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Mutter eifersüchtig auf neue Freundin!?

23. Oktober 2016 um 17:57 Letzte Antwort: 27. Oktober 2016 um 20:49

Hallo ihr Lieben,

ich muss mir mal den Frust von der Seele schreiben.

Kurz zu mir: Ich bin 27, habe gerade nach 12 Wartesemestern endlich mein Medizinstudium begonnen und seit etwa einer Woche wieder eine Freundin, nachdem ich 1,5 Jahre Single war. 

Unser Kennenlernen ist ne witzige Geschichte: Wir haben uns über unsere Studentengruppe auf facebook kennengelernt. Sie ist nicht von hier und hatte nach Wohnungen gesucht. Ich kannte zufällig jemanden, der eine vermietet, hab ihr den Kontakt besorgt und seitdem haben wir angefangen zu schreiben und irgendwann zu telefonieren. Das war im August. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden, fingen auch irgendwann an zu flirten und haben uns jetzt letztendlich vor 3 Wochen zum 1. Mal live und in Farbe gesehen und es hat sofort gefunkt. 

Meine Mutter ist seit 12 Jahren verwitwet, ich bin der einzige Sohn und bin vor 2 Monaten zum Studieren wieder in mein Elternhaus gezogen. Da sie bei meiner allerersten Freundin ähnlich drauf war, habe ich ihr diesmal alles gleich erzählt. Keine Geheimnisse. Jetzt ist es so, dass ich vorgestern das erste Mal bei meiner Freundin übernachte (Oh mein Gott, ich 27-jähriger Lüstling), weil vorgestern und gestern Abend Ersti-Parties an der Uni angesagt waren und sie uninah wohnt, ich 15 Minuten Autominuten entfernt. Es war also auch einfach nur praktisch und nicht Mittel zum Zweck. Unabhängig davon wollen wir es eh langsam angehen lassen. 

Meine Mutter ist heute total ausgeflippt, von wegen ich kenne sie erst seit 2 Wochen (was de facto nicht stimmt) und würde alles gleich überstürzen. Für meine Mutter ist "Übernachten" wohl gleichbedeutend mit Sex, unabhängig davon ginge es sie eh nichts an, aber mich stresst dieser unnötige Streit. Hätte sie gewusst, dass ich eh nie zuhause bin, hätte ich mir die neuen Möbel, wovon sie auch einen Teil bezahlt hat, sparen können. 

Ich hab echt versucht sachlich mit ihr zu reden, ihr erklärt, dass ich das Mädel schon länger kenne, sie total mag, logischerweise gerne Zeit mit ihr verbinge und ich ehrlich gesagt alt genug bin, zu entscheiden, ob ich dort übernachte oder nicht. Ich hätte es meiner Hand sagen können. Stattdessen stempelt man mich jetzt als Egoisten ab, der sich um nichts kümmert, nicht nach seiner Mutter fragt, nie zuhause ist, sich nicht meldet etc. Komischerweise war bis zu dem Tag als ich von meiner Freundin erzählt habe, alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht weiter, meine Mutter steigert sich da jetzt mehr und mehr rein, dafür kenne ich sie zu gut. Eine sachliche Diskussion oder Unterhaltung ist nicht möglich, sie beharrt so auf ihre in meinen Augen verbohrte, engstirnige und altmofische Meinung. Meiner Freundin, welche sie ja noch gar nicht kennt, bezeichnet sie als unanständig, weil sie mich nach 2 Wochen zum Übernachten eingeladen hat. Ich weiß manchmal nicht ob ich darüber heulen oder lachen soll, so dämlich ist das. Jetzt droht sie mir noch damit, meine Wäsche nicht mehr zu machen (kann ich auch selbst, kein Problem), nichts mehr zu kochen (kann ich auch selbst) und die Meistertaktik: sie stellt meine finanzielle Unterstützung ein, wenn ich mich nicht an, Zitat "Regeln halte, die in diesem Haus existieren."
Ich dachte ehrlich daran, meine Freundin mal zum Essen einzuladen, den Gedanken schiebe ich aber ganz weit nach hinten, auch weil sie von meiner Mutter schon als unanständig abgstempelt wurde. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Ich werde definitiv weiterhin bei ihr übernachten, wenn ich das möchte und ganz sicher nicht um Erlaubnis fragen. Sollte ich meiner Freundin davon erzählen? Wie soll ich mit meiner Mutter weiter umgehen? Ist es wirklich so verwerflich, dass eine 26 Jährige Frau und ein 27 jähriger Mann nach 2 Wochen zusammen in einem Bett schlafen? Ich habe daran gedacht diese Woche meine Wäsche einfach selbst zu machen und sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Essen werde ich eh in der Mensa.

