habe ich darauf blöderweise bislang nicht geachtet - werde ich mal tun. Gibt es denn Männer, die vielleicht NIE eine richtig starke Erektion haben, sprich auch nicht bei der Selbstbefriedigung, aber dennoch (schnell) kommen? Vielleicht kennt er es ja gar nicht anders?

Lieben Dank noch einmal für eure doch sehr ausführlichen Rückmeldungen. Ich werde mich sicher noch einmal melden... im Laufe der nächsten Wochen.

​LG

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20. Oktober 2020 um 14:08

Was mir noch eingefallen ist gerade... als er mir sagte, dass er fünf Jahre Single war und ich vorsichtig gefragt habe, warum: meinte er, dass er zwar immer wieder mal Frauen kennengelernt hat, aber es dann doch nicht so passte und in dem Zusammenhang hat er auch gesagt, dass er Bindungsängste hatte - was vielleicht aktuell gar nicht so unwichtig ist... das hat mir auch, als er das so sagte, kurz Angst gemacht, hab ich dann aber wieder vergessen. Ich selbst tendiere eher zu Verlustängsten und habe schon noch Zukunftswünsche wie Kinder... das hinterlässt bei einem Partner mit Bindungsangst, ohne mehr zu wissen, ein etwas komisches Gefühl - hatte ich aber fast wieder vergessen. UND was evtl. auch wichtig sein könnte, ohne jetzt zu viel anlysieren zu wollen: er hat in dem Zusammenhang auch erzählt, dass es lang schwierig für ihn war, weil sein kleiner Bruder sich 2013 das Leben genommen hat...nachdem die beiden zuvor feiern waren. Ich glaube, das geht ihm bis heute (verständlicherweise) sehr Nahe. Wenn er danach aber keine Beziehung mehr eingehen konnte, passt das mit den 5 Jahren Singlezeit aber nicht... 

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20. Oktober 2020 um 14:12

Hallo Sommersonne....ich für mich finde, dass du da den richtigeren Weg einschlägst. Versuche den richtigen Moment zu nutzen ihn auf sein Problem mit seiner Erektion anzusprechen und vielleicht versuch es halt auch mal ihn anzusprechen oder zu fragen, ob er sich nicht doch einen ärtzlichen Rat einholen mag. Ob es Männer gibt die grundsätzlich Schwierigkeiten mit ihrer Erektion haben....ich kann dazu nur wenig sagen, die, die
ich kannte, hatten keine Schwierigkeiten damit. (lächel) wobei...es waren auch nicht sooo 
viele. Pass auf dich, passt auf EUCH auf und ich drück euch die Daumen. Ganz liebe Grüße Sanne

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20. Oktober 2020 um 14:15
In Antwort auf

Hallo zusammen

...und vielen lieben Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen und Meinungen.

Ich habe mir jetzt gerade noch einmal alle Beiträge durchgelesen und stelle fest, wie ich teilweise schon selbst dachte, dass es jeweils Vor- und Nachteile für unterschiedliche "Wege" meinerseits gibt.

Zusammenfassend würde ich es wie folgt für mich mitnehmen:

- Wichtig allgemein ist einfach weiter noch tieferes Vertrauen zu schaffen, was sich zum einen direkt auf unser Sexleben auswirken könnte, als auch indirekt auf den Mut, über das Thema zu sprechen

- Von meiner Seite aus erst einmal ein wenig zurücknehmen (ich weiß, es gab/gibt auch andere Meinungen): das heißt kuscheln, Zärtlichkeiten an anderen Körperregionen als seinem Penis direkt

- Ansprechen: spricht für mich einiges dafür aber auch dagegen, da ich ihn als jemanden einschätze, dem das schwer fällt und er sich vielleicht dann eher zurückzieht - ABER ich würde es ansprechen, wenn wir noch einmal ganz konkret in die Situation kommen, dass er von sich aus weiter geht, ich aber merke, dass er wieder keine richtige Errektion bekommt: vielleicht fragen, was ihn eigentlich so richtig heiß macht... was er sich von mir wünscht? Ich finde das SEHR schwer - wie spreche ich ihn an? Gehts dir gut, fühlst du dich wohl, hast du gerade auch so große Lust wie ich... so ganz spüre ich das noch nicht (und seinen Penis in die Hand nehmen)? Ich bin schon empathisch, denke ich - finde DAS dann aber doch nicht sooo leicht.

- Bevor das Thema Arzt aufkäme, müssten wir auf jeden Fall schonmal irgendwie darüber gesprochen haben und wäre eher eine spätere Option...

Zu der Frage wegen einer Morgenlatte: wir haben schon vier mal beieinander übernachtet - allerdings habe ich darauf blöderweise bislang nicht geachtet - werde ich mal tun. Gibt es denn Männer, die vielleicht NIE eine richtig starke Erektion haben, sprich auch nicht bei der Selbstbefriedigung, aber dennoch (schnell) kommen? Vielleicht kennt er es ja gar nicht anders?

Lieben Dank noch einmal für eure doch sehr ausführlichen Rückmeldungen. Ich werde mich sicher noch einmal melden... im Laufe der nächsten Wochen.

​LG

Hallo Sommersonne,

ihr habt gemeinsam Sex, aber das Vertrauen für diese Art von Gesprächen muss *noch* weiter ausgebaut werden? Ich glaube, du vertraust hier zu viel auf die Vertrauensschiene/ keinen Druck ausüben. Was ist eigentlich mit seiner Verantwortung sich selbst und dir gegenüber? Warum "musst" du dich mit seiner fehlenden Standhaftigkeit beschäftigen?

Nicht böse gemeint, aber ein erwachsener Mann, der über so etwas offensichtlich nicht Tacheles reden kann, wäre nichts für mich. Scheinbar hält er das ja selbst nicht für normal, sonst würde er sich nicht entschuldigen. Aber er kennt seinen Körper/Penis wohl am besten und sollte dir gegenüber da proaktiv mit offenen Karten spielen. Soll er halt sagen, du machst ihn zu geil, er hat das schon immer, etc. Warum machst du dich dafür verantwortlich? Ich bin immer dafür, dass jeder für den eigenen Körper die Verantwortung trägt und dahingehend achtsam ist. 

Und noch ehrlicher: für mich wäre das allerspätestens beim zweiten mal ein Oberabturner. Mit mir hätte es danach keinen Sex(versuch) mehr gegeben. Du bist da wirklich sehr rücksichtsvoll und gedulig. Hoffentlich weiß er das bald mal zu schätzen und bringt *dich* nicht die unangenehme Situation *sein* Ding zu thematisieren. Sondern redet von sich aus mal mit dir darüber...

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20. Oktober 2020 um 23:32
In Antwort auf

Hallo zusammen,

wie fange ich an!? Ich möcht dem Thema selbst nicht mehr Bedeutung geben, als notwendig - aber ein paar Tipps können vielleicht nicht schaden... ) Vielleicht zur Einordnung noch vorab: wir sind beide keine Teenager mehr: er ist 33, ich 34. Für mich selbst ist es die vierte Beziehung, bei ihm weiß ich es nicht genau - nur dass er fünf Jahre Single war.

Ich habe Mitte August übers Online-Dating einen Mann kennengelernt, den ich seit Anfang September immer wieder getroffen und mich Anfang Oktober auch doll verliebt habe - ihm geht es genauso, so dass wir seit ca. 2 Wochen ein Paar sind... er hat das Thema Beziehung irgendwann angesprochen. Soweit bin ich sehr glücklich und das ist wohl das wichtigste...!

Was mich dennoch etwas beschäftigt, ist das Thema körperliche Nähe bzw. Sex. Gerade damit das Thema sich nicht irgendwann zu sehr "aufbauscht", muss ich gerade einmal darüber sprechen... Wir fühlen uns körperlich sehr stark zueinander hingezogen. Ich genieße es unglaublich, wenn wir Arm in Arm liegen, ewig küssen, zärtlich streicheln... ich kenne es auch vorherigen Beziehungen eigentlich auch so, dass man dann auch bald miteinander schläft. Unseren ersten Kuss gab es beim fünften Treffen - da hat er irgendwann seinen Mut zusammen genommen, was ich total toll von ihm fand. Ab dem siebten Date dann auch (von ihm aus) Streicheln unterm T-Shirt, wo ich schon das Gefühl hatte, er möchte mehr (ich hatte aber meine Tage, was ich ihm auch kurz sagte, damit er sich nicht grundlos zurückgewiesen fühlt). Wenige Tage später war ich dann wieder bei ihm und ich habs kaum ausgehalten: es lag so viel Kribbeln und Anziehung, Vertrauen und Geborgenheit in der Luft, dass wir dann irgendwann rüber ins Schlafzimmer sind. Was ich wirklich mega toll an ihm finde: er ist unglaublich einfühlsam, zärtlich, kuschelt viel und gern. Er sprang dann irgendwann auf und hat die Kondome gesucht, vor sich hingeflucht, weil er sie nicht gefunden hat. Ich bin einfach ganz entspannt geblieben. Ich habe dann aber irgendwann gemerkt, dass sein bestes Stück nicht so richtig steif wurde... habe mir erst nicht viel dabei gedacht, außer "vielleicht gerade zuuuu aufgeregt". Ich habe ihn dann oral verwöhnt - und kaum hatte ich ihn berührt, ist er schon gekommen. Da war ich echt baff. Aber alles nicht schlimm - ich fand es sogar irgendwie süß. Er sagte daraufhin, dass ihm das mega leid tut, was ich direkt abgewiesen habe, dass es gar nicht schlimm ist und alles wirklich in Ordnung, ich es sehr genieße gerade und mich wohl fühle. Er meinte, sein letzter Sex wäre schon länger her, Anfang des Jahres außerhalb einer Beziehung.

Zwei Tage später lagen wir dann wieder im Bett, ich habe mich sehr zurückgehalten - also es ging von ihm aus, dass wir irgendwann nackt da lagen... wollte ihm nicht das Gefühl geben, dass er "jetzt" muss, die Erwartungshaltung und den Druck rausnehmen... jedoch war es hier wieder so, dass er nicht steif wurde... nur ganz leicht, wenn ich ihn mit der Hand verwöhnt habe... er ist trotzdem sehr auf mich eingegangen, was ich süß fand. Ich fand es schon schade, weil ich so mega erregt und heiß auf ihn war, dass ich ihm SO SO gern ganz nah gekommen wäre. Sich dann richtig zu spüren ist ja nochmal intimer. 

Gestern Abend war er noch bei einem Kumpel und sie hatten einige Bier auf. Wir haben dann noch zusammen ein wenig Wein getrunken und ich dachte noch, dass er dann jetzt vielleicht entspannnter ist... wieder wurde der Sex von ihm angestoßen, worauf ich natürlich sehr gern eingegangen bin.I ch glaube oder hoffe schon, dass er spürt, wie heiß ich ihn finde... aber wieder kein richtiger Ständer... er hat dann versucht mit mit der Hand zu verwöhnen... aber halt nicht sooo wie ich es brauche - was ja zu Beginn normal ist... jede Frau ist anders und man muss sich ja erstmal kennenlernen. Ich finde es immer etwas heikel, einem Mann dann direkt zu zeigen, was man mag oder "braucht" - gerade ihm wollte ich jetzt auch nicht das Gefühl geben, dass er etwas falsch macht. Ich habe dann doch seine Hand genommen - jedoch hat er nur kurz so weitergemacht und ist dann wieder in sein vorheriges "tun" zurückgefallen... aber darum gehts mir eigentlich nicht. Zwischendurch hatte er immer wieder einen "leicht steifen" Penis, was aber für Geschlechtsverkehr niemals gereicht hätte... habe ihn dann wieder oral verwöhnt und er kam quasi SOFORT. Er hat sich entschudligt, wo ich direkt sagte, dass es völlig in Ordnung ist und er sich auf keinen Fall entschuldigen muss.


Ich würde mich selbst als sehr empathisch und verständnisvoll beschreiben und hoffe sehr, dass er nicht zu sehr gespürt hat, dass ich doch - ja was eigentlich? Enttäuscht klingt so gemein, aber vielleicht doch etwas traurig war. Ich hatte das so noch nie. Er sagt mir bestimmt 10x, wenn wir uns körperlich näher kommen, wie schön er mich findet. Das glaube ich ihm auch... trotzdem hinterlässt es ein ganz komisches Gefühl... zum einen würde ich einfach so so gern richtig mit ihm schlafen und zum anderen hab ich eben doch das Gefühl, dass ich etwas falsch mache. Ohne dass ich es will, habe ich gestern auch im Laufe der Zärtlichkeiten die Lust verloren... ich hoffe, das bleibt nicht so. Die Anziehung ist tatsächlich runtergegangen, obwohl ich das gar nicht wollte. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll... er hat mich ständig gefragt, ob ich mich wohlfühle - das hab ich!! Und er meinte von sich aus, er würde sich auch so wohlfühlen... 

