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Nach dem ersten Fern-treffen.

11. August 2014 um 7:41

Hallo liebe Leute,

Ich bin nach einer weiteren schlaflosen Nacht etwas ratlos und durchgewühlt mit meinen Gefühlen.

Ich muss für mein Problem etwas ausholen.

Am Rande erwähnt bin ich 20 Jahre alt & sie ist 23 Jahre alt.

Vor ungefähr 6 Monaten ~ habe ich eine wundervolle Frau über das Internet kennengelernt.
Zunächst hatten wir erst wenig geschrieben und immer sehr kurz. Eigentlich nur Small Talk, nicht viel und nur kurz.
Daraus wurde dann aber in kürzester Zeit viel mehr, ich war von Anfang an fasziniert von Ihr.
Wir verstanden uns von Anfang an super, haben immer mehr und auch immer öfters geschrieben. Selbst über Sensible Themen wie z.b das ich bisher keine Freundin hatte oder Sex. Aber auch über meine Krankheit & meine Vergangenheit.
Ich hatte ein wahnsinnig großes Vertrauen zu ihr und war über mich selber überrascht weil ich solche Sachen immer verschwiegen habe.

Sie erzählte mir dann auch das sie in einer Beziehung ist, dort aber sehr unglücklich & unzufrieden sei.

Nach kurzer Zeit haben wir auch miteinander gesprochen und dann gab es den Moment wo wir uns beide gestanden haben das zwischen uns mehr seien muss.

Schlussendlich haben wir die nächsten Monate weiter geschrieben bzw. uns gesprochen. Es wurde immer mehr, am Wochenende bis zu 7-8~ Stunden. Wir waren richtig verliebt und haben uns das auch gegenseitig deutlich gemacht. Haben uns wie Seelenverwandte verstanden.

Vor Rund 1 1/2 Monaten hatte sie sich von ihrem damaligen Freund getrennt. Sie blühte wieder auf, folgte wieder ihren eigenen Interessen, traf fast vergessene Freunde wieder & schien verdammt glücklich.

Wir hatten schon über Themen wie Fernbeziehung/Zu ihr ziehen usw. gesprochen.

Vor ungefähr 2 Wochen haben wir uns nun getroffen, sie wohnt in Hamburg und ich ungefähr 300km ~ entfernt.

Wir wollten uns unbedingt sehen, ich wollte sie sehen. Es war für mich eine wundervolle Woche.
Ich bin nun wieder Zurück & konnte meine Gefühle bestätigen. Ich würde am liebsten heute schon wieder zurück.

Nun zu meinem Problem:

Nach dem ich wieder nach Hause gekommen bin wurde ich erstmal direkt aus meiner Bleibe geworfen & musste woanders unterkommen. Darüber hinaus kommen von ihr nicht mehr die Gefühle & Liebesbekundungen wie vor dem treffen. Schreiben & Reden tun wir auch nicht mehr so oft wie vorher.
Ich kriege auch keine klare Antwort außer das sie Zeit braucht, welche ich ihr auch geben will und bisher immer gegeben habe.
Normalerweise konnten wir auch immer über unsere Sorgen/Ängste sprechen und sie meinte immer zu mir das sie sich dabei so wohl bei mir fühlt.

Trotzdem weiß ich einfach durch fehlende Erfahrung nicht wie ich damit am besten umgehen soll. Auf der einen Seite
würde ich am liebsten meine Sachen packen & zu ihr fahren.
Auf der anderen Seite will ich ihr ihre Freiheit geben & vor allem auch die Zeit die sie braucht, das alles ist ja auch eine Wahnsinnig große Entscheidung für Sie.

Normalerweise haben wir über so etwas eigentlich immer direkt gesprochen doch momentan findet sich überhaupt nicht die Gelegenheit.

Ich hänge momentan irgendwie in der Schwebe.
Den sie ist so ein wahnsinnig herzlicher Mensch, welcher immer Rücksicht auf den anderen nimmt und für alle ein Offenes Ohr hat, wo ich mir nun denke: "Will sie mich aber hält jetzt ihre Gefühle zurück um mich in meiner Situation mit dem Rauswurf und meiner Krankheit nicht noch mehr anzustrengen?"

Habt ihr Ratschläge bzw. was kann ich tun oder wie sollte ich am besten damit umgehen?
Ich will sie nicht durch meine Ungeduld bzw. meine Sorgen verlieren, sondern ihr eher in ihrer Situation helfen und darüber reden um noch mehr Zusammen zuwachsen.

Liebe Grüße & schon einmal ein wahnsinniges Danke Schön!

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16. August 2014 um 3:56

Hallo
Vielen Dank für das große Feedback und ein Sorry das ich jetzt erst antworten konnte, in der letzten Woche ist viel passiert. Meine Gefühle drehen sich noch stärker im Kreis als vorher.




Zitat:"Ich fürchte, so denken die allermeisten Frauen nicht. Wenn ne Frau merkt, dass der Mann, in den sie sich verliebt hat, Probleme hat, dann will sie im allgemeinen für ihn da sein und zieht sich nicht noch extra zurück."

