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Mutter, Kind und neuer Freund

8. September 2002 um 11:45

Vor etwa 2 Monaten habe ich eine überaus nette Frau kennengelernt. Sie teilte mir mit, dass sie eine beinahe 9 Jahre alte Tochter hätte und es für mich deshab ungleich schwerer werden würde. Ich akzeptierte diesen Umstand und stellte mich der Verantwortung und Herausforderung.

Nun ist es so, dass die Tochter die UNGETEILTE Aufmerksamkeit der Mutter begehrt. Dies äußerst sich in Bauchschmerzen und schlechter Laune des Kindes, wenn ich anwesend bin. Sie erreicht damit die Zuwendung ihrer Mutter. Dann hat sie, was sie wollte.

Wie kann ich mich richtig verhalten, um einerseits das Kind-Mutter-Verhältnis nicht zu beeinträchtigen und andererseits meine Beziehung zur Mutter leben kann?

Ich erbitte höflichst eure Ratschläge!

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8. September 2002 um 12:35

Vielleicht
... indem Du die Aufmerksamkeit der Mutter, die Du dem Kind entziehst, in ausgleichendem Maße von Dir zukommen läßt. Das Kind muß verstehen, dass es mit Dir einen neuen Ansprechpartner gewinnen kann, und keinen verliert. Nicht ganz einfach Aber Geduld und Einfühlsungsvermögen wird sich auszahlen.

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8. September 2002 um 13:16

Du kannst...
meiner Meinung nach nicht viel daran machen.

Ich bin selbst alleinerziehend mit zwei Kindern und es ist reine Erziehungssache, wie die Kinder auf einen neuen Partner reagieren.

Bei uns in der Familie hat jeder ein Recht darauf, glücklich zu sein und meine Kinder wissen, daß ich mir in Beziehungen von ihnen nicht reinreden lasse.
Daher versuchen sie gar nicht, das zu torpedieren!

Sie begegnen Männern in meinem Leben mit Freundlichkeit und freuen sich, wenn ich glücklich bin. Denn das wirkt sich ja auch auf ihr Leben aus! Glückliche Mutter - glückliche Kinder!

Allerdings hatte ich nach der Trennung von meinem Mann auch erst eine feste Beziehung.

Sie lernen nicht jeden Mann kennen, mit dem ich mal Essen gehe oder auch mehr.
Den nächsten werden sie auch erst zu sehen bekommen, wenn ich mir relativ sicher bin, daß er für MICH paßt und wenn ich der Beziehung eine Chance auf längere Dauer gebe.
Dann kann ich auch schon ungefähr abschätzen, ob dieser Mann meinen Kindern gefallen und mit ihnen zurecht kommen wird.
Durch dieses Raster sind schon einige gefallen, bei denen sich nach ein paar Wochen herausgestellt hat, daß sie zwar mich möchten, aber mit meinen Kindern doch ein Problem hätten.

Vielleicht sollte Deine Freundin mit ihrer Tochter mal klären, daß sie auch ein eigenes Leben hat, ein Recht auf Glück in ihrer Partnerschaft.
Anscheinend hat sie damit ein Problem...
Schlechtes Gewissen? Wenn ja - weshalb?

Vielleicht versucht ihr mal, eine gemeinsame Unternehmung zu planen - und wenn sie dann mit Bauchschmerzen verweigert, bleibt sie eben allein mit Babysitter zuhause...
Ich weiß, daß klingt fies, aber anders ist manchen Kindern nicht beizubringen, daß auch ihr Verhalten Konsequenzen hat und sie nicht auf alles Einfluß haben.

Wo genau bei Euch die Probleme liegen, weiß ich natürlich nicht.
Hat die Tochter allgemein ein Problem mit neuen Partnern? Oder nur mit Dir?
Entzieht die Mutter ihr wirklich Aufmerksamkeit (was so nicht sein solte!) oder kommt es dem Kind nur so vor?
Wie gehst Du mit dem Kind um?
Wie lange seid Ihr schon zusammen? Hast Du mit der Kleinen schonmal was alleine gemacht?
Wettert evtl. der leibliche Vater gegen Dich?

Es gibt viele Urachen für das Verhalten des Kindes und viele Möglicheiten, das zu verbessern.
Aber eigentlich hängt das meiste von der Mutter ab...

Liebe Grüße, harter Kern

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8. September 2002 um 14:12
In Antwort auf megan_12750002

Du kannst...
meiner Meinung nach nicht viel daran machen.

Ich bin selbst alleinerziehend mit zwei Kindern und es ist reine Erziehungssache, wie die Kinder auf einen neuen Partner reagieren.

Bei uns in der Familie hat jeder ein Recht darauf, glücklich zu sein und meine Kinder wissen, daß ich mir in Beziehungen von ihnen nicht reinreden lasse.
Daher versuchen sie gar nicht, das zu torpedieren!

Sie begegnen Männern in meinem Leben mit Freundlichkeit und freuen sich, wenn ich glücklich bin. Denn das wirkt sich ja auch auf ihr Leben aus! Glückliche Mutter - glückliche Kinder!

Allerdings hatte ich nach der Trennung von meinem Mann auch erst eine feste Beziehung.

Sie lernen nicht jeden Mann kennen, mit dem ich mal Essen gehe oder auch mehr.
Den nächsten werden sie auch erst zu sehen bekommen, wenn ich mir relativ sicher bin, daß er für MICH paßt und wenn ich der Beziehung eine Chance auf längere Dauer gebe.
Dann kann ich auch schon ungefähr abschätzen, ob dieser Mann meinen Kindern gefallen und mit ihnen zurecht kommen wird.
Durch dieses Raster sind schon einige gefallen, bei denen sich nach ein paar Wochen herausgestellt hat, daß sie zwar mich möchten, aber mit meinen Kindern doch ein Problem hätten.

Vielleicht sollte Deine Freundin mit ihrer Tochter mal klären, daß sie auch ein eigenes Leben hat, ein Recht auf Glück in ihrer Partnerschaft.
Anscheinend hat sie damit ein Problem...
Schlechtes Gewissen? Wenn ja - weshalb?

Vielleicht versucht ihr mal, eine gemeinsame Unternehmung zu planen - und wenn sie dann mit Bauchschmerzen verweigert, bleibt sie eben allein mit Babysitter zuhause...
Ich weiß, daß klingt fies, aber anders ist manchen Kindern nicht beizubringen, daß auch ihr Verhalten Konsequenzen hat und sie nicht auf alles Einfluß haben.