Ich weiß, ich sollte ihm einfach Zeit geben, das was wir haben oder gerade möglich ist, genießen und mir keine Gedanken machen. Ich fühle mich nur etwas überfordert oder ratlos... ich streichle ihn ja schon viel, küsse ihn überall, sage ihm, wie toll er ist, haben uns gegenseitig massiert... irgendwie wird mein Kribbeln im Bauch immer weniger, auch wenn das Blödsinn ist. Ich habe auch schon überlegt, ob er vielleicht noch nie Sex hatte, er es aber nicht sagen mag - aber dafür ist er dann doch zu einfühlsam bei mir... ich habe das Gefühl, es wird wahrscheinlich mit jedem mal sich ausziehen, kuscheln, küssen und streicheln - aber eben nicht mehr, immer komischer... und genau DAVOR habe ich Angst. Was kann ich denn noch tun? Ich verstehe das einfach nicht. Es macht mich traurig... und vom Kopf her finde ich das auch blöd, aber ich kann es nicht ändern: ich verliere auch immer mehr die Lust ihm näher zu kommen.

Im Internet ließt man immer wieder mal, dass es vor allem Männern so geht, die sehr verliebt sind... aber beim dritten mal immer noch? Ich kann nur weiter liebevoll und verständnisvoll sein, ihm zeigen, wie stark meine Gefühle und auch Anziehung ist - aber was noch?

Liebe Grüße

 

Sexuelle Störungen physischer oder psychischer Natur können auch der berühmte Haken sein. Wenn einer darüber nicht sprechen kann oder will, sieht es schlecht aus. Ich glaube und fürchte, dass das hier der Fall ist. Ist aber nur meine subjektive fehlbare Gefühlseinschätzung. Ich denke, sexuelle Frustration ist hier für dich vorprogrammiert. Gib dich nicht zu lange als die verständnisvolle Zurücksteckende. Aus der Schiene kommst du nie wieder heraus. Und zu einem ehrlichen Gespräch kommt es so auch nicht. 

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20. Oktober 2020 um 23:35
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Hallo zusammen,

wie fange ich an!? Ich möcht dem Thema selbst nicht mehr Bedeutung geben, als notwendig - aber ein paar Tipps können vielleicht nicht schaden... ) Vielleicht zur Einordnung noch vorab: wir sind beide keine Teenager mehr: er ist 33, ich 34. Für mich selbst ist es die vierte Beziehung, bei ihm weiß ich es nicht genau - nur dass er fünf Jahre Single war.

Ich habe Mitte August übers Online-Dating einen Mann kennengelernt, den ich seit Anfang September immer wieder getroffen und mich Anfang Oktober auch doll verliebt habe - ihm geht es genauso, so dass wir seit ca. 2 Wochen ein Paar sind... er hat das Thema Beziehung irgendwann angesprochen. Soweit bin ich sehr glücklich und das ist wohl das wichtigste...!

Was mich dennoch etwas beschäftigt, ist das Thema körperliche Nähe bzw. Sex. Gerade damit das Thema sich nicht irgendwann zu sehr "aufbauscht", muss ich gerade einmal darüber sprechen... Wir fühlen uns körperlich sehr stark zueinander hingezogen. Ich genieße es unglaublich, wenn wir Arm in Arm liegen, ewig küssen, zärtlich streicheln... ich kenne es auch vorherigen Beziehungen eigentlich auch so, dass man dann auch bald miteinander schläft. Unseren ersten Kuss gab es beim fünften Treffen - da hat er irgendwann seinen Mut zusammen genommen, was ich total toll von ihm fand. Ab dem siebten Date dann auch (von ihm aus) Streicheln unterm T-Shirt, wo ich schon das Gefühl hatte, er möchte mehr (ich hatte aber meine Tage, was ich ihm auch kurz sagte, damit er sich nicht grundlos zurückgewiesen fühlt). Wenige Tage später war ich dann wieder bei ihm und ich habs kaum ausgehalten: es lag so viel Kribbeln und Anziehung, Vertrauen und Geborgenheit in der Luft, dass wir dann irgendwann rüber ins Schlafzimmer sind. Was ich wirklich mega toll an ihm finde: er ist unglaublich einfühlsam, zärtlich, kuschelt viel und gern. Er sprang dann irgendwann auf und hat die Kondome gesucht, vor sich hingeflucht, weil er sie nicht gefunden hat. Ich bin einfach ganz entspannt geblieben. Ich habe dann aber irgendwann gemerkt, dass sein bestes Stück nicht so richtig steif wurde... habe mir erst nicht viel dabei gedacht, außer "vielleicht gerade zuuuu aufgeregt". Ich habe ihn dann oral verwöhnt - und kaum hatte ich ihn berührt, ist er schon gekommen. Da war ich echt baff. Aber alles nicht schlimm - ich fand es sogar irgendwie süß. Er sagte daraufhin, dass ihm das mega leid tut, was ich direkt abgewiesen habe, dass es gar nicht schlimm ist und alles wirklich in Ordnung, ich es sehr genieße gerade und mich wohl fühle. Er meinte, sein letzter Sex wäre schon länger her, Anfang des Jahres außerhalb einer Beziehung.

Zwei Tage später lagen wir dann wieder im Bett, ich habe mich sehr zurückgehalten - also es ging von ihm aus, dass wir irgendwann nackt da lagen... wollte ihm nicht das Gefühl geben, dass er "jetzt" muss, die Erwartungshaltung und den Druck rausnehmen... jedoch war es hier wieder so, dass er nicht steif wurde... nur ganz leicht, wenn ich ihn mit der Hand verwöhnt habe... er ist trotzdem sehr auf mich eingegangen, was ich süß fand. Ich fand es schon schade, weil ich so mega erregt und heiß auf ihn war, dass ich ihm SO SO gern ganz nah gekommen wäre. Sich dann richtig zu spüren ist ja nochmal intimer. 

Gestern Abend war er noch bei einem Kumpel und sie hatten einige Bier auf. Wir haben dann noch zusammen ein wenig Wein getrunken und ich dachte noch, dass er dann jetzt vielleicht entspannnter ist... wieder wurde der Sex von ihm angestoßen, worauf ich natürlich sehr gern eingegangen bin.I ch glaube oder hoffe schon, dass er spürt, wie heiß ich ihn finde... aber wieder kein richtiger Ständer... er hat dann versucht mit mit der Hand zu verwöhnen... aber halt nicht sooo wie ich es brauche - was ja zu Beginn normal ist... jede Frau ist anders und man muss sich ja erstmal kennenlernen. Ich finde es immer etwas heikel, einem Mann dann direkt zu zeigen, was man mag oder "braucht" - gerade ihm wollte ich jetzt auch nicht das Gefühl geben, dass er etwas falsch macht. Ich habe dann doch seine Hand genommen - jedoch hat er nur kurz so weitergemacht und ist dann wieder in sein vorheriges "tun" zurückgefallen... aber darum gehts mir eigentlich nicht. Zwischendurch hatte er immer wieder einen "leicht steifen" Penis, was aber für Geschlechtsverkehr niemals gereicht hätte... habe ihn dann wieder oral verwöhnt und er kam quasi SOFORT. Er hat sich entschudligt, wo ich direkt sagte, dass es völlig in Ordnung ist und er sich auf keinen Fall entschuldigen muss.


Ich würde mich selbst als sehr empathisch und verständnisvoll beschreiben und hoffe sehr, dass er nicht zu sehr gespürt hat, dass ich doch - ja was eigentlich? Enttäuscht klingt so gemein, aber vielleicht doch etwas traurig war. Ich hatte das so noch nie. Er sagt mir bestimmt 10x, wenn wir uns körperlich näher kommen, wie schön er mich findet. Das glaube ich ihm auch... trotzdem hinterlässt es ein ganz komisches Gefühl... zum einen würde ich einfach so so gern richtig mit ihm schlafen und zum anderen hab ich eben doch das Gefühl, dass ich etwas falsch mache. Ohne dass ich es will, habe ich gestern auch im Laufe der Zärtlichkeiten die Lust verloren... ich hoffe, das bleibt nicht so. Die Anziehung ist tatsächlich runtergegangen, obwohl ich das gar nicht wollte. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll... er hat mich ständig gefragt, ob ich mich wohlfühle - das hab ich!! Und er meinte von sich aus, er würde sich auch so wohlfühlen... 

Ich weiß, ich sollte ihm einfach Zeit geben, das was wir haben oder gerade möglich ist, genießen und mir keine Gedanken machen. Ich fühle mich nur etwas überfordert oder ratlos... ich streichle ihn ja schon viel, küsse ihn überall, sage ihm, wie toll er ist, haben uns gegenseitig massiert... irgendwie wird mein Kribbeln im Bauch immer weniger, auch wenn das Blödsinn ist. Ich habe auch schon überlegt, ob er vielleicht noch nie Sex hatte, er es aber nicht sagen mag - aber dafür ist er dann doch zu einfühlsam bei mir... ich habe das Gefühl, es wird wahrscheinlich mit jedem mal sich ausziehen, kuscheln, küssen und streicheln - aber eben nicht mehr, immer komischer... und genau DAVOR habe ich Angst. Was kann ich denn noch tun? Ich verstehe das einfach nicht. Es macht mich traurig... und vom Kopf her finde ich das auch blöd, aber ich kann es nicht ändern: ich verliere auch immer mehr die Lust ihm näher zu kommen.

Im Internet ließt man immer wieder mal, dass es vor allem Männern so geht, die sehr verliebt sind... aber beim dritten mal immer noch? Ich kann nur weiter liebevoll und verständnisvoll sein, ihm zeigen, wie stark meine Gefühle und auch Anziehung ist - aber was noch?

Liebe Grüße

 

Die Antwort die du suchst könnte vermutlich daran liegen, dass bei ihm eine erektile Dysfunktion vorliegt. Die Schwellkörper haben, salopp formuliert, einen Leck. Dadurch bleibt es nicht lange genug steif weil das Blut wieder abfliesst. Ist nur so eine Vermutung. Aber ein Urologe könnte definitiv klären ob es physisch oder psychisch ist. Er spritzt ihm in die Schwellkörper ein Stoff, weiss nicht genau wie das bezeichnet, dann wird der Penis steif auch wenn Mann keine erotischen Gefühle gerade hat. Wenn dies nicht hart bleibt, ist genau der Beweis, dass es eher ein körperliches Problem ist und nichts mit seiner psyche zu tun hat. Er wird da auch beraten welche Möglichkeiten für ihn am besten sind.

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24. Oktober 2020 um 12:57
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Was mir noch eingefallen ist gerade... als er mir sagte, dass er fünf Jahre Single war und ich vorsichtig gefragt habe, warum: meinte er, dass er zwar immer wieder mal Frauen kennengelernt hat, aber es dann doch nicht so passte und in dem Zusammenhang hat er auch gesagt, dass er Bindungsängste hatte - was vielleicht aktuell gar nicht so unwichtig ist... das hat mir auch, als er das so sagte, kurz Angst gemacht, hab ich dann aber wieder vergessen. Ich selbst tendiere eher zu Verlustängsten und habe schon noch Zukunftswünsche wie Kinder... das hinterlässt bei einem Partner mit Bindungsangst, ohne mehr zu wissen, ein etwas komisches Gefühl - hatte ich aber fast wieder vergessen. UND was evtl. auch wichtig sein könnte, ohne jetzt zu viel anlysieren zu wollen: er hat in dem Zusammenhang auch erzählt, dass es lang schwierig für ihn war, weil sein kleiner Bruder sich 2013 das Leben genommen hat...nachdem die beiden zuvor feiern waren. Ich glaube, das geht ihm bis heute (verständlicherweise) sehr Nahe. Wenn er danach aber keine Beziehung mehr eingehen konnte, passt das mit den 5 Jahren Singlezeit aber nicht... 

Hast du über deine Verlustängste bzw. deinen Kinderwunsch mit ihm gesprochen? Das kann dann nämlich schon sein, dass das bei ihm dann gleich Fluchtgedanken auslöst bzw. unbewusst die Angst, dass du bei jedem Sex mit ihm nur ans Kinderzeugen denkst. Vielleicht "kann" er deshalb nicht. 

Der Selbstmord des Bruders ist natürlich tragisch, aber ich denke nicht, dass das jetzt mit eurem Fall etwas zu tun hat. Der Suizid hat ja nichts mit einer Beziehung zu tun. Es kann schon sein, dass er den Suizid aufarbeiten muss und das mit professioneller Hilfe tun sollte, aber eine direkte Auswirkung auf seine Erektion sehe ich da jetzt nicht. 

