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Muss man seinen Chef respektieren, auch wenn er ein echter A**** ist?

14. Januar 2014 um 17:45 Letzte Antwort: 16. Januar 2014 um 15:14

Hallo, ich muss jetzt hier mal die Frage stellen.

Ich arbeite seit gut 2 Jahren als Grafikerin. Am Anfang war alles ok. Doch nach und nach wurden mir viele wilde Geschichten über meinen derzeitigen Chef nachgesagt. Es fing an, dass Leute behauptet haben, er würde seine Mitarbeiter überwachen mit Wanzen unter dem Schreibtisch. Dann hieß es, es würde heimlich die Webcam des Monitors mit laufen und er würde die Arbeit überwachen. Dann wurde gesagt, dass er jeden ledigen Mitarbeitern in der Firma, an die Wäsche geht und sie regelrecht bedrängt.

Nun war am Freitag etwas wo ich nun echt überlege, ob ich ihn anzeige. Wir alle überlegen darüber. Sein Büro stand offen und mein Kollege, vor dem ich den Hut ziehe denn ich hätte mich das nie getraut, ist in sein Büro. Fakt ist, dass auf seinen Bildschirm Bilder von unserem Büro in Echtzeit liefen und mein Kollege hat verschiedene Sprachmemos gefunden. Er vermutet, dass das die Wanzen sind.

Das klingt absolut skuril und ich komm mir echt vor, als wäre ich im falschen Film. Nun hat er mich auch noch belästigt, in dem er heute als er mir auf die Finger schaute, ständig seinen Arm an mein Rücken rieb. Ich fand das einfach nur widerlich, weil der Mann echt einfach nur abartig ist.

Ich weiss, dass gehört nicht hier her aber was würdet ihr tun? Auf der einen Seite gefällt es mir dort super und ich verdiene richtig gutes Geld. Er ist auch nicht mehr so lange unser Chef, weil er bald in Rente geht. Aber das was er macht ist strafbar mit Überwachung und dem ganzen Kram

Lg.

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14. Januar 2014 um 17:49

Ohweh
Hallo Talisha, dass klingt ja echt übel und geht gar nicht, was dein Chef da mit euch anstellt . Viele denken, nur weil sie Chef sind habe sie alle Freiheiten der Welt? Es gibt Pflichten, die gelten auch für den AG. Seit ihr in einer Gewerkschaft? Wieviele Leute arbeiten denn in der Firma? Man, tut euch zusammen und sprecht ihn drauf an. Dein Kollege muss dann leider in den sauren Apfel beißen, wegen Büro usw. Ich würde mir sowas nicht bieten lassen, Chef hin oder her!!

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14. Januar 2014 um 17:55

Meine Fresse...
Hallo also was hast du denn für ein Freak als Chef? Das geht ja mal gar nicht!! Ich könnte dort keine Minute länger arbeiten wenn ich wüsste, dass mein Boss mich kontrolliert! Nehmt euch einen Anwalt, aber einen guten! So ein Freak!

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14. Januar 2014 um 18:01

Respekt muß man sich verdienen.
Das Verhalten ist Nötigung und nicht respektabel.

Wenn dem so ist, dann sucht nach den Beweisen dafür.
Habt ihr die, dann zeigt den Mann an.

Ich gehe davon aus, das Er lediglich Chef in einer
Hierarchie ist, also Abteilungsleiter oder so etwas.

Dann bleibt der Arbeitsplatz mit Sicherheit erhalten.

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14. Januar 2014 um 19:00

Wenn man es beweisen kann
würde ich über eine Anzeige nachdenken. Die Frage ist, ob du damit umgehen kannst oder nicht, also mit dieser ganzen Überwachung. Du musst die Vorteile und Nachteile abwägen, aber wenn du sagst, dass du es beweisen kannst und das möchtest, dann gehört so etwas schon angezeigt.
Allerdings ist die Frage, ob dein Kollege da tatsächlich was gefunden hat, oder ob er nur ein Schwätzer ist, Normalerweise sind PCs doch durch Passwörter geschützt?! Sprich noch mal mit deinem Kollegen darüber und mach ihm klar, dass wenn du es zu einer Anzeige bringst, der Polizei gegenüber natürlich auch sein Name fallen wird, denn er ist quasi der Zeuge.

