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Nähe und Distanz

22. Mai 2017 um 18:33

Meine Freundin und ich sind jetzt seit 8 Monaten zusammen. Wir wohnen vom ersten Tag an zusammen, aus mehreren Gründen war es so notwendig und richtig. 
Das ist aber auch nicht unser Problem, mit meiner Ex war ich viele Jahre zusammen und auch da haben wir vom ersten Tag an zusammen gelebt. 

Das größte Problem ist Nähe und Distanz! 
Mir ist klar das jeder seine Freiraum braucht und jeder in anderen Maßen. 
Nur bin ich ein Mensch der Nähe sucht und braucht, sie aber das genaue Gegenteil.
Sie will immer mal wieder alleine feiern gehen, mit Freunden über das Wochenende weg oder auch auch so einfach mal ein paar Tage sich raus nehmen. Ich habe nur selten berufsbedingt am WE frei und wenn ihre Planung auf ein freies WE von mir fällt, habe ich halt Pech gehabt🙄
Sie nimmt nicht so viel Rücksicht auf mich sondern plant ihre Sachen so wie es ihr halt am besten passt! 
Ich bin da ganz anders, ich plane eigentlich immer alles so, das man möglichst viel Zeit gemeinsam hat, was sie überhaupt nicht verstehen kann. 
Klar ist jeder für sich ein eigenständiger Mensch mit eigenen Interessen und Freunden, das verstehe ich auch! Sehe ich das zu verbissen, ist sie zu locker? 
Ich muss dazu sagen dass, das erste Halbe Jahr echt ultra stressig und anstrengend war, aus vielen Gründen die ich nicht weiter erläutern möchte. Das hat aber zu mangelndem Vertrauen meinerseits geführt bis heute, zusätzlich bin ich mir ihren Gefühlen für mich einfach nicht sicher! 
Sie kann über ihre Gefühle nicht reden, zeigt mir zwar das sie mich lieb hat, kann es mir aber nicht sagen oder schreiben. Mal ist Nähe ok und sie sucht sie und Mal ist es ihr zu viel! Sie sagt zwar, das sie mit mir zusammen sein will und eine Zukunft haben möchte mit mir, mehr in die Tiefe gehen tut sie aber nicht! 
Wenn ich sage "ich liebe dich" guckt sie liebt und lächelt meistens. Wenn ich sage "ich habe dich lieb" erwiedert sie es, sie reagiert aber immer nur und agiert nicht! 

Zusammenfassend: 
Ich der Nähemensch, Sie Distanz
Ich Gefühlemensch, Sie eher nicht

Was sind eure Erfahrungen und Ratschläge? Vielen Dank für eure Zeit

Zum Alter möchte ich nichts sagen, sind aber beide zwischen 25-35

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22. Mai 2017 um 19:08
In Antwort auf rengarr

Meine Freundin und ich sind jetzt seit 8 Monaten zusammen. Wir wohnen vom ersten Tag an zusammen, aus mehreren Gründen war es so notwendig und richtig. 
Das ist aber auch nicht unser Problem, mit meiner Ex war ich viele Jahre zusammen und auch da haben wir vom ersten Tag an zusammen gelebt. 

Das größte Problem ist Nähe und Distanz! 
Mir ist klar das jeder seine Freiraum braucht und jeder in anderen Maßen. 
Nur bin ich ein Mensch der Nähe sucht und braucht, sie aber das genaue Gegenteil.
Sie will immer mal wieder alleine feiern gehen, mit Freunden über das Wochenende weg oder auch auch so einfach mal ein paar Tage sich raus nehmen. Ich habe nur selten berufsbedingt am WE frei und wenn ihre Planung auf ein freies WE von mir fällt, habe ich halt Pech gehabt🙄
Sie nimmt nicht so viel Rücksicht auf mich sondern plant ihre Sachen so wie es ihr halt am besten passt! 
Ich bin da ganz anders, ich plane eigentlich immer alles so, das man möglichst viel Zeit gemeinsam hat, was sie überhaupt nicht verstehen kann. 
Klar ist jeder für sich ein eigenständiger Mensch mit eigenen Interessen und Freunden, das verstehe ich auch! Sehe ich das zu verbissen, ist sie zu locker? 
Ich muss dazu sagen dass, das erste Halbe Jahr echt ultra stressig und anstrengend war, aus vielen Gründen die ich nicht weiter erläutern möchte. Das hat aber zu mangelndem Vertrauen meinerseits geführt bis heute, zusätzlich bin ich mir ihren Gefühlen für mich einfach nicht sicher! 
Sie kann über ihre Gefühle nicht reden, zeigt mir zwar das sie mich lieb hat, kann es mir aber nicht sagen oder schreiben. Mal ist Nähe ok und sie sucht sie und Mal ist es ihr zu viel! Sie sagt zwar, das sie mit mir zusammen sein will und eine Zukunft haben möchte mit mir, mehr in die Tiefe gehen tut sie aber nicht! 
Wenn ich sage "ich liebe dich" guckt sie liebt und lächelt meistens. Wenn ich sage "ich habe dich lieb" erwiedert sie es, sie reagiert aber immer nur und agiert nicht! 

