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Nähe und Distanz - Ambivalenz in der neuen Liebe

29. April um 8:45

Ich bitte euch um eine Meinung, bzw. Einschätzung der Situation.

Ich bin 41, habe eine Beziehung mit zwei Kindern vor drei Monaten beendet. Wir sind nicht verheiratet. Ich habe eine kleine Wohnung für mich angemietet. Lebensmittelpunkt der Kinder ist unsere gemeinsame Wohnung, in der ich viel Zeit mit den Kindern verbringe. Abends gehe ich dann rüber in meine Wohnung, die um die Ecke liegt. Wir verstehen uns gut. Wir haben uns einfach auseianndergelebt. Diese Beziehung ist auch nicht Gegestand meiner Frage.

Vor zwei Monaten, also in der Phase der Trennung, habe ich dann ganz unverhofft einen Mann kennengelernt. Er hat mir eine Freundschaftsanfrage geschickt. Das hat er, wie er sagt, noch nie gemacht. Er fand mich einfach interessant und hat mich aus einem Impuls heraus kontaktiert. Ich selbst nehme nie fremde Freundschaftsanfragen an. Und dennoch habe ich auf diese geantwortet. Im Nachhinein sind wir beide erstaunt über diese zufällige Begegnung.

Er ist etwas älter, 48 und hat eine Tochter aus einer langen Beziehung, mit der er freundschaftlich verbunden ist. Seine letzte (eine andere) Beziehung ist zwei Jahre her. Er wurde verlassen, von einem Tag auf den anderen. Sie hatten noch über Kinder gesprochen, sind zusammen in eine gemeinsame Wohnung gezogen, er hat sie mit seiner Tochter bekannt gemacht, ein Kinderzimmer für sie eingerichtet. Und plötzlich, sehr unerwartet hat sie ihn rausgeworfen, innerhalb einer Woche.
Die ganze Beziehung muss schon sehr anstrengend gewesen sein. Im Nachhinein hat er dann etwas über Boderline-Störung gelesen und es fiel im wohl wie Schuppen von den Augen. Diese Beziehung hat ihn schlimm mitgenommen. Er hat unter dieser Trennung gelitten. Hat sich in Beratung gegeben, die er immernoch macht, um diesen Bruch zu verarbeiten. Seitdem gab es zwar Frauen, aber keine mehr, die seinen Kern berührte, wie er sagt.
Es ergab sich ein Austausch. Wir fanden uns interessant und wechselten nach ein paar Tagen Telefonnummern aus. Danach ergab sich bis heute, also seit zwei Monaten ein täglicher schriftlicher Kontakt und sieben gemeinsame Treffen.