Vielen Dank für ein paar außenstehende Meinungen.

Tim

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23. Oktober 2016 um 19:38
In Antwort auf eilish_12941344

Hallo ihr Lieben,

ich muss mir mal den Frust von der Seele schreiben.

Kurz zu mir: Ich bin 27, habe gerade nach 12 Wartesemestern endlich mein Medizinstudium begonnen und seit etwa einer Woche wieder eine Freundin, nachdem ich 1,5 Jahre Single war. 

Unser Kennenlernen ist ne witzige Geschichte: Wir haben uns über unsere Studentengruppe auf facebook kennengelernt. Sie ist nicht von hier und hatte nach Wohnungen gesucht. Ich kannte zufällig jemanden, der eine vermietet, hab ihr den Kontakt besorgt und seitdem haben wir angefangen zu schreiben und irgendwann zu telefonieren. Das war im August. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden, fingen auch irgendwann an zu flirten und haben uns jetzt letztendlich vor 3 Wochen zum 1. Mal live und in Farbe gesehen und es hat sofort gefunkt. 

Meine Mutter ist seit 12 Jahren verwitwet, ich bin der einzige Sohn und bin vor 2 Monaten zum Studieren wieder in mein Elternhaus gezogen. Da sie bei meiner allerersten Freundin ähnlich drauf war, habe ich ihr diesmal alles gleich erzählt. Keine Geheimnisse. Jetzt ist es so, dass ich vorgestern das erste Mal bei meiner Freundin übernachte (Oh mein Gott, ich 27-jähriger Lüstling), weil vorgestern und gestern Abend Ersti-Parties an der Uni angesagt waren und sie uninah wohnt, ich 15 Minuten Autominuten entfernt. Es war also auch einfach nur praktisch und nicht Mittel zum Zweck. Unabhängig davon wollen wir es eh langsam angehen lassen. 

Meine Mutter ist heute total ausgeflippt, von wegen ich kenne sie erst seit 2 Wochen (was de facto nicht stimmt) und würde alles gleich überstürzen. Für meine Mutter ist "Übernachten" wohl gleichbedeutend mit Sex, unabhängig davon ginge es sie eh nichts an, aber mich stresst dieser unnötige Streit. Hätte sie gewusst, dass ich eh nie zuhause bin, hätte ich mir die neuen Möbel, wovon sie auch einen Teil bezahlt hat, sparen können. 

