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Muss man mit 31 Jahren selbständig sein können? / Einzelkind

31. März 2005 um 13:17 Letzte Antwort: 14. April 2005 um 14:37

Folgendes Problem:
Mein Freund wohnt bei seinen Eltern im Haus. Eigentlich gehört das Haus schon ihm und er bewohnt eine eigene, vollausgestattete Wohneinheit.
Nun ist es so, dass seine Eltern beide bereits in Pension sind und sich daher voll auf das Haus und auch auf ihn konzentrieren können. Er hat noch nie irgendwo anders gewohnt als daheim.
Ich habe meine eigene Wohnung und bin es gewohnt und mag es auch total, dass niemand für mich sorgt und ich von niemandem abhängig bin.

Mich nervt es aber irgendwie total, wenn er dann, wenn ich nicht bei ihm bin, sich total von seiner Mutter versorgen lässt. Mittagessen, Abendessen, alles wird von Muttern bereitgestellt und zeitlich auf den Sohnemann abgestimmt. Nur wenn ich da bin hab ich es schon durchgesetzt, dass ich für uns beide koche, bzw. wir uns selbst versorgen.
Jetzt meine Frage: Wäre es zuviel verlangt von einem 31-jährigen, dass er sich um sein Essen selbst kümmert, obwohl seine Mutter ihm alles hinterherträgt?
Er meint, es wäre total unpraktisch, wenn er selbst kochen würde und seine Eltern auch kochen und somit wäre es teurer und umständlicher (und natürlich viel unpraktischer für ihn). Außerdem kann er bisher nicht kochen, weil er auch von seiner Mutter aus der Küche verjagt wird. Und er will es auch gar nicht lernen (Für später gibts ja dann mich).

Mir fallen einfach keine Argumente ein, warum es durchaus auch für ihn von Vorteil sein könnte, wenn er lernt, sich selbst zu versorgen. Denn sobald ich etwas in dieser Richtung sage ist er total genervt davon.

Fällt euch was ein?

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31. März 2005 um 13:51

Naja
ehrlich gesagt hab ich das schon öfter überlegt. Da das aber einer der wenigen Punkte ist, wo ich nicht mit ihm übereinstimme und sonst aber alles passt, ist das schon der Mann, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann.

"Was ist wenn Muttern tot ist..." die Frage hab ich schonmal gestellt, und er meinte darauf: "Meinst du im Ernst, dass ich nicht für mich selbst sorgen kann? Glaub mir, ich werde nicht verhungern."
Aber irgendwie hätte ich halt doch gerne ein paar Argumente, um ihm das Selbständigsein doch ein "bisschen" schmackhaft zu machen, und vor allem, warum es für eine persönliche Entwicklung nicht gut ist, wenn man sich ewig umsorgen lässt. Ich find einfach keine passenden Worte

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31. März 2005 um 14:17

Alsooo
als ich meinen schatz kennengelernt habe (damals war er , waren die wohnverhältnis genauso wie bei deinem freund. er hatte oben eine abgeschlossene wohnung im haus. seine eltern sind auch beide schon in rente.

seine eltern haben in aber nicht so betüttelt. er hat für sich selbst gekocht und eingekauft und auch seine wohnung selbst geputzt. allerdings hat seine mutter seine wäche gemacht (hat meine auch sehr lange gemacht, da ich nebenbei studiert habe). dafür hat er auch monatlich was gezahlt.
ich fand das jetzt nicht so schlimm.

wir sind jetzt vor fast 2 jahren zusammen gezogen und ich muss sagen, dass es im haushalt super klappt im der teilung. er macht sogar meist mehr wie ich.

liebe grüße

tigerle

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31. März 2005 um 14:30

Das haben wir schon versucht
allerdings ist es daran gescheitert, dass ich das tägliche pendeln von seinem haus zu meiner arbeit (täglich insgesamt 3 std) nicht ausgehalten habe. zwei wochen haben wir es trotzdem geschafft.
da war es so, dass er trotzdem in seiner mittagspause bei seinen eltern gegessen hat, und wir am abend entweder etwas kaltes gegessen haben oder ich am wochenende vorgekocht habe. die wäsche habe ich gemacht, weil ich immer als erster frische wäsche benötigt habe und somit seine wäsche mitgewaschen habe - ansonsten hätte ich es gerne darauf ankommen lassen.

manchmal bekomme ich so eine wut, weil er nicht begreift, dass es durchaus möglich ist, für sich selbst zu sorgen, auch wenn die Eltern im Haus sind (wie Tigerle in ihrem Beitrag auch beschreibt). Aber es wäre ja so schrecklich unpraktisch, wo ja seine Mutter sonst sowieso nichts zu tun hat... ich weiß einfach keine Lösung und will dieses Thema nicht jedes WE (wir sehen uns nur am Wochenende) auf den Tisch bringen, weil er es einfach nicht versteht.
Und andererseits: warum stört es mich denn, wenn seine Mutter für ihn kocht, ich bin nicht dabei und irgendwie geht es mich ja auch nichts an, oder? Ist es nicht eine Sache zwischen ihm und seiner Familie, die mich wirklich nichts angeht? Bin schon ganz verwirrt...

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31. März 2005 um 14:32
In Antwort auf jaynie_11913807

Naja
ehrlich gesagt hab ich das schon öfter überlegt. Da das aber einer der wenigen Punkte ist, wo ich nicht mit ihm übereinstimme und sonst aber alles passt, ist das schon der Mann, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann.

"Was ist wenn Muttern tot ist..." die Frage hab ich schonmal gestellt, und er meinte darauf: "Meinst du im Ernst, dass ich nicht für mich selbst sorgen kann? Glaub mir, ich werde nicht verhungern."
Aber irgendwie hätte ich halt doch gerne ein paar Argumente, um ihm das Selbständigsein doch ein "bisschen" schmackhaft zu machen, und vor allem, warum es für eine persönliche Entwicklung nicht gut ist, wenn man sich ewig umsorgen lässt. Ich find einfach keine passenden Worte

Ist das schon der Mann, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann.
Hm, ja, aber Dir ist schon klar wie diese Zukunft aussieht? Heimelchen am Herd?
Ich meine, denkst Du wirklich, er wird aus der Haut können so schnell?

