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Nach 25 Jahren das Ende

3. Oktober 2014 um 21:32 Letzte Antwort: 15. Oktober 2014 um 10:52

Hallo Ihr alle
Da ich nicht weiss, mit wem ich darüber sprechen soll, mir es aber mal von der Seele reden möchte, bin ich nun hier. Also ich habe meinen Mann vor 25 Jahren kennengelernt und wir haben vor 14 Jahren geheiratet, Unsere beiden Söhne sind 13 und 10. Der Kinder wegen (wie so oft) sind wir schon ziemlich lange unglücklich zusammen. Eine Paartherapie haben wir ohne Erfolg hinter uns. Es gab einfach schon von Anfang an ein paar grundsätzliche Dinge die nicht aus der Welt zu schaffen waren, wo wir beide immer gehofft haben, das wird schon irgendwann besser. Mein Mann fand mich immer sehr begehrenswert, hat mir immer gesagt wie sehr er mich liebt und wollte auch oft Sex. Je mehr er wollte, desto weniger wollte ich. Ich störte mich an immer mehr Sachen die er machte. Da er wirklich frustriert war, trank er jeden Abend Weinbrand-Cola und kiffte, damit er nicht ausflippt, wie er sagt. Da ich meine Kindheit mit einer alkoholkranken Mutter verbrachte, ist das regelmässige Trinken für mich ein rotes Tuch. Doch mein Mann lässt mich spüren, dass es meine Schuld ist, dass er trinkt und kifft.Nun ist die Bombe geplatzt und wir sind uns einig, dass es so nicht weitergeht.Er hat auch sexuelle Phantasien, die ich ihm nicht geben kann und möchte.Doch darauf will er nicht verzichten. Ich dachte wirklich (wie viele andere sicher auch), dass das mit uns ewig hält. Und wir sind wirklich super Schauspieler, alle denken wir sind eine Traumfamilie. Also ist es im Moment so, dass er die letzte Nacht das erste Mal woanders war und auch jetzt bis morgen unterwegs ist. Ich habe ihm gesagt, dass ich erst mal das Beste für die Kinder will. Wir haben Bekannte, da hat sich der Mann eine Neue gesucht, wohnt aber noch zuhause(2 Kinder 14+11).Und alle haben sich damit arrangiert. Als ich das hörte, habe ich gedacht, das könnte ich ja nie. Nun bin ich in der selben Situation und überlege ob dies auch für uns eine Option wäre. Die letzten Tage habe ich fast durchgehend geheult, obwohl ich doch eigentlich froh sein müsste, dass die Situation (in welcher Richtung auch immer) sich endlich ändert. Es ist ja auch wirklich so, dass meine Gefühle gegenüber meinen Mann erschreckenderweise so sehr abgekühlt sind. Es gibt sowenig Gemeinsamkeiten zwischen uns.Das grösste Problem ist, wie wir es den Kindern sagen. Ich habe mir überlegt, ihnen zu sagen, dass man sich als Ehepaar ja anders lieb hat, als wie wenn man gut befreundet ist.Nun haben sich die Gefühle zwischen uns so verändert, dass wir eben noch gut befreundet bleiben aber halt uns als Ehepaar nicht mehr lieben.Und für die beiden ändert sich nichts, weil wir ja weiter als Familie zusammenwohnen. Meinem Mann habe ich gesagt, dass ich nicht weiss, ob ich das kann. Zur Zeit kann ich ihm kaum in die Augen schauen, geschweige denn mit ihm sprechen ohne gleich zu heulen (wahrscheinlich Selbstmitleid). Ich weiss ja nicht, wo und mit wem er sich gerade vergnügt, doch falls es eine neue Beziehung ist, wird es für die Zukunft natürlich schwierig in dieser Konstellation. Ich brauche erstmal keinen Mann mehr an meiner Seite.Aber ich glaube, dass es mehr solcher angeblich "tollen Traumfamilien" gibt, als man denkt. In unserem Bekanntenkreis haben sich zwei Paare getrennt, von den man es nie geglaubt hätte. Da ich im Moment mit niemanden darüber sprechen kann ( wüsste auch nicht mit wem) da ich sofort anfangen muss zu heulen, wäre ich froh ein paar Meinungen von Euch zu hören.
Liebe Grüsse Suesse 572

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7. Oktober 2014 um 8:00

Hallo Suesse
das ist ja echt eine Sch...situation, in der ihr euch befindet. Ich kann dich gut verstehen aber deine Idee, in einer Art WG zusammenzuleben, ist kaum umzusetzen. Ich bin auch der Mensch, der für seine Kinder alles tut aber ich glaube, deine Idee würde nach hinten losgehen.
Wenn es wirklich keine Gefühle mehr gibt, ist es für alle Beteiligten am besten, sich räumlich zu trennen. Auf längere Sicht, wird es allen gut tun, auch den Kindern.
Wie soll es dir besser gehen, wenn alles weiterläuft wie bisher. Man kann nur Abstand und Ruhe finden, wenn man sich nicht mehr sieht. Kann dein Mann nicht erstmal für eine Weile ausziehen und ihr schaut, wie es dann für euch ist. Kinder bekommen mehr mit, als du ahnst. Sie brauchen glückliche Eltern, egal ob diese zusammen oder getrennt sind.

lg

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7. Oktober 2014 um 10:12

Räumliche Trennung
Hallo,

ich kann deine Traurigkeit sehr gut verstehen. Habe auch gedacht das meine Ehe für immer wäre, doch vor vielen Jahren habe ich herausgefunden das mein Mann eine Geliebte hat.

Es hat so unendlich weh getan und doch solltest du die Hoffnung nicht verlieren wieder glücklich zu werden. Ich halte jedoch deine Vorstellung von Zusammenleben und jeder geht seine eigene Wege für sehr schwierig.

Ich kann mir auch vorstellen das dies zu extremen Spannungen zwischen euch führt, welches für die Kinder mehr als schwierig wäre zu verstehen.

Liebe allein glücklich, als zu weit unglücklich. Eure Lebensvorstellungen gehen derart auseinander, zumal ihr ja bereits eine Ehetherapie gemacht habt, das auch das "Miteinanderleben" zum scheitern verurteilt ist.

Zumal das Trinken und Kiffen nicht unbedingt Vorbildfunktion hat, wenn Kinder da sind.

Als mein Mann und ich uns getrennt haben, war es am Anfang recht schwierig, doch irgendwann haben wir die Kinder und ich das Leben ohne Spannung und Lügen total genossen.

Ich wünsche dir viel Glück.

Kleines 1968

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15. Oktober 2014 um 10:52

Oh Mist!
..du tust mir richtig leid.. vor allem weil es noch nichtmal deine schuld ist, dass er trinkt! ..ich hasse Leute die ihre Probleme auf andere Übertragen und es nicht schaffen das Problem selbst zu beheben. Ich kenne deine Situation in abgewandelter Form von 2 Freundinnen, da hat sich der Mann auch immer weiter distanziert (beide hatten eine geleibte). Lass sowas nicht mit dir machen.Die Kinder merken doch auch dass es dir nicht gut geht damit und wenn deine Mann oft weg ist merken sie das auch. An deiner Stelle würde ich mir wenn du es alleine nicht schaffst aus dem Freundeskreis oder Familienkreis Leute suchen die dir dabei helfen, deinem Mann zu verklickern,dass du das nicht weiter mitmachst und dich vom ihm trennst... man muss auch mal an sich denken und wieder lernen das Leben zu geniessen! Alles Gute !

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