Zusammenfassend: 
Ich der Nähemensch, Sie Distanz
Ich Gefühlemensch, Sie eher nicht

Was sind eure Erfahrungen und Ratschläge? Vielen Dank für eure Zeit

Zum Alter möchte ich nichts sagen, sind aber beide zwischen 25-35

Hatte das auch mal so. Und zwar wollte mein Ex auch immer mehr Nähe und eigentlich war es für mich doof, denn ich kam nie dazu ihn zu vermissen. Letztlich haben wir uns ständig gesehen wenn ich mal wir hatte. Habe alles aufgegeben und war aber Mega unglücklich, denn mein distanzbedürfnis hatte absolut nix damit zu tun dass ich weniger liebe, sondern eher damit dass mir das auf der anderen seite Zuviels Forderungen waren. Hätte mein Ex mich auch mal machen lassen, dann hätte ich sicher mehr dieses "vermissen" Gefühl gespürt, aber wenn einer immer nur nörgelt, dann vermisst man eher weniger.

Lässt du evtl mal etwas locker und nimmst dir selbst mal was anderes vor dann reguliert sich das. 

Jemanden dazu fast zwingen ist bei freiheitsliebenden Menschen schwer. Freiheitsliebend ist nicht Gleich untreu übrigens.

meibe Eltern haben mich bspw als Kind extrem eingeschränkt, daher brauche ich einfach das Gefühl nicht eingeengt zu werden. Lässt man mich, dann komme ich von alleine und suche die Nähe 

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22. Mai 2017 um 19:47
In Antwort auf niewieder72

Hatte das auch mal so. Und zwar wollte mein Ex auch immer mehr Nähe und eigentlich war es für mich doof, denn ich kam nie dazu ihn zu vermissen. Letztlich haben wir uns ständig gesehen wenn ich mal wir hatte. Habe alles aufgegeben und war aber Mega unglücklich, denn mein distanzbedürfnis hatte absolut nix damit zu tun dass ich weniger liebe, sondern eher damit dass mir das auf der anderen seite Zuviels Forderungen waren. Hätte mein Ex mich auch mal machen lassen, dann hätte ich sicher mehr dieses "vermissen" Gefühl gespürt, aber wenn einer immer nur nörgelt, dann vermisst man eher weniger.

Lässt du evtl mal etwas locker und nimmst dir selbst mal was anderes vor dann reguliert sich das. 

Jemanden dazu fast zwingen ist bei freiheitsliebenden Menschen schwer. Freiheitsliebend ist nicht Gleich untreu übrigens.

meibe Eltern haben mich bspw als Kind extrem eingeschränkt, daher brauche ich einfach das Gefühl nicht eingeengt zu werden. Lässt man mich, dann komme ich von alleine und suche die Nähe 

Es ist aber nicht gerade leicht damit umzugehen. Mal ist Nähe ok Mal nicht. Warum wird eigentlich von mir verlangt, das ich mich anpassen soll und damit klar kommen muss? Kompromisse finden wäre wohl am fairsten und vernünftigsten.
Muss der Mensch der Nähe sucht dem Freiheitsuchenden also die Freiheit gewähren und der Gefühlswarme dem Gefühlskaltem unterordnen?
Dann geht derjenige kaputt! 
Sich nicht geliebt zu fühlen und sich den Gefühlen seines Partners nicht sicher sein zu können ist grauenvoll!

