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Muttersöhnchen

14. November 2017 um 15:46

Hallo!
Hatte hier jemand schon eine längere Beziehung mit einem Mann, der eine klammernde Mutter hatte und wo auch der Mann noch daheim gelebt hat? Könnt ihr eure Erfahrungen mit mir teilen? Ich bin (oder war) leider in solch einer Beziehung. Leider beschäftigt es mich sehr, weil ich denke, dass meine Beziehung darum gescheitert ist, weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren.

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14. November 2017 um 16:10

Na ja, ihre Hand ist sehr tief drin. Sie hat nämlich 2 Jahre lang hinten meinem Rücken auf mich herumgestochert, wie ich erfahren hab(Brauchst du das denn wirklich, mein Sohn?, Wie war denn deine Freundin heute drauf, usw....). Am Ende hat sie dann nicht mehr hinter meinem Rücken gesprochen, sondern mich einfach so beschimpft (wie ich erzogen wurde, dass ich frech bin, abgehoben, weil ich zwei Uniabschlüsse habe, meine Eltern und Geschwister beleidigt, obwohl sie sie gar nicht kennt,...). Mein Freund hat zu alledem nichts gesagt.

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14. November 2017 um 16:15

Da stimm ich dir zu...

Ein erwachsener Mann muss in der Lage sein, sich zwischen Herkunftsfamilie und Partnerin zu entcheiden.

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14. November 2017 um 16:18
In Antwort auf bluemchen2790

Na ja, ihre Hand ist sehr tief drin. Sie hat nämlich 2 Jahre lang hinten meinem Rücken auf mich herumgestochert, wie ich erfahren hab(Brauchst du das denn wirklich, mein Sohn?, Wie war denn deine Freundin heute drauf, usw....). Am Ende hat sie dann nicht mehr hinter meinem Rücken gesprochen, sondern mich einfach so beschimpft (wie ich erzogen wurde, dass ich frech bin, abgehoben, weil ich zwei Uniabschlüsse habe, meine Eltern und Geschwister beleidigt, obwohl sie sie gar nicht kennt,...). Mein Freund hat zu alledem nichts gesagt.

wie melonchen1 meinte..ich formulier es etwas anders.

Er müsste eine klare Linie vertreten.
Dass er seine Mutter nicht verliert wenn er ein eigenes Leben mit Partnerin aufbaut,andernorts.

Beschimpfen,lästern geht entschieden zu weit.Da hätte er schon mal sagen sollten"Mama..ich kann mit leben,dass Du Dich mit einigen Dingen nicht arrangieren kannst,aber bitte respektiere die Frau an meiner Seite und hör auf so über sie zu reden"..sowas in der ARt.

Wenn er da die Füsse still hält,ist es einfach traurig.
Kennen eine ähnlich aber etwas anders gelagerte FAll in der Familie..es ist einfach nur noch bedauerlich.

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14. November 2017 um 16:19

Ja, ich denke auch, dass es hauptsächlich die Pflicht des Mannes ist, sich von seiner Mutter zu lösen. Ich habe schon früher realisiert, dass die Mutter sehr dominant und klammerd ist. Aber ich dachte auch, dass sich der Sohn von ihr distanzieren möchte. Trotzdem hielt er es aber nicht aus zwei Tage nicht mit Mutti zu telefonieren. Und trotzdem kaufte er ein Haus 300 m von Mutti entfernt....

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14. November 2017 um 16:41
In Antwort auf bluemchen2790

Hallo!
Hatte hier jemand schon eine längere Beziehung mit einem Mann, der eine klammernde Mutter hatte und wo auch der Mann noch daheim gelebt hat? Könnt ihr eure Erfahrungen mit mir teilen? Ich bin (oder war) leider in solch einer Beziehung. Leider beschäftigt es mich sehr, weil ich denke, dass meine Beziehung darum gescheitert ist, weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren.

"... weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren."

nein!

eure beziehung ist gescheitert, weil dein ex nicht die eier hat,
1) klare entscheidungen zu treffen, was er eigentlich will und
2) klartext mit dir und seiner mutter zu reden!

ich vermute, er ist eher der typ, der keinen ärger will, und immer den weg des geringsten wiederstands geht. und da mama offenbar mehr stress macht, als du, hast du eben verloren...