Zuerst war der Kontakt nur schriftlich, aber sehr intensiv, weit weg von oberflächlichen Nachrichten. Ein Austausch über das Leben, die Liebe und unseren Alltag. Irgendwann wollten wir uns dann treffen.
Man weiß ja selbst wie schnell man beim Schreiben zur Projektion neigt. Das wollten wir verhindern. Wir trafen uns nach zwei Wochen und kamen uns näher. Sowohl er als auch ich waren überrascht, wie schnell wir uns nahe waren. Wie leicht es war. Wir wollten uns unbedingt wiedersehen.
Wir sahen uns dann aber fast zwei Wochen nicht, weil wir beide beruflich verreisen mussten. In dieser Zeit schrieben wir uns täglich, wir begleiteten uns in unserem Alltag, hatten Sehnsucht, freuten uns auf ein nächstes Treffen, zählten gemeinsam die Tage bis zum Wiedersehen.
Vor diesem Treffen fühlte ich Freude und Angst, denn auch hier wusste ich nicht, ob man sich eher in den Wunsch der Nähe oder wirklich in die Person verliebt hatte. An diesem Abend erzählte er mir von dieser letzten Beziehung. Er sagte im Anschluss, ich wäre die erste Frau, die es geschafft hat, an seinem Kern zu kratzen. Er fühle sich so wohl bei mir, entspannt, es wäre unglaublich.
Ich übernachtete bei ihm. Wir wollten uns drei Tage später wieder treffen.
Nach unserem zweiten Treffen veränderte sich aber plötzlich die Art seiner Kommunikation, er schrieb mir zwar immernoch direkt am Morgen, aber seine Worte waren distanziert. Ich fragte ihn am Nachmittag vor unserer Verbaredung, ob alles in Ordnung sei. So distanziert kannte ich ihn bisher nicht.
Er schrieb zurück, dass ich das mit uns lockerer sehen solle. Ich solle mich nicht verunsichern lassen. Nach Gefühlsexplosionen brauche er immer etwas Zeit um sich zu sortieren.
Ich nahm das einfach so erstmal hin und wir sahen uns. Es wurde ein langer Abend mit schönen Gesprächen und wieder übernachtete ich bei ihm. Wir schliefen eng umschlungen, waren uns sehr nah. Er suchte jeden möglichen Kontakt mit mir.
Aber auch nach diesem Treffen war unsere Kommunikation eine andere.
Es passte nicht zusammen, er meldete sich von sich aus täglich, fragte, wie ich geschlafen habe, wie es mir ging, immer interessiert, aber diese emotionale Öffnung in seinen Nachrichten konnte ich nicht mehr spüren. Ich hatte den Eindruck, seine Kopfmühle war seit dem 2. Treffen angesprungen.
Wir trafen uns noch ein Mal, allerdings nur kurz, ich hatte in der Woche kaum Zeit. Er war dann eineinhalb Wochen beruflich unterwegs. In dieser Zeit hatten wieder täglich schriftlicher Kontakt.
Wir sahen uns dann, als er wieder zurück war. Er schrieb mir, dass er sich freut. Küsste mich direkt als wir uns sahen. In der Bar suchte er meinen Körperkontakt, küsste mich auch hier öffentlich. Ich spürte, dass er sich über uns freute. Wir gingen Arm in Arm in meine Wohnung. Immer wieder sagte er, wie überrascht er über diese Geschichte sei, dass wir uns so gefunden haben. Sexuell war es fantastisch und auch danach war es eng, liebevoll.
Wir gingen am nächsten Morgen zusammen Kaffee trinken, er küsste mich auf der Straße beim Abschied und sagte: „Es war schön mit dir.“
Danach ging er allerdings wieder auf Distanz, Kontakt hielt er, auch von sich aus. Ich fokussierte das nicht, weil ich wusste, dass er Zeit und Raum brauchte. Aber ich spürte eine Ambivalenz in ihm. Nähe und Distanz. Manchmal war es für mich schweirig, weil ich das Gefühl hatte, er lässt mich nicht richtig an sich ran. Irgendwann schreib ich ihn dann an, denn ich fand, dass ich ein recht auf Klarheit habe. Ich lasse ihn genauso Anteil an meinen gefühlen zu ihm haben. Er weiß, dass ich etwas für ihn empfinde. Ich fragte ihn also, ob er mir sein Nähe-Distanz-Thema erklären könnte, mit dem er sich beschäftigt. Ich spürte dieses Gefühl und wusste den Hintergund nicht, ich brauchte eine Antwort, ob es mit mir als Mensch oder mit seiner Situation zu tun hat. Er schrieb, dass es ohne Gefühl bei ihm nicht geht, dass er die Momente mit mir genießt, aber dass er gerade nicht mehr dazu sagen könne.
Wieder ambivalent, eher unverbindlich.

Wir sahen uns letzten Freitag wieder. Am Tag davor war er beruflich unterwegs. Ich war an dem Abend auch noch unterwegs, da schrieb er mich an, dass er gerade bei mir am Bahnhof sei und auf den Rückweg nach Hause. Als ich ihm schrieb, dass ich noch wach sei, fragte er mich, ob er zum kuscheln und schlafen zu mir kommen könnte. Ich willigte ein. Damit hatte ich nicht gerechnet und freute mich. Er kam zu mir, wir lagen beieinander, küssten uns, kuschelten und schliefen zusammen ein.
Am nächsten Tag sahen wir uns abends wieder und hier sagte er mir, dass er es unglaublich finde, dass wir nun zwei Tage hintereinander miteinander verbracht hätten, das wäre ihm in den letzten zwei Jahren noch nie passiert. Die Art der Begegnung mit mir wäre wie in einem Film.
Wir gingen zusammen raus, wir gingen zusammen essen, tranken zusammen, küssten und und fielen dann zusammen ins Bett. Er müsste am nächsten Tag früh raus, weil er seine Tochter hatte. Wir tranken einen Kaffe zusammen und wieder spürte ich diese plötzlich aufsteigende Distanz zwischen uns. Bei der Verbschiedung sagte er, „Bis Bald“ und schob die Frage hinterher „Sehen wir uns nochmal wieder?“
Ich antworte ihm, ich hoffe doch. Gut sagte er und ging.

