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Neue Beziehung, belastet durch eine schlechte Vergangenheit

30. Januar 2006 um 12:38

Hallo,

vorweg: meine angegebenen Daten sind nicht korrekt. Wer also behauptet ich wäre ein Fake, hat in gewisser Hinsicht recht. Abgesehen von geburtsjahr und Email ist nichts korrekt angegeben, einfach um eine identifizierung zu vermeiden. Auch die Email ist neu eingerichtet. Erscheint vielleicht etwas paranoid, aber ich will kein Risiko eingehen, dass jemand den wir kennen davon Wind bekommt.

Ich bin 19 Jahre alt, und habe seit einigen Wochen eine Beziehung. Meine Partnerin ist 24, und wir kennen uns bereits seit einem Jahr, haben uns dann für einige Monate aus den Augen verloren und nun ganz zusammengefunden. Ich weiß bereits von Anfang an von ihren Erlebnissen, diese sind der Grund, warum wir uns angenähert haben. Wir haben Tage und Nächte über das erlebte gesprochen und habe versucht, alles was sie belastet, mal niederzubringen. Darüber zu reden hilft ja schon ungemein, jedoch bleiben viele Probleme. Wenn meine Partnerin und ich uns ein Bett teilen und ich erlebe wie Ihre Nächte sind, dann dreht sich mir der Magen um. Sie ruft im Schlaf nach Hilfe, ist ununterbrochen am wühlen und wacht verängstigt auf, unter Tränen. Meine Partnerin wurde vor einigen Jahren vergewaltigt, nicht nur von einer Person. Soein Erlebnis ist wohl das schlimmste, was einem passieren kann, und genau das ist nun das Problem. Ich mache mir große Sorgen um ihre Gesundheit, der Schlaf den sie bekommt ist in keinster Weise ausreichend, ständig ängstigt sie sich vor irgendwas. Seitdem wir beide zusammen schlafen, fasst sie allmälig immer mehr Vertrauen und hat es auch schon geschafft, einmal richtig zu schlafen; jedoch war dies die Ausnahme. Mich persönlich nervt es nicht wenn es ihr so geht, es stört auch nicht, es belastet mich nur, nicht weiter zu wissen. Was können wir tun, um ihr zu helfen das geschehene besser zu verarbeiten? wie kann man über soetwas hinwegkommen, Alpträume einschränken? Für mich ist das eine ganz neue Situation, und ich kann nicht einfach tatenlos neben ihr liegen und warten. Gibt es hier vielleicht Personen, die einen Rat für solche Situationen haben? was uns helfen könnte? Es gibt Tage an denen hat sie absolut keine Kraft, dann weigert sie sich vor Angst zu schlafen. Das tut sie solange, bis sie so erschöpft ist, dass sie zusammenklappt und schlafen MUSS.

Ich hoffe ihr könnt das ein wenig nachvollziehen und mir einen Rat geben. Das sie das niemals vergessen wird weiß ich, dass es nicht normal wird auch. Aber diese Träume müssen doch einzudämmen sein, auf irgendeine Weise, oder?

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30. Januar 2006 um 13:39

Kann mich Iphigenie nur anschließen
Da kommt Ihr alleine - ohne professionelle Hilfe- nicht mehr weiter.

Geht zu einem Psychologen oder einer Beratungsstelle für Vergewaltigungsopfer.

In größeren Städten gibt es hier Anlaufstellen
bei den Kommunen. Oftmals nennt auch die
Frauenbeauftragte der Gemeinde gerne Adressen an die man sich wenden kann.

Und für Dich ganz persönlich gilt:

Verständnis, Verständnis und nochmals Verständnis. Das ist für einen 19-jährigen bestimmt ein Wahnsinns-Päckchen, was Du da zu schultern hast, aber Deine Freundin braucht EINEN Menschen, dem sie vertrauen kann. Sei DU bitte dieser Mensch und zeig ihr das jeden Tag mehr als 1 mal.

Ich wünsche Euch viel Glück und vor allem Kraft

LG
Thomas

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30. Januar 2006 um 17:34

Danke
Danke für Eure Antworten.
Mir ist klar, dass wir da ganz sicher auch professionelle Hilfe brauchen, und ich habe auch vor, es anzusprechen. Meine Sorge ist, dass sie sich, wenn ich direkt mit sowas zu ihr komme, sie sich vor den Kopf gestossen fühlt. Ich versuche mein bestes, um ihr die Nächte so einfach wie möglich zu machen, sie nicht alleine zu lassen solange es geht. Aber das ist natürlich kein Dauerzustand, da wir arbeiten und oft genug getrennt voneinander sind - vorallem arbeiten wir verschiedene Schichten, und schlafen daher auch schonmal zu verschiedenen Zeiten.

