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Nähe und Distanz - unterschiedliche Alltage

5. November 2018 um 12:44

Unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Distanz. Und ein Alltag, der es schwierig macht gemeinsame Zeit zu finden. Was sind eure Erfahrungen damit und welche Kompromisse seid ihr bereit einzugehen?
Meiner Frage liegt folgende Situation zu Grunde: Meine bisherigen Beziehungen waren von starker emotionaler Nähe aber von wenig gemeinsamer Zeit geprägt. So war ich stets der Part, der sich über kurz oder lang eingeengt und ausgebremst fühlte. Ich bin definitiv der Typ, mit dem man aufbrechen kann. Ankommen und Nest bauen liegen mir schlecht. Beruflich bin ich selbständig, stark engagiert und über das Jahr gerechnet mehrere Monate im Ausland. Seit zwei Jahren kenne ich nun meine Partnerin, zuerst freundschaftlich, seit einem halben Jahr sind wir zusammen. Sehen wir uns, fehlt definitiv nichts wonach man sich sehnen könnte. Eine starke, gegenseitige Liebe mit viel Tempo, gemeinsamen Interessen und Leidenschaften. Sie ist eine unabhängige Frau, startet beruflich gerade durch, und somit passt es hervorragend, da wir uns beide nicht auf den Füssen stehen. Doch sie möchte später einmal Familie und ist sich unsicher, ob das mit mir und meinem Leben überhaupt vereinbar wäre. Von Beginn weg waren da somit beiderseits Befürchtungen, kaum Zeit und einen gemeinsamen Allltag aufbauen zu können, was jetzt zu Beginn einer ernsthaften Beziehung wichtig wäre. Beide wissen wir voneinanderin, dass wir unsere vorausgegangenen Beziehungen aus eben diesen Gründen beendeten. Nun hängt da in Momenten, wo wir uns vermissen aber keine Zeit füreinander finden, dieses Demokleschwert über uns. Und ich vermute, dass sie das mehr stresst als sie zugibt. Erstmals überhaupt schleichen sich auch bei mir Verlustängste ein, denn das was uns hält und was wir einander geben ist fast zu gut um wahr zu sein. 
Wer kennt das und wie seid ihr damit umgegangen?     

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5. November 2018 um 13:09
In Antwort auf steinundwasser

Unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Distanz. Und ein Alltag, der es schwierig macht gemeinsame Zeit zu finden. Was sind eure Erfahrungen damit und welche Kompromisse seid ihr bereit einzugehen?
Meiner Frage liegt folgende Situation zu Grunde: Meine bisherigen Beziehungen waren von starker emotionaler Nähe aber von wenig gemeinsamer Zeit geprägt. So war ich stets der Part, der sich über kurz oder lang eingeengt und ausgebremst fühlte. Ich bin definitiv der Typ, mit dem man aufbrechen kann. Ankommen und Nest bauen liegen mir schlecht. Beruflich bin ich selbständig, stark engagiert und über das Jahr gerechnet mehrere Monate im Ausland. Seit zwei Jahren kenne ich nun meine Partnerin, zuerst freundschaftlich, seit einem halben Jahr sind wir zusammen. Sehen wir uns, fehlt definitiv nichts wonach man sich sehnen könnte. Eine starke, gegenseitige Liebe mit viel Tempo, gemeinsamen Interessen und Leidenschaften. Sie ist eine unabhängige Frau, startet beruflich gerade durch, und somit passt es hervorragend, da wir uns beide nicht auf den Füssen stehen. Doch sie möchte später einmal Familie und ist sich unsicher, ob das mit mir und meinem Leben überhaupt vereinbar wäre. Von Beginn weg waren da somit beiderseits Befürchtungen, kaum Zeit und einen gemeinsamen Allltag aufbauen zu können, was jetzt zu Beginn einer ernsthaften Beziehung wichtig wäre. Beide wissen wir voneinanderin, dass wir unsere vorausgegangenen Beziehungen aus eben diesen Gründen beendeten. Nun hängt da in Momenten, wo wir uns vermissen aber keine Zeit füreinander finden, dieses Demokleschwert über uns. Und ich vermute, dass sie das mehr stresst als sie zugibt. Erstmals überhaupt schleichen sich auch bei mir Verlustängste ein, denn das was uns hält und was wir einander geben ist fast zu gut um wahr zu sein. 
Wer kennt das und wie seid ihr damit umgegangen?     

Ich kenne einige solcher Konstellationen, wo der Mann und oder die Frau beruflich "viel" unterwegs ist, bei einigen funktioniert das Konzept gut, weil die Großeltern, der Freundeskreis, die Haushaltshilfe und die Putzfrau mit engagiert sind.

Eine Ehe ist zerbrochen, da die Frau sich alleine fühlte und sich einen anwesenden Partner wünschte.

Wichtig fänd ich, dass die zusammen verbrachte Zeit auch zur Kommunikation und zur Zweisamkeit gut genutzt wird. Ich denke, es bedarf schon ein gutes soziales "Auffangnetz", um dieses "Konzept" als Familie erfolgreich zu leben. 

