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Muss/Soll man denn alles voneinander wissen? Ist das wichtig

20. März 2010 um 21:59

hallo Forum,

mein Freund 35 und ich 30 sind seit 1 Jahr glücklich zusammen. Wir haben eine gute Bez., ausgeglichen, zuvorkommend, zu einander stehend.... soweit alles ok.
Nur eines sört mich etwas.

Soweit es mich betrifft will ich alles von ihm wissen. Lieblingsfarbe,- Essen, wann und mit wem und wie lange, Kindheit, Erlebnisse, gelesene Bücher, Einflüsse die ihn prägten... alles halt - weil es zu ihm gehört, weil er dadurch der ist der er ist und ich dadurch dass er sich mir mitteilt ja auch besser kennen lerne.

Er hingegen zeigt an dem allen kein Interesse. Er liest mir jeden Wunsch von den Augen ab und ist immer für mich da. Doch all diese Dinge die mich so an ihn interessieren sind ihm an mir egal. Es ist mir schnurzegal ob er weiß dass grün meine Lieblingsfarbe ist - aber ich find es schon verletzend dass er so wenig interesse an meinem inneren Gefühlsleben und an meiner Vergangenheit zeigt. Er sagt immer "Was würde es bringen all diese Dinge zu wissen" und es stimmt ja auch.

Aber es wäre mir wichtig dass er weiß dass mir meine Großmutter so wichtig war und warum. Dass es Exfreunde gab die mich fast in den Wahnsinn getrieben haben. Einer meiner Ex war ein Alki und hat mich geprügelt. Wenn mein Freund das wüsste, wüsste er auch warum ich es hasse wenn er trinkt. Aber nach dem das ja nicht wichtig ist wird er es wohl nie erfahren.

Wenn er mich nach meinem Lieblingsbuch/autor fragen würde würde er auch etwas von mir erfahren denn es ist ein Unterschied ob man Stephan King oder Hesse nennt.
Mein Freund weiß dass ich einmal studiert habe, aber hat noch nie gefragt was überhaupt. Wenn er wissen würde dass Theologie und Philophie meine Fächer waren würde er auch wissen dass ich ein sehr grüblerischer Mensch bin. Aber nachdem er ersteres nicht weiß wird er auf zweiteres nie kommen, würde er erfahren dass Johnny Cash mein Lieblingssänger ist würde er 1 und 1 zusammen zählen und sich denken können dass ich auf Country stehe - aber er fragt mich ja nie........... und 100000000 weitere Beispiele!

Warum will er nichts von mir wissen, warum ist ihm das egal. Ich wüde es nie nie nie aushalten so wenig über meinen Partner zu wissen. Ist das nun gut oder schlecht für die Beziehung? Zum einen ärgert es mich dass er mich nicht besser kennen lernen will. Er sagt er kenne mich ja.

Andererseits denke ich - muss man denn alles voneinander wissen? Ist sowas wirklich wichtig?

eigentlich denke ich schon - was denkt ihr?

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20. März 2010 um 22:41

Über
was wir uns unterhalten? Über "unwichtige" Dinge - über alles. Über gemeinsam gesehene Filme, über Essen, über Arbeit... und das ist es ja was mich ärgert....nie übers eingemachte, nie über Dinge die mich wirkich "beschäftigen".

Neben dem Kartenspielen lief das Radio und zufällig kam ein Song von Cash und ich dreh lauter und mache eine bemerkung wie toll ich den Song nicht finde ignoriert er das.
Er quasselt mich ständig voll mit Dingen und wenn ich dann mal was sage ignoriert er das ständig.
Es scheint ihm auch gleich zu viel zu werden und blockt ab. Wie oft hör ich "aber nur die Kurzfassung bitte!" Grrrr. Wie soll ich ihm denn in 3 Sätzen erklären worum es bei Hesses Siddhartha geht - und da bin ich noch nicht mal dort wo ich erklären könnte was ich an dem Buch, Schreibstil so toll finde.
Es reicht ihm wenn ich es toll finden. Warum und wieso will er nicht wissen.

Übrigens Danke für deine Antwort

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20. März 2010 um 23:12

Du
hast es sehr schön auf den Punkt gebracht. Dennoch ist klar dass für mich und für ihn diese Beziehung die schönste ist die wir je hatten.

Jetzt wurde mir vieles klar wo ich so diese Zeilen las. Wie oft sagte er mir dass er die Diskutiererei und Streiterei (Polemik) hasse. Wie sehr bin ich doch auf seine Hobbies eingegangen, versuchte zu verstehen, Fußball (was mich nun gar nicht interessiert) - warum kann er nicht auch auf meine Dinge eingehen?

Aber ist das so wichtig? Kann ich da über meinen Schatten springen? Kann ich darauf verzichten? Nur schwer, denn das ist ein Teil von mir. Die Bezihung würde ich aber niemals kippen nur wegen sowas.
Ein Ex von mir war ein Denker so wie ich jedoch war er ein A... weil andere Frauen. Mein jetziger Freund erfüllt so viele meiner Bedürfnisse wie noch keiner vor ihm. Doch in diesem Punkt eben nicht.

Muss denn immer alles "perfekt" sein. Kann man sich nicht mit weniger zufrieden geben? Lieber der Spatz in der Hand als die Taube am Dach.

