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Nach 20 Jahren betrogen und verlassen

2. Januar 2010 um 14:54

Hallo ins Forum,
ich habe einige Beiträge gelesen und dabei gemerkt, dass ich viele Anregungen und Hilfestellungen entnehmen konnte. Daher traue ich mich nun, mein eigene Krise einmal darzustellen, um evtl.hilfreiche Tips, vielleicht auch einfach nur ein paar verständnisvolle Worte zu erhalten.

Ich bin seit 20 Jahren mit meiner Fraus zusammen, 15 Jahre davon sind wir verheiratet und haben eine wunderbare 8 jährige Tochter (unser Wunschkind, wir mußten leider den Weg einer künstlichen Befruchtung beschreiten). Aus meiner Sicht führen bzw.führten wir bisher eine sehr harmonische und glückliche Ehe mit vielen Gemeinsamkeiten, gemeinsamen Hobbies (Pferde und Reiten, Reisen, Sport,...und über alledem bzw.alles mit unserer Tochter). Im gemeinsamen Freundes und Familienkreis erlebte man uns tatsächlich überall als äußerst hamonisches und liebevolles Paar. Ich hätte natürlich voranstellen müssen, wie sehr ich meine Frau liebe. Das Jahr 2009 hat für meine kleine Famile jedoch viele einschneidende Veränderungen mit sich gebracht. Zu den schönen Seiten gehören mehrere Urlaubsreisen mit unserem Wohnmobil, darunter 2 * Ski-Urlaub, zuletzt im Herbst eine Woche im Allgäu, in der wir viel Spaß miteinander hatten (viel Wellness, Wandern, Seele baumeln lassen). Immer zu dritt, ich betone dies an dieser Stelle, da dies vielleicht eine Ursache für unsere Krise sein kann. Im Juli verstarb leider der Vater meiner Frau, zu dem sie eine innige Beziehung hatte. Gleiches gilt auch für mich. Auch hierin liegt vielleicht ein Grund für unsere Krise. Für mich kam absolut überraschend Anfang November ein Bekenntnis meiner Frau, dass sie ein Verhältnis mit ihrem Chef habe. Mittlerweile hat sie sich jetzt für diesen Mann auch von mir getrennt, wenngleich wir noch gemeinsam in unserem Haus leben, meine Frau noch häufig hier ist, dann aber abends zu ihm fährt und einen verstörten Ehemann (mich) und eine traurige Tochter zu hause hinterläßt. Nun mag man hinterfragen, ob ich tatsächlich vorher nichts gemerkt habe. In der Tat habe ich eine Wesensänderung gespürt, die ich als Traurigkeit und Nachdenklichkeit beschreiben möchte. Ich habe dies wohl gedanklich mit dem Verlust ihres Vaters in Verbindung gebracht. Nach dem Bekenntnis meiner Frau habe ich mich um therapeutishce Hilfe für uns bemüht, wenngleich mir im nachhinein ansich offenbar ist, dass sie zum damaligen bereits für sich entschieden hatte, einen "Versuch" mit diesem Mann zu starten. Dies meinte der Psychologe auch, da meine Frau von Anfang an erklärt hat, dass sie ihren Job nicht aufgeben wolle, darüber bräuche ich gar nicht mit ihr zu sprechen. Zu dem anderen Mann, er ist 11 Jahre älter, meine Frau ist im Sommer 40 geworden. Er selbst hat auch eine Familie, seine Töchter sind deutlich älter, er hat seit mehreren Jahren mit seiner Frau eine Wochenendehe geführt und lebt in der Woche in einem Apartment, in dem man sich dann wohl immer einige Stunden Auszeit genommen hat. Mir ist im Ohr, dass er zu meiner Frau gesagt hat, sie solle doch in erster Linie an sich denken. Und er werde sich von seiner Frau trennen, wenn meine Frau sich von mir trennt. Mittlerweile sind diese Schritte ja erfolgt. Ich weiß von seiner Tochter, dass er seine Frau noch bis zuletzt "belogen" hat. Meine Frau spielt hingegen seit ihrem "Bekenntnis" mit offenen Karten. Dennoch bin ich seitdem absolut kopflos. Nach unseren gemeinsamen 20 Jahren mag in unserer Ehe bestimmt einiges zum Altag geworden sei, zudem mag die Zweisamkeit gelitten haben, da wir uns sehr auf die Dreisamkeit gestürzt haben. So schief unsere Tochter häufig mit im Elternbett. Ich habe letztlich so viele Gründe und Dinge durchdacht. Die Psychologen haben auch die Verbindung zu dem verstorbenen Vater meiner Frau hergestellt, denn ihre Beziehung war sehr innig und ggfs. sucht sie nach dessem Tod (die Affäre begann in einem zeitlichen Zusammenhang) jemanden, der diese Lücke füllt.