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31. März 2005 um 14:40
In Antwort auf biddy_12156480

Ist das schon der Mann, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann.
Hm, ja, aber Dir ist schon klar wie diese Zukunft aussieht? Heimelchen am Herd?
Ich meine, denkst Du wirklich, er wird aus der Haut können so schnell?

Kleiner Zusatz:
Huch, bin unterbrochen worden, also ich muss dazu sagen, mein Freund wohnt auch nach 10 Jahren w.i.e.d.e.r zuhause, weil er noch mal ein Studium begonnen hat. Aber macht alles allein zuhause, kocht, wäscht ... er ist auch viel bei mir, und da ich berufstätig bin, macht er bei mir weiter mit Haushalt *grins*

Will sagen, so kann es auch gehen und ich finde bei Deinem Freund eigentlich die Bequemlichkeit kritischer als die Tatsache, dass er zuhause wohnt.
Die persönliche Entwicklung ist wirklich ein Punkt, ja nimmt er denn immer unkritisch hin, was seine Mutter ihm kocht?
Ich meine essen ist doch Lebensstil oder?

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31. März 2005 um 14:42

... es wäre rein theoretisch möglich
aber praktisch leider nicht, da er niemals in einer Wohnung leben könnte, schon überhaupt nicht in einer Stadt, er sein Haus liebt und die ländliche Natur braucht.
Also würde er es nicht auf sich nehmen, täglich mit dem Auto 1,5 Std. (je eine 3/4 std. hin- und retour) zu pendeln.
Mittags zu Mami ist immer möglich (3 Min. von der Arbeit entfernt) und Essen zu kaufen wenn sie kocht ist ja viel zu teuer...

Wenn wir eine gemeinsame Zukunft haben, dann sicher nur in diesem Haus - zwar unter einem Dach aber immerhin in getrennten Wohneinheiten.

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31. März 2005 um 14:44
In Antwort auf jaynie_11913807

Das haben wir schon versucht
allerdings ist es daran gescheitert, dass ich das tägliche pendeln von seinem haus zu meiner arbeit (täglich insgesamt 3 std) nicht ausgehalten habe. zwei wochen haben wir es trotzdem geschafft.
da war es so, dass er trotzdem in seiner mittagspause bei seinen eltern gegessen hat, und wir am abend entweder etwas kaltes gegessen haben oder ich am wochenende vorgekocht habe. die wäsche habe ich gemacht, weil ich immer als erster frische wäsche benötigt habe und somit seine wäsche mitgewaschen habe - ansonsten hätte ich es gerne darauf ankommen lassen.

manchmal bekomme ich so eine wut, weil er nicht begreift, dass es durchaus möglich ist, für sich selbst zu sorgen, auch wenn die Eltern im Haus sind (wie Tigerle in ihrem Beitrag auch beschreibt). Aber es wäre ja so schrecklich unpraktisch, wo ja seine Mutter sonst sowieso nichts zu tun hat... ich weiß einfach keine Lösung und will dieses Thema nicht jedes WE (wir sehen uns nur am Wochenende) auf den Tisch bringen, weil er es einfach nicht versteht.
Und andererseits: warum stört es mich denn, wenn seine Mutter für ihn kocht, ich bin nicht dabei und irgendwie geht es mich ja auch nichts an, oder? Ist es nicht eine Sache zwischen ihm und seiner Familie, die mich wirklich nichts angeht? Bin schon ganz verwirrt...

Ist es nur das kochen..
...oder macht seine mutter den ganzen haushalt für ihn?

ich sehe das jetzt nicht so dramatisch: wenn seine mutter sowieso kocht, warum soll er sich dann die arbeit machen? muss er dir was beweisen?

frage ist doch, wie teilt ihr es euch ein, wenn ihr mal zusammen wohnen solltest. darüber solltet ihr sprechen.

ich habe auch von heut auf morgen gelernt wäsche zu waschen und zu bügeln (wie mein freund auch) und ich habe es auch vorher nicht gemacht und es klapppt wunderbar.

gruß, tigerle

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31. März 2005 um 14:45
In Antwort auf biddy_12156480

Kleiner Zusatz:
Huch, bin unterbrochen worden, also ich muss dazu sagen, mein Freund wohnt auch nach 10 Jahren w.i.e.d.e.r zuhause, weil er noch mal ein Studium begonnen hat. Aber macht alles allein zuhause, kocht, wäscht ... er ist auch viel bei mir, und da ich berufstätig bin, macht er bei mir weiter mit Haushalt *grins*

Will sagen, so kann es auch gehen und ich finde bei Deinem Freund eigentlich die Bequemlichkeit kritischer als die Tatsache, dass er zuhause wohnt.
Die persönliche Entwicklung ist wirklich ein Punkt, ja nimmt er denn immer unkritisch hin, was seine Mutter ihm kocht?
Ich meine essen ist doch Lebensstil oder?

...unkritisch nicht
aber er isst eigentlich alles, auch wenns ihm nicht schmeckt.
Bequem ist er eigentlich nicht unbedingt, da er beim Putzen sehr genau ist und das auch 1A drauf hat. D.h., Putzen kann er gut, das macht er auch selbst, es ist einzig und allein das Kochen.
Und es wird sicher ein ganz schöner Kampf werden, aus dem Rollenbild, das er von Frauen hat (hat er ja sein Leben lang von Mutter vorgelebt bekommen) auszubrechen.

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31. März 2005 um 14:48
In Antwort auf jaana_11887320

Ist es nur das kochen..
...oder macht seine mutter den ganzen haushalt für ihn?

ich sehe das jetzt nicht so dramatisch: wenn seine mutter sowieso kocht, warum soll er sich dann die arbeit machen? muss er dir was beweisen?

frage ist doch, wie teilt ihr es euch ein, wenn ihr mal zusammen wohnen solltest. darüber solltet ihr sprechen.

ich habe auch von heut auf morgen gelernt wäsche zu waschen und zu bügeln (wie mein freund auch) und ich habe es auch vorher nicht gemacht und es klapppt wunderbar.

gruß, tigerle

Wie weiter oben beschrieben
nur putzen macht er selbst. Wäsche und Essen ist nicht sein Aufgabenbereich.
In den 2 Wochen wo ich bei ihm gewohnt habe, war das allein mein Aufgabenbereich. Obwohl ich mich in Punkto Wäsche schon hinaussehe, dass er das mal machen kann. Nur ich würde mich halt auch mal über ein selbstgekochtes Essen freuen.
Es ist für ihn auch selbstverständlich, dass ich anlässlich seines Geburtstages für unseren Verein einen Kuchen backe. Ich machs natürlich eh gern ihm zuliebe. wenn ich das umgekehrt erbitten würde, würde er mich auslachen, bzw. die Frage nicht ernst nehmen.

