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Nach dem 1. Kind ist alles anders...

17. April 2011 um 21:55

Hallo an alle,
erstmal kurz zu uns. Mein Mann und ich wir kannten uns nicht lange bevor uns entschlossen haben zu heiraten. Da wir sehr weit weg voneinander wohnten mussten wir damals eine schnelle Entscheidung für- oder gegeneinander treffen und haben uns für UNS entschieden. Schnell darauf wurde ich schwanger, alles war harmonisch. Wir sind zusammen gezogen, ich habe meinen Job aufgegeben. Mein ist selbständig und für ihn war es kein Problem sein Tätigkeit von neuen Ort aus fortzuführen. Unser Kind kam auf die Welt und plötzlich änderte sich erstmal alles. Er wurde unentspannt, war überfordert, konnte mit der Situation nicht umgehen, suchte oft Streit und vorallem das Weite. Zwischendurch entspannte sich die Situation wieder, doch immer wieder eskalierte es. Ich musste mir viele Vorwürfe anhören, dass es für mich NUR noch das Kinde gäbe, etc. Wir hatten eine sehr schwere Zeit. Mittlerweile ist unser Sohn zwei Jahre alt und bis heute hat es nicht beruhigt. Ich wünsche mittlerweile ein zweites Kind, aber er nicht. Er ist nach wie vor überfordert, kann sich nicht mit dem Kind wirklich einlassen und überlässt alles mir. Er liebt sein Kind, aber ihm fehlt irgendwie etwas, er kann sich nicht mit seinem Kind beschäftigen. Er wirft mir vor, dass ihm Zeit mit mir fehlen würde, dabei versuche ich alles. Wenn unser Kind krank ist und mehr aufmerksamkeit von mir braucht bekomme ich das sofort zu spüren. Ich höre dann Vorwürfe, dass es wie bei Rentnern zugehen würde, er noch was vom Leben haben will, er es satt hat nur dafür zu bezahlen dass wir ein Dach über dem Kopf haben und wir wohnen. Ich weiss einfach nicht ob das ganze noch eine Chance hat. Ich will und kann mich doch nicht immer wieder zwischen Kind und Mann entscheiden müssen? Aber immer wieder diese Vorwürfe... ich wäre Schuld an allem, ich trage Schuld daran dass wir weniger Zeit für uns haben als vor dem Kind. Ich habe Schuld daran dass er für eine 3-Zimmer-Wohnung bezahlen muss, weil eben das Kind und ich da sind. Schon so oft musste ich mir vorwerfen lassen dass es ihm alleine besser gehen würde und er ohne mich und Kind besser im Leben stünde. Wie auch immer. Der Gedanke, dass mit diesem Mann nie ein harmonisches Familienleben wie ich es mir wünsche funktionieren wird macht mich nachdenklich. Ich weiss nicht, was für mich und Kind gerade besser ist. Trennung oder Abwarten?

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17. April 2011 um 22:10

Ihr
habt relativ schnell, für mich schon überhastet das 1. Kind nach dem Zusammenzug bekommen und bekommt jetzt schon eure partnerschaftlichen Streitereien nicht in den Griff! Und jetzt wünscht du dir trotz allen das 2. Kind?

In wiefern unternehmt ihr beide denn noch etwas gemeinsam? Nehmt ihr euch regelmäßig einen Babysitter, um vielleicht mal einen Abend in Zweisamkeit zu genießen.

Warum glaubst du, dich zwischen Mann und Kind entscheiden zu müssen?

Gibst du ihm den die Chance, sich überhaupt mit dem Kind zu beschäftigen? Überläßt du ihm das Kind z.B. mal einen Abend, um etwas für dich zu tun (Sport)? Oder bist du immer da, um Fehler seinerseits im Umgang mit dem Kind von vornherein auszuschließen?