Das mag alles sein, zudem die Fragen, die sich Frauen mit 40 vielleicht stellen. Vielleicht wirke ich auch ein wenig jünger als meinbe Frau, wenngleich ich auch 39 bin. Das alles mag dort hineinspielen. Dennoch will sie all das von mir nicht hören, was die Psychologen sageb, glaubt sie nicht. Sie will zudem, dass alles gleich bleibt, nur der Mann soll getauscht werden. Sie will mit unserer Tochter im Haus bleiben, sie will den Hund behalten, sie will dies, sie will das... An meiner Beziehung zu meiner Tochter würde sich dann ja nichts ändern, ich könnte diese ja sogar auf eine ganz neue Ebene bringen... Am schlimmsten empfinde ich jedoch die Behandlung, die sie mir jetzt angedeihen läßt. Dieses offen zu Schau getragene Telefonieren mit dem Typen, mit seinem Auto vorfahren, sich abends stundenlang für ihn in unserem Badezimmer fertig machen und dann vor den Augen unserer Tochter zu ihm zu fahren, unsere Tochter zudem zu belügen und mit ihr getroffene Verabredungen nicht einzuhalten. All dies ist Terror. Warum setze ich sie nicht vor die Tür? Seit dem Bekenntnis habe ich die meiste Zeit damit zugebracht, mir über meine Gefühle für meine Frau Gedanken zu machen. Ich komme dabei immer wieder bei dem Punkt an, wie sehr ich sie doch liebe. Ich hoffe so sehr, dass sie sich in einer Phase der Verliebtheit befindet, durch die ihre Sinne getrübt sind. Ich sehe hierin den Grund dafür, dass sie die Gefühle meiner Tochter und meine nicht mehr wahrnimmt. Ich hoffe, dass sie diese rosarote Brille irgendwann wieder abnimmt und sich hoffentlich besinnt, denn aus meiner Sicht zerstört sie meine Zukunft und auch die Zukunft unserer Tochter nachhaltig. Ich habe für mich jetzt entschieden, unser gemeinsames Haus nicht zu verlassen. Sie muß nun ausziehen und unsere Tochter will dann wohl bei ihr bleiben (wird im gleichen Ort sein, sodaß sie auch jederzeit bei mir sein kann). Dies wird jetzt eine große Veränderung für meine Tochter bedeuten, für die meine Frau jetzt ausschließlich mich und meine "Sturheit" verantwortlich macht. Ich möchte auf diesem Wege aber irgendwie für meine Ehe und unsere Familie alle Türen irgendwie offen halten. Zudem hänge ich natürlich an meinem zuhause und will mir das von meiner Frau nicht kaputtmachen lassen. Zumal ich ja ansich mit allem so zufriedern war/bin. Oh mensch, was hab ich da jetzt alles geschrieben. Am vorläufigen Ende bleibt mir noch, zu sagen, dass ich alles versuche, keinen Hass auf meine Frau auzubauen, auch wenn meine Beschreibung vielleicht negativ klingt. Ich projeziere meinen gesamten Hass auf den Typen, der aus meiner Sicht hier wissentliche eine glückliche Ehe (das gibt jetzt Gesprächsstoff, denn es muß ja was gekriselt haben, sonst wäre das ja alles nicht passiert - sehe ich persönlich nicht so, denn ich glaube eher an die unverarbeitete Trauer, Midlife-Krise, Hormone,...) und vor allem auch das Leben meiner 8 jährigen Tochter, die sich überhaupt nicht wehren kann, zerstört. Ich kann darüber tatsächlich viel schreiben und reden, einzig weiter weiß ich nicht. Ich danke Euch für Eure Geduld,
kwinni1