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31. März 2005 um 14:50
In Antwort auf jaynie_11913807

... es wäre rein theoretisch möglich
aber praktisch leider nicht, da er niemals in einer Wohnung leben könnte, schon überhaupt nicht in einer Stadt, er sein Haus liebt und die ländliche Natur braucht.
Also würde er es nicht auf sich nehmen, täglich mit dem Auto 1,5 Std. (je eine 3/4 std. hin- und retour) zu pendeln.
Mittags zu Mami ist immer möglich (3 Min. von der Arbeit entfernt) und Essen zu kaufen wenn sie kocht ist ja viel zu teuer...

Wenn wir eine gemeinsame Zukunft haben, dann sicher nur in diesem Haus - zwar unter einem Dach aber immerhin in getrennten Wohneinheiten.

Ach so...
... Also würde er es nicht auf sich nehmen, täglich mit dem Auto 1,5 Std. (je eine 3/4 std. hin- und retour) zu pendeln...

aber dass du täglich 3 Std. gependelt bist oder das tun würdest, das ist i.O.???
Nett...

Am besten wäre ihr würdet eine Wohnung nehmen die mittig zwischen euch liegt, dann würde er auch mal erwachsen, aber da das ja viel zu teuer ist...

Schade, aber mir scheint, er ist einfach viel zu bequem auf die Annehmlichkeiten der Mutter (Eltern)zu verzichten.

alles Gute
moon

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31. März 2005 um 14:52
In Antwort auf jaynie_11913807

Wie weiter oben beschrieben
nur putzen macht er selbst. Wäsche und Essen ist nicht sein Aufgabenbereich.
In den 2 Wochen wo ich bei ihm gewohnt habe, war das allein mein Aufgabenbereich. Obwohl ich mich in Punkto Wäsche schon hinaussehe, dass er das mal machen kann. Nur ich würde mich halt auch mal über ein selbstgekochtes Essen freuen.
Es ist für ihn auch selbstverständlich, dass ich anlässlich seines Geburtstages für unseren Verein einen Kuchen backe. Ich machs natürlich eh gern ihm zuliebe. wenn ich das umgekehrt erbitten würde, würde er mich auslachen, bzw. die Frage nicht ernst nehmen.

Ok...
...er mag eben nicht kochen. ist das echt sooo schlimm? nicht jeder mensch mag kochen.

machst du denn alles selbst? auto reparieren? tapezieren? streichen? dinge im haushalt reparieren? getränke holen? sind das vielleicht dinge, die er dann beim zusammenwohnen übernehmen würde?

gruß, tigerle

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31. März 2005 um 14:52
In Antwort auf jaynie_11913807

...unkritisch nicht
aber er isst eigentlich alles, auch wenns ihm nicht schmeckt.
Bequem ist er eigentlich nicht unbedingt, da er beim Putzen sehr genau ist und das auch 1A drauf hat. D.h., Putzen kann er gut, das macht er auch selbst, es ist einzig und allein das Kochen.
Und es wird sicher ein ganz schöner Kampf werden, aus dem Rollenbild, das er von Frauen hat (hat er ja sein Leben lang von Mutter vorgelebt bekommen) auszubrechen.

Hm, aber das ist doch unkritisch...
... wenn er es ißt, ohne dass es ihm schmeckt.
Ich will mich nun nicht daran aufhängen, aber das ist doch komisch.
Ich glaube er traut sich nicht, seine Mutter zu kritisieren und will es ihr recht machen (deshalb auch die Genauigkeit beim Putzen!). Oje, sie hat ihn sicher sehr unter den Fittichen!
Wie alt bist Du?
Könntest Du Dich fügen? Oder den Kampf aufnehmen?

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31. März 2005 um 14:59
In Antwort auf biddy_12156480

Hm, aber das ist doch unkritisch...
... wenn er es ißt, ohne dass es ihm schmeckt.
Ich will mich nun nicht daran aufhängen, aber das ist doch komisch.
Ich glaube er traut sich nicht, seine Mutter zu kritisieren und will es ihr recht machen (deshalb auch die Genauigkeit beim Putzen!). Oje, sie hat ihn sicher sehr unter den Fittichen!
Wie alt bist Du?
Könntest Du Dich fügen? Oder den Kampf aufnehmen?

Er sagt schon
dass das Essen nicht gut ist, und kann ihr schon sehr gut Paroli bieten. Putzen tut er nicht wegen ihr, sondern weil er es selbst gerne sauber hat (vielleicht fühlt er sich deshalb in meiner Wohnung nicht so wohl *g*)
Ich bin 24. Ein wenig werde ich mich fügen müssen, aber ich habe in dieser Familie schon sehr viel erreicht, sehr viele Änderungen bewirkt, er hat schon einige Dinge geändert, die vorher undenkbar waren (wir können schon alleine - ohne seine Eltern - wandern gehen *g*) uvm.
Also ich bin bereit zu kämpfen!!!
Deshalb suche ich auch passende Argumente

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31. März 2005 um 15:09

Oje....
ich würd mich da auch verziehen...

Du ziehst es doch nicht ERNSTHAFT in erwägung, da mit einzuziehen?

Ich würd die Krise kriegen, wenn Schwieger-Mami (auch wenn es noch so gut gemeint ist) täglich für mich mitkochen würde etc.

Und ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an: er macht es sich VIEL zu bequem. Willst Du ernsthaft Dein Leben mit einem Mann teilen, der DIR nicht ein klitzekleines Stück entgegen kommt und sobald es unbequem für ihn wird auf stur stellt?

Ich mag auch grün und ländlich wohnen - trotzdem habe ich meine eigene Wohnung - wenn auch im Stadtteil meiner Eltern...


ich kann nur für mich sprechen - aber ich könnte NIE NIE NIEMALS mit so einem Mann leben bzw. mir das vorstellen - ich will mein eigenes Leben leben - meine Eltern haben da lang genug das sagen gehabt... *grins*

Sorry - das ist in meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt...ehrlich.

