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Nach langer glücklicher Beziehung nur noch anstrengend

4. April um 12:10 Letzte Antwort: 5. April um 2:19

Hallo an alle,

ich bin aktuell seit Wochen in einem Gedankenkarusell und finde den Weg nicht raus. Daher meine Bitte an euch zu Rückmeldungen, damit vielleicht auch neue Denkansätze entstehen.

Ich bin 33 und seit 15 Jahren mit meinem Mann zusammen. Der Anfang unserer Bezieung war wunderbar: wir habe kaum gestritten und super verstanden usw. daher habe wir auch geheiratet und Kinder bekommen und eine Immobilie gekauft. Irgendwann wurde es finanziell etwas knapp und die Provisionen blieben bei ihm aus, dass er den ersten Burnout vor ca. 7 Jahren hatte. Der ging auch schnell vorbei und er erfüllte sich seinen Traum, indem er Selbstständig wurde. Ich habe ihn dabei voll unterstützt und mich um Kinderbetreuung und die finanzielle Sicherheit durch meinen Job gekümmert. Die Firma funktionierte aber nicht. Dann der zweite Burnot, danach hat er die Firma umfunktioniert und wollte jetzt richtig durchstarten. Das Ende vom Lied war aber, dass wir uns enorm verschuldet hatten und die Firma kurz vor der Insolvenz stand. Daraufin war er komplett deprissiv und hat sich ca. 1 Jahr komplett zu Hause verkrochen und nichts mehr gemacht. Ich habe dann versucht alles abzufange und mich um alles gekümmert und seine Firma vor der Insolvenz halbwegs gerettet. Er war auch zunächs dankbar und liebevoll und wollte alles wieder gut machen. Er hat irgendwann wieder einen Job gefunden und stieg relaiv schnell in dem Unternehmen wieder auf. Er war nur noch weg und machte sich das Leben wieder schön (wie in den letzten gute Phasen auch). 

Nach seinem Burnout war ich auch kurz vorm Zusammenbrechen und hatte um seine Unterstützng gebeten. Aber leider kam dazu nur von ihm, dass er keine Zeit dafür hätte und besser eine Putzfrau angagieren würde, die mir hilft. Bei unserer finanzielle Lage war das ein Scherz für mich und eine enorme Kräkung, dass er mir nach der langen Zeit, als ich alles ihm abgenommen habe, nicht bereit war zu helfen. Er ging lieber mit Freunden feieren und arbeitet bis in die späten Abendstunden. Wenn ich ihn darauf ansprach, sagte er es wäre seine Art, wie er leben wollte und ich sollte mich mit mir befassen und auch für mich selbst glücklich werden.

So finden die Steitereien an akuell streiten wir über alles und jeden. Ich habe komplett das Vertrauen darauf verloren, dass er eine Stütze für mich und die Kinder in schwieirige Zeiten wird und hab mich immer weiter distanziert. Diese Distanz kräkt ihn sehr, womit er mit der gleichen Distanz reagiert. Ende des letzten Jahres hatten wir eine Paarherapie gemacht, die nur dazu geführt hat, dass wir nur gestritten habe und kurz vor dem Aus standen. Nur durch Gespräche mit unseren Eltern haben wir es nochmal versucht. Ich habe versucht das ales zu vergessen und mich positiv zu stimme, aber es kommt mir vor, dass ich mich selbst nur belüge. 

Mittlerweile denke ich sehr oft darüber nach ihn zu verlassen. Habe aber enorme Angst, dass ich es später irgendwann bereue und auch mit einen anderen Partner nicht glücklich werde (wer will eine Frau mit zwei "fremden"Kindern?). Die Hoffnung, dass sich aber etwas ändert, habe ich längst verloren.

Das ist nur ein minimaler Ausschnitt der Geschichte und meiner Gefültwelt, aber vielleicht hat der ein oder andere ja einen Ratschlag dazu.