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2. Januar 2010 um 19:49

Ich glaube auch nicht, dass...
...ihr eine krise hattet.
es kann tatsächlich sein, dass sie durch den tod des vaters sehr unglücklich war. wahrscheinlich war sie auch sonst recht hilflos ohne ihn. viele sind gerade dann für nette schmeicheleien, komplimente usw. sehr empfänglich.
ich finde es nur schade, dass so dämliche leute, die sich vom gefühl leiten lassen, statt vernünftig zu denken, so viel kaputt machen.
wenn deine frau schon immer flatterhaft war, lass sie sausen und zieh dein ding durch.
kümmere dich um deine tochter und baue dir was neues auf.

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3. Januar 2010 um 10:29
In Antwort auf ursel_11990293

Ich glaube auch nicht, dass...
...ihr eine krise hattet.
es kann tatsächlich sein, dass sie durch den tod des vaters sehr unglücklich war. wahrscheinlich war sie auch sonst recht hilflos ohne ihn. viele sind gerade dann für nette schmeicheleien, komplimente usw. sehr empfänglich.
ich finde es nur schade, dass so dämliche leute, die sich vom gefühl leiten lassen, statt vernünftig zu denken, so viel kaputt machen.
wenn deine frau schon immer flatterhaft war, lass sie sausen und zieh dein ding durch.
kümmere dich um deine tochter und baue dir was neues auf.

Vielen Dank
Hallo nici1803,
viele Dank für Deine Anwort und vor allem die Aufmunterung, die ich damit verbinde. Nein, meine Frau war keinesfalls flatterhaft, vielleicht ganz früher mal, kennt aber meine sensible Ader sehr genau, wodurch ich sie vielleicht auch ein wenig eingeengt habe?! Keine Ahnung, ich interpretiere halt in sovieles derzeit etwas hinein. Nee, ich kann wirklich behaupten, dass wir uns 20 Jahre aufeinander verlassen konnten und geliebt haben.
Um ganz korrekt zu sein, hat die Affäre wohl kurz vor dem Tod ihres Vaters begonnen, sie hat dann aber nicht wirklich getrauert, wie die Psychologin erfragte und daraus schloß, dass die unverarbeitete Trauer jetzt in diese Gefühle für den anderen Mann eingehen. Direkt zuvor war ihr 40er Geburtstag mit einem, so finde ich, ganz unglücklichen

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3. Januar 2010 um 13:37

Du hast bereits viele mögliche Gründe
gehört und viel nachgedacht. Sicher habt ihr Dinge in eurer Ehe übersehen, vielleicht ward ihr zu viel Eltern und zu wenig Liebespaar. Leider lernen wir in der Schule nicht, wie man glückliches Paar und vernünftige Eltern wird. Die Lebensschule ist oft sehr hart und mit ganz traurigen Erfahrungen gekoppelt. Der Hass auf diesen Mann bringt dich nicht weiter. Lass es. Die Wut gehört zu deiner Frau, denn die hat sich letztendlich eingelassen und die Ehe verlassen und möchte dich nun als guten Freund und macht dir noch ein schlechtes Gewissen. Bleib du mit dem Therapeuten im Gespräch. Sorge für dich, ziehe deine Grenzen. Sei für deine Tochter da, nimm aber den Abstand zu deiner Frau, den du nun brauchst und der sehr wichtig ist. Sie hat dich tief verletzt und das darf sie wissen. Mit dieser Anteil muß sie leben . Ich rede nicht gerne von Schuld. Entdecke dich und dein Le ben und ob deine Frau nochmal Platz darin finden kann, das wird die Zeit entscheiden.
So hart es klingt. Jede Krise bietet Chancen und du wirst am
Ende ein Anderer sein , wie vor der Krise.
Alles Gute für dich
Gruß Melike

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3. Januar 2010 um 16:40

Schwierig
Hallo kwinni1,

ich kann dir nur eines sagen, sollte deine Frau zu ihrer Familie zurückfinden, glaube nicht daran, dass es nochmal so wirrd wie früher, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Schaue das du mit dir und deienr Situation zurecht kommst und tue das Möglichste für eure Tochter.