Aber das siehst Du sicher ähnlich.... Sorry - auch wenns hart klingt: solche Männer KANNST Du nicht umerziehen... verschwende keine Mühe... es gibt andere...

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31. März 2005 um 15:26
In Antwort auf jaynie_11913807

... es wäre rein theoretisch möglich
aber praktisch leider nicht, da er niemals in einer Wohnung leben könnte, schon überhaupt nicht in einer Stadt, er sein Haus liebt und die ländliche Natur braucht.
Also würde er es nicht auf sich nehmen, täglich mit dem Auto 1,5 Std. (je eine 3/4 std. hin- und retour) zu pendeln.
Mittags zu Mami ist immer möglich (3 Min. von der Arbeit entfernt) und Essen zu kaufen wenn sie kocht ist ja viel zu teuer...

Wenn wir eine gemeinsame Zukunft haben, dann sicher nur in diesem Haus - zwar unter einem Dach aber immerhin in getrennten Wohneinheiten.

Auch ich
bin ein Landei. Und ich liebe meine Umgebung im Grünen. Aber ich würde von meinem Partner NIE erwarten, dass er mit meinen Eltern unter dem gleichen Dach wohnt. Da sind die Probleme vorprogrammiert.

(Vor einer oder zwei Wochen gab es einen umfangreichen Thread zur Schwiegermutter-Problematik!)

Es würde mir auch nie in den Sinn kommen, mich dauernd bei meinen Eltern einzunisten. Natürlich bin ich froh, wenn ich unter der Woche mal abends bei meinen Eltern essen kann. Und ich war auch froh, dass ich während meiner Weiterbildung die Wäsche nach Hause bringen konnte.

Aber irgendwann einmal muss man sich doch abnabeln! Man kann doch nicht ewig das Kind spielen!

Such Dir einen Mann, der in der Lage ist, sein Leben selbständig zu meistern. Auch wenn er behauptet, er wäre in der Lage dazu, letztendlich wird die Hausarbeit an Dir hängen bleiben. Und ich finde es nicht fair, wenn beide arbeiten und nur einer sich am Haushalt beteiligt.

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31. März 2005 um 16:22
In Antwort auf jaynie_11913807

Er sagt schon
dass das Essen nicht gut ist, und kann ihr schon sehr gut Paroli bieten. Putzen tut er nicht wegen ihr, sondern weil er es selbst gerne sauber hat (vielleicht fühlt er sich deshalb in meiner Wohnung nicht so wohl *g*)
Ich bin 24. Ein wenig werde ich mich fügen müssen, aber ich habe in dieser Familie schon sehr viel erreicht, sehr viele Änderungen bewirkt, er hat schon einige Dinge geändert, die vorher undenkbar waren (wir können schon alleine - ohne seine Eltern - wandern gehen *g*) uvm.
Also ich bin bereit zu kämpfen!!!
Deshalb suche ich auch passende Argumente

Das Argument,
könnte doch wohl sein, dass es für ihn schöner sei die Zeit mit Dir zu verbringen? Weil Du die bessere Gesprächspartnerin bist (als Mutti)? Weil Du seine Interessen teilst? Weil Du attraktiver bist (als Mutti?)?

Hm, wenn das nicht reicht ... !

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31. März 2005 um 17:08
In Antwort auf livia_12825596

Ach so...
... Also würde er es nicht auf sich nehmen, täglich mit dem Auto 1,5 Std. (je eine 3/4 std. hin- und retour) zu pendeln...

aber dass du täglich 3 Std. gependelt bist oder das tun würdest, das ist i.O.???
Nett...

Am besten wäre ihr würdet eine Wohnung nehmen die mittig zwischen euch liegt, dann würde er auch mal erwachsen, aber da das ja viel zu teuer ist...

Schade, aber mir scheint, er ist einfach viel zu bequem auf die Annehmlichkeiten der Mutter (Eltern)zu verzichten.

alles Gute
moon

Ähnliches Problem
Hallo!

Ich habe ein ähnliches Problem mit meinem Freund. Es ist 34Jahre alt, hat zwar seine eigene Wohung aber eine, die unter der Wohnung der Eltern liegt. Ganz oben, über den Eltern wohnt noch ein Studentenpärchen. Mein Freund lässt sich immer noch von Mama bekochen, lässt sich seine Butterbrote für die Arbeit schmieren, lässt sich seine Wäsche waschen und bügeln, sie kauft für sein Patenkind die Geschenke und sie zieht ihm jedes Mal die Rolläden in seiner Wohnung hoch.
Ich kann das nicht verstehen!!!! Ich bin anfang 20 von zu Hause ausgezogen und wohen 100km von meinen Eltern weg. Ich kann nicht verstehen warum er das nicht empfindet was ich empfinde..ein eigenes Leben, Selbstständigkeit...Ich wollte schon ab Kindeslater nicht mehr, dass mama mir meine Schulbrote schmiert. Ich kann es nicht verstehen, dass jemand noch so viel Nähe wünscht zu seinen Eltern.
Ich liebe meinen Feund und es ist einfach schön mit ihm. Wir sind jetzt knapp über einem Jahr zusammen. Ich kann mir alles mit ihm vorstellen. Aber diese nähe zu seinen Eltern bereite mir Kopfschmerzen. Und oft bin ich sehr traurig darüber. Manchmal mache ich mich sogar über ihn lustig, komme dann mit kleinen Sticheleien. Das ärgert mich das ich das tue, ich sollte besser mit ihm darüber reden. Ich bin vielleicht auch etwas "komisch". Ich kann ein tägliches zusammensein mit Eltern nicht vertragen, auch nicht mit meinen, obwohl ich meine Eltern liebe. Mein Freund ist genau anders herum. Er meint ja, dass er auch alleine leben könnte, und sich auch vorstellen kann mit mir zusammenzuziehen, aber momentan ist es so bequem für ihn. Deshalb wollte er auch nie woanders hinziehen. Eltern und Sohnemann leben meiner meinung nach in einer Symbiose. Er wird bekocht, bewaschen etc...und da die Eltern sehr unbeholfen und unwissend sind, regelt er alles für sie( Versicherungen, technische Defekte im Haushalt, Bestellungen bei einem Versandtkaatlog, Teleone erledigen etc.. )

In letzter Zeit denke ich oft an zusammenziehen. Ich denke, ich werde es auch irgendwann mal ansprechen. Ich möchte wissen wie er darüber denkt, was er sich so für Gedanken macht.

