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Muslima in Ehekrise! Ist Scheidung gerechtfertigt?

6. März 2009 um 11:44 Letzte Antwort: 3. Januar um 4:35

Ich bin neu in diesem Forum und wende mich an Euch, da ich gesehen habe, dass hier auch viele Muslime schreiben und Leute, die mit dem Islam in Berührung gekommen sind.

Ich nehme meine Religion sehr ernst, auch wenn ich nicht alles korrekt mache. Z.b. trage ich kein Kopftuch u.ä.

Nun habe ich aber ein riesiges Problem, und ich möchte nicht entgegen meiner Religion handeln, v.a. da es sich um die Zukunft meiner ganzen Familie handelt.

Vor 16 jahren habe ich geheiratet. Die Ehe wurde auf islamische Weise angebahnt, also als arrangierte Ehe. Meine Eltern haben mich zu keinem Zeitpunkt gezwungen, sondern ich war frei in meiner Entscheidung. Ich fand meinen Mann nett, aber ich war nicht verliebt, oder sehr begeistert von ihm. Ich hatte ein sehr starkes Mitgefühl für ihn, aber keine Glücksgefühle oder Sehnsucht nach ihm.Diese Bedenken äußerte ich meiner Mutter gegenüber, und sie beruhigte mich, dass sich dies nach der Eheschließung ergeben würde.

Mein Mann und ich haben uns nur kurz kennengelernt, und dann sehr schnell beim Konsulat die Ehe geschlossen. Diese Zeit bis zur Hochzeit lebten wir als Verlobte, und immer noch war ich unsicher. Zwei mal versuchte ich ihm dies klar zu machen, aber er stimmte mich immer wieder um, und ich war nicht in der Lage ihm weh zu tun.

Trotz der Unsicherheit heirateten wir acht Monate später. Unser Eheleben gestaltete sich sehr schwierig, da wir sehr unterschiedlich sind und noch diverse Probleme hinzu kamen.
Die Liebe meinerseits wuchs nicht, sondern es entwickelte sich Gewohnheit und eine freundschaftliche Liebe. Dementsprechend kam ich meinen ehelichen Pflichten nicht in der Weise nach, wie ich es sollte. Aber ich hatte nie den Mut mich zu trennen, da ich nicht wusste, ob mir dies islamisch erlaubt war. Ich war nie wirklich glücklich, obwohl mir mein Mann Geborgenheit und Vertrauen schenkte. Ich wollte aber dafür kämpfen, gab meine Studium auf, und wir gründeten eine Familie. Auf diese Weise hoffte ich, dass wir auch als Ehepaar wachsen würden.

Ich konzentrierte mich auf die Kinder und er sich auf seine Arbeit. Aber unsere Eheprobleme blieben bestehen. Mein Mann beschwerte sich immer mehr und wurde immer ungeduldiger. Seinem Frust ließ er immer mehr Raum zu, so dass letztendlich unser Familienleben darunter litt.

Inzwischen ist die Lage eskaliert, und mein Mann möchte eine andere Frau heiraten, da er in unserer Ehe keinen Sinn mehr sieht. Er lässt es mir offen, als Zweitfrau mit ihm verheiratet zu bleiben, oder mich scheiden zu lassen.

Meine Frage ist nun, ob ich mich islamisch gesehen unter diesen Umständen scheiden lassen darf.
Ich meine ich liebe meinen Mann wie einen guten Freund oder Bruder. Aber eine andere Liebe habe ich nie für ihn empfunden, und deswegen war es für mich immer schwer ihm diesbezüglich gerecht zu werden.
Wir beide leiden unter der Situation, da diese Bedürfnisse nun mal menschlich sind. Aber ich kann und konnte auch in der Vergangenheit dieses Ebene mit meinem Mann nie finden.
Und am schlimmsten ist, dass ich Angst, habe deswegen auf den falschen Weg zu geraten.
Die Ehe ist ja im Islam als Schutz für Mann und Frau gedacht, aber ich sehe, dass wir beide diesen Schutz beieinander nicht gefunden haben.

Ich frage mich, ob das wirklich so ist, oder ob der Teufel mich hier sehr stark beeinflusst. Aber die Tasache, dass es schon immer so war, und nur jetzt schlimmer geworden ist, lässt mich glauben, dass wir zwei nicht dafür bestimmt sind zusammen zu bleiben.

Ich entschuldige mich für den langen Text, und erhoffe mir von Euch Ratschläge, Ideen oder Erfahrungsberichte zu meiner Problematik.

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Beste hilfreiche Antwort

6. März 2009 um 14:41

Also ehrlich...
"Wenn er Dich gut behandelt und es von Deiner Seite freundschaftliche Liebe gibt wie Du sagst, so überlege es Dir ob es nicht sogar eine Lösung wäre mit der zweiten Frau. Sie kann Dir ja denn nicht viel anhaben wenn er Dir nicht so wichtig ist. Für viele ist es dies, selbst wenn sie es sich nie hätten vorstellen können. Einfach alles durchdenken."

Ihr denkt hier gemeinschaftlich über die Vielehe nach, verstehe ich das richtig? Nachdem ich mich von meinem Schock erholt habe, sage ich nur: Ihr wisst aber auch, dass das verboten ist, ja?

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6. März 2009 um 12:07

Salamualikum
ich kann verstehen, wie du dich fühlst.

Nach meinem Wissen mußt du nach islamischem Sinn nicht an einer Ehe festhalten, die praktisch so nicht mehr zwischen euch besteht, da ihr euch nicht liebt und es für eure Zukunft keine Besserung geben wird, wiel er sich nach einer anderen Frau umsehen möchte.
Du mußt mit der Heirat einer zweiten Frau nach islamischen Sinn einverstanden sein, wenn du es nicht bist, kannst du dich von ihm scheiden lassen.
Im islamischen Sinn bräuchtest du ihn dann nur zu bitten, dir gegenüber die Scheidungsformel zu sprechen, damit die islamische Ehe auch von seiner Seite aufgehoben wird.

Wenn du der Überzeugung bist, dass du diesen Schritt gehen möchtest, weil eure Ehe nicht mehr zu retten ist, bist du sicher auch auf dem richtigen Weg, denn man sollte nichts festhalten, was Gott bereits getrennt hat und dies ist eben deine und auch seine Unzufriedenheit in eurer Ehe .

Die zweite Frage wären nun eure gemeinsamen Kinder, da sie nach einer Scheidung im islamischen Sinn ab einem bestimmten Alter dem Vater zugesprochen werden.