Das wirkte nach. Wir hatten zwei Tage hintereinander geshehen, schrieben uns täglich und er fragte mich wirklich noch, ob wir uns wiedersehen? War es wirklich für ihn noch so unverbindlich? Hatte ich mir da was eingebildet? Ich war enttäuscht, dass nach zwei Monaten täglicher Kontakt und vielen Treffen so eine Frage noch gestellt werden musste.
Ich schrieb ihn also gestern an, womit ich mich beschäftige, ob das wirklich noch eine Frage war, die relevant für ihn ist. Das ich Verständnis für seine Situation habe, aber auch für meine und das diese Indifferenz mir auf meine Motivation schlägt.
Er antwortete, dass das ein Witz gewesen sei. (Was ich ihm übrigens nicht glaube, ich bin ein sehr ironischer Mensch, das hätte ich verstanden).
Aber dann schrieb er, er genieße die Zeit mit mir, er wäre immer sehr entspannt, er wüsste aber selbst nicht genau, wo er stehe und damit würde es ihm nicht immer gut gehen. An mir liege es nicht. Er findet ich bin eine tolle Frau, nicht nur wegen meines Körpers. Er genießt die Zeit mit mir. Woran es liege, könne er selbst nicht sagen, vielleicht hat es noch mit 2016 zu tun (die Trennung von seiner letzten Beziehung), er könne gerade keine hohe emotionalen Erwartungen erfüllen. Ich hätte gerade den Schritt gemacht (damit meint er meine Trennung) zu meinen Bedürfnissen zu stehen. Wenn er diesen nicht komplett entsprechen kann, wäre es mein Recht mehr zu verlangen, als er geben könne...
Ich war froh, dass er endlich sagte, womit er sich beschäftigte, weil ich genau diese Ambivalenz gespürt habe und noch spüre.

Meine Frage, wie schätzt ihr das ein? Ist das ein typsicher Fall von Beziehungsangst aufgrund seiner letzten Beziehung? Wenn ich etwas darüber lese, sehen die Aussichten nicht sehr gut aus, dass sich das in etwas engeres und eine für mich zufriedenstellenden Verbindung wandelt.
Ich bin selbst in einer besonderen Situation, ich kann auch nicht sagen, wohin das führt. Aber ich kann ein Ja zum Jetzt und Hier formulieren. Möchte aber auch nicht in eine Sache geraten, die mich total aufreibt. Ich bin nicht masochistisch veranlagt. Insofern muss ich mich nun entscheiden, wie weit ich da emotional einsteigen will. Dafür brauche ich einen Außenblick. Wie wirkt dieser Mann und diese gemeinsame Verbindung auf euch? Das wäre sehr hilfreich für mich.


Liebe Grüße und danke für's lesen!!!
 

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29. April um 8:52

Leider habe ich meinen Beitrag versehentlich doppelt eingestellt. Ich bitte also, diesen hier zu löschen.
Liebe Grüße!

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29. April um 9:34

er mag dich... hat eine schöne Zeit mit dir.... du bist aber nicht die Frau die er für eine Beziehung sucht

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29. April um 9:43

Das hatte ich befürchtet... Es wäre dann wohl an der Zeit mich emotional zu verabschieden... das hatte ich bereits schon vor, mich hat diese Suche von ihm nach täglichen Kontakt mit mir davon abgehalten...jeden Tag kommen Nachrichten, wie ich mich fühle, wie es mir geht, ob ich gut geschlafen habe....Aber du hast wohl recht...Danke für deine klaren Worte. 

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29. April um 10:04

Mir scheint das bei ihm nicht Beziehungsangst aufgrund seiner letzten Trennung zu sein.

Das Ganze klingt eher nach einer grundlegenderen Problematik im Umgang mit den eigenen Gefühlen. Es geht in Richtung von Borderline Mustern. Eine Diagnose aus der Ferne ist aber nicht sinnvoll.