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17. April 2011 um 22:29

Dieses...
...Problem kenne ich von einer Freundin, die ebenfalls sehr übereilt ein Kind bekommen hat.
Weißt du, wenn eine Frau Mutter wird, hat das Kind oberste Priorität (was ja auch richtig ist!). Männer fühlen sich dann häufig vernachlässigt. Ich kann mir vorstellen, dass dein Mann (unbewusst) eifersüchtig auf euren Sohn ist, weil der nun deine ganze Liebe und Aufmerksamkeit bekommt und für seinen Vater nur wenig übrig bleibt.
Ich will sein Verhalten nicht schön reden, aber versuch dich mal, in seine Lage zu versetzen: Er lernt eine Frau kennen, verliebte sich, entschloss sich zum Heiraten und freute sich darauf, mehr Zeit mit ihr im gemeinsamen Heim zu verbringen - und bald darauf platzte der Traum wie eine Seifenblase, da ein kleines Baby auf die Welt kam, das deine ganze Aufmerksamkeit benötigte. Er wurde quasi ins kalte Wasser geworfen; Familienvater von heute auf morgen, was ja eine riesige Verantwortung ist. Wahrscheinlich fürchtet er sich davor, dieser nicht mehr gerecht werden zu können und macht dir deshalb diese Vorwürfe. Klingt für mich nach purer Verzweiflung!

Aber gut, was kannst du tun...eine Frage: Verbringt ihr auch mal Zeit zu zweit und nehmt euch einen Babysitter? Dadurch könntest du deinem Mann zeigen, wie wichtig er dir ist. Macht euch einen schönen Abend, geht aus...ist klar, dass man mit Kind nicht mehr so flexibel ist, aber darunter darf die Partnerschaft nicht leiden.

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17. April 2011 um 22:38
In Antwort auf asya_12525814

Ihr
habt relativ schnell, für mich schon überhastet das 1. Kind nach dem Zusammenzug bekommen und bekommt jetzt schon eure partnerschaftlichen Streitereien nicht in den Griff! Und jetzt wünscht du dir trotz allen das 2. Kind?

In wiefern unternehmt ihr beide denn noch etwas gemeinsam? Nehmt ihr euch regelmäßig einen Babysitter, um vielleicht mal einen Abend in Zweisamkeit zu genießen.

Warum glaubst du, dich zwischen Mann und Kind entscheiden zu müssen?

Gibst du ihm den die Chance, sich überhaupt mit dem Kind zu beschäftigen? Überläßt du ihm das Kind z.B. mal einen Abend, um etwas für dich zu tun (Sport)? Oder bist du immer da, um Fehler seinerseits im Umgang mit dem Kind von vornherein auszuschließen?

Das problem ist...
Nun ja, unser Kind war so gesehen ein gewollter Unfall. Wir haben in Kauf genommen dass es passieren kann, aber dass es so schnell geht konnten wir nicht ahnen. Klar, lasse ich ihm Zeit mit Kind. Habe es schon so oft versucht. Wenn er mit ihm alleine zuhause ist, dann legt oder setzt er sich aufs Sofa und guckt fern. Er gibt sich nicht mit seinem Kind ab. Wenn, dann muss ich ihm das sagen. Lies mal ein Buch mit ihm, spiel mal mit ihm. Solche Dinge. Einen Babysitter haben wir auch manchmal, dann kommen die Großeltern und wir haben Zeit für uns. Ich denke, ihm war die Tragweite eines Kindes nie bewusst, das stört ihn. Immer noch. Ich versuche ja alles aber es fruchtet nicht. Ich glaube, er ist einfach kein Familienmensch. Er liebt sein Kind, das ist sicher, aber er hat nicht die Kraft oder die Lust sich damit auch zu beschäftigen oder auseinander zu setzen. Für mich ist nun aber der Wunsch nach einem Geschwisterkind da. ICh möchte gerne eine kleine funktionierende Familie haben. Ich habe ja nun erkannt dass das mit ihm nicht möglich ist. Ich weiss, wenn wir ein zweites Kind bekommen, ist alles endgültig aus. Die Frage ist nun, wartet man jetzt darauf bis einer von uns beiden geht oder geht man lieber gleich? Ich glaube fast dass ein gemeinsamer in unserer Situation fast nicht mehr möglich ist. So schade das klingt.

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17. April 2011 um 22:46
In Antwort auf chefinnichtboss

Dieses...
...Problem kenne ich von einer Freundin, die ebenfalls sehr übereilt ein Kind bekommen hat.
Weißt du, wenn eine Frau Mutter wird, hat das Kind oberste Priorität (was ja auch richtig ist!). Männer fühlen sich dann häufig vernachlässigt. Ich kann mir vorstellen, dass dein Mann (unbewusst) eifersüchtig auf euren Sohn ist, weil der nun deine ganze Liebe und Aufmerksamkeit bekommt und für seinen Vater nur wenig übrig bleibt.
Ich will sein Verhalten nicht schön reden, aber versuch dich mal, in seine Lage zu versetzen: Er lernt eine Frau kennen, verliebte sich, entschloss sich zum Heiraten und freute sich darauf, mehr Zeit mit ihr im gemeinsamen Heim zu verbringen - und bald darauf platzte der Traum wie eine Seifenblase, da ein kleines Baby auf die Welt kam, das deine ganze Aufmerksamkeit benötigte. Er wurde quasi ins kalte Wasser geworfen; Familienvater von heute auf morgen, was ja eine riesige Verantwortung ist. Wahrscheinlich fürchtet er sich davor, dieser nicht mehr gerecht werden zu können und macht dir deshalb diese Vorwürfe. Klingt für mich nach purer Verzweiflung!

Aber gut, was kannst du tun...eine Frage: Verbringt ihr auch mal Zeit zu zweit und nehmt euch einen Babysitter? Dadurch könntest du deinem Mann zeigen, wie wichtig er dir ist. Macht euch einen schönen Abend, geht aus...ist klar, dass man mit Kind nicht mehr so flexibel ist, aber darunter darf die Partnerschaft nicht leiden.

Ja,
doch wir haben schon Zeit füreinander. Auch weil unser Kind jetzt halbtags in die Kita geht. Wir sind beide selbständig, also können uns auch die Zeit frei einteilen. Ich verstehe auch wenn er unterbewusst eifersüchtig ist, aber ich muss mir ständig Vorwürfe machen lassen, mich ständig unterbuttern lassen. Ich kann nichts, ich wäre nichts, das einzige was ich könnte wäre Mutter sein. Ich bin auch keine normale Mama, ich schminke mich auffällig, trage schicke und sexy Klamotten, trotzdem sagt er mir, dass ich nicht attraktiv wäre. Im Gegenzug ist er auf alles eifersüchtig. Egal was und wie ich was mache, ich kann ihn nicht zufrieden stellen. Und das liegt so schade es klingt an unserem Kind. Ich habe immer das Gefühl dass unser Kind zwischen uns steht. Irgendwann kann man eben nicht mehr. Ich möchte aber nun gerne Mutter sein, und auch gerne jetzt oder in absehbarer Zeit nochmal Mutter werden. Aber er kommt mit Familienleben nicht klar. Mit ihm was zu unternehmen was kindgerecht ist, ist ein Kampf. Kleinigkeiten wie Spielplatz oder Ausflüge, dazu muss ich ihn regelrecht zwingen. Er schläft aus, steht nicht morgens mit auf. Er lebt komplett neben uns her und macht sein eigenes Ding. Deshalb weiss ich nicht was ich machen soll. Ich bin unglücklich.

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17. April 2011 um 23:43
In Antwort auf forba_12516329

Das problem ist...
Nun ja, unser Kind war so gesehen ein gewollter Unfall. Wir haben in Kauf genommen dass es passieren kann, aber dass es so schnell geht konnten wir nicht ahnen. Klar, lasse ich ihm Zeit mit Kind. Habe es schon so oft versucht. Wenn er mit ihm alleine zuhause ist, dann legt oder setzt er sich aufs Sofa und guckt fern. Er gibt sich nicht mit seinem Kind ab. Wenn, dann muss ich ihm das sagen. Lies mal ein Buch mit ihm, spiel mal mit ihm. Solche Dinge. Einen Babysitter haben wir auch manchmal, dann kommen die Großeltern und wir haben Zeit für uns. Ich denke, ihm war die Tragweite eines Kindes nie bewusst, das stört ihn. Immer noch. Ich versuche ja alles aber es fruchtet nicht. Ich glaube, er ist einfach kein Familienmensch. Er liebt sein Kind, das ist sicher, aber er hat nicht die Kraft oder die Lust sich damit auch zu beschäftigen oder auseinander zu setzen. Für mich ist nun aber der Wunsch nach einem Geschwisterkind da. ICh möchte gerne eine kleine funktionierende Familie haben. Ich habe ja nun erkannt dass das mit ihm nicht möglich ist. Ich weiss, wenn wir ein zweites Kind bekommen, ist alles endgültig aus. Die Frage ist nun, wartet man jetzt darauf bis einer von uns beiden geht oder geht man lieber gleich? Ich glaube fast dass ein gemeinsamer in unserer Situation fast nicht mehr möglich ist. So schade das klingt.

Du
solltest dich gedanklich erst einmal mit der Beziehung auseinander setzen, bevor du dich mit dem Wunsch nach einem zweiten Kind auseinandersetzt!

Und manchmal reicht einfach nicht! Männer fühlen sich nach der Geburt eines Kindes meistens zurückgesetzt und vernachlässigt. Ihr solltet eine Regelmäßigkeit, z.B. einmal die Woche oder alle zwei Wochen einen Abend für euch haben.

Funktioniert eurer Sexleben denn noch? Wie alt seid ihr überhaupt?

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4. Mai 2011 um 13:55

Dein Mann...
braucht glaub ich Hilfe. Ich habe den Eindruck, dass er dich sehr liebt- sonst hätte er wohl schon seine Sachen gepackt.

Nun ist es aber alles so wie es ist- euer Kind ist da und euer Kind braucht doch ganz dringend seinen Papa! Ist ihm das bewusst, dass er nicht nur Geld ranschaffen muss für euch,sondern dass ihr beide ihn liebt?? Also dass sein Kind ihn liebt? Das kann ihn doch nicht kalt lassen, oder?

Zum anderen...vielleicht kommt die extreme Reaktion deines Mannes aus seiner eigenen Kindheit? Wie ist sein Vater mit ihm umgegangen? Wie geht er sonst mit anderen Kindern um? Denn ich finde es schon krass, dass er sich nach 2 Jahren immer noch nicht in seine neue Rolle eingefunden hat. Ich habe schon sehr viel erlebt und bei den meisten Dingen steckten Erlebnisse aus der eigenen Kindheit dahinter. Das muss ihm gar nicht bewusst sein, aber wenn es denn so ist, wäre das ein Punkt an dem ihr ansetzen könnt.

Würde mich sehr interessieren ob ihr zu einer Lösung kommt!

LG!!

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4. Mai 2011 um 14:55

Was...
bringts denn jetzt zu sagen hättet ihr doch, warum habt ihr das so gemacht. Natürlich wars früh und jetzt ist der Braten eben angebrannt, da muss man schauen was man machen kann.
Ich find den Vorschlag von Coleen sehr gut, das wollte ich eig sagen vorher: ne Familientherapie oder so und ich würde nicht sagen dass das nix bringt. ich glaube das kann SEHR VIEL bringen. Vielleicht bringts seinen Knoten zum platzen! Mitmachen muss er natürlich, das ist wohl das größere Problem einen Mann zum Therapeuten schleifen und zum reden zu bringen

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