Ich hab echt versucht sachlich mit ihr zu reden, ihr erklärt, dass ich das Mädel schon länger kenne, sie total mag, logischerweise gerne Zeit mit ihr verbinge und ich ehrlich gesagt alt genug bin, zu entscheiden, ob ich dort übernachte oder nicht. Ich hätte es meiner Hand sagen können. Stattdessen stempelt man mich jetzt als Egoisten ab, der sich um nichts kümmert, nicht nach seiner Mutter fragt, nie zuhause ist, sich nicht meldet etc. Komischerweise war bis zu dem Tag als ich von meiner Freundin erzählt habe, alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht weiter, meine Mutter steigert sich da jetzt mehr und mehr rein, dafür kenne ich sie zu gut. Eine sachliche Diskussion oder Unterhaltung ist nicht möglich, sie beharrt so auf ihre in meinen Augen verbohrte, engstirnige und altmofische Meinung. Meiner Freundin, welche sie ja noch gar nicht kennt, bezeichnet sie als unanständig, weil sie mich nach 2 Wochen zum Übernachten eingeladen hat. Ich weiß manchmal nicht ob ich darüber heulen oder lachen soll, so dämlich ist das. Jetzt droht sie mir noch damit, meine Wäsche nicht mehr zu machen (kann ich auch selbst, kein Problem), nichts mehr zu kochen (kann ich auch selbst) und die Meistertaktik: sie stellt meine finanzielle Unterstützung ein, wenn ich mich nicht an, Zitat "Regeln halte, die in diesem Haus existieren."
Ich dachte ehrlich daran, meine Freundin mal zum Essen einzuladen, den Gedanken schiebe ich aber ganz weit nach hinten, auch weil sie von meiner Mutter schon als unanständig abgstempelt wurde. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Ich werde definitiv weiterhin bei ihr übernachten, wenn ich das möchte und ganz sicher nicht um Erlaubnis fragen. Sollte ich meiner Freundin davon erzählen? Wie soll ich mit meiner Mutter weiter umgehen? Ist es wirklich so verwerflich, dass eine 26 Jährige Frau und ein 27 jähriger Mann nach 2 Wochen zusammen in einem Bett schlafen? Ich habe daran gedacht diese Woche meine Wäsche einfach selbst zu machen und sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Essen werde ich eh in der Mensa.

Vielen Dank für ein paar außenstehende Meinungen.

Tim

Mit 27 Jahren sollte man einfach nicht mehr bei den Eltern leben..... Erzähle das erstmal bloss nicht deiner Freundin. Sie würde dann auch voreingenommen gegenüber deiner Mutter sein, das willst du doch nicht auch noch zusätzlich? Du musst dich abnabeln von deiner Mutter, und wenn es bedeutet das du ausziehen musst, dann tu das auch, so hat sie keine "Macht" über dich.

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24. Oktober 2016 um 9:43
In Antwort auf eilish_12941344

Hallo ihr Lieben,

ich muss mir mal den Frust von der Seele schreiben.

Kurz zu mir: Ich bin 27, habe gerade nach 12 Wartesemestern endlich mein Medizinstudium begonnen und seit etwa einer Woche wieder eine Freundin, nachdem ich 1,5 Jahre Single war. 

Unser Kennenlernen ist ne witzige Geschichte: Wir haben uns über unsere Studentengruppe auf facebook kennengelernt. Sie ist nicht von hier und hatte nach Wohnungen gesucht. Ich kannte zufällig jemanden, der eine vermietet, hab ihr den Kontakt besorgt und seitdem haben wir angefangen zu schreiben und irgendwann zu telefonieren. Das war im August. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden, fingen auch irgendwann an zu flirten und haben uns jetzt letztendlich vor 3 Wochen zum 1. Mal live und in Farbe gesehen und es hat sofort gefunkt. 

Meine Mutter ist seit 12 Jahren verwitwet, ich bin der einzige Sohn und bin vor 2 Monaten zum Studieren wieder in mein Elternhaus gezogen. Da sie bei meiner allerersten Freundin ähnlich drauf war, habe ich ihr diesmal alles gleich erzählt. Keine Geheimnisse. Jetzt ist es so, dass ich vorgestern das erste Mal bei meiner Freundin übernachte (Oh mein Gott, ich 27-jähriger Lüstling), weil vorgestern und gestern Abend Ersti-Parties an der Uni angesagt waren und sie uninah wohnt, ich 15 Minuten Autominuten entfernt. Es war also auch einfach nur praktisch und nicht Mittel zum Zweck. Unabhängig davon wollen wir es eh langsam angehen lassen. 

Meine Mutter ist heute total ausgeflippt, von wegen ich kenne sie erst seit 2 Wochen (was de facto nicht stimmt) und würde alles gleich überstürzen. Für meine Mutter ist "Übernachten" wohl gleichbedeutend mit Sex, unabhängig davon ginge es sie eh nichts an, aber mich stresst dieser unnötige Streit. Hätte sie gewusst, dass ich eh nie zuhause bin, hätte ich mir die neuen Möbel, wovon sie auch einen Teil bezahlt hat, sparen können. 