Wo genau bei Euch die Probleme liegen, weiß ich natürlich nicht.
Hat die Tochter allgemein ein Problem mit neuen Partnern? Oder nur mit Dir?
Entzieht die Mutter ihr wirklich Aufmerksamkeit (was so nicht sein solte!) oder kommt es dem Kind nur so vor?
Wie gehst Du mit dem Kind um?
Wie lange seid Ihr schon zusammen? Hast Du mit der Kleinen schonmal was alleine gemacht?
Wettert evtl. der leibliche Vater gegen Dich?

Es gibt viele Urachen für das Verhalten des Kindes und viele Möglicheiten, das zu verbessern.
Aber eigentlich hängt das meiste von der Mutter ab...

Liebe Grüße, harter Kern

Nähere erläuterungen
Vielen Dank mal für die Mühe, die ihr euch macht.

Ich bin ihr erster Freund nach gescheiterter Ehe seit zwei Jahren. D.h. auch für das Kind ist das eine neue Situation. Die Mutter spendet ihrer Tochter bestimmt nicht zu wenig Aufmerksamkeit und auch der leibliche Vater spielt hier nicht negativ mit rein. Ich versuche dem Kind mit Freundlichkeit und Lockerheit zu begegnen, was - soweit man das subjektiv beurteilen kann - zu Akzeptanz führt. Mit der Tochter hab ich noch nichts alleine unternommen.

Ist es von Vorteil, wenn ich dem Kind unter 4 Augen erkläre, dass ich ihr ihre Mutter nicht wegnehmen möchte, und sie deshalb keine Angst zu haben braucht?

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8. September 2002 um 14:26
In Antwort auf kenread

Nähere erläuterungen
Vielen Dank mal für die Mühe, die ihr euch macht.

Ich bin ihr erster Freund nach gescheiterter Ehe seit zwei Jahren. D.h. auch für das Kind ist das eine neue Situation. Die Mutter spendet ihrer Tochter bestimmt nicht zu wenig Aufmerksamkeit und auch der leibliche Vater spielt hier nicht negativ mit rein. Ich versuche dem Kind mit Freundlichkeit und Lockerheit zu begegnen, was - soweit man das subjektiv beurteilen kann - zu Akzeptanz führt. Mit der Tochter hab ich noch nichts alleine unternommen.

Ist es von Vorteil, wenn ich dem Kind unter 4 Augen erkläre, dass ich ihr ihre Mutter nicht wegnehmen möchte, und sie deshalb keine Angst zu haben braucht?

Ich glaune nicht,
daß eine solche Erklärung viel bringt, denn es geht hier ja nicht um verstandesmäßige Akzeptanz, sondern ein gefühlsmäßiges Problem.
Da kannst Du 100 Erklärungen abliefern - das Kimd wird sich querstellen!

Leider hast Du sehr viele meiner Fragen nicht beantwortet und daher können wir hier uns keine genaues Bild von der Situation machen.

Falls ihr erst kurz zusammen seid, ist Akzeptanz doch schon eine gute Sache! Was erwartest Du mehr?

Ich denke, es ist wichtig, daß das Kind mit Dir positive Erlebnisse in Zusammenghang bringt.
Wie sehen Eure gemeinsamen Unternehmungen aus?
Macht Ihr Dinge, die dem Kind Spaß bereiten???

Zuerst würde ich an Deiner Stelle (und an Stelle der Mutter) allerdings herausfinden wollen, warum sie das Gefühl hat, um Aufmerksamkeit kämpfen zu müssen!

Liebe Grüße, harter Kern

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8. September 2002 um 14:40
In Antwort auf megan_12750002

Ich glaune nicht,
daß eine solche Erklärung viel bringt, denn es geht hier ja nicht um verstandesmäßige Akzeptanz, sondern ein gefühlsmäßiges Problem.
Da kannst Du 100 Erklärungen abliefern - das Kimd wird sich querstellen!

Leider hast Du sehr viele meiner Fragen nicht beantwortet und daher können wir hier uns keine genaues Bild von der Situation machen.

Falls ihr erst kurz zusammen seid, ist Akzeptanz doch schon eine gute Sache! Was erwartest Du mehr?

Ich denke, es ist wichtig, daß das Kind mit Dir positive Erlebnisse in Zusammenghang bringt.
Wie sehen Eure gemeinsamen Unternehmungen aus?
Macht Ihr Dinge, die dem Kind Spaß bereiten???

Zuerst würde ich an Deiner Stelle (und an Stelle der Mutter) allerdings herausfinden wollen, warum sie das Gefühl hat, um Aufmerksamkeit kämpfen zu müssen!

Liebe Grüße, harter Kern

Genauer
Vorweg wieder mein Dankeschön an dich für die Anregungen!

Ich kenne das Kind jetzt 1 Monat, die Mutter 3 Monate. Zwischen der Mutter und mir ist alles in Ordnung, besser könnte es nicht laufen. Mit Einfühlsamkeit und Rücksicht versuchen wir vor dem Kind natürlich nur die allernotwenigsten Liebesbezeigungen zu machen, wir halten uns zurück, macht aber nichts. Aber immer, wenn die Mutter sich eher mir als der Tochter zuwenden, sei es auch nur für 5 Minuten, gehts mit dem Jammern los. Sie hat Bauchweh, ihr gehts so schlecht...das führt zu einer Aufmerksamkeitsreaktion der Mutter und die Tochter ist zufrieden, lacht wieder. Und dieses Spiel wiederholt sich regelmäßig, oft hintereinander, sie lässt uns eben nicht zusammensein. Die Mutter hält es für richtig, nicht den harten Ton anzusetzen, sondern mit Gefühl auf das Kind einzugehen, da alles erst in der Eingewöhnungsphase ist - aber unsere Bedenken mittlerweile sind, ob gerade diese falsch gepolte Eingewöhnung zu einer Bestätigung der Handlungen des Kindes führen und das Kind dann nicht mehr "runtergeht" von diesen Machenschaften.

Gemeinsame Unternehmungen: Wandern, Spielplatz, Einkaufen, Essen gehen. Wir gehen auf Bitten des Kindes ein, besser gesagt, entscheidet das die Mutter.

Naja, gut, wie kann ich jetzt herausfinden, worin die Aufmerksamkeitshascherei des Kindes begründet liegt? Bin an sich ein guter Beobachter, aber gibts da bestimmte Signale oder Anzeichen auf die ich achte sollte/kann?

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8. September 2002 um 15:02
In Antwort auf kenread

Genauer
Vorweg wieder mein Dankeschön an dich für die Anregungen!

