Forum / Liebe & Beziehung

Mulima mit Hindu eine ehe

3. Februar um 11:30 Letzte Antwort: 3. Februar um 20:30

Hallo,

ich hätte eine sehr wichtige frage, die ich auch nach längerer recherche nicht richtig beantwortet bekommen habe. 
Ich bin eine Muslimische Frau und hab einen Hindu als Freund und würde ihn gerne irgendwann heiraten. Mir ist bewusst, dass das im Islam nicht gestattet ist und ich würde für ihn auch auf eine Islamisch Hochzeit verzichten. 

Doch meine frage ist ob man dan sozusagen aus dem glauben deswegen verstoßen wird laut dem Kuran oder allgemin nach ansicht der Religion?
Und was hat das für ein unterschied zu leuten die andere Sachen machen die im Islam verboten sind wie sex vor der ehe oder anderes.?

Ich liebe den Islam und versuch sie auch so gut es geht nachzugehen, in dem ich mindesten 1 mal am Tag bete nicht rauch, trinke usw...
und mir bereitet es große angst das ich wen ich ihn hairaten ich dann "keine Muslimin" mehr bin aber ihn nicht zu hairaten kommt für mich auch nicht in Frage. Er ist auch kein Mensch der mich drann hindern würde meine religion auszuüben nur Konvertieren würde er nicht, was ich auch nicht von ihm verlangen werde.

wäre wirklich nett wen sich da jemand auskennt, dankeschön

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3. Februar um 16:11

Nun, dafür gibt es doch eigens muslimische Foren, die solche Fragen am besten beantworten können, oder?

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3. Februar um 18:59
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Hallo,

ich hätte eine sehr wichtige frage, die ich auch nach längerer recherche nicht richtig beantwortet bekommen habe. 
Ich bin eine Muslimische Frau und hab einen Hindu als Freund und würde ihn gerne irgendwann heiraten. Mir ist bewusst, dass das im Islam nicht gestattet ist und ich würde für ihn auch auf eine Islamisch Hochzeit verzichten. 

Doch meine frage ist ob man dan sozusagen aus dem glauben deswegen verstoßen wird laut dem Kuran oder allgemin nach ansicht der Religion?
Und was hat das für ein unterschied zu leuten die andere Sachen machen die im Islam verboten sind wie sex vor der ehe oder anderes.?

Ich liebe den Islam und versuch sie auch so gut es geht nachzugehen, in dem ich mindesten 1 mal am Tag bete nicht rauch, trinke usw...
und mir bereitet es große angst das ich wen ich ihn hairaten ich dann "keine Muslimin" mehr bin aber ihn nicht zu hairaten kommt für mich auch nicht in Frage. Er ist auch kein Mensch der mich drann hindern würde meine religion auszuüben nur Konvertieren würde er nicht, was ich auch nicht von ihm verlangen werde.

wäre wirklich nett wen sich da jemand auskennt, dankeschön

Also ich bin keine Muslima, kenne mich aber ein bisschen aus.

Wer definiert denn, wer ein Muslim ist? Zunächst mal heisst "Muslim" ja, der sich (Gott) Unterwerfende. Also wenn du an Allah als den einzigen Gott glaubst und versuchts, seine Gebote zu befolgen, bist du Muslima. Wer zum Islam konvertieren will, muss ja auch "nur" dreimal das Glaubensbekenntnis "Es gibt keinen Gott ausser Gott und Muhammad ist sein Prophet" sagen. 

Nun weisst du sicher, dass man jede Schrift, also auch den Koran und die Hadithe, unterschiedlich auslegen kann. Einige nehmen alles wörtlich. Andere sind der Meinung, man müsse die Schrift, also selbst den Koran, im Kontext seiner Zeit interpretieren, also die Auslegung auch unserer Zeit anpassen.

Für viele Konservative ist es ein NoGo, dass eine Muslima einen Nichmuslim heiratet. Umgekehrt geht das aber. Warum auch immer... Aber wieso sollten diese Konservativen sagen, was geht? Ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht, ob im Koran selbst etwas dazu steht. Das müsstest du nachschlagen. Aber eben, den Koran kann man wörtlich auslegen oder seinen heutigen Sinn suchen.

Für fanatische Sunniten sind zum Beispiel Schiiten keine Muslime, weil sie nicht alle Kalifen anerkennen und auch sonst in einigen Punkten von von der sunnitischen Lehre abweichen. Sie glauben aber an Allah und Mohammed und den Koran, mit welchem Recht wird also behauptet, sie seien keine Muslime?

Für ganz schlimme Fanatiker ist jeder kein Muslim, der seinen Glauben nicht genauso praktiziert wie sie. 

Wenn du dich also als Muslima fühlst, dann bleibst du Muslima, egal wen du heiratest. Natürlich wird es Leute geben, die dir etwas anderes einreden wollen, aber darauf musst du nicht hören. Im Islam gibt es ja auch keine oberste Instanz wie zum Beispiel in der katholischen Kirche, wo der Papst jemanden exkommunizieren kann. Zwar gibt es muslimische Gelehrte, die sich anmassen, jemanden zum Ungläubigen zu erklären. Aber meines Wissens wird kein Gelehrter von allen Muslimen als unantastbare Autorität akzeptiert.