Hierüber solltest du dich mit deinem Mann besprechen, wenn du dich dennoch unsicher fühlst. führe ein Gespräch mit einem Imam, er kann dich sicher noch besser über deine Rechte als Muslima aufklähren.

Aber ich denke dass deine Entscheidung sich scheiden zu lassen in deiner Situation sicher die Beste ist, denn auch du hast noch ein Recht darauf in einer glücklicheren Beziehung zu leben oder dich von unerträglich gewordenen Situationen zu befreien.

Alles andere wäre zermürbend und verfehlt somit auch den Sinn des Schutzes in der Ehe, denn man sollte glücklich zusammen leben und nicht leiden....

Ich wünsche dir viel Glück, du bist auf dem richtigen Weg.

LG

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6. März 2009 um 14:41

Also ehrlich...
"Wenn er Dich gut behandelt und es von Deiner Seite freundschaftliche Liebe gibt wie Du sagst, so überlege es Dir ob es nicht sogar eine Lösung wäre mit der zweiten Frau. Sie kann Dir ja denn nicht viel anhaben wenn er Dir nicht so wichtig ist. Für viele ist es dies, selbst wenn sie es sich nie hätten vorstellen können. Einfach alles durchdenken."

Ihr denkt hier gemeinschaftlich über die Vielehe nach, verstehe ich das richtig? Nachdem ich mich von meinem Schock erholt habe, sage ich nur: Ihr wisst aber auch, dass das verboten ist, ja?

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6. März 2009 um 14:46

Hallo
Ich möchte jetzt niemanden angreifen oder zu nahe treten oder irgendetwas schlecht machn!

Aber ist es nicht egal welcher Religion man angehört????
Fakt ist doch, wenn man unglücklich ist und lieber leben möchte dann darf man das!
Und wenn dein Mann sich schon eine andere suchen möchte was hält dich dann noch???
Das ist doch niemand wert!!!!!Was willst du deinen Kinder erzählen?????
"du musst dir Papa jetzt teilen, mit anderen Fraun und anderen Kindern" Meinst du das würde sie freuen???

Man findet IMMER jemand der einen auffängt! Die Welt ist doch voller Männer! Du bist doch nicht nur Hausfrau sondern auch ehefrau und Mutter mit Bedürfnissen! Was möchtest du jetzt anstellen? Weiter so machen und als zweitfrau leben???? Denk auch mal an DICH!

Und was ich gelesen habe mit den Kindern, ich kann mich irren, aber leben wir nicht in deutschland??? Ist es nicht so das hier die Mutter im Normalfall die Kinder bekommt??? Wenn deine Kinder bei dir nicht in Gefahr sind kann dir keiner deine Kinder einfach wegnehmen auch/schongarnicht der Vater!

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6. März 2009 um 14:48
In Antwort auf bryony_12677442

Hallo
Ich möchte jetzt niemanden angreifen oder zu nahe treten oder irgendetwas schlecht machn!

Aber ist es nicht egal welcher Religion man angehört????
Fakt ist doch, wenn man unglücklich ist und lieber leben möchte dann darf man das!
Und wenn dein Mann sich schon eine andere suchen möchte was hält dich dann noch???
Das ist doch niemand wert!!!!!Was willst du deinen Kinder erzählen?????
"du musst dir Papa jetzt teilen, mit anderen Fraun und anderen Kindern" Meinst du das würde sie freuen???

Man findet IMMER jemand der einen auffängt! Die Welt ist doch voller Männer! Du bist doch nicht nur Hausfrau sondern auch ehefrau und Mutter mit Bedürfnissen! Was möchtest du jetzt anstellen? Weiter so machen und als zweitfrau leben???? Denk auch mal an DICH!

Und was ich gelesen habe mit den Kindern, ich kann mich irren, aber leben wir nicht in deutschland??? Ist es nicht so das hier die Mutter im Normalfall die Kinder bekommt??? Wenn deine Kinder bei dir nicht in Gefahr sind kann dir keiner deine Kinder einfach wegnehmen auch/schongarnicht der Vater!

@pia
Ich hab nciht das Gefühl, dass deutsche Gesetze für die Diskutierenden hier irgendwie wichtig wären. Es wird ja auch über die Vielehe nachgedacht, die bekanntermaßen verboten ist.

Ich will auch niemandem zu Nahe treten, aber sowas verstehe ich nicht.

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6. März 2009 um 21:53

Danke für die vielen Antworten
Ich danke Euch für Eure Antworten, da hier jeder etwas gesagt hat, dass auch mir durch den Kopf geht.

Zur Mehrehe muss ich sagen, dass diese Frau, die mein Mann heiraten möchte nicht in Deutschland lebt. Und für mich ist die Vorstellung, eine Nebenfrau zu haben auch sehr befremdlich, was ich meinem Mann auch klar machen konnte.

Aber mein Problem ist, dass ich mich gelähmt fühle und somit handlungsunfähig. Ich mache mir Vorwürfe als Ehefrau versagt zu haben. Ich habe ihn zwar immer unterstützt und stand ihm mit Rat und Tat zur Seite, aber die Liebe, die er brauchte konnte ich ihm nicht geben.
Mir war nicht bewusst, dass ihn damit sehr verletzt habe.
Männer brauchen das nun mal, ansonsten gehen sie fremd, oder im Falle eines Muslims kommt es zur Heirat einer Zweitfrau.

Aber was kann ich dafür, dass ich nun mal nicht diese Gefühle für ihn hege?
Jemand im Forum hat geschrieben, dass ich mich selber blockiert habe ihn zu lieben.
Diese Frage geht mir auch durch den Kopf. Aber kann man das?
Außerdem frage ich mich, was eine Ehe im islamischen Sinne ausmacht? Reichen da freundschaftliche Gefühle, oder sind leidenschaftliche Gefühle Bedingung, um den Schutz der Ehe zu gewährleisten?

Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob freundschaftliche Gefühle reichen, um Mann und Frau beieinander zu halten. Als ich ihn geheiratet habe, war ich noch sehr jung, und ich muss sagen, dass ich mir nicht darüber im Klaren war, was eine Ehe ausmacht. Ich sah nur, dass da ein junger, anständiger Muslim um meine Hand anhielt, und ich wollte nicht wählerisch sein. Also gab ich mir Mühe allen eine Freude zu machen, aber dabei habe ich mich vergessen.

Zudem ist unsere Beziehung nicht ruhig, sondern sehr explosiv. Das heißt, es knallt viel zu oft, so dass auch die Kinder kein ruhiges Umfeld haben.
Zuletzt waren es nur noch Machtkämpfe, die er sogar auf dem Rücken der Kinder ausgetragen hat. Als er dann mit der Botschaft der Zweitfrau ankam, war ich auch überhaupt nicht eifersüchtig.

Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, und er ist fest entschlossen seine Pläne umzusetzen.
Ich verstehe ihn nun besser, aber meine Schuldgefühle werden immer stärker. Und er bestärkt mich darin, indem er mir sagt, dass ich ihm Leid zugefügt habe, und Allah mir erst vergibt, wenn er (also mein Mann) bereit ist mir zu vergeben.

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6. März 2009 um 22:01
In Antwort auf said_12310393

Danke für die vielen Antworten
Ich danke Euch für Eure Antworten, da hier jeder etwas gesagt hat, dass auch mir durch den Kopf geht.

Zur Mehrehe muss ich sagen, dass diese Frau, die mein Mann heiraten möchte nicht in Deutschland lebt. Und für mich ist die Vorstellung, eine Nebenfrau zu haben auch sehr befremdlich, was ich meinem Mann auch klar machen konnte.

Aber mein Problem ist, dass ich mich gelähmt fühle und somit handlungsunfähig. Ich mache mir Vorwürfe als Ehefrau versagt zu haben. Ich habe ihn zwar immer unterstützt und stand ihm mit Rat und Tat zur Seite, aber die Liebe, die er brauchte konnte ich ihm nicht geben.
Mir war nicht bewusst, dass ihn damit sehr verletzt habe.
Männer brauchen das nun mal, ansonsten gehen sie fremd, oder im Falle eines Muslims kommt es zur Heirat einer Zweitfrau.

Aber was kann ich dafür, dass ich nun mal nicht diese Gefühle für ihn hege?
Jemand im Forum hat geschrieben, dass ich mich selber blockiert habe ihn zu lieben.
Diese Frage geht mir auch durch den Kopf. Aber kann man das?
Außerdem frage ich mich, was eine Ehe im islamischen Sinne ausmacht? Reichen da freundschaftliche Gefühle, oder sind leidenschaftliche Gefühle Bedingung, um den Schutz der Ehe zu gewährleisten?

Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob freundschaftliche Gefühle reichen, um Mann und Frau beieinander zu halten. Als ich ihn geheiratet habe, war ich noch sehr jung, und ich muss sagen, dass ich mir nicht darüber im Klaren war, was eine Ehe ausmacht. Ich sah nur, dass da ein junger, anständiger Muslim um meine Hand anhielt, und ich wollte nicht wählerisch sein. Also gab ich mir Mühe allen eine Freude zu machen, aber dabei habe ich mich vergessen.

Zudem ist unsere Beziehung nicht ruhig, sondern sehr explosiv. Das heißt, es knallt viel zu oft, so dass auch die Kinder kein ruhiges Umfeld haben.
Zuletzt waren es nur noch Machtkämpfe, die er sogar auf dem Rücken der Kinder ausgetragen hat. Als er dann mit der Botschaft der Zweitfrau ankam, war ich auch überhaupt nicht eifersüchtig.

Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, und er ist fest entschlossen seine Pläne umzusetzen.
Ich verstehe ihn nun besser, aber meine Schuldgefühle werden immer stärker. Und er bestärkt mich darin, indem er mir sagt, dass ich ihm Leid zugefügt habe, und Allah mir erst vergibt, wenn er (also mein Mann) bereit ist mir zu vergeben.

@ Lala , @metin
Deine Antwort hat mir bisher am meisten zugesagt. Beide haben wir uns nie besonders wohl miteinander gefühlt, aber dennoch sind wir zusammen geblieben.
Wir haben uns zwar absolut vertraut und gegenseitig unterstütz, aber glücklich waren wir nie so richtig miteinander.

@metin: ich bin eine gebürtige Muslima aus Deutschland. Mein Mann ist zum Studium nach Deutschland gekommen, aber er möchte gerne zurück.

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6. März 2009 um 22:09
In Antwort auf said_12310393

Danke für die vielen Antworten
Ich danke Euch für Eure Antworten, da hier jeder etwas gesagt hat, dass auch mir durch den Kopf geht.

Zur Mehrehe muss ich sagen, dass diese Frau, die mein Mann heiraten möchte nicht in Deutschland lebt. Und für mich ist die Vorstellung, eine Nebenfrau zu haben auch sehr befremdlich, was ich meinem Mann auch klar machen konnte.

Aber mein Problem ist, dass ich mich gelähmt fühle und somit handlungsunfähig. Ich mache mir Vorwürfe als Ehefrau versagt zu haben. Ich habe ihn zwar immer unterstützt und stand ihm mit Rat und Tat zur Seite, aber die Liebe, die er brauchte konnte ich ihm nicht geben.
Mir war nicht bewusst, dass ihn damit sehr verletzt habe.
Männer brauchen das nun mal, ansonsten gehen sie fremd, oder im Falle eines Muslims kommt es zur Heirat einer Zweitfrau.

Aber was kann ich dafür, dass ich nun mal nicht diese Gefühle für ihn hege?
Jemand im Forum hat geschrieben, dass ich mich selber blockiert habe ihn zu lieben.
Diese Frage geht mir auch durch den Kopf. Aber kann man das?
Außerdem frage ich mich, was eine Ehe im islamischen Sinne ausmacht? Reichen da freundschaftliche Gefühle, oder sind leidenschaftliche Gefühle Bedingung, um den Schutz der Ehe zu gewährleisten?

Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob freundschaftliche Gefühle reichen, um Mann und Frau beieinander zu halten. Als ich ihn geheiratet habe, war ich noch sehr jung, und ich muss sagen, dass ich mir nicht darüber im Klaren war, was eine Ehe ausmacht. Ich sah nur, dass da ein junger, anständiger Muslim um meine Hand anhielt, und ich wollte nicht wählerisch sein. Also gab ich mir Mühe allen eine Freude zu machen, aber dabei habe ich mich vergessen.

Zudem ist unsere Beziehung nicht ruhig, sondern sehr explosiv. Das heißt, es knallt viel zu oft, so dass auch die Kinder kein ruhiges Umfeld haben.
Zuletzt waren es nur noch Machtkämpfe, die er sogar auf dem Rücken der Kinder ausgetragen hat. Als er dann mit der Botschaft der Zweitfrau ankam, war ich auch überhaupt nicht eifersüchtig.

Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, und er ist fest entschlossen seine Pläne umzusetzen.
Ich verstehe ihn nun besser, aber meine Schuldgefühle werden immer stärker. Und er bestärkt mich darin, indem er mir sagt, dass ich ihm Leid zugefügt habe, und Allah mir erst vergibt, wenn er (also mein Mann) bereit ist mir zu vergeben.