Ich kenne das Kind jetzt 1 Monat, die Mutter 3 Monate. Zwischen der Mutter und mir ist alles in Ordnung, besser könnte es nicht laufen. Mit Einfühlsamkeit und Rücksicht versuchen wir vor dem Kind natürlich nur die allernotwenigsten Liebesbezeigungen zu machen, wir halten uns zurück, macht aber nichts. Aber immer, wenn die Mutter sich eher mir als der Tochter zuwenden, sei es auch nur für 5 Minuten, gehts mit dem Jammern los. Sie hat Bauchweh, ihr gehts so schlecht...das führt zu einer Aufmerksamkeitsreaktion der Mutter und die Tochter ist zufrieden, lacht wieder. Und dieses Spiel wiederholt sich regelmäßig, oft hintereinander, sie lässt uns eben nicht zusammensein. Die Mutter hält es für richtig, nicht den harten Ton anzusetzen, sondern mit Gefühl auf das Kind einzugehen, da alles erst in der Eingewöhnungsphase ist - aber unsere Bedenken mittlerweile sind, ob gerade diese falsch gepolte Eingewöhnung zu einer Bestätigung der Handlungen des Kindes führen und das Kind dann nicht mehr "runtergeht" von diesen Machenschaften.

Gemeinsame Unternehmungen: Wandern, Spielplatz, Einkaufen, Essen gehen. Wir gehen auf Bitten des Kindes ein, besser gesagt, entscheidet das die Mutter.

Naja, gut, wie kann ich jetzt herausfinden, worin die Aufmerksamkeitshascherei des Kindes begründet liegt? Bin an sich ein guter Beobachter, aber gibts da bestimmte Signale oder Anzeichen auf die ich achte sollte/kann?

Hm, da klärt sich
ja schon einiges...

Für meine Begriffe haben Kinder IMMER oberste Priorität!
Und die Sache mit dem Entzug der Aufmerksamkeit bildet sich das Kind ja nicht ein - die findet wirklich statt!

Bei mir sind ja zum Glück zwei Kinder vorhanden, die sich auch mal miteinander beschäftigen können.
Hätte ich nur eines, würde das tagsüber immer volle Aufmerksamkeit bekommen! Und auch die meines Partners...
Natürlich fühlt sich das Kind abgeschoben, wenn es vor der Glotze geparkt wird, damit Mama mit dem neuen Freund Spaß haben kann (also nur als ein Beispiel dafür, wie sowas abläuft, muß nicht die Glotze sein).
Die Zweisamkeit kann man immer erst genießen, wenn die Kinder schlafen gegangen sind oder einen sinnvollen Zeitvertreib haben, der ihnen Spaß macht. Das ist in einer Ehe mit gemeinsamen Kindern nicht anders!

Nur, wenn das Kind sich wirklich vollkommen quer stellt und die Beziehung als solche nicht akzeptiert (und das scheint hier nicht der Fall zu sein), sollte man zu härteren Methoden greifen.

Ich weiß, wie schwer das alles gerade in einer frischen Beziehung ist, wenn man am liebsten die Zeit mit dem Partner rund um die Uhr genießen möchte. Aber dieses hier ist eben nicht Zweisamkeit, sondern Dreisamkeit!

Mit ein wenig Geduld wird sich die Lage sicher bald vereinfachen. Laß dem Kind auch genügend Zeit mit der Mutter alleine. Gerade zu Anfang...
Nichts ist schlimmer, als wenn der neue Partner, an den das Kind noch nicht gewöhnt ist, täglich präsent ist.

Mein Ex war unter der Woche nur abends bei mir in der ersten Zeit. Da hatten wir Zeit für uns alleine und meine Kinder haben sich nicht vernachlässigt gefühlt.
Da er ebenfalls Kinder hat, haben wir jedes zweite Wochenende mit allen Kindern zusammen verbracht und die Wochenenden, an denen unsere Kinder bei dem jeweils anderen Elternteil verbracht haben, hatten wir ganz für uns.

Kann es sein, daß Du wirklich zu viel Zeit der Mutter beanspruchst?

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8. September 2002 um 16:54
In Antwort auf megan_12750002

Hm, da klärt sich
ja schon einiges...

Für meine Begriffe haben Kinder IMMER oberste Priorität!
Und die Sache mit dem Entzug der Aufmerksamkeit bildet sich das Kind ja nicht ein - die findet wirklich statt!

Bei mir sind ja zum Glück zwei Kinder vorhanden, die sich auch mal miteinander beschäftigen können.
Hätte ich nur eines, würde das tagsüber immer volle Aufmerksamkeit bekommen! Und auch die meines Partners...
Natürlich fühlt sich das Kind abgeschoben, wenn es vor der Glotze geparkt wird, damit Mama mit dem neuen Freund Spaß haben kann (also nur als ein Beispiel dafür, wie sowas abläuft, muß nicht die Glotze sein).
Die Zweisamkeit kann man immer erst genießen, wenn die Kinder schlafen gegangen sind oder einen sinnvollen Zeitvertreib haben, der ihnen Spaß macht. Das ist in einer Ehe mit gemeinsamen Kindern nicht anders!

Nur, wenn das Kind sich wirklich vollkommen quer stellt und die Beziehung als solche nicht akzeptiert (und das scheint hier nicht der Fall zu sein), sollte man zu härteren Methoden greifen.

Ich weiß, wie schwer das alles gerade in einer frischen Beziehung ist, wenn man am liebsten die Zeit mit dem Partner rund um die Uhr genießen möchte. Aber dieses hier ist eben nicht Zweisamkeit, sondern Dreisamkeit!

Mit ein wenig Geduld wird sich die Lage sicher bald vereinfachen. Laß dem Kind auch genügend Zeit mit der Mutter alleine. Gerade zu Anfang...
Nichts ist schlimmer, als wenn der neue Partner, an den das Kind noch nicht gewöhnt ist, täglich präsent ist.

Mein Ex war unter der Woche nur abends bei mir in der ersten Zeit. Da hatten wir Zeit für uns alleine und meine Kinder haben sich nicht vernachlässigt gefühlt.
Da er ebenfalls Kinder hat, haben wir jedes zweite Wochenende mit allen Kindern zusammen verbracht und die Wochenenden, an denen unsere Kinder bei dem jeweils anderen Elternteil verbracht haben, hatten wir ganz für uns.

Kann es sein, daß Du wirklich zu viel Zeit der Mutter beanspruchst?

