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Nach 3 Monaten Diskussionen & Streit - bitte um Hilfe

7. Juli 2014 um 9:46

Hallo, mein Freund und ich sind seit knapp 3 Monaten zusammen, beide auf 1. Blick verliebt. Mittlerweile ist so langsam Alltag da. Und damit auch die ersten Diskussionen. Wir leben 60 km entfernt, sehen uns arbeitsbedingt nur am Wochenende. Er spricht aber jetzt schon davon, dass wir uns nach einem Job für mich in seiner Nähe (ohnehin viel bessere Verdienstmöglichkeiten) umsehen und macht Pläne mit mir. Soweit alles gut, wir sind uns beide einig, dass das mit uns was Großes ist. Dieses Wochenende haben wir uns nach zwei Wochen wiedergesehen, da ich das letzte im Urlaub war. Große Freude, aber auch große Erwartungshaltung. Die erste Nacht waren wir auf einem Geburtstag , er war am Ende betrunken (viele Komplimente, du bist die tollste Frau für mich/so hübsch/schaut alle her, das ist meine Freundin. Trotz Alkohol war das irgendwie süß.) Auch alles ok soweit, am 2. Tag jedoch Zankereien wegen Kleinigkeiten --> ich sitze an der Playstation, er "Nein, du musst das so und so." Ging so weit, dass ich dann aus dem Raum ging "Hab jetzt keine Lust mehr" und er mir hinterherkam und sagte, war doch nicht böse gemeint und "Ich will uns doch einfach nur als ein S*HEISS Team, das funktioniert! Ohne Drama, es könnte so einfach sein!". Sehe ich auch so, aber ich habe große Probleme zu vertrauen (Vergangenheit). Das weiß er auch, er kann auch nichts dafür, aber ich kann auch nicht aus meiner Haut. Ich weiß, dass ich daran arbeiten muss.
Kurzum: Er gibt sich Mühe (obwohl er Gefühle wie gesagt nicht so zeigen kann) und ich hab zu hohe Erwartungen. Und so kam es, dass ich ausgeflippt bin, weil er mich in der zweiten Nacht gemeinsam im Bett nicht angefasst hat (so dachte ich. Völlig überzogen, aber da hatte sich einiges angestaut, ich "wartete" regelrecht darauf, dass er mir seine Gefühle zeigt bzw. wie er sich freut mich wiederzusehen.) Er ist jedoch halt einfach so einer, der das nicht kann und erst lernen muss, mit Nähe umzugehen (sagte er mir mehrmals auch, ich bin auch die erste Beziehung die ihm wirklich sehr viel bedeutet).

Kracher war dann die dritte große Diskussion Sonntagabend, als er sich fiebrig fühlte und seine Ruhe wollte und patzig wurde, weil a) die WG-Bewohner gleich wieder nach Hause kämen, b) eine lange Arbeitswoche vor ihm lag und c) ich ihn bitte heut 2-3 h noch allein lassen, sprich zuhause schlafen, sollte. Ich: Überfordert, Tränen nahe. Bin nicht dein Stressventil & er soll seinen Ärger woanders ablassen und ich geh jetzt, mein Zug fährt in ner Stunde. - Er: "In ner Stunde? Alter, dann bleib doch so lang da und mach keine so dummen Andeutungen!"... Argumente über Argumente. Irgendwann standen wir an der Tür, haben uns verabschiedet und gesagt, wir sehen uns dann nächstes Wochenende. Ich bekam dann eine SMS "Es gab das Wochenende auch viele schöne Momente - diese sollte man nicht aus dem Blick verlieren." Ich hab den ganzen Heimweg geheult, weils so weh tut, mit ihm zu streiten. Er ist mir so unglaublich wichtig und ich ihm auch und wir machen es uns so schwer. Ich hab solche Angst, dass er alles hinschmeißt. Warum ist das so? Was können wir ändern?

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7. Juli 2014 um 10:14

Chill ma...
Ihr seid gerade 3 Monate zusammen. Ihr findet euch gerade. Das ist einfach eine schwierige Situation, weil man sich nicht so gut kennt.

Ansonsten würde ich das Wochenende einfach abhacken. Er hat sich krank gefühlt und da kann ich ihn echt verstehen, wenn er dich dann nicht bei sich haben will. Seine Begründungen klangen absolut nachvollziehbar und sind verständlich.

Du hast Angst, dass er dich nicht gut findet, erkenne mich bei dir wieder aber wenn er an diesen Geburtstag nur Augen für dich hatte, dann mach dir keine Gedanken.

Freu dich auf das nächste Wochenende und wünsche ihn gute Besserung!

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7. Juli 2014 um 10:24

@mrgreen...
ich hab hier seit Jahren nicht mehr geschrieben soweit ich weiß... ich will also auch dazu keinen Bezug herstellen, da in der Zwischenzeit viel anderes passiert ist.

Meine Erwartungshaltung ist hoch, aber in dem Sinne, dass ich einfach sehr verkuschelt bin (und ja, Nachholbedarf habe, weil ich lange Single war), bei ihm aber eben umgekehrt, er muss sich erst wieder dran gewöhnen. Hier haben wir mittlerweile einen Nenner gefunden, glaube ich. Problematisch ist einfach nur noch mein Vertrauen, ich muss das dringend in den Griff kriegen. Es kann nicht sein, dass ich austicke, wenn er nicht mit mir schlafen will (nach 2 Wochen aber dennoch verständlich, dass ich zu ihm sage "Weißt du, wie ich mich fühle, wenn wir uns nach 2 Wochen sehen und du mich nicht mal anfasst?") Ich weiß nicht, ob das richtig war, aber ich war da einfach ehrlich, das musste einfach raus. Er sagte dann, er habe das Gefühl, 4-5x am Tag ein schlechtes Gewissen wegen irgendwas haben zu müssen, weil ich wegen irgendwas grantig sei. Ich antwortete, das brauchst du nicht denken, ich sag dir schon, wenn was nicht ok ist und dann besprechen wir das.

