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Multikulturelle Beziehungen

13. Mai 2009 um 15:52

Warum scheitern so viele binationale Ehen im Alltag? Was macht den ausländischen Partnern das Leben in Deutschland so schwer?

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13. Mai 2009 um 16:19

Warum scheitern so viele
deutsch-deutsche Ehen im Alltag?
Was macht deutschen Partnern das Leben mit deutschen Partnern in Deutschland so schwer?

Und hast Du eine genaue Zahl jeweils deutsch-ausländisch
deutsch-deutsch? "Viele" ist schwammig.

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13. Mai 2009 um 22:51

Meiner Meinung nach..
scheitern sie nur, wenn sich das paar vorher nicht gut genug gekannt hat, also auch nach der zeit wo rosa rot vorbei ist.
Wartet man diese zeit ab, danch paßt alles - hält auch die Ehe.

Ich spreche aus eigener Erfahrung, bin geb. Russin und seit 3 Jahren verheiratet mit deutschem Mann. Aber vorher wir waren 6 Jahre zusammen..

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13. Mai 2009 um 23:31

...
also, ich habe keine statistik zur hand, ob das tatsächlich so ist, aber gründe gibt es, wie bei deutsch/deutschen paaren sicher ebensoviele.

die gravierendsten könnte ich mir vorstellen sind folgende:

unterschiedliche einstellungen bezüglich der religionen bzw, das nichteingehen von kompromissen

zu große kulturelle unterschiede, z.b. was gleichberechtigung angeht.

ich denke, wenn man einen ausländer heiratet, sollte man sich einiger dinge bewußt sein, möglichst vorher. das was durchaus problematisch sein kann, wenn sich beide partner im laufe ihres zusammenlebens in unterschiedliche richtungen entwickeln. das geschieht aber bei nationalen beziehungen sicher ebenso oft.

ich bin ja nun mit einem griechen verheiratet und habe keinerlei derartigen probleme, weder religöser noch anderer kultureller art. fakt für mich ist aber, das ich ein sehr freiheitsliebender und denkender mensch bin und daher probleme hätte, wenn man mich nur aus machohaften gründen oder um mich in das paradies bringen zu wollen, darin beschneiden würde.

das wäre für mich nicht akzeptabel und würde demzufolge an meinen wünschen vorbeigehen!

lg

thalia

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13. Mai 2009 um 23:36
In Antwort auf lowri_12877516

Meiner Meinung nach..
scheitern sie nur, wenn sich das paar vorher nicht gut genug gekannt hat, also auch nach der zeit wo rosa rot vorbei ist.
Wartet man diese zeit ab, danch paßt alles - hält auch die Ehe.

Ich spreche aus eigener Erfahrung, bin geb. Russin und seit 3 Jahren verheiratet mit deutschem Mann. Aber vorher wir waren 6 Jahre zusammen..

....
"scheitern sie nur, wenn sich das paar vorher nicht gut genug gekannt hat, also auch nach der zeit wo rosa rot vorbei ist."

ich kann das jetzt aus eigener persönlicher erfahrung nicht bestätigen, kenne aber genug menschen, die 20 jahre verheiratet waren und sich passend zur silberhochzeit getrennt haben. ich glaube nicht, dass das ein grund ist.

meine freundin hat nach 6 monaten geheiratet und ist jetzt 12 jahre verheiratet.

ich war vorher 6 jahre mit meinem freund zusammen und bin nun ebenfalls 12 jahre verheiratet. ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das jemals ändert. aber man weiß nie, was das leben bringt und wie sehr sich menschen manchmal ändern können!

lg

thalia

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13. Mai 2009 um 23:51

Ich kann mir vorstellen,
dass mischehen mit einem orientalen auf die probe gestellt werden, wenn er keine arbeit findet, neu im land ist oder weniger verdient als sie - mal pauschal gesagt.
denn ein orientale sieht es als seine pflicht, das geld ranzuschaffen und sie zu ernähren. er ist dahingehend erzogen, der starke zu sein und der repräsentant.
wer zuhause die sprichwörtlichen hosen anhat, mag ja auf einem anderen blatt stehen, aber wenn das umfeld auch noch mitbekommt, dass er abhängig von ihr ist (finanziell und weil sie sich in ihrer heimat naturgemäß besser auskennt), dann nagt das an seinem selbstbewusstsein. er wird unpässlich und launisch, fokusiert seinen frust auf die beziehung und fängt an, blindwütige forderungen zu stellen. sie steuert natürlich mit aller kraft dagegen: da sie eh schon für alles alleine aufkommen muss, alles selber regelt und sich noch dazu von ihm ärgern lassen muss, empfindet sie ihn mehr und mehr als klotz am bein. und irgendwann eskaliert das ganze.
pauschalisiert.
will sagen: es MUSS ja nicht so kommen, es ist lediglich einer von vielen möglichen gründen, an denen eine mischbeziehung zerbrechen kann.