Aktuell - grad eben passiert
DU hilfst mir mit deinen Auszügen sehr weiter.

Die Mutter hat nicht die Möglichkeit, die Tochter abzugeben, keinen Tag. Wir schieben das Kind deshalb auch nicht ab, weder durch Fernsehen noch sonst wie. Zitat von dir: "Mit ein wenig Geduld wird sich die Lage sicher bald vereinfachen." <-- wenn du da nur Recht behältst!


Grade eben war ich mit beiden unterwegs. Unser etwa eineinhalbstündiges Beisammensein spielte sich so ab: Ein freundliches Hallo zwischen Tochter und mir und bescheidene Begrüßung zwischen mir und Mutter. Wir spazierten in einen Park und setzten uns dort. Auf dem Weg dorthin kam kaum ein Mehrsatzdialog zwischen Mutter und mir zustande. Wir sehen uns zwar täglich aber immer nur 1 bis höchstens 3 Stunden, weil dann der Tochter immer etwas weh zu tun anfängt, weint und nachhause will. Das Beisammensein gestaltete sich so, dass die Mutter zwischen mir und ihrer Tochter saß und zurückhaltende Zuneigungssignale zwischen Mutter und mir stattfanden, möglichst so, dass die Tochter nicht gleich rebelliert. Dies offen auszutragen trau ich mich schon gar nicht mehr, will keine Ablehnung im Kind erzeugen. Man beschäftigte sich mit diesem und jenem und einmal mehr war die Tochter Dreh- und Angelpunkt. Unser Befinden machen wir abhängig vom Befinden des Kindes!

Zwischendurch ist die Mutter kurz weggegangen, sodass ich die Gelegenheit hatte, mit der Tochter alleine zu sprechen. Ich sprach sie darauf an, warum es ihr so schlecht ginge? Ich erklärte ihr, dass ich mich mit ihrer Mutter gut verstehe und wir uns deshalb auch öfter sehen werden. Sie meinte, das wäre nichts Neues für sie, hätte alles schon diskutiert mit Mama. Das haben sie, aber geändert scheint es nichts zu haben.

Man kann sagen, das Kind verhindert und blockiert durch sein (erfolgreich praktiziertes) boshaftes Verhalten eine frische, funktionierende Liebe.

Ich hoffe einmal mehr auf Hilfe von dir, sonst weiß niemand recht damit umzugehen.

Danke jetzt schon!

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8. September 2002 um 19:56
In Antwort auf kenread

Aktuell - grad eben passiert
DU hilfst mir mit deinen Auszügen sehr weiter.

Die Mutter hat nicht die Möglichkeit, die Tochter abzugeben, keinen Tag. Wir schieben das Kind deshalb auch nicht ab, weder durch Fernsehen noch sonst wie. Zitat von dir: "Mit ein wenig Geduld wird sich die Lage sicher bald vereinfachen." <-- wenn du da nur Recht behältst!


Grade eben war ich mit beiden unterwegs. Unser etwa eineinhalbstündiges Beisammensein spielte sich so ab: Ein freundliches Hallo zwischen Tochter und mir und bescheidene Begrüßung zwischen mir und Mutter. Wir spazierten in einen Park und setzten uns dort. Auf dem Weg dorthin kam kaum ein Mehrsatzdialog zwischen Mutter und mir zustande. Wir sehen uns zwar täglich aber immer nur 1 bis höchstens 3 Stunden, weil dann der Tochter immer etwas weh zu tun anfängt, weint und nachhause will. Das Beisammensein gestaltete sich so, dass die Mutter zwischen mir und ihrer Tochter saß und zurückhaltende Zuneigungssignale zwischen Mutter und mir stattfanden, möglichst so, dass die Tochter nicht gleich rebelliert. Dies offen auszutragen trau ich mich schon gar nicht mehr, will keine Ablehnung im Kind erzeugen. Man beschäftigte sich mit diesem und jenem und einmal mehr war die Tochter Dreh- und Angelpunkt. Unser Befinden machen wir abhängig vom Befinden des Kindes!

Zwischendurch ist die Mutter kurz weggegangen, sodass ich die Gelegenheit hatte, mit der Tochter alleine zu sprechen. Ich sprach sie darauf an, warum es ihr so schlecht ginge? Ich erklärte ihr, dass ich mich mit ihrer Mutter gut verstehe und wir uns deshalb auch öfter sehen werden. Sie meinte, das wäre nichts Neues für sie, hätte alles schon diskutiert mit Mama. Das haben sie, aber geändert scheint es nichts zu haben.

Man kann sagen, das Kind verhindert und blockiert durch sein (erfolgreich praktiziertes) boshaftes Verhalten eine frische, funktionierende Liebe.

Ich hoffe einmal mehr auf Hilfe von dir, sonst weiß niemand recht damit umzugehen.

Danke jetzt schon!

Hmmm...
Hallo Kenread,

der Tochter deiner Freundin boshaftes Verhalten zu unterstellen ist doch ein bisschen zu hart und das ist eben das, was das Kind auch spürt: sie ist die jenige welche die dich STÖRT, deine/eure frische Liebe blockiert und verhindert.
Das ergibt dann eine Spirale, je mehr das Kind Bauchweh hat, desto stärker wird das Gefühl bei dir, desto mehr Bauchweh...usw.
Das zu durchbrechen muss deine, bzw. Aufgabe der Mutters sein. Das Kind ist noch ein Kind, das agiert nicht nur, sondern reagiert auch.
Und das hat auch andere Denkmuster, als ein Erwachsenener.
Es nutzt dir nichts zu sagen dass du ihr die Mutter nicht wegnehmen möchtest, du musst ihr das auch zeigen. Lieber nicht jeden Tag 3 Std, das ist einfach zu viel von heute auf plötzlich.
Das Kind hat bestimmt auch Hobbys, Interessen, kannst du dich damit ev. bisschen mehr beschäftigen. Im Park zu spazieren kann einem 8-jährigen Kind auch nicht wirklich Spass machen, dann lieber schwimmen gehen, oder sonstwas was dem Kind gefällt.
Auch wäre nicht schlecht ab und zu eine Freundin von dem Mädchen mitzunehmen. Und am Anfang lieber seltener, aber intensiver (Spiel und Spass), damit sie genügend positiver Erlebnisse mit dir sammeln kann. Zärtlichkeiten mit der Mutter kannst du ja auch austauschen, wenn das Kind schon im Bett ist und schläft.
Ist das Mädchen nie bei seinem leiblichen Vater?!?
Und vergesse nicht: ein Monat ist viel zu kurz, um akzeptiert zu werden, hab einfach Geduld.