Hast du deinem Freund schon gesagt, wie du über seine Unselbstständigkeit denkst?

Mein Freund hilft mir schon. Kochen tun wir immer zusammen, leider aber nicht in seiner Küche. Ich konnte ihn nicht überzeugen. Er war zu faul die Gewürze runter zu tragen.

Seine Eltern habe ich bisher als sehr sympathisch kennengelernt. Willkommen bin ich bei ihnen jederzeit. Das wundert mich schon. Denn wieviele Freundinnen mit Mann/Frau habe ich, die einen Mann haben, der von Mutti weggezogen ist, dess Mutter aber total am Sohn klammert und die Freundin/Ehefrau wie der letzte unerwünschte Dreck behandelt wird?

Mal schaun wie es weitergeht...

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31. März 2005 um 20:03

Kocht gemeinsam
...kocht gemeinsam, und verführe ihn während des kochens aus erotische art, mache eine flasche wein auf, die trinkt ihr gemeinsam und probiert nebenbei die köstlichen sachen die ihr gemeinsam kocht, einer füttert den anderen,,,,zieh eine schürze an und drunter nichts, so kann er dich nebenbei lieben...und du kannst dir sicher sein er will nicht mehr das essen hingestellt bekommen von mami...lach ))

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1. April 2005 um 0:08

FINGER WEG
...lass die Finger von ihm. Mit 31!! erzieht man keinen Mann mehr. Kratz die Kurve! Hab ich alles durch!! Kommt mir nie wieder ins HAUS!! Muttis guter Junge bleibt Muttis guter Junge!!
Geh eigene Wege....den Stress muß sich keine Frau antun!!!

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1. April 2005 um 6:40

Siehe Unten
Hallo

Hatte leider ganz unten genatwortet. Unter "Ähnliches Problem"

Viele grüße
Sabbs

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1. April 2005 um 8:21
In Antwort auf lan_12729777

Siehe Unten
Hallo

Hatte leider ganz unten genatwortet. Unter "Ähnliches Problem"

Viele grüße
Sabbs

Hallo Sabs
Danke für deinen Beitrag, hab dir gerad eine private Nachricht geschickt, ich hoffe, du hast sie erhalten.

Auch an alle anderen: Danke für eure Antworten und Kommentare. Sie bringen mich natürlich zum Nachdenken, auch wenn mich einige von euch anscheinend ein wenig falsch verstanden haben bzw. ich mich falsch ausgedrückt habe.
Am Wochenende, wenn wir uns sehen kochen wir schon gemeinsam, bzw. ich für ihn. Nur unter der Woche lässt er sich von Mutti verpflegen. Seine Wohnung putzt er selbst, und er ist auch heimwerkerisch sehr praktisch veranlagt, und scheut keine Arbeit. Ich habe zwar erst durchsetzen müssen, dass wir am Wochenende komplett Alleinversorger sind, aber er hat es akzeptiert und mittlerweile findet er es eine gute Idee. Er steht total zu mir und auch wenn er nicht versteht, warum ich teilweise seine Mutter nicht aushalte (sie hat das Alter meiner Oma und ist sehr einsam trotz Ehemann - klammert daher ein wenig an ihrem Sohn) steht er total zu mir und gibt sein Bestes, dass ich mich bei ihm wohlfühle. Das und die selben Interessen sowie Weltanschauungen, die wir haben lässt mich durchaus zuversichtlich in die Zukunft sehen.
Natürlich würde ich gerne zu ihm ziehen und natürlich habe ich auch Angst davor unter einem Dach mit Schwiemu zu wohnen. Aber sie mag mich und würde alles tun um in Harmonie zu leben. Das sind doch eigentlich keine allzuschlechten Voraussetzungen, oder? Wo passt schon alles?

Aber vor allem Brooke hat mir hier klargemacht, dass es vor allem MEIN Problem und nicht SEIN Problem ist, wenn es mich stört, dass er sich (wenn ich nicht da bin) nicht selbst versorgen will/kann.
Natürlich hätte ich gerne, dass er mehr so ist wie ich, auch, dass ich mal romantisch bekocht werde, wie ich es auch für ihn mache, und wie ich es bei vielen Freunden sehe, die das so handhaben.
Hätte einfach Argumente gesucht, warum es nicht normal ist, dass man mit 31 Jahren zu Mutti essen geht, wo man schließlich alt genug wäre, selbst dafür zu sorgen.
Aber es wird sich ziemlich sicher nicht ändern, solange er alleine in seinem Haushalt lebt.

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1. April 2005 um 8:29
In Antwort auf jaynie_11913807

Hallo Sabs
Danke für deinen Beitrag, hab dir gerad eine private Nachricht geschickt, ich hoffe, du hast sie erhalten.

Auch an alle anderen: Danke für eure Antworten und Kommentare. Sie bringen mich natürlich zum Nachdenken, auch wenn mich einige von euch anscheinend ein wenig falsch verstanden haben bzw. ich mich falsch ausgedrückt habe.
Am Wochenende, wenn wir uns sehen kochen wir schon gemeinsam, bzw. ich für ihn. Nur unter der Woche lässt er sich von Mutti verpflegen. Seine Wohnung putzt er selbst, und er ist auch heimwerkerisch sehr praktisch veranlagt, und scheut keine Arbeit. Ich habe zwar erst durchsetzen müssen, dass wir am Wochenende komplett Alleinversorger sind, aber er hat es akzeptiert und mittlerweile findet er es eine gute Idee. Er steht total zu mir und auch wenn er nicht versteht, warum ich teilweise seine Mutter nicht aushalte (sie hat das Alter meiner Oma und ist sehr einsam trotz Ehemann - klammert daher ein wenig an ihrem Sohn) steht er total zu mir und gibt sein Bestes, dass ich mich bei ihm wohlfühle. Das und die selben Interessen sowie Weltanschauungen, die wir haben lässt mich durchaus zuversichtlich in die Zukunft sehen.
Natürlich würde ich gerne zu ihm ziehen und natürlich habe ich auch Angst davor unter einem Dach mit Schwiemu zu wohnen. Aber sie mag mich und würde alles tun um in Harmonie zu leben. Das sind doch eigentlich keine allzuschlechten Voraussetzungen, oder? Wo passt schon alles?