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5. November 2018 um 14:13

Eigene Kinder sind und waren mir bisher kein Thema. Das hängt auch ganz stark damit zusammen, dass ich mir nie eine Frau gewünscht habe, die als Mutter gemeinsamer Kinder im klassich bürgerlichen Alltag abtaucht und auf ihre Karriere verzichtet. Selbst wenn ich als Mann meinen 100% Beitrag leisten würde, ist es immer die Frau, die über kurz oder lang unter die Räder gerät. Zudem betrieb ich Jahre lang Extremsport am absoluten Limit. Das wäre mit Familie nicht vertretbar gewesen.
Kommt dazu, dass ich Jahre lang in der Kinder- und Jugendarbeit tätig war und schlicht zu viel gesehen habe. Heute bereise ich beruflich die Schauplätze dieser Welt, und der Blick auf die Situation von Frauen und Kindern ist meist der nackte Wahnsinn. Das prägt!
Interessanter Weise ist meine Freundin jetzt die erste Frau überhaupt, mit der ich mir Kinder und eine Familie vorstellen kann. Das hängt auch damit zusammen, dass ich mir das ökonomisch leisten und beruflich kürzer treten kann und sie vorallem auch eine Persönlichkeit ist, die es alleine schaffen würde. Hinsichtlich Alter trennen uns 14 Jahre. Das ist definitiv nicht das Problem.
    

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5. November 2018 um 16:44
In Antwort auf steinundwasser

Unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Distanz. Und ein Alltag, der es schwierig macht gemeinsame Zeit zu finden. Was sind eure Erfahrungen damit und welche Kompromisse seid ihr bereit einzugehen?
Meiner Frage liegt folgende Situation zu Grunde: Meine bisherigen Beziehungen waren von starker emotionaler Nähe aber von wenig gemeinsamer Zeit geprägt. So war ich stets der Part, der sich über kurz oder lang eingeengt und ausgebremst fühlte. Ich bin definitiv der Typ, mit dem man aufbrechen kann. Ankommen und Nest bauen liegen mir schlecht. Beruflich bin ich selbständig, stark engagiert und über das Jahr gerechnet mehrere Monate im Ausland. Seit zwei Jahren kenne ich nun meine Partnerin, zuerst freundschaftlich, seit einem halben Jahr sind wir zusammen. Sehen wir uns, fehlt definitiv nichts wonach man sich sehnen könnte. Eine starke, gegenseitige Liebe mit viel Tempo, gemeinsamen Interessen und Leidenschaften. Sie ist eine unabhängige Frau, startet beruflich gerade durch, und somit passt es hervorragend, da wir uns beide nicht auf den Füssen stehen. Doch sie möchte später einmal Familie und ist sich unsicher, ob das mit mir und meinem Leben überhaupt vereinbar wäre. Von Beginn weg waren da somit beiderseits Befürchtungen, kaum Zeit und einen gemeinsamen Allltag aufbauen zu können, was jetzt zu Beginn einer ernsthaften Beziehung wichtig wäre. Beide wissen wir voneinanderin, dass wir unsere vorausgegangenen Beziehungen aus eben diesen Gründen beendeten. Nun hängt da in Momenten, wo wir uns vermissen aber keine Zeit füreinander finden, dieses Demokleschwert über uns. Und ich vermute, dass sie das mehr stresst als sie zugibt. Erstmals überhaupt schleichen sich auch bei mir Verlustängste ein, denn das was uns hält und was wir einander geben ist fast zu gut um wahr zu sein. 
Wer kennt das und wie seid ihr damit umgegangen?     

Eine Beziehung zwischen Nähe und Distanz ist wie ein Gummiband auf ständiger Spannung. Meines Erachtens kann es in diesem Konstrukt keine starke emotionale Nähe geben, weil das Gummiband bei zu viel Nähe zurückspringt oder schlimmstenfalls reißt. Das Irrationale dabei ist, dass der eigentliche Wunsch nach Nähe besteht. 

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5. November 2018 um 17:48
In Antwort auf sisteronthefly

Eine Beziehung zwischen Nähe und Distanz ist wie ein Gummiband auf ständiger Spannung. Meines Erachtens kann es in diesem Konstrukt keine starke emotionale Nähe geben, weil das Gummiband bei zu viel Nähe zurückspringt oder schlimmstenfalls reißt. Das Irrationale dabei ist, dass der eigentliche Wunsch nach Nähe besteht. 

Völlig einverstanden. Doch Nähe ist nicht nur etwas körperliches. Miteinander verbunden und füreinander da sein kennt viele Wege und Formen. Und die Distanz hält einem wachsam, schafft Aussenperspektive, erzeugt Begehren, bringt neue Inputs. 

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5. November 2018 um 17:52

Auch wenn es in der Vergangenheit nicht immer allen gefallen hat. Bei mir kann man sich drauf verlassen, dass es zwischen gesagtem und gemeintem keinen Unterschied gibt. Falsche Versprechungen und der Schnellzug im Trubel der Hormone sind nicht mein Ding. Ihr Alter ist 28. 

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5. November 2018 um 19:14

Sorry, aber du bringst da was durcheinandner. Sie ist 28.

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