Ich würde sehr gerne mit ihr gemeinsam zu einem Therapeuten gehen, aber da muss ich wohl sensibel rangehen und nichts überstürzen. Das letzte was ich ihr vermitteln will, ist das Gefühl, ich will die Probleme von mir schieben. Am liebsten wäre es mir, wenn wir gemeinsam dorthingehen könnten.

Ich bin wohl in der Tat die einzige Person der sie im Moment vertrauen kann, und das ist mir ganz lieb so. Ehe sie andere, tiefgehendere Freundschaften zu Leuten angeht die sie vielleicht auf irgendeine Art enttäuschen, wäre ich gerne erstmal eine Weile mit ihr alleine und würde sie aufbauen. Aber verständlicherweise ist sie sowieso kaum auf der Suche nach Freunden im Moment. Sie hat ihre beste Freundin, ihren hund und mich, und ich denke das reicht ihr erstmal.

Ich werde mich einfach erstmal alleine an eine Beratungsstelle wenden, um vielleicht auch mal darüber zu sprechen, wie ich am besten vorgehe in der Sache, und sie dazu bringe mit mir zusammen, oder auch alleine, zu einem psychologen zu gehen.

Danke für Eure Antworten!

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30. Januar 2006 um 20:49
In Antwort auf phirun_12867684

Danke
Danke für Eure Antworten.
Mir ist klar, dass wir da ganz sicher auch professionelle Hilfe brauchen, und ich habe auch vor, es anzusprechen. Meine Sorge ist, dass sie sich, wenn ich direkt mit sowas zu ihr komme, sie sich vor den Kopf gestossen fühlt. Ich versuche mein bestes, um ihr die Nächte so einfach wie möglich zu machen, sie nicht alleine zu lassen solange es geht. Aber das ist natürlich kein Dauerzustand, da wir arbeiten und oft genug getrennt voneinander sind - vorallem arbeiten wir verschiedene Schichten, und schlafen daher auch schonmal zu verschiedenen Zeiten.

Ich würde sehr gerne mit ihr gemeinsam zu einem Therapeuten gehen, aber da muss ich wohl sensibel rangehen und nichts überstürzen. Das letzte was ich ihr vermitteln will, ist das Gefühl, ich will die Probleme von mir schieben. Am liebsten wäre es mir, wenn wir gemeinsam dorthingehen könnten.

Ich bin wohl in der Tat die einzige Person der sie im Moment vertrauen kann, und das ist mir ganz lieb so. Ehe sie andere, tiefgehendere Freundschaften zu Leuten angeht die sie vielleicht auf irgendeine Art enttäuschen, wäre ich gerne erstmal eine Weile mit ihr alleine und würde sie aufbauen. Aber verständlicherweise ist sie sowieso kaum auf der Suche nach Freunden im Moment. Sie hat ihre beste Freundin, ihren hund und mich, und ich denke das reicht ihr erstmal.

Ich werde mich einfach erstmal alleine an eine Beratungsstelle wenden, um vielleicht auch mal darüber zu sprechen, wie ich am besten vorgehe in der Sache, und sie dazu bringe mit mir zusammen, oder auch alleine, zu einem psychologen zu gehen.

Danke für Eure Antworten!

Ich verstehe sie sehr gut...
mir ist es ähnlich ergangen wie ihr doch es ist nicht bis zum äußersten gekommen weil ich mich wehren konnte. Trotzdem alles nicht einfach. Mein Freund hat sich auch immer gewundert warum ich total unter der Decke verschwinde, wenn ich schlafe, ich habe angst vorm einschlafen! ich habe mich, da bin ich ehrlich die ersten male betrunken als ich mit ihm schlafen wollte, gemerkt hat er es nicht es war ja jeden abend Party und alle haben getrunken. Irgendwann habe ich ihm gesagt was los ist, er hatte schon ein Problem damit, angst mir wehzutun. Es ist nicht ganz einfach doch wir tasten uns langsam voran

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