Du solltest...
auf keinen Fall nur die Schuld bei dir alleine sehen!

Das du ihm nicht die Gefühle entgegenbringen kannst, die er sich wünscht ist nunmal eine Tatsache, die sich nicht ändern lässt, keiner kann seine Gefühle abstellen....

Du schreibst, dass euere Streitereien sogar auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden, ich denke, da ist für dich der Punkt gekommen, an dem du dich für dein eigenes Leben entscheiden mußt, damit deine Kinder auch mit dir noch eine chance auf ein glückliches aufwachsen haben, hierbei kannst du nicht auf sein "verzeihen" warten.

Du schreibst, dass du zum Zeitpunkt der Eheschließung noch sehr jung gewesen bist und es allen recht machen wolltest, aber nun solltest du auch einmal an dich und die Kinder denken, die auf jedenfall unter eurer Ehe leiden...

Mir scheint dein Mann recht egoistisch zu sein, da er nur auf sein Problem bedacht ist und auch nur sich die Möglichkeit einräumt dir zu verzeihen...

Ich denke hier ist einzig und allein deine Entscheidung gefragt, willst du so weiter leben wie bisher- und es wird sicher nicht bessr werden- da er vielleicht irgendwann seine zweitfrau zu sich holen möchte - oder willst du dir ein neues glücklicheres Lebenaufbauen, in du deine eigenen Entscheidungen triffst und vielleicht doch irgendwann einemal die Chance hast auf eine wirkliche Liebe zu treffen, die dich dann glücklich macht.

Denn auch aus islamischer Sicht ist es wichtig in Liebe und Harmonie und gegenseitigem Respekt zu leben.

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6. März 2009 um 22:26

Warum bednklich?
Ich möchte halt nicht entgegen meiner Religion handeln, da sie für mich eine Lebenseinstellung ist.
Gleichzeitig kann ich aber auch meine deutsche Prägung nicht leugnen. Ich habe auch immer von der großen Liebe geträumt, die ewig hält, aber es kam dann doch anders.

Wie gesagt, ein Dasein als Nebefrau zu fristen, kommt für mich nicht in die Frage, für meinen Mann hingegen erscheint dies nicht so problematisch.
Er ist nun mal anders geprägt und sieht die Dinge doch anders als ich.
Aber ich möchte nur eine faire Entscheidung für uns alle treffen.

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6. März 2009 um 22:28
In Antwort auf britta_12100163

@pia
Ich hab nciht das Gefühl, dass deutsche Gesetze für die Diskutierenden hier irgendwie wichtig wären. Es wird ja auch über die Vielehe nachgedacht, die bekanntermaßen verboten ist.

Ich will auch niemandem zu Nahe treten, aber sowas verstehe ich nicht.

Denke wir leben in deutschland?
Naja, jedem das seine oder wie

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6. März 2009 um 22:34
In Antwort auf said_12310393

Warum bednklich?
Ich möchte halt nicht entgegen meiner Religion handeln, da sie für mich eine Lebenseinstellung ist.
Gleichzeitig kann ich aber auch meine deutsche Prägung nicht leugnen. Ich habe auch immer von der großen Liebe geträumt, die ewig hält, aber es kam dann doch anders.

Wie gesagt, ein Dasein als Nebefrau zu fristen, kommt für mich nicht in die Frage, für meinen Mann hingegen erscheint dies nicht so problematisch.
Er ist nun mal anders geprägt und sieht die Dinge doch anders als ich.
Aber ich möchte nur eine faire Entscheidung für uns alle treffen.

Versuche...
dich nicht im Streit von ihm zu trennen, vielleicht könnt ihr eine Ebene finden, in dem auch er ein Einsehen hat und dich nicht in deiner Verhaltensweise verachtet.
Sondern auch versteht warum du in manchen Situationen so gehandelt hast, wie er es sich vielleicht nicht vorgestellt hat.
Denn auch islamisch gesehen ist die Versöhnung ein wichtiger Faktor.
Auch wenn ihr zukünftig getrennte Wege gehen werdet ....

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7. März 2009 um 16:36

Unpassend
ich kann dein problem zwar verstehen aber wenn du das ernst meinst was du da schreibst dann finde ich es unbegreiflich dass du hier in einem forum rat und hilfe suchst.

du weißt doch gar nicht wer hier wirklich religiöses wissen hat und wer nicht und ob die menschen fähig sind dir passende ratschläge zu erteilen.

bei so einer schwerwiegenden entscheidung würde ich dir ehrlich gesagt raten dich in eine moschee zu begeben und dort mit einem hoca oder einem anderen geistlichen zu sprechen. und das vielleicht am besten auch noch mit deinem mann zusammen.

viel glück!

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7. März 2009 um 20:41

Ich verstehe Deine Empörung nicht ?
Natürlich weiß ich, dass mir hier keine islamischen Gelehrten antworten, aber vielleicht Menschen mit Lebenserfahrung. Außerdem habe ich aus vielen Antworten etwas für mich herausziehen können, und damit hat das Schreiben hier für mich seinen Zweck erfüllt.

Ich bin ein sog. Migrantenkind der 2. Generation. Meine Eltern haben mich mit viel Liebe, aber auch mit einer gewissen Konsequenz erzogen. D.h. meine Freiheiten waren nicht so immens, so dass ich nicht die Möglichkeit hatte, Selbständigkeit und teilweise auch Selbstbewusstsein zu entwickeln.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich zu behütet aufgewachsen bin und ziemlich blauäugig in die Ehe hineingeschlittert bin.

Als mein Mann um meine Hand anhielt, war ich ehrlich gesagt nicht so scharf aufs Heiraten, ich hatte ganz andere Pläne. Aber da er anständig war und auch das Heiraten Teil meiner Religion ist, habe ich mich darauf eingelassen.

Mein Mann lebte damals seit fast 4 Jahren als Student in Deutschland. Er suchte die Geborgenheit einer Familie, da er sich sehr einsam fühlte. Während er sich gleich in mich verliebte, war ich doch sehr reserviert. Will sagen: während er bei jedem Treffen mit mir ziemlich aufgeregt war, war ich hingegen zwar schüchtern, aber keineswegs aufgeregt. Oft sagte ich sogar Treffen ab. Ich bekam meine Zweifel, hatte aber keinen richtigen Ansprechpartner. Meine Mutter war hierfür zu unsensibel, obwohl sie die beste Mutter ist, die man sich vorstellen kann.