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24. Oktober 2020 um 15:03
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Hast du über deine Verlustängste bzw. deinen Kinderwunsch mit ihm gesprochen? Das kann dann nämlich schon sein, dass das bei ihm dann gleich Fluchtgedanken auslöst bzw. unbewusst die Angst, dass du bei jedem Sex mit ihm nur ans Kinderzeugen denkst. Vielleicht "kann" er deshalb nicht. 

Der Selbstmord des Bruders ist natürlich tragisch, aber ich denke nicht, dass das jetzt mit eurem Fall etwas zu tun hat. Der Suizid hat ja nichts mit einer Beziehung zu tun. Es kann schon sein, dass er den Suizid aufarbeiten muss und das mit professioneller Hilfe tun sollte, aber eine direkte Auswirkung auf seine Erektion sehe ich da jetzt nicht. 

Hallo zusammen,

inzwischen hat sich doch schon einiges getan... vorab würde ich gern noch auf deine Fragen eingehen, Eisbrecher: nein, er weiß weder von meinen Verlustängsten, die auch in der Vergangenheit häufig erst im späteren Verlauf einer Beziehung und nicht zu Beginn aufgetaucht sind, somit gerade nicht aktuell. Auch über Zukunftsvorstellungen haben wir bisher nicht gesprochen, auch nichts angedeutet. Zudem habe ich ihm direkt beim ersten mal, als wir intimer geworden sind, beiläufig gesagt, dass ich die Pille nehme. Ich hatte und habe eigentlich nicht das Gefühl, dass er in die Richtung besorgt sein könnte.

...als ich am Donnerstag Abend bei ihm war, sind wir uns dann wieder näher gekommen - die Initiative ging schon wieder eher von ihm aus. Ich hatte das Gefühl, dass er eine stärke Erektion hatte als die male davor (wo ich diese eigentlich nur ganz leicht mit Kleidung wirklich deutlicher spüren konnte, nach dem Ausziehen weniger bis gar nicht mehr). Dennoch war es nicht so, wie ich es kenne: immer wieder mal eine eher leichte Erektion, dann ging diese wieder zurück. Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen, viel geküsst und gestreichelt und das schätze ich sehr an ihm. Das möchte ich ihm auch noch einmal sagen, denn ich glaube, alles was postiv in die Richtung ist, wird ihm gut tun. 

Ich habe mich dann irgenwann vorsichtig auf ihn gesetzt und mich erst einmal nicht sofort bewegt - etwa drei Sekunden später ist er sofort gekommen, ohne jede Bewegung durch ihn oder mich. Er sagte direkt "oh nein", woraufhin ich ihn sofort geküsst habe und gesagt, dass alles gut wäre.Wir haben uns dann aneinander gekuschelt und er hat sich wieder entschuldigt: ich habe ihm gesagt, dass es das nicht muss und er meinte, doch, schon - das wäre ja schon peinlich. Ich sagte daraufhin, dass ich das verstehen kann, weil es mir wahrscheinlich auch so gehen würde, aber dass ihm vor mir nichts peinlich sein muss und er mit mir über alles sprechen kann. Dazu sagte er, ja, dass er mich auch so eingeschätzt hätte und ich mit ihm auch über alles reden kann... Ich wollte ihn ja in einer weiteren, ähnlichen Situation konkreter ansprechen und das habe ich dann auch getan: ich habe ihn gefragt, ob das schon öfter so gewesen wäre, also auch in früheren Beziehungen, woraufhin er sagte: ja, doch schon... und auch, dass er einfach auch sehr wenig Sex hatte in der letzten Zeit. (5 Jahre Single, da aber wohl schon hin und wieder mal, aber zuletzt zu Beginn des Jahres). Er sagte auch, was ich ja schon vermutet habe, dass er sich vielleicht auch zu viele Gedanken machen würde. Ich meinte dazu, dass man oder ich als Frau das auch tue, man vielleicht nur nicht so schnell merkt und, dass er das bei mir wirklich nicht muss. Ich fand das Vertrauen in diesem Gespräch richtig schön und sogar sehr positiv.Mir ging es nach dem "Versuch", was ja schon ein deutlicher Fortschritt war und vor allem unserem zwar kurzen, aber offenen und ehrlichen Gespräch, deutlich besser als die male zuvor. Ich fand es gut, dass ich es angesprochen habe und er auch darauf eingegangen ist. Wie können wir daran arbeiten? Ich habe schon ein wenig dazu im Internet gesurft und es gibt viele Tipps. Da er kurz vor dem Akt noch einige Minuten auf der Toilette war, vermute ich, dass er, um es mit mir zu verzögern, schon einmal kurz selbst Hand gelegt hat, so dass es mit mir die zweite Runde war. Vieles, das man findet geht in die Richtung "mein Freund kommt schon nach wenigen MInuten" - davon sind wir ja noch SEHR weit weg. Ich bin immer noch buff, dass ich mich nichtmal bewegt habe. Ich finde, das ist eine gemeinsame Sache und ich glaube, wir kriegen das hin. 

Was kann ich konkret tun?

Viele liebe Grüße

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24. Oktober 2020 um 17:31
In Antwort auf

Hallo zusammen,

inzwischen hat sich doch schon einiges getan... vorab würde ich gern noch auf deine Fragen eingehen, Eisbrecher: nein, er weiß weder von meinen Verlustängsten, die auch in der Vergangenheit häufig erst im späteren Verlauf einer Beziehung und nicht zu Beginn aufgetaucht sind, somit gerade nicht aktuell. Auch über Zukunftsvorstellungen haben wir bisher nicht gesprochen, auch nichts angedeutet. Zudem habe ich ihm direkt beim ersten mal, als wir intimer geworden sind, beiläufig gesagt, dass ich die Pille nehme. Ich hatte und habe eigentlich nicht das Gefühl, dass er in die Richtung besorgt sein könnte.

...als ich am Donnerstag Abend bei ihm war, sind wir uns dann wieder näher gekommen - die Initiative ging schon wieder eher von ihm aus. Ich hatte das Gefühl, dass er eine stärke Erektion hatte als die male davor (wo ich diese eigentlich nur ganz leicht mit Kleidung wirklich deutlicher spüren konnte, nach dem Ausziehen weniger bis gar nicht mehr). Dennoch war es nicht so, wie ich es kenne: immer wieder mal eine eher leichte Erektion, dann ging diese wieder zurück. Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen, viel geküsst und gestreichelt und das schätze ich sehr an ihm. Das möchte ich ihm auch noch einmal sagen, denn ich glaube, alles was postiv in die Richtung ist, wird ihm gut tun. 

Ich habe mich dann irgenwann vorsichtig auf ihn gesetzt und mich erst einmal nicht sofort bewegt - etwa drei Sekunden später ist er sofort gekommen, ohne jede Bewegung durch ihn oder mich. Er sagte direkt "oh nein", woraufhin ich ihn sofort geküsst habe und gesagt, dass alles gut wäre.Wir haben uns dann aneinander gekuschelt und er hat sich wieder entschuldigt: ich habe ihm gesagt, dass es das nicht muss und er meinte, doch, schon - das wäre ja schon peinlich. Ich sagte daraufhin, dass ich das verstehen kann, weil es mir wahrscheinlich auch so gehen würde, aber dass ihm vor mir nichts peinlich sein muss und er mit mir über alles sprechen kann. Dazu sagte er, ja, dass er mich auch so eingeschätzt hätte und ich mit ihm auch über alles reden kann... Ich wollte ihn ja in einer weiteren, ähnlichen Situation konkreter ansprechen und das habe ich dann auch getan: ich habe ihn gefragt, ob das schon öfter so gewesen wäre, also auch in früheren Beziehungen, woraufhin er sagte: ja, doch schon... und auch, dass er einfach auch sehr wenig Sex hatte in der letzten Zeit. (5 Jahre Single, da aber wohl schon hin und wieder mal, aber zuletzt zu Beginn des Jahres). Er sagte auch, was ich ja schon vermutet habe, dass er sich vielleicht auch zu viele Gedanken machen würde. Ich meinte dazu, dass man oder ich als Frau das auch tue, man vielleicht nur nicht so schnell merkt und, dass er das bei mir wirklich nicht muss. Ich fand das Vertrauen in diesem Gespräch richtig schön und sogar sehr positiv.Mir ging es nach dem "Versuch", was ja schon ein deutlicher Fortschritt war und vor allem unserem zwar kurzen, aber offenen und ehrlichen Gespräch, deutlich besser als die male zuvor. Ich fand es gut, dass ich es angesprochen habe und er auch darauf eingegangen ist. Wie können wir daran arbeiten? Ich habe schon ein wenig dazu im Internet gesurft und es gibt viele Tipps. Da er kurz vor dem Akt noch einige Minuten auf der Toilette war, vermute ich, dass er, um es mit mir zu verzögern, schon einmal kurz selbst Hand gelegt hat, so dass es mit mir die zweite Runde war. Vieles, das man findet geht in die Richtung "mein Freund kommt schon nach wenigen MInuten" - davon sind wir ja noch SEHR weit weg. Ich bin immer noch buff, dass ich mich nichtmal bewegt habe. Ich finde, das ist eine gemeinsame Sache und ich glaube, wir kriegen das hin. 

Was kann ich konkret tun?

Viele liebe Grüße

Ich glaube, das musst du ihn fragen, weil es ja sein Problem ist. Es könnte nämlich auch nach hinten losgehen: wenn er vorher Hand anlegt, wird er vielleicht gar nicht mehr steif bei einem zweiten Versuch danach. 

Ihr müsst da einfach zusammen ausprobieren, was für euch funktioniert. Frag ihn doch konkret, was er früher unternommen hat, als das Problem auftauchte und wie er das hingekriegt hat. Wenn er sagt, dass er gar nichts unternommen hat und das dann immer so blieb, dann hast du eher schlechte Karten.

Es kommt auch sehr stark auf seine Bereitschaft an, sich damit überhaupt auseinanderzusetzen und das aktiv anzugehen. So wie es jetzt klingt, hat der Mann einfach erektile Dysfunktion und das schon länger und bis jetzt genau gar nichts dagegen unternommen. Für mich liest sich das jetzt nicht so, als läge es daran, dass ihr eine frische Beziehung habt. Ich kann mich natürlich auch täuschen, aber er sagte dir ja, dass das schon früher vorgekommen sei bei ihm. 

Ich fürchte, es wird mit Geduld und Verständnis nicht getan sein. Wenn er weiterhin kaum steif wird und sofort kommt, wäre der logische Weg der Arztbesuch. Wenn er dazu bereit ist, ist schon mal der erste Schritt getan. Ob die erektile Dysfunktion dann auch behebbar ist, hängt wiederum von deren Ursache ab. Schlimmstenfalls musst du dich entscheiden, ob du damit, wie es jetzt ist, dauerhaft leben kannst oder nicht.

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24. Oktober 2020 um 19:23

Ich finde es sehr bewundernswert, dass du so empathisch bist und schon googelt und sein Problem lösen willst. Aber du verstärkst das Problem damit aus meiner Sicht! Steige nicht runter von deinen Vorstellungen. Soweit ich das verstanden habe,  hast du 0 Orgasmen gehabt und das ganze Drama evolviert sich um sein Zuschnellkommen. 

Ich würde jetzt Klartext reden, nicht rumblubbern. Oh ja ist ja kein Problem... das kannst du ja nicht so sagen! Natürlich wenn sich das nicht bessert, dann ist das ein Problem. Also versuche mal Infos von ihm einzuholen. Wie war das in der Vergangenheit? Was hat geholfen? Und ja, zum Henker, es ist dir wichtig,  auch auf deine Kosten zu kommen. 

Du brauchst auch hier nicht ständig auf seine positiven Seiten verweisen,  die hat er zweifellos. Ich glaube er hat ein gewaltiges Problem mit Nähe und Sex, und das muss er lösen. Er sollte sich auch mal um dich kümmern und dich kennen lernen. 

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24. Oktober 2020 um 19:28

Was mir auch vom letzten Thread aus 2017 auffällt... du sagst nicht was du denkst!!! Du blubberst irgendwas daher.  Das kann nicht gut gehen in Beziehungen, vor allem bei so zentralen Themen. 