Die entscheidende Frage ist, ob er selbst Problembewusstsein besitzt, für sich professionelle Hilfe in Anspruch nimmt und Verantwortung für sein Verhalten trägt. Dann ist Beziehung möglich. Auch dann ist Beziehung schwierig. Ob du Beziehung unter diesen Voraussetzungen willst, ist allein deine Entscheidung. Eine emotionale Achterbahn wird das allemal.

Das würde ich ansprechen und versuchen zu klären. Wenn er bereit ist, darüber zu kommunizieren und auch dafür sorgt, dass er ihn gute Bedingungen zur Kommunikation hat, dann geht das. Wenn er nur blockt, kannst du ihm diese Veratwortung nicht abnehmen. Dann ist es zu einseitig und aussichtslos.

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29. April um 11:20



Ich danke dir sehr für deine Antwort. Das hilft mir sehr! Über das, was du schreibst, habe ich auch schon nachgedacht. Ich weiß, dass eine Beziehung mit einem Borderliner (in den Fall die Frau seiner letzten Beziehung) auch auf die eigene Wahrnehmung und Gefühlswelt abfärben kann... Wieviel er an Verhaltensmuster übernommen hat, kann ich nicht sagen...Beziehungstauglich scheint er grundsätzlich zu sein. Die Beziehung, aus der seine Tochter kommt, hielt neun Jahre. Die Beziehung mit der Borderlinerin sogar 2 1/2 Jahre. Er lässt sich beraten, ein Mal im Monat hat er einen Termin bei einem Psychologen. Er wirkt sehr reflektiert, hat viel aufgearbeitet, auch die Probleme in seiner Familie, in der er es nicht leicht hatte...Er hat viel mit mir darüber gesprochen und ja, um diese Entscheidung geht es bei mir. Ich kann eine Zeit lang diese Ambivalenz aushalten, wenn ich eine Richtung spüre, in der etwas wachsen kann, aber ich habe nicht das Bedürfnis ihn zu “retten“ und mich in diese Achterbahn zu begeben, dafür reichen meine Ressourcen nicht. Ich habe zwei Kinder, die eine gesunde Mutter brauchen. Ich habe ihm geschrieben, dass ich gerade nicht die Erwartung habe, dass er sich für oder gegen eine Beziehung entscheiden muss, wohl aber,  dass es für mich gerade durch seine ambivalenten Gefühle offen und transparent in der Kommunikation sein muss. Auch ich kann gerade keine großen Erwartungen erfüllen, bin ich doch gerade selbst aus einer langjährigen Beziehung gekommen. Nur geht es aber um echte Begegnung und dazu kann ich zum jetzigen Zeitpunkt ein ja sagen. Was daraus wird, kann niemand vorhersagen...Er schrieb zurück, dass er mit dieser Entscheidung leben kann. Ich bin in einer besonderen Situstion und er in seiner... Ich werde mich jetzt erstmal nicht bei ihn melden. Nicht aus Taktik, sondern weil ich selbst “runterkommen“ muss. Ich muss sehen, was das mit mir und mit ihm macht. Bis jetzt hat er sich noch nicht gemeldet. Vielleicht muss es auch erstmal bei ihm klarer werden... Ich weiß aber auch, dass es meine Entscheidung sein wird. Er wird voraussichtlich keine treffen...

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29. April um 11:39
In Antwort auf marilene