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4. April um 13:39

Also nach deiner Erzählung nach würde ich mich sicher trennen. In guten wie in schlechten Zeiten gilt wohl nur für dich und nicht für ihn. Er lässt dich total hängen, auf ihn ist kein Verlass. Paar-Therapie habt ihr bereits versucht, nur wegen der Eltern und der Kinder wegen würde ich nicht bleiben. Es kann nur besser werden nach einer Trennung, schlechter wohl kaum mehr. 

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4. April um 13:48

Das hört sich alles leider gar nicht gut an. Ich kann Dir nur so viel sagen:
Selbstverständlich bietet das Leben Dir auch in Zukunft noch Möglichkeiten, wieder zu Glück und Zufriedenheit zu finden. Wenn Du weisst, dass der gemeinsame Weg mit Deinem Ehemann nicht der ist, der Dir Lebensfreude und Zufriedenheit verspricht, ist es Dein Recht wenn nicht sogar Deine Pflicht, nach anderen Wegen zu suchen. Auch wenn sich das doof anhört, aber auch im Sinne Deiner Kinder. Eure Ehe scheint unrettbar, die Klüfte unüberwindbar und der Frust riesig. Das werden auch eure Kinder spüren.

Ich rate das, was ich in solchen Situationen immer rate:
Überlege Dir ganz genau, welche Konsequenzen eine Trennung hätte. Also stelle Dir ganz konkret Fragen:
- Wie könnte es mit den Kindern weitergehen, welches Modell wäre für Dich denkbar?
- Wie sieht die finanzielle Absicherung aus?
- Welche Wohnsituation wäre für Dich vorstellbar?
- Wer kann Dich in der Trennungszeit unterstützen, auf wen kannst Du bauen?
- Sicher ist es auch hilfreich, zu überlegen, wie wohl Dein Mann reagieren wird, also ob es denkbar ist, dass ihr fair miteinander umgehen könnte oder ob es schmutzig werden könnte. Im zweiten Fall solltest Du Dich rechtzeitig um rechtlichen Beistand kümmern.
- Und dann, wenn irgendwann etwas Ruhe einkehrt, überlege, worauf Du in einer neuen Partnerschaft wert legst. Es gibt Möglichkeiten, Männer kennen zu lernen, die DICH lieben und auch Deine 2 Kinder akzeptieren.

Ich sage Dir das alles als Mann mit drei Kindern, der nach 18 Jahren von seiner Frau verlassen wurde. Ich bewundere meine Ex noch heute für ihren Mut und weiß, dass ihr Schritt für uns beide in eine glücklichere Zukunft geführt hat. Vielleicht sieht es Dein Mann ja irgendwann ähnlich? Natürlich ist es alles andere als einfach und es gilt viele Hindernisse zu überwinden! Du würdest daran wachsen. Die Trennung hat für meine Persönlichkeitsentwicklung enorm viel bewirkt. Sei selbstbestimmt und fühle Dich nicht ausgeliefert in Deiner Situation! Das bist Du nicht.

Wenn Du jedoch nach wie vor daran glaubst, eure Ehe retten zu können, dann sollte er zunächst Dich davon überzeugen, dass er das auch will. Alleine kannst Du es nicht schaffen! Vielleicht würde es helfen, ihm einen sehr ernst gemeinten Schuss vor den Bug zu geben, indem Du Dich mal für einen Monat von ihm trennst, um Dir über bestimmte Dinge Gedanken zu machen und er das hoffentlich auch tut. Ich schreibe das nur, weil ich auch diese Seite erwähnen will, meine Meinung findest Du aber eher in den oberen Absätzen.

Ziehe Dir raus, was Du für richtig hältst, am Ende entscheidest Du ohnehin ganz alleine.

Alles Gute!

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4. April um 23:42
In Antwort auf wankendespony

Das hört sich alles leider gar nicht gut an. Ich kann Dir nur so viel sagen:
Selbstverständlich bietet das Leben Dir auch in Zukunft noch Möglichkeiten, wieder zu Glück und Zufriedenheit zu finden. Wenn Du weisst, dass der gemeinsame Weg mit Deinem Ehemann nicht der ist, der Dir Lebensfreude und Zufriedenheit verspricht, ist es Dein Recht wenn nicht sogar Deine Pflicht, nach anderen Wegen zu suchen. Auch wenn sich das doof anhört, aber auch im Sinne Deiner Kinder. Eure Ehe scheint unrettbar, die Klüfte unüberwindbar und der Frust riesig. Das werden auch eure Kinder spüren.