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24. Oktober 2020 um 19:35
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Die Antwort die du suchst könnte vermutlich daran liegen, dass bei ihm eine erektile Dysfunktion vorliegt. Die Schwellkörper haben, salopp formuliert, einen Leck. Dadurch bleibt es nicht lange genug steif weil das Blut wieder abfliesst. Ist nur so eine Vermutung. Aber ein Urologe könnte definitiv klären ob es physisch oder psychisch ist. Er spritzt ihm in die Schwellkörper ein Stoff, weiss nicht genau wie das bezeichnet, dann wird der Penis steif auch wenn Mann keine erotischen Gefühle gerade hat. Wenn dies nicht hart bleibt, ist genau der Beweis, dass es eher ein körperliches Problem ist und nichts mit seiner psyche zu tun hat. Er wird da auch beraten welche Möglichkeiten für ihn am besten sind.

Der Suizid des Bruders hat definitiv Auswirkungen auf alles, auch auf die Beziehung. Das wäre natürlich therapeutisch aufzuarbeiten. 

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26. Oktober 2020 um 18:59

Hallo zusammen,

inzwischen ist wieder einiges passiert...

Gestern sind wir uns (inzwischen zum fünften mal) näher gekommen. Eigentlich war unser sehr ausführliches und intimes Gespräch sehr gut - dennoch merke ich, dass ich heute SEHR schlecht drauf bin, trautig, gereizt und zweifelhaft, ob ich das richtige tue, indem ich mich weiter auf ihn einlasse. Ich habe mich in ihn verliebt, jedoch kenne ich es eigentlich anders... die ersten Monate ohne irgendwelche Zweifel, auf Wolke sieben und einfach alles genießen. Das ist gerade anders. Ich komme noch recht frisch aus einer sehr traurig (fremdgehen usw.) geendeteten Beziehung, die er das erste mal Anfang März und final Mitte Mai beendet hat. Ich möchte einfach wirklich jemanden finden, bei dem ich keine Angst haben muss, glücklich sein kann, es unkompliziert ist. Ich habe einfach selbst große Angst vor einer Enttäuschung glaube ich. Ich kann oder möchte einfach endlich ankommen und das mit einem Mann an meiner Seite, der die gleichen Zukunftswünsche hat wie ich.

Gestern war es wieder so, dass er keine richtige Erektion hatte bzw. ich immer wieder mit der Hand oder dem Mund nachhelfen musste bis er dann irgendwann ein Kondom holte... ich hatte es nur an seiner Eichel übergestreift, weiter war ich noch gar nicht gekommen, war noch dabei - da kam er auch schon... wieder kein Geschlechtsverkehr. Nach den fünf malen jetzt steht ja schon fest, dass das keine bloße Aufregung mehr ist... keine Erektion und wenn dann gerade einigermaßen da, kommt er nach Sekunden - wie gesagt, das Kondom war noch nichtmal übergestreift. Ich würde ihn wenigstens gern nur für zwei oder drei Sekunden in mir spüren - einfach die Nähe und Verbundenheit... aber davon sind wir ja sowas von weit weg. 

Wir haben gestern sehr lang geredet, sehr offen und vertraut, das fand ich sehr gut und DAS wiederum gibt mir sogar auch ein gutes Gefühl für eine Beziehung. Ich selbst bin überhaupt nicht oberflächlich, im Gegenteil. Er hat dann erzählt, dass er über deutlich weniger bis keine Erfahrungen verfügt, im Vergleich zu mir (Unsicherheit spürbar)... er es bei unseren ersten Treffen nicht sagen wollte, um mich nicht zu verschrecken und ihm das peinlich war - aber er hatte vorher noch KEINE Beziehung, ich wäre seine erste Freundin. Er hatte zwar schon Sex, aber das mit nur SEHR wenigen Frauen, bei one night stands. Auch hier hätte er manchmal das Problem gehabt, aber nicht immer - z. B. wenn er viel getrunken hatte (wir haben es ja auch schon angetrunken probiert, keine Änderung) - das spricht ja wiederum eher für eine psychische Blockade oder? Ich fand es traurig zu hören, dass er sogar sein erstes mal so verbracht hat. Er wollte auch lange keine Beziehung, erst seit ca. 2 Jahren. Er hätte wohl immer wieder mal Frauen über ein paar Wochen kennengelernt, aber seine Freunde hätten diese dann immer sehr schlecht gemacht, sie wären zu dick etc.... zum einen finde ich es schade, dass er sich scheinbar hat dadurch so beeinflussen lassen, dass daraus nichts wurde und zum anderen macht mir das etwas Angst - mein Körpergefühl ist (aufgrund einer früheren Essstörung, aber über 15 Jahre kein Thema mehr, aber Unsicherheit bleibt) schon noch etwas heikel... vielleicht kommen daher auch seine Aussagen, ich würde ja schon auf meine Gesundheit und Ernährung achten, viel Sport machen, das würde er gut finden - was in mir eher Scham auslöst, da ich mich nicht sportlich fühle... aber das nur am Rande. 

Er macht sich sehr viele Gedanken, so sagt er, dass er mir nicht gerecht wird, dass er mich schon unbedingt zum Orgasmus bringen will. Ich war auch komplett ehrlich und habe ihm gesagt, dass es mir schwer fällt, ihm zu sagen oder zu zeigen was ich mag - worauf er sehr liebevoll reagiert hat, dass er sich sehr freuen und es gut finden würde, wenn ich irgendwann vielleicht doch den Mut habe, es ihm zu sagen. Ich habe auch angesprochen, dass mich unseren "Schwierigkeiten" ein wenig verunsichern und ich deshalb eher ihm die Initiative überlasse oder ihn auch weniger berühre - woraufhin er sagte, dass er aber beides sehr gut finden würde, wenn ich es täte. Das finde ich gut zu wissen.

Wir sind so verblieben, dass er nun einmal zum Arzt geht. Er sagte auch, er hätte vor einigen Wochen schon einmal dazu gelesen, dass man das auch medikamentös behandeln kann - wobei wir ja zwei Probleme haben: Erektion und SOFORTIGE Ejakulation dann. Finde das gut von ihm und habe ihn ermutigt. Zudem habe ich vorgeschlagen, dass wir in der kommenden Zeit keinen direkten Geschlechtsverkehr mehr probieren werden, weil es gerade ja eher für beide frustrierend ist... wir uns auf alle anderen Arten einfach nah sein und noch besser kennenlernen können, damit der Druck erstmal raus ist. Das fand er gut. Insgesamt sagte er, dass ich die erste Frau wäre, bei der er nicht diese Beziehungsangst verspürt und die erste, mit der er so offen darüber sprechen kann. Er hat mir spürbar gesagt und gezeigt, dass er mein Verständnis für alles total "bewundert" an mir, gut findet. Das ist auch so, das ist mein Charakter. Alles andere wäre doch scheiße.

Insgesamt war das alles sehr positiv - darum verstehe ich nicht, warum es mir so schlecht heute geht. Ist mein Verständnis nur Kopfsache, aber mein Herz ist enttäuscht, traurig und hat Angst... aufkommende, unterbewusste Selbstzweifel, Angst, dass alles so kompliziert werden könnte, aufgrund der Unsicherheit und Unerfahrenheit, die nicht nur beim Sex sondern allgemein der Beziehung spürbar ist? Ich liebe herzliche, fröhliche, manchmal ein bisschen verrückte, aber auch tiefgründige Menschen und Männer. Er wirkt manchmal (und das sagte er auch selbst schon einmal von sich) sehr kühl, distanziert und reserviert. Ich habe Angst, dass ich auf Dauer nicht glücklich bin... ich kenne beides von mir: Zweifel, recht schnell in einer Beziehung (die beiden hielten nicht lang) und gar keine Zweifel bis minimale Unsicherheit, die am Anfang wohl jeder hat... ich möchte einfach nur den "Anfangszauber" genießen - mit ALLEM, was dazu gehört! Ich habe Angst, meine Intuition und meine eigenen Bedürfnisse zu ignorieren, weil mein Kopf sagt, ich würde mich dann "arschig" ihm ggü. verhalten (ich möchte nicht, dass ich nun auch noch ein Teil schlechter Erfahrungen für ihn werde, das hat er nicht verdient).

Mich würde auch noch einmal interessieren, wie schnell ihr euren Freunden oder eurer Familie von einem neuen Partner erzählt? Wir sind jetzt drei Wochen zusammen... das Thema Beziehung und dass er seinem besten Kumpel von uns erzählt hat, ob ich nicht auch mal wem von uns erzählt hätte? Inzwischen wissen es all meine Freunde... ich solle ihn doch auch mal mirbringen, meine Eltern... gestern waren wir wandern und er erzählte, dass seine Eltern auch wandern gewesen wären und gefragt hätten, mit wem er denn unterwegs wäre... da hat er gelacht und gesagt, dass er einen Studienkollegen vorgeschoben hätte. Heute morgen eine Sprachnachricht von ihm, in der er dann wieder mit einem Lachen erzählte, dass er sich noch eine Geschichte überlegen müsse, wo er gestern Abend war, wenn er heute Abend bei seinen Eltern ist und sie danach fragen. Mich kränkt das irgendwie - vielleicht bin ich in so eine "Hypersensibilität" reingerutscht aufgrund der sexuellen Frustration (was ehrlicherweise leider so ist) - aber aus meinen vorherigen Beziehungen kenne ich es so, dass man eigentlich mit Stolz recht bald von dem neuen Partner erzählt... ich weiß, manche Menschen lassen sich damit mehr Zeit, aber ich fühle mich gerade "versteckt".

Schon wieder ganz viel Input, aber es tut mir gerade einfach gut, alles von der Seele zu schreiben. Ich bin einfach traurig geade, meine Verliebtsheitsgefühle werden immer weniger und das möchte ich gar nicht...

Liebe Grüße

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26. Oktober 2020 um 19:22

...was ich noch ergänzen möchte: er sagte im Gespräch gestern auch zu mir, dass mir ja schon etwas fehlen würde so wie es gerade ist und es unbefriedigend wäre... Ich finde es ganz ganz schwer, ehrlich zu sein, auch damit eigene Bedürfnisse nicht verloren gehen und zu Frust führen und gleichzeitig nicht den Druck bei ihm zu erhöhen. 

Ich habe dazu gesagt, dass es nicht schlimm ist, er macht das ja nicht absichtlich und es würde ihn ja auch belasten... dass ich aber viel für ihn empfinde und mich deshalb schon auch danach sehne, ihm ganz nahe zu sein und ihn in mir spüren und ich es natürlich auch etwas traurig finde, dass wir soweit nicht kommen. Aber eben auch, dass uns ja nichts wegläuft und wir uns die Zeit nehmen, die wir brauchen... ihn liebevoll geküsst.

Ich fühle mich einfach ratlos.

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26. Oktober 2020 um 19:27

Es ist gut, dass Du das von der Seele schreibst. 

Es freut mich, dass er aktiv an der Lösung des "Problems" arbeiten will und zum Arzt geht. Es ist auch gut, dass er Dir viel Wertschätzung entgegenbringt. Und es ist gut, dass Du Dich grundsätzlich wohl bei ihm fühlst. Das ist ja immerhin eine Basis.

Allerdings ist auch vieles aus meiner Sicht gar nicht gut. Mich würde es stören, wenn meine Partnerin mir gegenüber nicht mit offenen Karten gespielt hätte. Aus Scham "vorzutäuschen" erfahrener zu sein als man ist, mag menschlich nachvollziehbar sein, dennoch würde es mir zu denken geben. Auch dass seine Freunde ihn mit ihren Aussagen offenbar beeinflussen konnten (Frau sei nicht gut genug), ist leider ein richtig großer Dämpfer. Das spricht weder für seine Freunde noch für ihn. Der nächste Punkt ist, dass er Dich (momentan) noch vor seinen Eltern verheimlicht. Dabei geht es nicht um Unterlassungslügen (das wäre der Fall, wenn einfach nicht über eine mögliche Freundin gesprochen wird, er vielleicht erst davon berichten möchte, wenn es stabiler läuft zwischen euch), es geht um direkte Lügen. Wenn seine Eltern fragen, mit wem er unterwegs ist, warum sagt er es nicht? Warum lügt er? Jetzt ist die Elterngeschichte immer so eine Sache und da verhalten sich die erwachsensten Menschen manchmal komisch, dennoch würde ich auch in diesem Punkt - wenn es denn keine Erklärung seinerseits gibt - gewisse Bauchschmerzen bekommen. 

Der wesentliche Punkt ist aber, dass Du selbst ein ungutes Gefühl hast. Du kannst es nicht wirklich benennen, aber ich glaube, es ist die Sorge, dass da doch einiges im Argen liegt und Du nicht weißt, ob Deine Verliebtheitsgefühle auf einer Wunschvorstellung beruhen und im Laufe der Zeit von der Realität eingeholt werden. Auch dass er Dir jetzt schon leidtut, falls Du den Schlussstrich ziehen müsstest, finde ich nicht gesund.