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14. Januar 2014 um 22:24

Also es gibt ja auch so etwas wie einen Kassenabschluss
Du unterschreibst, wie viel Geld du in deine Kasse bei Schichtbeginn bekommt, dann tippelst du schön an der Kasse deine Einnahmen und Ausgaben ein, und hinterher wird ausgerechnet, wie viel in der Kasse sein muss. Und wenns nicht stimmt, gibts ein Problem. Ganz ohne Kamera. Man solls ja kaum glauben

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15. Januar 2014 um 8:52

Das ist mal
eine gute empfehlung. Da soll noch einer sagen, auf gofem lernt man nichts

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15. Januar 2014 um 17:00

Grenzüberschreitende Handlungen,
wie berühren, überwachen usw.
MUSST du doch nicht hinnehmen.

Ein klares und deutliches Nein - bzw. eine Ansprache der Wanzen wäre wohl angebracht.

Wenn du gut bist, so sprichst du es an und verbietest ihm sein Gegrabsche .
Wenn du sogar sehr gut bist, so kannst du auch mit Anzeige argumentieren.

Bist du jedoch mittelmäßig bis schlecht in deinem Job, schweigst du besser und verfasst HIER einen Thread.

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16. Januar 2014 um 11:19

Anzeigen!!!
Nie und nimmer würde ich sowas dulden

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16. Januar 2014 um 14:55

Niemand hier respektiert unseren Chef.
Er wird wenn überhaupt akzeptiert, weil wir es irgendwie müssen, wenn wir nicht kündigen wollen.
Die Konsequenz ist allerdings, dass tatsächlich eine Mitarbeiter-Flucht stattfindet.
Da es sich nämlich um ein kleines Gesellschafter geführtes Familienunternehmen handelt, wird hier niemals ein anderer Chef sitzen, sofern dieser nicht plötzlich den Löffel abgibt.


In deinem Fall würde ich aber auch gemeinsam mit den Kollegen rechtliche Schritte gehen. Wer weiß wo euer Chef sonst noch überall Kameras installiert hat. Natürlich gibt das auf der Arbeit böses Blut. Aber alles muss man sich auch nicht bieten lassen.
Manchen Arbeitgebern sollte mal verdeutlicht werden, dass die Leibeigenschaft lange abgeschafft ist.

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16. Januar 2014 um 15:14

Grundsätzlich stimme ich dir da zu.
Aber irgendwann ist letztendlich auch mal endgültig eine Grenze erreicht.

Da geht es dann auch um Selbstachtung.
Ich könnte nicht mehr in den Spiegel sehen, wenn ich mich begrapschen, belästigen, heimlich im Büro filmen (wer weiß wie das mit den Toiletten aussieht?) und sonstiges gefallen lassen würde, nur um "glücklich" in der Arbeit zu bleiben.
Unter solchen Umständen ist man eh nicht "glücklich".

Bei mir auf der Arbeit herrschen längst nicht solche Zustände, wie oben beschrieben.
Trotzdem hasse ich mich teilweise dafür, was ich mir in den letzten 2 Jahren so alles aus Angst vor finanziellen Einbußen bieten gelassen habe. Irgendwann stehts einem bis oben.
Ich habe gelernt meinem Chef die Meinung zu sagen und habe mich unbeliebt gemacht. Es stimmt - es ändert nichts an den Zuständen (höchstens ein paar Tage, dann geht alles von vorne los.) Aber mir persönlich gehts damit besser als alles zu schlucken.

Und ich bewundere die ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, die den Schritt gewagt haben und lieber (ohne Zusage zu einem neuen Job) gekündigt haben, als sich jeden Tag näher ans Irrenhaus bringen zu lassen. Das Unternehmen ist den Arbeitsagenturen mittlerweile bekannt - ich weiß von dreien, dass sie, nachdem sie schriftlich die Gründe für die Eigenkündigung angegeben haben, auch keine Sperre des ALG hatten.
Wenn man sie zwischendurch mal trifft, kann man ihnen richtig ansehen, wie gut es ihnen wieder geht.
Niemand hats bereut und die meisten haben innerhalb kürzester Zeit was neues gefunden.

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