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22. Mai 2017 um 20:01
In Antwort auf rengarr

Meine Freundin und ich sind jetzt seit 8 Monaten zusammen. Wir wohnen vom ersten Tag an zusammen, aus mehreren Gründen war es so notwendig und richtig. 
Das ist aber auch nicht unser Problem, mit meiner Ex war ich viele Jahre zusammen und auch da haben wir vom ersten Tag an zusammen gelebt. 

Das größte Problem ist Nähe und Distanz! 
Mir ist klar das jeder seine Freiraum braucht und jeder in anderen Maßen. 
Nur bin ich ein Mensch der Nähe sucht und braucht, sie aber das genaue Gegenteil.
Sie will immer mal wieder alleine feiern gehen, mit Freunden über das Wochenende weg oder auch auch so einfach mal ein paar Tage sich raus nehmen. Ich habe nur selten berufsbedingt am WE frei und wenn ihre Planung auf ein freies WE von mir fällt, habe ich halt Pech gehabt🙄
Sie nimmt nicht so viel Rücksicht auf mich sondern plant ihre Sachen so wie es ihr halt am besten passt! 
Ich bin da ganz anders, ich plane eigentlich immer alles so, das man möglichst viel Zeit gemeinsam hat, was sie überhaupt nicht verstehen kann. 
Klar ist jeder für sich ein eigenständiger Mensch mit eigenen Interessen und Freunden, das verstehe ich auch! Sehe ich das zu verbissen, ist sie zu locker? 
Ich muss dazu sagen dass, das erste Halbe Jahr echt ultra stressig und anstrengend war, aus vielen Gründen die ich nicht weiter erläutern möchte. Das hat aber zu mangelndem Vertrauen meinerseits geführt bis heute, zusätzlich bin ich mir ihren Gefühlen für mich einfach nicht sicher! 
Sie kann über ihre Gefühle nicht reden, zeigt mir zwar das sie mich lieb hat, kann es mir aber nicht sagen oder schreiben. Mal ist Nähe ok und sie sucht sie und Mal ist es ihr zu viel! Sie sagt zwar, das sie mit mir zusammen sein will und eine Zukunft haben möchte mit mir, mehr in die Tiefe gehen tut sie aber nicht! 
Wenn ich sage "ich liebe dich" guckt sie liebt und lächelt meistens. Wenn ich sage "ich habe dich lieb" erwiedert sie es, sie reagiert aber immer nur und agiert nicht! 

Zusammenfassend: 
Ich der Nähemensch, Sie Distanz
Ich Gefühlemensch, Sie eher nicht

Was sind eure Erfahrungen und Ratschläge? Vielen Dank für eure Zeit

Zum Alter möchte ich nichts sagen, sind aber beide zwischen 25-35

Das, was du schreibst, ist wirklich spannend, gerade auch, weil du dir in viellerlei Hinsicht die Antworten selber geben könntest. Wichtig scheint mir, dass du an dir und an deinem Beziehunsmodell arbeitest. Auf den Punkt gebracht: Dein Problem ist ausschliesslich die Nähe, nach der du verlangst und die sie dir nicht geben kann.  In diesem Sinne halte ich deine Aussage, dass es notwendig und korrekt war, dass ihr vom ersten Tag an zusammen wohnt, für äusserst problematisch. Offenbar geschieht dier dies nicht zum ersten mal und ich vermute stark, dass sich in deinem Leben eine Geschichte zu wiederholen beginnt. Ist es dir nicht möglich alleine zu leben und mit dir alleine klar zu kommen? Das wäre nämlich die wichtigste Voraussetzung, um mit jemandem zusammen leben zu können. Wieso somit dieser sofortige und absolue Wechsel von einem Nest ins andere? Auf die Länge wirst du deine Freundin nur halten können, wenn du den Raum und die Reibung zulässt, welche einzig und alleine die Distanz geben kann. Wenn sie übrigens näher zu den 25 tendiert, liegt ein unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe und Distanz alleine schon in der Logik des Alters und der damit verbundenen Lebensfreude und Neugier. Beides übrigens muss mit dem Älterwerden nicht verloren gehen. Und es würde in etwas unbeschwerterer Form auch dir gut anstehen. Ob du mit ihrer Offenheit umgehen kannst, musst du für dich alleine und möglichst schnell klären. Baue ihr unter keinen Umständen ein Gefängnis oder schlechtes Gewissen. Das wäre Diebstahl an ihr und der Freiheit, die es in jeder Beziehung und Liebe braucht. 
   