Aber vor allem Brooke hat mir hier klargemacht, dass es vor allem MEIN Problem und nicht SEIN Problem ist, wenn es mich stört, dass er sich (wenn ich nicht da bin) nicht selbst versorgen will/kann.
Natürlich hätte ich gerne, dass er mehr so ist wie ich, auch, dass ich mal romantisch bekocht werde, wie ich es auch für ihn mache, und wie ich es bei vielen Freunden sehe, die das so handhaben.
Hätte einfach Argumente gesucht, warum es nicht normal ist, dass man mit 31 Jahren zu Mutti essen geht, wo man schließlich alt genug wäre, selbst dafür zu sorgen.
Aber es wird sich ziemlich sicher nicht ändern, solange er alleine in seinem Haushalt lebt.

Na also....
...es geht doch!

auch in einer beziehung, oder besonders da, sollte man auch tolerant sein was den anderen anbelangt. es kann nicht sein, dass der partner genau dem entspricht mit allen eigenschaften wie wir uns es wünschen.

mein freund hat auch eigenschaften, die ich nicht so gerne mag....aber so what? er ist ein erwachsener menschen und ich werde einen teufel tun und ihn umerziehen wollen. ich nehme ihn so wie er ist, denn ich liebe ihn. mein freund bekocht mich oft, aber wenn er nicht tun würde, würde ich ihn genauso annehmen.

und wenn es zu 99% bei euch stimmt, kannst du wohl auf dieses 1% mit dem kochen verzichten, oder?

viel glück

tigerle

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1. April 2005 um 10:19

Wieso ist er denn nicht selbstständig?
Nur weil er das Glück hat ein großes Haus zu besitzen daß für alle Platz hat?Und weil er eine liebe Mutter hat die immernoch alles für ihn macht?Ich würde da eher neidisch sein als genervt.Natürlich ist es heutzutage unüblich diesen Luxus zu haben aber abschrecken würde mich das nicht, wenigstens solange die "Schwiegereltern" brav bleiben.Außerdem sagst Du er hat eine eigene Wohneinheit...hmm und da er der Mann fürs Leben ist hat sich gleichzeitig das Babysitterproblem geregelt
Alles Liebe

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1. April 2005 um 12:04

Schlimm!!!
Ich kann Dich total verstehen.
Männer wie Deinen Freund finde ich persönlich total schlimm. Da müssen die Schwiegertöchter die Fehler der Mütter ausbaden! Und beide - Sohn udn Mutter - erkennen noch nicht mal, dass die Mutter Bockmist verbaut hat!!!

Welche Argumente??? Wie wäre es mit Selbständigkeit? Überlebensfähigkeit?
Was macht er, wenn die Eltern nicht mal sind und er Single wäre? Dann kann er nichts! Gaaaar nichts. Tütensuppe und die Angestellten vom Restaurant zum goldenen M begrüßen ihn beim Vornamen!

Mit so einem Mann zusammen ziehen? Würde für mich persönlich nieee in Frage kommen. Da steht doch von jetzt schon fest, dass Du seine Putzfrau udn Köchin werden wirst.

Nee, was bin ich froh, dass mein Freund alleine wohnt und ALLES kann, was in einem Haushalt anfällt! Er kann sogar manche Saucen besser als ich und kennt Fenster-ohne-Streifen-putz-Tricks, die ich nicht kannte.....


LG
pluster

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1. April 2005 um 16:34

Ach ja...
War bei meinem Freund auch so als wir zusammen gezogen sind, er war Mami`s hingebungsvolle Betüttelung gewöhnt, kannte es auch durch seinen Vater nicht anders.
Da er eher alte Eltern hat, beide schon länger in Rente,fand ich das durchaus verständlich.
Sie war seit sie geheiratet hat eben Hausfrau und beide Eltern sind in einer Generation aufgewachsen, in der das eben normal war in der Rolle Ehemann/Ehehfrau.
Nichts desto trotz, als wir zusammen gezogen sind, hat er sich so verhalten wie immer: Haushalt macht wer anders.
Das hab ich mir eine Zeit lang angesehen und dann aufgehört seine Sachen mit zu machen. Sprich irgendwann waren eben die sauberen Socken alle, er hat mich darauf hingewiesen und erwartet, daß ich das mache.
Wir haben uns zusammen gesetzt und darüber gesprochen, daß das nicht klappt wenn wir beide Vollzeit arbeiten.Und daß ich es ungerecht finde, daß er Feierabend hat, wenn er nach Hause kommt und am Wochenende und ich soll dann den Haushalt machen.
Ich denke, grade weil wir vernünftig drüber gesprochen haben, hatte er die Chance, den Unterschied zwischen mir und seiner Mutter zu verstehen.
Am Anfang wars natürlich dann schwierig, wer kennt das nicht, falsch gewaschene Wäsche, dies klappt nicht, das klappt nicht.
Inzwischen, nach etwa 2 Jahren hat sich aber alles ganz gut eingespielt. Er hilft mit ( und ist dann immer wahnsinnig stolz, wenn ich bemerke, daß er schon geputzt hat oder die Wäsche schon fertig ist), und ich bin nicht so 1000 prozentig genau auch wenn der Haushalt mal nicht so meinen weiblichen Ansprüchen entspricht.
Im Großen und ganzen klappt es gut.

Ach ja:
Seine Mutter, die am Anfang total dagegen war, daß ihr ein und alles mit so profanen Dingen wie Wäsche waschen belastet werden soll, ist inzwischen richtig stolz auf ihren jungen, daß er auch auf eigenen Beinen stehen kann.
( Sie führt das aber auf ihre gute Erziehung zurück )
Alles in allem: könnte schlimm werden, muß aber nicht.
Mach keine Vorwürfe, er kennt es eben nicht anders. Weck den Kampfgeist in ihm!
Nicht so viel motzen, lieber loben, wenn was gut war. Das bleibt länger im Gedächtnis.