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14. November 2017 um 17:11
In Antwort auf derspieltdochblos

"... weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren."

nein!

eure beziehung ist gescheitert, weil dein ex nicht die eier hat,
1) klare entscheidungen zu treffen, was er eigentlich will und
2) klartext mit dir und seiner mutter zu reden!

ich vermute, er ist eher der typ, der keinen ärger will, und immer den weg des geringsten wiederstands geht. und da mama offenbar mehr stress macht, als du, hast du eben verloren...

Hm, ganz so einfach ist das nicht. Bei meinem noch-Freund ist es auch so, dass er von seiner Mama allein großgezogen wurde und darum hat er jetzt mit 37 immer noch den Gedanken, ihr was schuldig zu sein und sich irgendwie "revanchieren" zu müssen. Wenn sie und ich uns streiten, kam es auch schon vor, dass er mir eiskalt in den Rücken gefallen ist und sie verteidigt hat; sie meine das nicht so, ich verstehe alles falsch ... Darum (aber nicht nur darum) waren wir auch mal getrennt.

Für meinen noch-Freund ist zB klar, dass Mama immer an seiner Seite stehen wird und wenn die Freundin das doof findet, dann liebt sie ihn nicht, weil sie ja sonst akzeptieren und das toll finden würde, wie gut er sich um Mama kümmert.
 

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14. November 2017 um 17:17
In Antwort auf bluemchen2790

Na ja, ihre Hand ist sehr tief drin. Sie hat nämlich 2 Jahre lang hinten meinem Rücken auf mich herumgestochert, wie ich erfahren hab(Brauchst du das denn wirklich, mein Sohn?, Wie war denn deine Freundin heute drauf, usw....). Am Ende hat sie dann nicht mehr hinter meinem Rücken gesprochen, sondern mich einfach so beschimpft (wie ich erzogen wurde, dass ich frech bin, abgehoben, weil ich zwei Uniabschlüsse habe, meine Eltern und Geschwister beleidigt, obwohl sie sie gar nicht kennt,...). Mein Freund hat zu alledem nichts gesagt.

Dann vergiss den Typen. Ich hab den Fehler gemacht und hab ihn wieder genommen, als er wieder zurück kam. Hätt ich nicht machen sollen, so ne Dreier-Beziehung mit Mama ist einfach mehr als ungesund...

Die Mutter von meinem noch-Freund hetzt zwar nicht so offensichtlich gegen mich, aber als ich früher mal kurzzeitig bei den beiden gewohnt hab, hab ich mir permanent anhören müssen, dass ich falsch koche, falsch bügle, falsch putze und alles, was ich mache, doch eh nicht gut genug für ihren Prinzen ist. Da hat mein noch-Freund auch nie was zu ihr gesagt und sie sogar noch verteidigt und gemeint, sie meine es nur gut und ich solle es doch positiv sehen und könne ja von ihrer jahrelangen Erfahrung als Mutter lernen.
Wtf... ich wohn seit 7 Jahren allein und das sehr erfolgreich; hab auch früher bei meinen Eltern schon im Haushalt geholfen, seitdem ich 13 war... ich brauch mir nicht mehr erklären lassen, wie ne Waschmaschine funktioniert... Das hat mit "sie meint es nur gut" nichts zu tun, da ging es darum, mir deutlich zu machen, dass ich nicht gut genug für ihren Sohn bin.

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14. November 2017 um 18:09

Mein erster Freund hat zwar nicht mehr zuhause gelebt, aber die Mutter hat mich, glaube ich, gehasst. Sie hat nie ein Wort gesprochen mit mir und ich wurde nie mit ihr warm. Er hat versucht, das so gut wie möglich zu handhaben (z.B. dass wir uns eine eigene Mietwohnung suchen, statt bei ihr im MFH zu wohnen), aber das war trotzdem immer ein doofes Gefühl. Als wir dann eine Wohnung gesucht haben, hat sie es regelrecht boykottiert. War echt blöd. 
Als wir dann getrennt waren und nach Jahren wieder vorbei zu Besuch kam, da war sie total nett und fast schon herzlich zu mir.... Naja... Bin froh, dass das bei meinen jetzigen Schwiegereltern wesentlich besser ist. 