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3. Februar um 20:30
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Hallo,

ich hätte eine sehr wichtige frage, die ich auch nach längerer recherche nicht richtig beantwortet bekommen habe. 
Ich bin eine Muslimische Frau und hab einen Hindu als Freund und würde ihn gerne irgendwann heiraten. Mir ist bewusst, dass das im Islam nicht gestattet ist und ich würde für ihn auch auf eine Islamisch Hochzeit verzichten. 

Doch meine frage ist ob man dan sozusagen aus dem glauben deswegen verstoßen wird laut dem Kuran oder allgemin nach ansicht der Religion?
Und was hat das für ein unterschied zu leuten die andere Sachen machen die im Islam verboten sind wie sex vor der ehe oder anderes.?

Ich liebe den Islam und versuch sie auch so gut es geht nachzugehen, in dem ich mindesten 1 mal am Tag bete nicht rauch, trinke usw...
und mir bereitet es große angst das ich wen ich ihn hairaten ich dann "keine Muslimin" mehr bin aber ihn nicht zu hairaten kommt für mich auch nicht in Frage. Er ist auch kein Mensch der mich drann hindern würde meine religion auszuüben nur Konvertieren würde er nicht, was ich auch nicht von ihm verlangen werde.

wäre wirklich nett wen sich da jemand auskennt, dankeschön

Ich bin keine Muslima, war aber aus beruflichen Gründen länger in Ländern, in denen der Islam eine relativ stark vertretene Glaubensgruppe ist, wenn auch nicht die der Mehrheit. Eines dieser Länder war Indien. Das Thema interreligiöse Ehen in Zusammenhang mit Islam und Hinduismus ist mir also nicht ganz unbekannt.

Was der Islam -meinem Wissen nach- traditionell betrachtet zu interreligiösen Eheschließungen sagt, schreibe ich dir gern. Das schließt aber keineswegs aus, dass es heutzutage, beispielsweise in progressiven religiösen Glaubensgemeinschaften anders gehandhabt wird.

Mir wurde es so erklärt: Ein Moslem darf eine Muslima, aber auch eine gläubige Jüdin oder Christin heiraten, also eine Anhängerin einer der Buchreligionen. Wichtig ist, dass die Frau an ihren Gott glaubt und, soweit ich weiß, dass die Kinder nach den Grundsätzen des Islam erzogen werden. Das hat wohl einerseits damit zu tun, dass Juden, Christen und Moslems trotz zahlreicher Unterschiede gemeinsame religiöse Wurzeln haben, während der Hinduismus hingegen eine völlig andere Entstehungsgeschichte hat, nicht monotheistisch ist und seine vielfältigen Lehren auf ganz andere Quellen zurückgehen. Andererseits klammert man die Frau in dieser Gleichung einfach aus. Sie glaubt an ihren Gott, gehört immerhin einer Religion an, die nicht in diametralem Gegensatz zum Islam steht, und die Kinder werden ja wieder nach islamischer Tradition großgezogen. Somit ist nichts verloren. Der Mann setzt seine Abstammungslinie durch und fort und die Frau passt sich an. Da man eben davon ausgeht, dass sich der Mann durchsetzt, würde man eine Muslima im Umkehrschluss an einen Ehemann, der kein Moslem ist, verlieren, und auch die Kinder würden nicht nach den Regeln des Islam großgezogen. Deshalb will man im Islam traditionellerweise nicht, dass eine Muslima einen Mann, der einer anderen Religion angehört, heiratet.

Wenn man die Sachlage also rein traditionell betrachtet, dann dürftest du nur einen Moslem heiraten. Und selbst ein Moslem dürfte nur eine Jüdin oder Christin heiraten, keine Hindu.

Heutzutage aber sind viele Werte einem Wandel unterworfen. Es gibt durchaus Muslimas, die mit Männern anderer Glaubensrichtungen verheiratet sind, es gibt Ehen zwischen Hindus und Moslems sowie zwischen Muslimas und Hindus, weil die progressiveren Menschen im Islam natürlich auch begreifen, dass die Zeiten sich geändert haben. Gerade in Indien gibt es sehr viele Ehen zwischen Moslems und Hindus. Sowohl Intoleranz als auch Toleranz gibt es natürlich auf beiden Seiten. Außerdem muss es immer jemanden geben, der etwas als Erster tut. Insofern wüsste ich nicht, warum ihr euch von euren Heiratsplänen abhalten lassen solltet, wenn ihr einander liebt und in Toleranz und Respekt begegnet. Du willst auch weiterhin Muslima bleiben und dein Mann hat kein Problem damit. So gesehen wäre dann ja schon die potentielle Haupthürde aus dem Weg geschaftt.

Ich möchte nochmals betonen, dass ich keine Muslima bin. Was ich hier geschrieben habe, habe ich gelesen und es wurde mir von Moslems so erklärt oder ich habe es in meinem Umfeld im Ausland, aber auch im Inland beobachtet. Es ist also durchaus möglich, dass es zu diesem Thema noch wesentlich mehr zu sagen gibt.

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