Und das Thema Sex bleibt. Ich verstehe Dich gut! Du willst verliebt sein und dieses Gefühl geniessen, schweben. Das ist nicht der Fall und Du wirst das Gefühl nicht los, dass das etwas zu bedeuten hat. Nämlich, dass es nicht passt.

Ich würde Dir gerne mehr Mut machen, aber ich kann Dir nur raten, weiter zu schauen, wie es sich entwickelt, solange Du Dich damit noch gut fühlst. Ich drücke die Daumen.

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26. Oktober 2020 um 20:03

Sehr schwierig sehr schwierig... ich kann jedes deiner Gefühle echt nachvollziehen, und ich bin niemand der vieles aus der Vergangenheit bereut, aber eines bereue ich wirklich: Zuviel Zeit mit schlechtem Sex verbracht. 

Es ist nichts gegen die Männer, mit denen ich zusammen war,  sie waren allesamt feine Kerle. Zumindest die meisten waren es meistens. 

Ich kann dir nicht raten, dich zu trennen. Ich wäre beispielsweise nicht so sagenhaft glücklich mit meinem Partner, wüsste ich nicht sehr genau was ich will im Erotik-Department. Und warum weiß ich das? Weil ich akribisch nach der Ausschlussmethode vorgegangen bin und genau weiß, was ich nicht will.

Du bist nicht ganz ehrlich zu dir,  mimst die verständnisvolle und bist dann gleich verletzt oder verunsichert. 

Einerseits möchtest du ihn, vielleicht weil du glaubst, so einer tut dir nicht weh. Ich kann dir nur sagen, wenn man jemanden liebt, ist man vor Verletzungen nie gefeit. 

Andererseits merkst du ja auch,  dass es sehr schwierig werden wird mit ihm. Willst du die Sextherapeutin sein, oder auch mal richtig Spaß haben und guten Sex haben? Klar kann es das mit ihm auch geben, irgendwann mal. Aber du brauchst viel Geduld. 

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26. Oktober 2020 um 23:16
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...was ich noch ergänzen möchte: er sagte im Gespräch gestern auch zu mir, dass mir ja schon etwas fehlen würde so wie es gerade ist und es unbefriedigend wäre... Ich finde es ganz ganz schwer, ehrlich zu sein, auch damit eigene Bedürfnisse nicht verloren gehen und zu Frust führen und gleichzeitig nicht den Druck bei ihm zu erhöhen. 

Ich habe dazu gesagt, dass es nicht schlimm ist, er macht das ja nicht absichtlich und es würde ihn ja auch belasten... dass ich aber viel für ihn empfinde und mich deshalb schon auch danach sehne, ihm ganz nahe zu sein und ihn in mir spüren und ich es natürlich auch etwas traurig finde, dass wir soweit nicht kommen. Aber eben auch, dass uns ja nichts wegläuft und wir uns die Zeit nehmen, die wir brauchen... ihn liebevoll geküsst.

Ich fühle mich einfach ratlos.

Hallo, was ich dir aus *meiner* Sicht dazu sagen kann:

- ja, mir wären das zu viele Probleme für den Anfang. Mich turnt ewig langes Gerede über Sex aber auch ab und ich glaube auch nicht,  dass das zu so einem Dauerthema werden sollte. Ihr habt jetzt schon so oft drüber geredet wie ein altes Ehepaar. Und wer weiß,  ob und wie lange es braucht, bis sich da mal eine Normalität bei euch einschleicht. Vielleicht bekommt er das Problem auch gar nicht in den Griff

- meine Beziehungspartner haben beide (also mein Ex und mein jetziger Freund) nach wenigen Wochen ihren Eltern/Freunden von mir erzählt. Und zwar, bevor ich es meinem Umfeld erzählt habe. Für mich war da die Aktion meiner Partner jeweils das Signal, es jetzt meinen "Leuten" zu erzählen

- ich finde es darüber hinaus seltsam, dass er noch nie eine Partnerin hatte und seinen Eltern als erwachsener Mann Rechenschaft über seine nächtlichen Aktivitäten ablegt und dann aber auch noch lügt

- es gibt soooo viele andere Männer da draußen 

- je länger du wartest um so schwerer wird es dir fallen (Trennung)

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27. Oktober 2020 um 11:37

Vielleicht gab es das Problem immer schon und dieses war der eigentliche Grund weshalb die Beziehungen nicht hielten bzw er Single war? Die Freunde etc sind bestimmt nur vorgeschoben, deswegen trennt man sich doch nicht mehrmals. Bzw das Problem wurde durch seine Angst immer größer?
Kondom könnte er selber drüber machen. 
Und ansonsten sollte er damit wirklich los gehen. Es liest sich aber eher nach einem psychischen Problem. 

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27. Oktober 2020 um 17:00

Hallo zusammen 

...und vielen lieben Dank für die inzwischen zahlreichen Rückmeldungen! 

Ich finde es auch sehr schwer, das nachvollziehbar zu beschreiben, da ich, wie ich gesagt auch zum ersten mal in einem Problem dieser Art konfrontiert bin. Klar, kenne ich es auch, dass ein Mann mal schneller, mal weniger fix kommt... aber zum Geschlechtsakt an sich ist es doch zumindest immer gekommen. 

Ich habe inzwischen auch mit einer guten Freundin gesprochen: ich glaube, trotz ausführlicher Beschreibung ist es für sie vor allem nicht greifbar, dass es definitiv BEIDE Probleme hat: keine bis leicht Erektion UND dann (trotz nicht wirklich vorhandener Erektion) kommen. Ich denke inzwischen auch, dass es zumindest überwiegend ein körperliches, gesundheitliches Problem ist. Habe auch ein bisschen mehr im Netz dazu gelesen. Ein Arztbesuch ist somit wohl der richtige Weg und ich hoffe, er tut es auch. Ich meine, wie stellt er sich das sonst vor? Mich macht das so traurig gerade, weil die Anfangszeit doch so irgendwie nur halb so toll ist. Ich hoffe wirklich sehr, das klingt nicht zu fies.

Zum Punkt der mangelnden Erektion: diese spüre ich immer wieder mal, aber eben nur leicht... wenn er noch in Kleidung auf mir sitzt bzw. ich auf ihm, beim Petting und sie wird natürlich stärker, wenn ich ihn oral verwöhne - aber nur noch Sekunden, da er ja SOFORT kommt sonst. Aber sie hält immer nur Sekunden an und nur so lange, wie ich ihn stimuliere. Wir haben ja sehr vertraut gesprochen und ich habe ihm auch ganz direkt gesagt, dass er mir gern sagen kann, wenn er auf irgendetwas besonders steht. Er meinte, damit hätte das nichts zu tun. Ich glaube wirklich, es war schon immer so bei ihm... er meinte außer bei ein bis zwei SEHR betrunkenen One Night Stands (was eher für die Psyche spräche) - wir haben aber, obwohl ich weiß, dass es tendenziell eher kontroproduktiv ist, auch das schon probiert mit SEHR entspannter Stimmung - das gleiche. Meine Freundin hatte ähnliche Ratschläge, wie mache ihn doch mal so und so soooo richtig heiß - aber das versuche ich ja schon... ich fühle mich damit etwas unverstanden und als wäre ich unfähig, meinen eigenen Freund heiß zu machen.

Zum Punkt der nicht nur frühzeitigen sondern wohl eher sofortigen Ejakulation: auch kurz oder während er kommt, ist die Erektion nicht so stark, dass Geschlechtsverkehr überhaupt möglich wäre - DAS verstehe ich überhaupt nicht. Er kommt ja schon, wenn ich ANFANGE, das Kondom abzurollen, quasi noch an der Eichel bin - was eben aufgrund der nicht richtigen Erektion SEHR schwierig ist... über einen halbschlaffen Penis bekommt man nur schwer ein Kondom abgerollt. 

Er macht mich immer noch neugierig, weil viel auch toll ist - hier gerade liegt der Fokus eben sehr auf dem, was nicht so toll ist. Und die Neugier ist eben auch da, weil er eben allgemein auch anders ist als andere Männer. Ich habe ihn zunächst als sehr distanziert und kühl kennengelernt - beim Kuscheln und Küssen ist er aber der einfühlsamste und zärtlichste Mann, vielleicht den ich je hatte. Wegen der Eltern werde ich sagen, dass ich es inzwischen erzählt habe... mal sehen, wie er reagiert. Vielleicht wartet er auch darauf, dass ich ihm sage, dass ich es erzählt habe...

LG
 

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27. Oktober 2020 um 17:04
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Hallo zusammen,

inzwischen ist wieder einiges passiert...

Gestern sind wir uns (inzwischen zum fünften mal) näher gekommen. Eigentlich war unser sehr ausführliches und intimes Gespräch sehr gut - dennoch merke ich, dass ich heute SEHR schlecht drauf bin, trautig, gereizt und zweifelhaft, ob ich das richtige tue, indem ich mich weiter auf ihn einlasse. Ich habe mich in ihn verliebt, jedoch kenne ich es eigentlich anders... die ersten Monate ohne irgendwelche Zweifel, auf Wolke sieben und einfach alles genießen. Das ist gerade anders. Ich komme noch recht frisch aus einer sehr traurig (fremdgehen usw.) geendeteten Beziehung, die er das erste mal Anfang März und final Mitte Mai beendet hat. Ich möchte einfach wirklich jemanden finden, bei dem ich keine Angst haben muss, glücklich sein kann, es unkompliziert ist. Ich habe einfach selbst große Angst vor einer Enttäuschung glaube ich. Ich kann oder möchte einfach endlich ankommen und das mit einem Mann an meiner Seite, der die gleichen Zukunftswünsche hat wie ich.

Gestern war es wieder so, dass er keine richtige Erektion hatte bzw. ich immer wieder mit der Hand oder dem Mund nachhelfen musste bis er dann irgendwann ein Kondom holte... ich hatte es nur an seiner Eichel übergestreift, weiter war ich noch gar nicht gekommen, war noch dabei - da kam er auch schon... wieder kein Geschlechtsverkehr. Nach den fünf malen jetzt steht ja schon fest, dass das keine bloße Aufregung mehr ist... keine Erektion und wenn dann gerade einigermaßen da, kommt er nach Sekunden - wie gesagt, das Kondom war noch nichtmal übergestreift. Ich würde ihn wenigstens gern nur für zwei oder drei Sekunden in mir spüren - einfach die Nähe und Verbundenheit... aber davon sind wir ja sowas von weit weg. 

Wir haben gestern sehr lang geredet, sehr offen und vertraut, das fand ich sehr gut und DAS wiederum gibt mir sogar auch ein gutes Gefühl für eine Beziehung. Ich selbst bin überhaupt nicht oberflächlich, im Gegenteil. Er hat dann erzählt, dass er über deutlich weniger bis keine Erfahrungen verfügt, im Vergleich zu mir (Unsicherheit spürbar)... er es bei unseren ersten Treffen nicht sagen wollte, um mich nicht zu verschrecken und ihm das peinlich war - aber er hatte vorher noch KEINE Beziehung, ich wäre seine erste Freundin. Er hatte zwar schon Sex, aber das mit nur SEHR wenigen Frauen, bei one night stands. Auch hier hätte er manchmal das Problem gehabt, aber nicht immer - z. B. wenn er viel getrunken hatte (wir haben es ja auch schon angetrunken probiert, keine Änderung) - das spricht ja wiederum eher für eine psychische Blockade oder? Ich fand es traurig zu hören, dass er sogar sein erstes mal so verbracht hat. Er wollte auch lange keine Beziehung, erst seit ca. 2 Jahren. Er hätte wohl immer wieder mal Frauen über ein paar Wochen kennengelernt, aber seine Freunde hätten diese dann immer sehr schlecht gemacht, sie wären zu dick etc.... zum einen finde ich es schade, dass er sich scheinbar hat dadurch so beeinflussen lassen, dass daraus nichts wurde und zum anderen macht mir das etwas Angst - mein Körpergefühl ist (aufgrund einer früheren Essstörung, aber über 15 Jahre kein Thema mehr, aber Unsicherheit bleibt) schon noch etwas heikel... vielleicht kommen daher auch seine Aussagen, ich würde ja schon auf meine Gesundheit und Ernährung achten, viel Sport machen, das würde er gut finden - was in mir eher Scham auslöst, da ich mich nicht sportlich fühle... aber das nur am Rande. 

Er macht sich sehr viele Gedanken, so sagt er, dass er mir nicht gerecht wird, dass er mich schon unbedingt zum Orgasmus bringen will. Ich war auch komplett ehrlich und habe ihm gesagt, dass es mir schwer fällt, ihm zu sagen oder zu zeigen was ich mag - worauf er sehr liebevoll reagiert hat, dass er sich sehr freuen und es gut finden würde, wenn ich irgendwann vielleicht doch den Mut habe, es ihm zu sagen. Ich habe auch angesprochen, dass mich unseren "Schwierigkeiten" ein wenig verunsichern und ich deshalb eher ihm die Initiative überlasse oder ihn auch weniger berühre - woraufhin er sagte, dass er aber beides sehr gut finden würde, wenn ich es täte. Das finde ich gut zu wissen.