Ich danke dir sehr für deine Antwort. Das hilft mir sehr! Über das, was du schreibst, habe ich auch schon nachgedacht. Ich weiß, dass eine Beziehung mit einem Borderliner (in den Fall die Frau seiner letzten Beziehung) auch auf die eigene Wahrnehmung und Gefühlswelt abfärben kann... Wieviel er an Verhaltensmuster übernommen hat, kann ich nicht sagen...Beziehungstauglich scheint er grundsätzlich zu sein. Die Beziehung, aus der seine Tochter kommt, hielt neun Jahre. Die Beziehung mit der Borderlinerin sogar 2 1/2 Jahre. Er lässt sich beraten, ein Mal im Monat hat er einen Termin bei einem Psychologen. Er wirkt sehr reflektiert, hat viel aufgearbeitet, auch die Probleme in seiner Familie, in der er es nicht leicht hatte...Er hat viel mit mir darüber gesprochen und ja, um diese Entscheidung geht es bei mir. Ich kann eine Zeit lang diese Ambivalenz aushalten, wenn ich eine Richtung spüre, in der etwas wachsen kann, aber ich habe nicht das Bedürfnis ihn zu “retten“ und mich in diese Achterbahn zu begeben, dafür reichen meine Ressourcen nicht. Ich habe zwei Kinder, die eine gesunde Mutter brauchen. Ich habe ihm geschrieben, dass ich gerade nicht die Erwartung habe, dass er sich für oder gegen eine Beziehung entscheiden muss, wohl aber,  dass es für mich gerade durch seine ambivalenten Gefühle offen und transparent in der Kommunikation sein muss. Auch ich kann gerade keine großen Erwartungen erfüllen, bin ich doch gerade selbst aus einer langjährigen Beziehung gekommen. Nur geht es aber um echte Begegnung und dazu kann ich zum jetzigen Zeitpunkt ein ja sagen. Was daraus wird, kann niemand vorhersagen...Er schrieb zurück, dass er mit dieser Entscheidung leben kann. Ich bin in einer besonderen Situstion und er in seiner... Ich werde mich jetzt erstmal nicht bei ihn melden. Nicht aus Taktik, sondern weil ich selbst “runterkommen“ muss. Ich muss sehen, was das mit mir und mit ihm macht. Bis jetzt hat er sich noch nicht gemeldet. Vielleicht muss es auch erstmal bei ihm klarer werden... Ich weiß aber auch, dass es meine Entscheidung sein wird. Er wird voraussichtlich keine treffen...

Hallo Marilene,

das klingt schon einmal gut reflektiert und überlegt von deiner Seite. Ich wünsche dir alles Gute.

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29. April um 11:58
In Antwort auf claudia0083

er mag dich... hat eine schöne Zeit mit dir.... du bist aber nicht die Frau die er für eine Beziehung sucht

Warum sollte er sie nicht, als richtige Frau und zwar die eine für ihn sein?Ich finde sowas immer sehr oberflächlich. Sie ist schon die eine für ihn, aber irgendwas hindert ihn das er noch mehr bereit ist auf sie zuzugehen.Es wird sichtlich in der Vergangenheit so einiges gewesen sein, was noch im Argen liegt.Denn, er verhält sich so.Und durch die Vergangenheit sind Menschen geprägt ,der eine kann es gut aufarbeiten und ein anderer wird ewig Ängste haben das sich das wiederholt, was er erlebt hat.Aber, trotzdem gibt es eine Chance bei den beiden.Vielleicht ist ihm ,aber auch der sehr gute Kontakt zum Ex (TE)ein rotes Tuch.Auch wenn man zusammen Kinder hat muss man nicht andauernd mit dem Ex zusammenhängen.Das kann ein guter Grund sein warum der neue sich so ausbremst.Kann ,aber muss nicht sein.

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29. April um 14:02
In Antwort auf firerball

Warum sollte er sie nicht, als richtige Frau und zwar die eine für ihn sein?Ich finde sowas immer sehr oberflächlich. Sie ist schon die eine für ihn, aber irgendwas hindert ihn das er noch mehr bereit ist auf sie zuzugehen.Es wird sichtlich in der Vergangenheit so einiges gewesen sein, was noch im Argen liegt.Denn, er verhält sich so.Und durch die Vergangenheit sind Menschen geprägt ,der eine kann es gut aufarbeiten und ein anderer wird ewig Ängste haben das sich das wiederholt, was er erlebt hat.Aber, trotzdem gibt es eine Chance bei den beiden.Vielleicht ist ihm ,aber auch der sehr gute Kontakt zum Ex (TE)ein rotes Tuch.Auch wenn man zusammen Kinder hat muss man nicht andauernd mit dem Ex zusammenhängen.Das kann ein guter Grund sein warum der neue sich so ausbremst.Kann ,aber muss nicht sein.

Danke nochmal für eure Antworten. Dass er mit der Beziehung zu meinem Ex-Freund ein Problem hat, bzw. sich deshalb distanziert, kann ich eigentlich ausschließen. Wir haben viel darüber gesprochen, er weiß, dass ich nur noch Freundschaft empfinde. Und er lebt ja selbst in einer freundschaftlichen Beziehung zu seiner Freundin, mit der er ein Kind hat. Puh, ich merke gerade, dass es ganz schön weh tut. Vor allem, weil mit tatsächlich die Hände gebunden sind. Sein Problem kann ich nicht lösen... Verstand und Bauch sagen mir, dass es besser ist, damit abzuschließen. Das Herz spricht eine andere Sprache... es vermisst ihn....