Viel Glück und Gruß,
Maja

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8. September 2002 um 20:38
In Antwort auf shaina_12486296

Hmmm...
Hallo Kenread,

der Tochter deiner Freundin boshaftes Verhalten zu unterstellen ist doch ein bisschen zu hart und das ist eben das, was das Kind auch spürt: sie ist die jenige welche die dich STÖRT, deine/eure frische Liebe blockiert und verhindert.
Das ergibt dann eine Spirale, je mehr das Kind Bauchweh hat, desto stärker wird das Gefühl bei dir, desto mehr Bauchweh...usw.
Das zu durchbrechen muss deine, bzw. Aufgabe der Mutters sein. Das Kind ist noch ein Kind, das agiert nicht nur, sondern reagiert auch.
Und das hat auch andere Denkmuster, als ein Erwachsenener.
Es nutzt dir nichts zu sagen dass du ihr die Mutter nicht wegnehmen möchtest, du musst ihr das auch zeigen. Lieber nicht jeden Tag 3 Std, das ist einfach zu viel von heute auf plötzlich.
Das Kind hat bestimmt auch Hobbys, Interessen, kannst du dich damit ev. bisschen mehr beschäftigen. Im Park zu spazieren kann einem 8-jährigen Kind auch nicht wirklich Spass machen, dann lieber schwimmen gehen, oder sonstwas was dem Kind gefällt.
Auch wäre nicht schlecht ab und zu eine Freundin von dem Mädchen mitzunehmen. Und am Anfang lieber seltener, aber intensiver (Spiel und Spass), damit sie genügend positiver Erlebnisse mit dir sammeln kann. Zärtlichkeiten mit der Mutter kannst du ja auch austauschen, wenn das Kind schon im Bett ist und schläft.
Ist das Mädchen nie bei seinem leiblichen Vater?!?
Und vergesse nicht: ein Monat ist viel zu kurz, um akzeptiert zu werden, hab einfach Geduld.

Viel Glück und Gruß,
Maja

Kann mich
Majas Beitrag nur anschließen!

Vielleicht überdenkst Du mal Deine eigene Haltung zu dem Kind???
DU empfindest das Kind als Störenfried und unterstellst Boshaftigkeit! Sorry, aber Dich würde ich meinen Kindern keinen Tag länger zumuten.

Jeden Tag ist viel zuviel!
Das Kind hat ja kaum mehr eine ruhige Minute mit der Mutter allein. Kein Wunder, daß sie Dich ablehnt!

Und auch was die Unternehmungen angeht, hat Maja vollkommen recht.
Das Kind ist doch kein Baby mehr, das mit einem kleinen Spaziergang im Park zufrieden ist.
Wie wäre es mit einem Besuch im Freizeitpark? Einer Bootstour? Einem Tag auf einer speziellen Inlinerbahn? Wasserskilaufen? Kinobesuch mit McDoof?...
Meine Kinder sind fast 8 und 11 Jahre - ich könnte die Liste besonderer Unternehmungen beliebig weit fortsetzen!
Und auch da hat Maja recht - einem Kind alleine mt Erwachsenen machen viele Unternehmungen keine Freude, weil es sich immer wie das 5. Rad am Wagen fühlt. Selbst meinen beiden nehme ich oft noch Freunde mit, damit jeder einen in seiner Alterklasse dabei hat!

Und warum kann das Kind NIE anderweitig untergebracht werden?
Ich hab schon Mühe, meine mal am Wochenende oder in den Ferien zuhause zu haben, weil sich Vater und Großeltern geradezu drum reißen, sie bei sich zu haben.
Dazu noch die Wünsche der Mädels, die gerne mal bei Freundinnen übernachten oder welche zu sich einladen...

An Deiner Stelle würde ich zuerst mal Deine eigene Einstellung zu dem Mädchen überprüfen.
Ich glaube, ein großer Teil des Problem ist, daß sie fühlt, daß sie Dir im Weg ist - und sogar ihrer eigenen Mutter! Schlimm, schlimm - ehrlich!

Gruß, harter Kern

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8. September 2002 um 21:38
In Antwort auf megan_12750002

Kann mich
Majas Beitrag nur anschließen!

Vielleicht überdenkst Du mal Deine eigene Haltung zu dem Kind???
DU empfindest das Kind als Störenfried und unterstellst Boshaftigkeit! Sorry, aber Dich würde ich meinen Kindern keinen Tag länger zumuten.

Jeden Tag ist viel zuviel!
Das Kind hat ja kaum mehr eine ruhige Minute mit der Mutter allein. Kein Wunder, daß sie Dich ablehnt!

Und auch was die Unternehmungen angeht, hat Maja vollkommen recht.
Das Kind ist doch kein Baby mehr, das mit einem kleinen Spaziergang im Park zufrieden ist.
Wie wäre es mit einem Besuch im Freizeitpark? Einer Bootstour? Einem Tag auf einer speziellen Inlinerbahn? Wasserskilaufen? Kinobesuch mit McDoof?...
Meine Kinder sind fast 8 und 11 Jahre - ich könnte die Liste besonderer Unternehmungen beliebig weit fortsetzen!
Und auch da hat Maja recht - einem Kind alleine mt Erwachsenen machen viele Unternehmungen keine Freude, weil es sich immer wie das 5. Rad am Wagen fühlt. Selbst meinen beiden nehme ich oft noch Freunde mit, damit jeder einen in seiner Alterklasse dabei hat!

Und warum kann das Kind NIE anderweitig untergebracht werden?
Ich hab schon Mühe, meine mal am Wochenende oder in den Ferien zuhause zu haben, weil sich Vater und Großeltern geradezu drum reißen, sie bei sich zu haben.
Dazu noch die Wünsche der Mädels, die gerne mal bei Freundinnen übernachten oder welche zu sich einladen...

An Deiner Stelle würde ich zuerst mal Deine eigene Einstellung zu dem Mädchen überprüfen.
Ich glaube, ein großer Teil des Problem ist, daß sie fühlt, daß sie Dir im Weg ist - und sogar ihrer eigenen Mutter! Schlimm, schlimm - ehrlich!

Gruß, harter Kern

Hartes Wort
"Boshaft". Es hat nur den Anschein. Wenn man es selbst erlebt und man erkennt, dass das Kind das mit Absicht macht. Das Wort "vorsätzlich" wäre vielleicht besser gewesen.