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14. November 2017 um 18:18
In Antwort auf miezekatze91

Hm, ganz so einfach ist das nicht. Bei meinem noch-Freund ist es auch so, dass er von seiner Mama allein großgezogen wurde und darum hat er jetzt mit 37 immer noch den Gedanken, ihr was schuldig zu sein und sich irgendwie "revanchieren" zu müssen. Wenn sie und ich uns streiten, kam es auch schon vor, dass er mir eiskalt in den Rücken gefallen ist und sie verteidigt hat; sie meine das nicht so, ich verstehe alles falsch ... Darum (aber nicht nur darum) waren wir auch mal getrennt.

Für meinen noch-Freund ist zB klar, dass Mama immer an seiner Seite stehen wird und wenn die Freundin das doof findet, dann liebt sie ihn nicht, weil sie ja sonst akzeptieren und das toll finden würde, wie gut er sich um Mama kümmert.
 

doch. so einfach ist das!

vielleicht hast du es überlesen: er müsste klartext mit beiden reden!
- mit seiner mutter, wenn sie es übertreibt oder an der freundin rumkritisiert...
- und mit seiner freundin, wenn sie mal wieder meint, dass mama am besten überhaupt nix mehr zu melden hat, und sich bitte auf die vorbereitung eines leckeren essen zum einzigen treffen an weihnachten beschränken soll, um das man leider nicht rumkommt...

auch frauen/freundinnen sind manchmal nicht ganz unschuldig an schlechter stimmung zwischen ihnen und der mutter... ich rede da aus erfahrung! meine oma und meine mutter haben meine gesamte jugend im gleichen haus gewohnt, und das war kein spaß! mein vater saß zwischen den stühlen, und hatte es sicher oft nicht leicht... aber m.e. auch viel zu oft geschwiegen (so weit ich das als kind/jugendlicher mitbekommen habe).

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14. November 2017 um 18:20

Mein Freund ist auch 37.

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14. November 2017 um 18:26
In Antwort auf miezekatze91

Hm, ganz so einfach ist das nicht. Bei meinem noch-Freund ist es auch so, dass er von seiner Mama allein großgezogen wurde und darum hat er jetzt mit 37 immer noch den Gedanken, ihr was schuldig zu sein und sich irgendwie "revanchieren" zu müssen. Wenn sie und ich uns streiten, kam es auch schon vor, dass er mir eiskalt in den Rücken gefallen ist und sie verteidigt hat; sie meine das nicht so, ich verstehe alles falsch ... Darum (aber nicht nur darum) waren wir auch mal getrennt.

Für meinen noch-Freund ist zB klar, dass Mama immer an seiner Seite stehen wird und wenn die Freundin das doof findet, dann liebt sie ihn nicht, weil sie ja sonst akzeptieren und das toll finden würde, wie gut er sich um Mama kümmert.
 

"und wenn die Freundin das doof findet..."

warum findest du es doof, sich um seine mutter zu kümmern?
das sind doch genau die sätze, die die stimmung vergiften - wenn jemand irgendwas grundsätzlich kritisiert, was der andere tut!

klar, man kann drüber streiten, ob jeden zweiten tag telefonieren sein muß oder nicht oder ob man wirklich fast jeden sonntagnachmittag zur mutter zum kaffee muß oder nicht... aber man kann doch nicht ersthaft darüber diskutieren, ob es nun doof ist, sich auch zwischendurch mal um seine eltern zu kümmern!?