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22. Mai 2017 um 20:15
In Antwort auf steinundwasser

Das, was du schreibst, ist wirklich spannend, gerade auch, weil du dir in viellerlei Hinsicht die Antworten selber geben könntest. Wichtig scheint mir, dass du an dir und an deinem Beziehunsmodell arbeitest. Auf den Punkt gebracht: Dein Problem ist ausschliesslich die Nähe, nach der du verlangst und die sie dir nicht geben kann.  In diesem Sinne halte ich deine Aussage, dass es notwendig und korrekt war, dass ihr vom ersten Tag an zusammen wohnt, für äusserst problematisch. Offenbar geschieht dier dies nicht zum ersten mal und ich vermute stark, dass sich in deinem Leben eine Geschichte zu wiederholen beginnt. Ist es dir nicht möglich alleine zu leben und mit dir alleine klar zu kommen? Das wäre nämlich die wichtigste Voraussetzung, um mit jemandem zusammen leben zu können. Wieso somit dieser sofortige und absolue Wechsel von einem Nest ins andere? Auf die Länge wirst du deine Freundin nur halten können, wenn du den Raum und die Reibung zulässt, welche einzig und alleine die Distanz geben kann. Wenn sie übrigens näher zu den 25 tendiert, liegt ein unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe und Distanz alleine schon in der Logik des Alters und der damit verbundenen Lebensfreude und Neugier. Beides übrigens muss mit dem Älterwerden nicht verloren gehen. Und es würde in etwas unbeschwerterer Form auch dir gut anstehen. Ob du mit ihrer Offenheit umgehen kannst, musst du für dich alleine und möglichst schnell klären. Baue ihr unter keinen Umständen ein Gefängnis oder schlechtes Gewissen. Das wäre Diebstahl an ihr und der Freiheit, die es in jeder Beziehung und Liebe braucht. 
   

Wie ich theoretisch damit umgehen sollte ist mir klar, nur es umzusetzen gestaltet sich schwer. 
Für mich ist das eine absolut neue Situation und Art von Beziehung. 
Es wiederholt sich auch nichts, meine andere Beziehung ging aus einem ganz anderen Grund kaputt und war das genaue Gegenteil von der Beziehung jetzt! 

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22. Mai 2017 um 20:33
In Antwort auf rengarr

Es ist aber nicht gerade leicht damit umzugehen. Mal ist Nähe ok Mal nicht. Warum wird eigentlich von mir verlangt, das ich mich anpassen soll und damit klar kommen muss? Kompromisse finden wäre wohl am fairsten und vernünftigsten.
Muss der Mensch der Nähe sucht dem Freiheitsuchenden also die Freiheit gewähren und der Gefühlswarme dem Gefühlskaltem unterordnen?
Dann geht derjenige kaputt! 
Sich nicht geliebt zu fühlen und sich den Gefühlen seines Partners nicht sicher sein zu können ist grauenvoll!

Nein du MUSST gar nichts...
du kannst es auch unter wir passen einfach nicht zusammen speichern. Fakt ist wer manchmal Zeit für sich braucht der wird nicht glücklich mit jemandem der sie so sehr braucht und andersherum genauso. 

Aber dein Partner ist nicht dafür zuständig, dass du auch mal alleine als keine liebe empfindest oder eben viel Aufmerksamkeit brauchst. 

Ich weiss ja auch nicht wie sehr distanziert deine Freundin ist. Ihr wohnt zusammen und habt ja schon so mehr Zeit als andere zusammen. Aber man hat trotzdem noch Freunde, hobbies und Interessen außerhalb einer Beziehung. Sollte nämlich mal Schluss sein stehst du alleine da - sie nicht denn sie hat noch ihr Leben. 

