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Mutter gestorben - mein Vater kann nicht alleine sein - Achtung: sehr lang

5. Februar 2012 um 10:47

Hallo zusammen,

nachdem meine Mutter letztes Jahr gestorben ist - ist für uns alle eine Welt zusammengebrochen.
Wir alle fühlen diese Lücke jeden Tag schmerzlich und - mein Vater hat ernsthafte Probleme mit der Einsamkeit.
Er möchte nicht alleine bleiben und ist verzweifelt...sucht auch schon eine neue Freundin - und das in einem ziemlich steilen Tempo.
Ich dachte, ich muss versuchen, mich in ihn hineinzufühlen und Verständnis haben, schließlich ist er der Einzige, der mir von meinen Eltern noch bleibt; auch wenn ich weiß, dass meine Mutter genau davor immer Angst hatte.......
Also hab ich versucht ihn zu verstehen und ihm das auch gezeigt - unter der Voraussetzung, dass ich seine Bekanntschaft nicht gleich kennen lernen bzw. ihr Freundschaft entgegenbringen muss....denn damit hätte ich echt ein Problem. Dazu vermisse ich meine Mutter viel zu sehr.
Meine Schwester reibt dieses Thema hingegen richtig auf- und das schon einige Wochen. Ich hab immer versucht, ihr zu raten, doch mal mit Papa über das alles zu reden, damit er weiß, wie sie dazu steht und dass sie vorerst nichts dazu von ihm hören möchte. Aber sie wollte nicht mit ihm darüber reden, sondern einfach nur ihre Ruhe.
Die Wand zwischen den Beiden wird immer dicker und das tut mir so weh; schließlich muss irgendjemand die Familie zusammenhalten, denke ich.
Nun hat sie ihm mal die Meinung gesagt und die angestauten Gefühle rausgelassen; aber halt auf ziemlich schroffe Art und Weise. Verstehen kann ich sie beide. Aber was mache ich jetzt? Ich hab das Gefühl, dass mir das, wenn ich mich zu sehr in den Konflikt der Beiden einmische nur schadet, denn meine Schwester fängt an, langsam auf Abstand zu gehen. Aber was soll ich denn machen? Das tut mir alles so weh.
Bitte um Rat.

Liebe Grüße
Nielie78

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5. Februar 2012 um 10:59

"schließlich muss irgendjemand die Familie zusammenhalten,"
nein, so ist das nicht"

erst einmal mein beileid für euch alle.
ich weiss jetzt nicht in welchem alter ihr seid- du, deine schwester, dein vater.
ihr alle müsst, jeder auf seine weise, trauern. euch allen fehlt sie und jeder geht anders damit um.
jeder darf jetzt mal seinen weg alleine gehen, bis ihr euch dann sicherlich wieder findet.

ich kenne das hautnah, denn mein liebster ist wittwer und hat zwei, grosse, kinder. jeder hat für sich gelitten. die tochter hat in ihrer verzweiflung ziemlich um sich geschlagen und der sohn ist ein ganz stiller.
mein liebster hat nicht wirklich jemanden gesucht, aber wir haben uns doch gefunden. und die kinder verstehen sich mittlerweile mit meiner grossen tochter auch gut.

ihr müsst euch wirklich zeit zum verarbeiten geben. und habt bitte verständnis für den papa.
lg

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