Ich hab echt versucht sachlich mit ihr zu reden, ihr erklärt, dass ich das Mädel schon länger kenne, sie total mag, logischerweise gerne Zeit mit ihr verbinge und ich ehrlich gesagt alt genug bin, zu entscheiden, ob ich dort übernachte oder nicht. Ich hätte es meiner Hand sagen können. Stattdessen stempelt man mich jetzt als Egoisten ab, der sich um nichts kümmert, nicht nach seiner Mutter fragt, nie zuhause ist, sich nicht meldet etc. Komischerweise war bis zu dem Tag als ich von meiner Freundin erzählt habe, alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht weiter, meine Mutter steigert sich da jetzt mehr und mehr rein, dafür kenne ich sie zu gut. Eine sachliche Diskussion oder Unterhaltung ist nicht möglich, sie beharrt so auf ihre in meinen Augen verbohrte, engstirnige und altmofische Meinung. Meiner Freundin, welche sie ja noch gar nicht kennt, bezeichnet sie als unanständig, weil sie mich nach 2 Wochen zum Übernachten eingeladen hat. Ich weiß manchmal nicht ob ich darüber heulen oder lachen soll, so dämlich ist das. Jetzt droht sie mir noch damit, meine Wäsche nicht mehr zu machen (kann ich auch selbst, kein Problem), nichts mehr zu kochen (kann ich auch selbst) und die Meistertaktik: sie stellt meine finanzielle Unterstützung ein, wenn ich mich nicht an, Zitat "Regeln halte, die in diesem Haus existieren."
Ich dachte ehrlich daran, meine Freundin mal zum Essen einzuladen, den Gedanken schiebe ich aber ganz weit nach hinten, auch weil sie von meiner Mutter schon als unanständig abgstempelt wurde. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Ich werde definitiv weiterhin bei ihr übernachten, wenn ich das möchte und ganz sicher nicht um Erlaubnis fragen. Sollte ich meiner Freundin davon erzählen? Wie soll ich mit meiner Mutter weiter umgehen? Ist es wirklich so verwerflich, dass eine 26 Jährige Frau und ein 27 jähriger Mann nach 2 Wochen zusammen in einem Bett schlafen? Ich habe daran gedacht diese Woche meine Wäsche einfach selbst zu machen und sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Essen werde ich eh in der Mensa.

Vielen Dank für ein paar außenstehende Meinungen.

Tim

Nimm dein Zeug und zieh so schnell wie möglich wieder aus! Such dir eine WG...
Zeig deiner Mutter so Grenzen auf. Abnabeln ist das Zauberwort. Du bist in erwachsener Mann. Es geht deine Mutter nichts an ob du nach 2 Wochen bei einer Frau übernachtets oder schon nach 2 Stunden... Es ist dein Leben und das solltest du dir nicht durch eine klammernde Mutter verkomplizieren lassen.

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24. Oktober 2016 um 10:39

Hallo,

mach deiner Mutter auf jeden Fall klar, dass du mit deinem Alter selbst entscheiden kannst, was richtig und falsch ist. Du musst glücklich werden und das kannst du nicht von der Laune oder den Prinzipien deiner Mutter abhängig machen. 

Daher: Zieht euer Ding durch und such am besten das Gespräch mit deiner Herzensdame
LG

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27. Oktober 2016 um 13:42

Nicht jeder ist mit nem 1,0er Abi gesegnet, dann geht's eben über Wartezeit, die de facto 12 Semester betragen. Das Geld für eine Wohnung spar ich mir da eben erstmal so lange es geht. Ich finde das hat nix mit Hampelmann zu tun, wenn's mir nicht passt, kann ich immer noch ausziehen, am Geld liegt es nicht, immerhin hab ich die ezeit genutzt, eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht und gearbeitet.