Wie gesagt, ich habe aus Pflichtgefühl und Mitleid geheiratet, aber nicht von ganzem Herzen.
Auch wenn ich jahrelang versucht habe, es in einen andere Richtung zu lenken, ist es mir nicht gelungen. Ich weiß nicht, ob es an meiner Verkopftheit liegt, oder ob wir einfach nicht zueinander passen. Eine richtige Antwort werde ich wohl nie bekommen, aber durch das Schreiben hier und das Lesen der Antworten kann ich vielleicht meine Selbstvorwürfe etwas in den Griff bekommen. Immerhin scheitert das ganze wohl an meinen unzureichenden Gefühlen.

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7. März 2009 um 20:51
In Antwort auf dodie_11966296

Du solltest...
auf keinen Fall nur die Schuld bei dir alleine sehen!

Das du ihm nicht die Gefühle entgegenbringen kannst, die er sich wünscht ist nunmal eine Tatsache, die sich nicht ändern lässt, keiner kann seine Gefühle abstellen....

Du schreibst, dass euere Streitereien sogar auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden, ich denke, da ist für dich der Punkt gekommen, an dem du dich für dein eigenes Leben entscheiden mußt, damit deine Kinder auch mit dir noch eine chance auf ein glückliches aufwachsen haben, hierbei kannst du nicht auf sein "verzeihen" warten.

Du schreibst, dass du zum Zeitpunkt der Eheschließung noch sehr jung gewesen bist und es allen recht machen wolltest, aber nun solltest du auch einmal an dich und die Kinder denken, die auf jedenfall unter eurer Ehe leiden...

Mir scheint dein Mann recht egoistisch zu sein, da er nur auf sein Problem bedacht ist und auch nur sich die Möglichkeit einräumt dir zu verzeihen...

Ich denke hier ist einzig und allein deine Entscheidung gefragt, willst du so weiter leben wie bisher- und es wird sicher nicht bessr werden- da er vielleicht irgendwann seine zweitfrau zu sich holen möchte - oder willst du dir ein neues glücklicheres Lebenaufbauen, in du deine eigenen Entscheidungen triffst und vielleicht doch irgendwann einemal die Chance hast auf eine wirkliche Liebe zu treffen, die dich dann glücklich macht.

Denn auch aus islamischer Sicht ist es wichtig in Liebe und Harmonie und gegenseitigem Respekt zu leben.

Danke lala !
Deine Worte tun mir gut.
Ich zweifle zwar sehr oft an mir, aber dann kommt wieder die Einsicht, dass ich nichts für meine Gefühle kann.

Als ich fetstellen musste, dass meine Kinder die Leidtragenden sind in unserer schwierigen Ehe, kamen mir die Trennungsgedanken erstmalig.
Wenn wir uns beide nicht gut tun, dann können wir auch nicht hundertprozentig für die Kinder da sein.

Inzwischen können wir wieder ruhig miteinander reden, wobei ich immer noch hin und wieder mit den Schuldzuweisungen seitens meines Mannes zurechtkommen muss.

Aber wir arbeiten daran im Guten auseinander zu gehen und hoffen, als Eltern weiterhin zu koopereieren. Ich hoffe nur, dass uns das alles gelingt.

Ich für meinen Teil, wünsche ihm das Beste und hoffe, dass er zufrieden wird.

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8. März 2009 um 0:57

Entschuldige, dass ich darauf nicht geantwortet habe.
Aber ich bitte in jedem Gebet um Allahs Beistand für mich und meinen Mann.
Ich bete und hoffe, dass Allah mich auf den rechten Weg "sirat el mustaqin" leitet und nicht auf den Irrweg.
Das Gebet um Eingebung, wie Du es erwähnst, würde ich gerne vollziehen, allerdings ist mir nicht ganz klar was ich hierbei zu beachten habe.

Auch würde ich gerne das von Dir empfohlene Gespräch mit einem Scheich führen, aber lieber auf anonymem Weg. Gibt es da eine Möglichkeit? Kennst Du Dich da aus und kannst mir entsprechende Adressen nennen?

Ich danke Dir zumindest für Deine Bemühungen mir zu helfen.

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8. März 2009 um 11:56

Dein mann
also ich habe hier mal weiter gelesen und es tut mir wirklich leid aber ich denke nicht dass dein mann selbst der beste moslem ist, natürlich kann ich das so nicht beurteilen aber ich sage es dir so wie mein gefühl es mir sagt aus deinen äußerungen heraus.

ich trage kurz zusammen:
- dein mann möchte eine zweitfrau
(ist dir klar, dass du dazu deine zustimmung geben musst und dass es ihm ansonsten nicht erlaubt ist?)
- dein mann macht dir vorwürfe (welcher rechtgläubige mann verletzt seine frau mit absicht, und deiner tut das ja anscheinend denn er weiß ja wie du dich fühlst und dass du dir die schuld gibst)
- was hat denn dein mann dazu beigetragen dass sich eure beziehung verbessert? es sind immer beide seiten dafür verantwortlich dass eine ehe funktioniert!
- seine lösung für eure probleme sind eine zweitfrau??? tut mir leid aber das alleine sagt doch schon viel darüber aus wie sehr er auf deine gefühle achtet
- es gibt auch für die mehrehe im islam strikte und strenge anweisungen und regeln. kann er diese erfüllen? hat er als moslem darüber nachgedacht dass er alle frauen gleich lieben muss? ist er dazu in der lage?? ich glaube nicht dass er das ist, denn er lässt dich ja quasi aus "enttäuschung" zurück und nimmt sich noch eine. wie soll er euch beide dann gleichviel lieben???


es tut mir leid aber deine selbstvorwürfe finde ich ungerechtfertigt und dein mann sollte sich sowohl als moslem als auch als vater und ehemann fragen was er falsch gemacht hat und was er besser machen könnte anstatt die erstbeste lösung zu nehmen (zweitfrau). und selbst das erachte ich nicht als lösung.

zu dir kann ich nur sagen: deine heiratsabsichten waren vollkommen falsch, so gut sie auch sein mögen. man heiratet nicht aus mitleid. und nicht weil man jemandem etwas recht machen will. auch im islam ist die liebe ein besonderes geschenk. und in einer ehe sollte harmonie und liebe herrschen und nicht krampfhaftes versuchen am anderen gefallen zu finden!

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8. März 2009 um 12:51

Sorry aber das hier ist völlig der falsche Ort sich Hilfe zu suchen.
Es gibt das Profesionelle Hilfe.

In der heutigen zweit ist es nicht angebracht, das Du(die Frau) noch eine Frau vor der Nase gesetzt bekommt. Das wird Dir jeder Hoca oder auch jeder der etwas Wissen über den Islam hat sagen.