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14. November 2017 um 18:28

"auch frauen/freundinnen sind manchmal nicht ganz unschuldig an schlechter stimmung zwischen ihnen und der mutter... ich rede da aus erfahrung! meine oma und meine mutter haben meine gesamte jugend im gleichen haus gewohnt, und das war kein spaß! mein vater saß zwischen den stühlen, und hatte es sicher oft nicht leicht... aber m.e. auch viel zu oft geschwiegen (so weit ich das als kind/jugendlicher mitbekommen habe)" Also, ich habe der Mutter nie was schlechtes gesagt, nie gegen sie gesprochen. Ich war sogar echt verständnisvoll, hab ihr zugestimmt, hab ihr im Haushalt geholfen. Trotzdem hab ich dann herausgefunden, dass sie hinter meinem Rücken an mir herumstochert.... Und das habe ich echt nicht verdient. Denn ich habe mehr für diese Beziehung getan, als ihr Sohnemann. Denn der durfte ja kaum kommen. Musste Mama immer anlügen, als er mich besuchte, als er mich noch besuchte...

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14. November 2017 um 18:36

Es ist doch schön, wenn sich jemand um seine Eltern kümmert. Ich habe das immer an meinem Freund geschätzt. Wirklich. Und ich wollte ihn ja auch nicht nur für mich.... Nur, ich wurde extrem vernachlässigt. Für Mama macht er vieles. Für mich gar nichts.... Mama ist eben wichtiger...

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14. November 2017 um 18:45
In Antwort auf bluemchen2790

"auch frauen/freundinnen sind manchmal nicht ganz unschuldig an schlechter stimmung zwischen ihnen und der mutter... ich rede da aus erfahrung! meine oma und meine mutter haben meine gesamte jugend im gleichen haus gewohnt, und das war kein spaß! mein vater saß zwischen den stühlen, und hatte es sicher oft nicht leicht... aber m.e. auch viel zu oft geschwiegen (so weit ich das als kind/jugendlicher mitbekommen habe)" Also, ich habe der Mutter nie was schlechtes gesagt, nie gegen sie gesprochen. Ich war sogar echt verständnisvoll, hab ihr zugestimmt, hab ihr im Haushalt geholfen. Trotzdem hab ich dann herausgefunden, dass sie hinter meinem Rücken an mir herumstochert.... Und das habe ich echt nicht verdient. Denn ich habe mehr für diese Beziehung getan, als ihr Sohnemann. Denn der durfte ja kaum kommen. Musste Mama immer anlügen, als er mich besuchte, als er mich noch besuchte...

"Musste Mama immer anlügen, als er mich besuchte, als er mich noch besuchte..."

musste er das?
nein, das musste er nicht!
er war doch damals schon ein erwachsener mann!?
er wollte das! weils bequemer ist, und stressloser!

schon damals hättest du erkennen können, wo der hase läuft.
und wer wirklich das problem ist!

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14. November 2017 um 19:57
In Antwort auf derspieltdochblos

"und wenn die Freundin das doof findet..."

warum findest du es doof, sich um seine mutter zu kümmern?
das sind doch genau die sätze, die die stimmung vergiften - wenn jemand irgendwas grundsätzlich kritisiert, was der andere tut!

klar, man kann drüber streiten, ob jeden zweiten tag telefonieren sein muß oder nicht oder ob man wirklich fast jeden sonntagnachmittag zur mutter zum kaffee muß oder nicht... aber man kann doch nicht ersthaft darüber diskutieren, ob es nun doof ist, sich auch zwischendurch mal um seine eltern zu kümmern!?

Okay, da hab ich mich wohl nicht ausführlich genug erklärt.
Ich finde es prinzipiell toll, wenn man sich um seine Eltern kümmert. Auch ich stehe meinen Eltern mit Rat und Tat zur Seite und bin für sie da, wenn sie mich brauchen, das steht außer Frage. Wir telefonieren auch regelmäßig und ich find es schön, wenn man sich mit seinen Eltern gut versteht.

Dennoch wohne ich seit 7 Jahren nicht mehr bei meinen Eltern und führe mein eigenes Leben. Das finde ich auch wichtig.