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21. März 2010 um 15:47

Das
kenne ich auch, habe da auch oft das Gefühl, der andere hätte kein Interesse, wenn er nicht nachfragt, nicht oder nur kurz auf gesagtes eingeht. Wir erwarten, das sich der andere genauso verhält,wie wir es bei ihm tun würden...nähmlich anchfragen,hinterfragen,Intere sse zeigen. Von selbst erzähle ich auch nicht viel,weil ich lieber über Dinge erzähle,wo ich weiß,sie interessierne den anderen und das erfährt man eben nur, wenn der andere Fragen stellt. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, daß es für andere nervig ist,wenn man DInge genau ausdiskutiert, eben detailierter,als nur oberflächlich anzuschneiden. Ich versteh dann auch die Welt oft nicht,wieso andere dann sich mit so wenig Informationen zufrieden geben. Auf der anderen Seite reden manche über in meinen Augen oberflächliches sinnloses Zeug. Aber wir müssen wohl akzeptieren,daß jeder andere Interessen hat....wir jedoch erwarten,das sie gleiche oder ähnliche Interessen haben und diese genauso intensiv diskutieren oder erzählen.
Von dem Menschen,den ich liebe,will ich auch soviel wie möglich erfahren...fühle mich aber schlecht,wenn nicht auch soviele Gegenfragen udn Interesse vorhanden ist...irgendwie habe ich dann das Gefühl, ignoriert zu werden. Ich grüble auch serh viel über alles nach und hinterfrage auch so im allgemeinen alles...mir was zu verkaufen ist nicht einfach
Deine Gedanken kann ich voll mit Dir teilen!
Am Anfang ist es noch anders,da ist Interesse vom anderen irgendwie stärker da, doch mit der Zeit läßt das Nachfragen irgendwie nach finde ich, leider.

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21. März 2010 um 16:06

Du
bist der gegeteilige Typ Du erwartest,daß man von sich erzählt, ohne das DU anchfragen mußt. Aber woher soll der andere wissen,was Dich interessiert? Somit entsteht aber beim anderen das Gefühl, Du würdest DICH nicht für ihn interessieren,wenn DU keien Fragen stellst. Für Dich ist das normal,weil DU eben diese Erwartung hast und es als selbstverständlich siehst,daß man von sich aus erzählt. Ich denke dann immer, sie glaubt, ich könne Gedanken lesen...aber das kann niemand.
Bist DU zu stolz, um durch Fargen Dein Interesse zu bekunden oder warum hast DU diese Erwartung an den anderen? Ich kann es immer nicht nachvollziehen, wie andere erwarten könnne, daß man von sich aus das richtige erzählt und sagt. Es ist doch normal, daß man nur durch Fragen mehr von sich und seinen Gefühlen udn Gedanken erfährt....je mehr man einander fragt umso merh versteht man einander doch und kann den anderen besser verstehen und auf ihn eingehen.

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21. März 2010 um 16:54

Einen nachdenklichen und grüblerischen Mensch...
erkennst du nicht an seiner/ihrer Studienrichtung, sondern an dessen Reaktionen in oder auf bestimmte Situationen, an seinem Verhalten und an seinen Interessen.
Nachdenklich und grüblerisch warst du vor dem Studium bereits, so einfach ist das.

So ich als Mann nicht weiß was der Gegenüber früher alles gemacht hat, weiß ich doch nach nur einem Gespräch "in etwa" wie sie tickt.
Davon abgesehen habe ich es noch NIEMALS erlebt, das ich, nachdem ich sagte ich habe studiert, NICHT gefragt worden bin, was ich denn studiert habe.
Die Frage kam immer direkt danach, so ich die Studienrichtung denn mal nicht genannt hatte.


Mal angenommen irgendetwas von dem was du schreibst stimmt wirklich, bin ich hier echt fassungslos. Na aber im Grunde kann ich es nicht glauben.
Wie beginnt ihr bloß Beziehungen? Ernsthaft das liest sich alles wie eine Karikatur eines Kennenlernens.
Das ihr sowas eben eingeht und es dann Beziehung nennt ist einfach Eigenverschuldung.
Also beschwer dich beim Spiegel oder sei ein Fake.

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21. März 2010 um 17:51

Sorry....
aber was du hier erzählst klingt für mich nicht im entferntesten nach einer Beziehung.
Und das dir das alles nicht wichtig erscheint, glaube ich dir nicht, sonst würdest du hier nicht posten.

Dass er zu dir sagt aber bitte in "Kurzfassung", deine Studienrichtgung nicht mal erfragt und noch einige andere Dinge
Ich hab nicht den Eindruck, dass dein Freund Interesse an dir und deiner Person hat und wenn doch, dann hat er eine merkwürdige Art dies zu zeigen.

Wenn die Gespräche immer nur von einer Seite ausgehen ist das auf Dauer langweilig und unbefriedigend.
Kannst du dir mit so jemanden wirklich eine dauerhafte Zukunft vorstellen??!
Wie sieht denn ein Abend zu zweit bei euch aus, schweigt ihr euch an, oder redet ihr nur übers Wetter??

Natürlich kannst du nicht davon ausgehen, dass er jede Kleinigkeit hinterfragt, vor allem wenn er eher der Zurückhaltende ist aber etwas Eigeninitative wäre da schon wünschenswert...
Wenn du von dir erzählst und von ihm gerade mal ein "hhhm schön" rauskommt, dann würde ich mir ernsthafte Gedanken machen ob ihr auch wirklich für einander geschaffen seit und er dich glücklich machen kann!





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Von: karolinka2010
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21. März 2010 um 15:28
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