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29. April um 14:39

Es ist auch deshalb so schwierig, weil ich nicht einschätzen kann, ob seine Aussage: “Im Moment kann ich keinen großen emotionalen Erwartungen gerecht werden-ich weiß selbst nicht warum-das hat nichts mit dir zu tun...“ , ein Herausreden ist, um die Verletzung möglichst klein zu halten, oder ob noch Luft nach oben besteht... Ich bin kein Freund von Textanalysen, weiß aber, dass er seine Worte immer sehr bewusst wählt. 

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29. April um 14:40
In Antwort auf marilene

Danke nochmal für eure Antworten. Dass er mit der Beziehung zu meinem Ex-Freund ein Problem hat, bzw. sich deshalb distanziert, kann ich eigentlich ausschließen. Wir haben viel darüber gesprochen, er weiß, dass ich nur noch Freundschaft empfinde. Und er lebt ja selbst in einer freundschaftlichen Beziehung zu seiner Freundin, mit der er ein Kind hat. Puh, ich merke gerade, dass es ganz schön weh tut. Vor allem, weil mit tatsächlich die Hände gebunden sind. Sein Problem kann ich nicht lösen... Verstand und Bauch sagen mir, dass es besser ist, damit abzuschließen. Das Herz spricht eine andere Sprache... es vermisst ihn....

Aufs Herz zu hören ist aber oft die beste Entscheidung! Es hört sich doch vielversprechend an, aber vergangene problematische Beziehungen wirken eben lange nach und die Knoten lösen sich nicht von jetzt auf gleich. Ihr seid ja erst kurz zusammen, ich würde ihm Zeit geben und nicht so drängen, wenn du das aushalten kannst. Ihm die Pistole auf die Brust zu setzen, ist wahrscheinlich nicht der richtige Weg, könnte ihn unnötig weiter weg treiben. 
Wenn du ihn ermutigst über seine Gefühle zu sprechen, ohne ihn aber dazu zu drängen, könnte ihm das helfen, sich zu entspannen und damit auseinander zu setzen. 

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29. April um 15:23
In Antwort auf aasha108

Aufs Herz zu hören ist aber oft die beste Entscheidung! Es hört sich doch vielversprechend an, aber vergangene problematische Beziehungen wirken eben lange nach und die Knoten lösen sich nicht von jetzt auf gleich. Ihr seid ja erst kurz zusammen, ich würde ihm Zeit geben und nicht so drängen, wenn du das aushalten kannst. Ihm die Pistole auf die Brust zu setzen, ist wahrscheinlich nicht der richtige Weg, könnte ihn unnötig weiter weg treiben. 
Wenn du ihn ermutigst über seine Gefühle zu sprechen, ohne ihn aber dazu zu drängen, könnte ihm das helfen, sich zu entspannen und damit auseinander zu setzen. 

Ja, ich denke eine Weile kann ich mich noch darauf einlassen, auch weil die Zeit zusammen immer schön ist. Er fasst mich gerne an, sucht meine Nähe, er geht gerne mit mir in die Öffentlichkeit, nimmt mich in den Arm, er versteckt uns nicht. Wir sind entspannt zusammen. Er sagt oft, wie überrascht er darüber ist. Mit unserem Austausch gestern ist vielleicht auch der erste Schritt gemacht, darüber ins Gespräch zu kommen. Er hat gestern das erste Mal versucht, sich zu erklären.Vielleicht sollte ich mir ein eigenes Zeitfenster setzen. In dieser Zeit lass ich es laufen, beobachte mich, wie ich mich mit ihm fühle. Sollte es dann weiterhin stagnieren, muss ich mich dann irgendwann selbst schützen...