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3. Januar 2010 um 18:06
In Antwort auf kagiso_12157965

Schwierig
Hallo kwinni1,

ich kann dir nur eines sagen, sollte deine Frau zu ihrer Familie zurückfinden, glaube nicht daran, dass es nochmal so wirrd wie früher, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Schaue das du mit dir und deienr Situation zurecht kommst und tue das Möglichste für eure Tochter.

Schwierig
Hallo ilyada48,
da hast Du bestimmt recht. Zwischenzeitig konnte ich zumindest für mein Verhalten eine ganze Menge erarbeiten, erkennen, selbstreflektieren und bin mir sicher, dass einiges verändert werden muß, aber sicher auch kann. Ganz klar, die Vertrauensfrage ist ein Riesenproblem. Zudem arbeitet sie wirklich hartnäckig daran, dass meine Liebe schwindet, sagt das auch, denn sie kann wohl überhaupt nicht damit umgehen, dass ich sie nach wie vor respektiere und liebe und für sie da bin. Sie meint wohl, ich müsse sie hassen, und da ich das noch nicht tue, arbeitet sie daran. Das ist für mich sehr schwierig. Schwierig ist auch, dass sie gestern den Typen meiner Tochter vorgestellt hat. Sie waren beim Schwimmen, wo sonst ich immer dabei war, da war er dann halt auch. Klar mußte und sollte das natürlich so schnell wie möglich passieren, um den Alltag einzuleuten. Aber dass sie dann auch noch die Freundin meiner Tochter und meine Schwiegermutter mitnimmt und in diese Situation bringt finde ich dabei nicht so gut. Morgen will sie mit meiner Tochter für 3 Tage wegfahren. Der Hintergrund ist mir dabei nicht bekannt, er kommt da aber nicht hin, hat sie zumindest unserer Tochter erzählt. Dies ist nun ein absolut komisches Gefühl, denn meine Tochter war noch nie ohne ihren Papa im Urlaub, dann auch noch Ski-Fahren, dafür braucht sie ansich immer ihren Papa. Ich könnte heulen und weiß nicht, was ich verbrochen habe. Ist es ein Traum, aus dem ich nicht mehr aufwache, ist es eine Prüfung? Ich danke Euch für Eure Worte, Kwinni1

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3. Januar 2010 um 18:28
In Antwort auf dinesh_12353301

Schwierig
Hallo ilyada48,
da hast Du bestimmt recht. Zwischenzeitig konnte ich zumindest für mein Verhalten eine ganze Menge erarbeiten, erkennen, selbstreflektieren und bin mir sicher, dass einiges verändert werden muß, aber sicher auch kann. Ganz klar, die Vertrauensfrage ist ein Riesenproblem. Zudem arbeitet sie wirklich hartnäckig daran, dass meine Liebe schwindet, sagt das auch, denn sie kann wohl überhaupt nicht damit umgehen, dass ich sie nach wie vor respektiere und liebe und für sie da bin. Sie meint wohl, ich müsse sie hassen, und da ich das noch nicht tue, arbeitet sie daran. Das ist für mich sehr schwierig. Schwierig ist auch, dass sie gestern den Typen meiner Tochter vorgestellt hat. Sie waren beim Schwimmen, wo sonst ich immer dabei war, da war er dann halt auch. Klar mußte und sollte das natürlich so schnell wie möglich passieren, um den Alltag einzuleuten. Aber dass sie dann auch noch die Freundin meiner Tochter und meine Schwiegermutter mitnimmt und in diese Situation bringt finde ich dabei nicht so gut. Morgen will sie mit meiner Tochter für 3 Tage wegfahren. Der Hintergrund ist mir dabei nicht bekannt, er kommt da aber nicht hin, hat sie zumindest unserer Tochter erzählt. Dies ist nun ein absolut komisches Gefühl, denn meine Tochter war noch nie ohne ihren Papa im Urlaub, dann auch noch Ski-Fahren, dafür braucht sie ansich immer ihren Papa. Ich könnte heulen und weiß nicht, was ich verbrochen habe. Ist es ein Traum, aus dem ich nicht mehr aufwache, ist es eine Prüfung? Ich danke Euch für Eure Worte, Kwinni1