WEnn Du Dich scheiden lassen willst, dann kannst Du es auch machen. Das ist doch in keinsterweise Verboten. Vorallem wenn er Dir noch jemanden vor die Nase setzten will.

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8. März 2009 um 19:26
In Antwort auf cayley_12548164

Dein mann
also ich habe hier mal weiter gelesen und es tut mir wirklich leid aber ich denke nicht dass dein mann selbst der beste moslem ist, natürlich kann ich das so nicht beurteilen aber ich sage es dir so wie mein gefühl es mir sagt aus deinen äußerungen heraus.

ich trage kurz zusammen:
- dein mann möchte eine zweitfrau
(ist dir klar, dass du dazu deine zustimmung geben musst und dass es ihm ansonsten nicht erlaubt ist?)
- dein mann macht dir vorwürfe (welcher rechtgläubige mann verletzt seine frau mit absicht, und deiner tut das ja anscheinend denn er weiß ja wie du dich fühlst und dass du dir die schuld gibst)
- was hat denn dein mann dazu beigetragen dass sich eure beziehung verbessert? es sind immer beide seiten dafür verantwortlich dass eine ehe funktioniert!
- seine lösung für eure probleme sind eine zweitfrau??? tut mir leid aber das alleine sagt doch schon viel darüber aus wie sehr er auf deine gefühle achtet
- es gibt auch für die mehrehe im islam strikte und strenge anweisungen und regeln. kann er diese erfüllen? hat er als moslem darüber nachgedacht dass er alle frauen gleich lieben muss? ist er dazu in der lage?? ich glaube nicht dass er das ist, denn er lässt dich ja quasi aus "enttäuschung" zurück und nimmt sich noch eine. wie soll er euch beide dann gleichviel lieben???


es tut mir leid aber deine selbstvorwürfe finde ich ungerechtfertigt und dein mann sollte sich sowohl als moslem als auch als vater und ehemann fragen was er falsch gemacht hat und was er besser machen könnte anstatt die erstbeste lösung zu nehmen (zweitfrau). und selbst das erachte ich nicht als lösung.

zu dir kann ich nur sagen: deine heiratsabsichten waren vollkommen falsch, so gut sie auch sein mögen. man heiratet nicht aus mitleid. und nicht weil man jemandem etwas recht machen will. auch im islam ist die liebe ein besonderes geschenk. und in einer ehe sollte harmonie und liebe herrschen und nicht krampfhaftes versuchen am anderen gefallen zu finden!

Du hast Recht!
Ich habe aus vollkommen falschen Motiven geheiratet.
Ich wollte niemanden vor den Kopf stoßen und nicht den Mut laut zu schreien.

Jetzt kann ich es aber nicht ändern, es ist nun mal so, und ich nehme dennoch auch positives aus der Ehe. Ich wollte meinen Mann nie verletzten, habe es aber dennoch durch meine abweisende Art getan. Und er hat es einfach zu lange geduldet, und dabei allzu oft unsere zwischenmenschliche Beziehung verletzt.

Das mit der anderer Frau hast Du falsch verstanden. Also im Zuge unserer ewigen Streitereien hat mein Mann sich entschieden, für einen Woche zu seinen Eltern zu fahren, die nicht in Deutschland leben. Wir hatten zuvor über Trennung gesprochen, da unser Zusammenleben sehr schwierig geworden war und Wutausbrüche sowie seine Ungeduld mit den Kindern unerträgliche Ausmaße angenommen hatte. Mein Mann ist emotional eher labil, und nicht jemand, der alleine leben kann. Da ich Angst um ihn hatte und mich verantwortlich für seinen seelischen Zustand fühlte, machte ich ihm den Vorschlag zu seinen Eltern zu fahren. Er hatte immer davon gesprochen, aus Deutschland auszuwandern, und so sah ich hierin einen Chance für ihn.

Dort lernte er dann diese Frau kennen und eröffnete mir diese Hiobsbotschaft bei seiner Rückreise. Ich war zunächst schockiert und konnte es nicht glauben. Ich machte ihm gleich klar, dass ich eine Zweitfrau nicht akzeptieren würde und in dem Falle die Scheidung wolle, obwohl er nicht vorhat, diese Frau nach Deutschland zu holen.

Inzwischen ist es so, dass er seine Zukunft nicht mehr hier in Deutschland sieht. Ich kann ihn irgendwo verstehen, und muss einsehen, dass unsere Ehe nicht gut gelaufen ist. Mir tut es dennoch leid für die gemeinsamen Jahre und für die Kinder. Sie lieben ihren Papa sehr, obwohl er während der Krise doch sehr oft ungeduldig mit ihnen war. Und auch jetzt passiert es noch, dass er ausrastet, aber es wird besser.

Er möchte nun noch eine Weile bei uns wohnen und bei seiner nächsten Reise diese Frau zunächst auf muslimische Weise heiraten. Parallel wollen wir die Scheidung einreichen.
Ich hoffe nur, dass ich dannn nicht in ein tiefes Loch falle. Mein Mann ist zwar nicht der einfachste Mensch, aber ich konnte mich immer vollkommen auf ihn verlassen. Das ganze scheitert an meinen Gefühlen, die leider nie so für ihn getickt haben, wie sie es hätten tun sollen. Und das ist der Fakt, über den ich mir Sorgen mache. Sollte es so sein, oder habe ich mich da blockiert?
Mache ich da gerade einen riesigen Fehler, oder ist es mein Schicksal?
Fragen über Fragen, die mich immer mehr an mir zweifeln lassen.

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8. März 2009 um 23:01

Ihr nimmt einige Sachen total auf die leichte Schulter
Wie bereits erwähnt gibt es Menschen die in diesen Gebite Professionell sind. Die auch richtig beraten.

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9. April 2015 um 13:16

Eheprobleme
Hallo, bin neu hier und weiss ehrlich gesagt nicht, wie ich meinen Beitrag hier rein kriege, außer auf diese Weise. Sorry....

Ich bin seit knapp 6 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben drei kleine Kinder im Alter von 4,5 / 2,5 und einem Jahr.
Da ich Hilfe brauche und den Islam sehr ernst nehme, weiß ich nicht wohin mit meinen sorgen.
Ich gehe meinen Pflichten nach, bete IMMER alle gebetszeiten,, kümmere mich um die drei Kinder, den Haushalt, pappierkram, Einkäufe und etlicher anderer Sorgen. Im Grunde genommen, bin ich Alleinerziehende nur das mein Mann physisch da ist. Auch meine ehelichen Pflichten, versuche ich meinem Mann gegenüber steht's zu meistern, auch wenn dies nicht immer klappt, aber der Wille zählt.