Punkt 2 ist einfach seine Sturheit. Dieses "Du fährst heute heim, weil ich das so will." (überspitzt ausgedrückt!) Es ging mir nicht mal um gestern, dass er nach dem WE zusammen noch etwas Ruhe für sich wollte, sondern darum, dass er EINMAL auf meinen Wunsch eingeht. Habe ihm dann vorgehalten "Weißt du, ich nehme so viel Rücksicht. Am Geburtstag deiner Mom fragten mich alle, warum ich nichts trinke, ich sagte, weil ich noch heimfahren muss und sie fragten, warum ich heimfahren müsse - weil du deine Ruhe wolltest vor dem Wochenstart. Und letzte Woche wolltest du an deinem Geburtstag (den hasst er) auch deine Ruhe, hab ich auch akzeptiert. Ich akzeptiere immer alles, ich will einfach mal, dass auch mal auf MICH eingegangen wird."
Ich weiß nicht, ob er dran arbeiten kann, ich hab das Gefühl, alles ist gut, so lange es nach seinem Kopf geht.

Ich WEISS andererseits aber auch, dass er sich Mühe gibt, unüblich viel Nähe sucht (sofern ich das jetzt beurteilen kann, da er sagte, er war früher ganz anders zu den Mädchen und hat sie einfach stehenlassen wenn er keinen Bock hatte). Ich merke, wie viel ich ihm bedeute.

Und daher mach ich mir so Sorgen. Er bot mir gestern beim Abschied an, später zu telefonieren "Für jetzt komm bitte einfach gut nach Hause, mehr will ich nicht.". Ich fragte dann später, ob er noch reden mag, keine Antwort. 2 h später scheib ich ihm gute Besserung und gute Nacht, sagte er, dankeschön, wir können ja morgen telefonieren.

Leute, ich hab einfach Angst, dass er alles hinwirft oder bemerkt, er will das alles nicht und doch lieber allein sein... ich weiß grad nicht ein noch aus, ich sitz im Büro und kann absolut nicht denken, schau ständig aufs Handy. Mir gehts furchtbar. Ich will ihn nicht verlieren.

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7. Juli 2014 um 11:26

...
Aber was kann ich tun? Er will jetzt wohl definitiv seine Ruhe und ich sollte warten, bis er Lust und Nerv hat zu telefonieren... aber ich würde ihm so gern schreiben, dass ich überreagiert hab und es mir leid tut. Ich würd so gern zu ihm fahren und ihn in den Arm nehmen (geht nicht - 60 km entfernt, erst am WE). Aber ist es nicht falsch, die ganze Schuld des Friedens willen auf sich zu nehmen? Ich weiß echt nicht, was richtig ist. Ich will einfach nur, dass wir glücklich miteinander sind und uns nicht ständig zanken, weil ich zu wenig vertraue und er nicht so viel Nähe braucht wie ich. Ich komme mit dem Maß an Nähe klar, aber ich brauche Zeit, Vertrauen aufzubauen, gleichzeitig einfach ab und zu ein paar Kompromisse. Ich weiß nicht, was ich machen soll, ich will einfach nur, dass wir wieder so happy und sorglos sind, wie es war.
Was kann ich nur tun?

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7. Juli 2014 um 12:52

"Ich hab solche Angst, dass er alles hinschmeißt."
Man kann wohl nur hoffen, dass er ganz schnell alles hinschmeißt, um sich selber zu schützen...
Was ist denn bei dir so verkorkst? Weiter unten stellst du dich fast schon als Märtyrerin dar, weil du mal einen Abend nichts getrunken hast, damit er nicht fahren muss.
Akzeptier deinen Freund so, wie er ist. Wenn er jemand ist, der lieber mal seine Ruhe hat, bevor der Alltagsstress wieder los geht, dann werde ein TEIL DIESER RUHE und stress ihn nicht noch zusätzlich.

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7. Juli 2014 um 13:20

@snegurochka
Das hast du komplett falsch verstanden! Am Geburtstag seiner Mom hatte ich eigentlich geplant, nach dem Fest bei ihm zu übernachten und nicht noch 60 km heimzufahren. Er bestand da aber drauf - war ebenfalls ein Sonntagabend, wo er einfach noch bisschen Ruhe vor der neuen Woche wollte. Klar hatte ich da Verständnis, aber seine Familie hat ihn auch gefragt "Was schickst du das arme Mädel denn heut noch heim, spinnst du?" Ich hab ihn da verteidigt, aber gestern eben dasselbe. Hätt einfach nur gern mal, dass er da vielleicht mal nachgeben kann und sagt, gut, bleib halt heut da, wenn es dir so wichtig ist.
Ich hatte ihm sogar angeboten, aus dem Zimmer zu gehen bzw. mich selbst zu beschäftigen... hab ihm mehrmals gesagt, du, ich brauch keine 24h-Betreuung, ich bin nur gerne bei dir.


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