Meine Haltung zu dem Kind ist so, dass ich alles akzeptiere, was es macht. Ich in meiner außenstehenden Position kann keine Forderungen stellen und dem Kind sagen, was gut wäre. Was gut ist, fabriziert sie sich (in Form von jammern).

Dass jeden Tag zuviel ist, kann ich einsehen. Meine Freundin und ich beruhigten uns ja mit dem Argument, dass die wenigen Stunden niemals eine solche Abwehrreaktion der Tochter auslösen könnten. Die restliche Zeit des Tages verbringt sie mit der Mutter. Ich bin z.Z. nur jemand, der mal kurz auf Besuch kommt, oder der kurz besucht wird - OHNE Austausch von Zärtlichkeiten! Ganz sittsam!

Den Vorschlag mit den gemeinsamen Unternehmungen mit anderen Kindern werde ich vorschlagen. Es ist ganz und gar nicht gut, wenn sich das Kind langweilt, da kommt es dann bestimmt zu solcherlei Reaktionen, stimmt.

Die Mutter hat nicht die Gelegenheit ihr Kind unterzubringen, die Eltern sind 2 Stunden entfernt und sie muss täglich in die Schule. Übernachten bei Freundinnen - ich nehme an, dass sie das wohl auch nicht allzu oft machen wird, warum weiß ich nicht.

Ich möchte nicht, dass der Zustand meines Störens ein manifester Bestandteil des Problems wird, ich will sofort gegenlenken, so schnell und richtig es nur geht. Ich habe soeben erfahren, dass die Tochter grade ihre Mutter zuhause (sie sind allein zu zweit zuhause) auch abgelehnt hat, nimmt keine wohlmeinenden Küsse ihrer Mutter entgegen.

Ich versteh wohl so vieles noch nicht.

Und bin deshalb mehr als dankbar für alles was da an Hilfe einlangt. DANKE!!!!!!!!

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8. September 2002 um 21:59
In Antwort auf kenread

Hartes Wort
"Boshaft". Es hat nur den Anschein. Wenn man es selbst erlebt und man erkennt, dass das Kind das mit Absicht macht. Das Wort "vorsätzlich" wäre vielleicht besser gewesen.

Meine Haltung zu dem Kind ist so, dass ich alles akzeptiere, was es macht. Ich in meiner außenstehenden Position kann keine Forderungen stellen und dem Kind sagen, was gut wäre. Was gut ist, fabriziert sie sich (in Form von jammern).

Dass jeden Tag zuviel ist, kann ich einsehen. Meine Freundin und ich beruhigten uns ja mit dem Argument, dass die wenigen Stunden niemals eine solche Abwehrreaktion der Tochter auslösen könnten. Die restliche Zeit des Tages verbringt sie mit der Mutter. Ich bin z.Z. nur jemand, der mal kurz auf Besuch kommt, oder der kurz besucht wird - OHNE Austausch von Zärtlichkeiten! Ganz sittsam!

Den Vorschlag mit den gemeinsamen Unternehmungen mit anderen Kindern werde ich vorschlagen. Es ist ganz und gar nicht gut, wenn sich das Kind langweilt, da kommt es dann bestimmt zu solcherlei Reaktionen, stimmt.

Die Mutter hat nicht die Gelegenheit ihr Kind unterzubringen, die Eltern sind 2 Stunden entfernt und sie muss täglich in die Schule. Übernachten bei Freundinnen - ich nehme an, dass sie das wohl auch nicht allzu oft machen wird, warum weiß ich nicht.

Ich möchte nicht, dass der Zustand meines Störens ein manifester Bestandteil des Problems wird, ich will sofort gegenlenken, so schnell und richtig es nur geht. Ich habe soeben erfahren, dass die Tochter grade ihre Mutter zuhause (sie sind allein zu zweit zuhause) auch abgelehnt hat, nimmt keine wohlmeinenden Küsse ihrer Mutter entgegen.

Ich versteh wohl so vieles noch nicht.

Und bin deshalb mehr als dankbar für alles was da an Hilfe einlangt. DANKE!!!!!!!!

Auch Deine Freundin
scheint noch einiges zu lernen haben...

Eigentlich sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, daß tägliche Konfrontation zuviel des Guten ist - oder?

Kannst Du nicht einfach unter der Woche nur abends hinfahren? Zum Übernachten? Vielleicht der Tochter noch manchmal (NICHT jeden Tag) eine gute Nacht wünschen und dann Zeit mit der Mutter allein verbringen?

Das Kind verhält sich nicht mit Absicht so! Nur, um das nochmal klarzustellen!
Es reagiert darauf, daß es offenbar zur Zeit sogar von der eigenen Mutter(!) als Störenfried empfunden wird! Denkst Du etwa, sie würde das nicht merken?
Ganz ehrlich - ich kann auch die Mutter nicht so ganz verstehen...
Daher wehrt sie sich nun auch gegen die Mutter.
Den halben Tag zweite Geige spielen und sich dann küssen lassen? So läuft das mit Kindern nicht!

Übrigens würde ich auch an den Wochenenden nicht jeden Tag mit den beiden verbringen. Das ist einfach zu viel.
Siehst Du nicht, daß Du dem Kind tatsächlich etwas wegnimmst?
Bisher bist Du keine Bereicherung, sondern für sie einfach nur ein Feind.
Und jetzt mußt Du Dich doppelt beweisen...

Meine Eltern leben übrigens auch 300 km weg - und meine Kinder sind in jeden Ferien eine Weile dort!
Es geht alles, wenn man will.
Selbst für ein Wochenende kann sich die Fahrt lohnen.
Aber momentan würde ich das nicht unbedingt empfehlen, weil sich das Kind dann noch mehr abgeschoben fühlen würde.

Plant für das nächste Wochenende etwas ganz besonderes!
Sprich das mir der Mutter ab, aber sei Du derjenige, der dem Kind den Plan unterbreitet.
Z.B. sowas wie Freizeitpark und Freundin mitnehmen.
Stell klar, daß diese Idee von Dir kommt.
Vielleicht wäre das ein Anfang?
Und lasse sie den anderen Tag konmplett allein verbringen.

Ihr habt das schon ziemlich einreißen lassen und Eure Beziehung über das Kind gestellt. was ich der Mutter zum Vorwurf mache.
Es wird schwer werden, das wieder hinzubiegen.
Mit viel Geduld, Zurückhaltung und ganz viel Liebe!

Ich wünsche Euch viel Glück!