Das war und ist eine der Dinge die ich so an ihr Liebe und Schätze. Ihre Nächstenliebe & Ihr Blick auf andere auch wen es ihr wehtut.

Es gab z.B zu der Zeit als Sie noch mit ihrem damaligen Freund zusammen war einen Moment an dem sich das gezeigt hat.
Sie wurde auf Psychische & Physische Weise sehr stark von Ihm missbraucht bzw. gequält.
Als ich davon erfahren habe war mir wahnsinnig Mulmig, ich wollte ihr auf der einen Seite durch diese Zeit helfen bzw. ihr dabei helfen neuen Mut zuschöpfen. Auf der anderen Seite habe ich mir Wahnsinnig Sorgen gemacht und konnte auch mal mehr mal weniger überhaupt nicht schlafen weil ich immer bei den Gedanken war "Was geschieht ihr gerade nun? Geht es ihr gut?"
Das hat mich gequält, wir haben darüber gesprochen. Sie bot mir an den Kontakt auf Eis zulegen bis sie den Mut gefunden hat sich zutrennen.
Natürlich wollte ich dies nicht & habe es abgelehnt. Aber man hat ihr schon sehr stark angemerkt wie schwer es Ihr viel mir dies anzubieten.


Zitat:"Bei so Internetgeschichten wie eurer wird ja das normale Kennenlernen quasi auf den Kopf gestellt. Normalerweise lernt man erst oberflächliche Eigenschaften des anderen kennen - wie er aussieht, wie er sich bewegt, wie er riecht, wie er mit anderen Leuten im Alltag umgeht etc. -, und erst mit der Zeit erfährt man seine privaten Gedanken und Gefühle."

Darüber habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht.
Das Problem ist nur, so ist es gar nicht geschehen.

Um genau zu sagen haben wir uns über ein Online-Spiel kennengelernt.
Sie konnte & hat über einen längeren Zeitraum gehört, ohne das wir überhaupt vorher ein Wort geschrieben haben wie bsp. meine Art ist oder wie ich mit anderen Menschen umgehe.

Erst danach fingen die Gespräche an. Natürlich ersetzt das nicht ein erstes Sehen im Realen Leben.

Es fing auch nicht mit Small-Talk/Flirt oder Bildchen austauschen an, sondern eher über ein ganz normales Gespräch ohne tiefere Hintergedanken welches sich dann langsam aber stätig über die Zeit tiefer entwickelt hat.

Ich war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal auf der Suche nach einer Partnerin/Freund oder einer Beziehung. Nichtmal nach einem Flirt o.ä

Wir haben uns dann auch direkt mit dem Oberflächlichkeiten-Hammer geschlagen.
Sie wusste über alles Bescheid, ob über meine Schlechte Kindheit, meine Erlebnisse, das ich keine Familie habe oder über meine Psychische Krankheit.
Alles das was immer jeden davon abgehalten hat mit mir ein näheres Gespräch zu führen oder eine Beziehung aufzubauen, weil Sie zu sehr abschreckt waren zog sie nur näher zu mir ran.
Von Abneigung keine Spur.

Selbst als ich nun bei Ihr war gab es nicht den Hauch einer Spur von Abneigung. Eher eine Menge Zuneigung.

Ob morgens nach dem aufstehen kuscheln oder einfach am Tag. Sie erwiderte meine Küsse, küsste selbst. Sogar intimer sind wir in der Zeit geworden, ohne das ich jemals etwas erzwungen habe. Die Zuneigung kam von beiden Seiten, anders kann ich mir u.a nicht erklären das sie, wenn ich Nachts vorm Schlafen gehen auf den Balkon gehe um eine zu rauchen, sie mir folgt nur um wieder in meinem Arm zu sein.


Und das ist ja gerade mein Problem momentan, ich werde aus der ganzen Sache nicht Schlau.

Es hat vorher rein über das Schreiben/Sprechen harmoniert und als wir uns gesehen haben hat es harmoniert.

Es gab nie Anzeichen von Abneigung, sie meinte beim Abschied sogar selber das es nicht das letzte mal war das ich in Hamburg gewesen bin.


Nur komme ich dann wieder nach Hause und alles ist anders.

Sie sagte mir nun in der letzten Woche das sich an ihren Gefühlen zu mir nichts geändert hat. Das sie mich liebt, aber nach 6 Jahren~ Beziehung noch nicht Bereit für eine neue ist und ihre Freiheit momentan Wahnsinnig genießt.

Ich habe darauf geantwortet das sie in ihren Entscheidungen frei ist und für sich entscheiden kann.
Ich schenke ihren Worten, durch meine Erfahrung und Einschätzung über Sie, wahnsinniges Vertrauen.

Nur will ich Sie auf der einen Seite jetzt sofort, ich möchte nicht warten. Ich vermisse Sie und wäre wahnsinnig gerne bei Ihr.
Auf der anderen Seite will ich Sie nicht drängen oder überstürzen. Ich will ihr Ihre Zeit geben.

Nur fällt es mir Wahnsinnig schwer meine Sehnsucht zu Ihr so stark zurückzuhalten und ich weiß langsam nicht mehr weiter, wie ich damit weiterhin umgehen soll...

Liebe Grüße & ein schönes Wochenende.









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