Ich rate das, was ich in solchen Situationen immer rate:
Überlege Dir ganz genau, welche Konsequenzen eine Trennung hätte. Also stelle Dir ganz konkret Fragen:
- Wie könnte es mit den Kindern weitergehen, welches Modell wäre für Dich denkbar?
- Wie sieht die finanzielle Absicherung aus?
- Welche Wohnsituation wäre für Dich vorstellbar?
- Wer kann Dich in der Trennungszeit unterstützen, auf wen kannst Du bauen?
- Sicher ist es auch hilfreich, zu überlegen, wie wohl Dein Mann reagieren wird, also ob es denkbar ist, dass ihr fair miteinander umgehen könnte oder ob es schmutzig werden könnte. Im zweiten Fall solltest Du Dich rechtzeitig um rechtlichen Beistand kümmern.
- Und dann, wenn irgendwann etwas Ruhe einkehrt, überlege, worauf Du in einer neuen Partnerschaft wert legst. Es gibt Möglichkeiten, Männer kennen zu lernen, die DICH lieben und auch Deine 2 Kinder akzeptieren.

Ich sage Dir das alles als Mann mit drei Kindern, der nach 18 Jahren von seiner Frau verlassen wurde. Ich bewundere meine Ex noch heute für ihren Mut und weiß, dass ihr Schritt für uns beide in eine glücklichere Zukunft geführt hat. Vielleicht sieht es Dein Mann ja irgendwann ähnlich? Natürlich ist es alles andere als einfach und es gilt viele Hindernisse zu überwinden! Du würdest daran wachsen. Die Trennung hat für meine Persönlichkeitsentwicklung enorm viel bewirkt. Sei selbstbestimmt und fühle Dich nicht ausgeliefert in Deiner Situation! Das bist Du nicht.

Wenn Du jedoch nach wie vor daran glaubst, eure Ehe retten zu können, dann sollte er zunächst Dich davon überzeugen, dass er das auch will. Alleine kannst Du es nicht schaffen! Vielleicht würde es helfen, ihm einen sehr ernst gemeinten Schuss vor den Bug zu geben, indem Du Dich mal für einen Monat von ihm trennst, um Dir über bestimmte Dinge Gedanken zu machen und er das hoffentlich auch tut. Ich schreibe das nur, weil ich auch diese Seite erwähnen will, meine Meinung findest Du aber eher in den oberen Absätzen.

Ziehe Dir raus, was Du für richtig hältst, am Ende entscheidest Du ohnehin ganz alleine.

Alles Gute!

Danke euch beiden für die Antworten. Ihr habt mir weitergeholfen. Ich werde einfach auf mein Gefühl hören. 

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5. April um 2:19
In Antwort auf lexi_mai

Hallo an alle,

ich bin aktuell seit Wochen in einem Gedankenkarusell und finde den Weg nicht raus. Daher meine Bitte an euch zu Rückmeldungen, damit vielleicht auch neue Denkansätze entstehen.

Ich bin 33 und seit 15 Jahren mit meinem Mann zusammen. Der Anfang unserer Bezieung war wunderbar: wir habe kaum gestritten und super verstanden usw. daher habe wir auch geheiratet und Kinder bekommen und eine Immobilie gekauft. Irgendwann wurde es finanziell etwas knapp und die Provisionen blieben bei ihm aus, dass er den ersten Burnout vor ca. 7 Jahren hatte. Der ging auch schnell vorbei und er erfüllte sich seinen Traum, indem er Selbstständig wurde. Ich habe ihn dabei voll unterstützt und mich um Kinderbetreuung und die finanzielle Sicherheit durch meinen Job gekümmert. Die Firma funktionierte aber nicht. Dann der zweite Burnot, danach hat er die Firma umfunktioniert und wollte jetzt richtig durchstarten. Das Ende vom Lied war aber, dass wir uns enorm verschuldet hatten und die Firma kurz vor der Insolvenz stand. Daraufin war er komplett deprissiv und hat sich ca. 1 Jahr komplett zu Hause verkrochen und nichts mehr gemacht. Ich habe dann versucht alles abzufange und mich um alles gekümmert und seine Firma vor der Insolvenz halbwegs gerettet. Er war auch zunächs dankbar und liebevoll und wollte alles wieder gut machen. Er hat irgendwann wieder einen Job gefunden und stieg relaiv schnell in dem Unternehmen wieder auf. Er war nur noch weg und machte sich das Leben wieder schön (wie in den letzten gute Phasen auch). 