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8. September 2002 um 23:00
In Antwort auf kenread

Hartes Wort
"Boshaft". Es hat nur den Anschein. Wenn man es selbst erlebt und man erkennt, dass das Kind das mit Absicht macht. Das Wort "vorsätzlich" wäre vielleicht besser gewesen.

Meine Haltung zu dem Kind ist so, dass ich alles akzeptiere, was es macht. Ich in meiner außenstehenden Position kann keine Forderungen stellen und dem Kind sagen, was gut wäre. Was gut ist, fabriziert sie sich (in Form von jammern).

Dass jeden Tag zuviel ist, kann ich einsehen. Meine Freundin und ich beruhigten uns ja mit dem Argument, dass die wenigen Stunden niemals eine solche Abwehrreaktion der Tochter auslösen könnten. Die restliche Zeit des Tages verbringt sie mit der Mutter. Ich bin z.Z. nur jemand, der mal kurz auf Besuch kommt, oder der kurz besucht wird - OHNE Austausch von Zärtlichkeiten! Ganz sittsam!

Den Vorschlag mit den gemeinsamen Unternehmungen mit anderen Kindern werde ich vorschlagen. Es ist ganz und gar nicht gut, wenn sich das Kind langweilt, da kommt es dann bestimmt zu solcherlei Reaktionen, stimmt.

Die Mutter hat nicht die Gelegenheit ihr Kind unterzubringen, die Eltern sind 2 Stunden entfernt und sie muss täglich in die Schule. Übernachten bei Freundinnen - ich nehme an, dass sie das wohl auch nicht allzu oft machen wird, warum weiß ich nicht.

Ich möchte nicht, dass der Zustand meines Störens ein manifester Bestandteil des Problems wird, ich will sofort gegenlenken, so schnell und richtig es nur geht. Ich habe soeben erfahren, dass die Tochter grade ihre Mutter zuhause (sie sind allein zu zweit zuhause) auch abgelehnt hat, nimmt keine wohlmeinenden Küsse ihrer Mutter entgegen.

Ich versteh wohl so vieles noch nicht.

Und bin deshalb mehr als dankbar für alles was da an Hilfe einlangt. DANKE!!!!!!!!

Mit "Vorsatz"...
finde ich immer noch zu hart gedacht. Sie wehrt sich einfach gegen dem, was sie als bedrohlich empfindet...ob das die richtige Abwehrrektion ist, das kann sie ja nicht wissen. Und dafür musst du einfach Verständnis aufbringen, auch wenn es dir schwer fällt.
Auch mit wenigen Stunden kannst du eine solche Reaktion auslösen, wie du siehst.
Das schlimme dabei ist es, dass die Mutter jetzt höchstwahrscheinlich auch noch schlechtes Gewissen hat und noch mehr dazu beiträgt dass dich das Kind als Bedrohung empfindet.
Die *wolhgemeinte Küsse* müssen auch in deinem beisein stattfinden.
Richtig wäre von deiner Seite aus erstmal dich einwenig rarer zu machen. Dann musst du mehr Interesse an der Tochter zeigen. Frag sie aus was sie so mag, was sie interessiert, Kinder geben gerne antworten, wenn das Thema stimmt. Eine Idee wäre z.B. mit dem Kind zusammen zum kochen...sie zu fragen ob sie dir helfen kann... Egal ob zu dritt, oder noch besser nur mit dir, als Überraschung für die Mutter, die vielleicht in der Zeit einkaufen *muss*...
Und du selber wirst auch erleben welche interessante Dinge so ein 8-jähriges Kind zu erzählen hat , wenn du dich drauf einlässt und sie nicht mehr als Störenfried betrachtest.
Versuche von Mal zu Mal immer mehr mit dem Kind Dinge zu unternehmen oder machen, was sie gerne tut, mit ihr zu spielen, basteln, albern. Aber langsam und behutsam.
Irgendwo musst du dich auch WIRKLICH für das Kind interessieren, sonst klappt das nicht. Wenn du das schafft ihr zu zeigen dass du für sie *harmlos* bist, ihr gutgesinnt bist und mit ihr wenigstens ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen, profitieren alle davon.

Gruß,
Maja

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9. September 2002 um 9:20
In Antwort auf megan_12750002

Auch Deine Freundin
scheint noch einiges zu lernen haben...

Eigentlich sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, daß tägliche Konfrontation zuviel des Guten ist - oder?

Kannst Du nicht einfach unter der Woche nur abends hinfahren? Zum Übernachten? Vielleicht der Tochter noch manchmal (NICHT jeden Tag) eine gute Nacht wünschen und dann Zeit mit der Mutter allein verbringen?

Das Kind verhält sich nicht mit Absicht so! Nur, um das nochmal klarzustellen!
Es reagiert darauf, daß es offenbar zur Zeit sogar von der eigenen Mutter(!) als Störenfried empfunden wird! Denkst Du etwa, sie würde das nicht merken?
Ganz ehrlich - ich kann auch die Mutter nicht so ganz verstehen...
Daher wehrt sie sich nun auch gegen die Mutter.
Den halben Tag zweite Geige spielen und sich dann küssen lassen? So läuft das mit Kindern nicht!

Übrigens würde ich auch an den Wochenenden nicht jeden Tag mit den beiden verbringen. Das ist einfach zu viel.
Siehst Du nicht, daß Du dem Kind tatsächlich etwas wegnimmst?
Bisher bist Du keine Bereicherung, sondern für sie einfach nur ein Feind.
Und jetzt mußt Du Dich doppelt beweisen...

Meine Eltern leben übrigens auch 300 km weg - und meine Kinder sind in jeden Ferien eine Weile dort!
Es geht alles, wenn man will.
Selbst für ein Wochenende kann sich die Fahrt lohnen.
Aber momentan würde ich das nicht unbedingt empfehlen, weil sich das Kind dann noch mehr abgeschoben fühlen würde.

Plant für das nächste Wochenende etwas ganz besonderes!
Sprich das mir der Mutter ab, aber sei Du derjenige, der dem Kind den Plan unterbreitet.
Z.B. sowas wie Freizeitpark und Freundin mitnehmen.
Stell klar, daß diese Idee von Dir kommt.
Vielleicht wäre das ein Anfang?
Und lasse sie den anderen Tag konmplett allein verbringen.

Ihr habt das schon ziemlich einreißen lassen und Eure Beziehung über das Kind gestellt. was ich der Mutter zum Vorwurf mache.
Es wird schwer werden, das wieder hinzubiegen.
Mit viel Geduld, Zurückhaltung und ganz viel Liebe!

Ich wünsche Euch viel Glück!