Deine Geschichte ist wirklich traurig...aber wenn du noch eine Chance haben willst,dann lass bitte deiner Frau gegenüber den Papa weg und werd wieder zu einem Mann.Das klingt sicherlich hart...aber du hast es ja selber schon gut erkannt.
Der Neue hatte bei deiner Frau sicher nur eine Chance,weil er ihr wieder das Gefühl gegeben hat eine Frau zu sein und nicht nur eine Mutter...
Deine Tochter ist 8 Jahre und schläft noch ab und zu im Ehebett?
Nimms mir nicht übel,aber man kann auch ein liebender Vater sein,ohne das die Tochter mit im Bett schläft.
Auch das du ihr gegenüber immer noch so "nett" bist, macht dich nicht wirklich attraktiver...das "Nette" hatte sie ja über so viele Jahre und wohin euch das geführt hat,sehen wir ja jetzt Immer nur Harmonie kann auf Dauer auch furchtbar langweilig sein.
Vielleicht wäre mal etwas mehr Wut angebracht...irgendeine Reaktion deinerseits,mit der sie nicht rechnet...ich will nicht behaupten,du wärst langweilig...sorry...aber deinen Postings nach zu urteilen,ist deine Reaktion irgendwie immer vorhersehbar...du wirkst so furchtbar nett
Ich wünsch dir trotzdem alles Gute und viel Kraft...
sky

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3. Januar 2010 um 21:17
In Antwort auf skyeye70


Deine Geschichte ist wirklich traurig...aber wenn du noch eine Chance haben willst,dann lass bitte deiner Frau gegenüber den Papa weg und werd wieder zu einem Mann.Das klingt sicherlich hart...aber du hast es ja selber schon gut erkannt.
Der Neue hatte bei deiner Frau sicher nur eine Chance,weil er ihr wieder das Gefühl gegeben hat eine Frau zu sein und nicht nur eine Mutter...
Deine Tochter ist 8 Jahre und schläft noch ab und zu im Ehebett?
Nimms mir nicht übel,aber man kann auch ein liebender Vater sein,ohne das die Tochter mit im Bett schläft.
Auch das du ihr gegenüber immer noch so "nett" bist, macht dich nicht wirklich attraktiver...das "Nette" hatte sie ja über so viele Jahre und wohin euch das geführt hat,sehen wir ja jetzt Immer nur Harmonie kann auf Dauer auch furchtbar langweilig sein.
Vielleicht wäre mal etwas mehr Wut angebracht...irgendeine Reaktion deinerseits,mit der sie nicht rechnet...ich will nicht behaupten,du wärst langweilig...sorry...aber deinen Postings nach zu urteilen,ist deine Reaktion irgendwie immer vorhersehbar...du wirkst so furchtbar nett
Ich wünsch dir trotzdem alles Gute und viel Kraft...
sky