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29. April um 15:26
In Antwort auf marilene



Ich danke dir sehr für deine Antwort. Das hilft mir sehr! Über das, was du schreibst, habe ich auch schon nachgedacht. Ich weiß, dass eine Beziehung mit einem Borderliner (in den Fall die Frau seiner letzten Beziehung) auch auf die eigene Wahrnehmung und Gefühlswelt abfärben kann... Wieviel er an Verhaltensmuster übernommen hat, kann ich nicht sagen...Beziehungstauglich scheint er grundsätzlich zu sein. Die Beziehung, aus der seine Tochter kommt, hielt neun Jahre. Die Beziehung mit der Borderlinerin sogar 2 1/2 Jahre. Er lässt sich beraten, ein Mal im Monat hat er einen Termin bei einem Psychologen. Er wirkt sehr reflektiert, hat viel aufgearbeitet, auch die Probleme in seiner Familie, in der er es nicht leicht hatte...Er hat viel mit mir darüber gesprochen und ja, um diese Entscheidung geht es bei mir. Ich kann eine Zeit lang diese Ambivalenz aushalten, wenn ich eine Richtung spüre, in der etwas wachsen kann, aber ich habe nicht das Bedürfnis ihn zu “retten“ und mich in diese Achterbahn zu begeben, dafür reichen meine Ressourcen nicht. Ich habe zwei Kinder, die eine gesunde Mutter brauchen. Ich habe ihm geschrieben, dass ich gerade nicht die Erwartung habe, dass er sich für oder gegen eine Beziehung entscheiden muss, wohl aber,  dass es für mich gerade durch seine ambivalenten Gefühle offen und transparent in der Kommunikation sein muss. Auch ich kann gerade keine großen Erwartungen erfüllen, bin ich doch gerade selbst aus einer langjährigen Beziehung gekommen. Nur geht es aber um echte Begegnung und dazu kann ich zum jetzigen Zeitpunkt ein ja sagen. Was daraus wird, kann niemand vorhersagen...Er schrieb zurück, dass er mit dieser Entscheidung leben kann. Ich bin in einer besonderen Situstion und er in seiner... Ich werde mich jetzt erstmal nicht bei ihn melden. Nicht aus Taktik, sondern weil ich selbst “runterkommen“ muss. Ich muss sehen, was das mit mir und mit ihm macht. Bis jetzt hat er sich noch nicht gemeldet. Vielleicht muss es auch erstmal bei ihm klarer werden... Ich weiß aber auch, dass es meine Entscheidung sein wird. Er wird voraussichtlich keine treffen...

Ich wäre vorsichtig mit der Diagnose Borderline, denn das ist eine schwerwiegende Erkrankung, die für gewöhnlich ein Arzt und nicht der Ex diagnostiziert. Das ist jetzt, wie alles andere, zwar nur im spekulativen Bereich angesiedelt, aber es wäre ja ebenso gut möglich, dass er für das Scheitern der Beziehung (mit)verantwortlich ist, und eine Erkrankung verschiebt, um sich nicht damit auseinander setzen zu müssen.

Was würdest du dir von ihm denn konkret erwarten

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29. April um 15:53

Das kann natürlich sein und er erhebt den Anspruch nicht darauf. Ich habe mich beruflich selbst schon mit dieser Erkrankung auseinandergesetzt und alles was er aus dieser Beziehung erzählt, hört dich stark danach an. Großes Thema ist Nähe und Distanz, erst wird man auf Wolke 7 gehoben um dann knallhart fallen gelassen zu werden. Der Partner wird zum petslnlichen Gott erhoben und dann wieder vom Thron zu gezerrt...Ein Auf und Ab.... Langweilig ist es in solchen Beziehungen nicht, deshalb halten viele auch so lange aus. Aber es wird extrem gefordert, meist verlieren die Partner in solchen Beziehungen ihre Kontur und geben mehr als gesund ist. Sie hat auch wohl als sie getrennt waren, alle paar Monate den Kontakt wieder gesucht, ist an Plätzen erschienen, wo sie wusste, dass er sich dort aufhält, ohne aber ein Gespräch zu suchen. Er hat sich direkt nach der Trennung in Beratung gegeben,um das aufzuarbeiten. Dabei fiel wohl auch von dem Psychlogen der Begriff... So oder so muss es hat gewesen sein. Über seine langjährige Beziehung mit dem Kind spricht er viel von seinem eigenen Anteil daran...

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29. April um 16:51
In Antwort auf aasha108

Aufs Herz zu hören ist aber oft die beste Entscheidung! Es hört sich doch vielversprechend an, aber vergangene problematische Beziehungen wirken eben lange nach und die Knoten lösen sich nicht von jetzt auf gleich. Ihr seid ja erst kurz zusammen, ich würde ihm Zeit geben und nicht so drängen, wenn du das aushalten kannst. Ihm die Pistole auf die Brust zu setzen, ist wahrscheinlich nicht der richtige Weg, könnte ihn unnötig weiter weg treiben. 
Wenn du ihn ermutigst über seine Gefühle zu sprechen, ohne ihn aber dazu zu drängen, könnte ihm das helfen, sich zu entspannen und damit auseinander zu setzen. 