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22. Mai 2017 um 20:49
In Antwort auf rengarr

Es ist aber nicht gerade leicht damit umzugehen. Mal ist Nähe ok Mal nicht. Warum wird eigentlich von mir verlangt, das ich mich anpassen soll und damit klar kommen muss? Kompromisse finden wäre wohl am fairsten und vernünftigsten.
Muss der Mensch der Nähe sucht dem Freiheitsuchenden also die Freiheit gewähren und der Gefühlswarme dem Gefühlskaltem unterordnen?
Dann geht derjenige kaputt! 
Sich nicht geliebt zu fühlen und sich den Gefühlen seines Partners nicht sicher sein zu können ist grauenvoll!

Wenn Beziehung auf gegenseitiger Liebe und Wertschätzung gelingen soll, braucht es bei beiden ein ähnliche Einstellung zu Nähe und Distanz. Ansonsten, du schreibst es selber, fühlt man sich nicht geliebt und geht dabei kaputt. Wobei das dann durchaus beide betrifft.
Um herauszufinden, ob es passt, sollte man sich kennen lernen. Das bedarf der Zeit,  immer wieder auch mit sich selbst. Nach acht Monaten, und vom ersten Tag weg in gemeinsamen Räumen, kann dies nur schwer gelingen. Grauenvoll ist doch, dass vermutlich längst schon ihr beide unter ein und der selben Situation leidet. Einfach aus unterschiedlichen Perspektiven.  
  

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23. Mai 2017 um 23:17

Ich will dir nicht die hoffnung nehmen, aber ich glaube nicht, dass ihr langfristig miteinander glücklich werdet. Es gibt bei der Frage nach nähe und distanz kein richtig oder falsch, sondern nur verschiedene Bedürfnisse und wenn diese zu unterschiedlich sind, ist immer mindestens einer unzufrieden. Das merkst du ja selbst. Du führst gefühlt einen ständigen kampf um zeit mit ihr. Es läuft nicht einfach entspannt vor sich hin.

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24. Mai 2017 um 8:32

Ich würde an deiner Stelle komplett verrückt werden. Ich finde es ja komplett normal, dass der Partner nicht der einzige Lebensinhalt ist, aber dass sie nichtmal ein Wochenende für euch freihält oder dir sagen kann, wie sehr sich dich mag, wäre ein absolutes No-Go für mich. Sowas macht man doch mit mit 17 mit, aber mit 30 fühle ich mich persönlich zu alt für Freigeister mit Bindungsängsten (was sie für mich ist, gerade auch mit diesem Komplex nicht sagen zu können, dass sie dich liebt).
Eure Persönlichkeiten passen einfach nicht zusammen. Mit einer Frau,die ein ähnliches Nähebedürfnis hat wie du, wärst du generell sehr viel glücklicher.

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24. Mai 2017 um 11:11
In Antwort auf rengarr

Meine Freundin und ich sind jetzt seit 8 Monaten zusammen. Wir wohnen vom ersten Tag an zusammen, aus mehreren Gründen war es so notwendig und richtig. 
Das ist aber auch nicht unser Problem, mit meiner Ex war ich viele Jahre zusammen und auch da haben wir vom ersten Tag an zusammen gelebt. 

Das größte Problem ist Nähe und Distanz! 
Mir ist klar das jeder seine Freiraum braucht und jeder in anderen Maßen. 
Nur bin ich ein Mensch der Nähe sucht und braucht, sie aber das genaue Gegenteil.
Sie will immer mal wieder alleine feiern gehen, mit Freunden über das Wochenende weg oder auch auch so einfach mal ein paar Tage sich raus nehmen. Ich habe nur selten berufsbedingt am WE frei und wenn ihre Planung auf ein freies WE von mir fällt, habe ich halt Pech gehabt🙄
Sie nimmt nicht so viel Rücksicht auf mich sondern plant ihre Sachen so wie es ihr halt am besten passt! 
Ich bin da ganz anders, ich plane eigentlich immer alles so, das man möglichst viel Zeit gemeinsam hat, was sie überhaupt nicht verstehen kann. 
Klar ist jeder für sich ein eigenständiger Mensch mit eigenen Interessen und Freunden, das verstehe ich auch! Sehe ich das zu verbissen, ist sie zu locker? 
Ich muss dazu sagen dass, das erste Halbe Jahr echt ultra stressig und anstrengend war, aus vielen Gründen die ich nicht weiter erläutern möchte. Das hat aber zu mangelndem Vertrauen meinerseits geführt bis heute, zusätzlich bin ich mir ihren Gefühlen für mich einfach nicht sicher! 
Sie kann über ihre Gefühle nicht reden, zeigt mir zwar das sie mich lieb hat, kann es mir aber nicht sagen oder schreiben. Mal ist Nähe ok und sie sucht sie und Mal ist es ihr zu viel! Sie sagt zwar, das sie mit mir zusammen sein will und eine Zukunft haben möchte mit mir, mehr in die Tiefe gehen tut sie aber nicht! 
Wenn ich sage "ich liebe dich" guckt sie liebt und lächelt meistens. Wenn ich sage "ich habe dich lieb" erwiedert sie es, sie reagiert aber immer nur und agiert nicht! 

