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Mitleid oder Bedauern vom Ex?

26. September 2011 um 18:19

Hallo zusammen,
ich bin neu in diesem Forum und bin gerade etwas ratlos, was meinen Ex-Freund angeht...
Zur genaueren Erklärung. Mein Ex-Freund hat vor rund anderthalb Monaten nach acht Jahren Beziehung die Beziehung mit mir beendet, da er sich in seine jüngere Arbeitskollegin (22) verliebt hat. Jetzt sind die beiden auch schon drei Wochen ein Paar.
Es war für uns beide die erste Beziehung (wir sind beide 27). Das letzte Jahr lief schon nicht so toll, weil mein Ex-Freund sich unwohl gefühlt hat und sich immer mehr distanziert hat. Er meinte, dass er mich noch lieben würde, aber nicht so wie es richtig ist. Was richtige Liebe für ihn bedeutet, konnte er aber nicht definieren.
Meiner Meinung nach hat er ein massives Problem mit dem Älterwerden (das hat er auch in Gesprächen nach unserer Trennung zugegeben und auch, dass er ziemlich unzufrieden mit der Arbeit und allem ist). Um uns herum haben viele Leute geheiratet und auch Kinder bekommen. Ich habe ihm viele Freiheiten gewährt und ihn viel mit seinen Arbeitskollegen feiern gehen lassen, da er das in seiner Jugend nicht viel getan hat, er war sozusagen immer "Schwiegermamas Liebling" und hat das getan, was die Leute, vor allem seine Eltern, von ihm erwartet haben. Da er auch viel Stress auf der Arbeit hatte und hat, habe ich ihm seinen "Feier-Ausgleich" gewährt und ihn auch ermutigt, viel mit seinen Freunden zu unternehmen. So, dass ich quasi die Person bin, die ihm den Rücken freihält.
Da er ja nun bereits eine neue Beziehung eingegangen ist, habe ich mich zurückgezogen und den Kontakt meinerseits eingestellt. Trotzdem kontaktiert er mich immer wieder (was teilweise auch nötig ist, da wir die gemeinsame Wohnung noch auflösen müssen) und bei unseren letzten Treffen am Dienstag und Samstag hat er ganz bitterlich geweint und konnte mir nicht sagen wieso...
Samstag meinte ich dann zu ihm, dass wahrscheinlich momentan alles einfach zu viel für ihn ist, was er dann auch bejahte, ein paar Minuten später jedoch zurücknahm.

Was soll ich davon halten? Ich denke, nicht, dass er seine Entscheidung bereut, was die Trennung angeht, dafür ist er zu rational. Hat er ein so schlechtes Gewissen mir gegenüber (obwohl ich mich nicht melde und die Trennung vor ihm akzeptiert habe und auch nicht vor ihm weine oder ähnliches...)
Ich mache mir echt Sorgen um ihn und möchte ihm gerne helfen, obwohl ich ja gar nicht mehr dafür zuständig bin.

Wie soll ich darauf reagieren?

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27. September 2011 um 23:54

Hör auf damit ...
dir Sorgen um ihn zu machen. Wie du sagst, es ist nicht mehr deine Sache. Er hat dich wegen einer anderen verlassen und muss mit seinen Gefühlen, seinem eventuellen schlechten Gewissen, seinem Leben ohne dich klar kommen. Du kannst ihm dabei nicht helfen.
Kann es sein, dass du dadurch, dass du dich um ihn sorgst, verdrängst, dass du eigentlich verletzt bist und deine eigenen Wunden lecken solltest? Ich habe mich auch um meinen Ex-Freund gesorgt - im Nachhinein wollte ich mir wohl nur einreden, dass ich besser mit der Trennung zurecht komme als er.

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28. September 2011 um 8:10

Kann schon sein,
dass ich damit meine eigene Trauer wegen der Trennung versuche zu verdrängen, indem ich mir Sorgen um ihn mache.
Es ist nur unheimlich schwer, einen Menschen aus seinem Leben zu streichen, der einem so lange so wichtig war.
Es stimmt schon, es war seine Entscheidung und die ganzen Baustellen, die er in seinem Leben hat, muss er nun alleine beseitigen!
Ich werde auf jeden Fall versuchen, mich erstmal auf mich zu konzentrieren - alles andere zeigt die Zukunft.

Vielen Dank für deine Antwort!

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28. September 2011 um 10:48
In Antwort auf oralie_12298767

Kann schon sein,
dass ich damit meine eigene Trauer wegen der Trennung versuche zu verdrängen, indem ich mir Sorgen um ihn mache.
Es ist nur unheimlich schwer, einen Menschen aus seinem Leben zu streichen, der einem so lange so wichtig war.
Es stimmt schon, es war seine Entscheidung und die ganzen Baustellen, die er in seinem Leben hat, muss er nun alleine beseitigen!
Ich werde auf jeden Fall versuchen, mich erstmal auf mich zu konzentrieren - alles andere zeigt die Zukunft.

Vielen Dank für deine Antwort!

Mehr als schwer ...
Ich kann mir auch nicht vorstellen meinen Ex aus meinem Leben zu streichen. Aber solange es einem nicht gut geht mit seiner Nähe sollte man sich fernhalten.
Und wie du sagst, alles andere zeigt die Zukunft. Man muss geduldig sein - was mir auch wahnsinnig schwer fällt.
Aber ich hoffe irgendwann wird es leichter ...

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28. September 2011 um 16:02
In Antwort auf diefabelhafteamelie

Mehr als schwer ...
Ich kann mir auch nicht vorstellen meinen Ex aus meinem Leben zu streichen. Aber solange es einem nicht gut geht mit seiner Nähe sollte man sich fernhalten.
Und wie du sagst, alles andere zeigt die Zukunft. Man muss geduldig sein - was mir auch wahnsinnig schwer fällt.
Aber ich hoffe irgendwann wird es leichter ...

Da stimme ich dir vollkommen zu....
Das Doofe an der ganzen Situation ist auch, dass meine beste Freundin mit seinem Bruder zusammen ist und ich so leider zwangsläufig immer wieder etwas von ihm erfahre, außerdem sucht er ja des öfteren den Kontakt (gut, dass muss auch leider wegen der Wohnungsauflösung sein).
Ich denke, dass er wahrscheinlich gerne möchte, dass ich wieder den Status als beste Freundin einnehme, also den Status, den ich vor unserer Beziehung auch hatte. Aber das kann ich nicht auf Knopfdruck und hab ich das natürlich auch gesagt.
Ich hoffe auch, dass es mit der Zukunft leichter fällt und wenn ich erstmal in meiner eigenen Wohnung bin, kann ich vielleicht auch besser mit allem abschließen.
Ich wünsche dir auch ganz viel Kraft und Geduld und dass die Zukunft für uns etwas ganz Schönes bereithält!

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