Sie mutiert zum Teufel
Hallo sky,
ja, und es wird immer trauriger. Bestimmt hast Du mit der Nettigkeit recht. Eine gute Freundin meiner Frau hat gleich zu Beginn der Krise gesagt, dass es ihr ansich immer zu gut ging. Tja, aber nun attraktiver machen für meine Frau, das fällt mir ansich nicht so leicht. Zum einen kann und will ich gar nicht so sein wie der Typ, der ist halt viel älter und halt so ein beschlipster Geschäftsführertyp, der reden reden reden kann. Das kann ich zwar auch, mach dies aber eher als Berater mit sozialen Gesichtspunkten. Also, Langeweile hat meine Frau glaube ich, nicht verspürt, ich glaube eher (hab ich einigen SMS entnommen), sie sucht da ausschließlich die Abgeschiedenheit, Zweisamkeit, Verständnis, Geborgenheit. Scheinbar strahlt er das alles aus. Drum scheint er eine magische Anziehungskraft auf sie zu haben. Da sagt sie gerade zu meiner/unserer Tochter, die solange gebettelt hat, dass ihre Mama nun heute doch hier bleibt, dass sie nun wütend und traurig ist, nicht bei ihm sein zu können. Ob das wirklich so passend ist, dem Kind dies so deutlich zu sagen. Das merkt sie einfach nicht, daher spreche ich hier jetzt einfach mal von totaler Verblendung. So schafft sie es bald, dass auch ich mir keinen Rückweg mehr vorstellen kann, wenngleich ich immer noch glaube, so ist sie nicht, so war sie nie und irgendwie muß meine Frau noch unter dieser Teufelsmaske versteckt sein. Wir brauchen jetzt schnellstmöglich eine räumliche Trennung, wenn ich aber ihre Koffer vor die Tür stelle, verscherze ich es mir mit meiner Tochter sicherlich total, denn meine Frau hat ja bereits anklingen lassen, dass Papa ja will, dass Mama jetzt auszieht. Da unsere Tochter ja beständig erklärt, sie wolle bei Mama bleiben, muß sie dann ja mit ausziehen. Dabei wäre ich liebend gerne immer für meine Tochter da, könnte dies auch beruflich organisieren. Um dieses Thema durchzusprechen benötigen wir wohl einen Mediator, aber soweit ist meine Frau noch nicht. Ach Mensch, ich danke Euch für die vielen netten Wünsche. Es hilft, dies auch mal rauszulassen, vielleicht bin ich in einigem ja auch zu empfinlcih und sicher habe ich aufgrund meines Gefühlswirrwarr auch eine getrübte Brille auf. Haja, ach ja, zu dem vorhersehbar. Ich glaube gerade dies nicht, denn meine Frau hat offensichtlich überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich im Haus bleibe und für meine Tochter da sein will. Ich glaube hier liegt auch der Grund für den Terror begraben. So, nochmal Haja, vielen Dank, Gruss Kwinni1

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3. Januar 2010 um 21:42
In Antwort auf dinesh_12353301

Sie mutiert zum Teufel
Hallo sky,
ja, und es wird immer trauriger. Bestimmt hast Du mit der Nettigkeit recht. Eine gute Freundin meiner Frau hat gleich zu Beginn der Krise gesagt, dass es ihr ansich immer zu gut ging. Tja, aber nun attraktiver machen für meine Frau, das fällt mir ansich nicht so leicht. Zum einen kann und will ich gar nicht so sein wie der Typ, der ist halt viel älter und halt so ein beschlipster Geschäftsführertyp, der reden reden reden kann. Das kann ich zwar auch, mach dies aber eher als Berater mit sozialen Gesichtspunkten. Also, Langeweile hat meine Frau glaube ich, nicht verspürt, ich glaube eher (hab ich einigen SMS entnommen), sie sucht da ausschließlich die Abgeschiedenheit, Zweisamkeit, Verständnis, Geborgenheit. Scheinbar strahlt er das alles aus. Drum scheint er eine magische Anziehungskraft auf sie zu haben. Da sagt sie gerade zu meiner/unserer Tochter, die solange gebettelt hat, dass ihre Mama nun heute doch hier bleibt, dass sie nun wütend und traurig ist, nicht bei ihm sein zu können. Ob das wirklich so passend ist, dem Kind dies so deutlich zu sagen. Das merkt sie einfach nicht, daher spreche ich hier jetzt einfach mal von totaler Verblendung. So schafft sie es bald, dass auch ich mir keinen Rückweg mehr vorstellen kann, wenngleich ich immer noch glaube, so ist sie nicht, so war sie nie und irgendwie muß meine Frau noch unter dieser Teufelsmaske versteckt sein. Wir brauchen jetzt schnellstmöglich eine räumliche Trennung, wenn ich aber ihre Koffer vor die Tür stelle, verscherze ich es mir mit meiner Tochter sicherlich total, denn meine Frau hat ja bereits anklingen lassen, dass Papa ja will, dass Mama jetzt auszieht. Da unsere Tochter ja beständig erklärt, sie wolle bei Mama bleiben, muß sie dann ja mit ausziehen. Dabei wäre ich liebend gerne immer für meine Tochter da, könnte dies auch beruflich organisieren. Um dieses Thema durchzusprechen benötigen wir wohl einen Mediator, aber soweit ist meine Frau noch nicht. Ach Mensch, ich danke Euch für die vielen netten Wünsche. Es hilft, dies auch mal rauszulassen, vielleicht bin ich in einigem ja auch zu empfinlcih und sicher habe ich aufgrund meines Gefühlswirrwarr auch eine getrübte Brille auf. Haja, ach ja, zu dem vorhersehbar. Ich glaube gerade dies nicht, denn meine Frau hat offensichtlich überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich im Haus bleibe und für meine Tochter da sein will. Ich glaube hier liegt auch der Grund für den Terror begraben. So, nochmal Haja, vielen Dank, Gruss Kwinni1