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27. Oktober 2016 um 14:07

Man kann's ja im guten versuchen (hast du offenbar gemacht), aber wenn das nicht hilft, musst du eben deutlicher werden. Das heißt vor allem: diskutier nichts selbstverständliches. Sag ihr klipp und klar, dass du dir so viel zeit für deine freundin nimmst wie es dir gefällt, dass du von nun an sowohl auf ihr kochen als auch auf ihr waschen verzichtest und dass du keine weiteren diskussionen darüber führen wirst, wann und wie oft du was mit deiner Freundin machst.
Und dann mach genau das. Entweder sie lebt damit oder du ziehst aus. 

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27. Oktober 2016 um 14:10

Also erstmal, Glückwunsch, das du jetzt studieren kannst. die Wartesemester sind mühsam. Zum anderen, da gibts zwei Möglichkeiten, entweder du ignorierst deine Mutter und wäscht und putzt und kochst selber und lebst in ständigen Streit, oder du ziehts aus. Manchmal geht es einfach nicht mehr bei den Eltern, bzw der Mutter, ich kenne das von einem Exfreund, dessen Mutter hat nie losgelassen, der ist in ein anderes Land geflüchtet. Und selbst dann hat sie mich angerufen, wenn er nicht sofort ans Telefon ist. Also besser ist es, du ziehst aus, ich hoffe du bist jetzt nicht grad in München, die Mieten da sind schon happig.

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27. Oktober 2016 um 15:11

Meine Mutter muss nichts für mich kochen, nicht meine Wäsche waschen, mir nicht nachputzen oder sonst irgendwas. Da ich mehrere Jahre in einem eigenen Haushalt gelebt habe, mache ich das selbstverständlich selbst, weil ich es gewohnt bin. Das war auch meine Bedingung bei Einzug. Es gibt durchaus Männer, die das draufhaben, ich möchte hier keine Weltbilder zerstören.

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27. Oktober 2016 um 19:34
In Antwort auf eilish_12941344

Hallo ihr Lieben,

ich muss mir mal den Frust von der Seele schreiben.

Kurz zu mir: Ich bin 27, habe gerade nach 12 Wartesemestern endlich mein Medizinstudium begonnen und seit etwa einer Woche wieder eine Freundin, nachdem ich 1,5 Jahre Single war. 

Unser Kennenlernen ist ne witzige Geschichte: Wir haben uns über unsere Studentengruppe auf facebook kennengelernt. Sie ist nicht von hier und hatte nach Wohnungen gesucht. Ich kannte zufällig jemanden, der eine vermietet, hab ihr den Kontakt besorgt und seitdem haben wir angefangen zu schreiben und irgendwann zu telefonieren. Das war im August. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden, fingen auch irgendwann an zu flirten und haben uns jetzt letztendlich vor 3 Wochen zum 1. Mal live und in Farbe gesehen und es hat sofort gefunkt. 

Meine Mutter ist seit 12 Jahren verwitwet, ich bin der einzige Sohn und bin vor 2 Monaten zum Studieren wieder in mein Elternhaus gezogen. Da sie bei meiner allerersten Freundin ähnlich drauf war, habe ich ihr diesmal alles gleich erzählt. Keine Geheimnisse. Jetzt ist es so, dass ich vorgestern das erste Mal bei meiner Freundin übernachte (Oh mein Gott, ich 27-jähriger Lüstling), weil vorgestern und gestern Abend Ersti-Parties an der Uni angesagt waren und sie uninah wohnt, ich 15 Minuten Autominuten entfernt. Es war also auch einfach nur praktisch und nicht Mittel zum Zweck. Unabhängig davon wollen wir es eh langsam angehen lassen. 

Meine Mutter ist heute total ausgeflippt, von wegen ich kenne sie erst seit 2 Wochen (was de facto nicht stimmt) und würde alles gleich überstürzen. Für meine Mutter ist "Übernachten" wohl gleichbedeutend mit Sex, unabhängig davon ginge es sie eh nichts an, aber mich stresst dieser unnötige Streit. Hätte sie gewusst, dass ich eh nie zuhause bin, hätte ich mir die neuen Möbel, wovon sie auch einen Teil bezahlt hat, sparen können. 