Zusammenfassend: 
Ich der Nähemensch, Sie Distanz
Ich Gefühlemensch, Sie eher nicht

Was sind eure Erfahrungen und Ratschläge? Vielen Dank für eure Zeit

Zum Alter möchte ich nichts sagen, sind aber beide zwischen 25-35

wie meine Erfahrung ist? Dass eine Beziehung nicht funktionieren kann und wird, wenn das zu weit auseinander geht.
Mal ein paar Differenzen kann man mit Kompromissen lösen.
Aber wenn es zu weit auseinander geht, werden auch mit Komprimissen immer beide ständig unzufrieden sein. Das kann man über ein paar Monate überbrücken, aber steter Tropfen...

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24. Mai 2017 um 11:16
In Antwort auf rengarr

Es ist aber nicht gerade leicht damit umzugehen. Mal ist Nähe ok Mal nicht. Warum wird eigentlich von mir verlangt, das ich mich anpassen soll und damit klar kommen muss? Kompromisse finden wäre wohl am fairsten und vernünftigsten.
Muss der Mensch der Nähe sucht dem Freiheitsuchenden also die Freiheit gewähren und der Gefühlswarme dem Gefühlskaltem unterordnen?
Dann geht derjenige kaputt! 
Sich nicht geliebt zu fühlen und sich den Gefühlen seines Partners nicht sicher sein zu können ist grauenvoll!

welche Kompromisse?

Was meinst könnte es - auch nur rein theoretisch - für Kompromisse geben?
So wie Du Euch beide beschreibst, wird es bei JEDEM denkbaren Kompromiss so sein, dass Du Dich "zur Seite gedrängt" fühlst UND sie sich dennoch "gegängelt / eingeschränkt".

Es verlangt niemand, dass Du Dich anpassen musst - Du kannst das aber genauso wenig verlangen.

Dass man sich liebt allein reicht nun einmal nicht aus, um Beziehungen führen zu können - man muss auch grundsätzlich kompatibel sein - und nach Deiner Beschreibung sehe ich das bei Euch leider nicht.

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24. Mai 2017 um 11:21
In Antwort auf rengarr

Es ist aber nicht gerade leicht damit umzugehen. Mal ist Nähe ok Mal nicht. Warum wird eigentlich von mir verlangt, das ich mich anpassen soll und damit klar kommen muss? Kompromisse finden wäre wohl am fairsten und vernünftigsten.
Muss der Mensch der Nähe sucht dem Freiheitsuchenden also die Freiheit gewähren und der Gefühlswarme dem Gefühlskaltem unterordnen?
Dann geht derjenige kaputt! 
Sich nicht geliebt zu fühlen und sich den Gefühlen seines Partners nicht sicher sein zu können ist grauenvoll!

P.S.

was sagt sie dazu? Es würde mich nicht wundern, wenn sie genau das gleiche Gefühl hat, dass sie sich anpassen und damit klar kommen muss. Nur ist das, was für sie "viel" ist, was sie schon tut, für Dich so wenig, dass Du es kaum oder gar nicht wahrnimmst - und umgekehrt genau so.
Deswegen mein Standpunkt, es GIBT in Eurem Falle keine möglichen "Kompromisse".

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