Leider leidet mein Mann unter Depressionen ( scheint so) daher muss ich alles alleine machen,ob ich nun kann ödet nicht.
Ich weiß nicht mehr weiter, ich kann nicht mehr, habe Angst,dass ich meinen Kindern gegenüber nicht mehr eine gute Mutter bin, da ich einfach keine Kraft mehr habe. Leider geht mein Mann seinen islamischen Pflichten seit längerem nicht mehr nach und ist auch dementsprechend nicht gerade ein guter Ehemann oder Vater. Gestern war er msl wieder, wie so offt in einer spielhalle und hat dort mal eben 300 verloren ( auch dies ist etwas was sehr gegen den islam geht) . Es geht ja nicht um das Geld an sich, obwohl wir auf jeden Center angewiesen sind, da er auch arbeitslos ist.
Er weiß wie sehr ich mir eine islamische Ehe, eine islamische Erziehung für unsere Kinder wünsche und tut alles dagegen. Vor kurzem fing er wieder an zu beten und ich war sehr stolz und dachte,jetzt geht es wieder berg auf....und dann so was.

Was soll ich tun,ich weiß nicht mehr, wie meine Ehe weiter gehen soll.
Er hat keinerlei gute Seiten mehr und auch nichts mit dem Islam zu tun. Ich habe das Gefühl , dass er mein Kind ist auf den ich steht's aufpassen muss und nicht das er mein Mann ist, der eigentlich für seine Frau und Kinder sorgen sollte.

Bitte bitte, helft mir.....

Selam aleykum

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10. April 2015 um 1:03
In Antwort auf braidy_12692863

Eheprobleme
Hallo, bin neu hier und weiss ehrlich gesagt nicht, wie ich meinen Beitrag hier rein kriege, außer auf diese Weise. Sorry....

Ich bin seit knapp 6 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben drei kleine Kinder im Alter von 4,5 / 2,5 und einem Jahr.
Da ich Hilfe brauche und den Islam sehr ernst nehme, weiß ich nicht wohin mit meinen sorgen.
Ich gehe meinen Pflichten nach, bete IMMER alle gebetszeiten,, kümmere mich um die drei Kinder, den Haushalt, pappierkram, Einkäufe und etlicher anderer Sorgen. Im Grunde genommen, bin ich Alleinerziehende nur das mein Mann physisch da ist. Auch meine ehelichen Pflichten, versuche ich meinem Mann gegenüber steht's zu meistern, auch wenn dies nicht immer klappt, aber der Wille zählt.

Leider leidet mein Mann unter Depressionen ( scheint so) daher muss ich alles alleine machen,ob ich nun kann ödet nicht.
Ich weiß nicht mehr weiter, ich kann nicht mehr, habe Angst,dass ich meinen Kindern gegenüber nicht mehr eine gute Mutter bin, da ich einfach keine Kraft mehr habe. Leider geht mein Mann seinen islamischen Pflichten seit längerem nicht mehr nach und ist auch dementsprechend nicht gerade ein guter Ehemann oder Vater. Gestern war er msl wieder, wie so offt in einer spielhalle und hat dort mal eben 300 verloren ( auch dies ist etwas was sehr gegen den islam geht) . Es geht ja nicht um das Geld an sich, obwohl wir auf jeden Center angewiesen sind, da er auch arbeitslos ist.
Er weiß wie sehr ich mir eine islamische Ehe, eine islamische Erziehung für unsere Kinder wünsche und tut alles dagegen. Vor kurzem fing er wieder an zu beten und ich war sehr stolz und dachte,jetzt geht es wieder berg auf....und dann so was.

Was soll ich tun,ich weiß nicht mehr, wie meine Ehe weiter gehen soll.
Er hat keinerlei gute Seiten mehr und auch nichts mit dem Islam zu tun. Ich habe das Gefühl , dass er mein Kind ist auf den ich steht's aufpassen muss und nicht das er mein Mann ist, der eigentlich für seine Frau und Kinder sorgen sollte.

Bitte bitte, helft mir.....

Selam aleykum

Er ist spielsüchtig
spielsucht ist oft stärker als der glaube, die liebe oder die verantwortung für seine familie. wenn er nicht bereit ist sich hilfe zu suchen zb bei einer suchtberatung, wird er kaum davon loskommen. wer so schon 300 an einem tag verspielt, scheut nicht den goldschmuck seiner frau zu versetzen , die sparbücher zu plündern oder die letzten euros aus deiner tasche zu klauen.
wenn du mich fragst , solltest du gehen... den meisten spielern ist nicht zu helfen...er wird dich weiter in finanzielle not reinziehen. wenn du bei ihm bleiben willst, pass auf das geld auf, bring es in sicherheit, das du zumindest genug für die kinder und miete hast.

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10. April 2015 um 11:57
In Antwort auf braidy_12692863

Eheprobleme
Hallo, bin neu hier und weiss ehrlich gesagt nicht, wie ich meinen Beitrag hier rein kriege, außer auf diese Weise. Sorry....

Ich bin seit knapp 6 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben drei kleine Kinder im Alter von 4,5 / 2,5 und einem Jahr.
Da ich Hilfe brauche und den Islam sehr ernst nehme, weiß ich nicht wohin mit meinen sorgen.
Ich gehe meinen Pflichten nach, bete IMMER alle gebetszeiten,, kümmere mich um die drei Kinder, den Haushalt, pappierkram, Einkäufe und etlicher anderer Sorgen. Im Grunde genommen, bin ich Alleinerziehende nur das mein Mann physisch da ist. Auch meine ehelichen Pflichten, versuche ich meinem Mann gegenüber steht's zu meistern, auch wenn dies nicht immer klappt, aber der Wille zählt.

Leider leidet mein Mann unter Depressionen ( scheint so) daher muss ich alles alleine machen,ob ich nun kann ödet nicht.
Ich weiß nicht mehr weiter, ich kann nicht mehr, habe Angst,dass ich meinen Kindern gegenüber nicht mehr eine gute Mutter bin, da ich einfach keine Kraft mehr habe. Leider geht mein Mann seinen islamischen Pflichten seit längerem nicht mehr nach und ist auch dementsprechend nicht gerade ein guter Ehemann oder Vater. Gestern war er msl wieder, wie so offt in einer spielhalle und hat dort mal eben 300 verloren ( auch dies ist etwas was sehr gegen den islam geht) . Es geht ja nicht um das Geld an sich, obwohl wir auf jeden Center angewiesen sind, da er auch arbeitslos ist.
Er weiß wie sehr ich mir eine islamische Ehe, eine islamische Erziehung für unsere Kinder wünsche und tut alles dagegen. Vor kurzem fing er wieder an zu beten und ich war sehr stolz und dachte,jetzt geht es wieder berg auf....und dann so was.