Viel Glück

Kerstin

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4. April 2005 um 8:08
In Antwort auf dang_12327458

Ach ja...
War bei meinem Freund auch so als wir zusammen gezogen sind, er war Mami`s hingebungsvolle Betüttelung gewöhnt, kannte es auch durch seinen Vater nicht anders.
Da er eher alte Eltern hat, beide schon länger in Rente,fand ich das durchaus verständlich.
Sie war seit sie geheiratet hat eben Hausfrau und beide Eltern sind in einer Generation aufgewachsen, in der das eben normal war in der Rolle Ehemann/Ehehfrau.
Nichts desto trotz, als wir zusammen gezogen sind, hat er sich so verhalten wie immer: Haushalt macht wer anders.
Das hab ich mir eine Zeit lang angesehen und dann aufgehört seine Sachen mit zu machen. Sprich irgendwann waren eben die sauberen Socken alle, er hat mich darauf hingewiesen und erwartet, daß ich das mache.
Wir haben uns zusammen gesetzt und darüber gesprochen, daß das nicht klappt wenn wir beide Vollzeit arbeiten.Und daß ich es ungerecht finde, daß er Feierabend hat, wenn er nach Hause kommt und am Wochenende und ich soll dann den Haushalt machen.
Ich denke, grade weil wir vernünftig drüber gesprochen haben, hatte er die Chance, den Unterschied zwischen mir und seiner Mutter zu verstehen.
Am Anfang wars natürlich dann schwierig, wer kennt das nicht, falsch gewaschene Wäsche, dies klappt nicht, das klappt nicht.
Inzwischen, nach etwa 2 Jahren hat sich aber alles ganz gut eingespielt. Er hilft mit ( und ist dann immer wahnsinnig stolz, wenn ich bemerke, daß er schon geputzt hat oder die Wäsche schon fertig ist), und ich bin nicht so 1000 prozentig genau auch wenn der Haushalt mal nicht so meinen weiblichen Ansprüchen entspricht.
Im Großen und ganzen klappt es gut.

Ach ja:
Seine Mutter, die am Anfang total dagegen war, daß ihr ein und alles mit so profanen Dingen wie Wäsche waschen belastet werden soll, ist inzwischen richtig stolz auf ihren jungen, daß er auch auf eigenen Beinen stehen kann.
( Sie führt das aber auf ihre gute Erziehung zurück )
Alles in allem: könnte schlimm werden, muß aber nicht.
Mach keine Vorwürfe, er kennt es eben nicht anders. Weck den Kampfgeist in ihm!
Nicht so viel motzen, lieber loben, wenn was gut war. Das bleibt länger im Gedächtnis.

Viel Glück

Kerstin

Danke für die Aufmunterung
wohnt ihr beide mit seinen Eltern unter einem Dach?

lg
Lousial

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13. April 2005 um 0:37
In Antwort auf jaynie_11913807

Danke für die Aufmunterung
wohnt ihr beide mit seinen Eltern unter einem Dach?

lg
Lousial

Nein,
in dem Haus gibt es zwar noch eine Wohnung, die aber Gott sei Dank schon an einen zahlenden Mieter vergeben ist. Aber wir waren schon 1 1/2 Jahre zusammen, als er aus- und mit mir zusammen gezogen ist. Da war er 29.
Ich konnte also während dieser Zeit in den "Genuß" der Schwiegereltern im gleichen Haus kommen, und das war durchaus genug. Sie sind halt schon älter und recht auf sich fixiert. Deshalb haben sie auch keinen Schlüssel zu unserer Wohnung, sonst stünden sie wahrscheinlich sonntags morgens unerwartet vor unserem Bett. Sie registrieren auch nicht, daß wir andere Vorstellungen von einem entspannten Wochenende haben als sie. Sind beide Rentner und können nicht wirklich nachvollziehen, warum wir am Wochenende nicht um 7 aufstehen und weiß Gott was erledigen wollen,sondern einfach von der Woche platt sind.
Naja, so hat jeder seine Ruhe (gefällt übrigens auch meinem Freund, mal nicht tun und lassen zu müssen, was die Eltern meinen, sondern selbst entscheiden zu können. Auch, wenn er das erst nicht so gedacht hätte, das ist eine der Sachen, die ihm im Laufe der Zeit erst aufgegangen sind.)
Soweit, sogut.
Man muß sich allerdings freundlich aber bestimmt durchsetzen können. Ich hätte auch keine Lust auf Dauerstreit, weder mit meinem Freund noch mit seinen Eltern. Und so sind wir alle ganz zufrieden.

Gruß

Kerstin

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13. April 2005 um 1:12

Selbstständigkeit
warum soll denn die fähigkeit, häusliche arbeit zu verrichten, eine voraussetzung für selbstständigkeit sein, wie in einigen beoträgen behauptet?
muss man denn alles können? ich denke ganz klar NEIN!

warum muss ich kochen/waschen/putzen können, wenn ich mir auch koch/bügel-/putzfrau leisten kann? mei auto kann ich auch nicht selber reparieren. meine lebensmittel produziere ich nicht selbst. meine wäsche stelle ich nicht selbst her.

in ganz vielen bereichen des lebens greife ich auf professionelle dienstleitungen zurück. warum nicht auch hier? wenn man als "muttersöhnchen" dann eben für sich selber sorgen muss, kann man z.b. als investmentbanker, arzt o.ä. in einer stunde ein vielfaches der kosten einer putzfrau verdienen.
und die ist einerseits schneller und erledigt das viel besser, da sie damit viel mehr übung hat.

und wenn man nicht kochen kann, sich aber anders zu helfen weiß um durchs leben zu kommen (essen gehen, jemanden haben, der einen bekocht, tiefkühlgerichte etc.), wo ist da das problem?

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13. April 2005 um 1:16
In Antwort auf jed_12537471

Selbstständigkeit
warum soll denn die fähigkeit, häusliche arbeit zu verrichten, eine voraussetzung für selbstständigkeit sein, wie in einigen beoträgen behauptet?
muss man denn alles können? ich denke ganz klar NEIN!

warum muss ich kochen/waschen/putzen können, wenn ich mir auch koch/bügel-/putzfrau leisten kann? mei auto kann ich auch nicht selber reparieren. meine lebensmittel produziere ich nicht selbst. meine wäsche stelle ich nicht selbst her.

in ganz vielen bereichen des lebens greife ich auf professionelle dienstleitungen zurück. warum nicht auch hier? wenn man als "muttersöhnchen" dann eben für sich selber sorgen muss, kann man z.b. als investmentbanker, arzt o.ä. in einer stunde ein vielfaches der kosten einer putzfrau verdienen.
und die ist einerseits schneller und erledigt das viel besser, da sie damit viel mehr übung hat.

und wenn man nicht kochen kann, sich aber anders zu helfen weiß um durchs leben zu kommen (essen gehen, jemanden haben, der einen bekocht, tiefkühlgerichte etc.), wo ist da das problem?