Hallo Kwinni1
...wenngleich ich immer noch glaube, so ist sie nicht, so war sie nie und irgendwie muß meine Frau noch unter dieser Teufelsmaske versteckt sein.

Weisst Du Kwinni1, so traurig es auch ist, aber wenn Deine Frau noch unter dieser Teufelsmaske ist, Du wirst sie nicht finden. Ich trauere einem Mann nach der nicht mehr ist wer er mal war. Es gibt ihn einfach nicht mehr. Vielleicht auch noch irgendwo ein Stück unter einer Maske, aber diese müssen sie selber absetzten. Und wenn sie es endlich tun, ist es wahrscheinlich zu spät. Bei mir waren es auch 20 Jahre Beziehung, ich bemerkte Veränderungen, sprach ihn an...Nichts, bis der grosse Knall kam. Ab dem Zeitpunkt erkannte ich ihn absolut nicht mehr. Das letzte mal dass ich ihn sah, nach der Trennung, dachte ich es steht ein Fremder vor mir. Die Trennung war die schwerste Entscheidung meines Lebens, aber wie soll ich mit jemandem leben der nicht mehr er selber ist. Krampfhaft festhalten an einer Person die verschwunden ist.

Es tut mir sehr leid dass Deine Tochter so darunter leiden muss. Wir haben keine Kinder, das macht die Entscheidung wohl "einfacher".

Ich wünsche Dir alles Gute, ich hoffe Du findest Deinen Weg.

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3. Januar 2010 um 23:03
In Antwort auf dinesh_12353301

Schwierig
Hallo ilyada48,
da hast Du bestimmt recht. Zwischenzeitig konnte ich zumindest für mein Verhalten eine ganze Menge erarbeiten, erkennen, selbstreflektieren und bin mir sicher, dass einiges verändert werden muß, aber sicher auch kann. Ganz klar, die Vertrauensfrage ist ein Riesenproblem. Zudem arbeitet sie wirklich hartnäckig daran, dass meine Liebe schwindet, sagt das auch, denn sie kann wohl überhaupt nicht damit umgehen, dass ich sie nach wie vor respektiere und liebe und für sie da bin. Sie meint wohl, ich müsse sie hassen, und da ich das noch nicht tue, arbeitet sie daran. Das ist für mich sehr schwierig. Schwierig ist auch, dass sie gestern den Typen meiner Tochter vorgestellt hat. Sie waren beim Schwimmen, wo sonst ich immer dabei war, da war er dann halt auch. Klar mußte und sollte das natürlich so schnell wie möglich passieren, um den Alltag einzuleuten. Aber dass sie dann auch noch die Freundin meiner Tochter und meine Schwiegermutter mitnimmt und in diese Situation bringt finde ich dabei nicht so gut. Morgen will sie mit meiner Tochter für 3 Tage wegfahren. Der Hintergrund ist mir dabei nicht bekannt, er kommt da aber nicht hin, hat sie zumindest unserer Tochter erzählt. Dies ist nun ein absolut komisches Gefühl, denn meine Tochter war noch nie ohne ihren Papa im Urlaub, dann auch noch Ski-Fahren, dafür braucht sie ansich immer ihren Papa. Ich könnte heulen und weiß nicht, was ich verbrochen habe. Ist es ein Traum, aus dem ich nicht mehr aufwache, ist es eine Prüfung? Ich danke Euch für Eure Worte, Kwinni1

Du greifst nach jedem Strohhalm
Du musst letztendlich deine Entscheidung alleine treffen, aber du greifst nach jedem Strohhalm. Es ist ja kein Seitensprung, was da abgeht, es ist eine Beziehung und die geht schon länger.
Die , entschuldige, dass ich das so deutlich sage, "Idylle Familie" ist vorbei. Setze dich damit auseinander.
Ilayda48