Der Unterschied zu meinem noch-Freund ist, dass er mit 37 immer noch bei seiner Mutter wohnt und auch niemals ohne sie irgendwo wohnen will, weil er scheinbar (das gibt er nicht zu, aber es ist offensichtlich bei ihm...) Schuldgefühle hätte, sie zu verlassen. Sie reibt ihm oft genug unter die Nase, dass sie ihn allein aufgezogen hat und sie stellt sich auch gerne mal blöd, wenn was ist (sei es gegenüber der Hausverwaltung, Versicherungen etc), damit ihr Sohn das schon regelt. Damit beweist sie ihm sozusagen auch: Schau her, du kannst mich nicht allein lassen, ich brauche dich!

Dabei ist sie im vollen Besitz ihrer geistigen Fähigkeiten und auch sonst in keinster Weise eingeschränkt, aber er wird niemals ein eigenständiges Leben ohne Mama führen können. Das find ich doof. Denn das hat mit einer normalen, gesunden Beziehung zu den Eltern für mein Empfinden nichts zu tun.

Wir haben uns schon oft genug darüber gestritten, dass ich mit ihm alleine wohnen möchte, er kann seine Mutter ja dennoch besuchen und mit ihr telefonieren, das steht außer Frage und das "verbiete" ich ja nicht! Aber wenn er dann sagt "Mich gibt es nur zusammen mit meiner Mutter oder gar nicht! Wenn du das nicht akzeptierst, liebst du mich nicht!", dann ist das in meinen Ohren einfach nur Schwachsinn...

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14. November 2017 um 20:03
In Antwort auf bluemchen2790

"auch frauen/freundinnen sind manchmal nicht ganz unschuldig an schlechter stimmung zwischen ihnen und der mutter... ich rede da aus erfahrung! meine oma und meine mutter haben meine gesamte jugend im gleichen haus gewohnt, und das war kein spaß! mein vater saß zwischen den stühlen, und hatte es sicher oft nicht leicht... aber m.e. auch viel zu oft geschwiegen (so weit ich das als kind/jugendlicher mitbekommen habe)" Also, ich habe der Mutter nie was schlechtes gesagt, nie gegen sie gesprochen. Ich war sogar echt verständnisvoll, hab ihr zugestimmt, hab ihr im Haushalt geholfen. Trotzdem hab ich dann herausgefunden, dass sie hinter meinem Rücken an mir herumstochert.... Und das habe ich echt nicht verdient. Denn ich habe mehr für diese Beziehung getan, als ihr Sohnemann. Denn der durfte ja kaum kommen. Musste Mama immer anlügen, als er mich besuchte, als er mich noch besuchte...

So wars bei mir früher auch oft. Ich hab lange versucht, den Mund zu halten, nett zur Mutter zu sein, bloß nichts Falsches machen. Aber irgendwann war das Maß einfach voll, weil mich die ständige Kritik von ihrer Seite nur noch genervt hat und ich ja dann auch bemerkt hab, dass es nicht um die Dinge geht, die ich tue, sondern generell um meine Person, die nicht erwünscht ist.
Irgendwann hab ich sogar mitbekommen, wie sie versucht hat, meinen noch-Freund und mich gegeneinander auszuspielen; hat ihm Dinge erzählt, die ich angeblich gesagt hätte und andersherum auch. Er und ich haben das zum Glück bemerkt. Das war das einzige Mal (!), dass er sie wirklich zurechtgewiesen hat.

Ich hatte mich auch schon mehrfach mit ihr in der Wolle. Seitdem weigere ich mich auch, ihn bei sich zu besuchen und er will auch gar nicht mehr, dass ich in seine Wohnung komme - denn Mama ist ja auch da...

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14. November 2017 um 20:27
In Antwort auf miezekatze91

Okay, da hab ich mich wohl nicht ausführlich genug erklärt.
Ich finde es prinzipiell toll, wenn man sich um seine Eltern kümmert. Auch ich stehe meinen Eltern mit Rat und Tat zur Seite und bin für sie da, wenn sie mich brauchen, das steht außer Frage. Wir telefonieren auch regelmäßig und ich find es schön, wenn man sich mit seinen Eltern gut versteht.

Dennoch wohne ich seit 7 Jahren nicht mehr bei meinen Eltern und führe mein eigenes Leben. Das finde ich auch wichtig.