Wir sind so verblieben, dass er nun einmal zum Arzt geht. Er sagte auch, er hätte vor einigen Wochen schon einmal dazu gelesen, dass man das auch medikamentös behandeln kann - wobei wir ja zwei Probleme haben: Erektion und SOFORTIGE Ejakulation dann. Finde das gut von ihm und habe ihn ermutigt. Zudem habe ich vorgeschlagen, dass wir in der kommenden Zeit keinen direkten Geschlechtsverkehr mehr probieren werden, weil es gerade ja eher für beide frustrierend ist... wir uns auf alle anderen Arten einfach nah sein und noch besser kennenlernen können, damit der Druck erstmal raus ist. Das fand er gut. Insgesamt sagte er, dass ich die erste Frau wäre, bei der er nicht diese Beziehungsangst verspürt und die erste, mit der er so offen darüber sprechen kann. Er hat mir spürbar gesagt und gezeigt, dass er mein Verständnis für alles total "bewundert" an mir, gut findet. Das ist auch so, das ist mein Charakter. Alles andere wäre doch scheiße.

Insgesamt war das alles sehr positiv - darum verstehe ich nicht, warum es mir so schlecht heute geht. Ist mein Verständnis nur Kopfsache, aber mein Herz ist enttäuscht, traurig und hat Angst... aufkommende, unterbewusste Selbstzweifel, Angst, dass alles so kompliziert werden könnte, aufgrund der Unsicherheit und Unerfahrenheit, die nicht nur beim Sex sondern allgemein der Beziehung spürbar ist? Ich liebe herzliche, fröhliche, manchmal ein bisschen verrückte, aber auch tiefgründige Menschen und Männer. Er wirkt manchmal (und das sagte er auch selbst schon einmal von sich) sehr kühl, distanziert und reserviert. Ich habe Angst, dass ich auf Dauer nicht glücklich bin... ich kenne beides von mir: Zweifel, recht schnell in einer Beziehung (die beiden hielten nicht lang) und gar keine Zweifel bis minimale Unsicherheit, die am Anfang wohl jeder hat... ich möchte einfach nur den "Anfangszauber" genießen - mit ALLEM, was dazu gehört! Ich habe Angst, meine Intuition und meine eigenen Bedürfnisse zu ignorieren, weil mein Kopf sagt, ich würde mich dann "arschig" ihm ggü. verhalten (ich möchte nicht, dass ich nun auch noch ein Teil schlechter Erfahrungen für ihn werde, das hat er nicht verdient).

Mich würde auch noch einmal interessieren, wie schnell ihr euren Freunden oder eurer Familie von einem neuen Partner erzählt? Wir sind jetzt drei Wochen zusammen... das Thema Beziehung und dass er seinem besten Kumpel von uns erzählt hat, ob ich nicht auch mal wem von uns erzählt hätte? Inzwischen wissen es all meine Freunde... ich solle ihn doch auch mal mirbringen, meine Eltern... gestern waren wir wandern und er erzählte, dass seine Eltern auch wandern gewesen wären und gefragt hätten, mit wem er denn unterwegs wäre... da hat er gelacht und gesagt, dass er einen Studienkollegen vorgeschoben hätte. Heute morgen eine Sprachnachricht von ihm, in der er dann wieder mit einem Lachen erzählte, dass er sich noch eine Geschichte überlegen müsse, wo er gestern Abend war, wenn er heute Abend bei seinen Eltern ist und sie danach fragen. Mich kränkt das irgendwie - vielleicht bin ich in so eine "Hypersensibilität" reingerutscht aufgrund der sexuellen Frustration (was ehrlicherweise leider so ist) - aber aus meinen vorherigen Beziehungen kenne ich es so, dass man eigentlich mit Stolz recht bald von dem neuen Partner erzählt... ich weiß, manche Menschen lassen sich damit mehr Zeit, aber ich fühle mich gerade "versteckt".

Schon wieder ganz viel Input, aber es tut mir gerade einfach gut, alles von der Seele zu schreiben. Ich bin einfach traurig geade, meine Verliebtsheitsgefühle werden immer weniger und das möchte ich gar nicht...

Liebe Grüße

Das bedeutet also im Klartext, dass du einen vollkommen unerfahrenen Mann hast, dem du alles beibringen wirst müssen. Unbeschwerten, guten Sex kannst du also erstmal vergessen. Das wird noch länger dauern, bis er überhaupt weiß, was er sexuell betrachtet mir dir anfangen soll, damit du auf deine Kosten kommst. Das ist völlig normal, nur üblicherweise macht man das schon als Teenager oder junger Erwachsener durch. Da dann beide unerfahren sind, fällt es weniger ins Gewicht. Hier habt ihr ein Ungleichgewicht und du hast zurecht Angst und Zweifel, denn einfach wird das nicht und Unbeschwertheit wird nicht viel möglich sein bei euch.

Er hat auch nicht unrecht damit, dass du davon abgeschreckt gewesen wärst, wenn er dir das sofort erzählt hätte. Es ist ja auch irgendwie komisch, dass ein erwachsener Mann noch nie eine Beziehung und kaum sexuelle Erfahrung hatte. Da fragt man sich natürlich schon, warum. Ganz ohne Grund wird das ja nicht so sein. 

Letztendlich musst du entscheiden, ob du es mit ihm versuchen möchtest oder nicht. Er wirkt zumindest so, als ob er wirklich alles tun würde, damit es besser wird. Er geht zum Arzt, möchte, dass du ihm sagst, was dir gefällt. Somit finde ich, dass er schon zumindest eine Chance verdient hat, vor allem, wo du doch schreibst, du seist schon in ihn verliebt. 

Natürlich kann niemand garantieren, dass es was von Dauer sein wird, aber das kann man sowieso nie. 

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27. Oktober 2020 um 17:15
In Antwort auf

Hallo zusammen 

...und vielen lieben Dank für die inzwischen zahlreichen Rückmeldungen! 

Ich finde es auch sehr schwer, das nachvollziehbar zu beschreiben, da ich, wie ich gesagt auch zum ersten mal in einem Problem dieser Art konfrontiert bin. Klar, kenne ich es auch, dass ein Mann mal schneller, mal weniger fix kommt... aber zum Geschlechtsakt an sich ist es doch zumindest immer gekommen. 

Ich habe inzwischen auch mit einer guten Freundin gesprochen: ich glaube, trotz ausführlicher Beschreibung ist es für sie vor allem nicht greifbar, dass es definitiv BEIDE Probleme hat: keine bis leicht Erektion UND dann (trotz nicht wirklich vorhandener Erektion) kommen. Ich denke inzwischen auch, dass es zumindest überwiegend ein körperliches, gesundheitliches Problem ist. Habe auch ein bisschen mehr im Netz dazu gelesen. Ein Arztbesuch ist somit wohl der richtige Weg und ich hoffe, er tut es auch. Ich meine, wie stellt er sich das sonst vor? Mich macht das so traurig gerade, weil die Anfangszeit doch so irgendwie nur halb so toll ist. Ich hoffe wirklich sehr, das klingt nicht zu fies.

Zum Punkt der mangelnden Erektion: diese spüre ich immer wieder mal, aber eben nur leicht... wenn er noch in Kleidung auf mir sitzt bzw. ich auf ihm, beim Petting und sie wird natürlich stärker, wenn ich ihn oral verwöhne - aber nur noch Sekunden, da er ja SOFORT kommt sonst. Aber sie hält immer nur Sekunden an und nur so lange, wie ich ihn stimuliere. Wir haben ja sehr vertraut gesprochen und ich habe ihm auch ganz direkt gesagt, dass er mir gern sagen kann, wenn er auf irgendetwas besonders steht. Er meinte, damit hätte das nichts zu tun. Ich glaube wirklich, es war schon immer so bei ihm... er meinte außer bei ein bis zwei SEHR betrunkenen One Night Stands (was eher für die Psyche spräche) - wir haben aber, obwohl ich weiß, dass es tendenziell eher kontroproduktiv ist, auch das schon probiert mit SEHR entspannter Stimmung - das gleiche. Meine Freundin hatte ähnliche Ratschläge, wie mache ihn doch mal so und so soooo richtig heiß - aber das versuche ich ja schon... ich fühle mich damit etwas unverstanden und als wäre ich unfähig, meinen eigenen Freund heiß zu machen.

Zum Punkt der nicht nur frühzeitigen sondern wohl eher sofortigen Ejakulation: auch kurz oder während er kommt, ist die Erektion nicht so stark, dass Geschlechtsverkehr überhaupt möglich wäre - DAS verstehe ich überhaupt nicht. Er kommt ja schon, wenn ich ANFANGE, das Kondom abzurollen, quasi noch an der Eichel bin - was eben aufgrund der nicht richtigen Erektion SEHR schwierig ist... über einen halbschlaffen Penis bekommt man nur schwer ein Kondom abgerollt. 

Er macht mich immer noch neugierig, weil viel auch toll ist - hier gerade liegt der Fokus eben sehr auf dem, was nicht so toll ist. Und die Neugier ist eben auch da, weil er eben allgemein auch anders ist als andere Männer. Ich habe ihn zunächst als sehr distanziert und kühl kennengelernt - beim Kuscheln und Küssen ist er aber der einfühlsamste und zärtlichste Mann, vielleicht den ich je hatte. Wegen der Eltern werde ich sagen, dass ich es inzwischen erzählt habe... mal sehen, wie er reagiert. Vielleicht wartet er auch darauf, dass ich ihm sage, dass ich es erzählt habe...

LG
 

Als Mann kann ich dir sagen: ein Mangel an Steifigkeit ist nicht unbedingt ein Mangel an Erregung. Er ist erregt, drum kommt er auch sofort, nur wird sein Penis trotz Erregung nicht richtig steif.

Das liest sich für mich nicht wie ein psychisches Problem, sondern wie ein gesundheitliches. Da ist der einzig richtige Weg der Arztbesuch. Mal schauen, ob er auch wirklich zum Arzt geht, wie er es eigentlich versprochen hat und was dann dabei herauskommt. Grundsätzlich gibt es ja Mittel dagegen, es ist nur die Frage, ob er die einnehmen kann und darf (hängt von seinem Gesundheitszustand ab). Manche Menschen haben zum Beispiel angeborene Herzfehler, von denen sie nichts wissen. Es wäre sicher nicht falsch, ihn nicht nur zum Urologen, sondern auch zum Kardiologen zu schicken.

Zum Thema erzählen: hat er dir gesagt, warum er niemandem von eurer Beziehung erzählt hat und seine Freunde und Familie anlügt? Das wäre nämlich das Erste, was ich gemacht hätte: ihn gefragt, warum er eure Beziehung verheimlicht. Wenn man sich noch nicht sicher ist, wie sich die Sache entwickelt, kann man ja sagen, man hat jemanden kennengelernt. Es ist durchaus okay, einen neuen Partner nicht sofort der Familie vorzustellen, weil man ja noch nicht weiß, wohin die Reise geht. Trotzdem kann man zumindest sagen, dass es da jemanden gibt. Dass er dich verleugnet, finde ich ziemlich seltsam. Ich finde es nicht verwunderlich, dass dich das verunsichert.

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28. Oktober 2020 um 14:26
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Hallo zusammen,

wie fange ich an!? Ich möcht dem Thema selbst nicht mehr Bedeutung geben, als notwendig - aber ein paar Tipps können vielleicht nicht schaden... ) Vielleicht zur Einordnung noch vorab: wir sind beide keine Teenager mehr: er ist 33, ich 34. Für mich selbst ist es die vierte Beziehung, bei ihm weiß ich es nicht genau - nur dass er fünf Jahre Single war.

Ich habe Mitte August übers Online-Dating einen Mann kennengelernt, den ich seit Anfang September immer wieder getroffen und mich Anfang Oktober auch doll verliebt habe - ihm geht es genauso, so dass wir seit ca. 2 Wochen ein Paar sind... er hat das Thema Beziehung irgendwann angesprochen. Soweit bin ich sehr glücklich und das ist wohl das wichtigste...!