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12. Januar 2010 um 14:32
In Antwort auf skyeye70


Deine Geschichte ist wirklich traurig...aber wenn du noch eine Chance haben willst,dann lass bitte deiner Frau gegenüber den Papa weg und werd wieder zu einem Mann.Das klingt sicherlich hart...aber du hast es ja selber schon gut erkannt.
Der Neue hatte bei deiner Frau sicher nur eine Chance,weil er ihr wieder das Gefühl gegeben hat eine Frau zu sein und nicht nur eine Mutter...
Deine Tochter ist 8 Jahre und schläft noch ab und zu im Ehebett?
Nimms mir nicht übel,aber man kann auch ein liebender Vater sein,ohne das die Tochter mit im Bett schläft.
Auch das du ihr gegenüber immer noch so "nett" bist, macht dich nicht wirklich attraktiver...das "Nette" hatte sie ja über so viele Jahre und wohin euch das geführt hat,sehen wir ja jetzt Immer nur Harmonie kann auf Dauer auch furchtbar langweilig sein.
Vielleicht wäre mal etwas mehr Wut angebracht...irgendeine Reaktion deinerseits,mit der sie nicht rechnet...ich will nicht behaupten,du wärst langweilig...sorry...aber deinen Postings nach zu urteilen,ist deine Reaktion irgendwie immer vorhersehbar...du wirkst so furchtbar nett
Ich wünsch dir trotzdem alles Gute und viel Kraft...
sky

Nun doch eine Reaktion
Hallo Forum, hallo Sky,
ich muß nun doch nochmal berichten, wie es steht. Die lange fällige Reaktion meinerseits ist erfolgt, meine Frau "wohnt" jetzt bei ihrer Mutter, 500 Meter von unserem Haus entfernt. Wir haben zudem eine Wohnung von uns (wir besitzen neben unserem Haus ein Miteshaus mit 4 Wohnungen) im gleichen Ort zum 01.04.10 gekündigt. Dort wird sie dann wohl mit unserer Tochter einziehen. Unsere Tochter ist jetzt auch mit zu ihrer Mutter gegangen, wird/will jetzt aber auch häufiger bei mir sein und auch hier schlafen. Sie kann sich das sozusagen jetzt aussuchen. Natürlich zieht es sie zur Mutter, ich glaube aber auch, dass sie dies macht, um meine Frau einfach nicht loszulassen, denn bei mir weiß die Kleine, dass sie auf mich zählen kann. Meine Frau interpretiert das natürlich ganz anders. Meine Frau versucht nun, in mir einen guten Freund zu finden, erteilt mir "Aufträge", will zu meinem Geburtstag am Freitag kommen, hat ein Geschenk. Sie hat am Tag des Auszuges das ganze Haus nochmal aufgeräumt. Ich bin mit der ganzen Situation überfordert. Seit ihrem Auszug vorgestern höre ich unentwegt (auch in der Nacht) die Haustür aufgehen. Ich war jetzt schon 2 * bei einem Therapeuten, das hilft auch weiter, nur morgens das Aufwachen ist echt schwer, denn der Sinn dessen, was dann kommt, fehlt mir. Nun machen mir die Freundinnen meiner Frau Ratschläge, ich solle doch loslassen, erkenne bzw.anerkennen, dass sie nun einen anderen liebt, sie werde nie mehr zu mir zurückkommen, sie sehe total klar, so klar, wie noch nie zuvor.... Ich muß mich natürlich damit auseinandersetzen, dass sie für immer fort ist. Ich kann es mir aber nicht erklären, wir waren so glücklich, haben einen kleinen Engel, alles, was man zum leben braucht, nie ein Wort, dass etwas fehlt. Nun, vermutlich war ich einfach zu blind, hab zu sehr geliebt , zu viel gegeben, ich weiß nicht. Leider, nee nicht leider, ich liebe sie halt noch so sehr, ihre ganzen Anmaßungen und Respektlosigkeiten haben daran bisher wenig geändert. Keine Ahnung, was kommt, ich habe halt Hoffnung, denn die stirbt zuletzt. Dank Euch für Euer Gehör und guten Worte, Kwinni1

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