Der Unterschied zu meinem noch-Freund ist, dass er mit 37 immer noch bei seiner Mutter wohnt und auch niemals ohne sie irgendwo wohnen will, weil er scheinbar (das gibt er nicht zu, aber es ist offensichtlich bei ihm...) Schuldgefühle hätte, sie zu verlassen. Sie reibt ihm oft genug unter die Nase, dass sie ihn allein aufgezogen hat und sie stellt sich auch gerne mal blöd, wenn was ist (sei es gegenüber der Hausverwaltung, Versicherungen etc), damit ihr Sohn das schon regelt. Damit beweist sie ihm sozusagen auch: Schau her, du kannst mich nicht allein lassen, ich brauche dich!

Dabei ist sie im vollen Besitz ihrer geistigen Fähigkeiten und auch sonst in keinster Weise eingeschränkt, aber er wird niemals ein eigenständiges Leben ohne Mama führen können. Das find ich doof. Denn das hat mit einer normalen, gesunden Beziehung zu den Eltern für mein Empfinden nichts zu tun.

Wir haben uns schon oft genug darüber gestritten, dass ich mit ihm alleine wohnen möchte, er kann seine Mutter ja dennoch besuchen und mit ihr telefonieren, das steht außer Frage und das "verbiete" ich ja nicht! Aber wenn er dann sagt "Mich gibt es nur zusammen mit meiner Mutter oder gar nicht! Wenn du das nicht akzeptierst, liebst du mich nicht!", dann ist das in meinen Ohren einfach nur Schwachsinn...

"einfach nur Schwachsinn..."

in dieser dimension stimm ich dir natürlich uneingeschränkt zu, und würde entsprechende konsequenzen ziehen...

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15. November 2017 um 0:31
In Antwort auf bluemchen2790

Hallo!
Hatte hier jemand schon eine längere Beziehung mit einem Mann, der eine klammernde Mutter hatte und wo auch der Mann noch daheim gelebt hat? Könnt ihr eure Erfahrungen mit mir teilen? Ich bin (oder war) leider in solch einer Beziehung. Leider beschäftigt es mich sehr, weil ich denke, dass meine Beziehung darum gescheitert ist, weil Mama Panik bekommen hat, ihren Sohn zu verlieren.

Hallo! Ich stecke in einer ähnlichen Situation 
mein Freund ist auch von seiner Mutter alleine großgezogen und sie klammert wahnsinnig... aber vor allem zieht sie ihn auf Vertrauensebenen, auf der eine Mutter-Sohn Beziehung nichts mehr verloren hat. Dh. Sie benutzt ihn als Sohn, als Partner, als Freund, als seelentröster... und er macht das mit, aus Schuldgefühlen - weil sie ihn ja aufgezogen hat und er so weit weg wohnt und Er ihr quasi in seinen Augen „was schuldig“ ist. Er leidet darunter, aber vor allem unsere Beziehung leidet darunter. Weil er faktisch das Gefühl hat, der Frau beistehen zu müssen und für sie da sein zu müssen und das saugt ihn so sehr aus, dass er das Gefühl hat, er ist überfordert. Vor allem dann mit unserer Beziehung noch on top. 
ich kann nicht sagen „hey deine Mutter ist schuld“ gebe aber zuletzt immer dezente Hinweise in die Richtung. Er fühlt sich ausgesaugt und ist genervt von ihr. Das äußert sich dann so, dass er sagt, er kann MIR nicht gerecht werden, mir nicht das geben, was ich brauche. Er würde den Ansprüchen an eine Beziehung nicht gerecht werden und er wäre nicht für Beziehungen gemacht. Völliger Schwachsinn und klar fühlt man sich so, wenn man schon das Gefühl hat, man steckt seine Fürsorge bereits in eine andere Person. Man muss schon einer anderen Person alles recht machen und da sein und dann komm auch noch ICH (die ganz nebenbei völlig selbständig ist und rein gar nichts fordert, Was nicht im Rahmen einer normalen Beziehung stattfindet. Eigentlich noch darunter, ich lasse ihn wirklich Raum für sein Wesen und eigenes Leben) 
Er zeigt viele depressive Verhaltensweisen auf, „kann mit dem Druck nicht umgehen“ und sucht sich jetzt einen Therapie Platz. Letztens hat er sogar gesagt, er glaube seine Mutter tut ihm nicht gut. Aber er kann seine Mutter als Ballast niemals abwerfen. Sondern leider in erster Instanz mich. Und das hat er leider jetzt auch getan. Ich weiß, dass er völlig verzweifelt ist und nicht weiß, was er tut. Er ist einfach fertig mit den Nerven, sucht nach Erleichterung und redet sich ein, er ist nicht gemacht für das Konstrukt Beziehung. Deswegen lass ich ihn jetzt auch erst mal. Er braucht einfach professionelle Hilfe. Ich kann da nichts machen. 
neben seiner Mutter hat er noch andere Probleme, denen er sich widmen muss. Jedoch kann ich wirklich nur bestätigen: dieses klammern von Müttern macht den Menschen Unfähig und kaputt. Und die Männer werden Probleme haben, eine gesunde Beziehung zu führen, weil sie eben nebenbei noch eine andere Beziehung führen. Und diese besteht zu einem Großteil  aus schuld und schlechten Gewissen und das belastet! 
An manchen Tagen würd ich die Frau am liebsten anrufen und ihr all das mitteilen, Weil ich so sauer und frustriert darüber bin, dass sie das jahrelang mit ihm macht und er jetzt dasteht und sowas schönes wie seine eigene Beziehung, als Belastung empfindet, weil sie ihn regelmäßig in die Pflicht nimmt und voll heult... 