Was mich dennoch etwas beschäftigt, ist das Thema körperliche Nähe bzw. Sex. Gerade damit das Thema sich nicht irgendwann zu sehr "aufbauscht", muss ich gerade einmal darüber sprechen... Wir fühlen uns körperlich sehr stark zueinander hingezogen. Ich genieße es unglaublich, wenn wir Arm in Arm liegen, ewig küssen, zärtlich streicheln... ich kenne es auch vorherigen Beziehungen eigentlich auch so, dass man dann auch bald miteinander schläft. Unseren ersten Kuss gab es beim fünften Treffen - da hat er irgendwann seinen Mut zusammen genommen, was ich total toll von ihm fand. Ab dem siebten Date dann auch (von ihm aus) Streicheln unterm T-Shirt, wo ich schon das Gefühl hatte, er möchte mehr (ich hatte aber meine Tage, was ich ihm auch kurz sagte, damit er sich nicht grundlos zurückgewiesen fühlt). Wenige Tage später war ich dann wieder bei ihm und ich habs kaum ausgehalten: es lag so viel Kribbeln und Anziehung, Vertrauen und Geborgenheit in der Luft, dass wir dann irgendwann rüber ins Schlafzimmer sind. Was ich wirklich mega toll an ihm finde: er ist unglaublich einfühlsam, zärtlich, kuschelt viel und gern. Er sprang dann irgendwann auf und hat die Kondome gesucht, vor sich hingeflucht, weil er sie nicht gefunden hat. Ich bin einfach ganz entspannt geblieben. Ich habe dann aber irgendwann gemerkt, dass sein bestes Stück nicht so richtig steif wurde... habe mir erst nicht viel dabei gedacht, außer "vielleicht gerade zuuuu aufgeregt". Ich habe ihn dann oral verwöhnt - und kaum hatte ich ihn berührt, ist er schon gekommen. Da war ich echt baff. Aber alles nicht schlimm - ich fand es sogar irgendwie süß. Er sagte daraufhin, dass ihm das mega leid tut, was ich direkt abgewiesen habe, dass es gar nicht schlimm ist und alles wirklich in Ordnung, ich es sehr genieße gerade und mich wohl fühle. Er meinte, sein letzter Sex wäre schon länger her, Anfang des Jahres außerhalb einer Beziehung.

Zwei Tage später lagen wir dann wieder im Bett, ich habe mich sehr zurückgehalten - also es ging von ihm aus, dass wir irgendwann nackt da lagen... wollte ihm nicht das Gefühl geben, dass er "jetzt" muss, die Erwartungshaltung und den Druck rausnehmen... jedoch war es hier wieder so, dass er nicht steif wurde... nur ganz leicht, wenn ich ihn mit der Hand verwöhnt habe... er ist trotzdem sehr auf mich eingegangen, was ich süß fand. Ich fand es schon schade, weil ich so mega erregt und heiß auf ihn war, dass ich ihm SO SO gern ganz nah gekommen wäre. Sich dann richtig zu spüren ist ja nochmal intimer. 

Gestern Abend war er noch bei einem Kumpel und sie hatten einige Bier auf. Wir haben dann noch zusammen ein wenig Wein getrunken und ich dachte noch, dass er dann jetzt vielleicht entspannnter ist... wieder wurde der Sex von ihm angestoßen, worauf ich natürlich sehr gern eingegangen bin.I ch glaube oder hoffe schon, dass er spürt, wie heiß ich ihn finde... aber wieder kein richtiger Ständer... er hat dann versucht mit mit der Hand zu verwöhnen... aber halt nicht sooo wie ich es brauche - was ja zu Beginn normal ist... jede Frau ist anders und man muss sich ja erstmal kennenlernen. Ich finde es immer etwas heikel, einem Mann dann direkt zu zeigen, was man mag oder "braucht" - gerade ihm wollte ich jetzt auch nicht das Gefühl geben, dass er etwas falsch macht. Ich habe dann doch seine Hand genommen - jedoch hat er nur kurz so weitergemacht und ist dann wieder in sein vorheriges "tun" zurückgefallen... aber darum gehts mir eigentlich nicht. Zwischendurch hatte er immer wieder einen "leicht steifen" Penis, was aber für Geschlechtsverkehr niemals gereicht hätte... habe ihn dann wieder oral verwöhnt und er kam quasi SOFORT. Er hat sich entschudligt, wo ich direkt sagte, dass es völlig in Ordnung ist und er sich auf keinen Fall entschuldigen muss.


Ich würde mich selbst als sehr empathisch und verständnisvoll beschreiben und hoffe sehr, dass er nicht zu sehr gespürt hat, dass ich doch - ja was eigentlich? Enttäuscht klingt so gemein, aber vielleicht doch etwas traurig war. Ich hatte das so noch nie. Er sagt mir bestimmt 10x, wenn wir uns körperlich näher kommen, wie schön er mich findet. Das glaube ich ihm auch... trotzdem hinterlässt es ein ganz komisches Gefühl... zum einen würde ich einfach so so gern richtig mit ihm schlafen und zum anderen hab ich eben doch das Gefühl, dass ich etwas falsch mache. Ohne dass ich es will, habe ich gestern auch im Laufe der Zärtlichkeiten die Lust verloren... ich hoffe, das bleibt nicht so. Die Anziehung ist tatsächlich runtergegangen, obwohl ich das gar nicht wollte. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll... er hat mich ständig gefragt, ob ich mich wohlfühle - das hab ich!! Und er meinte von sich aus, er würde sich auch so wohlfühlen... 

Ich weiß, ich sollte ihm einfach Zeit geben, das was wir haben oder gerade möglich ist, genießen und mir keine Gedanken machen. Ich fühle mich nur etwas überfordert oder ratlos... ich streichle ihn ja schon viel, küsse ihn überall, sage ihm, wie toll er ist, haben uns gegenseitig massiert... irgendwie wird mein Kribbeln im Bauch immer weniger, auch wenn das Blödsinn ist. Ich habe auch schon überlegt, ob er vielleicht noch nie Sex hatte, er es aber nicht sagen mag - aber dafür ist er dann doch zu einfühlsam bei mir... ich habe das Gefühl, es wird wahrscheinlich mit jedem mal sich ausziehen, kuscheln, küssen und streicheln - aber eben nicht mehr, immer komischer... und genau DAVOR habe ich Angst. Was kann ich denn noch tun? Ich verstehe das einfach nicht. Es macht mich traurig... und vom Kopf her finde ich das auch blöd, aber ich kann es nicht ändern: ich verliere auch immer mehr die Lust ihm näher zu kommen.

Im Internet ließt man immer wieder mal, dass es vor allem Männern so geht, die sehr verliebt sind... aber beim dritten mal immer noch? Ich kann nur weiter liebevoll und verständnisvoll sein, ihm zeigen, wie stark meine Gefühle und auch Anziehung ist - aber was noch?

Liebe Grüße

 

Möglicherweise hat er das schon öfter erlebt. Und jedes Mal, wenn "es nicht klappt ", verschlechtert sich die Aussicht auf eine stabile Erektion. Da spielt der Kopf ganz stark mit. Vielleicht hat er die Erfahrung gemacht, dass Frauen ihn wegen mangelnder Erektion verlassen haben. Und so setzt sich ein Teufelskreis fort.
Ich denke, man kann diesen Teufelskreis nur mit Geduld und Liebe unterbrechen. Sucht euch vorerst eine Sexualität, die für euch beide funktioniert, oral, mit der Hand etc., eben alles, außer Geschlechtsverkehr. Wenn er merkt, dass von dir kein Druck ausgeht, wird er irgendwann im Kopf entspannen, und ich wette, dann klappts auch mit der Erektion.
Die Frage ist, ob du diesen Weg gehen möchtest. Ich fänd es auch legitim, diesen Weg abzulehnen.

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27. Dezember 2020 um 19:18

Hallo zusammen,

nach einigen Wochen melde ich mich noch einmal zurück: mit Feedback, wie es weiterging und auch ein oder zwei neuen Fragen/Themen…

Unser Sexleben ist inzwischen RICHTIG gut - wir können kaum noch die Finger voneinander lassen… diese Entwicklung hätte ich so nie erwartet. Die Geduld hat sich somit “bezahlt” gemacht und ich kann nur jeder Frau an meiner Stelle dazu raten, viel Verständnis, ein wenig Geduld und Ermutigung aufzubringen - offen und sehr ehrlich miteinander zu reden. All das hat uns sehr geholfen. Die Erektionsprobleme sind fast vollständig verschwunden. Es kommt “nur” hin und wieder vor, dass er zwischendurch nicht mehr so steif ist, aber mit ein wenig Oralsex klappt es eigentlich immer, dass die Erektion nach kurzen Momenten wieder voll da ist. Wir können inzwischen auch ohne Probleme miteinander schlafen, er kommt zwar insgesamt noch relativ schnell (1-2 Minuten, kann ich schwer schätzen), aber vorher ist er ja schon gekommen, sobald ich das Kondom übergezogen habe oder er, sofern es noch soweit kam, sofort kam, sobald er in mich eingedrungen war, also SOFORT, ohne auch nur ein einziges “rein-raus”. Er geht sehr auf mich ein, wir reden SEHR offen über alles und es macht einfach Spaß. Dass er früh kommt, stört mich ehrlich gesagt nicht, da ich von der reinen Penetration ohnehin nicht zum Orgasmus komme. 

An der Stelle komme ich aber zu meinem ersten Mini-Thema bzw. ist es eher eine Art Kommentar: Er hat vor einigen Tagen angemerkt, dass es ja schon schön wäre, wenn wir beim Sex - meine hiermit an dieser Stelle und allen weiteren die reine Penetration, gemeinsam kommen würden. Ich komme aber dabei nicht, noch nie. Das hatte ich ihm auch schon einmal beiläufig erzählt, auch damit er sich weniger Gedanken darüber macht, dass er doch noch relativ schnell kommt. Darauf kam er gar nicht klar, bzw. hatte habe ich mich irgendwie plötzlich unnormal gefühlt. Ich habe seit fast 15 Jahren mehr oder weniger regelmäßig Sex und habe ich am Anfang meines Sexlebens auch einmal etwas damit beschäftigt - daher weiß ich, dass ich durchnoch nicht unnormal oder außergewöhnlich bin, sondern viele Frauen eben NICHT NUR durch reine Penetration kommen. Er war so so so überrascht und konnte das gar nicht glauben - die (eher wenigeren) male, die eher Sex hatte, scheinen wohl immer alle dabei gekommen zu sein. Ich finde das irgendwie blöd. Mir gefällt es so -natürlich wäre es schön, aber nach 15 Jahren wird sich das wohl nicht plötzlich ändern - FÜR MICH ist das völlig okay, wenn ich vorher oder nachher noch (mehrmals) komme. Ich genieße es und all das habe ich ihm auch so gesagt. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nur komme, wenn meine Klitoris stimmuliert wird, auch beim Sex - dass es ja auch Männer gäbe, die darauf stehen, wenn eine Frau sich selbst berührt… (habe natürlich nicht gesagt, dass mein Ex und ich das hin und wieder so gemacht haben, da kam ich dann öfter mal auch dabei) oder eben auch mit Hilfe von Spielzeugen. Ich glaube das selbst berühren ist für ihn raus - er hat eher etwas sehr entsetzt geschaut. Jetzt möchte er nach Corona in einen Sexshop mit mir - sehr gern, ich habe Sexspielzeug und bin neugierig und offen für weiteres, das wir gemeinsam nutzen. Ich finde es irgendwie blöd, dass er jetzt womöglich ein Problem herbeizaubert, dass gar keines ist. Wie lange braucht eine Frau denn wohl im Durchschnitt, bis sie durch Oralsex oder manueller Stimulation kommt? Er meinte irgendwann mal, ich würde ja schon recht lang brauchen und das wäre doch ganz schön anstrengend - keine Sorge, nicht vorwurfsvoll oder böse - eben ehrlich! Ich würde das bei mir auf etwa 3 Minuten schätzen? Aber vielleicht ist es auch länger, ich weiß es nicht wirklich.

