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Nach 18 Jahren will er nun 'seinen' Sohn kennen lernen

12. Oktober 2011 um 19:16

Hallo zusammen.

Ich hoffe ich bin hier im richtigen Forum, denn ich habe ein riesen Problem, wenn auch wohl hauptsächlich mit mir selber.

Vor ein paar Tagen hat sich der nennen wir ihn leiblichen Vater, meines Sohnes bei mir gemeldet, mit der Bitte, 'seinen' Sohn kennen lernen zu dürfen. Dazu sei gesagt, dass mein Sohn zwar seit 2 Jahren weiß, dass mein heutiger Ehemann nicht sein Erzeuger ist. Seine Ambitionen diesen kennen zu lernen waren auch eher nicht vorhanden. Min Sohn vertrat die Ansicht, dass er sich all die Jahre nicht um ihn gekümmert hat, also müsse er jetzt auch nicht damit anfangen.

Ja, zum allgemeinen Verständnis, mein Sohn ist mittlerweile 18 Jahre und kennt seinen leiblichen Vater nur von einem Bild. Wie auch immer, dieser hat sich halt via Mail bei mir gemeldet und ich habe meinen Sohn seine Nachricht an mich lesen lassen, schlimmer noch, ich habe ihm auch zugeredet, ihm eine Chance zu geben. So kam es wie es kommen musste, die beiden schreiben sich und mein Sohn erzählt mir auch. Aber ich merke auch, wie sehr er zwischen Neugier und Abneigung pendelt, was wohl auch meine Schuld ist.

Zwar sage ich meinem Sohn wieder und wieder, dass es okay ist und das er alle Rechte der Welt hat, seinen leiblichen Vater kennen zu lernen, soweit er das möchte, aber ich kann damit nicht umgehen. Ich tue meinem Kind gerade so wenig gut, dabei will ich ihm so gerne helfen.

Ich merke immer mehr, wie mir meine negativen Emotionen und Ängste meine Objektivität nehmen.

Ich will wirklich, dass er ihn kennen lerntaber er ist doch mein Baby und er kommt nach 18 Jahren und bringt alles durcheinander, dass ist so unfair.

Sorry, aber ich heul schon wieder, ich weiß meine Denkweise ist kindisch und egoistisch und ich bemühe mich wirklich, mich zusammen zu reißen, aber es fällt mir so unendlich schwer.

Kennt das jemand oder hat einen Tipp für mich, wie ich es schaffe, meinem Sohn eine Stütze zu sein und meine eigenen Gefühle hinten anzustellen ohne daran kaputt zu gehen?

Danke für jeden Rat!

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12. Oktober 2011 um 19:21

Die
Frage die ich mir Stelle!?

Was war gewesen das dein Sohn nie Kontakt zu seinem Vater hatte?
Und warum habt ihr es ihm erst vor 2 Jahren gesagt?

Lg

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12. Oktober 2011 um 19:31
In Antwort auf torti04

Die
Frage die ich mir Stelle!?

Was war gewesen das dein Sohn nie Kontakt zu seinem Vater hatte?
Und warum habt ihr es ihm erst vor 2 Jahren gesagt?

Lg

Wenn ich jetzt sage,
wir waren jung, wäre es irgendwie zu platt. Ich habe in der Vergangenheit mehrfach versucht, dem Kindsvater den Kontakt zu ermöglichen. Er hat diesen nie gewollt, bis jetzt. Ich denke die Geburt seines 2ten Kindes hat ihn vielleicht daran erinnert, dass da noch jemand ist. keine Ahnung.

Mein Sohn ist neben seinem Bruder (eigentlich Halbbruder) und meinem Mann in einer funktionierenden Familie aufgewachsen. Wir haben lange gebraucht um festzustellen, dass es den perfekten Zeitpunkt ihm zu sagen wie es wirklich ist, nie kommen wird. Was der genaue Auslöse war, dass gerade zu diesem Zeitpunkt und zu keinem anderen, weiß ich nicht mehr.