Ich hab echt versucht sachlich mit ihr zu reden, ihr erklärt, dass ich das Mädel schon länger kenne, sie total mag, logischerweise gerne Zeit mit ihr verbinge und ich ehrlich gesagt alt genug bin, zu entscheiden, ob ich dort übernachte oder nicht. Ich hätte es meiner Hand sagen können. Stattdessen stempelt man mich jetzt als Egoisten ab, der sich um nichts kümmert, nicht nach seiner Mutter fragt, nie zuhause ist, sich nicht meldet etc. Komischerweise war bis zu dem Tag als ich von meiner Freundin erzählt habe, alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht weiter, meine Mutter steigert sich da jetzt mehr und mehr rein, dafür kenne ich sie zu gut. Eine sachliche Diskussion oder Unterhaltung ist nicht möglich, sie beharrt so auf ihre in meinen Augen verbohrte, engstirnige und altmofische Meinung. Meiner Freundin, welche sie ja noch gar nicht kennt, bezeichnet sie als unanständig, weil sie mich nach 2 Wochen zum Übernachten eingeladen hat. Ich weiß manchmal nicht ob ich darüber heulen oder lachen soll, so dämlich ist das. Jetzt droht sie mir noch damit, meine Wäsche nicht mehr zu machen (kann ich auch selbst, kein Problem), nichts mehr zu kochen (kann ich auch selbst) und die Meistertaktik: sie stellt meine finanzielle Unterstützung ein, wenn ich mich nicht an, Zitat "Regeln halte, die in diesem Haus existieren."
Ich dachte ehrlich daran, meine Freundin mal zum Essen einzuladen, den Gedanken schiebe ich aber ganz weit nach hinten, auch weil sie von meiner Mutter schon als unanständig abgstempelt wurde. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Ich werde definitiv weiterhin bei ihr übernachten, wenn ich das möchte und ganz sicher nicht um Erlaubnis fragen. Sollte ich meiner Freundin davon erzählen? Wie soll ich mit meiner Mutter weiter umgehen? Ist es wirklich so verwerflich, dass eine 26 Jährige Frau und ein 27 jähriger Mann nach 2 Wochen zusammen in einem Bett schlafen? Ich habe daran gedacht diese Woche meine Wäsche einfach selbst zu machen und sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Essen werde ich eh in der Mensa.

Vielen Dank für ein paar außenstehende Meinungen.

Tim

ich weiß nicht, ob ich an deiner Stelle mit meiner Freundin darüber reden würde. Wäre ich an ihrer Stelle, dann wäre das für mich ein sofortiger Trennungsgrund.

Jemand der sich so übergriffig und respektlos verhält wie deine Mutter, der wird dies auch nicht einfach so ablegen. Sollte sich die Beziehung also verfestigen dann hat man einen ewigen Kampf mit einer Frau an der Backe der man es sowieso nicht recht machen kann. Da du dich trotz ihres Verhaltens nicht genug davon gestört fühlt als dass du dich von ihr distanziert wird sie mit dem Problem irgendwann alleine da stehen und im schlimmsten Fall gesagt bekommen, dass sie sich nicht so anstellen soll. Spätestens wenn man über Kinder nachdenkt geht es dann irgendwann richtig los.....

Wer tut sich sowas an?

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27. Oktober 2016 um 20:49

Die Schweigermutter/Mutter/Familie gehört - solange der Partner sich nicht eindeutig davon distanziert -  nun einmal zu ihm. Dementsprechend sollte man sich seiner Familie zumindest arrangieren können. Ich empfinde es nicht als kratzbürstig, sondern als distanzlos und übergriffig. Zudem ist es der Partnerin gegenüber Herabwürdigend.
Solche eine Situation ist auf die Dauer für alle Beteiligten zermürbend und das würde ich mir auf die Dauer nicht antun. Irgendwann läuft es nämlich auf die Entscheidung hinaus: das Verhalten weiter schlucken, oder sich trennen.
Solche Menschen rauben einem Lebensqualität, Energie und Harmonie. Ich hab ganze einmal für einige Jahre mitgemacht und kann sagen: niemals wieder!

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Was soll ich tun?
Von: sophie_11847250
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27. Oktober 2016 um 19:58
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