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14. Mai 2009 um 14:15
In Antwort auf agafya_11866265

Ich kann mir vorstellen,
dass mischehen mit einem orientalen auf die probe gestellt werden, wenn er keine arbeit findet, neu im land ist oder weniger verdient als sie - mal pauschal gesagt.
denn ein orientale sieht es als seine pflicht, das geld ranzuschaffen und sie zu ernähren. er ist dahingehend erzogen, der starke zu sein und der repräsentant.
wer zuhause die sprichwörtlichen hosen anhat, mag ja auf einem anderen blatt stehen, aber wenn das umfeld auch noch mitbekommt, dass er abhängig von ihr ist (finanziell und weil sie sich in ihrer heimat naturgemäß besser auskennt), dann nagt das an seinem selbstbewusstsein. er wird unpässlich und launisch, fokusiert seinen frust auf die beziehung und fängt an, blindwütige forderungen zu stellen. sie steuert natürlich mit aller kraft dagegen: da sie eh schon für alles alleine aufkommen muss, alles selber regelt und sich noch dazu von ihm ärgern lassen muss, empfindet sie ihn mehr und mehr als klotz am bein. und irgendwann eskaliert das ganze.
pauschalisiert.
will sagen: es MUSS ja nicht so kommen, es ist lediglich einer von vielen möglichen gründen, an denen eine mischbeziehung zerbrechen kann.

Eine ständige Gratwanderung
Hallo, Lemonice,

Dein Beitrag gefällt mir!

Wir kannten uns vorher schon 7 Jahre und es ist trotzdem den Bach runtergegangen:
er fand zunächst keine Arbeit. Dann gab es ständig Probleme an der Arbeit.
Ich hatte auch das Gefühl, ich stand stellvertretend für alles, was schieflief.

Es kam zu tausend Mißverständnissen: wenn ich versuchte, ihn zu unterstützen, fühlte er sich kontrolliert oder unter Druck gesetzt.
Oder wir haben beide gearbeitet, aber er brauchte viel, viel Ruhe.... Ok, das ist am Anfang so, aber....
War er zuhause, habe ich trotzdem meinen Teil weiter gemacht.....
Als er endlich Geld verdiente, mußte er sofort einen Teil an seine Familie schicken.....

Nein, ich schiebe ihm nicht alle Schuld zu. Es macht mich so wahnsinnig traurig....

Das sind Dinge, die passieren in anderen Beziehungen auch, aber hier hat sich das doch sehr zugespitzt.

Dazu die Erwartungen seiner Familie, die kein bißchen der Probleme in Deutschland nachvollziehen konnten. Am Ende bist Du als Frau noch dran schuld, weil Du ihn nicht genug unterstützt.

Für eine gute, aber schwierige Beziehung hilft nur reden, reden, reden. Und wenn Du dafür keine Zeit mehr findest oder immer zu müde bist...

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22. Oktober 2009 um 13:46

Mißverständnisse
Hallo Mazedonia,
ich komme aus Lateinamerika und lebe seit Zwanzig Jahre in Europa.
Auch in Lateinamerika lastet der Unterhalt der Familie auf die Schulter der Männer. Es wird aber gerne gesehen wenn die Partnerin auch arbeiten geht (Ich komme aus der Großstadt) und ihre finanzielle Unabhängigkeit erreicht.
Hier habe ich sehr große Probleme mit meinen Freund (Deutscher), das kommt weil er mir wenig ehrgeizig vorkommt, hat ein paar Jobs und verdient nicht viel. Das ich das meiste bezahle ist für ihm selbstverständlich. Da merke ich wie sehr ich von meine Heimat geprägt bin, ich erwarte das er mehr verdient als ich und er mich einlädt und großzügig ist; und wenn es umgekehrt gehen soll, bin ich einfach nur entäuscht und ganz tief in mir denke: er hat einfach kein Rückrat um die Situation zu ändern, will er gar nicht und läßt sich gut aushalten.
Das ist einfach nur ein Beispiel, es gibt natürlich noch mehr Konfliktpunkte, über die Schwierigkeiten in eine Multikulturelle Beziehung.

Viele Grüße
Princesadonaji

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