Was soll ich tun,ich weiß nicht mehr, wie meine Ehe weiter gehen soll.
Er hat keinerlei gute Seiten mehr und auch nichts mit dem Islam zu tun. Ich habe das Gefühl , dass er mein Kind ist auf den ich steht's aufpassen muss und nicht das er mein Mann ist, der eigentlich für seine Frau und Kinder sorgen sollte.

Bitte bitte, helft mir.....

Selam aleykum

Hallo minihana.......ich denke, du brauchst dringend


.........................Hilfe . Du bist mit den Aufgaben, die an dir hängen, total überlastet.

Natürlich muss sich dein Mann daran beteiligen!

Er ist aber, wie du schreibst, spielsüchtig, also krank.
Er weiß genauso wie du, dass das haram ist.

Hilfe muss her. Rede offen mit ihm, ob er zu seiner Sucht stehen kann und eine Therapie in Angriff nehmen will. Sprecht zuerst mit eurem Hausarzt, er wird euch geeignete Adressen nennen.

Hast du eure Familien eingebunden? Das würde ich tun.

Des weiteren könntest du dich an eine binationale Beratungsstelle wenden bei der Caritas o.ä.

Je nach Wohnort erst mal per i-net, dann möglichst persönlich. Notfalls machst du das alleine, wenn er dazu nicht bereit ist.

Und sprich doch mal mit dem Imam / Hoca eurer nächstgelegenen Moschee. Er ist dir zur Hilfe verpflichtet.

Lass dir nicht alles gefallen. Er ist verpflichtet, seine Familie zu ernähren!

Alles Gute!

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10. April 2015 um 12:09

Vielleicht...
... würde es helfen, wenn Du mal den gesunden Menschenverstand zulassen würdest!

Der hat sich nämlich schon gemeldet, als Du noch nicht verheiratet warst - als Du festgestellt hast, dass Du den Typen nett fandest, aber nicht mehr! Der hat sich gemeldet, als Du Deiner Mutter Deine Bedenken geäußert hast. Der hat sich auch in der Ehe gemeldet, als Du schon früh gemerkt hast, dass Du nichts weiter als Freundschaft für diesen Mann empfindest. ABER jedesmal hast Du den gesunden Menschenverstand überhört. Du hast den Mann TROTZ Deiner Bedenken geheiratet, Du hast TROTZ Deiner Bedenken Kinder mit ihm bekommen. Und TROTZ Deiner Bedenken überlegst Du offenbar noch, ob es nicht doch besser wäre, seine Zweitfrau zu bleiben??

Es wird wirklich Zeit, dass Du mal tust, was der gesunde Menschenverstand will! Lass Dich scheiden, trenn Dich im Guten, sodass für die Kinder noch ein guter Kontakt zum Vater möglich ist. Und dann fang endlich an zu LEBEN, so wie Du es möchtest! Und nicht wie sich die anderen das vorstellen. Du siehst, was dabei herausgekommen ist, wenn Du das Leben so lebst, wie sich die anderen es für Dich vorgestellt haben.

Schau einfach mal, was DU Dir noch vom Leben wünschst. Lass Dich nicht auf einen Mann ein, von dem Du nicht hin und weg bist und der Dich insgesamt nicht überzeugt! Dein Bauchgefühl - wenn Du GENAU darauf hörst - wird Dir sagen, was gut ist für Dich und was nicht. Nicht, was in einem Buch geschrieben steht! Der Koran ist in einer Zeit entstanden, als es Eheschließungen pragmatisch angegangen wurden und Frauen noch "Versorger" brauchten. Das ist heutzutage nicht der Fall. Frauen können für sich selbst sorgen und für die Ehe ist es notwendig, Liebe und Respekt und natürlich auch körperliche Anziehung füreinander zu empfinden. Das ist eine Basis, auf der man aufbauen kann. Wenn Du nichts als freundschaftliche Akzeptanz für Deinen Partner empfindest, ist das keine Basis. Das wirst Du ja wohl mittlerweile hoffentlich gemerkt haben. Und ich hoffe, Du lässt Dich auch nicht auf den Deal als "Zweitfrau" ein - Du solltest Dir mehr wert sein, als bei irgendwem die zweite Geige zu spielen, sorry!

Wie gesagt, hör auf Dein Bauchgefühl und fang an, ein neues Leben zu leben, mit DIR im Einklang, nicht mit dem, was andere wollen! Arbeite ein bisschen an Deinem Selbstbewusstsein und hinterfrage nicht mehr Dein Gefühl! Dein Empfinden ist wichtiger als das, was andere für Dich wollen. Diejenigen meinen es vielleicht wirklich gut, aber jeder ist für sich selbst verantwortlich und jeder weiß am besten, was für ihn richtig und gut ist.

Hättest Du damals gleich auf Deine innere Stimme gehört, wärst Du jetzt nicht an diesem Punkt. Du hättest diese Eheschließung abgelehnt und wärst im Nachhinein sehr erleichtert gewesen, dass Du den Typen nicht geheiratet hättest. Du wärst frei gewesen, jemanden zu treffen, mit dem es besser passt. Jetzt hast Du eben diesen Umweg gemacht und lernst hoffentlich daraus: Du kannst Deiner Wahrnehmung und Deinen Empfindungen durchaus vertrauen, Du musst nur auch darauf hören!

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10. April 2015 um 12:33

Uralter Thread
Gerade erst gesehen.

Mittlerweile wird die TE hoffentlich geschieden sein und ein neues Leben angefangen haben. Wäre ihr zu wünschen.

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3. Januar um 0:58
In Antwort auf tyche26

Uralter Thread
Gerade erst gesehen.

Mittlerweile wird die TE hoffentlich geschieden sein und ein neues Leben angefangen haben. Wäre ihr zu wünschen.

Auf der anderen Seite ist es eine muslimische Ehe, also wusste man was passieren kann und dass man sich eigentlich nie scheiden lassen sollte 

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3. Januar um 4:35
In Antwort auf bailer12345

Auf der anderen Seite ist es eine muslimische Ehe, also wusste man was passieren kann und dass man sich eigentlich nie scheiden lassen sollte 

Man "sollte" sich auch nicht in einer christlichen Ehe scheiden lassen. Das Problem ist nur wir haben 2020 und Menschen sind keine klein und dumm gehaltene Bauern mehr, die nun Gott sei Dank ihre eigenen Entscheidungen treffen dürfen und das ist gut so! 

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