Nur aufs Herz hören wenn man Verantwortung für zwei Kinder hat ist aber nicht unbedingt das beste

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29. April um 17:03

Ja, das stimmt. Ich bin keine 20 mehr und muss mich nicht mehr in Dinge reinwerfen, die nur Chaos hinterlassen. Deswegen ja auch meine Vorsicht und Abwägung, was  ich bereit bin, zu investieren....

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29. April um 17:12
In Antwort auf claudia0083

Nur aufs Herz hören wenn man Verantwortung für zwei Kinder hat ist aber nicht unbedingt das beste

Unglücklich sein und es bereuen kann aber noch viel schlechter sein! 
Gerade wegen der Kinder ist es nicht von Nachteil, wenn sich eine neue Liebe der Mutter langsam entwickelt. Sie müssen doch weder zusamenziehen noch heiraten. 

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29. April um 17:16
In Antwort auf alleemizzi

Ich wäre vorsichtig mit der Diagnose Borderline, denn das ist eine schwerwiegende Erkrankung, die für gewöhnlich ein Arzt und nicht der Ex diagnostiziert. Das ist jetzt, wie alles andere, zwar nur im spekulativen Bereich angesiedelt, aber es wäre ja ebenso gut möglich, dass er für das Scheitern der Beziehung (mit)verantwortlich ist, und eine Erkrankung verschiebt, um sich nicht damit auseinander setzen zu müssen.

Was würdest du dir von ihm denn konkret erwarten

@aleemizzi
Du hast danach gefragt, was ich von ihm konkret erwarte... ich erwarte keine Entscheidung zu diesem Moment, auch weil ich weiß, dass er diese gar nicht treffen könnte. Ich erwarte aber mehr Offenheit in Bezug auf seine Gefühle, dass er mir ab und zu mitteilt, wie sein emotionaler Ist-Zustand aussieht. Nur so kann ich mich auf Augenhöhe bewegen und entscheidungsfähig bleiben. Das heißt, dass er mir mitteilt, wenn sich etwas verändert und ich dann einen Abgleich machen kann, ob ich da weiter mitgehen kann oder nicht. Blöd wäre, wenn er z.b. es nur als sexuelle Affäre , und nicht mit mir darüber spricht. So in etwa.

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29. April um 17:29
In Antwort auf marilene

@aleemizzi
Du hast danach gefragt, was ich von ihm konkret erwarte... ich erwarte keine Entscheidung zu diesem Moment, auch weil ich weiß, dass er diese gar nicht treffen könnte. Ich erwarte aber mehr Offenheit in Bezug auf seine Gefühle, dass er mir ab und zu mitteilt, wie sein emotionaler Ist-Zustand aussieht. Nur so kann ich mich auf Augenhöhe bewegen und entscheidungsfähig bleiben. Das heißt, dass er mir mitteilt, wenn sich etwas verändert und ich dann einen Abgleich machen kann, ob ich da weiter mitgehen kann oder nicht. Blöd wäre, wenn er z.b. es nur als sexuelle Affäre , und nicht mit mir darüber spricht. So in etwa.

Und genau das solltest du ihm auch mitteilen.

Übrigens, meiner Meinung nach beschäftigst du dich viel zu viel mit einer Beziehung, die seit 2 Jahren vorbei ist und einmal deine war.

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29. April um 18:58
In Antwort auf alleemizzi

Und genau das solltest du ihm auch mitteilen.

Übrigens, meiner Meinung nach beschäftigst du dich viel zu viel mit einer Beziehung, die seit 2 Jahren vorbei ist und einmal deine war.

Das habe ich ihm gestern genauso geschrieben. Er war damit einverstanden. Dass ich keine Lust auf eine  sexuelle Affäre habe, hatte ich ihm schon einmal gesagt. Und er sagte, dass es das auch nicht für ihn wäre. 

Er hat sich auch heute wieder ein paar Male gemeldet, ob alles in Ordnung sei, wie mein Tag war...
 
 

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