Nach seinem Burnout war ich auch kurz vorm Zusammenbrechen und hatte um seine Unterstützng gebeten. Aber leider kam dazu nur von ihm, dass er keine Zeit dafür hätte und besser eine Putzfrau angagieren würde, die mir hilft. Bei unserer finanzielle Lage war das ein Scherz für mich und eine enorme Kräkung, dass er mir nach der langen Zeit, als ich alles ihm abgenommen habe, nicht bereit war zu helfen. Er ging lieber mit Freunden feieren und arbeitet bis in die späten Abendstunden. Wenn ich ihn darauf ansprach, sagte er es wäre seine Art, wie er leben wollte und ich sollte mich mit mir befassen und auch für mich selbst glücklich werden.

So finden die Steitereien an akuell streiten wir über alles und jeden. Ich habe komplett das Vertrauen darauf verloren, dass er eine Stütze für mich und die Kinder in schwieirige Zeiten wird und hab mich immer weiter distanziert. Diese Distanz kräkt ihn sehr, womit er mit der gleichen Distanz reagiert. Ende des letzten Jahres hatten wir eine Paarherapie gemacht, die nur dazu geführt hat, dass wir nur gestritten habe und kurz vor dem Aus standen. Nur durch Gespräche mit unseren Eltern haben wir es nochmal versucht. Ich habe versucht das ales zu vergessen und mich positiv zu stimme, aber es kommt mir vor, dass ich mich selbst nur belüge. 

Mittlerweile denke ich sehr oft darüber nach ihn zu verlassen. Habe aber enorme Angst, dass ich es später irgendwann bereue und auch mit einen anderen Partner nicht glücklich werde (wer will eine Frau mit zwei "fremden"Kindern?). Die Hoffnung, dass sich aber etwas ändert, habe ich längst verloren.

Das ist nur ein minimaler Ausschnitt der Geschichte und meiner Gefültwelt, aber vielleicht hat der ein oder andere ja einen Ratschlag dazu.

Ich frage mich aber auch etwas anderes: warum hat dein Mann damals einen anderen Job nicht in Erwägung gezogen, einen wo er zwar weniger verdient, jedoch von mehr Freizeit und Gesundheit profitiert. Es klingt alles danach, dass er sich mehr zugetraut hat, als er eigentlich kann und unter den lasten zusammengebrochen ist.

Manchmal ist weniger mehr: kleinere Wohnung, Job bei dem man weniger Gehalt kriegt, als zuvor, kein dickes Auto usw. Karriere und Gesundheit sind sehr selten im einklang, so dass die aussage "man arbeitet sich kaputt" ihren Berechtigungsgrund hat und das trifft auf eure Situation zu. 

Jetzt scheint ihm alles  egal zu sein. 

Wichtigste Stelle, meines Erachtens: 

"Er ging lieber mit Freunden feieren und arbeitet bis in die späten Abendstunden. Wenn ich ihn darauf ansprach, sagte er es wäre seine Art, wie er leben wollte und ich sollte mich mit mir befassen und auch für mich selbst glücklich werden".

An dieser Stelle sagt er, wie er leben möchte und zwar er wll ein Leben ohne dich. Er will feiern gehen, ganze Zeit für sich arbeiten und leben, ohne dass du irgendwo darin vorkommst. Du sollst für dich selbst Glücklich werden, heißt, ohne ihn, nur du für dich alleine. 

Es hat sich bereits hier von dir indirekt getrennt und ist anscheinend Glücklich, auch ohne dich, nur das merkt er nicht mal selbst. 

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