Allerherzlichsten Dank
Ich werde mir eure Ratschläge zu Herzen nehmen und dann die für uns hoffentlich richtige Mischung zur Beseitigung aller Probleme zusammenstellen. Ich werde immer bemüht sein, keinen Schaden anzurichten und das Maximum an Wohlbefinden herauszukitzeln. Mein Optimismus verweigert eine frühe Resignation, weshalb mein Blick nach vorne gerichtet ist.

Ich danke euch bis hierher mal für die wichtige Unterstützung hier.

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9. September 2002 um 13:48

Hallo Kenread!
Ich kenne die Situation - so oder so ähnlich aus Tochterperspektive.
Würde mich aber ehrlich gesagt lieber unter 4 Augen dazu äußern.
Falls Du Interesse hast, mail mir unter ernest6@freenet.de
Einstweilen liebe Grüße
Ernest

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10. September 2002 um 10:56

Es hat sich Neues zugetragen:
Die Mutter findet keinen Weg, dem Kind beizukommen. Das Kind spricht kaum mehr mit der Mutter, ist launisch, wankelmütig, trotzig, beherrscht die Situation, die Mutter ist machtlos. Ich selbst wollte die Geschehnisse durch meine Anwesenheit nicht weiter verschärfen und habe mich deshalb zurückgezogen. Ich sehe die Mutter nicht mehr, ich rufe sie nicht an, denn die Tochter ist der Mutter immer hinterher und sie kann nichts ohne Kind tun, kein Telefonat (mit anderen) führen, kein Gespräch mit anderen führen, nichts. Denn jedesmal vermutet die Kleine dabei, dass es um mich gehen könnte, was aber nicht der Fall ist. Wir kamen in einem heimlichen nächtlichen Gespräch zum Schluss, dass das Kind rigorosere Grenzsetzungen braucht, die Mutter muss mit schärferem Ton dem Kind unser aller Lage verständlich machen. Das ist jetzt die Gangart. Aktuelle Meldung von heute morgen: Das Kind trotzte ohne ersichtlichen Grund, worauf sie dann von der Mutter recht forsch zurechtgewiesen wurde - sie folgte und gehorchte. Wir denken, nicht aus Angst, sondern, weil das Kind das selbst forderte!!

Wir werden uns nach wie vor nicht sehen, aber ich werde heute Abend wieder mal anrufen (ufff, großes Risiko), um das Kind in ihren Machenschaften nicht zu bestärken, ihr nicht zu zeigen, dass ihre Handlungen okay sind.

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11. September 2002 um 10:58

Kenny
sorry, sorry, sorry, ich hab Dir am Montag gleich ne szuperlange mail geschrieben und am Montag abend offline noch mal eine, die ich bis jetzt nicht schicken konnte. Ist aber alles zu mir zurückgekommen, war also keine böse Absicht. Ich versuchs heut mittag noch mal, muß jetzt erst mal arbeiten.
Bis später, lg Ernest

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12. September 2002 um 9:29

Neuer Stand
In der Zwischenzeit hat sich folgendes ereignet:

Da die Mutter nach wie vor Schwierigkeiten im Umgang mit dem neuen, aufbegehrenden Verhalten des Kindes hat, glauben wir, dass der Weg, den wir bisher beschritten haben, nicht unbedingt fruchtet. Sie will (ich natürlich auch) die Gefühlsbetonung nicht vernachlässigen und eigentlich auf das Kind eingehen, wenn es denn da jammert - bisher war das dann ja immer so, dass das Kind dann eben bemerkte, dass es das bekam, was es denn wollte - nämlich die volle Aufmerksamkeit der Mutter. Folge: Machtgewinn des Kindes.

Wir haben uns die letzte Woche etwa 5 Stunden offiziell und 4 Stunden inoffiziell (also schon heimlich) getroffen. Wir fühlen uns beinah schon als Opfer, aber genau bei diesem Wort, klinkt es aus, und wir greifen uns lachend an den Kopf und verstehen unsere Welt nicht mehr, die von den Launen und dem Gutdünken des Kindes gelenkt wird. Rücksicht, Empathie und Gefühle sind aber nach wie vor Prinzipien, die Grundlage all unserer Handlungen.

Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem wir nicht wissen, ob die Mutter radikaler, also strenger, schärfer mit dem Kind umspringen soll (dadurch, dass die Mutter das kaum gemacht hat, könnte die Glaubwürdigkeit dieser Aktionen leiden)? Unsere Zärtlichkeiten vor dem Kind zurückstecken, ok.

Übernachtungen weg, ok? Alles, was uns bleibt sind ein paar wenige Stunden in der Woche im Beisein einer Tochter, die die Beziehung angreift. Gemeinsame Nächtigungen hatten wir genau DREI und von Mal zu Mal wurde es mit der Tochter schlimmer. Sollen wir das jetzt ganz abstellen? (die letzte Übernachtung, also der letzte Grund ihrer Rebellion liegt eh schon 2 Wochen zurück). Nicht mal der letzte Augenblick trauten Beisammenseins zwischen mir und der Mutter sei uns gegönnt. Wir telefonieren nicht, möglichst kein SMS, halten uns im E-Mail zurück, weil das Kind auf Schritt und Tritt kontrolliert, was die Mutter da grade macht. Soll man das zulassen?

Wie reagiert das Kind?
Bei gemeinsamen Unternehmungen beginnt sie nach einer Weile zu jammern, will, das die Mutter nachschauen kommt, zuhause (ohne mich) knallen manchmal Türen, wird geraunzt und gemockt. Nichtige Anlässe werden zur Raunzerei. Sie hat sogar mal mit einem Fenstersturz gedroht, wie ernst soll man das nehmen? Von daher wissen wir auch nicht, wie straff man die Zügel nehmen kann.

Je mehr Zeit vergeht, desto mehr werden wir zurückgeschlagen und das Kind wird in seinen Machenschaften bekräftigt. Uns wäre oft danach, geradeheraus zu handeln, einfach nur ganz unverblümt zu handeln, um dem Kind zu zeigen, dass auch ihr Einfluss begrenzt ist.

Es wäre schön, wenn sie diese Beziehung zu akzeptieren lernt, ich will nur Gutes von beiden und für beide. Sie ist eh so eine liebe Tochter, die aber jetzt vielleicht zum ersten Mal in ihrem kurzen Leben um ihre Mutter Angst haben muss - aber sicher net vor mir!! Ich räume ausreichend Freiheiten ein, keiner wird erdrückt.

Wie lockere ich auf, was Festgefahren erscheint?

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