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19. November 2017 um 11:09
In Antwort auf derspieltdochblos

"Musste Mama immer anlügen, als er mich besuchte, als er mich noch besuchte..."

musste er das?
nein, das musste er nicht!
er war doch damals schon ein erwachsener mann!?
er wollte das! weils bequemer ist, und stressloser!

schon damals hättest du erkennen können, wo der hase läuft.
und wer wirklich das problem ist!

Ich verstehe schon, was du meinst.
Aber: Dieser Mann lebt seit seiner Geburt mit Mama zusammen. Er ist erfolgreich im Berufsleben und im seinem Hobby. In diesen Bereichen hat er viel erreicht. Mama hat alles für ihn gemacht, alles wurde mit Mama und Papa besprochen. Er musste sich um nichts wirklich kümmern (zB Haushalt). Vielleicht musste er sogar gar nicht selber entscheiden (zB welchen Arbeitsplatz nehme ich? welche Arbeit wäre für mich das beste?), weil er immer alles mit Mama und Papa abgesprochen hatte. Dann komme ich daher. Nach 2 Jahren merkt Mama, das ist was ernster. Jetzt bekommt sie Panik, weil sie kann ihrem Sohn später vielleicht dann nicht mehr lenken. Sie sagte mir tatsächlich, ihr Sohn sei noch ein Kind (mit 39!!!!!) und man müsse ihm den Weg zeigen. Und sie beginnt hinter meinem Rückem rumzustochern. Und ja das beeinflusst einen schon, wenn die Person, die immer für einen da war, immer den Weg zeigte, dann was gegen die Freundin hat. Man kann da sagen, nein, ein echter Mann darf sich da nicht beeinflussen lassen, bla bla bla.... Aber: Mama war immer gut, hat immer gut beraten, also, warum sollte sie jetzt was schlechtes für mich wollen??, könnte sich der Mann jetzt denken. Wenn sie gegen meine Freundin was hat, hat das sicher einen Grund..... Die Mama ist die erste Frau im Leben eines Mannes. Wenn sie lang genug stochert, hat sie ihr Ziel erreicht. Der Typ tut nichts mehr für die Freundin, weil es Mama ja nicht gefällt, und, dass er Mama da ja nicht weh tut. Wenn die Mutter solch eines Mannes die Frau nicht akzeptiert, hat die Frau keine Chance!!!!!!!!!!! Es wird ja ungefähr jede 10te Ehe wegen einem Schwiegermonster geschieden, hab ich mal gelesen.

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