Fakt aber ist, dass es gerade mir war es eigentlich immer ein Bedürfnis meinem Sohn eines Tages die Wahrheit zu sagen, damit er seinen leiblichen Vater kennen lernen kann. Darum bin ich auch gerade so überfordert mit meinen Gefühlen.

Das klingt alles völlig bescheuert, ich weiß

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12. Oktober 2011 um 19:41
In Antwort auf hena_12523354

Wenn ich jetzt sage,
wir waren jung, wäre es irgendwie zu platt. Ich habe in der Vergangenheit mehrfach versucht, dem Kindsvater den Kontakt zu ermöglichen. Er hat diesen nie gewollt, bis jetzt. Ich denke die Geburt seines 2ten Kindes hat ihn vielleicht daran erinnert, dass da noch jemand ist. keine Ahnung.

Mein Sohn ist neben seinem Bruder (eigentlich Halbbruder) und meinem Mann in einer funktionierenden Familie aufgewachsen. Wir haben lange gebraucht um festzustellen, dass es den perfekten Zeitpunkt ihm zu sagen wie es wirklich ist, nie kommen wird. Was der genaue Auslöse war, dass gerade zu diesem Zeitpunkt und zu keinem anderen, weiß ich nicht mehr.

Fakt aber ist, dass es gerade mir war es eigentlich immer ein Bedürfnis meinem Sohn eines Tages die Wahrheit zu sagen, damit er seinen leiblichen Vater kennen lernen kann. Darum bin ich auch gerade so überfordert mit meinen Gefühlen.

Das klingt alles völlig bescheuert, ich weiß

Ist
schon okay.
Rede mit deinem Sohn darüber,genau so wie du es hier schreibst.
Es ist an der Zeit das du deinem Sohn gegenüber ehrlich bist.

Lg

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12. Oktober 2011 um 20:37

Doch,
es bringt unsere Familie durcheinander. Eben weil mein Sohn so unsicher ist. Ist man mit 18 erwachsen oder einfach nur volljährig?

Ich habe mich 18 Jahre gekümmert, wie mein Mann, wenn es meinem Sohn fies ging, gut ging, er krank war, er traurig war etc. sein leiblicher Vater war gewollt nie da und darum habe ich ein Problem. Ich möchte meinem Sohn nicht alles sagen, was ich über seinen Erzeuger denke um ihm nicht die Chance zu nehmen ihm unvoreingenommen zu begegnen. Aber das fällt mir eben schwer.

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12. Oktober 2011 um 20:41
In Antwort auf torti04

Ist
schon okay.
Rede mit deinem Sohn darüber,genau so wie du es hier schreibst.
Es ist an der Zeit das du deinem Sohn gegenüber ehrlich bist.

Lg

Ja, aber ich
möchte meinem Sohn nicht die Chance nehmen seinem Erzeuger unvoreingenommen zu begegnen. Ich meine jeder hat ein Recht auf seine Wurzeln oder? Ich will ihm diese Chance nicht nehmen, aber andererseits..... Meine Gefühle passen eben nicht zu meinem Vernunftsdenken.

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12. Oktober 2011 um 21:36

Es ist unfair...nach so langer Zeit
des Desinteresses alles durcheinander zu bringen. seine Motive sind egoistischer wie meine und je länger ich darüber nachdenke umso wütender werde ich.Juhu, der hat sich 18 Jahre nicht für das Kind interessiert

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12. Oktober 2011 um 22:20

Er ist gar nicht
wütend gewesen, er war eher geschockt und alles was für ihn seinerzeit wichtig war, war, dass sein Papa sein Papa bleibt.

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13. Oktober 2011 um 13:22

Erzaehl Deinem Sohn
Erzaehl Deinem Sohn genau von der Situation, wie Du sie jetzt in Dir verspuerst. Er ist alt genug, um das zu verstehen und es wird ihm helfen, mit Deinen verschiedenen Reaktionen umzugehen..... Sei froh, dass Dein Kind so gross ist in solch einer fuer Dich schwierigen Situation.

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