Man nennt sowas
soweit ich weiß "make-or-buy-decision".

und wenn man dabei eben mit "buy" besser wegkommt?

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13. April 2005 um 8:53
In Antwort auf jed_12537471

Man nennt sowas
soweit ich weiß "make-or-buy-decision".

und wenn man dabei eben mit "buy" besser wegkommt?

*lol*
wenn es so wäre, wäre es ja eh super, denn dann bräuchte ich diese ungeliebten Arbeiten auch nicht machen . Nein, leider verdient er nicht so toll, dass das gehen würde, deshalb ist ja Mutti so praktisch, und deshalb stehe ich bei ihm auch jedes WE in der Küche, ohne je selbst bekocht worden zu sein. Die Alternative wäre nämlich von Schwiegermutti bekocht zu werden. Essen gehen ist nicht - leider...

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13. April 2005 um 11:29

Gratuliere
zu dieser einzigartigen Aussage:

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13. April 2005 um 21:33

Ja
Ja

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14. April 2005 um 10:39

Warum haben scheinbar so viele Menschen ...
das Problem, den Partner so zu nehmen wie er ist?

Man kann ansprechen, was man sich an Veränderungen wünscht - völlig legitim - und der Betroffene entscheidet dann, ob er es verändern möchte oder so beläßt. Wenn er nun nichts verändern möchte und das auch noch begründet " ... Er meint, es wäre total unpraktisch, wenn er selbst kochen würde und seine Eltern auch kochen und somit wäre es teurer und umständlicher (und natürlich viel unpraktischer für ihn). ... ", dann ist es an Dir, das zu akzeptieren und nicht noch 100 andere argumentative Hintertüren zu suchen, um Deine Vorstellungen durchzudrücken. Versetz Dich mal in seine Lage! Was dürfte er empfinden, wenn er nun anfängt selbst zu kochen? Vielleicht "Ich habe überhaupt keine Lust dazu und könnte in dieser Zeit etwas viel Angenehmeres machen, aber meiner Liebsten zum Gefallen koche ich eben." ?

Was passiert denn, wenn er sich Deinen Ansichten beugt, ohne es wirklich selbst zu wollen? Er fühlt sich unwohl und bedrängt, weil er letzten Endes etwas nur tut, um Deinen Erwartungen zu entsprechen. Ich habe erlebt, dass sich dann solche unterschwelligen Gefühle oft Bahn brechen, wenn man es gar nicht gebrauchen kann, nämlich wenn man Auseinandersetzungen führt. Da werden dann diese beliebten Aufrechnungsspiele gespielt und das Ganze kommt wie ein Bumerang zurück. Wenn es mir gelingt, jemanden zu etwas triezen, was er selbst gar nicht wirklich will, ist das nur zu häufig ein Pyrrhussieg und irgendwann wird mir die Rechnung präsentiert, also tu ich mir doch selbst einen Gefallen, wenn ich es lasse.

LG

Larsen

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14. April 2005 um 14:23

JA !
Liebe louisal,

ich kann Dich total gut verstehen, das würde mich auch nerven. Sollte man mit 30 abgenabelt sein?
Meine Meinung: ja, ja und nochmals ja.

Leider gibt es immer wieder Leute, vor allem Männer, die es nicht schaffen, sich von Mutti zu lösen...
Das Problem hat m.E. 2 Komponenten: das erste ist die "innerliche Abnabelung" von den Eltern, die oft eben auch mit zumindest vorübergehender auch äußerlicher Abnabelung zu tun hat...

das zweite: äußerliche Abnabelung:

ist nicht in Sicht, wenn er da eigentumsmäßig so eng mit Mutti verstrickt ist. Kann er nicht vermieten?

Wollt ihr irgendwann mal zusammenziehen?

Hm, theoretisch könnte er natürlich innerlich abgelöst sein, aber dennoch mit ihr äußerlich zusammenwohnen - das kannst nur Du beantworten, ob Du das für realistisch hälst!

Mach ihm klar, daß Du keine Beziehung mit einem Söhnchen haben möchtest sondern mit einem Mann! Ich weiß nicht, ob er das versteht, möglicherweise argumentiert er nur mit "praktischen" Dingen wie kochen etc. weil er tiefer nicht sehen kann oder will

Ablösung tut weh, ist aber unbedingt notwendig, um erwachsen zu werden!

In sofern ist das keine Frage, ob Du tolerant bist etc, sondern Dein berechtigtes Bedürfnis, mit einem Erwachsenen zu tun zu haben

LG Gerda

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14. April 2005 um 14:37
In Antwort auf jaynie_11913807

*lol*
wenn es so wäre, wäre es ja eh super, denn dann bräuchte ich diese ungeliebten Arbeiten auch nicht machen . Nein, leider verdient er nicht so toll, dass das gehen würde, deshalb ist ja Mutti so praktisch, und deshalb stehe ich bei ihm auch jedes WE in der Küche, ohne je selbst bekocht worden zu sein. Die Alternative wäre nämlich von Schwiegermutti bekocht zu werden. Essen gehen ist nicht - leider...

Prima
und dann kann er dich auch gleich mutti nennen.

ist für mich auch eine frage des stolzes und respektes, ich möchte nicht, dass meine eltern bei mir in der wohnung putzen, haben ja auch schon genug gemacht in ihrem leben und haben ihr alter. und genauso wenig erwarte ich von meinem partner, dass er für mich die ungeliebten sachen macht.

ich könnte so einen menschen nicht respektieren, denn ich sehe bei ihm auch keinen respekt: weder vor dem partner noch vor seinen alten eltern, die sich ihre freizeit auch verdient haben. und die probleme eines muttersöhnchens möchte ich mir auch nicht anhängen.

bei einem freund kam die mutter auch regelmässig zum putzen, als sie wieder mal starke rückenschmerzen hatte und dies auch sagte, meinte er nur, selbst schuld. ne, die eltern ausnutzen und dann die sprüche...

aber jeder, wie er mag. ist ja auch schön, wie die frauen wieder mal ihre söhne erziehen. und dann sollen sie sich die frau für den haushalt suchen. tja, wer mag.

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