Home / Forum / Liebe & Beziehung / Nach fast sieben Jahren immer noch nicht sicher

Nach fast sieben Jahren immer noch nicht sicher

28. Januar 2015 um 17:24

Hallo an euch Frauen da draußen,

ich bin verzweifelt. Als ich meinen Freund kennengelernt habe, fand ich ihn besonders sympatisch und auch interessant. Aber ich dachte er wäre schwul, weil er ganz furchbare Klamotten trug (sehr enge Hosen, blaue dicke Brille, Tribal-Shirts) und weil er eine extrem laute, quäkige Stimme hatte. Es ging nicht nur mir so, mein bester Freund empfand genauso und meine Eltern bestätigten es auch. Wir sind dann zusammen gekommen, es war alles sehr aufregend, ABER: ich wollte keinen Sex. 1. war ich noch Jungfrau und hatte Angst, 2. war er ÜBERHAUPT NICHT attraktiv. Er ist der Typ spargeldünn, weiße Haut, extrem behaart. Zwar hat er sich rasiert, aber davon alle möglichen, teilweise dicken Pickel bekommen. Nach über einem Jahr (bitte kommt nicht mit dem Spruch, dass er so lange gewartet hat sei toll ...) haben wir dann miteinander geschlafen. Ich kannte seit dem nichts anderes und er ist ein Frühchen das fast immer zu früh kommt und Sex dauert fast nie länger als 2 Minuten. Aber er ist sehr einfühlsam, macht genau das was ich mag und gibt sich sehr Mühe, mich zubefriedigen, was auch klappt! Nach fünf Jahren haben wir uns kurz getrennt: Ich hatte zwei Jahre lang Gefühle für einen anderen und fühlte mich mittler Weile stärker zu ihm hingezogen als zu meinem Freund und wollte herausfinden, was dahinter steckt. War ja auch noch total unerfahren. Dieser Mann und ich waren absolute Gegensätze, aber im Bett mochten wir genau das gleiche: Er ist von Natur aus dominant und ich bin von Natur aus deviant. Es war zum verrückt werden erotisch, wir haben SO VIEL Sex gehabt, das kannte ich so garnicht. Wirklich, teilweise vier Stunden lang, wir haben fast nicht geschlafen und sind auch tags oft im Bett gewesen. So war es nie mit meinem 1. Freund, dass ich ihm die Kleider vom Leibe reißen wollte und ihn extrem erotisch und hübsch fand. Ich war aber auch nie ein körperlicher Mensch eigentlich, mir war der Charakter immer wichtiger. Obwohl ich wirklich viel angemacht wurde, teilweise auch von sehr hübschen Männern, habe ich nie nachgegeben und auf meinen ersten Freund gewartet, der nämlich das Herz am rechten Fleck hat. Er weiß, was Verantwortung bedeutet und ist ein unglaublich guter, lieber Mensch wie man ihn nur ein mal findet. Damit geht aber leider auch einher, dass ihm Dominanz, und auch das Interessante daran, mal zu wiedersprechen und eine eigene Meinung zu haben, vollkommen fehlen. Nach kurzer Zeit mit Mann 2 wurde mir klar, dass mit ihm keine Beziehung möglich ist. Kiffer, Studienüberüberüberzieher, kopflich unzugänglich, egoistisch, missgönnend ... das klappte nicht. So bin ich zu meinem ersten Freund zurück, weil er nun wieder der beste Mann war, den ich je kennengelernt habe. Es hat ein halbes Jahr gedauert bis sich bei uns alles wieder normalisieren konnte. Wir sind übrigens wegen Mann 2 (und wegen einer neuen Lebensphase bei mir) auseinander gezogen, nachdem wir jahrelang zusammen gewohnt haben. Jetzt wollen wir wieder zusammen ziehen. Und ich mache mich verrückt, aus mehreren Gründen. Der Hauptgrund ist aber, dass ich dieses Kribbeln, von dem andere hier sprechen, GARNICHT mehr spüre. Ich spüre tiefe Liebe, Dankbarkeit, Fürsorge, Zuneigung, Vertrauen ... aber mir fehlt komplett die erotische Anziehung. Zum Sex muss ich mich selbst überreden, obwohl er nicht schlecht ist, aber jetzt wo ich das dominant-deviant-Spiel kennengelernt habe, kann er mich nicht mehr anmachen. Bleibt zu erwähnen, dass Mann 2 groß, muskulös und wunderschön war. Sogar sein Penis war schöner und fühlte sich in mir schöner an, weil er nicht so groß und schief war! Ich vermisse aus meiner nun Ex-Beziehung mit Mann 2 die Erotik, die optische Faszination, aber auch das Unvorhersehbare, das unzuverlässige Typen so an sich haben können (Humor, plötzlich einfach mit dir im Wald tanzen und dabei singen). Bei meinem Freund habe ich jedoch den allerhöchsten Grad an Vertrauen, Zuneigung, Großzügigkeit ... nur um das dingfest zu machen: er massiert mir immernoch nach so vielen Jahren jeden Tag den Körper, er unterstützt mich (Studentin, er Vollverdiener) finanziell ohne Wenn und Aber, ich darf das eine Auto das wir haben immer fahren und er fährt mit der Bahn, damit wir zusammen wohnen können (das ist kompliziert, anders gehts kaum). Er wäre mir nie böse wegen Unfug, nur wenns wirklich angebracht ist. Aber er ist ein träger Mensch, den man immer in den Hintern treten muss um was zu unternehmen, ich bin das absolute (!) Gegenteil. Er ist der Computerfreak, immer muss er einen Bildschirm an haben. Ich bin der Rausgeher, der am liebsten an einem Tag die ganze Welt erkundigen möchte. Er hat sich da auf mich eingelassen. Steht zwar nie früh auf (eher so 11Uhr) aber ich "bekomme ihn immer aus dem Haus". Ich mache mir jetzt Gedanken, weil ich finde nach sieben Jahren sollte man sich doch langsam mal sicher sein mit seinem Partner und aufhören andere Männer anzuschielen oder?! Ist diese mangelnde körperliche Anziehung zu ertragen auf die Dauer? Die war ja tatsächlich noch nie im Vordergrund, und dafür bekomme ich andererseits das Rundumpaket. Seine Stimme ist auch ein echtes Problem. Er wollte immer mal deshalb zum Arzt gehen. Könnt ihr euch das vorstellen, wenn euch die Stimme eures Partners zur Weißglut treibt? Das ist für mich wie physischer Schmerz! (Ich studiere Musik...) Ohne meinen Freund ist mein Leben natürlich erstmal vorbei, ich kann mir nicht vorstellen ohne ihn zu sein nach sieben Jahren und sage immer: ich ärgere mich lieber über ihn, als über niemanden, und hänge alleine in einer neuen Stadt in meiner eigenen Wohnung rum als Single. Weil - Frauen - da draußen gibts irgendwie nicht so viele tolle Männer, oder?! Nicht, wenn man Ansprüche hat. Jetzt gehts bei uns aufs Heiraten zu und ich bin immernoch am gleichen Punkt wie vor sieben Jahren, nur mit der zusätzlichen Erfahrung von extrem toller Anziehung, die ich den Rest meines Lebens missen werde. Es sei alles relativiert: mit dem anziehenden Mann war eine Beziehung unmöglich. Daher habe ich meinen Glauben daran, dass es für mich den Mann gibt, der Anziehung und das ganze Paket hat, verloren. Denn er ist mir noch nie begegnet in den fast 30 Jahren meines Lebens!

Mehr lesen

28. Januar 2015 um 19:31

Schlimmer finde ich
ehrlich gesagt, dass sie ihn aufhält aus reiner Bequemlichkeit.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Denken an den Ex: Ewiger Schock?
Von: tomke_12963610
neu
28. Januar 2015 um 19:21
Was will er nun von mir
Von: jody_12332516
neu
28. Januar 2015 um 16:48
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook