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Nach 4 Jahren wieder getrennte Wohnungen wegen Karriere?!

3. Juni 2005 um 18:31

Hallo ihr Lieben,

mein Freund (27) und ich (25) sind nun schon seit über 4 Jahren zusammen. Abgesehen von den üblichen Hochs und Tiefs sind wir beide sehr glücklich miteinander.

Wir wohnen seit 3 Jahren zusammen, was auch super klappt. Im ersten Jahr hatten wir eine Fernbeziehung (über 300km), was für beide sehr anstrengend war (haben uns immer sehr vermisst, obwohl wir durch das Studium fast jede Woche von Donnerstagabend bis Montag beieinander waren).

Nun das "Problem": Uns beiden ist die "Karriere" recht wichtig (haben ja auch beide studiert), zumindest in den nächsten Jahren bis später irgendwann die Familienplanung ansteht. Da die Situation auf dem Arbeitsmarkt ja derzeit nicht so berauschend aussieht, ist es möglich, dass wir in naher Zukunft in unterschiedlichen Städten arbeiten (sind beide dabei uns umzuorientieren und zu bewerben).

Vielleicht muss ich noch dazu sagen, dass ich wahrscheinlich - wenn ich schon eine Fernbeziehung führen "muss" - die Jobwahl entfernungsmäßig nicht einschränken möchte. Klar werden wir uns beide bemühen, dass es nicht so weit weg ist, aber falls wir unsere "Traumjobs" finden, dann ist es auch egal ob es jetzt 200km oder 600km sind.

Mein Freund ist der Meinung, dass wir für die Karriere gegebenenfalls wieder eine Fernbeziehung in Kauf nehmen müssen und eben beide weiterhin versuchen in der selben Stadt einen passenden und zufriedenstellenden Job zu finden. Ich bin im Grunde auch dieser Meinung, habe aber trotzdem Angst nach 3 Jahren Zusammenwohnen wieder eine Fernbeziehung zu führen. Ich denke auch nicht, dass wir dann (wenn es bei beiden beruflich gut laufen sollte) so schnell wieder alles aufgeben um wieder zusammenzuziehen. Außerdem fürchte ich, dass wir uns auseinanderleben, jeder sich ein "eigenes Leben" aufbaut usw. Mein Freund meint dazu, "wenn es so sein soll, dass wir diese Phase nicht überstehen, dann sind wir sowieso nicht die richtigen füreinander". Damit hat er ja auch wieder recht - andererseits, soll man das Glück ja auch nicht allzu arg herausfordern, oder?! V.a. wo wir doch wissen, dass wir beide nicht die Menschen sind, die mit einer Fernbeziehung gut leben können. Und v.a wo ich doch weiss, dass ich diesen Mann über alles liebe, ihn heiraten und Kinder mit ihm kriegen möchte.

Was meint ihr dazu? Hat jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht?

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3. Juni 2005 um 21:19

Das ewige Dilemma im Leben einer Frau.
Tja, Nomi. Da musste wissen, was DU willst.
Die tolle Karriere? Den tollen Mann?
Da muss frau selbst durch.
Deine Befürchtungen sind berechtigt.
Dein Wunsch nach tollem Job auch.
Aber unter einen Hut passen sie zur Zeit halt nicht.
Und das tun sie sehr oft nicht. Leider!

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3. Juni 2005 um 22:28

Klar, stimmt!
Aber dann hätte sie nicht posten müssen. Ist ihr Problem.
Könnte auch der männliche Teil lösen.

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4. Juni 2005 um 12:57

Hallo Brooke
Vielen Dank für deinen sehr interessanten Beitrag!

Was mich glücklich macht ist ein ausgefülltes Berufsleben (zumindest in den nächsten 5-10 Jahren), d.h. ein Job der mir Spaß macht UND ein glückliches Privatleben, das ich (nach jetzigem Stand) auch in Zukunft (im Rahmen einer Familie) mit meinem Freund verbringen möchte.

Es ist definitiv nicht so, dass ich Wert darauf lege ob unsere Beziehung von unserer Umwelt als "konventionelle Beziehung" betrachtet wird. Vielmehr denke ich ebenso wie du, dass Fernbeziehungen in der heutigen Zeit normal sind, v.a. wenn jeder gewisse (berufliche) Ziele im Leben erfüllen möchte. Ich denke im Übrigen auch, dass diese Meinung bei den studierten in meinem Alter überwiegt.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass nicht jeder Mensch bzw. nicht jedes Paar für eine Fernbeziehung gemacht ist. Ich finde es super wenn Paare es schaffen ihre Beziehung über Wochenendbesuche, Emails und Telefonate aufrecht zu erhalten, wenn der eine in Paris und der andere in London lebt. Da wir aber, wie schon gesagt, während unseres ersten Jahres eine Fernbeziehung geführt haben, weiss ich, dass so etwas für uns beide nicht einfach ist. Daher würde ich auch sagen, dass UNS eine Fernbeziehung eher schadet als "neues Leben in die Beziehung bringt".

Ich stimme dir 100%ig zu, dass ich unzufrieden sein werde, wenn ich meine Karriere jetzt für die Beziehung "opfere" - sowohl wegen der Tatsache, dass ein befriedigendes Berufsleben sehr wichtig ist als auch wegen dem finanziellen Aspekt. Und klar, will ich mich nicht abhängig machen - so naiv bin ich auch nicht, dass ich nicht weiss, dass eine Beziehung aus welchen Gründen auch immer jederzeit scheitern kann. (Trotzdem muss ich sagen, dass ich ebenso wie mein Freund an die große Liebe glaube, auch wenn es sehr viel wahrscheinlicher ist, dass wir nur "Lebensabschnittspartner" füreinander sind)

Es ist auch nicht so, dass die Situation für meinen Freund leicht ist und er würde auch nie verlangen, dass ich "als Frau" zurückstecken muss, nur damit er "als Mann" sich beruflich weiterentwickeln kann. Er ist ebenso wie ich bemüht die beste Lösung für beide bzw. für uns als Paar zu finden.

Das eigentliche "Problem" liegt im Grunde darin, dass die Situation für mich einfach nicht leicht ist, dass ich mir sehr viele Gedanken mache (die Frauen sich im allgemeinen vermutlich häufiger machen als Männer), dass Herz und Kopf nicht immer das Gleiche sagen, dass ich Angst habe die Beziehung könnte daran scheitern usw.

Ich würde mich bei einem entsprechenden Jobangebot auch für die Fernbeziehung entscheiden, trotzdem fällt es mir schwer nach 3 Jahren Zusammenleben das Glück noch einmal herauszufordern!

Nomi

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4. Juni 2005 um 14:00
In Antwort auf nomi01

Hallo Brooke
Vielen Dank für deinen sehr interessanten Beitrag!

Was mich glücklich macht ist ein ausgefülltes Berufsleben (zumindest in den nächsten 5-10 Jahren), d.h. ein Job der mir Spaß macht UND ein glückliches Privatleben, das ich (nach jetzigem Stand) auch in Zukunft (im Rahmen einer Familie) mit meinem Freund verbringen möchte.

Es ist definitiv nicht so, dass ich Wert darauf lege ob unsere Beziehung von unserer Umwelt als "konventionelle Beziehung" betrachtet wird. Vielmehr denke ich ebenso wie du, dass Fernbeziehungen in der heutigen Zeit normal sind, v.a. wenn jeder gewisse (berufliche) Ziele im Leben erfüllen möchte. Ich denke im Übrigen auch, dass diese Meinung bei den studierten in meinem Alter überwiegt.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass nicht jeder Mensch bzw. nicht jedes Paar für eine Fernbeziehung gemacht ist. Ich finde es super wenn Paare es schaffen ihre Beziehung über Wochenendbesuche, Emails und Telefonate aufrecht zu erhalten, wenn der eine in Paris und der andere in London lebt. Da wir aber, wie schon gesagt, während unseres ersten Jahres eine Fernbeziehung geführt haben, weiss ich, dass so etwas für uns beide nicht einfach ist. Daher würde ich auch sagen, dass UNS eine Fernbeziehung eher schadet als "neues Leben in die Beziehung bringt".

Ich stimme dir 100%ig zu, dass ich unzufrieden sein werde, wenn ich meine Karriere jetzt für die Beziehung "opfere" - sowohl wegen der Tatsache, dass ein befriedigendes Berufsleben sehr wichtig ist als auch wegen dem finanziellen Aspekt. Und klar, will ich mich nicht abhängig machen - so naiv bin ich auch nicht, dass ich nicht weiss, dass eine Beziehung aus welchen Gründen auch immer jederzeit scheitern kann. (Trotzdem muss ich sagen, dass ich ebenso wie mein Freund an die große Liebe glaube, auch wenn es sehr viel wahrscheinlicher ist, dass wir nur "Lebensabschnittspartner" füreinander sind)

Es ist auch nicht so, dass die Situation für meinen Freund leicht ist und er würde auch nie verlangen, dass ich "als Frau" zurückstecken muss, nur damit er "als Mann" sich beruflich weiterentwickeln kann. Er ist ebenso wie ich bemüht die beste Lösung für beide bzw. für uns als Paar zu finden.

Das eigentliche "Problem" liegt im Grunde darin, dass die Situation für mich einfach nicht leicht ist, dass ich mir sehr viele Gedanken mache (die Frauen sich im allgemeinen vermutlich häufiger machen als Männer), dass Herz und Kopf nicht immer das Gleiche sagen, dass ich Angst habe die Beziehung könnte daran scheitern usw.

Ich würde mich bei einem entsprechenden Jobangebot auch für die Fernbeziehung entscheiden, trotzdem fällt es mir schwer nach 3 Jahren Zusammenleben das Glück noch einmal herauszufordern!

Nomi

Vielleicht ist es für dich nur schwerer
zuzugeben, daß dir deine Karriere wichtiger ist als die Beziehung?
Da sagst du einerseits, daß du davon ausgehst, daß eine Fernbeziehung eurer Beziehung eher schadet und andererseits, daß du dich bei entsprechendem Angebot f ü r
die Fernbeziehung entscheiden würdest.
Ich glaube, deine Entscheidung ist schon getroffen und das Unwohlsein, was bleibt, ist vielleicht nur ein bischen Wehmut, weil sich deine Entscheidung bei aller Logik und Emanzipiertheit doch irgendwie falsch anfühlt.
Da meutert das Herz noch ein klein wenig, aber hat es wirklich was zu sagen?
Im Übrigen können nicht nur Beziehungen jederzeit
scheitern

Liebe Grüße

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