Wer nach den vielen Zeilen noch Ausdauer hat, mein zweites Thema/Frage zu lesen - schon an dieser Stelle einen lieben Dank!! Es geht um das Thema Kinder bzw. ganz konkret meinen Kinderwunsch. Ich werde in zwei Monaten 35 Jahre alt und ich merke seit etwa 1,5 Jahren sehr sehr stark, dass ich mir Kinder wünsche. Natürlich kann und darf mein “hohes Alter” jetzt nicht so auf die Beziehung Einfluss nehmen, dass er sich bedrängt fühlt - man muss auch immer noch bedenken, dass ich seine ERSTE Freundin bin, er erst im März diesen Jahres von zu Hause ausgezogen ist (aber während des Studiums schon 5 Jahre lang allein gelebt hat unter der Woche, somit stimmt das nicht so ganz). Für mich ist das sehr schwierig gerade, denn ich habe in den letzten Jahren beide Erfahrungen gemacht: spreche ich das Thema früh konkreter an, also nach zwei bis drei Monaten, dass Kinder zu meinen Lebensträumen gehören und ich als Frau natürlich etwas festgelegter bin: sprich, dass ich gesagt habe, dass ich natürlich auch erst einmal die Beziehung und Zweisamkeit in vollen Zügen genießen möchte, aber die Realität zu ignorieren auch naiv wäre - zwei Wochen später war Schluss. In der darauffolgenden Beziehung habe ich nur (online, sprich sogar noch VOR der Beziehung bzw. ersten Treffen) kurz gefragt, ob er auch einmal Kinder möchte, Antwort war “ja, schon irgendwann” - dann erst nach 2,5 Jahren Beziehung wieder, mit 33 Jahren, im letzten Jahr: er konnte mir nicht sagen, ob er mit mir und wann er Kinder möchte - die Beziehung ist dann (nicht nur deshalb) wenige Monate später zerbrochen, so dass ich mit 34 wieder Single war… Ich kann die Männer total verstehen, dass sie ganz anders rangehen und das habe ich, sagen wir bis ich 30 war, auch so getan! Eine Garantie gibt es nie, für nichts: weder, dass die Beziehung hält, noch dass es mit einer Schwangerschaft klappt, weder mit 25 noch mit 35 oder 40. An Heiligabend lagen wir morgens im Bett und haben allgemein viel gequatscht: ich habe mich dann getraut und gesagt, dass ich bei ihm gar nicht so richtig weiß bzw. einschätzen kann, ob er irgendwann mal Kinder möchte. Er sagte dann, er hätte gewusst, dass wir darüber irgendwann mal sprechen würden bzw. hat er auch schon darüber nachgedacht, es anzusprechen. Ich habe dann schon gesagt, dass es ja eigentlich wichtig wäre - wenn einer von beiden kein Kind und der anderen aber Kinder möchte, gäbe es ja wenig dazwischen: ein halbes Kind könne man ja schließlich nicht bekommen…. und auch wenn ich mich da nicht verrückt machen würde, es ja dennoch Realität wäre, dass ich Februar 35 werde und es natürlich schwierig würde, wenn er sich erst in 10 Jahren Kinder vorstellen könne… er meinte darauf, dass er so konkret noch nie darüber nachgedacht hätte (was ja auch klar und mehr als verstänlich ist → erste Freundin), sich das eben ergeben würde. DAss es ja aber schon irgendwie “dazu gehören” würde. Er sich das aus aktueller Sicht mit mir grundsätzlich irgendwann vorstellen kann. Nächstes Jahr möchte er auf jeden FAll erstmal mit mir reisen und viel unternehmen. 

Ich merke, dass ich nicht so ganz “zufrieden” mit der Antwort bin, bzw. Angst habe. Ich rufe mir nur immer wieder ins Gedächtnis, dass es gesagt hat, dass es ja schon dazugehören würde und er sich das mit mir grundsätzlich ja vorstellen kann. Wahrscheinlich bekomme ich viele Antworten, die sehr stark seine Perspektive verstehen können - Thema viel zu früh, erste Freundin etc. Und natürlich kann auch ich jetzt noch nicht wirklich beurteilen, ob ich mir ihn wirklich als Vater meiner Kinder vorstellen kann. Ich gebe all denjenigen mehr als Recht. Es ist nur so, dass ich jemand bin, die sich selbst sehr oft, insbesondere in Beziehungen zurückstellt. Bei so einem wichtigen Thema möchte ich das aber nicht mehr - kann ich es nicht mehr. Mir ist vollkommen klar, dass wir nicht nächstes oder übernächstes Jahr die Pille absetzen würden - aber mehr Begeisterung, ein “Ich wünsche mir auf jeden Fall Kinder, das ist mir auch wichtig. Natürlich habe ich im Hinterkopf, dass du die Mitte 30 überschreitest und wenn wir uns besser kenne, ausreichend Momente der Zweisamkeit genossen habe und es sich für beide richtig anfühlt, lass uns das Thema angehen.” So in etwa, ich hoffe, ihr wisst, was ich meine. Angst bringt gar nichts - aber ich habe eine Hormonstörung, so dass ich ohne Hormontherapie und vermutlich viele Monate bis Jahre Geduld ohnehin nicht schwanger werde (das ist leider relativ sicher).... wie bekomme ich das zusammen? “Sicherheit”, dass wir in die gleiche Richtung schwimmen? Meint ihr, dass seine Antwort dafür “reicht”? Wenn er das Thema ohnehin schon auch ansprechen wollte, aber nicht deshalb, weil es ihm besonders wichtig zu sein scheint, warum dann? Mein Gefühl sagt mir, aus Sorge, dass ich womöglich aufgrund meines Alters in einem halben Jahr mit einem Kinderwunsch um die Ecke komme… Bei meinen Exfreunden war mein Weg ja immer falsch… Ich habe zwei Freundinnen, bei denen ging es relativ schnell - geplant, warum lerne ich nie “solche” Männer kennen? Ach Mensch, ich hab ihn wirklich sehr lieb und denke manchmal: gut, dann bekomme ich “im schlimmsten Fall” eben keine Kinder - aber das würde mich unglaublich traurig machen. Habt ihr Ideen, Tipps? 

Viele liebe Grüße

 

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27. Dezember 2020 um 21:33

3 Themen zum Preis von einem, das kann es nur zu Weihnachten geben.

Also wenn 1-2 Minuten Koitus für dich schon für dich RICHTIG GUTES Sexleben ist, dann gratuliere!

Das mit dem Kommen hat er wohl von zuviel Filmchen schauen. Da muss man natürlich gemeinsam lautstark übereinander zusammenbrechen. So und überhaupt mit seiner Mini-Sex-Erfahrung haben die Frauen vorher entweder einen Orgasmus vorgetäuscht oder er phantasiert sich das zusammen oder du phantasierst dir das zusammen. Und 3 Minuten soll viel sein? Also ist es nicht das eigentlich schöne, einen Partner dort hinzubringen, ihn dabei zu beobachten oder zu erleben? Könnte man ja auch ein bisschen sportlich sehen  

Ich habe das Kinderthema sofort angesprochen und da ich der Meinung bin, nicht mehr unbedingt eines haben zu wollen, hat sich das in Wellen bewegt. In der Verliebtheitsphase und rund um den EIsprung hätte ich es sehr schön gefunden und inzwischen, nach 1,5 Jahren, bin ich froh - da dieser Oberwahnsinnshormonrausch schön langsam am Abklingen ist - dass wir es dabei belassen haben. Unterschied: Ich bin bin bereits Mutter und nochmal von vorne anzufangen würde jetzt echt gerade alles durcheinander schmeißen. Aber wer weiß, unverhofft kommt oft. Ich würde an deiner Stelle mal zumindest ein Jahr vergehen lassen, bis du wieder nachbohrst, schau wie es sonst so läuft. Du hast nichts davon, in einer instabilen Beziehung ein Kind zeugen zu wollen. Zumindest die ärgsten "Macken" sollte man schon so mitbekommen haben.

Also nichts für ungut, ich finde, du phantasierst dir hier eine wunderschöne Beziehung mit richtig gutem Sexleben zusammen, dabei seid ihr gerade noch in den Startlöchern. Ich freu mich natürlich, wenn du glücklich bist, aber die Dinge brauchen eben so lange wie sie brauchen. Und vor allem mit einem echt unerfahrenem Partner, kann das halt manchmal auch etwas länger sein. Du scheinst ja in der Sex-Sache schon Geduld bewiesen zu haben.

Herzliche Grüße
Frau Evi

 

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27. Dezember 2020 um 23:00

Ich schildere mal die Fakten:
Er hat ein massives Problem mit der Sexualität. Kommt entweder innerhalb einer Sekunde beim Eindringen oder er wird überhaupt nicht steif. Nicht falsch verstehen, das kann man ihm nun nicht vorwerfen. Aber es ist nun mal im Grunde der KO, wenn einem Sexualität wichtig ist. Mit solch einer "Funktionsstörung" lässt sich Sexualität nicht ausleben. Oder nur extrem eingeschränkt. Und was machst Du: Du hast Geduld, bist verständnisvoll, versuchst alles, damit es besser wird, gibst ihm ein gutes Gefühl, vermittelst, dass alles voll ok ist. 

Die Folge:
Nun klappt es besser, immerhin schon eine bis zwei Minuten. Und was passiert? Er fängt damit an, dass es doch komisch ist, dass Du nicht kommst, ihr doch zusammen kommen solltet! Dass Du generell ganz schön lange brauchst. Ernsthaft? Du bist die Einfühlsamkeit in Person, und was ist er? Im besten Fall der unbedarfte, unerfahrene und naive Mann ohne Erfahrungen. Im schlechtesten Fall ein wenig einfühlsamer Trampel.

Es wirkt so, als hätte er sich noch nicht wirklich mit dem Thema Sexualität auseinander gesetzt. Und da er bei so harmlosen Dingen wie "Frau macht es sich beim Sex selbst" schon entsetzt reagiert, scheint er keinerlei Ahnung zu haben, was erfüllte Sexualität alles beinhaltet.

Ich finde es ganz wunderbar von Dir, dass Du so geduldig und überaus einfühlsam auf ihn eingehst. Und es ist toll, dass es sich insgesamt positiv entwickelt hat und sich ja auch noch weiter entwickeln kann. Ich habe aber den Eindruck, dass Du dabei selbst irgendwie auf der Strecke bleibst. Ich würde empfehlen, ganz offen mit ihm darüber zu sprechen, was seine Aussagen bei Dir auslösen.

Zum Thema Kinder:
Ich kann gut verstehen, dass Du anhand seiner Reaktion ein ungutes Gefühl hast. Bei Kindern gibt es kein "hm, naja, klar, gehört dazu, hab mich damit zwar noch nie auseinander gesetzt, aber naja, irgendwann vielleicht schon". Entweder man hat Kinderwunsch oder eben nicht. So ein Kinderwunsch kann auch wachsen, klar. Aber mit Mitte 30 sollte man schon eine grundsätzliche Haltung dazu haben. Wie soll jemand, der solch eine Wischiwaschi-Einstellung vermittelt, später verlässlich die Rolle als Familienmensch einnehmen? Wie viele Partnerschaften zerbrechen, weil sich herausstellt, dass die Vorstellungen vom Familienleben doch himmelweit auseinander liegen, man sich davor aber nicht wirklich damit auseinandergesetzt hat. Meistens die Männer im übrigen. Ich glaube, seine Raktion macht Dir genau deshalb Sorgen: Wie kann ich mich auf jemanden verlassen, der in solch einer wichtigen Frage zum jetzigen Zeitpunkt noch keine klare Haltung hat?

Du stehst jetzt also vor dem Problem, dass da ein lieber und netter Mann ist, mit dem Du Dir durchaus die Gründung einer Familie vorstellen kannst, bei dem Du aber Sorge hast, dass er dafür möglicherweise gar nicht geeignet ist.

Ich würde in dieser Frage empfehlen, nochmals ganz offen und klar zu kommunizieren, was Du Dir vorstellst. Und wie Du Dir ein Familienleben vorstellen könntest. Wenn er der Richtige für Dich ist, wird ihn das nicht vertreiben. Ihm muss schon klar sein, dass das ein Herzenswunsch von Dir ist. Du schilderst ja nur einfach Deine Vorstellungen, er kann dann ja sehen, ob er da mitgehen kann oder nicht. Und es geht auch nicht darum, das nun nach einem straffen Zeitplan umzusetzen oder Druck auszuüben, sondern lediglich darum, wie er dazu steht, wenn Du das wiederholt thematisierst.
 

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28. Dezember 2020 um 7:49

Na ja ich finde seine Aussage normal. Für ihn gehören Kinder irgendwie dazu, aber soweit ist er noch nicht,  da ihr noch nicht lange zusammen seid. Das ist doch total normal, realistisch und auch verantwortungsvoll. Er will erstmal schauen wie sich eure Beziehung entwickelt.
Er kann dir doch nicht versprechen, dass er Kinder mit dir möchte... Dass du nun schon 35 wirst, macht es nicht einfacher, aber da kann er nichts für und ich denke in einem Jahr wisst ihr mehr. Würde er dir Kinder versprechen, wäre das doch auch nicht normal.

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28. Dezember 2020 um 7:54

Achso...ich hatte mit 30 auch noch keinen Kinderwunsch und habe da erst meinen Mann kennengelernt. Er hatte einen großen Kinderwunsch. Für mich war klar ich muss erstmal schauen ob unsere Beziehung funktioniert, ich mich auf ihn verlassen kann und dann können wir weitersehen.
 

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